Trump verlängert Waffenruhe + Vance fliegt vorerst nicht nach Pakistan

US-Präsident Donald Trump hat die Feuerpause mit dem Iran erneut verlängert. Die Blockade iranischer Häfen bleibe allerdings bestehen. Alle aktuellen Entwicklungen im Iran-Krieg live.
US President Trump at the White House in Washington, DC
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Iran-Krieg

  • |Amina Beganovic

    ++ Trump verlängert Waffenruhe ++

    US-Präsident Donald Trump hat die Feuerpause mit dem Iran erneut verlängert. Das kündigt Trump am Dienstagabend an. Eigentlich wäre die Waffenruhe am Mittwochabend (US-Ostküstenzeit) abgelaufen.

  • |Amina Beganovic

    Abreise von Vance nach Pakistan verzögert sich

    US-Medienberichten zufolge verzögert sich die Abreise der US-Delegation um Vizepräsident JD Vance. Er hätte eigentlich in der Früh (Ortszeit Washington) zu einer möglichen weiteren Verhandlungsrunde mit dem Iran aufbrechen sollen.

  • |Amina Beganovic

    Teilnahme Irans noch offen

    Pakistan wartet nach Angaben von Informationsminister Attaullah Tarar weiterhin auf eine offizielle Antwort des Iran zur Teilnahme an einer zweiten Runde von Friedensgesprächen mit den USA in Islamabad. "Eine Entscheidung des Iran, an den Gesprächen vor dem Ende der zweiwöchigen Waffenruhe teilzunehmen, ist von entscheidender Bedeutung", schrieb Tarar auf X. Pakistan habe sich aufrichtig bemüht, die iranische Führung von einer Teilnahme zu überzeugen, fügte er hinzu.

  • |Amina Beganovic

    US-Präsident: "Ich will das nicht tun"

    US-Präsident Donald Trump will die in Kürze auslaufende Waffenruhe im Krieg gegen den Iran nicht verlängern. Die USA seien zu einem erneuten militärischen Vorgehen bereit, sollten weitere Verhandlungen nicht erfolgreich sein, sagte Trump am Dienstag. Die US-Regierung hatte sich zuversichtlich geäußert, dass in Pakistan Gespräche mit dem Iran in letzter Minute noch stattfinden würden. Ein ranghoher iranischer Vertreter sagte, Teheran erwäge eine Teilnahme.

    Eine Entscheidung darüber blieb allerdings zunächst offen. Die vereinbarte Waffenruhe läuft nach zwei Wochen in der Nacht auf Donnerstag MESZ aus.

  • |Karl Peternel-Oberascher

    Welche Szenarien im Iran-Krieg möglich sind

    In der Nacht auf Mittwoch läuft die 14-tägige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran aus. Am Dienstag soll – so kündigte es US-Präsident Donald Trump am Wochenende an – in Islamabad über eine Verlängerung der Feuerpause oder sogar ein Ende des Krieges verhandelt werden. Bis Mittag (MESZ) blieb jedoch unklar, ob überhaupt beide Konfliktparteien in die pakistanische Hauptstadt reisen und Gespräche stattfinden können.

    Welche Szenarien sind denkbar? Ein Überblick

  • |Karl Peternel-Oberascher

    Kondom-Hersteller Karex kündigt Preiserhöhung wegen Iran-Krieg an

    Der weltgrößte Kondomhersteller Karex will wegen gestörter Lieferketten infolge des Iran-Kriegs die Preise um 20 bis 30 Prozent anheben. "Die Lage ist definitiv sehr heikel, die Preise sind hoch ... Wir haben keine andere Wahl, als die Kosten jetzt an die Kunden weiterzugeben", sagte Firmenchef Goh Miah Kiat am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters.

    Die Nachfrage nach Kondomen sei in diesem Jahr um rund 30 Prozent gestiegen, da viele Kunden wegen hoher Frachtkosten und Lieferverzögerungen nur noch geringe Lagerbestände hätten. Zudem seien die Kosten für Rohstoffe wie synthetischen Kautschuk, Verpackungsmaterial und Silikonöl gestiegen.

    Das malaysische Unternehmen produziert jährlich mehr als fünf Milliarden Kondome und beliefert bekannte Marken wie Durex und Trojan sowie staatliche Gesundheitssysteme und UN-Hilfsprogramme. Sollten die Probleme in den Lieferketten andauern, seien weitere Preiserhöhungen möglich, sagte der Firmenchef.

    Karex reiht sich in die wachsende Liste von Unternehmen ein, darunter auch Hersteller medizinischer Handschuhe, die sich auf Engpässe in der Lieferkette einstellen müssen. Der Iran-Krieg belastet die Energie- und Petrochemielieferungen aus dem Nahen Osten und beeinträchtigt die Rohstoffbeschaffung.

     

  • |Josef Siffert

    Iran vollstreckt weiteres Todesurteil

    Inmitten einer Welle von Hinrichtungen hat Irans Justiz am Dienstag einen weiteren Mann hingerichtet. Das berichtete die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Mizan. Dem Mann wurde demnach vorgeworfen, Anführer eines mit dem israelischen Geheimdienst verbundenen Netzwerks zu sein und während der Proteste im Jänner eine Moschee in Teheran in Brand gesetzt zu haben. Bereits am Montag exekutierte die Regierung nach Angaben von Mizan zwei Männer nach Spionagevorwürfen. Auch ihnen wurde Zusammenarbeit mit dem israelischen Geheimdienst Mossad und die Planung von Anschlägen vorgeworfen. Die Männer hätten in diesem Zusammenhang im Ausland eine Ausbildung erhalten. Sie seien aufgrund von „Feindschaft gegen Gott“ und der Zusammenarbeit mit feindlichen Gruppen verurteilt worden.

  • |Josef Siffert

    Erstmals wieder Inland-Flüge im Iran

    Nach mehr als 50 Tagen will der Iran den Luftverkehr im Inland wieder aufnehmen. Erstmals nach Kriegsbeginn sei am Mittwoch wieder ein Flug der staatlichen Fluggesellschaft Iran Air aus der Hauptstadt Teheran in die nordöstliche Millionenmetropole Maschhad geplant, hieß es in übereinstimmenden iranischen Medienberichten. Die Maschine soll danach Passagiere aus Maschhad zurück nach Teheran fliegen. Im Krieg waren im Iran Dutzende Passagierflugzeuge außer Betrieb genommen worden, wie die Zeitung Shargh jüngst berichtete. Sieben Flughäfen seien Ziel der israelisch-amerikanischen Bombardierungen geworden. Die größten Schäden entstanden demnach an den Flughäfen Mehrabad in Teheran sowie in der nordwestlichen Metropole Tabris. Besonders betroffen waren die Airlines Mahan Air und Iran Air. 

  • |Josef Siffert

    Israel: Hisbollah Chef wird "mit seinem Kopf bezahlen"

    Vor neuen Gesprächen Israels und des Libanons in Washington hat der israelische Verteidigungsminister erneut mit der Tötung des Hisbollah-Chefs gedroht. Naim Qassem werde "mit seinem Kopf bezahlen", sagte Minister Israel Katz nach Medienberichten bei einer Veranstaltung zum israelischen Soldatengedenktag. Am Donnerstag sollen in Washington Gespräche auf Botschafterebene zwischen Israel und dem Libanon stattfinden.

    Auch während einer Waffenruhe bleibe die Entwaffnung der libanesischen Hisbollah-Miliz das übergreifende Ziel, sagte Katz nach Angaben des Nachrichtenportals ynet. Die Hisbollah habe Israel "im Dienste ihrer iranischen Herren angegriffen" und werde dafür den Preis zahlen. "Jeder, der die Hand gegen Israel erhebt, dem wird sie abgeschlagen. Wir werden nicht zur Realität vor dem 7. Oktober 2023 zurückkehren", sagte Katz demnach.

  • |Josef Siffert

    Deutschland fordert Iran zu Verhandlungen auf

    Die deutsche Bundesregierung fordert von der politischen Führung in Teheran ein Eingehen auf das Gesprächsangebot der USA. „Wir rufen den Iran jetzt dringend dazu auf, nach Islamabad zu kommen und konstruktiv mit den Vereinigten Staaten von Amerika zu verhandeln“, sagte der deutsche Außenminister Johann Wadephul am Rande eines Treffens mit EU-Kollegen in Luxemburg. Der Krieg gehe bald in den dritten Monat und man haben ein Interesse, dass der Konflikt rasch gelöst werden könne. Wadephul kritisierte zudem die iranische Blockade der Meerenge zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel. „Wir fordern den Iran dazu auf, die freie und sichere Schifffahrt durch die Straße von Hormus unverzüglich wiederherzustellen“, sagte er. Als Europäer teile man dieses Ziel mit den Partnern am Golf und stehe bereit, nach Ende der Auseinandersetzung die Lage abzusichern. 

  • |Josef Siffert

    Kurz vor Ablauf der Waffenruhe: Trump droht, der Iran warnt

    Ob sich die USA und der Iran zu Friedensgesprächen treffen werden, bliebt weiter ungewiss.

  • |Josef Siffert

    Ölpreise sinken

    Die Hoffnung auf Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran lässt die Ölpreise wieder sinken. Rohöl der Sorte Brent und US-Leichtöl WTI verbilligen sich jeweils um rund zwei Prozent auf bis zu 93,86 und 87,76 Dollar je Barrel. Anleger setzen darauf, dass die Gespräche in dieser Woche stattfinden und zu einem größeren Angebot aus der wichtigen Förderregion im Nahen Osten führen werden. Zum Wochenauftakt hatten die Preise noch um jeweils rund sechs Prozent zugelegt, nachdem der Iran die Straße von Hormus erneut geschlossen und die USA im Rahmen ihrer Blockade der iranischen Häfen ein iranisches Frachtschiff beschlagnahmt hatten. 

    „Wir gehen weiterhin davon aus, dass diese Woche eine Absichtserklärung unterzeichnet und/oder die Waffenruhe verlängert wird, die sich möglicherweise zu einem umfassenderen Abkommen entwickelt“, konstatierten die Analysten von Citi. „Sollten die Verhandlungen diese Woche jedoch scheitern, sind wir darauf vorbereitet, uns auf ein Szenario mit längerfristigen Störungen einzustellen.“

  • |Josef Siffert

    Trump: Verlängerung der Waffenruhe "höchst unwahrscheinlich"

    US-Präsident Donald Trump sagte, eine Verlängerung der Waffenruhe sei "höchst unwahrscheinlich". Er drohte dem Iran erneut mit massiven Angriffen, falls die Feuerpause ohne neue Einigung ausläuft. Die vereinbarte Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran läuft Trump zufolge Mittwochabend Washingtoner Zeit aus.

    Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, gab sich dem Sender Fox News gegenüber zuversichtlich, dass die USA ein "wirklich gutes Abkommen" schließen würden. Die USA stünden kurz vor einer Einigung, sagte Leavitt weiter. Aktuell ist ungewiss, ob es zu weiteren Verhandlungen zwischen Washington und Teheran kommt. Der Iran hat "noch keine Entscheidung" getroffen. 

    Zentraler Streitpunkt ist die US-Seeblockade iranischer Schiffe und Häfen. US-Präsident Donald Trump teilte auf Truth Social mit, dass er an der Blockade festhalte, bis es eine Vereinbarung gebe. Teheran knüpft die Teilnahme an Gesprächen nach Angaben aus pakistanischen Sicherheitskreisen jedoch an die Aufhebung der Seeblockade.

  • |Josef Siffert

    Iran: "Neue Trümpfe auf dem Schlachfeld"

    Im Falle einer Wiederaufnahme des Iran-Krieges stehen Teheran dem iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf zufolge "neue Trümpfe auf dem Schlachtfeld" zur Verfügung. "In den vergangenen zwei Wochen haben wir uns darauf vorbereitet, neue Trümpfe auf dem Schlachtfeld auszuspielen", schrieb Ghalibaf, der iranische Chefunterhändler in den Gesprächen mit den USA, am Montag auf X. Er bekräftigte, Teheran akzeptiere "keine Verhandlungen im Schatten von Drohungen".

    Zwei Tage vor dem Ende der zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg herrschte zunächst weiter Ungewissheit über die Fortsetzung der Verhandlungen zwischen Washington und Teheran. Der Iran hat nach Angaben seines Außenministeriums "noch keine Entscheidung" über eine Teilnahme an Gesprächen mit den USA in Pakistan getroffen. Eine US-Delegation unter der Leitung von Vizepräsident JD Vance wurde unterdessen in Islamabad erwartet.

  • |Patrick Resch

    Iran schließt neue Verhandlungen nicht aus

    Der iranische Außenminister Abbas Araqchi hat den USA neue Vorwürfe gemacht - eine neue Verhandlungsrunde aber nicht ausgeschlossen. "Die Provokationen, die Drohrhetorik und die anhaltenden Verstöße der USA gegen die Waffenruhe, insbesondere die Angriffe auf iranische Handelsschiffe, sind ein erhebliches Hindernis für eine Fortsetzung des diplomatischen Prozesses", sagte er laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim in einem Telefonat mit seinem pakistanischen Kollegen.

    "Der Iran wird die Umstände genauestens abwägen und dann über den weiteren Weg entscheiden", sagte Araqchi. Irans Außenamtssprecher hatte zuvor bei einer Pressekonferenz in Teheran gesagt, der Iran habe noch keine Entscheidung über weitere Verhandlungen mit den USA getroffen. Eine weitere Verhandlungsrunde sei aktuell nicht geplant, so der Sprecher.

    Der pakistanische Außenminister Ishaq Dar appellierte an Araqchi, den Dialog schnellstmöglich fortzusetzen, um Frieden sowie Stabilität in der Region zu fördern, wie das Außenministerium auf der Plattform X zu dem Telefonat mitteilte. Ähnlich hatte er sich bereits in einem Telefonat am Sonntag geäußert.

  • |Patrick Resch

    Libanon: Weiter Beschuss durch israelisches Militär

    Bei zwei Einsätzen hätten israelische Soldaten im Südlibanon "Terroristen ausgeschaltet", teilte die Armee mit. Diese verstießen demnach gegen die Waffenruhe und näherten sich den Soldaten; es habe eine "unmittelbare Bedrohung" gegeben. Die Luftwaffe habe auf Anweisung von Bodentruppen geschossen. Es war zunächst unklar, wie viele Tote es bei den Vorfällen gab.

    Das Gesundheitsministerium in der Hauptstadt Beirut meldete, dass bei einem Angriff in der Provinz Nabatiya im Südlibanon sechs Menschen verletzt wurden. Das israelische Militär teilte auf Nachfrage mit, die Angelegenheit zu prüfen. Laut der vom US-Außenministerium veröffentlichten Waffenruhe-Vereinbarung zwischen Israel und dem Libanon darf Israel alle notwendigen Maßnahmen zur Selbstverteidigung gegen geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe ergreifen.

  • |Patrick Resch

    Trump: Waffenruhe-Verlängerung ohne Deal "unwahrscheinlich"

    US-Präsident Donald Trump hält eine Verlängerung der Waffenruhe für "sehr unwahrscheinlich", sollte es keine Vereinbarung mit Teheran geben.

    Die aktuell geltende Feuerpause laufe am Mittwochabend (Ortszeit Washington) aus, zitierte die Nachrichtenagentur Bloomberg Trump nach einem Telefoninterview.

  • |Patrick Resch

    Iran erwägt nun doch Teilnahme an Friedensgesprächen

    Der Iran erwägt nun doch eine Teilnahme an Friedensgesprächen mit den USA. Die Waffenruhe zwischen den beiden Ländern schien zunächst gefährdet zu sein, nachdem die USA am Sonntag ein iranisches Frachtschiff gekapert hatten. Der Iran drohte mit Vergeltung. US-Vizepräsident JD Vance ist nach Angaben eines Insiders noch nicht nach Pakistan aufgebrochen, da die Aussichten auf eine zweite Verhandlungsrunde unklar sind. Irans Regierung steht einer Beteiligung "positiv" gegenüber.

  • |Patrick Resch

    Trump: Israel hat mich nicht zum Krieg überredet

    US-Präsident Donald Trump ist nach eigenen Worten nicht von Israel zum Angriff auf den Iran überredet worden. "Israel hat mich nicht zum Krieg mit dem Iran überredet, das haben die Ereignisse vom 7. Oktober getan, zusammen mit meiner lebenslangen Überzeugung, dass der Iran niemals Atomwaffen besitzen darf", schrieb Trump auf seiner Plattform "Truth Social".

    Zuvor hatte es Medienberichte gegeben, dass Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu Trumps Entscheidung beeinflusst hat. Der Großangriff der palästinensischen Terrororganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hatte den Krieg im Gazastreifen ausgelöst.

  • |Diana Dauer

    Vance soll in Kürze in Islamabad landen

    Entgegen früheren Äußerungen von US-Präsident Donald Trump wird Vizepräsident JD Vance nun doch in einigen Stunden in Islamabad landen, um die Verhandlungen mit dem Iran fortzusetzen. Das sagt Trump der New York Post und wideruft damit frühere Aussagen. Vance wird von einer Delegation begleitet, der auch Trumps Gesandter Steve Witkoff und sein Schwiegersohn Jared Kushner angehören. Trump sagt dem Blatt, er sei bereit zu einem Treffen mit den iranischen Anführern, falls es Fortschritte in den Verhandlungen gebe. 

  • |Diana Dauer

    Gespräche zwischen Israel und dem Libanon diese Woche in Washington

    Die zweite Verhandlungsrunde zwischen Israel und dem Libanon findet israelischen Medienberichten zufolge in dieser Woche in Washington statt. Es sind die ersten Gespräche der beiden Länder seit dem Inkrafttreten einer zehntägigen Feuerpause.

  • |Diana Dauer

    Israel: Iran habe Anschläge auf Pipeline in Aserbaidschan geplant

    Israelische Geheimdienste decken nach eigenen Angaben ein iranisches Netzwerk auf, das Anschläge auf eine Ölpipeline sowie auf israelische und jüdische Ziele in Aserbaidschan geplant hat. Wie Mossad und Schin Bet mitteilen, vereiteln aserbaidschanische Behörden die Pläne der iranischen Revolutionsgarden und nehmen die Mitglieder der Zelle fest. Dabei stellen sie unter anderem Sprengstoffdrohnen sicher. Eine Stellungnahme des iranischen Außenministeriums liegt zunächst nicht vor.

  • |Diana Dauer

    Israel sprengt seit Waffenruhe Häuser in 39 Dörfern im Südlibanon

    Israelische Streitkräfte haben nach Angaben eines libanesischen Politikers seit der Waffenruhe in der vergangenen Woche in 39 Dörfern im Südlibanon Zerstörungen unterschiedlichen Ausmaßes angerichtet. Ali Hassan Chalil, ein hochrangiger Berater von Parlamentspräsident Nabih Berri, sagt, die israelischen Truppen hätten zivile Wohnhäuser gesprengt. Dies sei ein Kriegsverbrechen. Das israelische Militär erklärt, es gehe gegen die Infrastruktur der Hisbollah im Süden vor. 

  • |Josef Siffert

    Straße von Hormus: Kein Schiffverkehr mehr

    Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus steht fast vollständig still. In den vergangenen zwölf Stunden hat es lediglich drei Durchfahrten gegeben, wie Schifffahrtsdaten zeigen. Der mit britischen Sanktionen belegte Öltanker Nero habe den Golf verlassen und die Meerenge passiert. Dies geht aus Satellitenanalysen der Spezialfirma SynMax und Tracking-Daten der Plattform Kpler hervor. Zudem seien ein Chemikalientanker und ein Flüssiggastanker in den Golf eingefahren.

  • |Josef Siffert

    Was die Krise im Iran mit unseren Böden zu tun hat

    Nicht nur unsere Energieversorgung ist bedroht, die Blockade der Straße von Hormus ist auch ein Warnsignal für die Landwirtschaft. Ein Gastkommentar von Manfred Hohensinner.

  • |Josef Siffert

    Iran: Keine zweite Verhandlungsrunde geplant

    Der Iran plant nach eigenen Angaben derzeit keine zweite Verhandlungsrunde mit den USA. Ismail Baghai, Sprecher des Außenministeriums in Teheran erklärte, die Vereinigten Staaten hätten gezeigt, dass sie es mit der Diplomatie nicht ernst meinten. Die USA hätten sich aggressiv verhalten und gegen die Bestimmungen der Waffenruhe verstoßen. Baghai wies darauf hin, dass Pakistans Armeechef Asim Munir vor wenigen Tagen bei einem Besuch in Teheran einen neuen US-Vorschlag überbracht habe. "Dieser wird derzeit geprüft", sagte der Sprecher. "Unter Berücksichtigung der Interessen Irans werden wir die notwendige Entscheidung darüber treffen, wie wir weiter vorgehen", sagte Baghai.

    Ein hochrangiger Vertreter des Iran sagt der Nachrichtenagentur Reuters, dass nach Ansicht der Teheraner Führung die Friedensgespräche durch die anhaltende US-Blockade der Straße von Hormus untergraben werden. Inhaltlich gebe es noch keine Einigung und auch keine Annäherung im Streit über das iranische Atomprogramm. Die iranischen "Verteidigungskapazitäten", einschließlich des Raketenprogramms, stünden nicht zur Disposition. 

  • |Josef Siffert

    China kritisiert USA

    China kritisierte das Vorgehen der USA in der Straße von Hormus. "Wir sind besorgt über das gewaltsame Eingreifen der USA gegenüber betreffenden Schiffen", sagte Außenamtssprecher Guo Jiakun am Montag in Peking. China hoffe, dass sich die jeweiligen Seiten verantwortungsvoll verhalten und an die Vereinbarung zur Waffenruhe halten würden, sagte er. China forderte, dass das "Fenster für Frieden" genutzt werden sollte. Zudem sollten Bedingungen für ein frühes Ende des Krieges geschaffen werden, sagte Guo.

    Das US-Militär teilte am Sonntag mit, es habe auf ein unter iranischer Flagge fahrendes Frachtschiff geschossen, als dieses versuchte, die US-Blockade zu durchbrechen. "Wir haben ihr Schiff vollständig in unserer Gewalt und sehen nach, was an Bord ist!", schrieb Präsident Donald Trump in den sozialen Medien. Ein iranischer Militärsprecher bezeichnete den Vorfall als "bewaffnete Piraterie" und kündigte eine baldige Reaktion an.

  • |Josef Siffert

    Gerichtsmedizin: Mehr als 3.300 Kriegstote im Iran

    Im Iran sind bei den israelisch-amerikanischen Bombardierungen nach Worten eines Mediziners 3.375 Menschen getötet worden. Dabei handle es sich um endgültige Zahlen, sagte der Leiter der iranischen Gesellschaft für Rechtsmedizin, Abbas Masjedi Arani, laut einem Bericht des Onlineportals „Jamaran“. Der Gerichtsmedizin zufolge waren unter den Toten 496 Frauen sowie 383 Kinder und Minderjährige. Die meisten Opfer gab es demnach in der Hauptstadt Teheran, Isfahan im Zentrum des Landes sowie der Küstenprovinz Hormuzgan. Die tatsächliche Zahl der Toten dürfte deutlich höher liegen. Aktivisten hatten in ihren eigenen Zählungen schon vor Wochen mehr als 3.000 Tote gemeldet. Die Menschenrechtsorganisation Hengaw mit Sitz in Norwegen berichtete jüngst, dass mindestens 7.650 Menschen ums Leben kamen, darunter 1.030 Zivilisten. Unabhängig überprüfen lassen sich die Opferzahlen derzeit nicht.

  • |Josef Siffert

    Peseschkian für diplomatische Entspannung

    Der iranische Präsident Massud Peseschkian spricht sich für einen Abbau der Spannungen mit den USA auf dem Wege der Diplomatie aus. Dafür sollte jeder vernünftige Weg genutzt werden, sagt Peseschkian der staatlichen Nachrichtenagentur Irna zufolge. Zugleich betont er jedoch, dass Wachsamkeit und Misstrauen im Umgang mit der Regierung in Washington eine „unbestreitbare Notwendigkeit“ seien. Am Mittwoch läuft eine zweiwöchige Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA aus. 

    Am Montag wurden US-Vertreter zu Verhandlungen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad erwartet. Pakistan vermittelt zwischen den beiden Kriegsparteien. Unklar ist bisher, ob die Teheraner Regierung ebenfalls eine Delegation nach Pakistan entsenden wird. Laut einer Irna-Meldung von Sonntagabend hat sie die neue Verhandlungsrunde abgesagt. In einer pakistanischen Mitteilung zu dem Gespräch blieb die Absage dagegen unerwähnt.

  • |Josef Siffert

    Trotz Waffenruhe: Israel fährt Angriffe im Libanon

    Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge trotz der Waffenruhe im Libanon in der Nacht eine Raketenabschussrampe im Süden des Nachbarlandes angegriffen. Diese sei feuerbereit und eine „direkte Bedrohung für die Ortschaften in Nordisrael“ sowie für Soldaten gewesen, teilte das israelische Militär am Morgen mit. 

    Die Armee werde sich weiterhin gegen Gefahren verteidigen und Sicherheit für israelische Zivilisten und Soldaten gewährleisten, hieß es in einer Erklärung weiter. 

    Die Hisbollah wiederum verkündete am Morgen, gepanzerte Fahrzeuge der israelischen Armee seien in der Nacht von Sprengsätzen getroffen worden, die die vom Iran unterstützte Miliz zu einem früheren Zeitpunkt in der Gegend platziert habe. Israels Armee erklärte auf Anfrage, sie gehe dem nach.

  • |Stefan Berndl

    Europäischer Gaspreis legt wieder zu

    Der Preis für europäisches Erdgas ist am Montag nach einer Rücknahme der Öffnung der Straße von Hormus durch den Iran deutlich gestiegen. An der Börse in Amsterdam legte die Notierung für den richtungweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat um fast sechs Prozent auf 41,02 Euro je Megawattstunde (MWh) zu. Im März lag der Gaspreis meist über 50 Euro.

  • |Josef Siffert

    Israel warnt Zivilisten im Südlibanon vor Rückkehr

    Das israelische Militär hat die Bewohner im Südlibanon am Montag davor gewarnt, sich südlich einer bestimmten Linie von Dörfern zu bewegen oder sich dem Fluss Litani zu nähern. Die israelischen Streitkräfte blieben während der geltenden Waffenruhe in dem Gebiet stationiert, teilte das Militär mit. Grund seien anhaltende Aktivitäten der Hisbollah-Miliz. Militärsprecher Avichay Adraee rief die Zivilbevölkerung zudem dazu auf, wegen Sicherheitsrisiken bis auf Weiteres nicht in mehrere Grenzdörfer zurückzukehren.

  • |Josef Siffert

    Zwei Männer im Iran hingerichtet

    Der Iran hat einem Medienbericht zufolge erneut zwei Männer hingerichtet, die wegen Zusammenarbeit mit dem israelischen Geheimdienst Mossad und der Planung von Anschlägen verurteilt worden waren. Den beiden Männern sei vorgeworfen worden, einem mit dem Mossad verbundenen Spionagenetzwerk anzugehören, berichtet das Nachrichtenportal der iranischen Justiz, Mizan. Sie hätten in diesem Zusammenhang im Ausland, unter anderem in der irakischen Region Kurdistan, eine Ausbildung erhalten. Sie seien unter anderem wegen „Feindschaft gegen Gott“ und der Zusammenarbeit mit feindlichen Gruppen verurteilt worden. Das Oberste Gericht habe die Todesurteile vor der Vollstreckung bestätigt, heißt es in dem Bericht weiter.

  • |Josef Siffert

    Goldpreis gibt nach

    Der Goldpreis ist am Montag um mehr als ein Prozent gefallen, belastet durch einen festeren Dollar und die Eskalation im Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Eine Feinunze verbilligte sich auf 4.762,09 Dollar und erreichte damit den niedrigsten Stand seit dem 13. April. Der stärkere Dollar macht das Edelmetall für Anleger außerhalb des Dollar-Raums teurer.

    Hintergrund der Nervosität ist die Beschlagnahmung eines iranischen Frachtschiffs durch die USA, woraufhin Teheran mit Vergeltung drohte und eine neue Verhandlungsrunde ablehnte. Die Spannungen trieben die Ölpreise an und ließen Inflationssorgen wieder aufleben. US-Notenbankgouverneur Christopher Waller sagte, der Konflikt werde die kurzfristige Inflation wahrscheinlich anheizen. Ein schnelles Ende würde jedoch Zinssenkungen im weiteren Jahresverlauf ermöglichen.

  • |Josef Siffert

    Iran sagt Friedensgespräche mit den USA ab

    Der Iran wirft den USA Verletzung der Waffenruhe vor und hat eine geplante neue Runde von Friedensgesprächen abgesagt.
  • |Josef Siffert

    Bericht: Iraner befürchten Überraschungsangriff

    Einem Bericht des US-Nachrichtenportals „Axios“ zufolge argwöhnen iranische Beamte, dass Trump mit seinen Worten über ein Abkommen die Führung in Teheran täuschen wolle. Sie befürchteten einen Überraschungsangriff der USA. Irans Präsident Peseschkian sagte laut seiner Homepage in einem Telefonat mit dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif: „Die fortgesetzten provokanten und illegalen Handlungen der USA“ im Rahmen der Seeblockade gegen den Iran stellten einen klaren Verstoß gegen die auslaufende Waffenruhe dar. Solche Maßnahmen sowie die Drohungen von Trump vertieften das Misstrauen. Man sei entschlossen, das Land gegen „erneutes Abenteurertum“ der USA und Israels konsequent zu verteidigen.

  • |Josef Siffert

    US-Militär entert iranischen Frachter

    Das US-Militär hat einen iranischen Frachter angegriffen, nachdem das Schiff versucht, die US-Seeblockade zu durchbrechen.

  • |Julia Deutsch

    Iran plant keine Teilnahme an Verhandlungen mit USA

    Laut Staatsmedien

  • |Julia Deutsch

    Irans Teilnahme an Gesprächen mit US-Vertretern in Pakistan noch offen

    Der Iran habe über seine Beteiligung an den erneuten Gesprächen mit den USA noch nicht entschieden, berichteten am Sonntagabend mehrere iranische Nachrichtenagenturen.

    Es gebe keine "eindeutige Aussicht auf fruchtbare Verhandlungen", schrieb die amtliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf anonyme Quellen. Zur Begründung verwies die Agentur auf "unvernünftige und unrealistische Forderungen, häufige Änderungen der Haltung, andauernde Widersprüche und die Fortsetzung der sogenannten Seeblockade" durch die USA. In Berichten der Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim wurden nicht näher bezeichnete Quellen mit der Einschätzung zitiert, dass die Atmosphäre insgesamt "nicht als sehr positiv eingeschätzt" werden könne. Fars zitierte eine Quelle, wonach die Aufhebung der US-Blockade gegen iranische Häfen Voraussetzung für weitere Gespräche sei.

  • |Julia Deutsch

    Zwei Ausländer wegen Import von Starlink-Komponenten in Haft

    Im Iran sind zwei Ausländer wegen des Imports von Komponenten für das Satelliten-Netzwerk Starlink festgenommen worden. Den beiden Verdächtigen werde die "Einfuhr von Ausrüstung für Satelliten-Internet" vorgeworfen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim am Sonntag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Sie wurden demnach in der Stadt Jolfa im Nordwesten des Iran festgenommen. Sie seien Teil eines Netzwerks, dem "die Zusammenarbeit im Geheimdienstbereich mit Gruppen mit Verbindungen in die USA und nach Israel" zur Last gelegt werde. Den Angaben zufolge wurden in Zusammenhang mit dem Fall auch zwei Iraner festgenommen. Einer von ihnen soll demnach versucht haben, "Informationen an feindliche Satellitennetzwerke weiterzugeben", der andere sei wegen Geheimdienstaktivitäten im Visier der Ermittler.
  • |Julia Deutsch

    US-Delegation reist nach Islamabad

    Im Konflikt mit dem Iran reist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump wieder eine Delegation aus Washington für Verhandlungen in die pakistanische Hauptstadt Islamabad. Seine Vertreter würden dort am Montagabend sein, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social ohne Angaben zur Zeitzone zu machen. 

  • |Adisa Beganović

    Türkei fordert Verlängerung der Waffenruhe

    Die Türkei fordert eine Verlängerung der am Dienstag auslaufenden Waffenruhe zwischen den USA, Israel und dem Iran. Beide Seiten hätten den Willen, die Gespräche zur Beendigung des Krieges fortzusetzen, sagt der türkische Außenministers Hakan Fidan. Die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran seien zwar weitgehend abgeschlossen, es gebe jedoch noch einige Meinungsverschiedenheiten. Deshalb müsse die Waffenruhe verlängert werden. 

  • |Adisa Beganović

    Bericht: Zwei Tanker in der Straße von Hormus gestoppt

    Die iranischen Streitkräfte hindern nach einem Medienbericht zwei Tanker an der Durchfahrt durch die Straße von Hormus. Die unter den Flaggen von Botswana und Angola fahrenden Schiffe seien nach Warnungen zur Kursänderung gezwungen worden, meldet die halbstaatliche Nachrichtenagentur Tasnim. Als Grund für das Vorgehen nennt die Agentur die anhaltende Seeblockade der USA gegen den Iran und spricht von einer unbefugten Durchfahrt.

  • |Adisa Beganović

    Bericht: Iran nimmt Ausländer wegen Starlink-Schmuggels fest

    Im Iran sind einem Medienbericht zufolge vier Personen unter Spionagevorwürfen festgenommen worden, darunter zwei Ausländer. Die halbstaatliche Nachrichtenagentur Tasnim meldet, die Gruppe sei Teil eines mit den USA und Israel verbundenen Spionagenetzwerks. Den Ausländern, deren Nationalität nicht genannt wird, wird demnach vorgeworfen, Satelliten-Internet-Ausrüstung wie Starlink ins Land gebracht zu haben. Dies ist im Iran eine Straftat. Der Land hat seit sieben Wochen das Internet im Landblockiert. Seit Beginn des Krieges mit den USA und Israel sind Hunderte Iraner unter dem Vorwurf der Zusammenarbeit mit feindlichen Staaten festgenommen worden. 

  • |Adisa Beganović

    Bericht: Israel teilt Südlibanon in drei Zonen auf

    Die israelische Armee hat den weiter von ihr kontrollierten Südlibanon laut einem Medienbericht nach der Waffenruhe in drei Abschnitte unterteilt, in denen sie aktiv ist. Die sogenannte rote Linie bezeichne die erste Reihe von Dörfern direkt an der israelisch-libanesischen Grenze, berichtete die israelische Zeitung Jediot Achronot. Dort seien die meisten Gebäude bereits zerstört, in dem Gebiet hielten sich keine Kämpfer der libanesischen Hisbollah-Miliz mehr auf, in einigen Orten hätten israelische Bodentruppen fest Stellungen bezogen. Die Armee äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Bericht. 

    Die "gelbe Linie" - nach dem Modell des auch nach einer Waffenruhe weiter zur Hälfte von Israel besetzten Gazastreifens - verlaufe in sechs bis zehn Kilometer entfernt von der Grenze, berichtete das Blatt. In dieser Zone, in der Dutzende von Dörfern liegen, solle Beschuss von Orten im Norden Israels unterbunden werden, hauptsächlich durch Raketen. In dieser Zone seien israelische Bodentruppen noch im Einsatz, es gebe etwa im Bereich der Hisbollah-Hochburg Bint Dschubail auch noch vereinzelt Kämpfe. Die dritte Linie reiche bis zum Litani-Fluss, der in etwa 30 Kilometer Entfernung von der Grenze reicht. In dem Bereich wolle die Armee ihre Kontrolle vor allem durch "Feuerkraft und Beobachtungsposten durchsetzen". 

  • |Adisa Beganović

    Protest gegen Waffenruhe: Streik in nordisraelischer Stadt

    Aus Protest gegen die Waffenruhe im Konflikt mit der libanesischen Hisbollah-Miliz sind Einwohnerinnen und Einwohner der größten israelischen Stadt an der Nordgrenze in den Streik getreten. In Kiryat Shmona blieben die Stadtverwaltung und das Bildungssystem am Sonntag geschlossen, wie der israelische Sender Kan berichtete. Auch in Jerusalem waren Proteste von Repräsentantinnen und Repräsentanten der Stadt geplant. Die israelische Arbeitswoche beginnt am Sonntag.

    Wie andere Einwohner des israelischen Nordens fordern auch Repräsentanten von Kiryat Shmona eine vollständige Entwaffnung der Hisbollah und besseren Raketenschutz in dem Grenzort. Dies gelte besonders für Schulen und Kindergärten. Seit Beginn des Gaza-Kriegs vor zweieinhalb Jahren, in den auch die Hisbollah eingestiegen war, haben viele der rund 24.000 Bewohnerinnen und Bewohner die besonders betroffene Stadt Kiryat Shmona verlassen.

  • |Adisa Beganović

    Irans Präsident pocht auf "nukleare Rechte" seines Landes

    Der iranische Präsident Massud Peseschkian unterstreicht mit neuen Äußerungen die Differenzen mit den USA im Streit über das Atomprogramm der Islamischen Republik. US-Präsident Donald Trump sage, der Iran dürfe seine "nuklearen Rechte" nicht ausüben, nenne aber kein Verbrechen, das dies begründe, zitiert die Nachrichtenagentur Isna Peseschkian. "Wer ist er, dass er einer Nation ihre Rechte abspricht?", erklärt Peseschkian demnach. 

  • |Adisa Beganović

    Israelischer Soldat im Süden des Libanon getötet

    Bei Kämpfen im Süden des Libanon ist nach Armeeangaben ein israelischer Soldat getötet worden. Der 31-Jährige sei "im Gefecht gefallen", erklärten die israelischen Streitkräfte am Sonntag, ohne nähere Angaben zu machen. Neun weitere Soldaten seien verwundet worden, einer von ihnen schwer. Der 31-Jährige ist der zweite israelische Soldat, der seit Beginn der Waffenruhe getötet wurde. Diese war eigentlich in der Nacht auf Freitag für zehn Tage in Kraft getreten.

  • |Adisa Beganović

    Iran: Weit entfernt von endgültiger Einigung mit den USA

    Bei den Friedensverhandlungen zwischen dem Iran und den USA bestehen nach Angaben aus Teheran weiter große Differenzen. Man habe zwar Fortschritte erzielt, doch gebe es weiterhin eine erhebliche Kluft zwischen den beiden Staaten, erklärte Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf in einem Interview der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim. Einige Streitpunkte seien zwar gelöst worden, andere Punkte blieben jedoch ungeklärt. Man sei noch "weit von einer endgültigen Einigung entfernt." Sein Land kontrolliere den gesamten Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, sagte Ghalibaf in dem am Morgen im iranischen Staatsfernsehen ausgestrahlten Interview.

  • |Patrick Resch

    Nach Schüssen auf Schiffe: Indien bestellt iranischen Botschafter ein

    Nach dem mutmaßlichen Beschuss zweier indisch beflaggter Handelsschiffe in der Straße von Hormuz hat das Außenministerium in Neu-Delhi den iranischen Botschafter einbestellt. Bei dem Treffen am Abend (Ortszeit) sei dem Diplomaten die "tiefe Besorgnis Indiens über den Schießvorfall" übermittelt worden, hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums. Die Behörde sprach konkret von Schüssen auf die Handelsschiffe. Weitere Details wurden nicht genannt.

    Indien habe betont, wie wichtig ihm die Sicherheit der Handelsschifffahrt und der Seefahrer sei, hieß es. Iran habe früher die sichere Durchfahrt mehrerer Schiffe mit Ziel Indien gewährt. Neu-Delhi rufe den iranischen Botschafter auf, Teheran die Position Indiens zu übermitteln und Schiffen die Fahrt nach Indien durch die Straße von Hormuz wieder zu erleichtern.

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