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"Große Fortschritte": Start der Gespräche zwischen Iran und USA in der Schweiz

Die Verhandlungen finden ungeachtet anhaltender Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon und neuer Spannungen um die Straße von Hormus statt. Alle aktuellen Entwicklungen im Live-Blog.
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Iran-Krieg

  • |Amina Beganovic

    Gespräche zwischen dem Iran und den USA in der Schweiz begonnen

    Der Gipfel zwischen den USA und dem Iran hat offiziell begonnen. An den Gesprächen im Schweizer Luxusressort Bürgenstock bei Luzern waren US-Vizepräsident JD Vance und der iranische Außenminister Abb s Araqchi sowie als Vermittler die Premierminister von Katar und Pakistan. Vance sprach in seiner Eröffnungsrede von einem "historischen Treffen". Er rief dazu auf, im Nahen Osten "eine neue Seite aufzuschlagen". "Wir haben in den vergangenen Stunden große Fortschritte erzielt", erklärt Vance. "Wir sehen jetzt eine gemeinsame Zukunft, in der alle zusammenarbeiten können, um Frieden und Wohlstand zu fördern."

    Die Verhandlungen begannen vier Tage, nachdem die Präsidenten Donald Trump und Massud Pezeshkian am Mittwoch in Versailles eine Grundsatzvereinbarung zur Beendigung des Krieges im Nahen Osten unterzeichnet hatten. Ziel ist es, eine endgültige Vereinbarung zu erzielen, insbesondere über das iranische Atomprogramm, aber auch über die Aufhebung der Sanktionen und die Freigabe der iranischen Vermögenswerte durch die USA.

  • |Stefan Berndl

    Angriffe trotz Waffenruhe: Israel rechtfertig Vorgehen

    Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz betonte, dass sein Land keine Einschränkungen beim Vorgehen im Südlibanon akzeptiere. "Israel wird sich nicht aus der Sicherheitszone im Libanon zurückziehen", teilte er am Sonntag mit. Man könne dort weiterhin "Maßnahmen zur Beseitigung von Bedrohungen ergreifen". Nach tödlichen Angriffen auf israelische Truppen habe die Armee zuletzt "mit großer Härte reagiert" und "eine sehr große Zahl von Hisbollah-Kämpfern ausgeschaltet", hieß es weiter. "Der Schutz des Lebens unserer Soldaten und Bürger hat oberste und uneingeschränkte Priorität."

  • |Stefan Berndl

    Was Trump-Vize Vance in der Schweiz plant

    Die Gespräche in der Schweiz sollen nach Angaben des Vermittlers Pakistan noch am Sonntag beginnen.

    Der genaue Ablauf war unklar. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, sagte am Sonntag staatlichen Medien, ein Vierertreffen zwischen dem Iran, den USA, Katar und Pakistan werde am Sonntagnachmittag stattfinden. Der Iran werde bereits früher am Tag Gespräche mit den Vermittlern Katar und Pakistan führen. Baghaei sagte dem Staatsfernsehen IRIB zudem, dass nur am Sonntag verhandelt werde. Es sei nicht geplant, die Gespräche über den heutigen Termin hinaus fortzusetzen.

    Das Schweizer Außenministerium erklärte, die Gespräche der Delegationen von Vance und dem iranischen Chefunterhändler, Parlamentspräsident Mohammed Baqer Qalibaf, sollten unter Beteiligung von Vermittlern "im Laufe des Vormittags" beginnen.

  • |Stefan Berndl

    Über 100 Tote bei neuen Angriffen Israels

    Trotz einer seit Freitag geltenden Waffenruhe gingen die Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz am Wochenende weiter. Bei israelischen Luftangriffen in der Bekaa-Ebene im Osten und in der südlichen Stadt Tyros starben laut Behörden mindestens sieben Menschen, darunter ein Kind. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur NNA am Sonntag. Zuvor hatten libanesische Behörden über israelische Angriffe mit 35 Toten am Samstag und 83 Toten am Freitag berichtet.

    Israels Armee äußerte sich zunächst nicht zu den Berichten. Vor den israelischen Angriffen hatte die Armee der proiranischen Hisbollah-Miliz Verstöße gegen die Feuerpause vorgeworfen. Als Reaktion seien Raketenstellungen, Waffenlager und Kommandozentralen der Hisbollah angegriffen worden. Dagegen erklärte die Miliz, sie habe auf einen Vormarsch der israelischen Truppen reagiert. Die Angaben der Konfliktparteien ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

  • |Stefan Berndl

    Vance in der Schweiz angekommen

    US-Vizepräsident JD Vance ist in der Schweiz angekommen. Vance und seine Frau seien am frühen Morgen auf dem Militärflugplatz Emmen bei Luzern eingetroffen, teilt ein Sprecher des Vizepräsidenten am Sonntag mit. Der Stellvertreter von US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, dass er voraussichtlich einige Tage für Friedensverhandlungen mit dem Iran in der Schweiz sei. Die Gespräche sollen nach Angaben von Pakistan, das im Konflikt vermittelt, noch am Sonntag beginnen.

    Die Verhandlungen im Luxusresort Bürgenstock in der Nähe von Luzern finden ungeachtet anhaltender Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon und neuer Spannungen um die für die Handelsschifffahrt wichtige Straße von Hormus statt. Bereits am Samstagabend war die iranische Delegation in der Schweiz angekommen, wie das Schweizer Außenministerium mitgeteilt hatte.

  • |Stefan Berndl

    Israels Armee schränkt Libanon-Einsätze ein

    Die israelische Armee stellt Berichten zufolge ihre Angriffe im Libanon außerhalb einer von ihr einseitig ausgerufenen "Sicherheitszone" ein. Israelische Medien berichteten unter Berufung auf das Militär, dass die Streitkräfte damit einer Anweisung der politischen Führung folgten.

    Innerhalb dieser Zone, die sich im Süden an der Grenze Israels befindet, setze das Militär die Einsätze jedoch fort, um unter anderem ein großes Hisbollah-Tunnelsystem zu bekämpfen. Nach Angaben der Armeeführung verbleibt zudem die Option, akute Bedrohungen auch außerhalb des Gebiets anzugreifen.

    Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hatte die von der Armee errichtete "Sicherheitszone" als Barriere zwischen der Hisbollah-Miliz im Libanon und den Bürgern und Gemeinden in Nordisrael bezeichnet. Israel werde sich nicht zurückziehen, solange es seine Sicherheitsbedürfnisse erforderten. Die libanesische Regierung stuft das von Israel kontrollierte Areal hingegen als völkerrechtswidrig besetztes Staatsgebiet ein.

  • |Karl Peternel-Oberascher

    Der Friede wackelt (schon) wieder

    Die Schließung der für den weltweiten Ölhandel so wichtigen Meerenge sei ein "erster Schritt“, hieß es von den iranischen Revolutionsgarden in Teheran. Im Falle "einer Fortsetzung der Aggression" würden weitere Schritte unternommen, "um den Feind zur Einhaltung seiner Verpflichtungen zu zwingen".

    Die Entwicklungen des heutigen Tages lesen Sie hier zusammengefasst: 

  • |Karl Peternel-Oberascher

    Teheran gibt erneute Schließung der Straße von Hormus bekannt

    Nach den israelischen Angriffen mit zahlreichen Toten im Libanon gab der Iran am Samstagnachmittag die erneute Schließung der Straße von Hormuz bekannt.

    "Hiermit wird bekannt gegeben, dass die Straße von Hormuz für den Schiffsverkehr geschlossen wird", hieß es in einer Mitteilung des Militärkommandos am Samstag. Dies geschehe in Reaktion auf die fortgesetzten Angriffe Israels im Südlibanon, die eine Verletzung des mit den USA getroffenen Rahmenabkommens zur Beendigung des Iran-Krieges bedeuteten.

     

  • |Karl Peternel-Oberascher

    Trump greift Meloni erneut wegen Iran-Kurs an

    US-Präsident Donald Trump hat die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni am Samstag erneut scharf kritisiert und ihr mangelnde Unterstützung der Vereinigten Staaten im Konflikt mit dem Iran vorgeworfen. Auf seiner Plattform Truth Social erklärte Trump, Meloni wolle nach dem militärischen Sieg der USA über den Iran wieder die Nähe zu Washington suchen, um ihre sinkenden Umfragewerte zu verbessern. "Nein, danke", schrieb der Präsident.

    Darüber hinaus beteuerte Trump, Meloni habe ihn beim G7-Gipfel wiederholt um ein gemeinsames Foto gebeten. Trump warf der italienischen Regierung außerdem vor, den USA während des Konflikts mit dem Iran die Nutzung italienischer Start- und Landebahnen verweigert zu haben. Dies habe erhebliche logistische Probleme verursacht, obwohl die USA einen großen Beitrag zur Verteidigung Italiens und anderer NATO-Verbündeter leisteten.

    Herablassende Bemerkungen Trumps über Meloni hatten in Italien zuletzt für Empörung gesorgt. Trump sagte in einem am Freitag veröffentlichten Telefoninterview mit dem italienischen Fernsehsender La7, Meloni habe ihn beim G7-Gipfel im französischen Evian um ein gemeinsames Foto "angefleht". Die italienische Regierungschefin bezeichnete dies als "frei erfunden". Der italienische Außenminister Antonio Tajani sagte aus Protest einen geplanten Besuch in den USA ab.
     

  • |Manuel Simbürger

    Libanon: Trotz Waffenruhe fünf Tote bei israelischem Luftangriff

    Ungeachtet einer Waffenruhe im Kampf gegen die pro-iranische Hisbollah sind bei einem israelischen Luftangriff im Südlibanon mindestens fünf Menschen getötet worden. Israelische Kampfflugzeuge und Drohnen hätten in der Nacht auf Samstag und in der Früh das Gebiet um die Stadt Nabatieh ins Visier genommen und dabei Wohngebäude zerstört, meldete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Zudem habe die israelische Artillerie die Stadt und ihre Außenbezirke beschossen.

    Die Menschen seien einem Angriff auf die nahe gelegene Ortschaft Arabsalim zum Opfer gefallen, so NNA. Nabatieh gilt als Hisbollah-Hochburg. Israel und die vom Iran unterstützte Miliz hatten sich am Freitag nach Angaben von Vertretern der USA, Israels und der Hisbollah auf eine Feuerpause geeinigt. Sie sollte am Freitag 16.00 Uhr (Ortszeit) in Kraft treten.

  • |Manuel Simbürger

    US-Gesandter Witkoff für Atomgespräche auf Weg in die Schweiz

    Der Sondergesandte des US-Präsidenten Donald Trump, Steve Witkoff, reist einem Medienbericht zufolge zu ersten Gesprächen über ein mögliches Atomabkommen mit dem Iran in die Schweiz. Das berichtet das Nachrichtenportal Axios und CNN am Freitag (Ortszeit) unter Berufung auf einen US-Regierungsbeamten. Trumps Schwiegersohn Jared Kushner befindet sich demnach bereits in der Schweiz. Die Gespräche sollten am Freitag bei Luzern starten, wurden aber auf unbestimmte Zeit verschoben

  • |Stefan Berndl

    Iran veröffentlicht Verfahren für Hormuz-Passage

    Nachdem sich der Iran und die USA auf eine zeitweise freie Schifffahrt in der Straße von Hormuz geeinigt hatten, signalisierte die Islamische Republik neue Regeln für die Zukunft. Gebühren für Sicherheit, Umweltdienstleistungen und Versicherungen würden in einem 60-tägigen Zeitraum nicht erhoben, teilte die kürzlich gegründete Persian Gulf Strait Authority in englischer Sprache auf X mit.

    Dass der Iran sich im Zuge des Abkommens mit den USA für die Erhebung von Gebühren in der wichtigen Meerenge einsetzen würde, zeichnet sich seit einer Weile ab. Neu scheint in der aktuellen Veröffentlichung der Verweis auf mögliche Kosten für Versicherungen. Auch die britische "Financial Times" berichtet unter Berufung auf Schifffahrtskreise, dass sich in der Straße von Hormuz neue Versicherungsbedingungen abzeichneten.

  • |Stefan Berndl

    UN-Menschenrechtsexperten kritisieren US-iranisches Rahmenabkommen

    Eine Gruppe von Menschenrechtsexperten der Vereinten Nationen hat das Rahmenabkommen zwischen der USA und dem Iran zur Beendigung des Krieges scharf kritisiert, weil es nicht die Situation der seit langem leidenden Zivilbevölkerung im Iran berücksichtigt. In einer am Freitag veröffentlichten Erklärung schrieben 18 unabhängige UN-Fachleute, dass "jede Vereinbarung, die nicht die Menschenrechtssituation im Iran berücksichtigt, grundlegend unvollständig" sei.

    "Eine Vereinbarung, die geopolitische Interessen bedient, aber das iranische Volk dabei zurücklässt, ist kein Friedensabkommen, das den Namen verdient", hieß es weiter. Der Iran und die USA hatten am Mittwoch das Rahmenabkommen mit 14 Punkten unterschrieben, das vorsieht, innerhalb von 60 Tagen ein endgültiges Abkommen für einen Frieden und ein Ende des iranischen militärischen Atomprogramms zu schließen.

  • |Stefan Berndl

    Israel und Hisbollah einigen sich auf Waffenruhe

    Israel und die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz im Libanon einigen sich auf eine Waffenruhe ab 16 Uhr Ortszeit. Das teilte ein hochrangiger US-Regierungsvertreter Freitagnachmittag mit.

  • |Stefan Berndl

    Irans Chefunterhändler verweist auf "rote Linien" im Abkommen mit USA

    Der iranische Chefunterhändler für das Friedensabkommen mit den USA, Parlamentspräsident Mohammed Baqer Qalibaf, hat auf die "roten Linien" Teherans bei den Gesprächen mit Washington verwiesen. "Wie wir im bisherigen Verlauf der Verhandlungen gezeigt haben, sind wir standhaft darin, die vorgegebenen Bedingungen und roten Linien einzuhalten, und darin, die Interessen der iranischen Nation zu verteidigen", erklärte Qalibaf am Freitag laut staatlicher Nachrichtenagentur IRNA.

    Wenn "der Feind" sich exzessiv in seinen Forderungen zeige, "haben wir bewiesen, dass unsere Finger am Abzug sind und dass wir nicht zögern, dem Feind eine vernichtende Antwort zu geben." Der Iran und die USA hatten am Mittwoch ein Rahmenabkommen mit 14 Punkten unterschrieben, das vorsieht, innerhalb von 60 Tagen ein endgültiges Abkommen für einen Frieden und ein Ende des iranischen militärischen Atomprogramms zu schließen. Der oberste Führer des Iran, Mojtaba Khamenei, billigte die Vereinbarung trotz einiger Bedenken am Donnerstag.

  • |Josef Siffert

    Schweiz weiter bereit, "Gespräche zu moderieren"

    Der für Freitag geplante Auftakt vertiefter Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA in der Schweiz ist kurzfristig abgesagt worden. Die Schweiz sei aber weiterhin bereit, "die Gespräche zu moderieren", erklärte das Berner Außenministerium am Freitag. Zuvor hatte das Weiße Haus mitgeteilt, US-Vizepräsident JD Vance werde nicht wie vorgesehen zu den Verhandlungen in die Schweiz reisen. "Die geplanten Gespräche zwischen den USA, Iran, Katar und Pakistan wurden verschoben", hieß es in einer Erklärung des Schweizer Außenministeriums an AFP. Dennoch setze die Regierung "die Vorbereitungsarbeiten fort", um die Gespräche zu einem späteren Zeitpunkt "moderieren" zu können.

    Auch ein geplanter Besuch des pakistanischen Premierministers Shehbaz Sharif in der Schweiz wurde verschoben. Pakistan hatte in den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran vermittelt.

  • |Josef Siffert

    Hochrangiges Treffen in Ägypten

    Nach der Absage der Verhandlungen in der Schweiz kündigte Ägypten ein ranghohes Treffen am Sonntag in der Mittelmeerstadt el-Alamein an. Daran sollten neben dem ägyptischen Außenminister Badr Abdelatty auch dessen Kollegen aus Pakistan, Saudi-Arabien und der Türkei teilnehmen. Im Anschluss an die Gespräche sei eine gemeinsame Pressekonferenz geplant, erklärte das ägyptische Außenministerium Donnerstagabend.

    Zum Thema des Treffens wurden zunächst keine Angaben gemacht. Die vier Länder waren allerdings an den Vermittlungsbemühungen beteiligt, die zur Aushandlung des Rahmenabkommens geführt hatten. Zuletzt hatten sich die vier Außenminister im April im türkischen Antalya getroffen.

  • |Josef Siffert

    Tote nach neuen Angriffen Israels

    Bei neuen israelischen Angriffen im Süden des Libanon sind nach libanesischen Angaben mindestens 18 Menschen getötet worden. Außerdem wurden 33 weitere Menschen verletzt, teilte das Gesundheitsministerium in Beirut am Freitag mit. Israel meldete seinerseits den Tod von vier seiner Soldaten. Die Zahl der Toten auf beiden Seiten ist die höchste an einem Tag seit Unterzeichnung der US-iranischen Rahmenvereinbarung über ein Ende des Iran-Krieges, die auch den Libanon umfasst.

    Die israelischen Angriffe erfolgten libanesischen Staatsmedien zufolge in mindestens zehn Ortschaften in der Nähe der Stadt Nabatieh. Acht der Getöteten wurden demnach aus der Stadt Harouf gemeldet. Die nächtlichen israelischen Luftangriffe hätten den Abtransport der Getöteten und Verletzten verhindert, erklärte das libanesische Gesundheitsministerium weiter.

  • |Josef Siffert

    Frankreichs Außenminister: "Brauchen einen radikalen Kurswechsel seitens des Irans"

    Frankreich knüpft eine Aufhebung der UN-Sanktionen gegen den Iran an Bedingungen. Sein Land werde einer Lockerung nur zustimmen, wenn die Gespräche über das iranische Atomprogramm die französischen Erwartungen erfüllten, sagt Außenminister Jean-Noel Barrot. Es werde keine Stabilität in der Region geben, solange die Gespräche zwischen den USA und dem Iran die Fragen rund um das iranische Raketenprogramm und die Unterstützung von Stellvertretern nicht klärten, unterstreicht er. "Wir brauchen einen radikalen Kurswechsel seitens des Irans." Frankreich ist als ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrats eine der fünf Vetomächte. 

  • |Josef Siffert

    Israel weitet militärische Kontrollzone im Libanon aus

    Israel weitet seine militärische Kontrolle im Libanon ungeachtet internationaler Kritik weiter aus. Wie eine am Donnerstag veröffentlichte Karte des israelischen Militärs zeigt, sind die Truppen mehrere Kilometer tiefer in den Libanon vorgedrungen. Im April hatte das Militär noch eine Karte mit einer kleineren sogenannten Pufferzone veröffentlicht. 

    Die Regierung unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu schloss zudem Angriffe jenseits dieses Gebiets nicht aus. Dies steht im Widerspruch zu den Bedingungen eines am Mittwoch geschlossenen Abkommens zwischen den USA und dem Iran, das die Achtung der Souveränität des Libanon fordert. US-Präsident Donald Trump hatte sich unzufrieden mit dem Vorgehen Netanjahus gezeigt und die israelischen Militäraktionen im Libanon kritisiert.

  • |Josef Siffert

    Vance: 60-Tage-Frist hat begonnen

    US-Vizepräsident JD Vance den offiziellen Beginn der nächsten Verhandlungsphase verkündet. Die im Abkommen vorgesehene Frist von 60 Tagen habe "heute offiziell begonnen", sagte Vance am Donnerstag vor Journalisten im Weißen Haus. 

    In diesem Zeitraum sollen besonders strittige und bisher ungelöste Fragen ausgehandelt werden, die zunächst offengelassen wurden. Dazu gehören zentrale Fragen zum iranischen Atomprogramm und der Umgang mit den Beständen hoch angereicherten Urans. Die 60-Tage-Frist ist, wenn beide Seiten zustimmen, verlängerbar.

  • |Josef Siffert

    Trump: "Dummköpfe"

    US-Präsident Donald Trump sprach in Hinblick auf das Rahmenabkommen von einem "Sieg" und wütete gegen Kritiker, auch aus seiner Partei. Die Vereinbarung sei ein "Erfolg" und sichere den Vereinigten Staaten "niedrigere Ölpreise und den Sieg", schrieb Trump am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Alles andere sei "Propaganda" der oppositionellen Demokraten. Zum Beleg verwies der Präsident auf steigende Aktienkurse. Bereits am Donnerstag hatte er Kritiker des Iran-Deals als "Dummköpfe" bezeichnet.

    Insbesondere bei außenpolitischen Hardlinern - sogenannten Falken - unter Trumps Republikanern stößt die Vereinbarung auf Widerspruch. Der Senator Bill Cassidy schrieb im Onlinedienst X, der frühere Präsident Ronald Reagan würde sich "im Grab umdrehen". Trump habe "den schlimmsten außenpolitischen Fehltritt seit Jahrzehnten" begangen.

    Der republikanische Vorsitzende des Streitkräfteausschusses im Senat, Roger Wicker, nannte das Iran-Abkommen "völlig im Widerspruch" zu Trumps Zielen. Scharfe Kritik übte er an der zugesagten Lockerung der Wirtschaftssanktionen, während der Iran lediglich zusage, "weitere 60 Tage zu verhandeln".

  • |Josef Siffert

    Teheran erlässt vorübergehend Gebühren für Straße von Hormus

    Nach einer Vereinbarung mit den USA verzichtet Teheran für 60 Tage auf Gebühren für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus. Dies teilt der Oberste Nationale Sicherheitsrat des Landes staatlichen Medien zufolge mit. Eine neu geschaffene Behörde solle die Genehmigungen erteilen. Aus Sicherheitsgründen müssten sich Schiffe an die zugewiesenen Routen und Zeiten halten. Außerdem sei im Rahmen der Vereinbarung die Räumung von Minen vorgesehen.

    Vor einer Passage von Handelsschiffen durch Hormus verlangt Teheran die Einreichung eines entsprechenden Antrags. Die Behörde für die Meerenge des Persischen Golfs sei angewiesen worden, alle Anträge zügig und vorrangig zu prüfen und zu bearbeiten, um den Zielen des bilateralen Rahmenabkommens mit den USA Rechnung zu tragen.

  • |Josef Siffert

    Vance sagt Schweiz-Reise ab: Heute keine Iran-USA-Gespräche

    Der US-Vizepräsident hat seine geplante Reise in die Schweiz abgesagt. Dort hätten heute Gespräche zwischen dem Iran und den USA weitergehen sollen.

  • |Josef Siffert

    Vance reist vorerst nicht zu Verhandlungen in die Schweiz

    Die USA und der Iran wollten sich am Freitag auf dem Bürgenstock treffen, um die Verhandlungen für eine endgültige Einigung aufzunehmen. Doch nun hat US-Vizepräsident JD Vance mitteilen lassen, vorerst nicht für Verhandlungen mit dem Iran in die Schweiz zu reisen. Wie ein US-Regierungsbeamter gegenüber der Deutschen Presse-Agentur am späten Donnerstagabend erklärte, wird Vance in der Nacht auf Freitag nicht wie ursprünglich vorgesehen in die Schweiz fliegen.

    "Die Logistik für diese Verhandlungen war noch nie einfach oder vorhersehbar", sagte der Sprecher. Ob oder wann die Reise stattfinden soll, blieb zunächst unklar. Eigentlich war vorgesehen, dass sich Delegationen aus dem Iran und den USA bereits heute Freitag nahe Luzern treffen, um über ein dauerhaftes Ende des Krieges zu verhandeln. Vance sagte später, die Verhandlungen würden stattfinden, ließ aber den Zeitpunkt offen. "Unser Plan ist es, in die Schweiz zu fahren. Ich weiß nicht genau wann." Er gehe davon aus, dass die technischen Verhandlungen irgendwann an diesem Wochenende starten könnten.

  • |Maximilian Fally

    Laut Vance gibt es schriftliche Nebenabreden mit Teheran

    US-Vizepräsident JD Vance hat angedeutet, dass die Vereinbarungen zwischen den USA und dem Iran über das bisher bekannte Abkommen hinausgehen könnten. Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus sprach Vance von sogenannten "informellen Absprachen" (Gentlemen's Agreements) zu einzelnen Aspekten der Verhandlungen. Auf die Frage nach solchen Nebenabsprachen sagte Vance, einige davon seien sogar schriftlich festgehalten worden.

    Es sei aber zweitrangig, ob es sich bei einzelnen Zusagen um ein Memorandum, informelle Vereinbarungen oder ein späteres endgültiges Abkommen handle. "Es geht um Überprüfung", sagte der Vizepräsident. Die USA vertrauten nicht auf Worte, sondern auf Taten.

  • |Maximilian Fally

    Vance: Iran-Gespräche nicht so hart wie Talkshow-Auftritt

    US-Vizepräsident JD Vance hat die vereinbarten Friedensgespräche mit dem Iran mit einem Talkshow-Auftritt verglichen. Vance scherzte am Donnerstag vor Journalisten im Weißen Haus, er habe "großartige Erfahrungen mit sehr feindlichen Verhandlungen" gemacht. Er sei zu Gast in der Talkshow der US-Moderatorin und Satirikerin Joy Behar gewesen, die "deutlich härter als die Iraner" sei. "Sie und ich sind jetzt beste Freunde", fügte er hinzu. Behar steht den oppositionellen Demokraten nahe und hatte Vance in ihrer Talkshow "The View" rund eine Stunde zu Streitthemen wie der Abschiebepolitik und dem Epstein-Skandal befragt. Während einer Werbepause fragte die 83-Jährige den Vizepräsidenten zudem, warum er Trump noch 2016 als "Amerikas Hitler" beschimpft habe, heute aber loyal hinter ihm stehe, wie sie danach in einem Podcast erzählte. Vance habe aber leider keine Zeit gehabt zu antworten. Kritiker werfen Vance vor, so gut wie keine Erfahrung mit internationalen Verhandlungen zu haben. Er hatte im April in Pakistan erstmals rund 21-stündige Gespräche mit iranischen Vertretern geleitet, erklärte diese danach jedoch für gescheitert.
  • |Maximilian Fally

    Das steht in Trumps Iran-Abkommen

    109 Tage nach Kriegsbeginn haben die USA und der Iran sich auf ein Ende der Kämpfe geeinigt. Das Rahmenabkommen hält einige Überraschungen bereit. 

    Hier lesen Sie alle Details.

  • |Maximilian Fally

    US-Seeblockade aufgehoben

    Donnerstagabend wurde die wochenlange US-Seeblockade iranischer Häfen nach Angaben des US-Militärs aufgehoben. Die Durchfahrt von Schiffen mit Start oder Ziel im Iran werde auf Anweisung von Präsident Trump nicht mehr verhindert, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (CENTCOM) auf X mit. "Sämtliche militärischen Maßnahmen der USA zur Durchsetzung der Blockade wurden eingestellt", hieß es weiter.

    Hintergrund ist das mit dem Iran geschlossene Rahmenabkommen, das unter anderem eine freie Durchfahrt durch die Straße von Hormuz vorsieht, einer für den Handel zentralen Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman. Zugleich betonte CENTCOM, dass die US-Streitkräfte weiterhin in der Region stationiert bleiben. Damit solle sichergestellt werden, "dass alle Aspekte des Abkommens eingehalten werden und uneingeschränkt gelten."

    Vor knapp einer Woche hatte das US-Regionalkommando bekanntgegeben, dass seit dem 13. April - dem Beginn der US-Blockade - 139 Schiffe umgeleitet wurden. Neun weitere Schiffe wollten demnach nicht kooperieren und wurden daher "untauglich" gemacht. Schwerpunktmäßig galt die Blockade rund um die Straße von Hormuz. Doch auch weit von der Meerenge entfernt ging das US-Militär vereinzelt gegen Öltanker vor.

  • |Maximilian Fally

    Khamenei billigt Absichtserklärung mit den USA

    Irans geistliches Oberhaupt Mojtaba Khamenei billigt die von den Präsidenten des Iran und der USA unterzeichnete Absichtserklärung trotz eigener Vorbehalte. Er habe Zusicherungen von Präsident Massoud Pezeshkian und anderen hochrangigen Vertretern erhalten, dass die Rechte des Iran und die Interessen der "Widerstandsfront" gewahrt blieben, erklärte Khamenei. US-Präsident Donald Trump sprach unterdessen von einem "Sieg" und wütete gegen Kritiker auch aus seiner Partei.

    Die Vereinbarung sei ein "Erfolg" und sichere den Vereinigten Staaten "niedrigere Ölpreise und den Sieg", schrieb Trump am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Alles andere sei "Propaganda" der oppositionellen Demokraten. Zum Beleg verwies der Präsident auf steigende Aktienkurse. Bereits am Donnerstag hatte er Kritiker des Iran-Deals als "Dummköpfe" bezeichnet.

  • |Josef Siffert

    Offene Fragen zum Atomprogramm

    Nach Unterzeichnung des Rahmenabkommens, sind im Bezug auf das iranische Atomprogramms sind nach wie vor zentrale Fragen offen. Diese sollen bei den Gesprächen in der Schweiz geklärt werden. Als Mindestmaßnahme festgehalten ist laut einem US-Beamten in dem Rahmenabkommen bereits, dass das hochangereicherte Uran an Ort und Stelle und unter Aufsicht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) verdünnt werden soll.

    Die IAEA sieht noch großen Klärungsbedarf, etwa zu den konkreten Anlagen, die von den Experten der UNO-Behörde inspiziert werden sollen. "Es ist noch ein Stück Arbeit", sagte IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi in einer Pressekonferenz. Nun sei die Zeit gekommen, um mit Vertretern der Vereinigten Staaten und des Irans konkrete weitere Schritte zu formulieren. Über Details wollte er sich vor Beginn dieser technischen Verhandlungen nicht äußern.

  • |Josef Siffert

    Saudi-Arabien: Atomprogramm-Überwachung "wichtigste Frage"

    Das wichtigste Thema bei den bevorstehenden Atomverhandlungen zwischen dem Iran und den USA ist nach Ansicht Saudi-Arabiens, wie das iranische Atomprogramm überwacht werden soll. Das sagte der saudische Außenminister, Prinz Faisal Bin Farhan Bin Abdullah Al Saud, am Mittwochabend in Wien. "Entscheidend wird sein, wie wir ein langfristiges, nachhaltiges Überprüfungssystem schaffen können. Denn genau das wird der internationalen Gemeinschaft, aber auch den Ländern der Region das größte Vertrauen und die Möglichkeit geben, in eine bessere Zukunft zu blicken."

    Da er die endgültige Fassung noch nicht gesehen habe, wollte sich Prinz Faisal nicht weiter zu dem Rahmenabkommen äußern.

  • |Josef Siffert

    Israel verhandelt mit USA über Verbleib im Südlibanon

    Wenige Stunden nach der Einigung auf eine Absichtserklärung zur Beendigung des Iran-Kriegs verhandelt Israel nach Aussagen von Insidern mit den USA über einen Verbleib seiner Truppen im Südlibanon. Das sagten zwei israelische Regierungsvertreter, darunter ein enger Vertrauter von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag. Israel führe "hartnäckige Verhandlungen" mit der Regierung in Washington, sagte der hochrangige Insider.

    Das Land werde von seiner Position nicht abrücken und wolle seine Soldaten in dem Gebiet südlich des Flusses Litani belassen, hieß es. Von Netanjahus Büro war zunächst keine Stellungnahme erhältlich.

  • |Josef Siffert

    Israel: Kein Kontakt mehr mit EU-Außenbeauftragter

    Der israelische Außenminister Gideon Saar bricht jeglichen Kontakt zur EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas ab. Grund dafür seien jüngste Äußerungen, in denen Kallas Israel mit dem südafrikanischen Apartheid-Regime verglichen haben soll, sagt Saar.

  • |Josef Siffert

    Frieden zwischen USA und Iran: Österreicher sind skeptisch

    Die Österreicherinnen und Österreicher sind skeptisch, was das Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran betrifft. Lediglich 22 Prozent glauben, dass dies das Ende des Krieges zwischen den beiden Staaten bedeutet. 58 Prozent sehen in den weiteren Angriffen Israels auf den Libanon eine Gefahr für den Frieden, zeigt eine Market-Umfrage.

  • |Josef Siffert

    Ab Freitag: Gespräche in Bürgenstock-Resort in der Schweiz

    Nach der Unterzeichnung des Rahmenabkommens sollen Vertreter der USA und des Iran am Freitag in der Schweiz zu ersten Gesprächen über noch offene Fragen zusammenkommen. Die Verhandlungen sollen im Bürgenstock-Resort oberhalb des Vierwaldstättersees stattfinden, wie das Schweizer Außenministerium am Donnerstag mitteilt.

    Neben Vertretern aus Washington und Teheran werden zudem Gesandte der Vermittlerstaaten Pakistan und Katar sowie weiterer beteiligter Länder zu dem Treffen über die Umsetzung der Vereinbarung erwartet. Einzelheiten zum Zeitplan oder zum Ablauf der Gespräche lagen dem Ministerium zufolge zunächst nicht vor. 

  • |Josef Siffert

    Ölpreis gibt weiter nach

    Die Ölpreise bewegen sich nach der Unterzeichnung des vorläufigen Abkommens zur Beendigung des Krieges zwischen den USA und Iran weiter nach unten. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich um 2,1 Prozent auf 77,86 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 2,5 Prozent schwächer bei 74,90 Dollar. Analysten sind vorsichtig hinsichtlich der Frage, wie stark die Ölpreise kurzfristig noch sinken könnten. Das Angebot auf dem Ölmarkt dürfte nach Meinung von Experten auch nach der Wiederöffnung der Straße von Hormus knapp bleiben.

  • |Josef Siffert

    Iran wird Gebühren für Durchfahrt durch Straße von Hormus verlangen

    Der Iran hat seinen Willen bekräftigt, in einem endgültigen Friedensabkommen mit den USA Gebühren für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus festzuschreiben. Nach der 60-tägigen Phase zur Aushandlung des endgültigen Friedensabkommens werde sein Land bei der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge "nicht zu den Vorkriegsbedingungen zurückkehren", sagte der iranische Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf in einem Interview im iranischen Staatsfernsehen.

    "Der Iran hat das Recht auf Souveränität über die Straße von Hormus und natürlich werden wir eine Servicegebühr erhalten", sagte Ghalibaf. Zugleich betonte er, dass sein Land das Rahmenabkommen für einen Friedensschluss mit den USA als Erfolg für sich verbuche. "Die Vereinbarung ist ein Beleg für das Scheitern der USA", sagte er.

  • |Josef Siffert

    USA-Iran: Trump und Pezeshkian haben Abkommen unterschrieben

    Das Abkommen tritt sofort in Kraft. Der Iran wird die Straße von Hormus "unverzüglich" wieder öffnen.

  • |Manuel Simbürger

    "Sofort und dauerhaft": Das steht im US-Iran-Rahmenabkommen

    Der Text wurde allerdings noch nicht nicht offiziell bestätigt. Die Formulierungen könnten sich noch ändern.
     
  • |Manuel Simbürger

    IEA senkte erneut Prognose für weltweite Ölnachfrage

    Die Internationale Energieagentur (IEA) hat die Prognose für die weltweite Ölnachfrage in diesem Jahr wegen des Iran-Kriegs erneut reduziert. Heuer dürfte die Nachfrage wegen der höheren Preise und der teilweise unterbrochenen Lieferketten um durchschnittlich 1,1 Millionen Barrel (159 Liter) pro Tag sinken, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Monatsbericht der IEA hervorgeht.

    Das wäre ein Rückgang um rund ein Prozent und damit das stärkste Minus seit 2020, als die Corona-Pandemie die Weltwirtschaft zeitweise lahmgelegt hatte. Die IEA hatte bereits im Mai die Prognose für die Ölnachfrage weltweit auf minus 420.000 Barrel am Tag gesenkt. Zu Beginn des Jahres und damit vor dem Iran-Krieg hatte der Verband noch mit einem Anstieg um 770.000 Barrel pro Tag gerechnet.

  • |Manuel Simbürger

    Iranische Öl-Exporte per Schiff wieder angelaufen

    Nach der Vereinbarung mit den USA zur Beendigung des Iran-Kriegs ist der Export iranischen Erdöls per Schiff wieder angelaufen. Mehrere iranische Öltanker verließen das bisher von der US-Marine blockierte Seegebiet, teilte am Mittwoch die Website "TankerTrackers" mit, die über den Transport und die Lagerung von Erdöl informiert. Dies seien Irans "erste Rohölexporte seit zwei Monaten".

  • |Amina Beganovic

    CNN: US-Geheimdienste sehen in Straße von Hormus Druckmittel

    US-Geheimdienste gehen laut einem Bericht des Senders CNN davon aus, dass der Iran künftig jederzeit die wichtige Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus blockieren könnte. Das habe Teheran während des jüngsten Konflikts mit den USA und Israel bewiesen, berichtete CNN unter Berufung auf mehrere mit den Einschätzungen vertraute Personen.

    Demnach hätten amerikanische Geheimdienste ihre Bewertung der Fähigkeiten des Irans nach den Ereignissen der vergangenen Wochen angepasst. Die Führung in Teheran habe erkannt, dass sie mit einer Sperrung der Meerenge erheblichen Druck auf die Weltwirtschaft ausüben könne. Die Straße von Hormuz gilt als einer der wichtigsten Transportwege für Öl und Gas weltweit.

    Laut CNN sind die Geheimdienste zudem zu dem Schluss gekommen, dass der Iran weiterhin über erhebliche militärische Fähigkeiten verfüge, darunter Raketen, Drohnen und Schnellboote, die für eine Blockade eingesetzt werden könnten.

  • |Amina Beganovic

    Libanon: Vier Tote bei israelischen Angriffen im Süden

    Einen Tag nach einer zwischen den USA und dem Iran erzielten Einigung über ein Ende des Iran-Kriegs sind bei israelischen Luftangriffen im Süden des Libanon libanesischen Angaben zufolge mindestens vier Menschen und mehrere Verletzte getötet worden. Die Drohnenangriffe hätten sich in der Region Nabatije ereignet, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur NNA. Demnach zielten sie auf zwei Fahrzeuge im Ort Majfadun sowie ein weiteres im nahe gelegenen Schukin.

    In der Nacht zum Montag hatten die USA und der Iran die Einigung auf ein Rahmenabkommen für eine Beendigung des Iran-Krieges bekannt gegeben. Das Abkommen sieht eine sofortige Waffenruhe in der gesamten Region vor - auch im Libanon. Offiziell unterzeichnet werden soll es am Freitag in der Schweiz.

  • |Amina Beganovic

    Iran sieht Abzug Israels aus dem Libanon für unverzichtbar im Abkommen

    Die Hisbollah-Miliz hat dabei vom Iran nach eigener Darstellung Zusagen zu einem Abzug der israelischen Armee aus dem Libanon erhalten. Der Iran habe der Hisbollah "sehr klar" zugesichert, dass man ein Abkommen mit den USA nur unterzeichne, wenn dieses einen Abzug Israels aus dem Libanon enthalte. Das sagte ein ranghoher Funktionär der Hisbollah der dpa

    Die Frage sei eine der "obersten Prioritäten" für den Iran - dem wichtigsten Unterstützer der Hisbollah. Wobei der Nachrichtensender Al Jazeera berichtete, bei dieser Zusage des Irans an die Hisbollah gehe es um die nächste Phase der Verhandlungen mit den USA. Ein Abzug Israels aus dem Nachbarland werde zur Bedingung für die Gespräche gemacht - "nicht unbedingt für die erste Phase, aber als ein Endpunkt".

  • |Josef Siffert

    Trump rügt Israel

    Israel muss beim Krieg gegen die Hisbollah-Miliz im Libanon nach Worten von US-Präsident Donald Trump verantwortungsvoller handeln. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu "muss mehr Verantwortung zeigen mit Blick auf den Libanon", sagte Trump heute bei einem Treffen mit Katars Emir Tamim bin Hamad Al Thani am Rande des G7-Gipfels im französischen Évian. "Ich bin nicht glücklich damit, wie Israel sich mit dem Libanon und der Hisbollah verhalten hat", sagte Trump.

    Israel kämpfe schon "zu lang" gegen die Hisbollah und "zu viele Menschen werden getötet", sagte Trump zu dem Krieg, bei dem im Libanon etwa 3.800 Menschen getötet und etwa 11.700 weitere verletzt wurden. "Man muss nicht jedes Mal ein Wohnhaus zum Einsturz bringen, wenn man nach jemandem sucht. Denn in diesen Wohnhäusern sind viele Menschen, und die sind nicht alle Hisbollah", sagte Trump mit Blick auf Israels Angriffe.

  • |Josef Siffert

    Wieder zwei Hinrichtungen im Iran

    Im Iran sind am Morgen wieder zwei Männer im Zusammenhang mit den Protesten im Januar hingerichtet worden. Ihnen wurde zur Last gelegt, an bewaffneten Aufständen in der Stadt Schahrud im Nordosten des Landes beteiligt gewesen zu sein, berichtete das mit der Justiz verbundene Portal Misan.  

    Die Demonstrationen waren Ende Dezember angesichts der Wirtschaftskrise im Land ausgebrochen und entwickelten sich rasch zu Massenprotesten gegen die autoritäre Führung. Der Staat ließ sie gewaltsam niederschlagen. Tausende Demonstranten wurden dabei getötet.

    Die iranische Regierung hat seit Anfang des Jahres 40 Menschen auf Grundlage von nationalen Sicherheitsinteressen hingerichtet, 18 der Hingerichteten seien Demonstranten gewesen, so der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk.

  • |Josef Siffert

    Trump: Zweite Phase der Verhandlungen beginnt

    Laut US-Präsident Donald Trump gehen die Verhandlungen mit dem Iran nun in eine zweite Phase. "Wir haben unsere Vereinbarung mit dem Iran getroffen, und sie sollte erfolgreich sein", erklärt er. Der iranische Außenminister Abbas Araqchi sprach ebenso von einer neuen Verhandlungsrunde ab Freitag in der Schweiz. Die zweite Phase werde laut Trump einfacher.

    Diese weiteren Gespräche sollten innerhalb von 60 Tagen abgeschlossen werden. Diese Frist gilt als knapp zur Verhandlung eines umfassenden Abkommens zu Irans Atomprogramm. Ähnliche Gespräche über das bisher letzte große Abkommen mit dem Iran, dem in Wien geschlossenen Atomdeal von 2015, dauerten fast zwei Jahre.

  • |Josef Siffert

    Nach dem Krieg droht dem Iran die innenpolitische Zerreißprobe

    Nach dem geplanten Ende der militärischen Konfrontation mit den USA steht die Führung des Iran laut Experten vor einer schweren innenpolitischen Zerreißprobe. Die theokratischen Herrscher in der Islamischen Republik müssen die gegensätzlichen Forderungen von gestärkten Hardlinern und einer verarmten, unzufriedenen Bevölkerung austarieren. 

  • |Josef Siffert

    Nach Deal: Warnung vor Schadenfreude gegen Trump

    Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hat nach dem Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran vor Schadenfreude gegenüber US-Präsident Donald Trump gewarnt. Auch wenn die USA mit dem Krieg "eigentlich erstrebenswerte Ziele" nicht erreicht hätten, sei "jede Schadenfreude abwegig und falsch" sagte Ischinger im RBB-Inforadio. 

    "Dem Iran die Möglichkeit zu nehmen, eine militärische Nuklearfähigkeit aufzubauen, dieses Ziel teilen wir natürlich mit den USA", sagte Ischinger. "Also bitte nicht ein Tag der Schadenfreude, sondern ein Tag möglicher Sorge, dass die USA mit diesem Krieg leider anscheinend weniger erreicht haben als wünschenswert gewesen wäre", so Ischinger weiter. Er sei skeptisch, ob das vereinbarte Rahmenabkommen Stabilität und Frieden für die Region sowie eine Einhegung des Iran bringen werde.

    Nach wochenlangen Verhandlungen hatten sich die USA und der Iran in der Nacht auf Montag auf ein Rahmenabkommen hin zu einem Kriegsende verständigt, das am Freitag in der Schweiz unterzeichnet werden soll. US-Präsident Trump steht in der Kritik, dass er den Krieg ausgelöst, seine Ziele aber nicht erreicht habe.

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