Saudis drängen zu Krieg-Fortsetzung + Iran will laut Trump ein Abkommen
- Israel und die USA haben Ende Februar mit Militärschlägen gegen den Iran begonnen. Dabei wurden prominente Köpfe des Regimes getötet: etwa der Oberste Führer Ali Khamenei, Sicherheitschef Larijani, der iranische Geheimdienstminister Ismail Chatib und der Sprecher der Revolutionsgarden.
- Bis Dienstag sollte Iran die Straße von Hormus frei machen, drohte US-Präsident Trump, sonst würden die USA iranische Kraftwerke zerstören. Am Montag vertagte er das Ultimatum. Man sei in 15 Punkten einig geworden, so Trump. Der Iran dementierte. Warum Trump sein Ultimatum verlängert hat - das lesen Sie hier.
- Mit der Aussicht auf höhere Zinsen haben Edelmetalle wie Gold und Silber bei Anlegern plötzlich an Reiz verloren. Damit fand eine beispiellose Kursrallye ein abruptes Ende. Warum der Goldpreis ausgerechnet in der Krise schwächelt.
- Mit einer Reichweite von rund 4.000 Kilometern könnten auch europäische Städte wie Wien, Paris oder London von iranischen Raketen erreicht werden.
- Israel greift weiter Ziele im Libanon an und will im Süden die Kontrolle über das Gebiet bis zum Litani-Fluss übernehmen.
- Der saudische Prinz Muhammed bin Salman hat unterdessen Trump dazu gedrängt den Krieg fortzusetzen und sieht darin eine "historische Chance".
- Spritpreise in Österreich sind erneut gestiegen. Finanzminister Marterbauer befürchtet, dass die Energiekrise noch "viel, viel schlimmer" werden könnte. Die OeNB hat die wegen des Krieges die Wachstumsprognose gesenkt.
- OMV-Chef Stern sieht mit dem Iran-Krieg eine "echte Unterbrechung" der Lieferketten.
- Anatomie einer Entscheidung: Wieso sich Trump für den Krieg im Iran entschied.
- Wie der Iran-Krieg Chinas Pläne durchkreuzt.
- Warum der Iran-Krieg zum großen Problem für die Ukraine wird.
- Werden die Kurden wieder zum Kanonenfutter der USA?
- 7 Tage Iran-Krieg: Eine Aufarbeitung
- Pulverfass Nahost: Das Erbe der Kolonialmächte und der Kampf ums Öl
- Die Geldquellen des Iran: Wie das Regime seinen Krieg finanziert
- USA greifen den Iran mit seinen eigenen Waffen an
- "Regime Change" im Iran? Die wahre Arbeit beginnt nach dem Umsturz
- Ölpreis-Sprung: Die wichtigsten Fragen und Antworten
- Iran-Krieg: Zwischen den Alliierten kracht es
- Kommt eine Flüchtlingswelle aus dem Iran auf uns zu?
- Die Straße von Hormus: Ein Minenfeld für die Weltwirtschaft
- Trump droht US-Sendern wegen "falscher Iran-Berichte" mit Lizenz-Entzug
- Warum die Hormus-Sperre eine Eskalation des Krieges wahrscheinlicher macht
- Indien bis Japan: Der Iran-Krieg stürzt Asien in die Energiekrise
- Warum Israel die neue Bodenoffensive im Libanon begonnen hat
- Wasser als Waffe: Die Golfstaaten haben einen verwundbaren Punkt
- Uran im Iran: US-Spezialeinheiten stehen vor höchst gefährlicher Mission
- Hormus-Ultimatum: Trumps Spiel mit dem Feuer.
- Energieagentur warnt vor schwerster Energiekrise seit Jahrzehnten.
- Doch kein sicherer Hafen: Warum der Goldpreis ausgerechnet in der Krise schwächelt
- Mohammad Bagher Ghalibaf: Die neue Schlüsselfigur im Iran
Das Wichtigste in Kürze: Der aktuelle Lagebericht von Tag 25 im Iran-Krieg.
Iran-Krieg
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USA legen laut Medien Teheran 15 Punkte-Plan vor
Die USA haben Medienberichten zufolge dem Iran einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges geschickt. Dies meldeten die US-Zeitung New York Times unter Berufung auf zwei Insider und der israelische Sender Channel 12 mit Verweis auf drei namentlich nicht genannte Personen. Laut Channel 12 wird darin etwa verlangt, die Atomanlagen Natanz, Isfahan und Fordow außer Betrieb zu setzen. Außerdem müsse in der Straße von Hormuz ein freier Schiffsverkehr gewährleistet werden.
Auf iranischem Boden dürfe zudem kein Uran angereichert werden. Die USA schlagen demnach eine Feuerpause von einem Monat vor, um den Plan zu besprechen. Stellungnahmen der beiden Staaten lagen zunächst nicht vor.
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Ölpreis fällt unter 100 Dollar
Die Ölpreise sind nach erneuten Ankündigungen von Verhandlungen mit dem Iran durch US-Präsident Donald Trump wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 100 Dollar gefallen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im Mai lag nach den Trump-Äußerungen leicht darunter und gab damit innerhalb weniger Minuten um knapp vier Prozent nach.
Trump hatte zuvor auf Fragen von Journalisten gesagt, die Iraner seien zu Verhandlungen bereit: "Wir sprechen tatsächlich mit den richtigen Leuten, und die wollen unbedingt einen Deal abschließen." Zuvor hatte der Iran diese Bereitschaft bestritten, nach den neuerlichen Trump-Aussagen gab es zunächst keinen offiziellen Kommentar aus Teheran.
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Macron drängt Teheran zu Verhandlungen und zur Deeskalation
Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat mit dem iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkian gesprochen und zu einer Verhandlungslösung im Krieg mit den USA und Israel aufgefordert. Er habe Teheran aufgefordert, "sich in gutem Glauben an Verhandlungen zu beteiligen, um einen Weg zur Deeskalation zu ebnen", schrieb Macron auf X. Es ist bereits das dritte Mal, dass er seit Kriegsbeginn Kontakt zu Pezeshkian sucht, um auf Deeskalation und einen diplomatischen Ausweg zu drängen.
Verhandlungen sollten einen Rahmen schaffen, "der es ermöglicht, den Erwartungen der internationalen Gemeinschaft hinsichtlich des iranischen Nuklear- und Raketenprogramms sowie seiner Aktivitäten zur Destabilisierung der Region gerecht zu werden". "Ich habe erneut darauf hingewiesen, dass es unbedingt notwendig ist, die inakzeptablen Angriffe auf die Länder der Region zu beenden, die Energie- und zivile Infrastruktur zu schützen und die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormuz wiederherzustellen", sagte Macron.
Außerdem forderte er den Iran auf, so schnell wie möglich die Rückkehr zweier über längere Zeit vom Iran inhaftierter Franzosen zu ermöglichen, die seit Monaten in der französischen Botschaft in Teheran festsitzen.
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Tote nach Israel-Angriffen im Libanon
Bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon sind der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur NNA zufolge mindestens neun Menschen getötet worden. Vier Menschen seien bei einem Angriff auf das Dorf Adlun getötet worden, berichtete NNA am Mittwoch unter Berufung auf das libanesische Gesundheitsministerium. Weitere zwei Menschen seien bei einem Angriff auf eine Wohnung im Flüchtlingslager Mieh Mieh getötet worden, bei dem vier weitere Menschen verletzt worden seien.
NNA berichtete zudem über einen israelischen Angriff auf das Dorf Habbush im Südlibanon. Dabei seien mindestens drei Menschen getötet und 18 weitere verletzt worden.
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Iran lockert Regeln für Straße von Hormuz
Der Iran lockert seine Regeln für die Durchfahrt durch die Straße von Hormuz. Laut der iranischen UN‐Vertretung dürfen Schiffe, die nicht als feindlich gelten und keine militärischen Aktionen gegen den Iran unterstützen, den Seeweg nutzen – sofern sie sich an alle iranischen Sicherheitsvorschriften halten und die Passage mit den zuständigen Behörden abstimmen.
Die für den internationalen Energiehandel zentrale Wasserstraße ist für weite Teile der Schifffahrt faktisch blockiert. Irans Kontrolle sowie Warnungen vor Minen, Drohnenangriffen und der Entzug von Kriegsrisikoversicherungen machen die Passage für westliche Reedereien nahezu unmöglich. Hunderte Tanker, Containerschiffe und Frachter liegen in der Region fest.
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Trump: Iraner wollen unbedingt ein Abkommen
Im Krieg mit den USA und Israel dringt der Iran nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump auf ein Abkommen. "Wir sprechen tatsächlich mit den richtigen Leuten, und die wollen unbedingt einen Deal abschließen", sagte Trump in Washington. In die Verhandlungen seien auf US-Seite Außenminister Marco Rubio und Vizepräsident JD Vance involviert, sagte Trump. "Und die andere Seite, das kann ich Ihnen sagen, die würde gerne einen Deal machen."
Trump hatte zuvor angedrohte Angriffe auf Irans Kraftwerke verschoben und dies mit "sehr guten und produktiven" Gesprächen über eine Beilegung der Feindseligkeiten begründet. Die iranische Seite hatte dagegen Verhandlungen dementiert.
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Trumps Umfragewerte auf niedrigstem Wert seit Rückkehr ins Weiße Haus
Die Zustimmungswerte für US-Präsident Donald Trump sind auf den niedrigsten Stand seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus gefallen. In einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage äußerten sich 36 Prozent der befragten Bürgerinnen und Bürger in den USA zufrieden mit Trumps Amtsführung. In der Vorwoche waren es noch 40 Prozent gewesen. Als Gründe für den Rückgang gelten gestiegene Treibstoffpreise und eine Ablehnung des von den USA und Israel begonnenen Kriegs gegen den Iran.
Die Enquete wurde vom Institut IPSOS für die Nachrichtenagentur Reuters durchgeführt. Besonders unzufrieden zeigten sich die Befragten mit Trumps Umgang mit den Lebenshaltungskosten, einem zentralen Thema seines Wahlkampfes im Jahr 2024. Nur 25 Prozent stellten ihm hier ein gutes Zeugnis aus. Der Krieg gegen den Iran, der mit koordinierten Angriffen der USA und Israels am 28. Februar begann, stößt ebenfalls auf wachsende Ablehnung. 61 Prozent der Befragten missbilligten die Angriffe (Vorwoche 59 Prozent), während 35 Prozent (37 Prozent) sie befürworteten. Trump war mit dem Versprechen angetreten, "dumme Kriege" zu vermeiden.
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Türkische Kritik an griechischer Verteidigungskooperation mit Israel
Kritisch beäugen türkische Medien ein Verteidigungsabkommen, das die griechische Regierung unter Premier Kyriakos Mitsotakis mit Israel unterzeichnet hat. Athen bereite sich auf eine mögliche Konfrontation mit der Türkei vor und orientiere sich dabei am israelischen Verteidigungsmodell, hieß es. Athen wolle die regionale Krise im Zuge des Iran-Kriegs nutzen, um seine militärische Position im östlichen Mittelmeer weiter zu stärken, so die Vermutung.
Besonders hervorgehoben wurde die Stationierung von Patriot-Raketen auf der Insel Κarpathos. Diese stelle eine "Provokation" dar. Der türkische Fernsehsender A Haber berichtete, Griechenland werde mehrere Millionen Dollar für israelische Luftabwehrsysteme ausgeben. Bis 2030 plane Griechenland den Aufbau einer mehrschichtigen Luftverteidigung mit dem Namen "Achilles-Schild". Dieses System soll große Teile des Landes abdecken und ältere Systeme ersetzen.
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Ein Toter bei iranischen Angriffen in Bahrain
Bei einem iranischen Angriff auf den Golfstaat Bahrain ist emiratischen Angaben zufolge ein Mensch getötet worden. Der marokkanische Staatsbürger habe als ziviler Auftragnehmer für die Streitkräfte der Vereinigten Arabischen Emirate gearbeitet und sei "während eines Routineeinsatzes im Königreich Bahrain infolge eines iranischen Raketenangriffs den Märtyrertod gestorben", erklärte das emiratische Verteidigungsministerium am Dienstag im Onlinedienst X. Fünf Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums seien zudem verletzt worden.
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Irland senkt Steuern auf Benzin und Diesel
Im Zuge der seit Beginn des Iran-Kriegs stark gestiegenen Spritpreise senkt die irische Regierung die Steuern auf Kraftstoffe. Die Verbrauchssteuern auf Benzin würden um 15 Cent pro Liter und die auf Diesel um 20 Cent pro Liter heruntergesetzt, erklärte der irische Regierungschef Micheál Martin am Dienstag. Gelten solle dies ab Mitternacht in der Nacht zum Mittwoch und bis Ende Mai.
Es wird erwartet, dass die Tankstellen ihre Preise an den Zapfsäulen senken, sobald die Lieferungen von Kraftstoff mit reduzierter Verbrauchssteuer eingetroffen sind. Die Steuersenkung ist Teil eines Maßnahmenpakets in Höhe von 250 Millionen Euro, das die "schlimmsten Auswirkungen der Preisschocks" durch den Konflikt im Nahen Osten auf Haushalte und Unternehmen abfedern soll, wie Martin weiter erklärte.
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Pakistan steht als Gastgeber für Gespräche bereit
Pakistan hat sich bereit erklärt, Gespräche zwischen den USA und dem Iran auszurichten. Premierminister Shehbaz Sharif teilte auf der Plattform X mit: "Vorbehaltlich der Zustimmung der USA und des Iran ist Pakistan bereit und fühlt sich geehrt, als Gastgeber für bedeutungsvolle und abschließende Gespräche zu dienen."
Von den USA und dem Iran gibt es derzeit widersprüchliche Angaben zu Bemühungen, die Lage zu deeskalieren: Während US-Präsident Donald Trump von "sehr guten und produktiven Gesprächen" sprach, dementiert der Iran, dass es solche überhaupt gegeben hat. Einem Medienbericht zufolge versuchen Ägypten, Pakistan und die Türkei, zwischen den USA und dem Iran zu vermitteln und ein Treffen in Islamabad zu ermöglichen.
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Verdächtige Ölmarkt-Transaktionen
Bevor Trump das Aussetzen von Angriffen auf Irans Energie-Infrastruktur ankündigte, wurden Öl-Futures im Wert von 580 Mio. Dollar gehandelt.
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Philippinen rufen Energienotstand aus
Auf den Philippinen ist angesichts der Auswirkungen des Iran-Krieges auf die Versorgungssicherheit des Landes ein "nationaler Energienotstand" ausgerufen worden. Der von Präsident Ferdinand Marcos am Dienstag unterzeichnete Erlass ermächtigt das Energieministerium unter anderem dazu, zur Sicherung von Verträgen zur Treibstofflieferung Vorauszahlungen zu leisten und außerdem gegen Hamsterkäufe oder Wucher vorzugehen.
Zudem soll das Verkehrsministerium Steuervergünstigungen für Kraftstoffe gewähren und Mautgebühren oder Luftverkehrsgebühren senken oder aussetzen dürfen.
Erforderlich werde die Ausrufung des Notstandes durch die "unmittelbare Gefahr für die Verfügbarkeit und Stabilität der Energieversorgung" des Landes, die aus dem "anhaltenden Konflikt im Nahen Osten" resultiere, hieß es im Erlass. Die Philippinen zählen zu den Ländern mit den höchsten Energiekosten in der Region. Zugleich ist das Land stark von importierten Kraftstoffen abhängig.
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Saudi-Prinz drängt Trump zu Krieg-Fortsetzung
Wie die New York Times berichtet drängt der saudische Prinz Mohammed bin Salman den US-Präsidenten Donald Trump dazu den Krieg fortzusetzen. Demnach seien die Militärschläge gegen den Iran eine "historische Chance" zur Neugestaltung der gesamten Region. Salman drängt zudem auf eine Zerstörung der "Hardliner" in der iranischen Regierung. Diese würden sonst weiterhin eine Bedrohung für das Königreich und die Golfstaaten darstellen.
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Katar: Vermitteln nicht zwischen USA und Iran
Katar vermittelt nach eigener Darstellung nicht zwischen den USA und dem Iran. Der Pressesprecher des katarischen Außenministeriums, Madschid al-Ansari, sagte dazu vor Journalisten: „Wir waren nicht in diese Gespräche involviert.“ Al-Ansari antwortete dabei auf Nachfragen zu Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der angedrohte Angriffe auf iranische Energieanlagen vorerst verschoben und von „produktiven Gesprächen“ mit Iran gesprochen hatte. „Unser Hauptanliegen und unser Fokus liegt derzeit darauf, unser Land zu schützen und diplomatische Schritte zu unternehmen, damit das passiert“, sagte Al-Ansari. Eine komplette Zerstörung Irans sei keine Option, sagte der Sprecher. „Wir in der Golfregion glauben an gemeinsames Nebeneinander. Wir glauben daran, auf den Iran zuzugehen.“
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Zehntausende zivile Einrichtungen im Iran beschädigt
Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen im Iran sind nach Angaben des Roten Halbmonds mehr als 82.000 zivile Einrichtungen beschädigt oder zerstört worden. Darunter seien etwa 62.000 Wohnungen sowie 281 medizinische Zentren, Krankenhäuser und Apotheken, sagte der Leiter der iranischen Rothalbmond-Gesellschaft, Pirhussein Koliwand, laut Deutscher Presse-Agentur am Dienstag.
Koliwand zufolge wurden insgesamt 498 Schulen beschädigt - bei direkten Angriffen oder bei Angriffen, die Zielen in der Nähe galten. Der Rote Halbmond ist nach seiner Darstellung auch Ziel von Angriffen geworden. Neben 17 Rettungswachen seien zwölf Rettungswagen direkt von Raketen getroffen worden. Er verwies auf einen Vorfall in der Stadt Lar. "Während sie Verletzte transportierten, ist vom Krankenwagen überhaupt nichts mehr übriggeblieben", sagte Koliwand in einem Video, das der Rote Halbmond auf Telegram veröffentlichte.
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Shakira verschiebt Konzerte in Doha und Abu Dhabi
Ein am 1. April in Doha geplantes Konzert der kolumbianischen Popmusikerin Shakira wird verschoben, wie die Tourismusstelle „Visit Qatar“ in den sozialen Medien mitteilt. Grund sei die „gegenwärtige Lage in der Region“. Auch das kurz darauf geplante „Offlimits Music Festival“ in Abu Dhabi wird verlegt, und zwar bis November, wie der Ticket-Plattform Platinumlist zu entnehmen ist. Shakira und die Jonas Brothers waren als Headliner vorgesehen.
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Hisbollah kündigt Widerstand gegen israelische Besetzung in Südlibanon an
Die Hisbollah kündigt Widerstand gegen die von Israel geplante Besetzung des südlichen Libanons an. Eine solche Besetzung würde eine „existenzielle Bedrohung“ für den Libanon als Staat darstellen, sagt der Hisbollah-Abgeordnete Hassan Fadlallah der Nachrichtenagentur Reuters. Die Hisbollah werde kämpfen, um dies zu verhindern. Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat erklärt, dass sein Land eine Pufferzone von der Grenze bis zum Fluss Litani plane.
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Energiekrise: Neue Strom- und Gasverträge werden schon teurer
Neu abgeschlossene Verträge haben sich laut einem Vergleichsportal seit Februar um mehrere Cent pro Kilowattstunde (kWh) verteuert.
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Libanon weist iranischen Botschafter aus
Libanon hat den iranischen Botschafter im Land zur Persona non grata erklärt. Mohammed Resa Scheibani sei aufgefordert worden, das Land bis kommenden Sonntag (29. März) zu verlassen, teilte das Außenministerium in Beirut mit. Gleichzeitig wurde der libanesische Botschafter im Iran, Ahmad Sweidan, für Beratungen in den Libanon berufen. Der libanesische Staat steht unter Druck, die Entwaffnung der vom Iran unterstützen Hisbollah im Land durchzusetzen. Im Zuge des Iran-Kriegs ist auch der Konflikt zwischen der Hisbollah und Israel wieder eskaliert. Lange Zeit agierte die Hisbollah im Land wie ein Staat im Staate. Israel wirft der libanesischen Regierung Versagen beim Prozess der Entwaffnung vor.
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Neuer Generalsekretär in Irans Sicherheitsrat
Nach der Tötung von Ali Larijani ist im Iran ein neuer Generalsekretär für den mächtigen Nationalen Sicherheitsrat ernannt worden. Mohammed Bagher Solghadr, ein Brigadegeneral im Ruhestand, wurde nach Zustimmung durch die Staatsführung und per Erlass durch den Präsidenten für das Amt ernannt, berichteten iranische Medien am Dienstag. Sie bezogen sich dabei auf einen X-Post von Mehdi Tabatabai, Vize-Kommunikationschef im Präsidialamt.
Über Solghadr ist wenig bekannt. Er wurde Mitte der 1950er-Jahre geboren und ist ein Veteran des Iran-Irak-Kriegs (1980-1988). Seine militärische Karriere absolvierte er bei den mächtigen Revolutionsgarden. Zuletzt war er ein führendes Mitglied des sogenannten Schlichtungsrats, eines einflussreichen Schiedsorgans im iranischen Machtapparat. Als Favorit für den Posten im Sicherheitsrat galt eigentlich Said Jalili, ein erzkonservativer Politiker. Er gehört zur Fraktion der Fundamentalisten, die auch Hardliner genannt werden. Israel hatte den bisherigen Generalsekretär Larijani vor einer Woche bei einem gezielten Luftangriff im Osten von Teheran getötet.
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Eurogruppen-Chef fordert Notfallpläne für Nahost-Krise
Angesichts der anhaltenden Krise im Nahen Osten ruft Eurogruppen-Präsident Kyriakos Pierrakakis die Mitgliedstaaten zu verstärkter Vorbereitung auch auf ein mögliches "schlechtes Szenario" auf. "Verschärft sich die Situation, muss Europa mit weiteren Initiativen reagieren", sagte er am Dienstag dem griechischen Nachrichtensender Skai.
Wegen der dynamischen Lage sei für Freitag eine außerordentliche Sitzung der Eurogruppe einberufen worden, erklärte der Vorsitzende. In einer solchen Situation müsse es neben einem Plan A auch einen Plan B geben.
Zunächst ergriffen die Länder nationale Maßnahmen. Dazu zähle etwa die sogenannte Ausweichklausel, die es Staaten erlaubt, in außergewöhnlichen Situationen von den Haushaltsregeln abzuweichen und zusätzliche Ausgaben zu tätigen - etwa zur Unterstützung der Ukraine nach der russischen Invasion. Am Freitag sollten zudem mögliche weitere Schritte auf europäischer Ebene erörtert werden.
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Iran-Krieg und hohe Preise: OeNB senkt Wachstumsprognose
Der Iran-Krieg und hohe Energierohstoffpreise dämpfen Wachstum und erhöhen die Inflationsprognose. Die Österreichische Nationalbank erwartet nur temporären Dämpfer.
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Israel will Teile von Südlibanon kontrollieren
Beim Vorgehen gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz will Israel laut Verteidigungsminister Israel Katz im Südlibanon die Kontrolle über das Gebiet bis zum Fluss Litani übernehmen. Nach der Sprengung von fünf Brücken über den Fluss werde das israelische Militär "die restlichen Brücken und die Sicherheitszone bis zum Litani kontrollieren", sagte Katz am Dienstag. Die Hunderttausenden aus dem Südlibanon Vertriebenen dürften zunächst nicht in das betroffene Gebiet zurückkehren.
Sie dürften erst zurückkehren, bis die Sicherheit für die Bewohner im Norden Israels "garantiert" sei, so Katz beim Besuch eines Militärstützpunkts in Israel. Der Fluss Litani spielt seit Jahren eine wichtige Rolle bei den israelischen Bemühungen, die Hisbollah zurückzudrängen. Die Regierung in Beirut hatte im vergangenen Jahr die Armee angewiesen, bis Ende 2025 die militärische Infrastruktur der Hisbollah südlich des Litani zu zerstören und die pro-iranische Miliz anschließend auch im Rest des Landes zu entwaffnen.
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Deutscher Präsident: Krieg "politisch verhängnisvoller Fehler"
Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Krieg der USA und Israels gegen den Iran scharf kritisiert. Er sei "völkerrechtswidrig" und auch "ein politisch verhängnisvoller Fehler", sagte Steinmeier am Dienstag in einer Rede im Auswärtigen Amt in Berlin. Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine sieht er mit der Politik von US-Präsident Donald Trump einen weiteren "Epochenbruch". "Ich spreche daher von einem 'doppelten Epochenbruch' in unserer Zeit."
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Iran nimmt Hunderte wegen Gefährdung der Sicherheit fest
Im Iran wurden staatlichen Medien zufolge 466 Menschen wegen Online-Aktivitäten zur "Untergrabung der nationalen Sicherheit" festgenommen. Die Polizei erklärte am Dienstag, die Festgenommenen stünden mit "feindlichen Netzwerken" in Verbindung, die auf eine interne Destabilisierung abzielten. Den Berichten zufolge handelt es sich um eine der größten "Sicherheitsaktionen" seit Beginn des Krieges mit Israel und den USA.
In den vergangenen Wochen waren bereits laut Berichten mehrere Hundert Menschen festgenommen worden, denen eine Kooperation mit dem Feind vorgeworfen wurde.
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Israel rechnet nicht mit Erfolg von Trumps Deal-Plänen
Israel rechnet Insidern zufolge nicht damit, dass der Iran auf US-Forderungen eingeht. US-Präsident Donald Trump sei zwar entschlossen, einen Deal mit dem Iran zu erzielen, sagten drei hochrangige israelische Vertreter am Dienstag. Der Iran werde sich darauf aber wohl nicht einlassen. Die US-Forderungen beträfen wahrscheinlich das Atom- und Raketenprogramm des Irans.
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Menschen in Südkorea sollen kürzer duschen
Der südkoreanische Präsident Lee Jae-myung ruft wegen der Risiken für die Öl- und Gasversorgung durch den Iran-Krieg zum Energiesparen auf. Die Bevölkerung wird gebeten, im Alltag mehrere Maßnahmen zu beherzigen - etwa kürzeres Duschen oder das Aufladen von Handys und E-Autos nur während des Tages. Das Wäschewaschen oder Staubsaugen soll auf das Wochenende gelegt werden.
Öffentliche Einrichtungen sollen Dienstwagen weniger nutzen. Einschränkungen für Privatfahrzeuge seien vorerst freiwillig, sagte Energieminister Kim Sung-whan am Dienstag. Dies könnte bei einer höheren Energiealarmstufe aber überdacht werden. Zudem werde die Regierung die 50 Unternehmen mit dem größten Ölverbrauch auffordern, ihren Verbrauch zu drosseln. Um die Abhängigkeit von Flüssigerdgas (LNG) zu verringern, will die Regierung in Seoul zudem bis Mai fünf Atomreaktoren wieder anfahren, Beschränkungen für Kohlekraftwerke lockern und den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben.
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Ölpreise legen erneut zu
Die Ölpreise ziehen nach widersprüchlichen Angaben über Gespräche zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Krieges am Persischen Golf erneut an. Ein Barrel Brent aus der Nordsee verteuert sich am Dienstag in der Spitze um 4,4 Prozent auf 104,35 Dollar. Der Preis für US-Leichtöl WTI steigt um bis zu 4,7 Prozent auf 92,29 Dollar. Nachdem am Vortag US-Präsident Donald Trump eine fünftägige Verschiebung der Angriffe auf iranische Kraftwerke angeordnet hatte, waren die Ölpreise um mehr als zehn Prozent gefallen.
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Von der Leyen fordert Ende der Kampfhandlungen
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat ein Ende der Kampfhandlungen in Nahost gefordert. "Es ist von größter Bedeutung, dass wir zu einer ausgehandelten Lösung kommen, die den Kampfhandlungen, die wir im Nahen Osten beobachten, ein Ende setzt", sagte von der Leyen während eines Besuchs in Canberra anlässlich der Unterzeichnung eines Handelsabkommens zwischen Australien und der EU. Sie verwies insbesondere auf die wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Krieges.
"Wir alle spüren die Folgewirkungen auf die Gas- und Ölpreise in unseren Unternehmen und unseren Gesellschaften", sagte die EU-Kommissionspräsidentin.
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Israel greift weiter Ziele im Libanon an
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut Ziele in südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Die Angriffe visierten laut Militär die Infrastruktur der Hisbollah-Miliz. Live-Aufnahmen von AFPTV zeigten Rauchwolken über den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt.
Zuvor hatte ein israelischer Angriff das vornehme und überwiegend von Christen bewohnte Gebiet Hazmieh nahe Beirut getroffen. Der israelischen Armee zufolge galt der Angriff einem "Terroristen" des Auslandsarmes der iranischen Revolutionsgarden. Dabei wurde nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens ein Mensch getötet.
Bei einem Einsatz zur Ortung von Waffen im Südlibanon nahm die israelische Armee nach eigenen Angaben außerdem mehrere Hisbollah-Mitglieder fest. Die israelischen Truppen hätten "mehrere bewaffnete Terroristen" der Miliz identifiziert. Sie seien von den israelischen Streitkräften festgenommen und "zur weiteren Vernehmung auf israelisches Gebiet gebracht" worden, erklärte die Armee. Die Armee teilte mit, zwei Hisbollah-Mitglieder seien gefangen genommen worden.
Im Zuge des Iran-Krieges ist der militärische Konflikt zwischen der Hisbollah und Israel wieder eskaliert. Die Hisbollah feuert immer wieder Raketen und Drohnen auf israelisches Staatsgebiet. Israel beschießt immer wieder Hisbollah-Ziele im Libanon und rückte inzwischen auch mit Bodentruppen auf libanesisches Territorium im Grenzgebiet vor. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu kündigte am Montag eine Fortsetzung der Angriffe auf Ziele im Libanon an.
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Mehrere Kämpfer von pro-iranischem Netzwerk im Irak getötet
Bei einem Angriff im Westen des Irak sind der Kommandant sowie mehrere Kämpfer des pro-iranischen Netzwerks Hashd al-Shaabi nach Angaben der Gruppe getötet worden. Bei dem Angriff seien der Provinzkommandant der Provinz Anbar, Saad Dawai al-Baiji, sowie weitere Kämpfer getötet worden, teilte Hashd al-Shaabi am Dienstag mit, ohne weitere Details zu nennen. Aus Kreisen des Netzwerks erfuhr AFP, "bei einem US-Angriff" seien sieben Kämpfer getötet und 13 weitere verletzt worden.
Kreisen des Netzwerks zufolge visierte der Angriff ein Treffen von Kommandanten auf einem Stützpunkt in der Provinz Anbar an. Sicherheitskreisen zufolge wurden die Verletzten in einem Krankenhaus behandelt.
Seit Beginn des Iran-Kriegs sind Stellungen der Hashd al-Shaabi, ein vom Iran unterstütztes Netzwerk ehemaliger Paramilitärs, die jetzt der regulären irakischen Armee angehören, bereits mehrfach angegriffen worden. Der Irak, der lange Schauplatz eines Stellvertreterkriegs zwischen den USA und dem Iran gewesen war, hatte erklärt, nicht in den Krieg hineingezogen werden zu wollen.
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Iran feuert neue Salve von Raketen auf Israel
Die iranischen Streitkräfte haben dem Staatsfernsehen zufolge eine neue Salve von Raketen auf Israel abgefeuert. Die iranischen Raketen hätten "mehrere israelische Luftabwehrsysteme durchdrungen", erklärte der staatliche iranische Fernsehsender IRIB Dienstagfrüh.
In Tel Aviv hat es nach Angaben von Sanitätern am Dienstag in der Früh mehrere Einschläge gegeben. An vier Einschlagsorten seien sechs Menschen verletzt worden, berichtete der Rettungsdienst Magen David Adom. Nach Polizeiangaben handelte es sich um den Einschlag von Raketentrümmern.
Einwohner von Tel Aviv berichteten, sie hätten starke Explosionsgeräusche gehört. Vorher hatte es in der Mittelmeerstadt erneut Raketenalarm gegeben.
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London schickt Luftabwehrsysteme in mehrere Golfstaaten
Großbritannien entsendet Luftabwehrsysteme für Kurzstrecken-Raketen zum Schutz seiner Verbündeten in mehrere Golfstaaten. Die Systeme sollten "rasch" an Bahrain geliefert werden, sagte der britische Premierminister Keir Starmer am Montag in einem Parlamentsausschuss in London. Auch Kuwait und Saudi-Arabien würden beliefert.
Großbritannien hat den USA auch die Nutzung britischer Militärbasen für den Krieg gegen den Iran erlaubt. Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen den Iran-Krieg begonnen. Teheran reagiert seitdem mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion. Unter anderem beschoss die iranische Seite Ölanlagen in mehreren Ländern der Golfregion sowie Öltanker.
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Selenskij: Russland hilft Iran mit Geheimdienstinformationen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij wirft Russland vor, den Iran-Krieg durch die Weitergabe von Geheimdienstinformationen zu verlängern. Es gebe weitere Belege dafür, dass Russland der iranischen Führung weiterhin mit Geheimdienstinformationen helfe, sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft unter Berufung auf den ukrainischen Militärgeheimdienst HUR. Details nannte er nicht.
Auch der Geheimdienst SBU erstattete Selenskij demnach Bericht. Der russische Krieg dürfe nicht von der geopolitischen Lage und solchen Krisen-Ölpreisen profitieren, sagte der ukrainische Präsident. Er dankte den Soldaten für ihre "Treffsicherheit" bei Angriffen auf die russische Ölindustrie, die wichtig für Moskaus Kriegskasse ist. Selenskij sprach auch von guten Ergebnissen des SBU an der Front und beim Vorgehen gegen russische Spionagenetzwerke.
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Netanyahu kündigt nach Telefonat mit Trump weitere Angriffe an
Der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu hat eine Fortsetzung der Angriffe auf Ziele im Iran und im Libanon angekündigt. Er habe am Montag mit US-Präsident Donald Trump telefoniert, sagte Netanyahu in einer Videobotschaft. Trump sei der Ansicht, dass es eine Chance gebe, die "enormen Erfolge" der israelischen und US-Armee zu nutzen, "um die Kriegsziele in einem Abkommen zu verwirklichen". Ein solches Abkommen werde "unsere vitalen Interessen sichern".
"Gleichzeitig setzen wir unsere Angriffe sowohl im Iran als auch im Libanon fort", betonte Netanyahu. Israel werde seine Interessen "unter allen Umständen" verteidigen.
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Israelischer Finanzminister fordert Verlagerung von Grenze in Südlibanon
Der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich forderte eine Ausweitung des israelischen Territoriums auf große Bereiche des Südlibanon. Die neue israelische Grenze müsse der Fluss Litani sein, sagte der Politiker am Montag in einem Radiointerview. Smotrich, der einer kleinen rechtsextremen Partei angehört, erhebt oft Forderungen, die nicht der Regierungslinie von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu entsprechen. Eine Stellungnahme von Netanyahus Büro lag zunächst nicht vor.
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Warum verlängerte Trump das Iran-Ultimatum?
Der US-Präsident gab dem Iran 48 Stunden, dann würden die USA die Infrastruktur im Land angreifen. Nun gilt die Frist doch bis Freitag, angeblich wegen „guter Gespräche“ – doch fanden die überhaupt statt?
Eine Analyse von Außenpolitik-Redakteur Johannes Arends.
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Israels Militär beendet weitere Angriffswelle im Iran
Ungeachtet der von den USA verkündeten Gespräche mit dem Iran über eine mögliche Vereinbarung zum Ende des Kriegs hat Israels Luftwaffe laut Militärangaben wieder Stellungen der iranischen Führung ins Visier genommen. Eine weitere Angriffswelle auf Ziele in Irans Hauptstadt Teheran sei beendet worden, teilte die israelische Armee am Abend mit. Zuvor hatte sie am Nachmittag neue Angriffe dort gemeldet.
Ins Visier genommen habe das Militär dabei ein Hauptquartier der iranischen Revolutionsgarden, hieß es nun. Dieses soll sich den Angaben zufolge inmitten ziviler Infrastruktur befunden haben. Unter anderem sei präzise Munition eingesetzt worden, um Unbeteiligte zu schonen, teilte die Armee weiter mit. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
In dem Hauptquartier haben die iranischen Revolutionsgarden laut Israels Militär unter anderem Lagebeurteilungen ausgeführt. Zudem seien die Basij-Einheiten von dort aus befehligt worden. Die paramilitärische Basij-Miliz ist für ihr hartes Vorgehen gegen die Proteste im eigenen Land bekannt.
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Warum der Goldpreis ausgerechnet in der Krise schwächelt
Edelmetalle wie Gold sind im Gegensatz zu früheren Krisen nicht mehr gefragt. Anleger sollten sich auf eine längere Schwächephase bei Aktien einstellen.
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Trump: Sind uns mit Iran in 15 Punkten einig
Die USA und der Iran sind sich nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump bei rund 15 Punkten einer möglichen Vereinbarung einig geworden. "Sie werden nie Atomwaffen haben. Sie haben dem zugestimmt", sagte der Republikaner vor Reportern in Florida. Es gebe wesentliche Übereinstimmungen in den meisten Punkten. Iran wolle unbedingt einen Deal zur Beendigung des Kriegs machen und die USA auch, sagte Trump. Trump sagte , man verhandle mit einer Person, von der er nach eigenen Angaben glaubt, dass sie die Angesehenste sei. Es handele sich nicht um den obersten Führer Mojtaba Khamenei.
Zuvor hatte Trump auf seiner Plattform Truth Social geschrieben, dass er wegen „produktiver Gespräche“ mit dem Iran mögliche Angriffe auf dortige Kraftwerke verschiebe. Ursprünglich hatte er Teheran ein Ultimatum gesetzt, bis zur Nacht auf Dienstag (MEZ) die für den internationalen Schiffsverkehr wichtige Straße von Hormus zu öffnen - andernfalls wollte er Irans Kraftwerke zerstören lassen. Stattdessen will er nun weitere fünf Tage auf Attacken gegen Kraftwerke und Energieinfrastruktur verzichten.
Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf dementierte: Es habe keine Verhandlungen mit den USA gegeben. "Fake News" würden genutzt, um die Finanz- und Ölmärkte zu manipulieren und dem "Sumpf zu entkommen, in dem die USA und Israel feststecken". Beide Staaten hatten die Islamische Republik vor drei Wochen angegriffen.
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Investoren auf der Suche nach sicheren Häfen
Edelmetalle wie Gold sind im Gegensatz zu früheren Krisen nicht mehr gefragt. Anleger sollten sich auf eine längere Schwächephase bei Aktien einstellen.
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Keir Starmer "über Gespräche zwischen USA und Iran informiert"
Der britische Premierminister Keir Starmer ist eigenen Angaben zufolge über die Gespräche zwischen USA und Iran informiert. Die Priorität liege darauf, "eine Verhandlungslösung zu erzielen, die dem Iran strenge Auflagen auferlegt, insbesondere im Hinblick auf Atomwaffen", wie Starmer laut New York Times mitteilte.
Starmer äußerte demnach zwar die Hoffnung auf ein rasches Ende der Feindseligkeiten, fügte jedoch hinzu, dass er hinsichtlich der möglichen wirtschaftlichen Auswirkungen "davon ausgehen müsse, dass dies möglicherweise nicht der Fall sein wird".
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Emirate zweifeln an Nutzen internationaler Organisationen
Ein Spitzendiplomat der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) hat am Montag die Reaktion arabischer und islamischer Institutionen auf iranische Angriffe in Golfstaaten infrage gestellt. In einem Beitrag auf der Plattform X warf Anwar Gargasch die Frage auf, welche Rolle Organisationen wie die Arabische Liga und die Organisation für Islamische Zusammenarbeit angesichts der Bedrohung für den Golf spielten.
Bereits am Wochenende schrieb Gargasch auf X, die geopolitischen Auswirkungen der iranischen Angriffe gegen Golf-Staaten machten die Gefahr durch den Iran zum „zentralen Fokus für Sicherheit am Golf“. In Folge stärke sein Land eigene Fähigkeiten und seine Sicherheitspartnerschaft mit Washington, so der Berater von Präsident Mohammed bin Sajid. Die Vereinigten Arabischen Emirate sind im Krieg besonders von iranischen Angriffen betroffen. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur WAM fing die Luftabwehr des Landes bisher 352 ballistische Raketen, 15 Marschflugkörper und 1.789 Drohnen ab.
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Auch ATX zeigt sich erholt
Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Montagnachmittag nach einem sehr schwachen Start in die Woche erholt gezeigt. Der ATX stieg um 1,19 Prozent auf 5.257 Punkte. Der ATX Prime gewann 1,18 Prozent auf 2.612 Zähler. Die europäischen Börsen drehten nach der Verlängerung des Trump-Ultimatums gegenüber des Iran ab Mittag ebenfalls klar in die Gewinnzone.
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Erdgaspreis gab nach Trump-Aussagen wieder nach
Die Lage am europäischen Erdgasmarkt hat sich nach den jüngsten Aussagen von US-Präsident Donald Trump, fünf Tage lang keine Angriffe auf iranische Infrastruktur zu fliegen, ein Stück weit entspannt. Der Preis für europäisches Erdgas ist deutlich gesunken. An der Börse in Amsterdam fiel die Notierung für den richtungweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat zu Mittag um knapp sieben Prozent auf 55,12 Euro je Megawattstunde (MWh).
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Wien in Reichweite iranischer Raketen?
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu legt bereits nahe, dass Städte tief in Europa bald zum Ziel Teherans werden könnten. Liegen Wien, Paris und London nun in der Reichweite iranischer Raketen?
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