Sport-News

Es gibt Rennstrecken, auf denen der Sieg am Sonntag nach der Poleposition am Samstag eigentlich nur noch Formalität ist. Und es gibt den Hungaroring. Seit Hamiltons Erfolg 2020 hatte hier niemand mehr von Startplatz eins aus gewonnen.

Lando Norris kümmerte das wenig. Der Brite fuhr souverän zu seinem zwölften Karrieresieg, dem ersten überhaupt an einem Ort, an dem er zuvor schon einmal triumphiert hatte, und zementierte gleichzeitig die Rangordnung der letzten Jahre in Ungarn: Nach den McLaren-Doppelsiegen 2024 und 2025 blieb Budapest auch 2026 ein sicherer Hafen für Papaya-Orange.

Der eigentliche Krimi spielte sich aber nicht an der Spitze, sondern dahinter ab. Teamkollege Oscar Piastri hatte sich bereits in Kurve zwei an Norris vorbeigeschoben und die Führung übernommen, während bei Ferrari der Start missriet und Charles Leclerc früh ins Hintertreffen geriet. 

Auch Max Verstappen musste schon in Runde sechs Frust über Funk absetzen, Probleme mit den Stoßdämpfern sollten sein ganzes Rennen begleiten, ohne dass er am Ende daran zerbrach: Der Niederländer hielt beide Ferrari hinter sich und wurde am Ende hervorragender Zweiter.

Overcut (auch) dank Zusammenstoß

Über den Ausgang des internen McLaren-Duells entschied am Ende die Strategie. Piastri bog als erster McLaren an die Box zu seinem zweiten Stopp ab und steckte in Runde 33 die harten Reifen auf. Norris dagegen blieb draußen, überzeugt, im freien Verkehr das schnellere Auto zu haben, und versuchte den Overcut.

Der 26. Juli 2026 wird im Leben der Lilli Tagger immer einen besonderen Stellenwert haben. Denn zum ersten Mal scheint an diesem Tag ihr Name in der Siegerliste eines Turniers auf der WTA-Tour auf. Mit 18 Jahren gewann die Lienzerin am Sonntag ihr erstes Turnier im Erwachsenen-Tennis und gab dabei erneut eine Probe ihres riesigen Talents ab.

Tagger besiegte im Finale des WTA-250-Turniers in Prag die 24-jährige Ukrainerin Daria Snigur mit 7:6, 6:2 und wird in der Weltrangliste die Top-50 erreichen, genauer gesagt Platz 45  – die beste Platzierung in ihrer noch so jungen Karriere.

Im Finale von Prag zeigte Tagger, warum ihr eine große Karriere vorhergesagt wird. Trotz ihres so jungen Alters hat sie bereits alles im Repertoire, um ganz an die Spitze zu kommen und einmal auch eines der ganz großen Turniere gewinnen zu können. 

Die Waffe

Die 1,85 Meter große Tagger beeindruckte mit ihrem Aufschlag (sie servierte neun Asse), mit ihrem Tempo und mit ihrer einhändigen Rückhand, für die sie sowieso einmal einen Waffenschein lösen wird müssen. Wie einst Dominic Thiem sorgt sie mit dem Paradeschlag immer wieder für Staunen bei den Zuschauern und Entsetzen bei ihrer Gegnerin.

Dass sie als eine der wenigen Frauen auf der Tour die Rückhand einhändig spielt, zeigt, welchen Willen Tagger schon in ihrer Jugend hatte. Denn das macht sie nur, weil sie stur blieb. Die 12-jährige Lilli durfte nur dann entgegen dem Trend weiterhin einhändig spielen, wenn sie das nächste Turnier gewinnen sollte. Das tat sie und hat jetzt einen der spektakulärsten Schläge auf der Frauen-Tour. 

Er ist 18 Jahre jung - und gehört aktuell zu den heißesten Aktien auf dem Transfermarkt. Kerim Alajbegovic steht auf der Wunschliste mehrerer europäischer Topklubs ganz weit oben. Noch gehört der Bosnier, der in der letzten Saison bei Salzburg seinen Durchbruch hatte, Leverkusen. Dort wird er nach dem verdienten Urlaub nach der WM zwar am Montag ins Training einsteigen. Lange bleiben wird er jedoch nicht.

Chelsea soll sein Angebot jetzt auf 40 Millionen Euro erhöht haben. Neo-Trainer Xabi Alonso will Alajbegovic unbedingt nach London holen, er soll dem Jungstar in einem persönlichen Gespräch auch schon seine Perspektiven bei den Blues aufgezeigt haben. Die Klubs sollen sich auch schon einig sein, fehlt nur noch die Zusage des Spielers. Der wartet aber noch ab.

Dass die Reichsbrücke eingestürzt ist, erfährt Niki Lauda am Sonntagvormittag aus dem Mund des KURIER-Reporters Helmut Zwickl, der ihn im Ferrari-Wohnwagen besucht. „Unglaublich, wie kann so was passieren?“, sagt Lauda. „Ein Materialgebrechen?“

Um 14.23 Uhr, keine zehn Stunden nach dem Brückeneinsturz, wird Lauda selbst im Mittelpunkt eines Unglücks stehen: Bei einem verheerenden Unfall fängt sein Bolide Feuer, der Pilot kommt nur knapp mit dem Leben davon. Die Narben bleiben, die Kappe, mit der er seinen jetzt kahlen Kopf bedeckt, wird zu Laudas Markenzeichen.

Ein TV-Livespiel im Hauptabendprogramm gleicht für einen Amateurverein einem Jackpot: Nicht nur die Spieler können sich einem wesentlich größeren Publikum als sonst präsentieren, auch die Sponsoren und der Klub an sich bekommen ungewohnte Aufmerksamkeit.

Im Fall von Wienerberg hat der Auftritt auf ORF Sport+ allerdings einen Haken: Da Rapid zu Gast ist, besteht der Rundfunk auf einen Abendtermin. Der Meister der Wienerliga hat zwar eine schöne Anlage mit einem guten Rasenplatz – allerdings kein Flutlicht. Deswegen muss ab 20.30 Uhr auf dem kleineren Trainingsplatz mit einem an sich nicht mehr zeitgemäßen Kunstrasen gekickt werden.

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