Rapid gegen den WAC: Das Krisenduell im Hütteldorfer Pulverfass

Für Rapid und den WAC zählt im Kampf um die Top 6 nur ein Sieg. Rapid-Trainer Hoff Thorup denkt bei seiner Aufstellung auch an mögliche Fan-Proteste.
Rapid-Trainer Hoff Thorup

Zum Jahresstart eine Cup-Pleite, danach ein enttäuschendes Unentschieden im ersten Heimspiel und zuletzt eine schwache Leistung bei einer Auswärtsniederlage – klingt exakt nach Rapid, ist aber der WAC im Jahr 2026.

Auch davor ist es für die Wolfsberger ähnlich schlecht gelaufen wie für den aktuell größten Krisenklub der Liga: Nur einen Sieg feierte der Noch-Cupsieger in den vergangenen neun Pflichtspielen.

Zuletzt gab es ein Donnerwetter von WAC-Präsident Dietmar Riegler beim Training. Der Langzeit-Boss der Kärntner stärkt Trainer Ismail Atalan und sieht die seit dem Abgang von Ex-Coach Kühbauer strauchelnden Kicker in der Pflicht, weil es „den besten Kader der Vereinsgeschichte“ gebe.

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Die Einschätzung von einem Top-Kader bei Rapid – die Ex-Trainer Stöger schon früh infrage gestellt hatte – revidierte zuletzt auch Sportchef Markus Katzer.

Mögliche Proteste der Fans könnten beim Krisenduell ab 17 Uhr auch die Verantwortlichen abkriegen.

Rapid-Sportchef Katzer (mit Geschäftsführer Hofmann)

In der Kritik: Rapid-Sportchef Katzer (mit Geschäftsführer Hofmann) 

Nervenstärke gesucht

Trainer Johannes Hoff Thorup ist bewusst, dass er sich in ein Pulverfass begeben hat. Der Däne versucht, seine verunsicherten Spieler zu stärken: „Vertraut euch und euren Stärken!“

Er überlegt bei der Aufstellung auch, welche Rapidler mit einer feindseligen Atmosphäre mental überfordert sein könnten. Seine größte Aufgabe sieht Hoff Thorup darin, die absurd großen Unterschiede zwischen Trainings- und Spielleistung zu verkleinern.

Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup

Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup

Das Selbstvertrauen wird auch bei den Gästen nicht viel größer sein. Unter Atalan gab es mit einer Dreierkette, 4-3-3 und zuletzt einer Raute bereits drei Systeme.

Für Rapid (Platz 7) wie WAC (9.) zählt im Kampf um die Meistergruppe nur ein Sieg. Für Rapid sollten sieben Punkte gegen den WAC und Salzburg, sowie dazwischen in Altach, reichen – mit sechs Zählern wäre es hingegen eine Zitterpartie.

Zumindest das geräumte Spielfeld sollte nach der Absage des Freitagspiels von Rapid II gegen Austria Salzburg Top-6-würdig sein.

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