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Oliver Glasner hat mit feiner Selbstkritik die Spekulationen über ein schnelles Aus bei Crystal Palace befeuert. "Ich bin einfach nicht gut genug, um die Spieler zu ersetzen, die wir verkauft haben", sagte der 51-jährige Oberösterreicher auf der Pressekonferenz vor dem Spiel der englischen Fußball-Premier-League gegen Schlusslicht Wolverhampton Wanderers am Sonntag. Glasners Aussage darf auch als erneute Kritik an den Club-Besitzern verstanden werden.

Bereits im Jänner hatte der Coach mit einer Wutrede für Aufsehen gesorgt, in der er die Vereinsführung für die Abgänge der Leistungsträger Marc Guehi (zu Manchester City) und Eberechi Eze (zu Arsenal) scharf kritisiert hatte.

Vorzeitiges Ende? "Mal sehen, was die Zukunft bringt"

Auf die Frage, ob er bis zum Saisonende bei Crystal Palace bleiben wolle, antwortete er: "Mal sehen, was die Zukunft bringt. Das wissen wir nie." Fest steht bereits, dass Glasner seinen Vertrag nicht verlängern wird. Gültig ist dieser noch bis zum Ende dieser Saison.

Lindsey Vonn meldete sich nach ihrer schweren Verletzung, die sie sich in der Olympia-Abfahrt zugezogen hatte, erneut auf X (vormals Twitter). Fortschritte macht sie nur langsam. 

Der US-Star schrieb: "Nur ein kurzes Update… Meine letzte OP ist gut verlaufen. Sie hat etwas über sechs Stunden gedauert. Ich erhole mich zwar noch, aber die Schmerzen sind schwer zu ertragen. Es geht langsam voran, aber ich hoffe, dass ich bald aus dem Krankenhaus entlassen werde", so die 40-Jährige. Nachsatz: "Vielen Dank für eure Unterstützung."

Sinja Kraus konnte sich zwar im Viertelfinale des WTA-Challengers im portugiesischen Oeiras nicht wirklich auszeichnen, wird aber am Montag knapp in die Top 100 einziehen. 

Trotz  der 1:6-0:6-Niederlage gegen die Ukrainerin Darija Snihur geht sich der Vorstoß aus. Im Live-Ranking ist die 23-jährige Wienerin die Nummer 99, kann nur noch von einer Spielerin  bis zum offiziellen WTA-Ranking am Montag verdrängt werden. Damit stellt Österreich mit Anastaia Potapowa (Platz 76) und Julia Grabher (81) eine dritte Top-100-Spielerin – das war zuletzt 2010 der Fall, als Tamira Paszek, Yvonne Meusburger und Patricia Mayr-Achleitner zweistellig waren. 

Österreichs Ski-Cross-Frauen haben am Freitag in Livigno das erhoffte Spitzenresultat nicht geschafft. Katrin Ofner scheiterte bei ihren fünften Olympischen Spielen im Viertelfinale, für Christina Födermayr und Sonja Gigler kam bereits im Achtelfinale das Aus. Damit ruhen die Hoffnungen auf eine ÖOC-Medaille in dieser Disziplin auf den Männern, die am Samstag starten. Gold holte sich die Deutsche Daniela Maier vor Fanny Smith aus der Schweiz und der Schwedin Sandra Näslund.

"Bitter, es zipft mich an. Ich möchte jetzt noch nicht dastehen, ich wollte jetzt auf dem Weg ins Finale sein. Es ist nicht aufgegangen, schade. Es haben sich alle den Arsch aufgerissen, daher tut es noch mehr weh", sagte Ofner nach ihrem neunten Platz bei ihrem fünften und letzten Olympia-Auftritt. Ofner hatte als letzte ÖOC-Hoffnung sicher als Lauf-Zweite die nächste Phase erreicht. Sie musste sich im Achtelfinale nur der Italienerin Jole Galli beugen und diese gewann das neuerliche Duell um Rang zwei im Viertelfinale gegen die 35-jährige Steirerin. "Sie wohnt da in der Nähe und kennt die Bedingungen", erklärte Ofner. Galli scheiterte danach aber im Semifinale und stürzte im kleinen Finale.

Trotzdem stolz

Ofner versuchte auch, ihre gesamte Olympia-Erfahrung positiv zu sehen. "Es gibt andere Werte, die die Spiele auch transportieren sollen. Fünf Mal dabei sein in der Sportart ist sicher auch eine Leistung und erfüllt mich schon mit Stolz." Die Enttäuschung werde sie mit ihrer Familie verarbeiten. "Es braucht vielleicht drei, vier Bier und dann geht's wieder." Es war sicher ihr letzter Olympia-Auftritt, ob sie kommendes Jahr bei der Heim-WM im Montafon noch einmal antritt, wollte Ofner nach so einem Rennen nicht beantworten.

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