Trump verlängert Ultimatum an den Iran erneut + Pentagon prüft Entsendung von Bodentruppen

Trump hat die Frist des Ultimatums an den Iran um zehn Tage verschoben - bis zum 6. April. Alle aktuellen Entwicklungen im Iran-Krieg im Live-Bericht.
U.S. President Trump delivers remarks at a celebration in honor of Greek Independence Day, in Washington
LIVE

Iran-Krieg

  • |Josef Siffert

    G7-Treffen: Ringen mit Rubio um gemeinsame Linie

    Die G7-Länder ringen heute um eine gemeinsame Linie für ein Ende des Iran-Krieges. Der deutsche Außenminister Johann Wadephul forderte vor den Beratungen in Frankreich von den USA, Europa in ihre Planungen einzubeziehen. US-Außenminister Marco Rubio stellte sich vor seinem Abflug hinter die Kritik von US-Präsident Donald Trump, die NATO-Verbündeten hätten im Krieg mit Iran nicht geholfen, als die USA sie darum gebeten hätten.

    Trump habe festgestellt, dass die USA ständig um Hilfe in Kriegen gebeten worden seien und geholfen hätten, sagte Rubio. Doch als man selbst um Unterstützung gebeten habe, habe man von der NATO keine positive Antwort bekommen. Die Bedrohungen der globalen Schifffahrt durch den Iran seien ein Verstoß gegen das Völkerrecht. All jene Länder, denen das Völkerrecht am Herzen liege, sollten etwas dagegen unternehmen.

  • |Josef Siffert

    Blockade von Hormus: Iran sieht sich im Recht

    Der Iran bezeichnet es als sein legitimes Recht, Schiffe des "Feindes und seiner Verbündeten" an der Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu hindern. Dies erklärt der iranische Außenminister in einem Telefonat mit UN-Generalsekretär Antonio Guterres, wie der iranische Sender Press TV berichtet.

  • |Josef Siffert

    Russland bestreitet Weitergabe von Geheimdienstinfos

    Russlands Regierung hat den Vorwurf der Weitergabe von Geheimdienstinformationen an den Iran zur Bekämpfung von US-Militärobjekten im Nahen Osten zurückgewiesen. "Wir haben dem Iran bestimmte Arten militärischer Güter geliefert, aber dem Vorwurf, dass wir dem Iran mit Aufklärungsdaten helfen, können wir nicht zustimmen", sagte Russlands Außenminister Sergej Lawrow in einem Interview mit dem Sender France Television

    Die Koordinaten der US-Militärbasen in der Region seien bekannt und offen zugänglich. Sie müssten nicht vom Geheimdienst übermittelt werden. "Ich wundere mich nicht darüber, dass der Iran sie attackiert", sagte Russlands Chefdiplomat. Er bestätigte dabei, dass Moskau und Teheran weiterhin strategische Partner seien. Dass der Iran auch Ziele in den arabischen Ländern der Region angreife, sei Folge des völkerrechtswidrigen Angriffs der USA und Israels, betonte Lawrow. Parallelen zum eigenen Angriffskrieg in der Ukraine wies er dabei zurück.

  • |Josef Siffert

    Straße von Hormus: VAE wollen sich an Marine-Einsatz beteiligen

    Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wollen sich einem Zeitungsbericht zufolge an einem multinationalen Marine-Einsatz zur Wiederöffnung der Straße von Hormus beteiligen. Die VAE hätten ihre Bereitschaft dazu den USA und anderen westlichen Verbündeten mitgeteilt, berichtet die Financial Times (FT) unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Dem Bericht zufolge bemühen sich die VAE zudem darum, Dutzende Länder für die Bildung einer "Hormus-Sicherheits-Truppe" zu gewinnen. Diese solle die Meerenge vor iranischen Angriffen schützen und die Schifffahrt eskortieren. Die VAE arbeiten laut FT zusammen mit Bahrain an einer Resolution des UN-Sicherheitsrates, die ein Mandat für einen Einsatz erteilen soll. Frankreich hatte am Donnerstag mitgeteilt, es habe Gespräche mit rund 35 Ländern über einen Einsatz zur Öffnung der Meerenge geführt, allerdings erst für die Zeit nach einem Ende des Krieges.

  • |Josef Siffert

    Pentagon prüft Entsendung von 10.000 weiteren Soldaten

    Das US-Verteidigungsministerium prüft einem Zeitungsbericht zufolge die Entsendung von bis zu 10.000 zusätzlichen Bodentruppen in den Nahen Osten. Damit solle US-Präsident Donald Trump mehr militärische Optionen erhalten, auch wenn er Friedensgespräche mit der Regierung in Teheran erwäge, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf Insider aus dem Pentagon. 

    Trump hatte zuvor sein Ultimatum an den Iran zur Freigabe der Straße von Hormus erneut verlängert.

  • |Josef Siffert

    Thailändisches Frachtschiffauf Grund gelaufen

    Ein unter thailändischer Flagge fahrendes Frachtschiff ist nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur TASNIM vor der Insel Keshm auf Grund gelaufen. Die "Mayuree Naree" war Anfang des Monats in der Straße von Hormus bereits von unbekannten Geschossen getroffen worden. Thailändischen Angaben zufolge hatte die omanische Marine 20 Besatzungsmitglieder gerettet, nachdem eine Explosion im Heck des Frachters ein Feuer im Maschinenraum ausgelöst hatte.

  • |Diana Dauer

    Israel droht mit Tötung weiterer Führungsfiguren

    Israels Armee hat nach der Tötung des Marine-Kommandeurs der iranischen Revolutionsgarden, Admiral Aliresa Tangsiri, damit gedroht, weitere wichtige Führungsfiguren im Iran ins Visier zu nehmen. Die Tötungen würden nicht aufhören, sagte Militärsprecher Effie Defrin am Donnerstagabend. "Wir werden weiterhin jeden verfolgen, der Israel bedroht." Aus dem Iran gab es zunächst keine Bestätigung für den Tod des Marine-Kommandeurs.

  • |Diana Dauer

    Trump verschiebt Ultimatum an den Iran bis 6. April

    US-Präsident Donald Trump hat sein Ultimatum an den Iran verlängert - erneut. Bis zum 6. April werde es keine Angriffe auf iranische Kraftwerke geben, kündigte Trump unter Verweis auf "sehr gute" Gespräche auf der Plattform Truth Social an. 

    Eigentlich wäre die von Trump gesetzte Frist am kommenden Samstag abgelaufen.

  • |Diana Dauer

    Lagarde warnt vor langjährigen Störungen in Energieversorgung

    EZB-Präsidentin Christine Lagarde warnt vor langjährigen Störungen der Energieversorgung durch den Krieg im Nahen Osten. Die Erwartung einer raschen Rückkehr zur Normalität sei möglicherweise zu optimistisch, sagt sie in einem Interview mit dem Magazin „The Economist“. Es sei bereits zu viel Energieinfrastruktur beschädigt worden. Der Schock für die Weltwirtschaft falle womöglich größer aus als von Experten derzeit angenommen, die Folgen dürften sich jedoch erst nach und nach zeigen

  • |Diana Dauer

    Frankreich berät mit rund 35 Staaten über einen Einsatz zur Öffnung der Straße von Hormus

    Frankreich berät mit rund 35 Staaten über einen Einsatz zur Öffnung der Straße von Hormus nach einem Ende des Krieges. Die Initiative sei rein defensiver Natur und solle die Wiederaufnahme der Schifffahrt vorbereiten, teilt das Verteidigungsministerium in Paris mit. Zudem erklärt der Stabschef der französischen Marine, Nicolas Vaujour, er habe Gespräche mit zwölf Amtskollegen geführt – darunter mit denen aus Deutschland, Großbritannien, Italien, Indien und Japan. „Wir tauschen uns über die Freiheit der Schifffahrt und die maritime Sicherheit aus, da das Meer eine lebenswichtige Ader für unsere Weltwirtschaft und die regionale Stabilität ist“, schreibt er auf der Plattform X. In der ersten Phase einer solchen Mission dürfte die Räumung von Seeminen im Mittelpunkt stehen, heißt es aus Kreisen. 

  • |Diana Dauer

    Weltbank kündigt rasche Hilfe an

    Die Weltbank kündigt rasche Finanzhilfen für Länder an, die unter den Folgen des Nahost-Konflikts leiden. Um die Regierungen bei der Bewältigung von Herausforderungen wie stark gestiegenen Energiekosten zu unterstützen, sollen schnell auszahlbare Finanzierungsinstrumente genutzt werden, teilt die Entwicklungsorganisation mit. Zudem sollen Unternehmen mit Liquidität versorgt werden, um Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum in den betroffenen Staaten zu erhalten.

  • |Diana Dauer

    Iran ließ zehn Öltanker durch Straße von Hormus

    Der Iran hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zehn Öltanker die Straße von Hormus passieren lassen. Darunter seien Schiffe unter pakistanischer Flagge gewesen, sagte Trump am Donnerstag bei einer Kabinettssitzung im Weißen Haus. Zugleich wirft er dem Land vor, eine Maut für die Durchfahrt zu erheben. Dies dürfe der Iran eigentlich nicht tun.

    Die iranischen Revolutionsgarden haben einer Analyse zufolge in der Straße von Hormus eine Art "Mautstellen"-System zur Kontrolle der internationalen Schifffahrt eingeführt. Dabei müssten Schiffe vollständige Unterlagen vorlegen, Freigabecodes einholen und eine von den Revolutionsgarden begleitete Durchfahrt durch einen einzigen kontrollierten Korridor akzeptieren, heißt es in einer Publikation des Schifffahrts-Magazins "Lloyd's List".

  • |Diana Dauer

    Israel meldet Tötung von iranischem Marine-Kommandeur

    Israel hat nach Angaben von Verteidigungsminister Israel Katz den Marine-Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden gezielt getötet. Katz teilte nach Angaben seines Büros mit, die Armee habe Admiral Aziz Reza Tangsiri "ausgeschaltet, zusammen mit hochrangigen Offizieren des Marinekommandos". Bei einem Raketenangriff der Hisbollah in der israelischen Küstenstadt Naharija am Donnerstag wurde unterdessen ein Mann getötet.

    Aus dem Iran gab es dazu zunächst keine Bestätigung der Tötung des Marine-Kommandeurs der iranischen Revolutionsgarden. Donnerstagfrüh hatte der Iran Israel in mindestens sieben Wellen unter intensiven Raketenbeschuss genommen.

    Einem israelischen Militärsprecher zufolge wurde Tangsiri bei einem Luftangriff am Mittwochabend getötet. In der Mitteilung von Katz hieß es, Tangsiri sei "der unmittelbar Verantwortliche für die Terroroperation der Verminung und Blockade der Straße von Hormuz für die Schifffahrt". Seine Tötung sei eine klare Botschaft an alle führenden Mitglieder der Revolutionsgarden, die derzeit den Iran kontrollierten: "Die israelische Armee wird euch einen nach dem anderen jagen und ausschalten."

  • |Diana Dauer

    Golfstaaten: Iran hat rote Linien überschritten

    Die Golfstaaten haben die iranischen Angriffe auf arabische Länder am Golf stark kritisiert. Irans Verhalten sei destabilisierend und habe roten Linien überschritten, sagte der Generalsekretär des Golf-Kooperationsrats, Jasem al-Budaiwi, einem Bericht des saudischen Fernsehsenders Al-Arabija zufolge vor Diplomaten. Dazu gehöre, die Straße von Hormuz zu schließen und Gebühren für deren Passage zu verlangen.

    Im laufenden Krieg habe der Iran 85 Prozent seiner Raketen auf Golfstaaten abgefeuert, sagte al-Budaiwi den Angaben zufolge. Seine Region übe "größtmögliche Zurückhaltung gegenüber der iranischen Aggression". Die Staaten hätten entschieden, nicht zu reagieren, um den Konflikt nicht auszuweiten.

  • |Amina Beganovic

    Wadephul will gemeinsame G7-Linie mit USA zu Kriegs-Ende

    Der deutsche Außenminister Johann Wadephul dringt bei den Beratungen der G7-Länder wirtschaftsstarker Demokratien auf einen gemeinsamen Kurs mit den USA für ein rasches Ende des Iran-Kriegs. "Wir werden und wir müssen in intensiven Gesprächen in den nächsten Tagen um gemeinsame Lösungsansätze ringen. So schwer es angesichts der Lage auch ist", sagte der CDU-Politiker zum Auftakt eines Treffens der G7-Außenminister im französischen Vaux-de-Cernay westlich von Paris.

    Es müssten eine weitere Destabilisierung verhindert, die wirtschaftliche Freiheit gesichert und Perspektiven für ein Ende der Kampfhandlungen und die Zeit danach entwickelt werden, sagte Wadephul nach einem ersten Meinungsaustausch mit seiner Kollegin Yvette Cooper und seinem Kollegen Jean-Noël Barrot aus Großbritannien und Frankreich.

  • |Amina Beganovic

    Brent-Ölpreis steigt weiter über 100 Dollar

    Die schwindende Hoffnung auf ein schnelles Ende des Iran-Kriegs hat den Ölpreisen am Donnerstag deutlich Auftrieb verliehen. Bis zum Nachmittag haben die Notierungen die frühen Gewinne ausgebaut.

    Der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent ist dabei weiter über die Marke von 100 US-Dollar gestiegen. Ein Barrel wurde bei 106,15 Dollar gehandelt und damit fast vier Prozent höher als am Vortag. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Mai stieg um drei Prozent auf 93,01 Dollar.

  • |Josef Siffert

    Nationalbank: Ölpreis könnte um bis zu 99 Prozent steigen

    Die Nationalbank hat unterschiedliches Szenarien durchgerechnet: Ohne Gegenmaßnahmen könnte sich der Ölpreis durch den Iran-Krieg fast verdoppeln.

  • |Josef Siffert

    Israel meldet Tötung des iranischen Marine-Kommandeurs

    Israel hat nach Angaben des Verteidigungsministers den Marine-Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden gezielt getötet. Verteidigungsminister Israel Katz teilte nach Angaben seines Büros mit, die Armee habe Admiral Aliresa Tangsiri "ausgeschaltet, zusammen mit hochrangigen Offizieren des Marinekommandos". Aus dem Iran gab es dazu zunächst keine Bestätigung. 

    Einem israelischen Militärsprecher zufolge wurde Tangsiri bei einem Luftangriff am Mittwochabend getötet. In der Mitteilung von Katz hieß es, Tangsiri sei "der unmittelbar Verantwortliche für die Terroroperation der Verminung und Blockade der Straße von Hormus für die Schifffahrt". Seine Tötung sei eine klare Botschaft an alle führenden Mitglieder der Revolutionsgarden, die derzeit den Iran kontrollierten: "Die israelische Armee wird euch einen nach dem anderen jagen und ausschalten." Es sei auch Ausdruck der Unterstützung für die Bemühungen der USA um eine Öffnung der Straße von Hormus. Man setze die Operationen im Iran "mit voller Kraft fort, um die Kriegsziele zu erreichen". Tangsiri stand seit 2018 an der Spitze der Marine der iranischen Revolutionsgarden. Er war verantwortlich für Irans Marineoperationen im Persischen Golf und der strategisch wichtigen Straße von Hormus. 

  • |Amina Beganovic

    Trump erneuert Kritik an NATO

    US-Präsident Donald Trump wirft der NATO erneut mangelnde Unterstützung vor. In Großbuchstaben schreibt er auf seinem Online-Dienst "Truth Social", die NATO habe "absolut nichts getan", um beim Iran behilflich zu sein. Die USA seien auf die NATO nicht angewiesen, aber sie würden diesen sehr wichtigen Moment in der Geschichte niemals vergessen, fügte Trump in durchaus bekannter Drohmanier hinzu.

  • |Josef Siffert

    USA könnten Ukraine-Waffen in den Iran-Krieg umleiten

    Die US-Regierung erwägt einem Zeitungsbericht zufolge, für die Ukraine bestimmte Waffen in den Nahen Osten umzuleiten. Grund dafür sei, dass der Krieg im Iran Bestände des US-Militärs an besonders wichtiger Munition verbrauche, berichtet die Washington Post unter Berufung auf drei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Zu den Waffen, die umgeleitet werden könnten, gehören Luftverteidigungs-Abfangraketen, die im Rahmen einer im vergangenen Jahr gestarteten NATO-Initiative beschafft wurden, bei der Partnerländer US-Waffen für Kiew kaufen, heißt es in dem Bericht.

    Die Überlegung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die US-Operationen in der Region zunehmen. Admiral Brad Cooper, Chef des Central Command und verantwortlich für die US-Streitkräfte im Nahen Osten, sagte am Mittwoch, dass die USA über 10.000 Ziele im Iran angegriffen hätten und dabei seien, Irans Fähigkeit zur Machtausweitung außerhalb seiner Grenzen einzuschränken. 

    Ein Sprecher des Pentagon sagte der Zeitung, das Verteidigungsministerium werde sicherstellen, dass "die US-Streitkräfte sowie die Kräfte unserer Verbündeten und Partner haben, was sie brauchen, um zu kämpfen und zu siegen.“ Pentagon, US-Außenministerium und NATO reagierten zunächst nicht auf Anfragen von Reuters um eine Stellungnahme.

  • |Josef Siffert

    Iran feuert Raketensalven auf Israel

    Der Iran hat Israel Donnerstagfrüh unter intensiven Raketenbeschuss genommen. In fünf Wellen binnen rund zwei Stunden flogen nach Militärangaben iranische Geschosse auf den jüdischen Staat. In zahlreichen Gebieten Israels - darunter im Großraum Tel Aviv, Jerusalem sowie im Norden des Landes - gab es Raketenalarm. Nach Angaben von Armee und Rettungskräften kam es an mehreren Orten zu Einschlägen.

    Der israelische Rettungsdienst berichtete zunächst von sechs Verletzten. Zudem wurde im öffentlich-rechtlichen Rundfunk von Schäden an mehreren Häusern in der zentralisraelischen, arabisch geprägten Stadt Kfar Qassem berichtet. Deren Bürgermeister Haitham Taha zufolge wurden die Schäden durch iranische Streumunition verursacht. Die iranischen Angriffe erfolgten mehr als 14 Stunden, nachdem die israelische Armee zuletzt anfliegende Raketen aus dem Iran gemeldet hatte. 

  • |Josef Siffert

    Peking für Waffenruhe

    China rief alle Parteien im Krieg der USA und Israels gegen den Iran auf, die Angriffe einzustellen. China dringe auf eine Lösung des Konflikts durch Dialog und auf die Vermeidung einer Eskalation, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Jiang Bin, vor der Presse in Peking. Die chinesische Führung werde an einer Deeskalation arbeiten. Entscheidend sei eine sofortige Waffenruhe.

  • |Josef Siffert

    Israel streicht zwei Personen von "Todesliste"

    Israel hat nach einer Intervention Pakistans nach Angaben aus Islamabad den iranischen Außenminister Abbas Araqchi und Parlamentspräsident Mohammad Baqer Qalibaf von einer Liste für potenzielle gezielte Tötungen genommen. "Die Israelis hatten ihre Koordinaten und wollten sie ausschalten", sagte ein Vertreter der pakistanischen Regierung am Donnerstag. "Wir haben den USA gesagt, wenn diese auch noch ausgeschaltet werden, gibt es niemanden mehr, mit dem man reden kann." Daraufhin hätten die USA die Israelis gebeten, von dem Vorhaben abzulassen. 

    Bei den Angriffen des israelischen und des US-Militärs wurden bislang etliche Mitglieder der iranischen Führung gezielt getötet. Unter den Getöteten sind Ayatollah Ali Khamenei, der jahrzehntelang der oberste Führer der Islamischen Republik war, der Chef des Nationalen Sicherheitsrates, Ali Larijani, sowie etliche Führungspersönlichkeiten der Sicherheitskräfte.

  • |Josef Siffert

    US-Streitkräfte: "Sind dem Zeitplan voraus"

    Die US-Armee hat eigenen Angaben zufolge mehr als zwei Drittel der iranischen Produktionsanlagen für Raketen und Drohnen sowie einen ähnlichen Anteil der maritimen Produktion und der Werften des Landes getroffen. In dem fast vierwöchigen Verlauf des Iran-Krieges hätten die US-Streitkräfte zudem mehr als 10.000 militärische Ziele getroffen, teilte der Befehlshaber des für den Nahen Osten zuständigen US-Militärkommandos CENTCOM, Admiral Brad Cooper, mit.

    Die US-Armee habe außerdem 92 Prozent der größten Schiffe der iranischen Marine beschädigt oder zerstört, erklärte Cooper in einer am Mittwoch (Ortszeit) im Onlinedienst X veröffentlichten Videobotschaft. Damit habe Teheran "nun die Fähigkeit verloren, in der Region und weltweit in nennenswertem Maße seine Macht auf See auszuüben und Einfluss zu nehmen". Die US-Streitkräfte "liegen bei der Erreichung der ganz klar definierten Ziele im Zeitplan oder sind dem Zeitplan sogar voraus", sagte Cooper. Die Häufigkeit iranischer Drohnen- und Raketenstarts sei um 90 Prozent zurückgegangen, erklärte Cooper. Die US-Armee habe Teheran außerdem "die Fähigkeit genommen, sie wiederherzustellen".

  • |Josef Siffert

    VAE melden weitere Angriffe

    Die Vereinigten Arabischen Emirate wurden nach Angaben des emiratischen Verteidigungsministeriums mit Raketen und Drohnen aus dem Iran angegriffen. Die emiratische Luftabwehr "reagiert derzeit auf anfliegende Raketen- und Drohnen-Bedrohungen aus dem Iran", erklärte das Ministerium am Donnerstagmorgen im Onlinedienst X.

  • |Josef Siffert

    Israel rechnet mit baldiger Waffenruhe

    Israel rechnet nach Medienberichten damit, dass US-Präsident Trump bereits am Wochenende im Alleingang eine Waffenruhe mit dem Iran verkünden könnte. Der israelische TV-Sender N12 nannte als möglichen Zeitpunkt diesen Samstag, das Nachrichtenportal ynet spätestens Mitte kommender Woche.

    Äußerungen von Trumps Regierungssprecherin Karoline Leavitt könnten solche Spekulationen anfachen - auch wenn die US-Regierung seit Kriegsbeginn immer wieder die eigenen Erfolge betont. Man stehe "sehr kurz davor", die Kernziele des Militäreinsatzes zu erreichen, und das früher als geplant, sagte sie am Mittwoch. Ursprünglich sei die Regierung von vier bis sechs Wochen ausgegangen, die es brauche, die Mission im Iran zu erfüllen.

  • |Josef Siffert

    Israel: "Großangelegte" Angriffe in weiten Teilen des Iran

    Die israelische Armee führte  am Donnerstag eigenen Angaben zufolge "großangelegte" Angriffe in weiten Teilen des Iran aus.

    Dabei sei "Infrastruktur des iranischen Terrorregimes" anvisiert worden, erklärte die israelische Armee am Donnerstag in der Früh. Unter anderem hätten die israelischen Streitkräfte die Stadt Isfahan im Zentrum des Iran attackiert. Medienberichten zufolge verstärkt die israelische Armee ihre Angriffe im Iran noch, um vor dem Hintergrund einer möglicherweise bevorstehenden Ankündigung von US-Präsident Donald Trump zu einer Waffenruhe noch möglichst viele militärische Erfolge zu erzielen.

  • |Julia Deutsch

    Iranische Regierungskreise

    Am Mittwoch kamen aber auch andere Signale aus Teheran. So erklärte ein hochrangiger iranischer Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters, dass die Regierung den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges noch prüfe. Zugleich nannte er eine Einbeziehung des Libanon als Bedingung für ein Waffenruhe-Abkommen. Teheran habe Vermittlern mitgeteilt, dass ein Ende des Krieges an einen Stopp der israelischen Offensive gegen die Hisbollah-Miliz geknüpft sei, sagten sechs mit dem Vorgang vertraute Personen.

  • |Julia Deutsch

    Pentagon gab Aufträge zur Erhöhung der Raketenproduktion bekannt

    Das US-Verteidigungsministerium hat angesichts des Iran-Krieges mehrere Vereinbarungen zur Steigerung der Raketenproduktion bekanntgegeben. Ziel sei es, die "industrielle Basis auf Kriegszeit" einzustellen, erklärte das Pentagon am Mittwoch. Mit den Konzernen Lockheed Martin und BAE Systems sei eine Vervierfachung der Produktion von Komponenten des THAAD-Systems beschlossen worden, das im Nahen Osten vermehrt zur Abwehr ballistischer Raketen zum Einsatz kommt.

    Auch die Produktion taktischer ballistischer Raketen soll beschleunigt werden. Lockheed Martin bestätigte den Auftrag und erklärte, dieser beruhe auf einer früheren Vereinbarung mit der US-Armee im Wert von 4,94 Milliarden Dollar (4,27 Mrd. Euro) aus dem vergangenen Jahr.

  • |Julia Deutsch

    Außenminister lehnt Verhandlungen mit den USA ab

    Der iranische Außenminister Abbas Araqchi hat Verhandlungen mit den USA über eine Beendigung des Iran-Kriegs bestritten und Gespräche mit Washington abgelehnt. "Wir haben nicht die Absicht zu verhandeln - bisher haben keine Verhandlungen stattgefunden, und ich glaube, dass unsere Haltung vollkommen prinzipientreu ist", sagte Araqchi am Mittwoch im iranischen Staatsfernsehen.

    "Jetzt über Verhandlungen zu sprechen ist ein Eingeständnis der Niederlage", sagte Araqchi weiter. Er widersprach damit US-Präsident Trump, der zuvor von Verhandlungen und guten Gesprächen mit dem Iran gesprochen habe. Araqchi bestätigte damit inoffizielle Äußerungen aus Teheran.

  • |Julia Deutsch

    Israelische Grenzstadt beschossen

    Die vom Iran unterstützte Schiitenorganisation feuerte unterdessen mehrfach Drohnen und Raketen Richtung Israel. Die Miliz selbst teilte mit, sie habe mehr als Hundert Raketen Richtung Israel und auf israelische Soldaten im Südlibanon abgefeuert. Laut der israelischen Polizei wurde auch eine Grenzstadt in Israel mit Streumunition beschossen. 

    "Vor einer kurzen Zeit haben Hisbollah-Terroristen ihre Version von Raketen mit Streumunition auf ein Wohngebiet im Norden abgefeuert", sagte ein israelischer Polizeisprecher in Kiryat Shmona. Das Geschoss sei in der Nähe eines Spielplatzes eingeschlagen, es sei niemand verletzt worden. Sprengstoffexperten hätte die gefährlichen Teile der Munition gesichert und eingesammelt. Die Hisbollah teilte derweil mit, sie habe israelische Soldaten in Kiryat Shmona mit Drohnen angegriffen.

  • |Julia Deutsch

    US-Regierung droht dem Iran mit verschärften Angriffen

    Die US-Regierung hat dem Iran mit verschärften Angriffen gedroht. Wenn der Iran die neue Realität nicht anerkennt, werden die USA härter zuschlagen als je zuvor, wie Regierungssprecherin Karoline Leavitt in Washington sagte. US-Präsident Donald Trump sei trotz der Verhandlungen bereit, die Hölle im Iran losbrechen zu lassen. Leavitt äußerte sich, nachdem der Iran den US-Plan für ein Kriegsende laut Medienberichten zurückgewiesen hat.

    Leavitt sagte, die Führung in Teheran habe nun die Chance, mit Trump zu kooperieren. Dazu gehöre, das Nuklearprogramm aufzugeben und die USA und ihre Verbündeten nicht weiter zu bedrohen.

  • |Julia Deutsch

    Guterres ernennt Sondergesandten

    Bei seinen Bemühungen um eine Lösung im Iran-Krieg hat UN-Generalsekretär António Guterres einen Sondergesandten für den Konflikt ernannt. Der Franzose Jean Arnault werde die Anstrengungen der Vereinten Nationen im Hinblick auf den Konflikt und seine Folgen leiten, sagte der UNO-Chef in New York. Arnault hat zuvor unter anderem als UN-Gesandter für Afghanistan, Kolumbien und Bolivien gearbeitet.

    "Dieser Krieg ist außer Kontrolle geraten", so Guterres. Er rief die USA und Israel auf, den Krieg zu beenden und forderte Iran dazu auf, die Angriffe auf Nachbarstaaten einzustellen.

  • |Julia Deutsch

    Teheran kontert mit Maximalforderungen

    Der Iran hat nach Angaben des staatlichen Fernsehens den von den USA vorgelegten Plan für ein Ende des Krieges zurückgewiesen. Der Krieg höre auf, "wenn der Iran beschließt, ihn zu beenden - und nicht, wenn (US-Präsident Donald) Trump es will", erklärte ein Regierungsvertreter am Mittwoch nach Angaben des Staatssenders Press TV. Demnach stellte Teheran eigene Forderungen auf.

    Das "Wall Street Journal" berichtete über eine Antwort der Iranischen Revolutionsgarden auf den US-Vorstoß, die wiederum zahlreiche Forderungen umfassen soll, denen Washington kaum nachkommen dürfte - darunter etwa die Räumung aller US-Militärstützpunkte rund um den Persischen Golf sowie ein neues System, das es dem Iran erlauben würde, von Schiffen für die Fahrt durch die Straße von Hormuz eine Mautgebühr zu kassieren.

  • |Julia Deutsch

    Treibstoffpreise: Maßnahmen in Deutschland

    Auch in Deutschland sind gestiegene Spritpreise infolge des Iran-Krieges Thema. Beim wichtigsten Handelspartner Österreichs gehen die Pläne aber nicht so weit, wie die Vorhaben hierzulande. Am Donnerstag soll im Bundestag eine Regel erstmals beschlossen werden, die in Österreich gerade erst verschärft wurde: Tankstellen sollen Spritpreise nur mehr einmal täglich erhöhen dürfen, während das in Österreich mittlerweile nur mehr drei Mal wöchentlich geht.

    Steuerliche Maßnahmen oder Eingriffe in die Margen von Tankstellen, Lagerern und Raffinerien sind im Nachbarland vorerst keine geplant. Dafür soll am Donnerstag das Kartellrecht verschärft werden. So soll ein leichteres Vorgehen gegen marktbeherrschende Mineralölkonzerne ermöglicht werden.

  • |Julia Deutsch

    Int. Handelskammer warnt vor "schlimmster Industriekrise"

    Der Iran-Krieg könnte nach Ansicht des Generalsekretärs der Internationalen Handelskammer ICC die "schlimmste Industriekrise seit Menschengedenken" auslösen. Das liege nicht nur an steigenden Energiepreisen, sondern auch daran, dass "die industrielle Produktion selbst gestört und durch Gasengpässe und anderer wesentlicher Vorleistungen" beeinträchtigt werde, sagte John Denton am Donnerstag im Vorfeld einer WTO-Ministerkonferenz im kamerunischen Jaunde ab Freitag.

  • |Julia Deutsch

    Moskau zieht russische Mitarbeiter von Akw Bushehr ab

    Nach Angriffen auf das Gelände des iranischen Atomkraftwerks in Bushehr hat Moskau einen Teil seiner russischen Akw-Mitarbeiter evakuieren lassen. "163 Menschen haben Bushehr verlassen und sich zur iranisch-armenischen Grenze begeben", sagte der Chef der russischen Atombehörde Rosatom, Alexej Lichatschow, am Mittwoch vor Journalisten.

  • |Julia Deutsch

    UN-Rat verurteilt Irans Angriffe auf Nachbarländer

    Der UN-Menschenrechtsrat verurteilte die Angriffe Irans auf seine Nachbarländer bei einer Dringlichkeitsdebatte in Genf. Der Iran lehnte die vorgelegte Resolution ab. Darin wurden als Geschädigte namentlich Bahrain, Kuwait, Oman, Katar, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Jordanien genannt. Weil der Iran keine Abstimmung verlangte, wurde die Resolution im Konsens angenommen.

    In dem Text ging es nur um die Angriffe des Iran auf Nachbarländer, nicht um die Angriffe der USA und Israels auf den Iran, die vorausgegangen waren.

  • |Julia Deutsch

    Hisbollah-Chef lehnt Verhandlungen bei anhaltenden Kämpfen ab

    Die Hisbollah will so lange keine Gespräche mit Israel führen, wie die Angriffe auf ihre Stellungen im Libanon anhalten. Wenn Verhandlungen "unter Beschuss" vorgeschlagen würden, wäre dies ein "Aufzwingen einer Kapitulation", sagte Hisbollah-Chef Naim Qassem am Mittwoch in einer vom Sender der Miliz verbreiteten Mitteilung. Er wies damit einen Vorschlag des libanesischen Präsidenten Joseph Aoun zurück, direkte Verhandlungen mit Israel zu beginnen.

    Qassem rief das libanesische Volk auf, sich für die "nationale Einheit" einzusetzen. Dies könne erreicht werden, wenn die Regierung ihre Entscheidung zurücknehme, die militärischen Aktivitäten der Hisbollah zu verbieten.

  • |Daniela Wahl

    Armee: Iranische Raketenteile im Libanon abgestürzt

    Im Libanon sind nach ersten Militärangaben Teile einer iranischen Rakete abgestürzt. Die libanesische Armee teilte mit, dass das eigentliche Ziel außerhalb des libanesischen Territoriums gelegen haben müsse. Die Rakete sei in großer Höhe explodiert. Als mögliche Ursachen würden eine technische Fehlfunktion oder der Abschuss durch eine Abfangrakete in Betracht gezogen. Der Vorfall ereignete sich gestern Nachmittag.

     Das israelische Militär teilte bereits am Abend mit, dass eine iranische Rakete auf libanesisches Territorium gefallen sei. Unter Bewohnern war gestern Panik ausgebrochen, als nach dem Absturz der Raketenteile Explosionen nahe der US-Botschaft unweit der Hauptstadt Beirut zu hören waren. Bei der Küstenstadt Dschunie schlugen Trümmer ein. Es gab die Sorge vor einer weiteren Eskalation. Der Iran äußerte sich bisher nicht. Die Hisbollah im Libanon wird vom Iran unterstützt und kämpft aktuell - ebenso wie der Iran - mit Raketen und Drohnen gegen den gemeinsamen Erzfeind Israel.

  • |Daniela Wahl

    Hisbollah: Keine Gespräche mit Israel solange wir unter Beschuss sind

    Die Hisbollah lehnt Gespräche mit Israel ab, solange sie unter Beschuss steht. Das käme einer erzwungenen Kapitulation nahe, erklärte Hisbollah-Chef Naim Kassem in einer in seinem Namen verlesenen Fernsehansprache. Er rief zur Einheit gegen Israel auf. In der Rede, die auf einem der Hisbollah nahestehenden Fernsehsender ausgestrahlt wurde, hieß es, die Hisbollah-Kämpfer seien bereit, uneingeschränkt weiterzukämpfen.

  • |Daniela Wahl

    Insider: Pakistan hat Iran Vorschlag der USA übermittelt

    In die Bemühungen um eine Deeskalation am Golf kommt offenbar Bewegung. Pakistan habe dem Iran einen Vorschlag der USA übermittelt, sagte ein ranghoher Vertreter der Islamischen Republik am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Der Insider, der namentlich nicht genannt werden wollte, ging nicht ins Detail. Auch sagte er nicht, ob es sich bei dem Vorschlag um einen 15-Punkte-Plan der USA handle, über den mehrere Medien berichtet haben. Er fügte aber hinzu, dass auch die Türkei dabei helfe, den Krieg zu beenden. Das Land werde ebenso wie Pakistan in Betracht gezogen für die Ausrichtung etwaiger Gespräche. 

    Die Äußerungen gehörten zu den wenigen Anzeichen dafür, dass Teheran hinter den Kulissen bereit sein könnte, sich mit diplomatischen Vorschlägen zu befassen. Öffentlich wurden aus dem Iran bis zuletzt Darstellungen von US-Präsident Donald Trump stets bestritten, dass mit den USA verhandelt werde. „Hat das Ausmaß Ihrer inneren Zerrissenheit das Stadium erreicht, in dem Sie mit sich selbst verhandeln?“, spottete etwa der Chefsprecher des von den mächtigen Revolutionsgarden dominierten iranischen Militärkommandos, Ebrahim Solfakari, im Staatsfernsehen über Trump. 

  • |Daniela Wahl

    Drohnenangriff entfacht Debatte um britische Stützpunkte

    Die EU-Inselrepublik Zypern stellt nach den Worten von Präsident Nikos Christodoulidis den künftigen Status der britischen Militärbasen auf der Insel zur Diskussion. Nach einem Ende der Krise im Nahen Osten müsse eine „offene und ehrliche Debatte“ darüber geführt werden, sagte er dem griechischen Fernsehsender OPEN. Anlass ist ein Angriff mit einer Drohne iranischer Bauart in der Nacht zum 2. März auf den britischen Stützpunkt Akrotiri nahe der Hafenstadt Limassol. Die Luftabwehr des Stützpunktes konnte sie nicht abfangen. Verletzt wurde niemand. 

    In Dörfern in und um den Stützpunkt leben mehr als 10.000 Zivilisten. Christodoulidis bezeichnet die Basen als „koloniales Relikt“. Die britische Seite betont die Bedeutung der Basen. Sie seien zentral für die Sicherheit britischer Staatsbürger und Verbündeter im Mittelmeerraum und im Nahen Osten.

  • |Daniela Wahl

    Iranische Angriffe sind existenzielle Bedrohung

    Die arabischen Golfstaaten warnen vor einer existenziellen Bedrohung durch iranische Angriffe auf ihre Infrastruktur. „Es besteht eine existenzielle Bedrohung für die internationale und regionale Sicherheit. Dieses aggressive Vorgehen untergräbt das Völkerrecht und die Souveränität“, sagt Kuwaits Botschafter Naser Abdullah H. M. Alhayen vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf. 

    Andere Golfstaaten erklären, die Handlungen des Iran zielten darauf ab, Terror zu verbreiten. Der Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate, Jamal Jama al Muscharach, verurteilt den „Versuch des Iran, die internationale Ordnung durch rücksichtsloses expansionistisches Vorgehen zu destabilisieren“. UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk erklärt, das Vorgehen des Iran könne Kriegsverbrechen darstellen. „Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastruktur müssen ein Ende haben. Sind sie vorsätzlich, können solche Angriffe Kriegsverbrechen darstellen“, erklärt er vor dem Rat.

  • |Daniela Wahl

    Hormus-Blockade kostet Hapag Lloyd wöchentlich bis zu 50 Mio. Euro

    Die Blockade der Straße von Hormus verursacht der Reederei Hapag-Lloyd zufolge wöchentliche Mehrkosten von 40 bis 50 Millionen Dollar. Vorstandschef Rolf Habben Jansen begründete dies in einem Interview mit RTL/ntv mit Treibstoffkosten, die um mehr als 50 Prozent über dem normalen Niveau lägen, sowie Ausgaben für Versicherungen und die Lagerung von Containern. Diese Mehrkosten würden an die Kunden weitergegeben. „Das können wir auch nicht so locker absorbieren“, sagte Habben Jansen. Das größte Problem sei jedoch, dass derzeit sechs Schiffe des Unternehmens mit rund 150 Beschäftigten im Persischen Golf festsäßen und nicht auslaufen könnten, erklärte der Manager. 

    Die Versorgung der Besatzungen mit Proviant und Wasser sei zwar gesichert. Die Lage bleibe aber schwierig. Für die Weltwirtschaft sei die Sperrung der wichtigen Seeroute „nicht gut“, sagte Habben Jansen weiter. Entscheidend sei die Dauer des Nahost-Konflikts. Sollte die Blockade ein bis zwei Monate anhalten, seien die Folgen wahrscheinlich überschaubar. Bei einer Dauer von drei, sechs oder gar zwölf Monaten sehe dies jedoch anders aus. 

  • |Daniela Wahl

    Goldpreis erholt sich weiter

    Der Goldpreis hat sich am Mittwoch weiter vom Einbruch zu Beginn der Woche erholt. Im Mittagshandel wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) an der Börse in London bei 4.578 US-Dollar (3.956 Euro) gehandelt und damit um etwa 102 Dollar höher als am Vortag. Am Montag hatte die Spekulation auf höhere Zinsen die Nachfrage nach dem gelben Edelmetall, das keine Zinsen abwirft, stark belastet. Der Goldpreis war vorgestern zeitweise bis auf knapp 4.100 Dollar gefallen, und damit auf den tiefsten Stand seit vergangenen November, bevor eine Erholung einsetzte. 

  • |Daniela Wahl

    USA legen Plan vor: Teheran dementiert Verhandlungen

    Irans Militärführung wies 15-Punkte-Plan Trumps zur Beendigung des Iran-Krieges zurück: Washington verhandle „mit sich selbst“.

    Die USA und der Iran stehen Sicherheitskreisen zufolge über ein mögliches Kriegsende in Kontakt. In dieser Woche seien zwischen beiden Konfliktparteien bereits zweimal Vorschläge übermittelt worden, hieß es aus pakistanischen Sicherheitskreisen. Auch Ägypten sei in Bemühungen involviert, den Krieg zu beenden.

  • |Daniela Wahl

    Iran-Krieg könnte Lieferketten weltweit durcheinanderbringen

    Der Iran-Krieg könnte nach Einschätzung der deutschen Logistikbranche die Lieferketten weltweit durcheinanderbringen. „Das Risiko für die Logistik ist beträchtlich“, sagte der Vorsitzende der Bundesvereinigung Logistik (BVL), Kai Althoff, am Mittwoch. „Wir werden in den nächsten Monaten sehen, wie resilient die globalen Lieferketten gegenüber höheren Öl- und Gaspreisen und den Störungen in den Lieferketten sind.“ 

    Abhängig von der Dauer der militärischen Konflikte werde dann deutlich, „ob sich die Risiken manifestieren und die Wirtschaft und auch die Logistik wieder stärker unter Druck geraten“. Die andere Option sei, „ob sich der leicht positive gesamtwirtschaftliche Trend fortsetzen kann und die Logistikbranche mitzieht“. 

  • |Daniela Wahl

    Im schlimmsten Fall drohen Engpässe bei Treibstoffen

    Die deutsche Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hält Versorgungsengpässe bei Treibstoff als Folge des Iran-Krieges für möglich. Derzeit sehe man stark steigende Preise, besonders bei Benzin, Diesel und Flugzeugtreibstoff aber keinen Mangel, sagte sie bei der Energiekonferenz CeraWeek in Houston, Texas. 

    Ende der Konflikt nicht, werde man diese aber wahrscheinlich später sehen, im April oder Mai. 

  • |Daniela Wahl

    Regierungspartei: Türkei bemüht sich um Vermittlung im Iran-Krieg

    Im Ringen um eine Lösung im Iran-Krieg spielt die Türkei nach Angaben der Regierungspartei eine Vermittlerrolle. Man stehe seit längerem in Kontakt mit dem Iran und den USA und übermittle Botschaften zwischen beiden Parteien, sagte Harun Armagan, stellvertretender Vorsitzender für Außenbeziehungen der regierenden AK-Partei in der Türkei der Deutschen Presse-Agentur. 

    Ziel sei, Spannungen abzubauen und einen Boden für Gespräche zu bereiten. Noch sei man aber nicht so weit, dass man einen Ort für ein solches Treffen festlegen könne. Auch Pakistan vermittelt örtlichen Sicherheitskreisen zufolge zwischen den Kriegsparteien. Das Außenministerium in Ankara wollte zunächst nicht kommentieren. Irans Militärführung hatte zuvor Berichte über Verhandlungen für ein Ende des Krieges zurückgewiesen. Medienberichten zufolge hat die US-Regierung der Führung in Teheran einen 15 Punkte umfassenden Plan zur Beendigung des Iran-Kriegs unterbreitet. Dieser verlangt der Führung in Teheran demnach große Zugeständnisse ab. 

Kommentare