Iran feuert Raketen auf Israel + Trump verlängert Ultimatum an Iran

Israel setzt seine Angriffe auf den Libanon fort. Der Iran schickt Raketen in Richtung Israel. Alle aktuellen Entwicklungen im Iran-Krieg im Live-Bericht.
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Iran-Krieg

  • |Josef Siffert

    Ölpreise legen erneut zu

    Die Ölpreise ziehen nach widersprüchlichen Angaben über Gespräche zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Krieges am Persischen Golf erneut an. Ein Barrel Brent aus der Nordsee verteuert sich am Dienstag in der Spitze um 4,4 Prozent auf 104,35 Dollar. Der Preis für US-Leichtöl WTI steigt um bis zu 4,7 Prozent auf 92,29 Dollar. Nachdem am Vortag US-Präsident Donald Trump eine fünftägige Verschiebung der Angriffe auf iranische Kraftwerke angeordnet hatte, waren die Ölpreise um mehr als zehn Prozent gefallen. 

  • |Josef Siffert

    Von der Leyen fordert Ende der Kampfhandlungen

    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat ein Ende der Kampfhandlungen in Nahost gefordert. "Es ist von größter Bedeutung, dass wir zu einer ausgehandelten Lösung kommen, die den Kampfhandlungen, die wir im Nahen Osten beobachten, ein Ende setzt", sagte von der Leyen während eines Besuchs in Canberra anlässlich der Unterzeichnung eines Handelsabkommens zwischen Australien und der EU. Sie verwies insbesondere auf die wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Krieges.

    "Wir alle spüren die Folgewirkungen auf die Gas- und Ölpreise in unseren Unternehmen und unseren Gesellschaften", sagte die EU-Kommissionspräsidentin.

  • |Josef Siffert

    Israel greift weiter Ziele im Libanon an

    Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut Ziele in südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Die Angriffe visierten laut Militär die Infrastruktur der Hisbollah-Miliz. Live-Aufnahmen von AFPTV zeigten Rauchwolken über den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt.

    Zuvor hatte ein israelischer Angriff das vornehme und überwiegend von Christen bewohnte Gebiet Hazmieh nahe Beirut getroffen. Der israelischen Armee zufolge galt der Angriff einem "Terroristen" des Auslandsarmes der iranischen Revolutionsgarden. Dabei wurde nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens ein Mensch getötet.

    Bei einem Einsatz zur Ortung von Waffen im Südlibanon nahm die israelische Armee nach eigenen Angaben außerdem mehrere Hisbollah-Mitglieder fest. Die israelischen Truppen hätten "mehrere bewaffnete Terroristen" der Miliz identifiziert. Sie seien von den israelischen Streitkräften festgenommen und "zur weiteren Vernehmung auf israelisches Gebiet gebracht" worden, erklärte die Armee. Die Armee teilte mit, zwei Hisbollah-Mitglieder seien gefangen genommen worden.

    Im Zuge des Iran-Krieges ist der militärische Konflikt zwischen der Hisbollah und Israel wieder eskaliert. Die Hisbollah feuert immer wieder Raketen und Drohnen auf israelisches Staatsgebiet. Israel beschießt immer wieder Hisbollah-Ziele im Libanon und rückte inzwischen auch mit Bodentruppen auf libanesisches Territorium im Grenzgebiet vor. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu kündigte am Montag eine Fortsetzung der Angriffe auf Ziele im Libanon an.

  • |Josef Siffert

    Mehrere Kämpfer von pro-iranischem Netzwerk im Irak getötet

    Bei einem Angriff im Westen des Irak sind der Kommandant sowie mehrere Kämpfer des pro-iranischen Netzwerks Hashd al-Shaabi nach Angaben der Gruppe getötet worden. Bei dem Angriff seien der Provinzkommandant der Provinz Anbar, Saad Dawai al-Baiji, sowie weitere Kämpfer getötet worden, teilte Hashd al-Shaabi am Dienstag mit, ohne weitere Details zu nennen. Aus Kreisen des Netzwerks erfuhr AFP, "bei einem US-Angriff" seien sieben Kämpfer getötet und 13 weitere verletzt worden.

    Kreisen des Netzwerks zufolge visierte der Angriff ein Treffen von Kommandanten auf einem Stützpunkt in der Provinz Anbar an. Sicherheitskreisen zufolge wurden die Verletzten in einem Krankenhaus behandelt.

    Seit Beginn des Iran-Kriegs sind Stellungen der Hashd al-Shaabi, ein vom Iran unterstütztes Netzwerk ehemaliger Paramilitärs, die jetzt der regulären irakischen Armee angehören, bereits mehrfach angegriffen worden. Der Irak, der lange Schauplatz eines Stellvertreterkriegs zwischen den USA und dem Iran gewesen war, hatte erklärt, nicht in den Krieg hineingezogen werden zu wollen.

  • |Josef Siffert

    Iran feuert neue Salve von Raketen auf Israel

    Die iranischen Streitkräfte haben dem Staatsfernsehen zufolge eine neue Salve von Raketen auf Israel abgefeuert. Die iranischen Raketen hätten "mehrere israelische Luftabwehrsysteme durchdrungen", erklärte der staatliche iranische Fernsehsender IRIB Dienstagfrüh. 

    In Tel Aviv hat es nach Angaben von Sanitätern am Dienstag in der Früh mehrere Einschläge gegeben. An vier Einschlagsorten seien sechs Menschen verletzt worden, berichtete der Rettungsdienst Magen David Adom. Nach Polizeiangaben handelte es sich um den Einschlag von Raketentrümmern. 

    Einwohner von Tel Aviv berichteten, sie hätten starke Explosionsgeräusche gehört. Vorher hatte es in der Mittelmeerstadt erneut Raketenalarm gegeben.

  • |Patrick Resch

    London schickt Luftabwehrsysteme in mehrere Golfstaaten

    Großbritannien entsendet Luftabwehrsysteme für Kurzstrecken-Raketen zum Schutz seiner Verbündeten in mehrere Golfstaaten. Die Systeme sollten "rasch" an Bahrain geliefert werden, sagte der britische Premierminister Keir Starmer am Montag in einem Parlamentsausschuss in London. Auch Kuwait und Saudi-Arabien würden beliefert.

    Großbritannien hat den USA auch die Nutzung britischer Militärbasen für den Krieg gegen den Iran erlaubt. Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen den Iran-Krieg begonnen. Teheran reagiert seitdem mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion. Unter anderem beschoss die iranische Seite Ölanlagen in mehreren Ländern der Golfregion sowie Öltanker.

  • |Patrick Resch

    Selenskij: Russland hilft Iran mit Geheimdienstinformationen

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij wirft Russland vor, den Iran-Krieg durch die Weitergabe von Geheimdienstinformationen zu verlängern. Es gebe weitere Belege dafür, dass Russland der iranischen Führung weiterhin mit Geheimdienstinformationen helfe, sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft unter Berufung auf den ukrainischen Militärgeheimdienst HUR. Details nannte er nicht.

    Auch der Geheimdienst SBU erstattete Selenskij demnach Bericht. Der russische Krieg dürfe nicht von der geopolitischen Lage und solchen Krisen-Ölpreisen profitieren, sagte der ukrainische Präsident. Er dankte den Soldaten für ihre "Treffsicherheit" bei Angriffen auf die russische Ölindustrie, die wichtig für Moskaus Kriegskasse ist. Selenskij sprach auch von guten Ergebnissen des SBU an der Front und beim Vorgehen gegen russische Spionagenetzwerke.

  • |Patrick Resch

    Netanyahu kündigt nach Telefonat mit Trump weitere Angriffe an

    Der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu hat eine Fortsetzung der Angriffe auf Ziele im Iran und im Libanon angekündigt. Er habe am Montag mit US-Präsident Donald Trump telefoniert, sagte Netanyahu in einer Videobotschaft. Trump sei der Ansicht, dass es eine Chance gebe, die "enormen Erfolge" der israelischen und US-Armee zu nutzen, "um die Kriegsziele in einem Abkommen zu verwirklichen". Ein solches Abkommen werde "unsere vitalen Interessen sichern".

    "Gleichzeitig setzen wir unsere Angriffe sowohl im Iran als auch im Libanon fort", betonte Netanyahu. Israel werde seine Interessen "unter allen Umständen" verteidigen.

  • |Patrick Resch

    Israelischer Finanzminister fordert Verlagerung von Grenze in Südlibanon

    Der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich forderte eine Ausweitung des israelischen Territoriums auf große Bereiche des Südlibanon. Die neue israelische Grenze müsse der Fluss Litani sein, sagte der Politiker am Montag in einem Radiointerview. Smotrich, der einer kleinen rechtsextremen Partei angehört, erhebt oft Forderungen, die nicht der Regierungslinie von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu entsprechen. Eine Stellungnahme von Netanyahus Büro lag zunächst nicht vor.

  • |Patrick Resch

    Warum verlängerte Trump das Iran-Ultimatum?

    Der US-Präsident gab dem Iran 48 Stunden, dann würden die USA die Infrastruktur im Land angreifen. Nun gilt die Frist doch bis Freitag, angeblich wegen „guter Gespräche“ – doch fanden die überhaupt statt? 

    Eine Analyse von Außenpolitik-Redakteur Johannes Arends.

  • |Patrick Resch

    Israels Militär beendet weitere Angriffswelle im Iran

    Ungeachtet der von den USA verkündeten Gespräche mit dem Iran über eine mögliche Vereinbarung zum Ende des Kriegs hat Israels Luftwaffe laut Militärangaben wieder Stellungen der iranischen Führung ins Visier genommen. Eine weitere Angriffswelle auf Ziele in Irans Hauptstadt Teheran sei beendet worden, teilte die israelische Armee am Abend mit. Zuvor hatte sie am Nachmittag neue Angriffe dort gemeldet.

    Ins Visier genommen habe das Militär dabei ein Hauptquartier der iranischen Revolutionsgarden, hieß es nun. Dieses soll sich den Angaben zufolge inmitten ziviler Infrastruktur befunden haben. Unter anderem sei präzise Munition eingesetzt worden, um Unbeteiligte zu schonen, teilte die Armee weiter mit. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

    In dem Hauptquartier haben die iranischen Revolutionsgarden laut Israels Militär unter anderem Lagebeurteilungen ausgeführt. Zudem seien die Basij-Einheiten von dort aus befehligt worden. Die paramilitärische Basij-Miliz ist für ihr hartes Vorgehen gegen die Proteste im eigenen Land bekannt.

  • |Patrick Resch

    Warum der Goldpreis ausgerechnet in der Krise schwächelt

    Edelmetalle wie Gold sind im Gegensatz zu früheren Krisen nicht mehr gefragt. Anleger sollten sich auf eine längere Schwächephase bei Aktien einstellen.

  • |Daniela Wahl

    Trump: Sind uns mit Iran in 15 Punkten einig

    Die USA und der Iran sind sich nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump bei rund 15 Punkten einer möglichen Vereinbarung einig geworden. "Sie werden nie Atomwaffen haben. Sie haben dem zugestimmt", sagte der Republikaner vor Reportern in Florida. Es gebe wesentliche Übereinstimmungen in den meisten Punkten. Iran wolle unbedingt einen Deal zur Beendigung des Kriegs machen und die USA auch, sagte Trump. Trump sagte , man verhandle mit einer Person, von der er nach eigenen Angaben glaubt, dass sie die Angesehenste sei. Es handele sich nicht um den obersten Führer Mojtaba Khamenei. 

    Zuvor hatte Trump auf seiner Plattform Truth Social geschrieben, dass er wegen „produktiver Gespräche“ mit dem Iran mögliche Angriffe auf dortige Kraftwerke verschiebe. Ursprünglich hatte er Teheran ein Ultimatum gesetzt, bis zur Nacht auf Dienstag (MEZ) die für den internationalen Schiffsverkehr wichtige Straße von Hormus zu öffnen - andernfalls wollte er Irans Kraftwerke zerstören lassen. Stattdessen will er nun weitere fünf Tage auf Attacken gegen Kraftwerke und Energieinfrastruktur verzichten. 

    Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf dementierte: Es habe keine Verhandlungen mit den USA gegeben. "Fake News" würden genutzt, um die Finanz- und Ölmärkte zu manipulieren und dem "Sumpf zu entkommen, in dem die USA und Israel feststecken". Beide Staaten hatten die Islamische Republik vor drei Wochen angegriffen.

  • |Daniela Wahl

    Investoren auf der Suche nach sicheren Häfen

    Edelmetalle wie Gold sind im Gegensatz zu früheren Krisen nicht mehr gefragt. Anleger sollten sich auf eine längere Schwächephase bei Aktien einstellen.

  • |Daniela Wahl

    Keir Starmer "über Gespräche zwischen USA und Iran informiert"

    Der britische Premierminister Keir Starmer ist eigenen Angaben zufolge über die Gespräche zwischen USA und Iran informiert. Die Priorität liege darauf, "eine Verhandlungslösung zu erzielen, die dem Iran strenge Auflagen auferlegt, insbesondere im Hinblick auf Atomwaffen", wie Starmer laut New York Times mitteilte.

    Starmer äußerte demnach zwar die Hoffnung auf ein rasches Ende der Feindseligkeiten, fügte jedoch hinzu, dass er hinsichtlich der möglichen wirtschaftlichen Auswirkungen "davon ausgehen müsse, dass dies möglicherweise nicht der Fall sein wird".

  • |Daniela Wahl

    Emirate zweifeln an Nutzen internationaler Organisationen

    Ein Spitzendiplomat der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) hat am Montag die Reaktion arabischer und islamischer Institutionen auf iranische Angriffe in Golfstaaten infrage gestellt. In einem Beitrag auf der Plattform X warf Anwar Gargasch die Frage auf, welche Rolle Organisationen wie die Arabische Liga und die Organisation für Islamische Zusammenarbeit angesichts der Bedrohung für den Golf spielten. 

    Bereits am Wochenende schrieb Gargasch auf X, die geopolitischen Auswirkungen der iranischen Angriffe gegen Golf-Staaten machten die Gefahr durch den Iran zum „zentralen Fokus für Sicherheit am Golf“. In Folge stärke sein Land eigene Fähigkeiten und seine Sicherheitspartnerschaft mit Washington, so der Berater von Präsident Mohammed bin Sajid. Die Vereinigten Arabischen Emirate sind im Krieg besonders von iranischen Angriffen betroffen. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur WAM fing die Luftabwehr des Landes bisher 352 ballistische Raketen, 15 Marschflugkörper und 1.789 Drohnen ab. 

  • |Daniela Wahl

    Auch ATX zeigt sich erholt

    Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Montagnachmittag nach einem sehr schwachen Start in die Woche erholt gezeigt. Der ATX stieg um 1,19 Prozent auf 5.257 Punkte. Der ATX Prime gewann 1,18 Prozent auf 2.612 Zähler. Die europäischen Börsen drehten nach der Verlängerung des Trump-Ultimatums gegenüber des Iran ab Mittag ebenfalls klar in die Gewinnzone.

  • |Daniela Wahl

    Erdgaspreis gab nach Trump-Aussagen wieder nach

    Die Lage am europäischen Erdgasmarkt hat sich nach den jüngsten Aussagen von US-Präsident Donald Trump, fünf Tage lang keine Angriffe auf iranische Infrastruktur zu fliegen, ein Stück weit entspannt. Der Preis für europäisches Erdgas ist deutlich gesunken. An der Börse in Amsterdam fiel die Notierung für den richtungweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat zu Mittag um knapp sieben Prozent auf 55,12 Euro je Megawattstunde (MWh).

  • |Daniela Wahl

    Wien in Reichweite iranischer Raketen?

    Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu legt bereits nahe, dass Städte tief in Europa bald zum Ziel Teherans werden könnten. Liegen Wien, Paris und London nun in der Reichweite iranischer Raketen?

  • |Daniela Wahl

    Spekulation auf höhere Zinsen lässt Goldpreis einbrechen

    Mit der Aussicht auf höhere Zinsen haben Edelmetalle wie Gold und Silber bei Anlegern plötzlich an Reiz verloren. Damit fand eine beispiellose Kursrallye ein abruptes Ende. Hintergrund sind gestiegene Inflationserwartungen infolge des Iran-Kriegs, die zu höheren Zinsen bei Staatsanleihen führen. Innerhalb einer Woche hat Gold etwa 15 Prozent an Wert verloren. Laut der Finanzagentur Bloomberg ist dies der stärkste Einbruch innerhalb einer Woche seit mehr als 40 Jahren.

    Eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) Gold kostete am Montagmittag nur noch rund 4.370 Dollar (3.782 Euro). Gold ist damit im Iran-Krieg anders als in vielen anderen Kriegen und Krisen davor alles andere als der sogenannte sichere Hafen. Seit dem Start der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran büßte der Goldpreis mehr als 18 Prozent ein, nachdem er in den ersten Tagen des Kriegs noch bis auf fast 5.420 Dollar gestiegen war.

  • |Daniela Wahl

    Spritpreis-Debatte im Parlament: "FPÖ streut Menschen Sand in die Augen"

    Bei der Sondersitzung im Parlament wirbt die Regierung bei FPÖ und Grünen um Unterstützung für ihren Spritpreisdeckel.

    "Wir wollen nicht das Mullah-Regime unterstützen, ich glaube aber nicht, dass es mit militärischen Mitteln gestürzt werden kann“, sagt Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (Neos). „Der Krieg ufert aus, ohne klares Ziel oder Strategie.“ 

  • |Daniela Wahl

    Trumps Rückzieher befeuert Börsen und lässt Ölpreis sinken

    Die Kehrtwende von US-Präsident Donald Trump im eskalierenden Iran-Krieg hat zum Wochenstart die Aktienmärkte befeuert und die Ölpreise um bis zu 14 Prozent einbrechen lassen. Der Dax sprang um rund 1200 Punkte nach oben, nachdem Trump angekündigt hat, Angriffe auf den Iran auszusetzen. Trump erklärte, er habe das Verteidigungsministerium angewiesen, militärische Angriffe auf iranische Kraftwerke und die Energieinfrastruktur für fünf Tage auszusetzen. In den beiden vergangenen Tagen habe es gute und produktive Gespräche mit dem Iran gegeben, schrieb Trump am Montag in einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social. 

    Nach anfänglichen Verlusten von mehr als zwei Prozent legte der deutsche Leitindex um bis zu 3,6 Prozent auf 23.178 Punkte zu. Auch der EuroStoxx50 drehte ins Plus und gewann zeitweise mehr als drei Prozent. Der Preis für Rohöl der Sorte Brent brach in der Spitze mehr als 14 Prozent auf 96,00 Dollar je Barrel ein.

  • |Daniela Wahl

    Spritpreise in den USA steigen stärker als in allen vorherigen Golfkriegen

    An US-Tankstellen verteuern sich Kraftstoffe von Tag zu Tag, wie der Spiegel berichtet. Normalbenzin der Standardsorte Regular kostet an diesem Montag im Landesdurchschnitt knapp 3,96 Dollar je Gallone (3,79 Liter), wie aus einer Aufstellung des Automobilclubs AAA hervorgeht. Das ist rund ein Dollar mehr als vor Beginn von Donald Trumps Irankrieg. Für Diesel werden im Mittel sogar 5,28 Dollar je Gallone verlangt – 1,51 Dollar mehr als vor den ersten Militärschlägen der USA und Israels.
     
    Laut einer Recherche der Washington Post seien die US-Spritpreise schon jetzt deutlich stärker gestiegen als in allen anderen vorherigen Golfkriegen mit US-Beteiligung. Im Laufe des letzten Monats hätten sich Kraftstoffe im Landesdurchschnitt um mehr als 23 Prozent verteuert, berichtete die Zeitung am Sonntag. Das war der steilste Anstieg seit mindestens 1990. Weder im Kuwaitkrieg von 1991 noch im Irakkrieg von 2003 stiegen die Preise auch nur annähernd so abrupt.

  • |Daniela Wahl

    Russland warnt vor Ausweitung des Iran-Kriegs aufs Kaspische Meer

    Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat sich besorgt über eine mögliche Ausweitung des Iran-Kriegs auf die Region Kaspisches Meer geäußert. Sein iranischer Amtskollege Abbas Aragtschi habe dieser Besorgnis in einem Gespräch am Montag zugestimmt, teilte das Außenministerium in Moskau mit. Der Konflikt sei von den USA und Israel proviziert worden. Das Kaspische Meer grenzt im Norden an Russland und im Süden an den Iran. Auch die früheren Sowjetrepubliken Kasachstan, Aserbaidschan und Turkmenistan liegen am Kaspischen Meer. 

    Lawrow warnt zudem vor Angriffen auf die iranische Atom-Infrastruktur, darunter das Kraftwerk in Buschehr. Solche Angriffe stellten ein inakzeptables Risiko für die Sicherheit des russischen Personals dort dar und seien mit katastrophalen Folgen für die Umwelt verbunden.

  • |Daniela Wahl

    US-Flugzeugträger legt für Reparaturen auf Kreta an

    Der größte Flugzeugträger der US-Marine, die „USS Gerald R. Ford“, ist in die Souda-Bucht auf Kreta eingelaufen. Nach Angaben aus Militärkreisen wird das Schiff auf dem Marine- und Luftwaffenstützpunkt dort repariert. Während des Einsatzes im Roten Meer hatte es an Bord einen Brand gegeben. Nach Angaben der US-Marine brach das Feuer Anfang März in der Wäscherei aus. Es stand nicht im Zusammenhang mit Kampfhandlungen und konnte unter Kontrolle gebracht werden. 

    US-Medien berichteten außerdem von erheblichen Problemen in den Toiletten. Bereits am Vortag waren in der Bucht von Souda Versorgungs- und Reparaturschiffe gesichtet worden. Die Athener Zeitung Ta Nea berichtete, dass Ermittler der US-Marine parallel zu den Reparaturen untersuchen, wie der Brand ausbrach. Die Arbeiten sollen mindestens eine Woche dauern, berichten griechische Medien unter Berufung auf Kreise der griechischen Marine, die den Stützpunkt verwaltet.

  • |Daniela Wahl

    Trump vertagt Angriffe auf iranische Energieanlagen

    US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, das Pentagon anzuweisen, jegliche militärische Angriffe auf iranische Kraftwerke und die Energieinfrastruktur für fünf Tage auszusetzen. Die Aussetzung sei aber vom Erfolg laufender Treffen und Gespräche abhängig, teilte Trump am Montag mit. In den beiden vergangenen Tage habe es gute und produktive Gespräche mit dem Iran gegeben.

    Der Iran dementierte die Aussagen Trumps, wonach Verhandlungen zwischen Teheran und Washington liefen, umgehend. Es gebe keinerlei direkte Kontakte zu Trump, auch nicht über Vermittler, hieß es in Berichten der Nachrichtenagenturen FARS und Tasnim, die Irans mächtigen Revolutionswächtern nahestehen.

  • |Manuel Simbürger

    Israeli Opfer der eigenen Armee

    Ein Landwirt eines israelischen Kibbuz an der Nordgrenze des Landes ist durch versehentlichen Beschuss des israelischen Militärs getötet worden. Zu diesem Ergebnis kam eine vorläufige Untersuchung der Armee, nachdem zunächst von Raketenbeschuss der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Libanon ausgegangen worden war.

    "Das ist ein sehr schwerwiegender Vorfall", sagte Generalmajor Rafi Milo, der Kommandant der Truppen im Norden. Der Landwirt sei am Sonntag während eines Einsatzes zur Unterstützung israelischer Truppen im Südlibanon durch das Feuer der eigenen Streitkräfte getötet worden. Es sei zu mehreren schwerwiegenden Fehlern und Versäumnissen gekommen. Milo kündigte eine gründliche Untersuchung des Vorfalls an.

  • |Manuel Simbürger

    Teheran von Explosionen neuer Luftangriffe erschüttert

    Die iranische Hauptstadt Teheran ist im Krieg gegen Israel und die USA am Montag von neuen Explosionen erschüttert worden. Im Nordosten der Millionenmetropole wurde die Flugabwehr aktiviert, wie Augenzeugen berichteten. Zunächst war unklar, welche Ziele betroffen waren.

    Der Rote Halbmond im Iran setzte seine Arbeiten zur Bergung von Toten und Verletzten und zur Beseitigung von Trümmern fort. In Teheran befreiten Retter zwölf Bewohner eines durch Raketeneinschläge eingestürzten Gebäudes, wie der Leiter der Rothalbmond-Gesellschaft, Pirhossein Kolivand, erklärte.

  • |Manuel Simbürger

    Iran: "Überraschungen" warten auf den Feind

    Der Iran hat im Krieg mit Israel und den USA nach eigener Darstellung noch nicht alle seine militärischen Kapazitäten ausgeschöpft. „Der Feind soll wissen, dass neue Überraschungen auf dem Weg sind“, sagte Abdullah Hadschi-Sadeghi, ein religiöser Vertreter der mächtigen Revolutionsgarden. Die Islamische Republik werde sich niemals ergeben, zitierte ihn die mit den Revolutionswächtern verbundene Nachrichtenagentur Tasnim. „Wir sind in einer Schule erzogen worden, die Kapitulation als Erniedrigung betrachtet“, sagte Hadschi-Sadeghi. 
     

  • |Manuel Simbürger

    US-Flugzeugträger legt für Reparaturen auf Kreta an

    Der größte Flugzeugträger der US-Marine, die "USS Gerald R. Ford", ist in die Souda-Bucht auf Kreta eingelaufen. Nach Angaben aus Militärkreisen wird das Schiff auf dem Marine- und Luftwaffenstützpunkt dort repariert. Während des Einsatzes im Roten Meer hatte es an Bord einen Brand gegeben. Nach Angaben der US-Marine brach das Feuer Anfang März in der Wäscherei aus. Es stand nicht im Zusammenhang mit Kampfhandlungen und konnte unter Kontrolle gebracht werden.

    US-Medien berichteten außerdem von erheblichen Problemen in den Toiletten. Bereits am Vortag waren in der Bucht von Souda Versorgungs- und Reparaturschiffe gesichtet worden. Die Athener Zeitung "Ta Nea" berichtete, dass Ermittler der US-Marine parallel zu den Reparaturen untersuchen, wie der Brand ausbrach. Die Arbeiten sollen mindestens eine Woche dauern, berichten griechische Medien unter Berufung auf Kreise der griechischen Marine, die den Stützpunkt verwaltet.

  • |Manuel Simbürger

    Marterbauer befürchtet: Energiekrise wird noch "viel, viel schlimmer"

    Der Finanzminister zeigt sich wegen der Iran-Eskalation "zunehmend pessimistisch". Weitere Maßnahmen für Energiepreise seien wohl nötig. Das Defizitziel für 2025 dürfte halten.

  • |Manuel Simbürger

    Totschnig fordert Energiekostenausgleich für Bauern

    Hohe Düngemittel- und Dieselpreise belasten die Landwirtschaft. Die Forderung nach einem Energiekostenausgleich wurde vorerst nicht konkretisiert.

  • |Manuel Simbürger

    Miliz beansprucht mehr als 60 Angriffe auf Israel binnen 24 Stunden für sich

    Die Hisbollah beanspruchte am Montag innerhalb von 24 Stunden mehr als 60 Angriffe auf Israel für sich. Hisbollah-Kämpfer hätten mit Raketen, Drohnen und Artillerie unter anderem israelische Soldaten und Fahrzeuge im Grenzgebiet angegriffen, teilte die Miliz mit. Die ausgeweiteten Angriffe auf den erklärten Erzfeind Israel seien auch eine Antwort auf dessen "systematische Angriffe auf wichtige Straßen und Brücken" im Libanon.

    Die israelische Armee greift im Libanon seit mehreren Tagen wichtige Brücken, Straßen und auch Tankstellen an. Israel wirft der mit dem Iran verbündeten libanesischen Hisbollah-Miliz vor, über die Brücken Waffen zu schmuggeln. Libanesischen Sicherheitskreisen zufolge wurden drei von fünf wichtigen Brücken, die über den Litani-Fluss führen, zerstört. Der libanesische Präsident Joseph Aoun sprach von einem Versuch Israels, die Region im Süden vom Rest des Landes "abzuschneiden" und eine Pufferzone entlang der Grenze aufzubauen.

  • |Manuel Simbürger

    EU-Banken: Weitere Eskalation im Iran könnte Folgen haben

    Eine weitere Eskalation könnte laut EBA (Europäische Bankenaufsicht) nach jedoch stärkere Folgen haben. Dabei verwies die Behörde auf die steigenden Energiepreise, Inflationsdruck, ein schwächeres Wirtschaftswachstum in der Welt und Störungen der Lieferketten. "Diese Auswirkungen wären vor allem in energieintensiven Sektoren wie dem Verkehrs- und dem Baugewerbe sowie in bestimmten Bereichen des verarbeitenden Gewerbes zu spüren", schrieb die EBA weiter.

  • |Manuel Simbürger

    Iran-Krieg bringt EU-Banken nicht in Gefahr

    Der Krieg in der Golfregion bringt die Banken in der EU nach Einschätzung ihrer Aufsicht nicht in die Bredouille. Die Branche verfüge Stand Ende 2025 über eine starke Kapitalausstattung, reichlich Liquidität und eine solide Qualität ihrer Vermögenswerte, schrieb die Europäische Bankenaufsicht (EBA) in ihrem jüngsten Risikobericht vom Montag.

    Die Engagements im Nahen Osten umfassten weniger als ein halbes Prozent ihrer Vermögenswerte, analysierte die Behörde mit Blick auf die Geldhäuser aus der Europäischen Union (EU) und dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR).

  • |Manuel Simbürger

    Russland für diplomatische Lösungen

    Russland rief dazu auf, diplomatische Lösungen zu finden. "Wir sind der Ansicht, dass die Situation in eine politische und diplomatische Lösung hätte übergehen müssen", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Nur dies könne "wirksam zur Entschärfung der katastrophal angespannten Lage in der Region beitragen".

  • |Manuel Simbürger

    China für Deeskalation

    China warnte vor einer weiteren Eskalation. "Sollte sich der Krieg ausweiten und die Lage sich erneut verschlechtern, könnte die gesamte Region in eine unkontrollierbare Situation stürzen", sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums Lin Jian am Montag vor Journalisten auf Nachfrage zu Trumps Ultimatum.

    Peking ist zwar ein Verbündeter der Führung in Teheran, erklärte aber auch, dass China die iranischen Angriffe auf Golf-Staaten, in denen sich US-Militärstützpunkte befinden, "nicht gutheißt". Trump wollte im März eigentlich nach Peking reisen, die Reise wurde jedoch angesichts des Iran-Krieges verschoben.

  • |Manuel Simbürger

    Israels Außenministerium rügt deutschen Botschafter

    Der israelische Außenminister Gideon Saar hat scharf auf einen X-Post des deutschen Botschafters Steffen Seibert reagiert. "Botschafter Seibert fällt es schwer, Angriffe auf Israelis zu verurteilen, ohne die Palästinenser zu erwähnen", schrieb Saar auf der Plattform X. "Gut zu wissen, dass bald ein neuer Botschafter kommt – einer, der die israelisch-deutschen Beziehungen stärken wird." Das israelische Außenministerium warf Seibert fehlende Empathie für Israel vor.

    Seibert hatte am Sonntagabend in seinem X-Post von einem Tag der Trauer und Empörung nach dem Tod eines Israelis durch Beschuss aus dem Libanon seitens der pro-iranischen Hisbollah-Miliz und hunderten Verletzten durch iranische Raketen gesprochen. Zugleich schrieb er über Siedlergewalt gegen palästinensische Dorfbewohner im Westjordanland. Zuvor war es zum Tod eines Siedlers gekommen. Wegen der Kritik an Siedlergewalt warf Saar Seibert eine "Besessenheit auf die in Judäa und Samaria lebenden Juden", vor, die ihn daran hindere, den Tod eines Juden durch Palästinenser zu verurteilen. Als Judäa und Samaria bezeichnet die israelische Regierung die Gebiete im Westjordanland.

  • |Josef Siffert

    Durchfahrt bei Hormus: Japan will nicht um Erlaubnis fragen

    Die japanische Regierung will den Iran nicht um Erlaubnis für die Durchfahrt von Öltankern durch die Straße von Hormus bitten. Auf die Frage, ob die Regierung den Iran auffordern werde, japanische Schiffe die Straße von Hormus passieren zu lassen, sagte der japanische Außenminister Toshimitsu Motegi am Sonntag dem Fernsehsender Fuji Television, dass Tokio dies „momentan“ nicht in Betracht ziehe. 

    Der iranische Außenminister Abbas Araqchi hatte in einem am Samstag veröffentlichten Interview mit der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo News erklärt, der Iran sei bereit, japanischen Schiffen bei der Durchfahrt durch die strategisch und wirtschaftlich wichtige Straße von Hormus zu helfen. Araqchi bestritt, dass die Straße von Hormus gesperrt sei. Japan ist auf Ölimporte aus der Region angewiesen, ein Großteil davon passiert die Straße von Hormus.

  • |Josef Siffert

    Europäischer Gaspreis steigt weiter

    Der Preis für europäisches Erdgas ist nach der jüngsten Entwicklung im Iran-Krieg mit gegenseitigen Drohungen der USA und Irans deutlich gestiegen. An der Börse in Amsterdam legte die Notierung für den richtungsweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat am Montag im frühen Handel um mehr als vier Prozent auf 61,75 Euro je Megawattstunde (MWh) zu.

    Seit dem Beginn der Angriffe der USA und Israels gegen den Iran vor mehr als drei Wochen war der Gaspreis zeitweise stärker gestiegen und hatte Notierungen von bis zu 74 Euro erreicht. Der Preisschub zum Wochenauftakt erfolgte, nachdem US-Präsident Donald Trump in der Nacht auf Sonntag mit der Zerstörung von Energieanlagen im Iran gedroht hatte, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormus vollständig und "ohne Drohungen" öffnen.

     In der vierten Woche des Iran-Kriegs sind weiter keine Anzeichen einer Deeskalation erkennbar. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz ist praktisch zum Erliegen gekommen, wodurch fast 20 Prozent der weltweiten Lieferungen von Flüssigerdgas (LNG) ausgefallen sind. Mittlerweile ist die weltgrößte LNG-Anlage in Katar stillgelegt und teilweise beschädigt. Katar geht davon aus, dass es Jahre dauern könnte, bis das Land wieder das Vorkriegsniveau erreichen wird.

  • |Josef Siffert

    Libanon-Regierungschef: Revolutionsgarden befehligen Hisbollah

    Die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon wird in ihrem Krieg gegen Israel nach Angaben des libanesischen Regierungschefs Nawaf Salam von Mitgliedern der iranischen Revolutionsgarden befehligt. Die Revolutionsgarden seien "hier präsent und führen leider die Militäroperation im Libanon", sagte Salam am Sonntag in einem Interview mit dem saudi-arabischen Sender Al Hadath. "Diese Leute besitzen gefälschte Pässe und sind illegal ins Land gekommen", fügte er hinzu.

    Für den Angriff auf den britischen Militärstützpunkt Akrotiri auf Zypern Anfang März mit einer unbemannten Drohne iranischer Bauart machte Salam ebenfalls die iranischen Revolutionsgarden im Libanon verantwortlich. "Das waren die Revolutionsgarden", sagte der libanesische Regierungschef. Nach Angaben aus Nikosia war die Drohne offenbar nicht aus dem Iran, sondern von der Hisbollah im Libanon gestartet worden.

    Salam warf der Hisbollah außerdem erneut vor, den Libanon durch Raketenangriffe auf Israel in den Iran-Krieg hineingezogen zu haben. "Es wurde erklärt, dass dieser Krieg eine Vergeltung für die Ermordung von Khamenei sei, das bedeutet also, dass uns dieser Krieg aufgezwungen wurde", sagte er mit Blick auf den am ersten Kriegstag getöteten obersten iranischen Führer, Ayatollah Ali Khamenei.

  • |Josef Siffert

    Gold- und Silberpreise im freien Fall

    Seit dem Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran büßte der Goldpreis mehr als 18 Prozent ein. Der Preis für eine Feinunze Silber büßte seit Ende Jänner fast die Hälfte seines Rekordstands von knapp 122 Dollar ein. 

  • |Josef Siffert

    Revolutionsgarden drohen mit Angriffen auf israelische Kraftwerke

    Die iranischen Revolutionsgarden drohten mit Vergeltungsangriffen auf Kraftwerke in Israel und auf solche, die US-Stützpunkte in der Region mit Strom versorgen. Das ging aus einer Montagfrüh veröffentlichten Erklärung hervor. "Wenn ihr die Elektrizität trefft, treffen wir die Elektrizität", hieß es darin.

    US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag gedroht, iranische Kraftwerke anzugreifen, sollte Teheran nicht binnen 48 Stunden die Straße von Hormuz für die Schifffahrt öffnen. Zugleich dementierten die Garden, Wasserentsalzungsanlagen in der Region angreifen zu wollen.

  • |Josef Siffert

    Golfstaaten melden erneut Angriffe

    Mehrere Golfstaaten meldeten erneut Angriffe auf ihre Territorien. Das saudi-arabische Verteidigungsministerium erklärte Montagfrüh, zwei Marschflugkörper im Anflug auf die Hauptstadt Riad entdeckt zu haben. Eine Rakete sei abgefangen worden, die andere sei in unbewohntem Gebiet abgestürzt.

    Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate teilte mit, die Streitkräfte des Landes "reagieren derzeit auf eingehende Raketen- und Drohnenbedrohungen aus dem Iran". Wenige Stunden zuvor hatten die Behörden im emiratischen Abu Dhabi gemeldet, dass ein indischer Staatsbürger durch herabfallende Trümmer eines abgefangenen Marschflugkörpers verletzt worden sei.

    In Bahrain waren unterdessen Luftschutzsirenen zu hören. Das bahrainische Innenministerium wies die Bürgerinnen und Bürger des Landes in Onlinediensten an, "Ruhe zu bewahren und sich zum nächstgelegenen sicheren Ort zu begeben".

  • |Josef Siffert

    IEA-Chef Birol warnt vor schwerster Energiekrise seit Jahrzehnten

    Geht der Iran-Krieg noch eine Weile so weiter, werde "kein Land von den Auswirkungen dieser Krise verschont bleiben", so IEA-Chef Birol.

  • |Josef Siffert

    Israel mit neuer Welle an Angriffen

    Aus der iranischen Hauptstadt Teheran wird eine neue Welle israelischer Luftangriffe mit heftigen Explosionen in mehreren Bezirken der Millionenmetropole gemeldet. Zuvor hatte das israelische Militär auf der Plattform Telegram den Beginn einer weiteren Serie umfangreicher Attacken auf Regierungseinrichtungen der Islamischen Republik verkündet. In Teheran stationierte Reporter des arabischen Senders Al Jazeera berichteten kurz darauf von "beispiellosen" Explosionen.

    Vor allem in den östlichen Vierteln der Stadt soll es Detonationen gegeben haben. Die Luftabwehr sei im Dauereinsatz, hieß es. Auch staatliche iranische Nachrichtenagenturen berichteten von Explosionen und Angriffen. "Explosionen zu hören in Teheran", teilte MEHR mit. Auch FARS berichtete von "Luftangriffen auf Teile von Teheran".

    Laut einem iranischen Medienbericht wurden auch in der Stadt Urmia im Nordwesten des Landes Wohnhäuser bei einem Luftangriff zerstört. Rettungskräfte suchten nach Menschen unter den Trümmern, meldete die staatsnahe Nachrichtenagentur Nour News.

  • |Patrick Resch

    Schah-Sohn Pahlavi fordert von Trump Umdenken bei Hormus

    Schah-Sohn Reza Pahlavi hat angesichts des Ultimatums von US-Präsident Donald Trump an den Iran ein Umdenken gefordert. Trump solle sein Ultimatum im Konflikt um die Straße von Hormuz überdenken und die zivile Infrastruktur bei Angriffen auf die islamische Führung im Iran verschonen, forderte Pahlavi am Sonntag auf der Plattform X. "Das Regime muss demontiert werden, der Iran selbst aber geschützt bleiben", so Pahlavi.

    Pahlavi appellierte an Trump, zwar weiterhin gezielt die Strukturen der islamischen Herrschaft anzugreifen - nicht aber jene zivile Infrastruktur, die dem iranischen Volk gehöre und für den Wiederaufbau eines freien Irans unverzichtbar sei.

    Sowohl Pahlavi,den monarchistische Gruppen als politischen Anführer der Opposition betrachten, als auch die monarchistische Opposition im Exil standen bisher weitgehend auf einer Linie mit Trump und Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu. Trump drohte in der Nacht zum Sonntag (MEZ) dem Iran mit der Zerstörung seiner Energieanlagen, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormus vollständig und "ohne Drohungen" öffnen.

  • |Patrick Resch

    Libanon: Israel kündigt Ausweitung von Bodeneinsätzen an

    Israels Armee kündigte eine Ausweitung ihrer Bodeneinsätze gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon an. "Der Einsatz gegen die Terrororganisation Hisbollah hat gerade erst begonnen", erklärte Armeechef Ejal Samir. Es handle sich einen "langwierigen Einsatz". Die Armee bereite sich nun darauf vor, "die gezielten Bodeneinsätze und Angriffe entsprechend einem organisierten Plan voranzutreiben".

  • |Patrick Resch

    NATO-Chef Rutte: "Wir prüfen noch"

    Auf die Frage, ob die NATO die israelische Einschätzung teile, dass es sich um Raketen mit einer Reichweite gehandelt habe, die auch Berlin, Rom und Paris treffen könnten, sagte NATO-Generalsekretär Mark Rutte, dass man dies im Moment nicht bestätigen könne. "Wir prüfen das aber noch", sagte er in der US-TV-Sendung Face the Nation bei CBS News. "Was wir mit Sicherheit wissen, ist, dass sie kurz davor stehen, diese Fähigkeit zu erlangen."

    Der britische Minister für Kommunalverwaltung, Steve Reed, sagte der BBC, es gebe "keine konkreten Erkenntnisse, dass die Iraner Großbritannien ins Visier nehmen - oder es überhaupt könnten, selbst wenn sie es wollen". Dazu, ob der Iran über Raketen verfüge, die London erreichen könnten, gebe es "keine Einschätzung", die diese Behauptung untermauern könne.

  • |Patrick Resch

    Iran droht mit vollständiger Schließung der Hormus-Meerenge

    Der Iran droht nach einem Ultimatum von US-Präsident Donald Trump mit der vollständigen Schließung der Straße von Hormus, sollten die USA iranische Kraftwerke angreifen. Die Konsequenz werde eine totale Sperre sein, teilten die iranischen Revolutionsgarden am Sonntag über den Staatssender IRIB mit. Trump hatte zuvor mit der Zerstörung seiner Energieanlagen gedroht, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormus vollständig und "ohne Drohungen" öffnen.

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