Iran öffnet Straße von Hormus "vollständig": Öl- und Gaspreise fallen, Trump hält US-Seeblockade fest
- Israel und die USA haben am 28. Februar mit Militärschlägen gegen den Iran begonnen.
- Am 8. April einigten sich die Konfliktparteien auf einen zweiwöchigen Waffenstillstand. Die Friedensverhandlungen sind jedoch gescheitert. Wie es nach dem 22. April weitergeht, ist offen. Am Donnerstag wurde bekannt, dass am Wochenende wieder Gespräche aufgenommen werden könnten.
- Der Iran hat am Freitag angekündigt, die Straße von Hormus für die Dauer der Waffenruhe "vollständig" für die kommerzielle Schifffahrt zu öffnen. Trump allerdings will an der US-Blockade festhalten.
- Nach der Ankündigung, dass der Iran seine See-Blockade aufhebt, fielen Öl- und Gaspreise enorm.
- Teheran ist laut Trump zur Übergabe von Uran bereit.
- Der Chef der Internationalen Energieagentur Fatih Birol warnt vor einer gewaltigen Energiekrise: Europa verfüge noch über Kerosin für etwa sechs Wochen.
- Zwischen Israel und dem Libanon ist eine zehntägige Waffenruhe in Kraft getreten, die auch die Hisbollah-Miliz einschließt. Der Libanon wirft Israel vor, Dörfer im Süden angegriffen und so gegen die Waffenruhe verstoßen zu haben.
- US-Präsident Trump bezeichnet den Iran-Krieg als "Umweg" und rechtfertigt den Angriff auf den Iran. Sonst hätten "schlimme Dinge" passieren können.
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- Erstmals seit Beginn des Iran-Krieges hat die Houthi-Miliz im Jemen eine Rakete auf Israel abgefeuert und damit den Konflikt ausgeweitet.
Iran-Krieg
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Trump habe Israel weitere Bombenangriff "verboten"
Die USA haben Präsident Donald Trump zufolge Israel weitere Bombenangriffe auf den Libanon untersagt. „Israel wird den Libanon nicht länger bombardieren. Dies wurde ihnen von den USA VERBOTEN. Genug ist genug!!!“, schreibt Trump in einem Social-Media-Beitrag. Damit schlägt er gegenüber dem langjährigen US-Verbündeten einen eher ungewöhnlich scharfen Ton an. Trump schreibt zudem, dass jegliches Abkommen zwischen den USA und dem Iran „in keiner Weise den Libanon betrifft“. Die USA würden jedoch in angemessener Weise mit der Situation der militanten Hisbollah umgehen. Die USA erhielten Nuklearmaterial aus dem Iran. „Es wird keinerlei Geldtransfer in irgendeiner Form stattfinden.“
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Trump: Iran hätte zugestimmt, die Straße von Hormus "nie wieder zu schließen"
Laut US-Präsident Donald Trump habe der Iran zugestimmt, die Straße von Hormus "nie wieder zu schließen". Die Blockade würde "nie wieder als Waffe gegen die Welt eingesetzt" werden. Trump selbst hält an der US-Seeblockade iransicher Häfen weiter fest.
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EU fordert Iran zu Verzicht von Transitgebühren auf
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas fordert den Iran auf, Pläne für Transitgebühren in der Straße von Hormus aufzugeben. Nach internationalem Recht müsse die Durchfahrt durch solche Wasserstraßen ermöglicht und kostenlos bleiben, erklärt Kallas auf der Plattform X. Ein Gebührenmodell würde einen gefährlichen Präzedenzfall für globale Seerouten schaffen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärt, die EU könne bei der Sicherung der Seewege helfen. Möglich seien die Weitergabe von Satellitendaten sowie eine Stärkung der EU-Marinemission Aspides, die derzeit im Roten Meer im Einsatz ist. 1
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Kriegsschiffe dürfen Straße von Hormus weiterhin nicht durchfahren
Kriegsschiffe dürfen die Straße von Hormus nach Angaben eines hochrangigen iranischen Militärvertreters nicht passieren. Handelsschiffe könnten die Meerenge dagegen auf einer festgelegten Route und mit Erlaubnis der Marine der Revolutionsgarden durchqueren, zitiert das Staatsfernsehen den Vertreter.
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Macron: Begrüßt Ankündigung von Öffnung von Straße von Hormus
Der französische Präsident Emmanuel Macron begrüßt die Ankündigung des Irans zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Dies gehe in die richtige Richtung, sagt Macron in Paris. Die jüngsten Entwicklungen seien ermutigend, auch wenn man weiterhin vorsichtig bleiben müsse.
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Gas- und Ölpreise fallen stark
Öl- und Gaspreise sind am Freitag nach Meldungen über eine freie Fahrt von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus deutlich gefallen. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni kostete 91,11 US-Dollar und damit mehr als acht Prozent weniger als am Vortag. Zeitweise fiel der Preis unter die Marke von 90 Dollar. Einen ähnlich starken Einbruch gab es auch beim Preis für Rohöl aus den USA.
Der Iran-Krieg und die faktische Blockade der wichtigen Handelsrouten von den Fördergebieten am Persischen Golf durch die Straße von Hormus hatte den Preis für Rohöl der Sorte Brent im März zeitweise bis auf knapp 120 Dollar je Barrel getrieben. Vor dem Beginn des Iran-Kriegs lag der Preis bei etwa 70 Dollar je Barrel.
Der Preis für europäisches Erdgas (Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat) hat am Freitag an der Börse in Amsterdam um mehr als 9 Prozent auf 38,54 Euro je Megawattstunde (MWh) nachgegeben. Vor dem Beginn des Iran-Kriegs lag der Preis bei etwa 31 Euro, während des Kriegs im März zeitweise bei 74 Euro.
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Trump: USA bleiben bei ihrer Seeblockade des Iran
US-Präsident Donald Trump will an der US-Blockade iranischer Häfen bis zur Einigung auf ein Friedensabkommen mit Teheran festhalten. Das teilte Trump am Freitag auf seiner Onlineplattform Truth Social mit. Trump erwarte, dass sie einem Friedensabkommen mit dem Iran "sehr nahe" seien. Der Iran hat indes angekündigt, die Straße von Hormus zu öffnen.
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Öffnung der Straße von Hormus: Ölpreis fällt um 9 Prozent
Nach Araqchis Beitrag fielen die Ölpreise um etwa 9 % und setzten damit frühere Verluste fort.
Der Internationale Währungsfonds senkte in dieser Woche seine Prognosen für das globale Wachstum und warnte, dass die Weltwirtschaft in eine Rezession abgleiten könnte, falls der Konflikt andauert.
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Selenskij nimmt an Konferenz zu Straße von Hormus teil
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij nimmt an der Konferenz von Staats- und Regierungschefs zur Sicherheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus teil. Die Beratungen werden von Frankreich und Großbritannien geleitet, der deustche Bundeskanzler Friedrich Merz nimmt ebenfalls teil. Selenskij warnt in einer Ansprache erneut davor, dass der Krieg der USA und Israels gegen den Iran die Lieferung von Luftabwehrwaffen an die Ukraine gefährdet.
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Irans Außenminister: Straße von Hormus "völlig geöffnet"
Der iranische Außenminister erklärte am Freitag, dass die Durchfahrt für alle Handelsschiffe durch die Straße von Hormus für die verbleibende Dauer des Waffenstillstands vollständig geöffnet sei, im Einklang mit dem Waffenstillstand im Libanon.
Die Durchfahrt von Schiffen durch die Meerenge werde über die bereits von der iranischen Hafen- und Seeschifffahrtsorganisation angekündigte koordinierte Route erfolgen, fügte Abbas Araqchi in einem Beitrag auf X hinzu.
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Libanon Präsident Aoun: Verhandlungen "entscheidend und richtungsweisend"
Der libanesische Präsident Joseph Aoun bezeichnete direkte Verhandlungen mit Israel als „entscheidend und richtungsweisend“ und betonte laut einer auf X veröffentlichten Erklärung des libanesischen Präsidentenamts die Notwendigkeit einer „einheitlichen nationalen Verantwortung“ in den kommenden Tagen. „Der Waffenstillstand ist das Tor zur Weiterentwicklung der Verhandlungen“, schreibt Aoun, „und er ist eine Option, die sowohl lokal als auch international Unterstützung genießt.“
Aoun hob die „zentrale Rolle“ der libanesischen Armee nach einem Rückzug der israelischen Streitkräfte hervor und versicherte den Bewohnern des Südens nach ihrer Rückkehr in ihre Dörfer und Städte, dass es „keine bewaffneten Kräfte außer der Armee und den legitimen Sicherheitskräften“ gebe. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte, dass das israelische Militär während des Waffenstillstands seine Positionen im Südlibanon nicht räumen werde.
US-Präsident Donald Trump sagte gestern, dass ein Treffen im Weißen Haus zwischen Israel und dem Libanon innerhalb von zwei Wochen stattfinden könnte.
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Waffenruhe: Vertriebene Menschen kehren in den Südlibanon zurück
Während die zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon zu halten scheint, kehren unzählige Vertriebene in ihre Heimatdörfer im Südlibanon zurück. Viele Häuser im Süden und in den Vororten Beiruts sind zerstört, auf den Straßen und übrigen Brücken entstehen lange Staus.
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Waffenruhe zwischen Israel und Libanon: Führt sie zu Frieden?
Krieg führte zu mehr als 2.000 Toten im Libanon, mehr als einer Million Binnenvertriebenen und schweren Verwüstungen in dem Land. Kann die Waffenruhe zu Frieden führen? Die wichtigsten Fragen und Antworten:
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Warnung vor Flugausfällen
Wegen Kerosinmangels infolge des Iran-Kriegs könnten in Europa ab Ende Mai Flüge ausfallen. Dies sagte Willie Walsh, Generaldirektor des Luftfahrtverbandes IATA, am Freitag. Neben der Sicherung alternativer Lieferwege sei es wichtig, dass die Behörden gut kommunizierte und koordinierte Pläne für den Fall einer Rationierung hätten. Dies schließe auch Ausnahmeregelungen für Start- und Landerechte ein.
Europäische Fluggesellschaften hatten bereits vor Kerosinengpässen innerhalb der kommenden Wochen gewarnt. Durch den Iran-Krieg ist die für den Transport von Öl wichtige Straße von Hormuz blockiert. Europa ist besonders anfällig, da es bei Kerosin stärker auf Importe angewiesen ist als bei jedem anderen Kraftstoff. Etwa 75 Prozent der Lieferungen stammen aus dem Nahen Osten. Der Internationalen Energieagentur (IEA) zufolge lag die weltweite Nachfrage nach Kerosin im Jahr 2025 bei durchschnittlich 7,8 Millionen Barrel pro Tag. Die Golfregion ist dabei mit fast 400.000 Barrel pro Tag der größte Lieferant für den Weltmarkt.
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Mehr als 38.000 Frauen im Gazastreifen getötet
Bei den israelischen Angriffen im Gazastreifen sind nach einer Analyse der UN-Organisation für Frauen (UN Women) seit Oktober 2023 und bis Ende 2025 mehr als 38.000 Frauen und Mädchen umgekommen. Damit sind gut die Hälfte aller Opfer Frauen und Mädchen gewesen. Die palästinensischen Gesundheitsbehörden geben die geschätzte Gesamtzahl der Todesopfer bis Ende 2025 mit gut 71.000 an.
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USA-Iran-Gespräche zielen auf vorläufige Vereinbarung ab
Die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA zielen pakistanischen Vermittlerkreisen zufolge zunächst auf eine vorläufige Vereinbarung. Erst werde eine Absichtserklärung unterzeichnet, sagte ein pakistanischer Insider, der an den Vermittlungen beteiligt ist. Im Anschluss solle binnen 60 Tagen ein umfassendes Abkommen ausgehandelt werden. Beide Seiten seien sich grundsätzlich einig, technische Details würden später geklärt.
Die Delegationen beider Seiten könnten sich möglicherweise schon dieses Wochenende wieder treffen.
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Hisbollah behält "Finger am Abzug"
Die Kämpfer der vom Iran unterstützten Hisbollah im Libanon werden nach eigenen Angaben "ihre Hände am Abzug" behalten. In einer Stellungnahme der Schiitenorganisation hieß es, man bleibe wachsam gegenüber "dem Verrat und der Heimtücke des Feindes." Seit Beginn des Krieges habe die Miliz der Organisation durchschnittlich 49 Operationen pro Tag durchgeführt. Mehr als 2.000 Militäroperationen seien veröffentlicht worden, hieß es weiter. Dabei handele es sich um Konfrontationen mit israelischen Truppen im Südlibanon sowie um Angriffe auf deren Stellungen und Militärstützpunkten in Israel. Ihre Operationen hätten auch auf israelische Orte und auf Städte wie Tel Aviv abgezielt.
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Trump nennt Iran-Krieg "kleinen Umweg"
Die USA mussten den Iran angreifen, so Präsident Trump. Sonst hätten "schlimme Dinge" passieren können.
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Friedensgespräche: Vorbereitungen in Pakistan laufen
Pakistan bereitet sich auf weitere Verhandlungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten in der Hauptstadt Islamabad vor. Registrierungen für Medienvertreter haben begonnen und es wurde zusätzliches Sicherheitspersonal in die Stadt verlegt. Aus pakistanischen Sicherheitskreisen erfuhr die Deutsche Presse-Agentur, dass Pakistans Armeechef, Feldmarschall Asim Munir, seinen Aufenthalt in Teheran verlängert habe.
Munir war am Mittwoch in der iranischen Hauptstadt eingetroffen. Er wird als wichtiger Vermittler zwischen den Kriegsparteien angesehen und sein Verhältnis zu US-Präsident Donald Trump gilt als gut. Trump hatte zuletzt davon gesprochen, im Falle einer Einigung mit dem Iran selbst zur Vertragsunterzeichnung nach Islamabad zu reisen. Auch aus pakistanischen Sicherheitskreisen heißt es, eine neuerliche Verhandlungsrunde würde größer werden als die vergangene. Am letzten Wochenende hatten sich Vermittler der Kriegsparteien in Islamabad zu ersten Gesprächen getroffen. Ein Ergebnis wurde dabei allerdings nicht erzielt.
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Vertriebene im Libanon kehren nach Waffenruhe zurück
Nach Inkrafttreten einer Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah haben sich seit den frühen Morgenstunden des Freitag tausende Menschen im Libanon auf den Weg zurück in ihre Heimatorte gemacht. Auf den Straßen in Richtung Süden bildeten sich Augenzeugen zufolge lange Staus. Zahlreiche Fahrzeuge waren dicht bepackt und mit Matratzen und weiteren Habseligkeiten beladen. Einige schwenkten Hisbollah-Fahnen aus dem Fenster, anderen zeigten das Siegeszeichen mit den Händen.
"Ich bin so glücklich", sagte Mahmud, der sich auf den Weg in seine Heimatstadt Nabatiya gemacht hat. "Ich werde mein Zelt auf meinem zerstörten Haus aufstellen und wieder zu Hause wohnen." Eine andere Rückkehrerin sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Wir wissen, dass die Waffenruhe auf zehn Tage begrenzt ist, aber wir müssen zurückgehen und sehen, was von unseren Häusern übrig ist."
Im Südlibanon und in denen als Dahiya bekannten südlichen Vororten Beiruts herrscht nach Wochen des Kriegs großflächige Zerstörung. Viele Verbindungswege in Richtung Süden wurden während des Kriegs vom israelischen Militär angegriffen und zerstört. Die libanesische Armee kündigte am Morgen an, an der Wiedereröffnung einer wichtigen Brücke in Richtung Süden zu arbeiten.
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Iranische Fußballerinnen danken Australien
Zwei iranische Fußball-Nationalspielerinnen haben ein neues Leben im australischen Exil begonnen. Jetzt dankten sie der Regierung und allen Unterstützern in einer Mitteilung - und zeigten sich „überwältigt von der Herzlichkeit und Großzügigkeit“ insbesondere der iranischen Diaspora in Down Under, wie der australische Sender ABC berichtete. Fatemeh Pasandideh und Atefeh Ramezanisadeh erklärten, die Unterstützung habe ihnen Hoffnung auf eine Zukunft gegeben, „in der wir sicher leben und unseren Sport ausüben können“.
Die beiden gehörten zu einer Gruppe von insgesamt sieben Teammitgliedern, die während des Asien Cup in Australien Asyl bekommen hatten. Hintergrund war, dass die Mannschaft vor dem Auftaktspiel die Nationalhymne nicht mitgesungen hatte. Im Iran wurde das als Zeichen gegen die Führung in Teheran gewertet. Staatsmedien bezeichneten sie später als „Verräterinnen“. Fünf Teammitglieder hatten ihre Asylgesuche wieder zurückgezogen und sind aus Australien abgereist.
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Hoffnung auf Frieden drückt Ölpreis
Die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Nahost-Kriegs hat Öl zum Wochenschluss etwas billiger gemacht. Die Preise für das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI gaben am Freitag um jeweils gut 1,5 Prozent auf 97,94 Dollar beziehungsweise 93,32 Dollar je Fass nach. Israel und Libanon hatten einer zehntägigen Waffenruhe am Donnerstag zugestimmt. Damit könnte ein Haupthindernis für ein umfassenderes Friedensabkommen im Nahen Osten beseitigt werden. Laut US-Präsident Donald Trump könnten sich die Verhandlungsdelegationen der USA und des Iran möglicherweise schon dieses Wochenende wieder treffen. Experten warnen jedoch vor zu viel Optimismus: Es seien noch konkrete Belege nötig, dass der Kriegsstopp von Dauer sein werde, sagte Nick Twidale, Chefmarktstratege bei ATFX Global. „Für mich wäre ein solcher Beweis die vollständige Wiederöffnung der Straße von Hormus.“
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Trump: "Iran will ein Abkommen schließen"
Eine Einigung der USA mit dem Iran zur Beendigung des Krieges rückt nach den Worten von US-Präsident Donald Trump näher. "Der Iran will ein Abkommen schließen, und wir kommen sehr gut mit ihnen aus", sagte Trump vor Journalisten am Weißen Haus. Die Verhandlungsdelegationen könnten sich möglicherweise schon dieses Wochenende wieder treffen. Er sei sich nicht sicher, ob die Waffenruhe mit dem Iran verlängert werden müsse. Die Islamische Republik sei jetzt zu Zugeständnissen in Fragen bereit, die sie vorher noch abgelehnt habe. Der Iran habe angeboten, für über 20 Jahre auf Atomwaffen zu verzichten. Wenn es zu einer Einigung komme, werde der Ölpreis fallen und die Inflation schrumpfen, zeigte sich der Präsident zuversichtlich.
Eine positive Zwischenbilanz zog Trump auch nach der am Donnerstag vereinbarten Feuerpause im Libanon, wo Israel die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz bekämpft. In den kommenden ein bis zwei Wochen könnten der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und der libanesische Präsident Joseph Aoun zu einem Treffen ins Weiße Haus kommen. Er habe bei der Bekanntgabe der Feuerpause mit beiden Seiten gesprochen und arbeite an einem längerfristigen Abkommen. "Ich denke, wir werden ein Abkommen haben, bei dem es zu einem Treffen kommt, dem ersten seit 44 Jahren", sagte Trump.
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Libanon meldet Verstöße gegen die Waffenruhe
In der Nacht auf heute hat die Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon begonnen. Der Libanon wirft Israel bereits Verstöße vor. So soll die israelische Armee wiederholt mehrere Dörfer im Süden beschossen haben, teilte die libanesische Armee Freitagfrüh mit.
Kurz vor der Waffenruhe attackierte die Hisbollah wiederum Israel erneut mit zahlreichen Raketen. In mehreren Orten im Norden Israels heulten Donnerstagabend Warnsirenen. Nach Angaben des Nachrichtenportals ynet wurden rund zehn Geschosse auf die israelische Küstenstadt Nahariya abgefeuert. Die meisten davon seien von Israels Raketenabwehr abgefangen worden.
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Feuerpause in Kraft getreten
Die zehntägige Feuerpause zwischen Israel und dem Libanon hat zur Stunde (23.00 Uhr MESZ) begonnen. Sie soll für Verhandlungen zwischen beiden Staaten genutzt werden, um ein Friedensabkommen auszuhandeln. Abzuwarten bleibt ob die Erzfeinde Israel und die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz die Feuerpause einhalten. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat bereits die Hisbollah-Forderung nach einem Rückzug aus dem Südlibanonen zurückgewiesen. Dies fordert auch der Iran.
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USA verzögern wegen Iran-Krieg Waffenlieferungen an Europa
Die USA werden Insidern zufolge wegen des Krieges im Iran voraussichtlich einige bereits vereinbarte Waffenlieferungen an europäische Länder verzögern. US-Regierungsvertreter hätten ihre europäischen Kollegen darüber informiert, dass der Konflikt an den Waffenbeständen zehre, sagten drei mit dem Vorgang vertraute Personen am Donnerstag. Betroffen seien mehrere Staaten, darunter Länder im Baltikum und in Skandinavien.
Bei den Rüstungsgütern handle es sich um Käufe im Rahmen des US-Programms für ausländische Militärverkäufe (FMS), die noch nicht ausgeliefert worden seien. Das Weiße Haus, das US-Verteidigungsministerium und das Außenministerium in Washington nahmen zunächst nicht Stellung.
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Iran fordert vollständigen israelischen Abzug aus Südlibanon
Der Iran fordert einen vollständigen Abzug der israelischen Truppen aus dem Südlibanon. Das teilt das Außenministerium in Teheran laut iranischen Medienberichten mit.
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Teheran laut Trump zur Uran-Übergabe bereit
Laut US-Präsident Donald Trump sei Teheran außerdem bereit, seine Bestände von angereichertem Uran zu übergeben - eine der Bedingungen der USA für ein Abkommen mit dem Iran. "Sie haben zugestimmt, uns den Atomstaub zurückzugeben", sagte Trump, ohne nähere Angaben dazu zu machen. Trump verwendet das Wort Atomstaub für die Bestände von angereichertem Uran, die Washington zufolge für den Bau von Nuklearwaffen genutzt werden können.
Westliche Staaten werfen dem Iran seit Jahren vor, nach Atomwaffen zu streben. Teheran bestreitet dies und versichert, sein Atomprogramm lediglich zur zivilen Nutzung zu betreiben. Trump hatte den Krieg gegen den Iran unter anderem damit begründet, Teheran stehe kurz vor dem Bau von Atomwaffen und könne damit "bald" sogar die USA angreifen.
Nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ist der Iran das einzige Land ohne eigene Atomwaffen, das Uran auf 60 Prozent anreichert. Zur Herstellung von Atomsprengköpfen ist auf 90 Prozent angereichertes Uran nötig, zur Stromerzeugung mit Atomkraft ist eine Anreicherung auf 3,67 Prozent ausreichend.
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Libanons Regierung soll Hisbollah-Angriffe verhindern & Israel fordert Zerschlagung von Hisbollah
Nach dem vom US-Außenministerium veröffentlichten Abkommen zur Feuerpause zwischen Israel und dem Libanon soll die Regierung in Beirut Angriffe der Hisbollah-Miliz und anderer bewaffneter Gruppen auf Israel verhindern.
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bestätigt die von US-Präsident Donald Trump angekündigte zehntägige Waffenruhe mit dem Libanon. Eine zentrale Forderung Israels sei die Zerschlagung der Hisbollah-Miliz, bekräftigt Netanjahu. Israel stimme der Forderung der Hisbollah nach einem Rückzug aus dem Südlibanon an die Grenze zu Israel nicht zu. Vielmehr werde Israel eine weitreichende Sicherheitszone einrichten. Trump habe ihm zudem versichert, dass er entschlossen sei, die Blockade der Straße von Hormus fortzusetzen und die nuklearen Fähigkeiten des Iran zu zerstören
Israel behält sich der Vereinbarung zufolge das Recht auf Selbstverteidigung gegen geplante oder laufende Angriffe vor, verzichtet jedoch während der zehntägigen Feuerpause auf Offensiven. Beide Länder bekräftigen, dass sie sich nicht im Krieg befänden, und bitten die USA um die Vermittlung direkter Verhandlungen. Ziel sei es, alle verbleibenden Streitfragen wie die Festlegung der internationalen Landesgrenze zu klären und ein umfassendes Abkommen für dauerhafte Sicherheit und Stabilität zu erreichen.
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Iran bietet laut Trump Verzicht auf Atomwaffen für 20 Jahre
Das nächste Treffen zwischen den USA und dem Iran findet US-Präsident Donald Trump zufolge möglicherweise am Wochenende statt. Er sei sich außerdem nicht sicher, ob die Waffenruhe verlängert werden müsse, sagte Trump. Zudem biete Teheran an, für mehr als 20 Jahre auf Atomwaffen zu verzichten. "Wir haben eine Erklärung, eine sehr starke Erklärung, dass sie über 20 Jahre hinaus keine Atomwaffen haben werden", erklärte Trump vor Journalisten vor dem Weißen Haus in Washington.
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Treffen zwischen Iran und USA möglicherweise am Wochenende
Das nächste Treffen zwischen den USA und dem Iran findet US-Präsident Donald Trump zufolge möglicherweise am Wochenende statt. Er sei sich außerdem nicht sicher, ob die Waffenruhe verlängert werden müsse, sagte Trump im Weißen Haus. Außerdem hält er es für "sehr wichtig", dass Papst Leo XIV. den Iran als weltweite Bedrohung begreift. "Der Papst kann sagen, was er will, und ich möchte, dass er sagt, was er will, aber ich kann anderer Meinung sein", erklärte Trump.
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Zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und Libanon vereinbart
Laut Trump stimmten beide Konfliktparteien einer Waffenruhe zu. Sie soll um 23:00 in Kraft treten.
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Israel und Libanon vereinbaren zehntägige Waffenruhe
Israel und der Libanon haben sich nach Angaben von US-Präsident Donald Trump auf eine zehntägige Feuerpause verständigt. Diese solle noch am Donnerstag beginnen, teilte Trump in seinem Online-Netzwerk Truth Social mit.
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Merz sagt Hilfe für Hormus-Sicherung unter Bedingungen zu
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hat vor einer Konferenz in Paris zur Absicherung der Straße von Hormus die Bereitschaft der Bundesregierung betont, bei der künftigen Absicherung der Schifffahrt in der Meerenge vor Irans Küste zu helfen. Er habe innerhalb der Regierung die Position abgestimmt, sagte Merz am Donnerstag in Berlin. Voraussetzung seien aber ein internationales Mandat - vorzugsweise der UNO, ein Beschluss der Bundesregierung sowie ein Bundestags-Mandat.
"Davon sind wir insgesamt noch weit entfernt", sagte der deutsche Kanzler. Bei dem Treffen europäischer Staaten in Paris am Freitag werde es auch um die Frage gehen, ob bei einer europäischen Mission nach einem Waffenstillstand zwischen den USA, Israel und Iran auch die US-Streitkräfte eingebunden sein müssten. "Das werden wir noch diskutieren und gegebenenfalls auch zur Entscheidung kommen."
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Europäische Forschungsakademien für rasche Energiewende
Angesichts der neuerlichen Verwerfungen auf den internationalen Energiemärkten infolge des Iran-Kriegs plädiert der europäische Akademienverbund EASAC für rasches Handeln in Sachen Energiewende. "Es scheint, dass Europa von einer Energiekrise zur nächsten taumelt", sagte Neven Duić, Professor an der Universität Zagreb und Co-Vorsitzender des EASAC-Energieprogramms, in einem Pressebriefing. Er kritisierte unter anderem Europas Import-Abhängigkeit bei fossilen Brennstoffen.
Die Problematik hinter der Import-Abhängigkeit habe sich zuerst mit dem russischen Angriff auf die Ukraine gezeigt. Damals sei die Gasversorgung als Waffe genutzt worden, um europäische Volkswirtschaften anzugreifen. "Wir waren nicht darauf vorbereitet, wir waren zu abhängig und die Preise verzehnfachten sich", sagte Duić. Heuer sei man in die nächste Energiekrise gestolpert, die ein Ergebnis des Krieges in der Golfregion und der Schließung der Straße von Hormuz sei. "Glücklicherweise sind wir nicht zu abhängig von Importen aus dem Golf", sagte Duić, doch der Anstieg der Öl- und Gaspreise auf den globalen Märkten führe auch zu höheren Preisen in Europa.
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IEA-Chef: EU hat nur mehr Kerosin für sechs Wochen
Der Chef der Internationalen Energieagentur, Fatih Birol, warnt vor einer gewaltigen Energiekrise: Europa verfüge noch über Kerosin für etwa sechs Wochen. Lieferengpässe aufgrund des Iran-Konflikts und der Blockade der Straße von Hormus könnten Flugausfälle zur Folge haben.
Mehr dazu hier:
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Neue Verhandlungsrunde Iran-USA? Entscheidung steht noch aus
Vermittler Pakistan bestätigt Spekulationen über schnelle weitere Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA bislang nicht. Das Land habe „offene Gesprächskanäle mit den betroffenen Parteien aufrechterhalten“, sagte ein Außenamtssprecher in Islamabad. Aus Diplomatenkreisen erfuhr die Deutsche Presse-Agentur, dass ein neuer Gesprächstermin zwischen den Kriegsparteien erst nach der Rückkehr des pakistanischen Premierministers Shehbaz Sharif am Samstag festgelegt werde.
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Papst Leo verurteilt Kriegstreiber als "Tyrannen"
Papst Leo übt bei einem Besuch in Kamerun scharfe Kritik an Staats- und Regierungschefs, die Milliarden für Kriege ausgeben. Die Welt werde „von einer Handvoll Tyrannen verwüstet“, sagt das Oberhaupt der katholischen Kirche. Zuvor hat US-Präsident Donald Trump den ersten US-Papst in den sozialen Medien erneut angegriffen.
Leo verurteilt zudem Anführer, die Kriege mit religiöser Sprache rechtfertigen, und fordert einen „entscheidenden Kurswechsel“. „Die Herren des Krieges tun so, als wüssten sie nicht, dass es nur einen Moment braucht, um zu zerstören, aber oft ein ganzes Leben nicht ausreicht, um wieder aufzubauen“, sagt der Pontifex. Sie verschlössen die Augen davor, dass Milliarden Dollar für Tötung und Verwüstung ausgegeben würden, während die Mittel für Heilung, Bildung und Wiederaufbau fehlten.
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Dax arbeitet sich nur mühsam nach oben - Iran-Sorgen bleiben
Trotz möglicher Fortschritte bei den Bemühungen um eine Beendigung des Iran-Krieges bleiben die Dax-Anleger vorsichtig. Der deutsche Leitindex notierte am Donnerstag mit 24.141 Punkten nur leicht im Plus, der EuroStoxx50 rückte um 0,4 Prozent vor. „Die Märkte befinden sich aktuell im 'Standby-Modus'“, resümierte Timo Emden von Emden Research. „Investoren warten ab, ob sich die Lage im Nahen Osten weiter beruhigt oder erneut eskaliert.“
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Kriege und Inflation setzen Handel unter Druck
Inflation, Kriege und Bürokratie setzen aus Sicht des Handelsverbandes (HV) den österreichischen Handel unter Druck. „Wir sind in veränderlichen Zeiten. Wir erleben strukturelle Wandel, massive Veränderungen beim Konsumenten und damit auch innerhalb einer geopolitischen Krise, die die andere jagt“, kommentierte HV-Geschäftsführer Rainer Will die Lage des Handels am Donnerstag. Er sprach sich gegen die geplanten Plastik- und Paketsteuern aus, die am Ende der Konsument zahle.
An den aktuellen Inflationszahlen sehe man, dass sich die Preise der Lebensmittel „sogar rückläufig entwickeln“, sagte Will bei der Präsentation der Studie „Der große Wandel. So shoppt Österreich 2026“ (gemeinsam mit RegioPlan Consulting). Mit 2,3 Prozent Steigerung liege die Lebensmittel-Teuerung im März deutlich unter der Inflation, die von der Statistik Austria mit 3,2 Prozent angegeben wurde. Generell sehe man, dass die großen Treiber Tanken, Heizen und Dienstleistungskosten seien.
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China pocht auf freie Schifffahrt in der Straße von Hormus
China dringt auf eine Wiederherstellung der freien Schifffahrt in der Straße von Hormus. In einem Telefonat mit dem iranischen Außenminister Abbas Araqchi sagte Außenminister Wang Yi laut chinesischer Mitteilung, Irans "Souveränität, Sicherheit und legitime Rechte und Interessen" als Küstenstaat der Meerenge müssten respektiert und geschützt werden.
Zugleich müsse aber auch die "Freiheit und Sicherheit der internationalen Schifffahrt" garantiert werden. Bemühungen um eine Wiederherstellung der normalen Passage durch die Straße von Hormuz seien "der einhellige Ruf der internationalen Gemeinschaft".
Für China ist die Meerenge von großer Bedeutung, weil ein erheblicher Teil seiner Energieimporte aus dem Nahen Osten kommt. Zudem war China zuletzt der wichtigste Abnehmer des verschifften iranischen Öls.
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Fifa-Präsident: Iran kommt "auf jeden Fall" zur WM
FIFA-Präsident Gianni Infantino hat bekräftigt, dass der Iran trotz des Kriegs mit den USA "auf jeden Fall" an der Fußball-Weltmeisterschaft teilnehmen wird. "Die iranische Mannschaft kommt ganz sicher", sagte Infantino auf dem "Invest in America Forum" des Fernsehsenders CNBC. Er betonte, wie wichtig die Teilnahme des Landes sei. "Sie vertreten ihr Volk, sind qualifiziert, wollen spielen", sagte Infantino, der Irans Team vor zwei Wochen in Antalya getroffen hatte.
Auch das iranische Team hatte sich zuletzt zuversichtlich gezeigt. "Es gibt derzeit keinen Grund, nicht teilzunehmen, und das werden wir so Gott will dann auch tun", hatte Teamchef Amir Ghalenoei gesagt. Auch Sportminister Ahmed Donjamali hatte sich optimistisch geäußert, solange die zwischen den Kriegsparteien vereinbarte Waffenruhe halte. "Je normaler die Lage, desto wahrscheinlicher die Teilnahme", sagte er. "Wir hoffen natürlich, dass sich die Lage bis dahin beruhigt hat", sagte Infantino nun in Washington.
Die Entscheidung über eine Teilnahme Irans an der WM solle vom Nationalen Sicherheitsrat des Landes in Abstimmung mit der Regierung getroffen werden, hieß es zuletzt. Dieser Rat ist das höchste Entscheidungsgremium und steht unter der Aufsicht des Obersten Führers Modschtaba Chamenei sowie der Leitung von Präsident Massud Peseschkian. Sportminister Donjamali hatte zudem die Bedingung gestellt, dass die Sicherheit von Spielern und Trainerstab von den USA gewährleistet werde.
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USA-Iran-Gespräch: Noch ein Datum
Pakistan zufolge gibt es noch kein Datum für die Fortsetzung der Gespräche zwischen den USA und dem Iran. Es gebe auch noch keine Informationen zum Ort der Verhandlungen, teilt das pakistanische Außenministerium mit. Es würden aber alle Kommunikationskanäle zwischen Washington und Teheran offen gehalten.
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Iran soll Öffnung der Straße von Hormus überlegen
Der Iran zieht in den Verhandlungen mit den USA Insidern zufolge eine teilweise Öffnung der Straße von Hormus in Erwägung. Damit rückt die Islamische Republik erstmals von Maximalforderungen ab. Bislang wollte die Regierung in Teheran Gebühren für die Durchfahrt durch die internationale Wasserstraße erheben und die Souveränität über die Meerenge beanspruchen. Um ein Wiederaufflammen des Krieges mit den USA abzuwenden, könnte der Iran Schiffen die freie Durchfahrt auf der omanischen Seite der Meerenge gestatten, sagte eine von der iranischen Regierung unterrichtete Person am Mittwoch. Voraussetzung sei jedoch, dass die US-Regierung auf die übrigen Forderungen Irans eingehe. Dazu gehören unter anderem die Freigabe eingefrorener Vermögen und ein Ende der Sanktionen. Unklar blieb, ob alle Schiffe - auch solche mit Verbindungen zu Israel - die Route passieren dürften. Ein westlicher Sicherheitsinsider bestätigte, dass der Vorschlag erörtert werde. Das US-Präsidialamt und das iranische Außenministerium nahmen zu dem Vorstoß zunächst nicht Stellung.
Seit Beginn des Krieges am 28. Februar sitzen Hunderte Tanker und andere Schiffe sowie 20.000 Seeleute im Golf fest. Die USA hatten am Montag zudem eine Blockade gegen Öltanker verhängt, die iranische Häfen verlassen.
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USA: Sprunghafter Anstieg von Rohölexporten
Die USA sind wegen des Iran-Kriegs in der vergangenen Woche erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg beinahe zum Netto-Exporteur von Rohöl geworden. Die Netto-Importe von Rohöl in die USA sanken auf 66.000 Barrel pro Tag, wie aus am Mittwoch veröffentlichten Regierungsdaten hervorgeht. Die Nachfrage aus Asien und Europa ist demnach stark gestiegen. Raffinerien dort suchen nach Alternativen für Lieferungen aus dem Nahen Osten, die wegen des Konflikts ausfallen. Die Rohölexporte aus den USA sind auf 5,2 Millionen Barrel pro Tag gestiegen, den höchsten Wert seit sieben Monaten.
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Gespräche zwischen Israel und dem Libanon
Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump wird es heute Gespräche zwischen Israel und dem Libanon geben. Am Mittwochabend sagte Trump, es sei lange her, dass die Staats- und Regierungschefs beider Länder miteinander gesprochen hätten, etwa 34 Jahre. "Das wird morgen geschehen." Man versuche, Israel und dem Libanon eine kleine Atempause zu verschaffen.
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US-Behörde prüft verdächtige Öl-Wetten vor Trumps Iran-Entscheidungen
Die US-Derivateaufsicht CFTC untersucht Insidern zufolge eine Reihe von Öl-Termingeschäften, die kurz vor wichtigen Kurswechseln in der Iran-Politik von US-Präsident Donald Trump getätigt wurden. Im Zentrum der Ermittlungen stünden Transaktionen auf den Plattformen der CME Group und der Intercontinental Exchange (ICE) vom 23. März und 7. April, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person am Mittwoch.
CFTC-Chef Michael Selig betonte in einem vorab veröffentlichten Redetext für eine Anhörung im Kongress am Donnerstag, die Behörde werde gegen Fehlverhalten vorgehen. "Ich möchte unmissverständlich klarstellen: Wer auf unseren Märkten betrügt, manipuliert oder Insiderhandel betreibt, den werden wir finden und mit der vollen Härte des Gesetzes bestrafen." Zu konkreten Ermittlungen äußerte er sich in dem Text jedoch nicht.
Die zeitlich gut abgepassten Geschäfte dürften Gewinne in Millionenhöhe abgeworfen haben. So platzierten Investoren in der vergangenen Woche wenige Stunden vor der Bekanntgabe einer Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran Wetten auf den Ölpreis im Volumen von rund 950 Millionen Dollar. Ähnlich auffällige Transaktionen gab es am 23. März.
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Nobelpreisträgerin Mohammadi in kritischem Gesundheitszustand
Die inhaftierte iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi befindet sich nach Angaben ihres Bruders in einem kritischen Gesundheitszustand. Hamid-Reza Mohammadi schrieb auf X, seine Schwester sei nach einem Herzinfarkt Ende März stark geschwächt und habe erheblich an Gewicht verloren. Die Familie sei sehr besorgt. Zudem soll die medizinische Versorgung im Gefängnis unzureichend sein, was Unterstützer bereits in der Vergangenheit beklagten.
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USA drohen Iran mit neuen Sanktionen
Angesichts der festgefahrenen Situation drohte die US-Regierung der Führung in Teheran mit weiteren Sanktionen. So könnten beispielsweise Strafmaßnahmen gegen Unternehmen und Länder verhängt werden, die weiterhin iranisches Öl kaufen oder iranische Vermögenswerte verwalten, sagte US-Finanzminister Scott Bessent. "Die Iraner sollten wissen, dass dies das finanzielle Äquivalent zu den Bombenangriffen ist."
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26 Millionen Menschen melden sich für Kriegsdienst
Trotz einer Waffenruhe melden sich nach Angaben des staatlichen Senders Irib immer mehr Iraner freiwillig für den Kriegsdienst. Demnach sollen sich mehr als 26 Millionen Menschen für die Kampagne "Leben opfern" registriert haben. Eine unabhängige Überprüfung dieser Angaben ist derzeit nicht möglich. Im Iran leben rund 90 Millionen Menschen.
Beobachter weisen darauf hin, dass die Führung in Teheran den im Land entstandenen Nationalismus seit Beginn des Konflikts mit den USA und Israel zunehmend für Propaganda nutzt. Laut Staatsfunk sollen die Freiwilligen zusätzlich zu den Truppen der Revolutionsgarden und der Armee eingesetzt werden. Zudem sind Menschenketten zum Schutz möglicher Angriffsziele geplant.
Zu den Registrierten sollen Irib zufolge auch Präsident Massoud Pezeshkian, die meisten seiner Minister sowie zahlreiche Amtsträger, Sportler und Künstler gehören. Auch der derzeit einflussreiche Parlamentspräsident Mohammad Baqer Qalibaf hat sich registrieren lassen.
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