Trump: Krieg in zwei Wochen vorbei + Kuwaits Flughafen von Drohnen angegriffen

Alle aktuellen Entwicklungen im Iran-Krieg im Live-Bericht.
Donald Trump sitzt am Schreibtisch, im Hintergrund sind amerikanische Flaggen zu sehen.
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Iran-Krieg

  • |Adisa Beganović

    Israels Armee: Bisher mehr als 800 Luftangriffe im Iran

    Die israelische Luftwaffe hat seit Beginn des gemeinsam mit den USA geführten Krieges mehr als 800 Angriffe im Iran geflogen. Dabei seien rund 16.000 verschiedene Munitionstypen eingesetzt worden, teilte die Armee am frühen Morgen mit. Gemeinsam mit den Geheimdiensten würden die "gezielten Angriffe" gegen das iranische "Terrorregime" fortgesetzt, hieß es.

    In der Zwischenzeit habe man weitere großangelegte Angriffe gegen Infrastruktur des iranischen Machtapparats beendet. Der von Israel und den USA begonnene Krieg befindet sich bereits in der fünften Woche.

  • |Adisa Beganović

    Kuwaits Flughafen von Drohnen angegriffen

    Kuwait ist erneut unter Beschuss durch Drohnen geraten. Treibstofftanks am internationalen Flughafen seien getroffen worden, teilte die Zivilluftfahrtbehörde des Landes in der Nacht auf der Plattform X mit. Einsatzkräfte seien im Einsatz. Nach ersten Erkenntnissen sei durch den Beschuss nur Sachschaden entstanden. Berichte über Verletzte gebe es nicht.

  • |Adisa Beganović

    Tanker vor Katar beschossen

    Vor der Küste des Golfstaats Katar ist ein Tanker unter Beschuss geraten. Das Schiff sei rund 31 Kilometer nördlich der Hauptstadt Doha von einem nicht näher beschriebenen Projektil getroffen worden, teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) mit. Es sei ein Schaden im Rumpf oberhalb Wasseroberfläche entstanden. Die Besatzung sei in Sicherheit. Wer für den Angriff verantwortlich war, blieb zunächst unklar.

  • |Adisa Beganović

    Israels Armee bombardiert erneut Ziele in Beirut

    Die israelische Luftwaffe hat in der Nacht erneut schwere Luftangriffe auf Ziele in der libanesischen Hauptstadt Beirut ausgeführt. Es seien ein ranghoher Kommandant der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz sowie ein weiterer "Terrorist" getroffen worden, teilte die israelische Armee auf Telegram mit. Nach vorläufigen Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden bei den Angriffen mindestens fünf Menschen getötet und 21 weitere verletzt.

  • |Adisa Beganović

    Israel berichtet von Attacke auf Chemiewaffen-Fabrik

    Israels Armee hat nach eigenen Angaben im Iran einen Hauptlieferanten für die mutmaßliche Entwicklung von Chemiewaffen bombardiert. Das Werk, das sich als ziviles Unternehmen ausgegeben habe, habe dem Machtapparat chemische Substanzen, darunter Fentanyl, für die Forschung und Entwicklung chemischer Waffen geliefert, behauptete die Armee in der Nacht auf Mittwoch. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

    Es ist nicht bekannt, ob der Iran zuletzt tatsächlich an der Entwicklung von Chemiewaffen für den militärischen Einsatz arbeitete.

  • |Adisa Beganović

    Trump kündigt "wichtiges Update" an

    US-Präsident Donald Trump hat ein baldiges Ende der Angriffe der US-Armee im Iran in Aussicht gestellt. Er denke, sein Land werde noch "vielleicht zwei Wochen, vielleicht ein paar Tage länger" brauchen, sagte er am Dienstag im Weißen Haus. Für Mittwoch (Ortszeit) kündigte der US-Präsident eine "wichtige" Rede zum Stand des Iran-Krieges an.

    Trump werde am Mittwoch um 21.00 Uhr Ortszeit (3.00 Uhr MESZ am Donnerstag) in einer Rede an die Nation ein "wichtiges Update" zum Iran geben, teilte seine Sprecherin Karoline Leavitt mit.
     

  • |Diana Dauer

    Trump: Krieg im Iran "geht zu Ende"

    Der militärische Einsatz der USA gegen den Iran nähert sich nach den Worten von US-Präsident Donald Trump dem Ende. „Wir machen das großartig“, sagt Trump in einem Interview mit dem Sender NBC News. „Und es geht zu Ende.“ 

  • |Diana Dauer

    Iran droht US-techkonzernen mit Angriffen

    Eine Erklärung der Revolutionsgarden listet 18 Firmen auf, die an der "gezielten Ermordung" der iranischen Führungspersönlichkeiten beteiligt gewesen sein sollen.

  • |Diana Dauer

    Revolutionsgarden drohen mit Angriffen auf US-Tech-Konzerne

    Die Revolutionsgarden im Iran haben damit gedroht, Niederlassungen von US-Tech-Konzernen wie Apple, Google und Meta in der Region anzugreifen, falls weitere Vertreter der iranischen Führung in Teheran getötet werden. "Diese Firmen müssen ab Mittwoch, den 1. April um 20.00 Uhr Ortszeit Teheran (18.30 Uhr MESZ) mit der Zerstörung ihrer Niederlassungen als Vergeltung für jeden Mord im Iran rechnen", hieß es in einer Erklärung der Revolutionsgarden am Dienstag.

    Die Erklärung listet zudem 18 Firmen auf, die den Revolutionsgarden zufolge an der "gezielten Ermordung" der iranischen Führungspersönlichkeiten beteiligt gewesen sein sollen. Darunter sind auch Cisco, HP, Intel, Nvidia sowie der Autobauer Tesla und der Flugzeughersteller Boeing.

    "Wir empfehlen den Mitarbeitern dieser Firmen, umgehend ihren Arbeitsplatz zu verlassen, um ihr Leben zu retten", hieß es weiter. Zudem sollten Bewohner in einem Umkreis von einem Kilometer rund um die "terroristischen Unternehmen im gesamten Land und in der Region" ihre Häuser verlassen.

  • |Diana Dauer

    USA warnt US-Bürger in Saudi-Arabien vor Angriffen

    Das US-Außenministerium warnt amerikanische Staatsbürger in Saudi-Arabien vor möglichen Angriffen und ruft sie auf, Schutz zu suchen. Die US-Botschaft teilt in einem Sicherheitshinweis mit, dass Hotels, US-Unternehmen und Bildungseinrichtungen potenzielle Ziele seien. Amerikaner sollen bis auf Weiteres in Gebäuden bleiben und sich von Fenstern fernhalten. Iranischen staatlichen Medien zufolge wollen die Revolutionsgarden ab Mittwoch als Vergeltung für Attacken auf den Iran US-Firmen im Nahen Osten ins Visier nehmen.

  • |Diana Dauer

    UNICEF: Mehr als 340 getötete Kinder seit Beginn des Kriegs

    Gut einen Monat nach Beginn des Iran-Kriegs sind nach Angaben des UNO-Kinderhilfswerks UNICEF in der Nahost-Region bereits mehr als 340 Kinder getötet und Tausende verletzt worden. Demnach starben im Iran 216 Kinder, im Libanon 124, in Israel vier Kinder, in Kuwait kam ein Kind ums Leben, wie die Organisation mitteilte. Verletzt wurden im Iran demnach mehr als 1.700 Kinder, im Libanon mehr als 400, in Israel mehr als 850. Auch in Bahrain und Jordanien wurden Kinder verletzt.

  • |Diana Dauer

    Streit um Luftraum-Nutzung: Trump wettert gegen Frankreich

    Im Streit um die Nutzung von Luftraum für den Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump Frankreich attackiert. "Frankreich hat Flugzeugen, die mit Militärgütern beladen nach Israel fliegen wollten, den Überflug über französisches Hoheitsgebiet verweigert", teilte er am Dienstag auf seiner Plattform Truth Social mit. Frankreich habe sich in Bezug auf den Iran-Krieg sehr unkooperativ verhalten, fügte er hinzu. "Die USA werden sich daran ERINNERN."

    Eine Sperrung des Luftraums für Flugzeuge, die mit dem Iran-Krieg in Verbindung stehen, gibt es in Frankreich aber nicht, wie aus einer Reaktion des Élysée-Palasts und Recherchen der Zeitung Le Monde hervorgeht.
    "US-Flugzeuge dürfen unter Einhaltung der internationalen Vorschriften für den Überflug von Staatsluftfahrzeugen französisches Hoheitsgebiet überfliegen", sagte eine diplomatische Quelle der Zeitung.

    Wie Le Monde unter Verweis auf drei offizielle Quellen berichtete, die namentlich nicht genannt werden wollten, müsse für Kampfflugzeuge und Transportflugzeuge mit Militärgütern gegenwärtig jeweils für jeden Flug eine Erlaubnis in Frankreich eingeholt werden, eine sogenannte "diplomatic overflight clearance". Möglich ist also, dass einzelne Flüge nicht sofort die Erlaubnis erhielten und dies zu Trumps Reaktion führte.

  • |Diana Dauer

    Russischer Iran-Botschafter: Chamenei ist im Iran

    Das neue geistliche und politische Oberhaupt des Irans, Modschtaba Chamenei, hält sich nach russischen Angaben im Land auf, tritt aber nicht öffentlich in Erscheinung. Er verzichte „aus verständlichen Gründen“ auf Auftritte, zitiert der Sender RTVI den russischen Botschafter in Teheran. Die US-Regierung geht davon aus, dass Modschtaba Chamenei verletzt und möglicherweise entstellt ist. Er hatte die Nachfolge seines Vaters, Ajatollah Ali Chamenei, angetreten. Dieser war am 28. Februar zu Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran getötet worden. Russland unterhält enge Beziehungen zum Iran und hat im vergangenen Jahr einen Vertrag über eine strategische Partnerschaft mit dem Land unterzeichnet. 

  • |Diana Dauer

    Revolutionsgarden drohen mit Attacken auf US-Unternehmen

    Die Revolutionsgarden drohen mit Attacken auf US-Unternehmen in der Region. Dies melden staatliche Medien. Auf der Liste der 18 anvisierten Konzerne stehen unter anderem Microsoft, Google, Apple, Intel, IBM, Tesla und Boeing. „Diese Unternehmen müssen ab dem 1. April um 20.00 Uhr Teheraner Zeit als Vergeltung für jeden Terrorakt im Iran mit der Zerstörung ihrer jeweiligen Zweigstellen rechnen“, heißt es in einer Erklärung der Garden. 

  • |Diana Dauer

    China und Pakistan fordern sofortige Waffenruhe

    China und Pakistan fordern eine sofortige Waffenruhe am Persischen Golf und im Nahen Osten. Zudem dringen sie auf rasche Friedensgespräche und die Wiederherstellung der normalen Schifffahrt in der Straße von Hormus, wie die Außenminister beider Länder bei einem Treffen in Peking mitteilen. Sie haben bereits zu Gesprächen aufgerufen, um den seit dem 28. Februar andauernden Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran zu beenden. Pakistan, das eine mehr als 900 Kilometer lange Grenze mit dem Iran teilt, hat sich als Vermittler positioniert und angeboten, Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran zu ermöglichen. „Dialog und Diplomatie sind die einzig gangbaren Wege, um Konflikte zu lösen“, heißt es in einer bei dem Treffen vorgelegten Fünf-Punkte-Initiative. Demnach müssen die Souveränität, territoriale Integrität, nationale Unabhängigkeit und Sicherheit des Irans und der Golfstaaten gewahrt werden. Zudem wird der Schutz der Zivilbevölkerung, der zivilen Infrastruktur und der zivil genutzten Atomanlagen gefordert.

  • |Diana Dauer

    Teheran verschärft Todesstrafe: "Keine Gnade" der Justiz

    Die iranische Justiz will die Todesstrafe künftig für mehr Delikte als bisher "ohne Gnade und Nachsicht" vollstrecken. Das sagte Justizsprecher Asghar Jahangir am Dienstag dem staatlichen Sender IRIB. Zudem sollen die Behörden das gesamte Vermögen der Betroffenen im Land einziehen.

    Laut Jahangir betreffen die Maßnahmen nicht mehr nur Spionage für die USA, Israel oder andere "feindliche Staaten". Auch Terrorhandlungen, die Zerstörung staatlicher Einrichtungen sowie Taten, die "Angst und Schrecken" in der Bevölkerung auslösten, sollen mit der Todesstrafe geahndet werden. Personen, die durch Fotos oder Videos dem Feind Zielhinweise gäben, würden auch mit der Todesstrafe und der Einziehung ihres gesamten Vermögens bestraft.

  • |Diana Dauer

    Hegseth: Wissen genau, was Russland und China für den Iran tun

    US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sagt, die Vereinigten Staaten seien sich sehr wohl bewusst, was China und Russland unternehmen würden, um dem Iran zu helfen. „Was Russland und China angeht, wissen wir genau, was sie tun oder nicht tun“, sagt Hegseth auf einer Pressekonferenz. Er werde nicht öffentlich sagen, worum es dabei genau gehe. „Aber wo es notwendig ist, gehen wir darauf ein, mildern die Auswirkungen oder stellen uns dem Problem direkt.“ Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hatte gesagt, Russland habe den Iran mit Drohnen und Geheimdienstinformationen versorgt. 

  • |Stefan Berndl

    Katar warnt vor weiterer Destabilisierung

    Katar warnt vor einer weiteren Destabilisierung der Region, sollte es zu einer Bodeninvasion im Iran durch US-Truppen kommen. "Wir sind gegen jede Eskalation, die die Stabilität der Region weiter gefährden könnte", sagte der Sprecher des katarischen Außenministeriums, Majid al-Ansari, in Bezug auf entsprechende Berichte.

    Vor Journalisten sagte er weiter: "Wir müssen einen Ausweg für diese Krise finden, denn die verschärfende Eskalation wird von Tag zu Tag schlimmer." Eigene Gegenschläge Katars auf den Iran wollte al-Ansari nicht besprechen, der Golfstaat behalte sich Vergeltung dennoch vor.

  • |Stefan Berndl

    Hacker zielen auf bekanntes Exilportal

    Hacker haben nach Angaben der iranischen Justiz mutmaßlich Zugriff auf Daten eines bekannten Exilportals erlangt. Dabei seien große Menge an Daten erbeutet worden, darunter Schriftwechsel, Listen von Angestellten, Informanten sowie streng vertrauliche Daten, berichtete das Sprachrohr der iranischen Justiz, die Nachrichtenagentur Misan. Bei dem Portal handelte es sich um die gut informierte Website "Iranwire". Sie war am Dienstag zunächst nicht wie gewöhnlich erreichbar.

  • |Josef Siffert

    Israel will Pufferzone im Südlibanon einrichten

    Israel wird nach Worten von Verteidigungsminister Israel Katz eine Pufferzone im Libanon einrichten. Die Zone solle zwischen der israelischen Grenze und dem Fluss Litani im Süden des Libanon liegen. Israel werde die komplette Kontrolle über den Bereich übernehmen, sobald der Kampf gegen die Hisbollah-Kämpfer beendet sei, sagte Katz. Der Fluss liegt etwa 30 Kilometer von der Grenze entfernt auf libanesischer Seite.

    Katz sagte weiter, den mehr als 600.000 libanesischen Einwohnern, die nach Norden evakuiert wurden, werde die Rückkehr südlich des Litani untersagt, bis die Sicherheit der Bewohner im Norden Israels gewährleistet sei. Zu diesem Zweck würden alle Häuser in Dörfern nahe der Grenze im Libanon nach dem Vorbild des Gazastreifens zerstört, um Bedrohungen nahe der Grenze für die Bewohner im Norden Israels dauerhaft zu beseitigen..

  • |Josef Siffert

    Iran: Wo ein geteiltes Foto den Tod bedeuten kann

    Wer ein Foto oder Video teilt, das Feinden des Iran bei der Zielerfassung helfen könnte, dem droht die Todesstrafe.

  • |Josef Siffert

    Iranische Entsalzungsanlage außer Betrieb

    Eine Entsalzungsanlage im Süden des Iran ist nach Raketenbeschuss außer Betrieb. Eine Reparatur der Anlage auf der Insel Qeshm sei nicht möglich, berichtete die Zeitung Shargh unter Berufung auf das Zentrum für Umweltschutz. Die konkreten Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung auf der landschaftlich spektakulären Insel, die auch ein beliebter Touristenort ist, war zunächst unklar.

    Unterdessen meldete die Nachrichtenagentur Mehr einen weiteren Angriff auf Qeshm. Bei der Bombardierung eines Hafenabschnitts habe es keine Opfer gegeben, hieß es unter Berufung auf die Verwaltung der zuständigen Provinz Hormusgan.

  • |Josef Siffert

    Israels Militär auf "weitere Wochen" von Kämpfen vorbereitet

    Israel ist nach Angaben eines Militärsprechers auf "weitere Wochen" der Kämpfe im Iran vorbereitet. Die Entscheidung darüber liege allerdings bei den Politikern, sagt Militärsprecher Nadav Shoshani vor Reportern. "Aber wir sind bereit, noch wochenlang weiterzumachen. Wir haben die Ziele dafür, die Munition dafür, die personellen Ressourcen dafür." 

    Laut Israels Regierungschefs Benjamin Netanjahu hat das Land bereits mehr als die Hälfte seiner Ziele erreicht. "Wir haben definitiv die Hälfte hinter uns", sagte Netanjahu am Montag in einem Interview. Zugleich betonte er, der Krieg sei mehr als zur Hälfte erledigt "im Hinblick auf die Missionen, nicht unbedingt im Hinblick auf die Zeit". Er wolle keinen Zeitplan für den restlichen Verlauf des Krieges aufstellen, sagte Netanjahu. 

    US-Präsident Donald Trump hatte nach dem Beginn des Krieges erklärt, dieser werde vier bis sechs Wochen dauern. US-Außenminister Marco Rubio erklärte am Montag, der Krieg werde sich noch über Wochen hinziehen, nicht aber über Monate.

  • |Josef Siffert

    Iran-Krieg trifft 90 Prozent der deutschen Industrie

    Der Iran-Krieg trifft nach Einschätzung des Ifo-Instituts die deutsche Industrie im großen Stil. Rund 90 Prozent der Industrieunternehmen erwarten, dass der Iran-Krieg ihre Geschäfte beeinträchtigt, wie aus einer Umfrage des Münchner Forschungsinstituts hervorgeht. Nur 9 Prozent sehen sich derzeit nicht betroffen.

     "Der Konflikt trifft die Industrie unmittelbar, sorgt aber vor allem für große Unsicherheit", sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. "Viele Firmen stellen sich auf zusätzliche Belastungen in den kommenden Monaten ein."

  • |Josef Siffert

    Chinesische Schiffe passieren Straße von Hormus

    Peking hat die Fahrt von drei chinesischen Schiffen durch die Straße von Hormus bestätigt. Die Schiffe hätten die Route „kürzlich“ und nach Abstimmung mit allen Seiten passiert, sagte Außenamtssprecherin Mao Ning in Peking. Weiter erklärte Mao, die Straße von Hormus und ihre angrenzenden Gewässer seien wichtige Handelswege für Güter und Energie. 

    China rufe dazu auf, schnellstmöglich einen Waffenstillstand zu erreichen und die Stabilität im Persischen Golf wiederherzustellen. Nähere Angaben zu den Schiffen und ihrer Fracht machte Mao nicht.

  • |Josef Siffert

    Italien verweigert US-Fliegern Landung auf Militärstützpunkt

    Italien hat mehreren US-Flugzeugen die Landung auf einem Stützpunkt auf der Mittelmeerinsel Sizilien für den Krieg gegen den Iran verweigert. Nach Informationen der Tageszeitung Corriere della Sera gab Verteidigungsminister Guido Crosetto dem US-Militär vor einigen Tagen keine Erlaubnis, den Militärflughafen Sigonella zu nutzen, um dann in den Nahen Osten weiterzufliegen. Aus dem Umfeld des Ministeriums in Rom wurde die Darstellung bestätigt. 

    Demnach wurde Italien von dem Vorhaben des US-Militärs erst informiert, als die Flugzeuge längst in der Luft waren. Zuvor habe niemand eine Genehmigung beantragt oder den Nato-Partner auch nur informiert, hieß es. Zudem sei unklar geblieben, um welche Art von Flügen es sich handle. Der Flugplatz Sigonella liegt in der Nähe von Catania im Osten von Sizilien. Dort befindet sich sowohl ein Stützpunkt der italienischen Luftwaffe als auch der US Navy. Das Gelände wird auch von der Nato genutzt, dem westlichen Verteidigungsbündnis. 

    Gestern hat die spanische Regierung den Luftraum des Landes für alle Flugzeuge gesperrt, die mit dem Krieg der USA und Israels gegen den Iran in Verbindung stehen. US-Militärmaschinen müssen auf ihrem Weg in den Nahen Osten Spanien umfliegen. Notfälle sind davon ausgenommen. 

  • |Josef Siffert

    Israel: "Dutzende Terroristen" im Südlibanon getötet

    Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben bei ihrem Einsatz im Süden des Libanon binnen 24 Stunden "Dutzende Terroristen" getötet. Diese seien bei Versuchen identifiziert worden, Soldaten von Verstecken aus anzugreifen. Einer sei etwa dabei gewesen, einen Angriff von Truppen mit einer Panzerabwehrrakete vorzubereiten.

    Es sei auch ein Kämpfer der libanesischen Hisbollah-Miliz festgenommen worden, der die israelischen Truppen beobachtet habe, hieß es weiter in der Mitteilung. Die Soldaten hätten im Südlibanon unter anderem Waffenlager, Kommandoposten und unterirdische Schächte zerstört.

    Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz sagte kürzlich, Israel wolle bis auf den Libanon bis zum Litani-Fluss im Süden des Landes kontrollieren.

  • |Josef Siffert

    Tote im Iran nach Angriff auf religiöse Anlage

    Bei einem Luftangriff auf eine religiöse Anlage im Nordwesten des Iran sind drei Menschen ums Leben gekommen. Infolge der Attacke in der Stadt Zanjan seien zwölf weitere Menschen verletzt und in Kliniken gebracht worden, meldete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna.

    Bei der Bombardierung des Komplexes sollen dem Irna-Bericht zufolge ein Verwaltungsgebäude, ein Gästehaus, die Bibliothek sowie umliegende Gebäude beschädigt worden sein. Ein Video der Nachrichtenagentur zeigte ein völlig zerstörtes Gebäude, Trümmer und Rauch. Die Moschee selbst wurde den Aufnahmen zufolge nicht beschädigt.

  • |Josef Siffert

    Iran hängt erneut zwei Anhänger der Volksmujaheddin

    Den zweiten Tag in Folge hat Irans Justiz zwei Dissidenten hinrichten lassen. Die beiden Männer Babak Alipur und Puja Ghobadi seien am frühen Morgen durch Erhängen exekutiert worden, teilte am Dienstag das Sprachrohr der iranischen Justiz, die Nachrichtenagentur Misan mit. Ihnen wurden Angriffe auf sensible Einrichtungen des Landes zur Last gelegt und sollen der im Iran verbotenen Oppositionsgruppe der Volksmujaheddin angehört haben.

    Die Exil-Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, das Herrschaftssystem im Iran zu stürzen. Im Ausland gründeten ihre Anhänger im Jahr 1981 den Nationalen Widerstandsrat (NWRI). Die Organisation ist jedoch äußerst umstritten und wird innerhalb und außerhalb des Iran auch von Oppositionellen größtenteils abgelehnt. Bereits am Montag waren zwei ihrer Anhänger im Iran hingerichtet worden.

  • |Josef Siffert

    Netanjahu zu Kriegszielen: "Haben die Hälfte hinter uns"

    Der israelische Regierungschefs Benjamin Netanjahu ist zuversichtlich, dass das Regime im Iran fallen wird.

  • |Josef Siffert

    Trump könnte arabische Länder um Kriegskosten-Anteil bitten

    Das Weiße Haus signalisiert, dass US-Präsident Donald Trump den Ländern am Persischen Golf eine Beteiligung an den Kosten des Iran-Krieges nahelegen will. Sie wolle Trump nicht vorgreifen, aber sie wisse, dass er diese Idee habe und gehe davon aus, dass er sich dazu noch äußern werde, sagte Sprecherin Karoline Leavitt.

    Ein Journalist sprach in Leavitts Pressekonferenz in Washington an, dass im Golfkrieg 1990 nach der Besetzung Kuwaits durch Iraks Diktator Saddam Hussein arabische Nachbarländer wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate einen Großteil der Kosten getragen hätten. Sie denke, Trump sei ziemlich interessiert daran, sie auch jetzt dazu aufzurufen, sagte Leavitt dazu.

  • |Josef Siffert

    Menschenrechtsorganisation verurteilt Rekrutierung von Kindern

    Die Menschenrechtsorganisation HRW hat die Rekrutierung von Kindern durch die iranischen Revolutionsgarden scharf verurteilt. "Die Rekrutierung und der Einsatz von Kindern im Militär stellen eine schwerwiegende Verletzung der Kinderrechte dar und gelten als Kriegsverbrechen, wenn die Kinder jünger als 15 Jahre sind", hieß es in einer Erklärung der Organisation. "Im Grunde läuft es darauf hinaus, dass die iranischen Behörden offenbar bereit sind, das Leben von Kindern für etwas zusätzliche Arbeitskraft zu riskieren", sagte Bill Van Esveld, Vizedirektor in der HRW-Abteilung für Kinderrechte, laut der Mitteilung.

    Hintergrund sind Aufrufe einer den mächtigen Revolutionsgarden unterstellten Organisation, die in der Hauptstadt Teheran Freiwillige mobilisieren will. Interessierte ab 12 Jahren könnten sich in Moscheen und an Stützpunkten registrieren.

  • |Josef Siffert

    Rubio: Straße von Hormus wird wieder für Schifffahrt öffnen

    US-Außenminister Marco Rubio zeigte sich unterdessen überzeugt, dass die Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr geöffnet wird - "so oder anders". Entweder werde sich der Iran bereit erklären, "sich an internationales Recht zu halten" und die Meerenge nicht zu blockieren, sagte Rubio dem Sender Al Jazeera. "Oder eine Koalition von Nationen aus der ganzen Welt und der Region wird mit Beteiligung der Vereinigten Staaten dafür sorgen, dass sie offen ist".

    Rubio äußerte sich nicht weiter dazu, was genau er mit "dafür sorgen" meinte. Falls der Iran die Meerenge weiter blockieren sollte, drohten Teheran "wirkliche Konsequenzen, nicht nur seitens der Vereinigten Staaten, sondern von Ländern in der Region und der Welt", sagte Rubio.

  • |Josef Siffert

    Hormus-Öffnung für Trump keine Priorität

    Das Wall Street Journal berichtete unter Berufung auf US-Beamte, Trump habe seinen Beratern mitgeteilt, er sei bereit, den Krieg zu beenden, selbst falls die Straße von Hormus weitgehend blockiert bleibe. Trump habe entschieden, dass sich die USA auf ihre Hauptziele wie das Vorgehen gegen die Marine und die Raketenbestände des Irans konzentrieren sollten - und gleichzeitig diplomatisch Druck auf Teheran ausüben sollten, die Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr zu öffnen. Sollte das nicht gelingen, würden die USA Druck auf Verbündete in Europa und am Golf ausüben, bei Bemühungen um die Öffnung der Meerenge die Führung zu übernehmen.

    Die Informationen der Zeitung ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Trump ist dafür bekannt, viele seiner Positionen immer wieder zu verändern.

  • |Josef Siffert

    US-Spezialeinheiten im Nahen Osten angekommen

    Medienberichten zufolge sind weitere hunderte Mitglieder von US-Spezialeinheiten im Nahen Osten eingetroffen. Darunter seien Navy Seals, eine Eliteeinheit der US-Marine, wie die New York Times und der Sender CBS News berichten. Sie schlössen sich Tausenden Marineinfanteristen und Fallschirmjägern an.

    Damit habe US-Präsident Donald Trump weitere militärische Optionen zur Verfügung, hieß es. Dazu zähle eine mögliche Öffnung der Straße von Hormus, eine Einnahme der für Irans Ölexport wichtigen Insel Kharg oder eine Bergung von Irans hochangereichertem Uran. Solche Einsätze wären komplex und für US-Soldaten mit deutlich höherem Risiko verbunden als die bisherigen Luftangriffe.

    Seit Tagen gibt es Berichte über eine mögliche Bodenoffensive des US-Militärs. Trump drängt Teheran öffentlich zu einer diplomatischen Lösung des von den USA und Israel begonnenen Krieges - spart aber gleichzeitig auch nicht mit Drohungen einer weiteren militärischen Eskalation.

  • |Josef Siffert

    USA bombardieren Munitionsdepot in Isfahan

    Die USA führten unterdessen einem Medienbericht zufolge einen massiven Angriff auf ein Munitionsdepot in der iranischen Stadt Isfahan durch. Dafür habe das US-Militär in der Nacht eine große Menge bunkerbrechende Bomben mit einem Gewicht von jeweils rund 2.000 Pfund (etwa 900 Kilogramm) eingesetzt, berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf einen US-Beamten.

    US-Präsident Donald Trump postete am Montagabend auf seiner Plattform Truth Social einen Videoclip, der Explosionen zeigt. Er nannte dazu allerdings keinerlei Kontext. Der Zeitung zufolge handelte es sich dabei um ein Video des Angriffs in Isfahan. Der 31 Sekunden lange Videoclip zeigt eine Reihe von Explosionen. Das könnte ein Indiz dafür sein, dass nach dem ursprünglichen Angriff dort gelagerte Munition explodierte. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine wollen heute bei einer Pressekonferenz im Pentagon über den Kriegsverlauf berichten.

  • |Josef Siffert

    Golfstaaten weiter unter Beschuss - Öltanker getroffen

    Der Iran setzt auch einen Monat nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe den Beschuss der Golfstaaten mit ballistischen Raketen und Drohnen unablässig fort. Saudi-Arabien, Kuwait, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten in der Nacht auf Dienstag erneute Angriffe. 

    Im Persischen Golf wurde vor der Küste von Dubai ein riesiger kuwaitischer Öltanker getroffen, teilte die Kuwait Petroleum Corporation laut der staatlichen Nachrichtenagentur Kuna mit.

    Es brach ein Feuer aus, das nach Angaben der Behörden in Dubai erst nach mehreren Stunden gelöscht werden konnte. Verletzte gebe es nicht.

    Der Iran will US-Streitkräfte aus dem Nahen Osten verwiesen sehen. Außenminister Abbas Araghchi schrieb in der Nacht auf der Plattform X, es sei für Saudi-Arabien "höchste Zeit, die US-Streitkräfte des Landes zu verweisen". 

  • |Patrick Resch

    Iran: Parlamentsausschuss billigt Maut für Straße von Hormus

    Der Sicherheitsausschuss des iranischen Parlaments hat den Gesetzentwurf für ein Mautsystem in der Straße von Hormus gebilligt. Der Vorschlag solle umgehend im Parlament beraten und verabschiedet werden, sagte das Ausschussmitglied, Mojtaba Sarei, der Nachrichtenagentur Fars. Der Entwurf sieht laut Sarei außerdem vor, dass Schiffe aus den USA, Israel sowie aus Staaten, die in den vergangenen Jahren Sanktionen gegen den Iran verhängt haben, die Meerenge nicht passieren dürfen.

    Auch Schiffe aus der EU wären davon betroffen. Die Maut soll laut Fars in der Landeswährung Rial erhoben werden. Der Iran will damit die Landeswährung Rial stärken und US-Sanktionen umgehen. Damit hat der Staat die volle Kontrolle über den Geldfluss.

  • |Patrick Resch

    Neuer Raketenangriff Teherans auf Israel

    Israel ist Montagabend erneut vom Iran aus mit Raketen attackiert worden. Die israelische Armee wies die Bürger deshalb an, bis auf Weiteres Schutzräume aufzusuchen. Im Großraum Tel Aviv heulten Warnsirenen, Einwohner berichteten von Explosionsgeräuschen. Das Nachrichtenportal "ynet" teilte unter Berufung auf Rettungskräfte mit, es gebe keine Berichte über Verletzte. Eine Rakete sei offenbar in offenem Gelände niedergegangen. Es war der erste Raketenangriff seit Stunden.

    Über die Zahl der abgefeuerten Raketen gab es zunächst keine Angaben. Auch die Attacken auf die Golfstaaten gingen unterdessen weiter.

  • |Patrick Resch

    Tausende US-Fallschirmjäger in Nahost

    Im Nahen Osten sind nach Angaben von Vertretern der US-Regierung Tausende Soldaten der 82. US-Luftlandedivision eingetroffen. Bereits am Wochenende seien 2.500 Marineinfanteristen in die Region verlegt worden, sagten die US-Insider am Montag. Der genaue Einsatzort der Soldaten, zu denen auch eine Kampfbrigade sowie Logistik- und Kommandoeinheiten gehören, wurde zunächst nicht genannt. Eine Entscheidung über Vorstöße von Bodentruppen im Iran sei jedoch noch nicht gefallen.

  • |Patrick Resch

    Zwei Palästinenser im Westjordanland erschossen

    Israelische Soldaten haben am Montag im Westjordanland zwei Palästinenser getötet. Ein mit einem Messer bewaffneter Mann sei nahe der Stadt Dura auf israelische Soldaten zugelaufen, teilte das Militär mit. "Die Soldaten haben das Feuer auf den Terroristen eröffnet und haben ihn eliminiert." Das palästinensische Gesundheitsministerium bestätigte den Tod des 22-Jährigen durch Schüsse israelischer Soldaten.

    Nach Angaben des israelischen Militärs erschossen Soldaten außerdem nahe Tulkarem einen Mann, der sein Auto beschleunigt habe und auf sie zugesteuert sei. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums ereignete sich der Vorfall an einem Kontrollpunkt östlich von Tulkarem.

  • |Patrick Resch

    Zwei UNIFIL-Soldaten bei Explosion getötet

    Bei einer Explosion im Südlibanon sind am Montag zwei UNIFIL-Soldaten ums Leben gekommen. Wie die UNO-Friedensmission im Libanon mitteilte, hat eine Explosion "unbekannter Ursache" ihr Fahrzeug zerstört. Ein dritter Blauhelmsoldat sei schwer verletzt worden, ein weiterer habe bei dem Vorfall in der Nähe der Gemeinde Bani Haiyyan ebenfalls Verletzungen erlitten. Bereits Sonntagabend war ein Blauhelmsoldat bei der Explosion eines Geschosses im Süden des Libanon getötet worden.

  • |Patrick Resch

    EU weitet Marineeinsatz aus

    Die EU weitet ihre Marineeinsätze im Roten Meer und westlichen Indischen Ozean aus, wird sich aber vorerst nicht an möglichen Einsätzen zur Absicherung von Öl- und Gastransporten durch die Straße von Hormus beteiligen. Wie die Vertretung der Mitgliedstaaten mitteilte, sieht eine Ergänzung des Mandats vor, dass die beteiligten Schiffe und Flugzeuge künftig auch Informationen über verdächtige Aktivitäten im Zusammenhang mit kritischer Unterwasserinfrastruktur sammeln können.

    Diplomaten betonten am Montag in Brüssel, dass die geplante Ausweitung der Einsätze nicht im Zusammenhang mit Forderungen von US-Präsident Donald Trump steht. Dieser verlangt von europäischen Alliierten, einen Beitrag zur Absicherung von Öl- und Gastransporten durch die Straße von Hormuz zu leisten. Hintergrund ist nach Angaben aus Brüssel unter anderem auch eine bessere Beobachtung der russischen Schattenflotte.

  • |Patrick Resch

    Mehrere Blauhelmsoldaten nach Explosion im Libanon verletzt

    Erneut sind UNO-Blauhelmsoldaten beim Konflikt zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz und Israel im Libanon zwischen die Fronten geraten. Bei einer Explosion seien einige Soldaten der UNO-Friedenstruppe UNIFIL verletzt worden, ihr Fahrzeug sei schwer beschädigt worden, teilte UNIFIL-Sprecherin Kandice Ardiel mit. Zunächst wurde nicht mitgeteilt, wie viele Soldaten verletzt wurden.

    Zwei Soldaten konnten demnach jedoch zunächst nicht geborgen werden, da Sicherheitsgarantien für das Gebiet fehlten. "Nach Absprache mit libanesischen und israelischen Behörden ist ein Team in das Gebiet unterwegs, um die Evakuierung abzuschließen", sagte Ardiel. Der UNIFIL-Truppe gehören auch 171 Soldatinnen und Soldaten des österreichischen Bundesheeres an.

  • |Patrick Resch

    Fed-Chef Powell: Warten bei Zinspolitik erst einmal ab

    US-Notenbankchef Jerome Powell hat trotz des Iran-Kriegs eine abwartende Haltung in der Geldpolitik signalisiert. Die Fed sei entschlossen, die Inflation nachhaltig auf ihr Ziel von zwei Prozent zurückzuführen, sagte der Chef der Federal Reserve (Fed) am Montag an der Harvard-Universität. Die Geldpolitik sei an einem guten Punkt, um abzuwarten und zu beobachten, wie sich die aktuelle Lage entwickle.

    Die längerfristigen Inflationserwartungen schienen trotz des aktuellen Energieschocks stabil zu sein. Die Zentralbank müsse noch keine Entscheidung über ihr weiteres Vorgehen angesichts der jüngsten Turbulenzen treffen.

    "Die Inflationserwartungen scheinen über den kurzfristigen Zeitraum hinaus gut verankert zu sein", sagte Powell. Was den mit dem Iran-Krieg verbundenen Energieschock angehe, so wisse man zwar noch nicht, welche wirtschaftlichen Auswirkungen dies haben werde, werde aber die Entwicklung des Preisdrucks nach der langen Zeit über dem Zwei-Prozent-Ziel genau beobachten.

  • |Patrick Resch

    Erneut Geschoss von der NATO in der Türkei abgefangen

    In der Türkei ist erneut ein aus dem Iran abgefeuertes Geschoss von einem NATO-Abwehrsystem abgefangen worden. Es sei in den türkischen Luftraum eingedrungen, teilte das türkische Verteidigungsministerium auf X mit. Alle notwendigen Maßnahmen würden entschlossen und ohne zu zögern gegen jede Bedrohung des Staatsgebiets und des Luftraums des Landes ergriffen, hieß es. Wo genau die Rakete abgefangen wurde, sagte das Ministerium nicht.

    Es ist bereits der vierte Vorfall dieser Art in den vergangenen Wochen. Die NATO hatte die bisherigen Abfangaktionen bestätigt. Zuletzt war eine ballistische Rakete in den türkischen Luftraum eingedrungen und zerstört worden. Die iranische Führung dementierte bisher stets, die Türkei beschossen zu haben.

  • |Adisa Beganović

    Iran will Botschafter nicht aus dem Libanon abziehen

    Trotz einer Ausweisung der Behörden im Libanon will der iranische Botschafter das Land nicht verlassen. Der Botschafter in Beirut werde seine Arbeit fortsetzen und an seinem Einsatzort bleiben, sagte der iranische Außenamtssprecher Ismail Baghaei laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Das libanesische Außenministerium wollte sich zu der Angelegenheit auf Nachfrage zunächst nicht äußern.

    Das libanesische Außenministerium hatte den iranischen Botschafter im Land Mohammed Reza Sheibani vergangene Woche zur Persona non grata erklärt. Er hätte das Land eigentlich bis gestern verlassen sollen.

  • |Adisa Beganović

    Plastikmistsackerl-Hamsterkäufe in Südkorea

    Nach Hamsterkäufen von Plastikmistsackerln hat der südkoreanische Energieminister am Montag Befürchtungen über einen Engpass zu zerstreuen versucht. "Es besteht kein Grund zur Sorge über die Versorgung mit Standard-Müllsäcken", erklärte Energieminister Kim Sung Whan in Onlinenetzwerken. Es gebe "reichlich Kapazitäten für die Verwendung von recycelten Rohmaterialien, sodass es für mehr als ein Jahr keine Lieferengpässe geben wird."

    Südkorea importiert viel Erdöl und Nebenprodukte, aus denen Plastik und andere Waren hergestellt werden. Haushaltsmüll kann in dem Land nur in regierungsregulierten, speziellen Beuteln entsorgt werden. Laut der Stadtverwaltung der Hauptstadt Seoul haben sich die täglichen Verkäufe der Müllbeutel in der vergangenen Woche auf 2,7 Millionen nahezu verfünffacht. Große Einzelhandelsunternehmen führten demnach Obergrenzen für die Abgabe pro Kunde ein.

    Die meisten der südkoreanischen Ölimporte müssen die Straße von Hormus passieren, die der Iran seit Beginn der US-israelischen Angriffe faktisch blockiert hält. Südkorea reagierte auf die steigenden Energiepreise mit einem Deckel für Kraftstoffpreise. Zudem appellierten die Behörden an die Bevölkerung, durch kürzere Duschen sowie mehr Radfahren und zu Fuß gehen Energie zu sparen.

  • |Adisa Beganović

    Trump: Ohne Deal wird Irans Infrastruktur ausgelöscht

    US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit massiven Angriffen, falls es keine rasche Einigung zur Beendigung der Kämpfe und zur Öffnung der Straße von Hormus gibt. Zugleich schrieb er auf seiner Plattform Truth Social, die USA führten "ernsthafte Gespräche mit einer NEUEN UND VERNÜNFTIGEREN REGIERUNG", um die Militäroperation zu beenden. Einem Medienbericht zufolge erwägt Trump im Iran einen Militäreinsatz zur Bergung von rund 400 Kilogramm hochangereichertem Uran.

    Es seien "große Fortschritte erzielt" worden, schrieb Trump. Sollte es jedoch keine Einigung geben und die Straße von Hormus nicht wieder geöffnet werden, "werden wir unseren netten "Aufenthalt" im Iran abschließen, indem wir alle ihre Stromkraftwerke, Ölquellen und die Insel Kharg (sowie möglicherweise alle Entsalzungsanlagen!) sprengen und vollständig auslöschen", schrieb der US-Präsident. Diese Ziele habe man bisher bewusst nicht angegriffen. Dies wäre Vergeltung für getötete US-Soldaten und andere Opfer, die der Iran während der "47-jährigen "Terrorherrschaft" des alten Regimes abgeschlachtet und getötet" habe.

  • |Amina Beganovic

    Iran-Krieg treibt deutsche Inflationsrate im März auf 2,7 Prozent

    Laut Daten aus den Bundesländern zogen vor allem die Preise für Kraftstoffe und Heizöl beim wichtigsten österreichischen Handelspartner stark an.

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