Neue Angriffe von Israel und dem Iran + Länder warnen Israel vor Bodenoffensive
- Israel und die USA haben Ende Februar mit Militärschlägen gegen den Iran begonnen. Der Oberste Führer Ali Khamenei wurde dabei getötet - Nachfolger wird sein Sohn Mojtaba.
- Am Freitag teilte US-Verteidigungsminister Hegseth mit, dass Mojtaba Khamenei verwundet und vermutlich entstellt sei. US-Präsident Trump sagte am Montag, dass unklar sei, ob Khamenei noch am Leben ist oder nicht.
- Die USA und der Iran sollen wieder direkt miteinander kommunizieren. Irans Außenminister Abbas Araqchi soll Textnachrichten an US-Gesandten Steve Witkoff geschickt haben. Araqchi dementiert die Berichte.
- Israel fliegt neue Angriffe auf Teheran und Beirut. Mehrere Staaten warnen Israel vor einer Bodenoffensive im Libanon.
- Der Iran greift weiter Ziele in Golfstaaten an. Katar meldete, Raketenangriffe abgewehrt zu haben.
- Sicherheitsexperte Nico Lange erklärt in der ZiB2 warum Europa im Iran-Krieg nicht einfach zuschauen sollte.
- USA wollen Revolutionsgarden als Terrorgruppe einstufen lassen.
- Anatomie einer Entscheidung: Wieso sich Trump für den Krieg im Iran entschied.
- Wie der Iran-Krieg Chinas Pläne durchkreuzt.
- Warum der Iran-Krieg zum großen Problem für die Ukraine wird.
- Werden die Kurden wieder zum Kanonenfutter der USA?
- 7 Tage Iran-Krieg: Eine Aufarbeitung
- Pulverfass Nahost: Das Erbe der Kolonialmächte und der Kampf ums Öl
- Die Geldquellen des Iran: Wie das Regime seinen Krieg finanziert
- USA greifen den Iran mit seinen eigenen Waffen an
- "Regime Change" im Iran? Die wahre Arbeit beginnt nach dem Umsturz
- Ölpreis-Sprung: Die wichtigsten Fragen und Antworten
- Iran-Krieg: Zwischen den Alliierten kracht es
- Kommt eine Flüchtlingswelle aus dem Iran auf uns zu?
- Die Straße von Hormus: Ein Minenfeld für die Weltwirtschaft
- Trump droht US-Sendern wegen "falscher Iran-Berichte" mit Lizenz-Entzug
- Warum die Hormus-Sperre eine Eskalation des Krieges wahrscheinlicher macht
- Indien bis Japan: Der Iran-Krieg stürzt Asien in die Energiekrise
Iran-Krieg
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Seit Beginn des Konflikts gab Europa nach Berechnung der Europäischen Kommission bereits zusätzliche 6 Mrd. Euro für Importe fossiler Brennstoffe aus.
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Weitere Festnahmen wegen Spionage
Im Iran wurden indes einem Medienbericht zufolge zehn Ausländer wegen Spionage festgenommen. Der Geheimdienst der Revolutionsgarden, der Elite-Streitmacht des Iran, werfe ihnen vor, Informationen über sensible Standorte gesammelt und operative Einsätze im Nordosten des Landes vorbereitet zu haben, meldet die halbamtliche Nachrichtenagentur Tasnim. Zur Staatsangehörigkeit der Festgenommenen wurden zunächst keine Angaben gemacht.
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UNO-Organisation: Militärschutz für Tanker keine Dauerlösung
Militärische Eskorten zum Schutz von Tankschiffen in der Straße von Hormus sind nach Ansicht der Weltschifffahrtsorganisation (IMO) keine nachhaltige Lösung. "Es verringert das Risiko, aber das Risiko besteht weiterhin", sagte IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez der Financial Times. Ein militärischer Einsatz sei "keine langfristige oder nachhaltige Lösung."
Dominguez äußerte sich auch besorgt über die Schiffsbesatzungen, die im Persischen Golf feststecken. "Die Lage ist besorgniserregend, insbesondere weil Schiffe derzeit nicht in der Lage sind, sich in der Straße von Hormus oder in der Golfregion frei zu bewegen. Auch der Zugang zu Häfen ist eingeschränkt, da Hafenanlagen ins Visier genommen werden", sagte der Chef der UNO-Organisation. Irgendwann würden an Bord auch Vorräte an Lebensmitteln, Wasser und Treibstoff knapp werden.
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Ölpreise ziehen erneut an
Nach dem Rückgang zum Wochenanfang haben die Ölpreise am Dienstag wieder zugelegt. Rohöl der Sorte Brent und US-Leichtöl WTI verteuern sich in der Spitze jeweils um rund fünf Prozent auf 104,98 Dollar (91,46 Euro) und 98,42 Dollar je Barrel. Grund ist die Furcht vor Lieferausfällen, da die Straße von Hormuz weiterhin nicht passiert werden kann.
Verbündete der USA hatten Forderungen nach der Entsendung von Kriegsschiffen zur Unterstützung der Tanker bei der Durchfahrt durch die wichtige Wasserstraße zurückgewiesen. Die Risiken blieben groß, sagte Marktanalyst Tony Sycamore von IG. "Es genügt eine einzige iranische Miliz, die eine Rakete abfeuert oder eine Mine an einem vorbeifahrenden Tanker anbringt, um die gesamte Situation erneut eskalieren zu lassen."
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Rund 200 US-Soldaten verletzt
Die Zahl der im Krieg gegen den Iran verwundeten US-Soldaten stieg laut Militärangaben auf rund 200. Der Großteil habe leichte Verletzungen erlitten, hieß es in einer Mitteilung des US-Zentralkommandos (CENTCOM). 180 der Verwundeten hätten bereits wieder ihren Dienst aufgenommen. Den Tod von elf Soldaten hatten die USA bereits am Freitag gemeldet. Angaben zu Verlusten der israelischen Streitkräfte liegen zunächst nicht vor.
Über die Zahl der Opfer auf iranischer Seite gibt es lediglich grobe Schätzungen. In Medienberichten war zuletzt von rund 2.000 Toten die Rede gewesen, darunter Zivilisten.
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Neue iranische Angriffe auf Ziele in Golfstaaten
Der Iran griff in der Nacht auch erneut Ziele in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Saudi-Arabien an. Die Emirate schlossen wegen laufender Angriffe kurzzeitig ihren Luftraum.
Die Behörden in Dubai erklärten, dass es sich bei dem Lärm, der in verschiedenen Stadtgebieten zu hören sei, um Abfangeinsätze der Luftabwehr handle. Das Verteidigungsministerium in Saudi-Arabien teilte mit, im Osten des Landes seien mehrere Drohnen abgefangen worden.
Im Irak gab es unbestätigten Medienberichten zufolge neue Angriffe auf die US-Botschaft in Bagdad und einen US-Stützpunkt in der Nähe des Flughafens.
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Angriff auf Tanker im Golf von Oman
Die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt meldete, ein Tanker sei vor der Küste des Emirats Fudschaira im Golf von Oman von einem unbekannten Geschoss getroffen worden. Es sei niemand verletzt worden. Das Schiff habe gut 40 Kilometer vor der Küste vor Anker gelegen, hieß es.
Das kleine Emirat Fujaira, das zu den Vereinigten Arabischen Emiraten gehört, liegt südlich der Straße von Hormus - einer strategisch bedeutsamen Meerenge, die den Zugang zum Persischen Golf bildet.
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Mehrere Staaten warnen Israel vor Bodenoffensive im Libanon
Mehrere Staaten warnten Israel vor einer großen Bodenoffensive. "Eine signifikante israelische Bodenoffensive hätte verheerende humanitäre Folgen und könnte zu einem langwierigen Konflikt führen", teilten die Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Kanadas und des Vereinigten Königreichs in einer Erklärung mit. "Dies gilt es abzuwenden. Die humanitäre Lage im Libanon einschließlich der anhaltenden Massenvertreibung ist bereits äußerst alarmierend."
Durch die jüngste Eskalation des Konflikts sind im Libanon offiziellen Angaben zufolge mehr als eine Million Menschen vertrieben worden. Bisher seien rund 1.050.000 Vertriebene registriert worden, teilte die Katastrophenschutzeinheit der Regierung in Beirut mit. Rund 130.000 Menschen seien in Notunterkünften untergekommen. Das Gesundheitsministerium teilte mit, dass mehr als 880 Menschen durch israelische Angriffe getötet worden seien.
Die Staats- und Regierungschefs verurteilten in ihrer Erklärung die Entscheidung der Hisbollah, sich Irans Angriffen auf Israel anzuschließen. "Die Angriffe der Hisbollah auf Israel und ihre gezielten Angriffe auf die Zivilbevölkerung müssen aufhören, die Hisbollah muss ihre Waffen niederlegen."
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Israel fliegt neue Angriffe auf Teheran und Beirut
Die israelische Luftwaffe fliegt nach eigenen Angaben große neue Angriffswellen auf Ziele im Iran und im Libanon. In der Hauptstadt Teheran werde Infrastruktur des iranischen "Terrorregimes" attackiert. Gleichzeitig gebe es Angriffe auf Einrichtungen der vom Iran unterstützten Terrororganisation Hisbollah in der libanesischen Hauptstadt Beirut, erklärte das Militär auf der Plattform X. Weitere Einzelheiten nannte die israelische Armee zunächst nicht.
Israels Militär geht inzwischen auch massiv gegen die schiitische Hisbollah-Miliz im nördlichen Nachbarland Libanon vor. Der Einsatz begann infolge von Raketenangriffen aus dem Libanon und beschränkte sich zunächst auf Luftangriffe, inzwischen gibt es aber auch Einsätze am Boden. Ein Militärsprecher kündigte am Montagabend an, den Einsatz von Bodentruppen im Südlibanon auszuweiten. Die Armee mobilisiere weitere Reservisten, sagte Sprecher Effie Defrin. Gegenwärtig seien bereits mehr als 100.000 Reservesoldaten an allen Fronten im Einsatz. Im Libanon besteht die Sorge vor einer großangelegten Bodeninvasion Israels mit anschließender Besatzung im Süden des Landes.
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USA wollen Revolutionsgarden als Terrorgruppe einstufen lassen
Die US-Regierung hat ihre Diplomaten weltweit angewiesen, bei verbündeten Staaten auf die Einstufung der iranischen Revolutionsgarden und der libanesischen Hisbollah als Terrororganisationen zu dringen. In einer internen Anweisung des US-Außenministeriums vom 16. März, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt, begründet Außenminister Marco Rubio die Mitteilung mit einem erhöhten Angriffsrisiko durch den Iran und seine Verbündeten.
Die US-Diplomaten sollen die Botschaft bis spätestens 20. März auf "höchstmöglicher Ebene" überbringen und sich dabei mit israelischen Kollegen abstimmen. Die Trump-Regierung versucht damit, Verbündete für ihre Militäroperation zu gewinnen, viele von ihnen waren über den vor zwei Wochen begonnenen amerikanisch-israelischen Luftkrieg nicht im Voraus informiert worden. Erste Rückschläge zeichnen sich bereits ab: Mehrere US-Verbündete erklärten am Montag, sie hätten keine unmittelbaren Pläne, Schiffe zur Freihaltung der Straße von Hormus zu entsenden. Damit wiesen sie Trumps Bitte zurück, die lebenswichtige Öl-Schifffahrtsroute offen zu halten.
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Katar wehrt Raketenangriff ab
Das Militär in Katar hat am Morgen einen mutmaßlich iranischen Raketenangriff abgewehrt. Das teilte das Verteidigungsministerium in Doha auf der Plattform X mit, ohne sich ausdrücklich zur Herkunft der Geschosse zu äußern. Trümmerteile einer abgewehrten Rakete lösten in einem Industriegebiet einen Brand aus, wie das Innenministerium mitteilte. Die Feuerwehr sei vor Ort. Weitere Einzelheiten zu dem Angriff - etwa zur Zahl der abgewehrten Raketen - wurden zunächst nicht genannt.
Der Iran greift Länder am Persischen Golf immer wieder mit Raketen und Drohnen an. Erst am Montag hatte der Iran laut dem Verteidigungsministerium Katars das Golfemirat mit 14 ballistischen Raketen und mehreren Drohnen angegriffen. Alle Drohnen und 13 der Raketen seien abgefangen worden, eine Rakete schlug demnach in unbewohntem Gebiet ein.
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Experte über Trump-Vorgehen: "Das ist schlechter Stil"
Der Krieg zwischen den USA und dem Iran stellt Europa vor ein Dilemma. Sicherheitsexperte Nico Lange erklärt in der ZiB2 warum Europa nicht einfach zuschauen sollte.
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Araqchi dementiert Kontakt zu Witkoff
Irans Außenminister Abbas Araqchi hat Berichte über Kontakte zum US-Sondergesandten Steve Witkoff zurückgewiesen. Araqchi erklärte auf X: "Mein letzter Kontakt mit Herrn Witkoff fand statt, bevor sein Arbeitgeber (US-Präsident Donald Trump) beschloss, die diplomatischen Bemühungen durch einen weiteren illegalen Militärschlag gegen den Iran zunichte zu machen." Die nun kursierenden Behauptungen seien darauf angelegt, Ölmarktakteure und die Öffentlichkeit zu täuschen.
Zuvor hatte das Portal "Axios" unter Berufung auf einen US-Beamten und eine informierte Quelle berichtet, dass zwischen beiden Seiten in den vergangenen Tagen ein direkter Kommunikationskanal reaktiviert worden sei. Araqchi soll demnach Textnachrichten geschickt haben, in denen es um Wege zur Beendigung des Kriegs ging.
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Medien: Wieder direkter Draht zwischen USA und Iran
Die USA und der Iran haben wieder einen direkten Kommunikationskanal. US-Gesandter Steve Witkoff und Irans Außenminister Abbas Araqchi hätten in den vergangenen Tagen wieder Kontakt aufgenommen, berichtete das Portal Axios unter Berufung auf einen US-Regierungsvertreter. Araqchi habe Textnachrichten an Witkoff geschickt, in denen es um ein Ende des Krieges gehe. US-Präsident Donald Trump hatte kurz zuvor gesagt, die USA wüssten nicht, wer derzeit im Iran das Sagen habe.
"Wir haben Leute, die verhandeln wollen. Wir haben keine Ahnung, wer sie sind", hatte er bei einer Veranstaltung im Weißen Haus erklärt. Außerdem sagte Trump, es sei unklar, ob das geistliche Oberhaupt des Irans, Mojtaba Khamenei, noch am Leben sei. Einige Leute sagten, Khamenei sei tot, andere sagten, er sei schwer verletzt. Trump erklärte weiter, dass er nicht denke, dass Israel Nuklearwaffen gegen den Iran einsetze.
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Fünf westliche Staaten: Libanon-Bodenoffensive "gilt es abzuwenden"
Fünf westliche Staaten haben Israel zum Verzicht auf eine großangelegte Bodenoffensive im Libanon aufgerufen. "Eine signifikante israelische Bodenoffensive hätte verheerende humanitäre Folgen und könnte zu einem langwierigen Konflikt führen. Dies gilt es abzuwenden", hieß es Montagabend in einer gemeinsamen Erklärung der Staats- und Regierungschefs und -chefinnen Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Kanadas und Großbritanniens.
Unterdessen kündigte ein israelischer Militärsprecher an, den Einsatz von Bodentruppen im Süden des Libanon auszuweiten. Die Armee mobilisiere weitere Reservisten, sagte Sprecher Effie Defrin. Gegenwärtig seien bereits mehr als 100.000 Reservesoldaten an allen Fronten im Einsatz.
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Heftige Explosion in Bagdad
In der irakischen Hauptstadt Bagdad gab es Montagabend eine starke Explosion. AFP-Journalisten sahen Rauch über der "Grünen Zone" im Zentrum der Stadt. In dem stark abgesicherten Gebiet befinden sich die US-Botschaft und andere diplomatische Vertretungen, aber auch internationale Institutionen und Einrichtungen der irakischen Regierung. Auch ranghohe Politiker und andere Würdenträger wohnen dort.
In Abu Dhabi brach auf dem Öl- und Erdgasfeld Shah nach offiziellen Angaben ein Feuer aus. Ursache sei ein Drohnenangriff, teilte das Medienamt des Emirats mit. Berichte über Verletzte lagen zunächst nicht vor. Das Feld gehört zu den weltweit größten seiner Art und liegt 180 Kilometer südwestlich von Abu Dhabi.
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Zwei indische Gastanker passierten die Straße von Hormus
Der Iran hat zwei unter indischer Flagge fahrenden Flüssiggastankern die sichere Fahrt durch die Straße von Hormus gewährt. Die beiden Schiffe der Staatsreederei Shipping Corporation of India (SCI) hätten die Meerenge unter Aufsicht der indischen Marine passiert, berichtete die Zeitung "The Times of India". Ein in die Region entsandtes Schiff der Marine beobachte vor der Küste Omans die Situation weiterer Handelsschiffe, die Indien als Ziel hätten.
Der indische Außenminister Subramanyam Jaishankar führte die sichere Durchfahrt der Tanker auf diplomatische Bemühungen zurück. Der Tanker "Shivalik" erreichte inzwischen den Hafen Mundra an der indischen Westküste, wie der Sender NDTV und andere indische Medien berichteten. Der LPG-Tanker "Nanda Devi" werde am Dienstag erwartet. Zudem sei der Öltanker "Jag Laadgi", der in den Vereinigten Arabischen Emiraten beladen worden sei, auf dem Weg nach Indien.
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Trump "nicht glücklich" über Starmer
Laut Trump ist Frankreich offenbar bereit, bei der Öffnung der Straße von Hormuz zu helfen. Er habe am Sonntag mit seinem Amtskollegen Emmanuel Macron gesprochen, sagte Trump. US-Außenminister Marco Rubio werde die Namen der Länder bekanntgeben, die bei dem Einsatz helfen wollten. Ob Trumps Darstellung den Tatsachen entspricht, blieb zunächst offen.
Trump sagte weiter, er sei "nicht glücklich" mit der ablehnenden Antwort des britischen Premierministers Keir Starmer gewesen. Er äußerte die Hoffnung, dass sich Großbritannien "vielleicht" an dem Einsatz beteiligen werde.
Deutschlands Kanzler Friedrich Merz erteilte einer deutschen militärischen Beteiligung am Schutz von Öltankern in der Meeresenge indes eine Absage. Die NATO sei ein Verteidigungsbündnis und kein Interventionsbündnis, sagte Merz bei einem Treffen mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Rob Jetten im Kanzleramt in Berlin. "Deswegen wünsche ich mir, dass wir auch mit dem notwendigen Respekt im Bündnis hier miteinander umgehen." Der Iran-Krieg sei keine Angelegenheit der NATO, betonte er.
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Raketenteile in Jerusalems Altstadt niedergegangen
Nach einem iranischen Raketenangriff sind nahe der heiligen Stätten der drei Weltreligionen in Jerusalem nach Polizeiangaben Trümmerteile niedergegangen. Polizeikräfte und Sprengstoffexperten seien gegenwärtig an mehreren Einschlagorten in der Altstadt im Einsatz, hieß es in einer Polizeimitteilung.
Betroffen seien unter anderem der Tempelberg, die Grabeskirche und das jüdische Viertel. Auch an weiteren Orten in Jerusalem sei es zu Einschlägen gekommen. Es gab zunächst keine Informationen zu möglichen größeren Schäden an den heiligen Stätten, die im arabisch geprägten Ostteil Jerusalems liegen.
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Libanon: Mehr als eine Million Menschen durch Krieg vertrieben
Im Libanon sind Behördenangaben zufolge seit dem Wiederaufflammen des Konflikts zwischen Israel und der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Libanon am 2. März mehr als eine Million Menschen vertrieben worden. Insgesamt 1.049.329 Menschen hätten sich auf der Onlineplattform des Sozialministeriums als vertrieben gemeldet, erklärten die libanesischen Behörden am Montag. Rund 132.700 der Menschen seien in 600 Notunterkünften untergebracht.
Nach Beginn des Krieges der USA und Israels gegen den Iran hatte die vom Iran finanzierte libanesische Hisbollah-Miliz Anfang des Monats ihre Angriffe auf Israel wieder aufgenommen. Israel reagierte mit eigenen Militäraktionen und begann nach eigenen Angaben in den vergangenen Tagen einen "begrenzten und gezielten Bodeneinsatz" im Südlibanon. Nach jüngsten Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden dabei im Libanon insgesamt 850 Menschen getötet und mehr als 2100 weitere verletzt.
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Trump: Wissen nicht, ob Mojtaba Khamenei tot ist oder nicht
US-Präsident Donald Trump hat Montagabend im Weißen Haus gesagt, es sei unklar, ob das geistliche Oberhaupt des Irans, Mojtaba Khamenei, noch am Leben ist. Einige Leute sagten, Khamenei sei tot, andere sagten, er sei schwer verletzt. Trump fügte hinzu, man wisse nicht, wer gegenwärtig für den Iran spreche. "Wir kennen ihre Führer nicht." Er denke aber, dass Teheran ein Abkommen zur Beendigung des Kriegs anstrebe. An den Einsatz von Nuklearwaffen durch Israel glaube er nicht.
Außerdem erklärte Trump bei einer Veranstaltung im Weißen Haus weiter, dass der Militäreinsatz der USA gegen den Iran in den vergangenen Tagen "mit voller Kraft" fortgesetzt wurde. Die Vereinigten Staaten hätten seit Kriegsbeginn mehr als 7.000 Ziele in der Islamischen Republik angegriffen, sagte Trump.
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Keine Ausweitung von EU-Marinemission auf Hormus
Wichtige Verbündete lehnen Forderungen von US-Präsident Donald Trump ab, auch Kriegsschiffe anderer NATO-Staaten zum Schutz von Öltankern in die Straße von Hormus zu schicken. Die EU-Außenminister haben nach Worten der Außenbeauftragten Kaja Kallas kein Interesse an einer Ausweitung der Marinemission "Aspides" auf die Straße von Hormus. Trump hatte die Verbündeten zuvor zur Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der Straße von Hormus aufgefordert.
Die NATO werde vor einer düsteren Zukunft stehen, sollten die Partner dabei nicht helfen, sagte Trump der "Financial Times". Es gebe zwar den klaren Wunsch, den Einsatz zu stärken, sagte Kallas nach einem Treffen in Brüssel. Für eine Änderung des Mandats fehle jedoch momentan die Bereitschaft. Bisher konzentriert sich die Mission vor allem auf das Rote Meer.
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Trump: Mehr als 7.000 Ziele im Iran angegriffen
Präsident Donald Trump hat am Montag erklärt, dass der Militäreinsatz der USA gegen den Iran in den vergangenen Tagen "mit voller Kraft" fortgesetzt worden ist. Die USA hätten seit Kriegsbeginn mehr als 7.000 Ziele in der Islamischen Republik angegriffen, sagte Trump. Der iranische Generalsekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats, Ali Larijani, kündigte unterdessen an, dass Teheran seinen Widerstand gegen die USA und Israel fortsetzen wolle.
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Im Schatten der Spritkrise
Der Krieg im Nahen Osten und die Spritkrise bringen auch in Brüssel die Pläne durcheinander - und die EU-Staaten auf Kollisionskurs. Wie grün ist die EU-Antwort auf die Energiepreise?
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Nato-Staaten stemmen sich gegen Einsatz vor Irans Küste
Deutschland und wichtige Verbündete lehnen Forderungen von US-Präsident Donald Trump ab, auch Kriegsschiffe anderer Nato-Staaten zum Schutz von Öltankern in die umkämpfte Straße von Hormus zu schicken. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sagte: "Es ist nicht unser Krieg, wir haben ihn nicht begonnen. Wir wollen diplomatische Lösungen und ein schnelles Ende, aber weitere Kriegsschiffe in der Region tragen dazu im Zweifel nicht bei."
Auch Außenminister Johann Wadephul (CDU) sagte, die Allianz sei nicht zuständig für den Schutz des Schiffsverkehrs in der Meerenge zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel. Regierungssprecher Stefan Kornelius stellte klar: "Dieser Krieg hat mit der Nato nichts zu tun. Das ist nicht der Krieg der Nato." Trump hatte die Verbündeten in dem Militärbündnis zuvor mit konfrontativen Worten zur Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der Straße von Hormus aufgefordert.
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WHO: Sechs Spitäler im Iran evakuiert
Das Gesundheitssystem im Iran hält der WHO zufolge trotz des Beschusses durch Israel und den USA stand. Sechs Krankenhäuser hätten zwar evakuiert werden müssen, aber noch funktioniere das System und der Iran habe die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht um Notfallhilfe gebeten, sagt die Direktorin für die Region, Hanan Balkhy.
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EU verhängt Sanktionen gegen 16 Iraner wegen Niederschlagung der Proteste
Der Rat der EU hat Sanktionen gegen 16 Personen und drei Organisationen verhängt, die demnach für schwere Menschenrechtsverletzungen in Iran verantwortlich seien. Darunter sind der stellvertretende iranische Innenminister für Sicherheit und Strafverfolgung sowie verschiedene Kommandeure lokaler Zweigstellen des Korps der Islamischen Revolutionswächter (IRGC).
In einer Pressemitteilung begründet der Rat, diese hätten eine Schlüsselrolle bei der Niederschlagung der Straßenproteste im Januar 2026 gespielt. -
IEA-Chef: Bei Bedarf könnten weitere Ölvorräte freigegeben werden
Die Mitgliedsländer der Internationalen Energieagentur (IEA) verfügen IEA-Chef Fatih Birol zufolge noch über 1,4 Milliarden Barrel Öl-Notreserven und könnten bei Bedarf weitere Ölvorräte freigeben. „Trotz dieser enormen Freigabe haben wir immer noch große Vorräte. Die derzeitige Freigabe wird, sobald sie abgeschlossen ist, die Notvorräte in den IEA-Ländern nur um etwa 20 Prozent reduzieren“, sagt Birol in einem Video.
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UN: Israelischer Angriff auf Gefängnis im Juni 2025 war Kriegsverbrechen
Eine UN-Untersuchungskommission stuft einen israelischen Luftangriff auf ein Gefängnis im vergangenen Jahr als Kriegsverbrechen ein. Es gebe hinreichende Gründe für die Annahme, dass Israel bei dem Angriff auf das Ewin-Gefängnis in Teheran im vergangenen Juni vorsätzlich ein ziviles Ziel angegriffen habe, sagt die Vorsitzende der Kommission, Sara Hossain, vor dem UN-Menschenrechtsrat. Bei dem Angriff im Zuge des Zwölftage-Krieges seien 80 Personen, darunter ein Kind und acht Frauen, ums Leben gekommen. Eine Stellungnahme Israels liegt zunächst nicht vor.
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Amnesty fordert Aufklärung nach tödlichem US-Angriff auf Schule im Iran
Die Verantwortlichen für den rechtswidrigen US-Angriff auf eine Schule in Minab im Iran, bei dem 168 Menschen, darunter 110 Schulkinder getötet wurden, müssen laut Amnesty International zur Rechenschaft gezogen werden. Das fordert die Organisation nach einer eingehenden Untersuchung des Vorfalls vom 28. Februar 2026.
Die von Amnesty gesammelten Belege deuten darauf hin, dass die Shajareh-Tayyebeh-Grundschule im angrenzenden Komplex der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC), gezielt mit Lenkwaffen beschossen wurde. Die Schule wird von Kindern einkommensschwacher Familien, wie der unterdrückten baluchischen Minderheit, besucht.
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Insider: Iran fordert von Indien Freigabe von Tankern für freie Passage
Der Iran nutzt nach Angaben von Insidern die Blockade der Straße von Hormus als Hebel in Verhandlungen mit Indien. Die Regierung in Teheran fordert die Freigabe von drei im Februar festgesetzten Tankern als Gegenleistung für die sichere Passage indischer Schiffe durch die strategisch wichtige Meerenge, wie die Nachrichtenagentur Reuters am Montag von drei mit der Angelegenheit vertrauten Personen erfuhr. Der iranische Botschafter habe das Thema bei einem Treffen im indischen Außenministerium in Neu-Delhi zur Sprache gebracht.
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Bedrohung für den Weltraum? Israel zerstört Anlage in Teheran
Bei Angriffen auf Ziele in Teheran hat Israels Luftwaffe Armeeangaben zufolge eine Anlage ins Visier genommen und zerstört, in der der Iran Fähigkeiten für Angriffe auf Satelliten im Weltraum entwickelt haben soll. Die von Irans Regierung genutzte Einrichtung sei deshalb „eine Bedrohung für Israels Satelliten sowie Weltraumressourcen anderer Länder“ gewesen. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Über sein eigenes Raumfahrtprogramm hatte Teheran in der Vergangenheit erklärt, dass es keinerlei militärische Ziele verfolge.
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Warum hat der Iran die Meerenge jetzt blockiert?
Die Drohung, die Straße von Hormuz zu blockieren, ist nicht neu. Bereits 2011 warnte ein Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden, dies sei "leichter als ein Glas Wasser zu trinken". Seither haben die Garden wiederholt damit gedroht, die Meerenge zu schließen, etwa während der Spannungen um Sanktionen und das iranische Atomprogramm 2016 und 2018 sowie während der US-israelischen Angriffe im Juni des vergangenen Jahres. Analysten betrachteten die Schließung jedoch stets als letztes Mittel. Sie verwiesen auf die langfristigen strategischen Veränderungen, die ein solcher Schritt bei den Gegnern des Irans auslösen könnte, sowie auf mögliche Vergeltungsmaßnahmen gegen den eigenen Energiesektor.
Der Angriff vom 28. Februar, bei dem der Oberste Führer des Landes, Ayatollah Ali Khamenei, getötet wurde, hat diese Gleichung geändert. Iranische Vertreter bezeichnen den Krieg als existenziell, und die Hardliner der Revolutionsgarden haben zunehmend die strategische Führung übernommen.
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EU schickt über 450 Mio. Euro Hilfe in den Nahen Osten
Die Europäische Union gibt mehr als 450 Millionen Euro für humanitäre Hilfe im Nahen Osten. Sie soll Menschen in Jordanien, Syrien, Ägypten, im Libanon und in den Palästinensischen Gebieten helfen, wie die Europäische Kommission mitteilte. Europa müsse weiterhin zu den Menschen in Krisengebieten halten, teilte die EU-Kommissarin für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, Hadja Lahbib, mit. "Wir werden weiterhin lebensrettende Hilfe leisten, solange sie benötigt wird."
Angesichts des Kriegs im Iran unterstützt die EU auch Flüge, die in der Region gestrandete Bürgerinnen und Bürger nach Europa bringen. In den vergangenen Wochen sind so mehr als 11.000 Menschen zurückgeholt worden.
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Städtische Stromwerke in Teheran bombardiert
Bei einem israelischen Luftangriff in Teheran wurde iranischen Angaben zufolge ein Gebäude der städtischen Stromwerke bombardiert. Das Verwaltungsgebäude im Stadtteil Shohada sei getroffen worden, berichtete das staatliche TV-Netzwerk SNN. Mehrere Mitarbeiter und Ingenieure kamen demnach ums Leben. Eine genaue Opferzahl nannte der Bericht nicht. Durch die Druckwelle der Explosion seien auch Gebäude in unmittelbarer Nähe beschädigt worden. Splitter hätten Passanten in den Tod gerissen und verletzt.
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Israel stellt sich auf Fortsetzung des Iran-Krieges für drei weitere Wochen ein
Während die israelische Armee in der Nacht auf Montag Ziele im Iran bombardierte, legten iranische Drohnenangriffe den Flughafen von Dubai vorübergehend lahm und trafen eine wichtige Ölanlage in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Der Konflikt, in den auch die USA involviert sind, geht nun in die dritte Woche.
Die israelische Armee verfügt nach eigenen Angaben über detaillierte Einsatzpläne für die kommenden drei Wochen sowie über weitere Pläne, die darüber hinausreichen. Dies teilte Militärsprecher Nadav Shoshani am Montag mit. Ziel sei es, die Fähigkeiten des Iran zur Bedrohung Israels massiv zu schwächen. Dabei konzentriere man sich auf die Infrastruktur für ballistische Raketen, Atomanlagen und den Sicherheitsapparat. "Wir wollen sicherstellen, dass dieses Regime so schwach wie möglich ist und dass wir alle seine Fähigkeiten, alle Teile und alle Flügel seines Sicherheitsapparats schwächen", sagte Shoshani. Die Armee, die mehr als 110.000 Reservisten mobilisiert hat, habe noch Tausende von Zielen im Iran im Visier.
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Starmer: Straße von Hormus sichern nicht Aufgabe der Nato
Der britische Premierminister Keir Starmer sieht die Sicherung der Straße von Hormus entgegen der Forderung von US-Präsident Donald Trump nicht als Aufgabe der Nato. "Das wird keine Nato-Mission sein und war auch nie als eine solche vorgesehen", sagte Starmer am Vormittag in London.
Zuständig sein müsse eine Allianz von Partnern in Europa, am Golf und mit den USA. Trump hatte die Nato-Verbündeten zuvor zur Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der Meerenge aufgefordert. Die Nato werde vor einer düsteren Zukunft stehen, sollten die Partner der USA dabei nicht helfen, so Trump.
Großbritannien arbeite mit anderen Ländern, auch in Europa, daran, einen tragfähigen, gemeinsamen Plan zu Öffnung der Meerenge zu entwickeln, sagte Starmer. Die Straße von Hormus sei von kritischer Bedeutung für die Wirtschaft. Die Schifffahrt in der Region müsse schnell wieder ermöglicht werden, um die wirtschaftlichen Auswirkungen abzumildern.
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Bank Austria senkt heimische Wirtschaftsprognose
Der zarte Aufwind der heimischen Wirtschaft wird vom Krieg im Nahen Osten verlangsamt. Die Bank Austria hat am Montag die BIP-Prognose um jeweils 0,1 Prozentpunkte auf 0,9 Prozent für 2026 und 1,4 Prozent für 2027 gesenkt. "Die zaghafte Erholung der heimischen Wirtschaft wird sich etwas verlangsamen, aber nicht zum Stillstand kommen", erwartet Bank-Austria-Ökonom Walter Pudschedl.
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"Großangelegte Angriffswelle" von Israel im Iran
Israels Armee greift eigenen Angaben zufolge erneut Ziele im Iran an. Sie sprach von einer „großangelegten Angriffswelle“, die in den Städten Teheran, Schiras und Tabris die Infrastruktur der Führung ins Visier nehme. Auch iranische Medien meldeten eine neue Angriffswelle in der Hauptstadt Teheran. Im Osten der Stadt seien nach israelisch-amerikanischen Angriffen Explosionen zu hören gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur Fars. Das staatliche Fernsehnetzwerk SNN meldete Explosionen an mehreren Orten in der Metropole.
Bei den Luftangriffen seien neben städtischer Infrastruktur auch Wohngebiete bombardiert worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Es sei eine „beträchtliche Zahl von Menschen“ getötet oder verletzt worden, hieß es in dem Bericht ohne konkrete Zahlen. Die Attacken erfolgten demnach im Nordwesten, im Zentrum und im Südosten der Millionenmetropole.
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Iran: Nur Feinde dürfen Straße von Hormus nicht passieren
Schiffe von Staaten, die nicht am Krieg mit den USA und Israel beteiligt sind, dürfen nach Angaben des iranischen Außenministeriums die Straße von Hormus passieren. Die Meerenge sei nur geschlossen für die Feinde der Islamischen Republik und ihre Unterstützer, erklärt Außenminister Abbas Aragtschi nach einem Bericht der Nachrichtenagentur SNN. Er bekräftigt, der Iran habe nicht um eine Feuerpause gebeten. "Der Krieg muss auf eine Weise beendet werden, die sicherstellt, dass er sich nicht wiederholen kann", sagt der Minister.
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Israelischer Minister hält Eskalation für möglich
Der israelische Sport- und Kulturminister Miki Zohar hält eine baldige Zuspitzung des Iran-Kriegs für möglich. "Wir wissen, dass es in den kommenden Tagen zu einer Eskalation kommen könnte", sagte er dem israelischen Radiosender 103FM. "Der gesamte Staat Israel, wir alle müssen in den kommenden Tagen besser vorbereitet sein." Die Lage sei dynamisch, sagte der Politiker.
Einzelheiten zu einer möglichen Eskalation der Situation nannte er nicht. Zohar ist - wie auch Ministerpräsident Benjamin Netanjahu - Mitglied der rechtskonservativen Regierungspartei Likud. Weiter sagte er, dass der Krieg noch viele Wochen dauern könne. Auch der israelische Militärsprecher Effie Defrin hatte zuletzt gesagt, die Armee plane den Krieg noch mindestens drei Wochen fortzusetzen. In einem Interview des US-Senders CNN erklärte er, Israels Militär habe zudem „weitergehende Pläne für weitere drei Wochen darüber hinaus“.
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UN-Abkommen zur Öffnung der Straße von Hormus
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas bringt ein UN-Abkommen zur Öffnung der Straße von Hormus ins Gespräch. Sie habe mit UN-Generalsekretär Antonio Guterres darüber beraten, ob eine Initiative nach dem Vorbild des Getreideabkommens für das Schwarze Meer im Ukraine-Krieg möglich sei, sagt Kallas vor einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel.
2022 hatten sich Russland und die Ukraine unter UN-Aufsicht darauf verständigt, Getreidetransporte nicht anzugreifen. 2025 verabredeten beide kriegsführenden Staaten unter Vermittlung der USA, die zivile Schifffahrt von den Kämpfen auszunehmen.
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Israel meldet Zerstörung von Khameneis Regierungsflieger
Israels Militär meldete indes die Zerstörung eines iranischen Regierungsfliegers, der in der Vergangenheit vom obersten Führer Ayatollah Ali Khamenei genutzt worden sein soll. "Damit wurde dem iranischen Regime ein weiteres strategisches Gut entzogen", hieß es in einem auf Persisch verfassten Beitrag der israelischen Streitkräfte auf X. Der Flieger sei für Flüge im In- und Ausland verwendet worden.
Irans oberster Führer Khamenei wurde am 28. Februar bei einem israelischen Luftangriff in der Hauptstadt Teheran getötet. Offiziell flog das Staatsoberhaupt seit seiner Ernennung 1989 zum Religionsführer nie ins Ausland. Khamenei reiste jedoch gelegentlich in die iranischen Provinzen. Der Flughafen Mehrabad, Sitz der iranischen Regierungsflotte, wurde in den vergangenen Tagen mehrfach bombardiert.
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Saudi-Arabien fängt mehr als 60 Drohnen ab
Saudi-Arabien hat in der Nacht auf Montag mehr als 60 Drohnen im ölreichen Osten des Landes abgefangen. Die Drohnen seien zerstört worden, erklärte das Verteidigungsministerium. Im Osten des Königreichs liegen um Abqaiq die größten Ölfelder und -anlagen des Landes, die im Krieg mit dem Iran schon mehrfach Ziel von Angriffen wurden. Zugleich kündigte das Ministerium einen neuen Dienst an, mit dem Bewohner des Landes "verdächtige Aktivitäten am Himmel" melden können.
Der Dienst ist Teil einer Handy-Anwendung für Bürgerdienste in Saudi-Arabien. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate standen erneut unter Beschuss. Das Verteidigungsministerium sprach ohne nähere Details von "Bedrohungen mit Drohnen und Raketen aus dem Iran".
Der Iran hat die Emirate im Krieg bisher besonders stark angegriffen. Die Flugabwehr reagierte dort bisher auf Beschuss mit rund 300 Raketen, 1.600 Drohnen und 15 Marschflugkörpern. Die Angriffe in den Emiraten haben eine ähnliche Intensität wie Irans Angriffe in Israel.
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Erneut iranische Schule bei Luftangriff zerstört
Bei einem Luftangriff im Zentraliran ist iranischen Angaben zufolge eine Schule zerstört worden. Der Angriff ereignete sich in der Kleinstadt Chomein, wie die iranische Nachrichtenagentur Mehr am Montag unter Berufung auf den Gouverneur der Provinz Markazi meldete. Es habe keine Todesopfer gegeben. Mehrere Häuser in der Umgebung seien beschädigt worden. Bilder mehrerer iranischer Medien zeigten ein völlig zerstörtes Hauptgebäude hinter dem Eingang des Gymnasiums.
Welche Luftwaffe für die Bombardierung verantwortlich war, blieb zunächst unklar. Der Gouverneur in Markazi sprach von einem Angriff des "zionistisch-amerikanischen Regimes". Bei weiteren Angriffen in der Provinz seien fünf Menschen getötet worden. Bereits am Sonntag hatten Accounts, die das Kriegsgeschehen aus dem Ausland verfolgen, über Angriffe in Chomein berichtet. Dort sei eine Raketenbasis der Revolutionsgarden bombardiert worden, berichtete der bekannte Netzaktivist "Vahid" unter Berufung auf lokale Bewohner.
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Iran will bombardierte Mädchenschule in ein Museum umwandeln
Der Iran will die am ersten Kriegstag bombardierte Schule im Süden des Landes in ein Museum umwandeln. "Diese Schule ist ein lebendiges Dokument der Bereitschaft der Amerikaner zu Verbrechen und muss zur Bewahrung im historischen Gedächtnis des iranischen Volkes registriert und dokumentiert werden", hieß es in einer Regierungserklärung. Nähere Details zu den Museumsplänen gab es zunächst nicht. Die Schule selbst soll im Gedenken an die Opfer an anderer Stelle neu aufgebaut werden.
Bei dem Angriff in Minab am Persischen Golf waren Ende Februar mindestens 168 Schülerinnen zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie 4 Eltern ums Leben gekommen. Medienberichten zufolge sind US-Streitkräfte für den Angriff verantwortlich. Wie die „New York Times“ und der Sender CNN unter Berufung auf vertrauliche Quellen berichteten, geht das aus vorläufigen Ergebnissen einer Untersuchung hervor. Die USA hätten einen Stützpunkt der Revolutionsgarden im Visier gehabt, zu dem das Schulgebäude früher gehörte. Veraltete Ortungsdaten führten demnach zu dem folgenschweren Fehler der US-Streitkräfte.
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Nach Drohnenangriff: Flugverkehr in Dubai soll bald wieder starten
Ein Drohneneinschlag hat am Flughafen Dubai ein Treibstofflager in Brand gesetzt und den Luftverkehr stundenlang lahmgelegt. Am Vormittag sollten wieder erste Flieger starten und landen, wie die Fluglinie Emirates am Montag mitteilte. Zuvor hatten Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle gebracht, es gab demnach keine Verletzten.
Dubai gehört zu den Vereinigten Arabischen Emiraten. Der Airport dort - normalerweise eines der wichtigsten internationalen Drehkreuze - ist wegen des Iran-Kriegs und der Gegenangriffe Teherans auf Staaten in der Golfregion ohnehin massiv eingeschränkt. Schon vor der jüngsten Attacke galt kein regulärer Flugplan.
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Israel startet Bodenoffensive im Libanon
Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge in den vergangenen Tagen "begrenzte und gezielte Bodeneinsätze" im Süden des Nachbarlands Libanon begonnen. Ziel seien in der Gegend aktive Hisbollah-Mitglieder sowie die Infrastruktur der Miliz, teilte Israels Armee am Morgen mit.
Die Einsätze am Boden seien "Teil umfassenderer Verteidigungsmaßnahmen", um die Einwohner im angrenzenden Nordisrael zu schützen. Die Times of Israel hatte bereits am Wochenende berichtet, dass israelische Bodentruppen bei Kämpfen im Südlibanon Dutzende Milizionäre der irantreuen Hisbollah getötet hätten. Israels Verteidigungsministerium bestätigte den Bericht auf Anfrage. Zudem seien Waffenlager, ein Kommandozentrum und Beobachtungsposten der Hisbollah zerstört worden. Im Libanon herrscht die Sorge vor einer größeren Bodenoffensive Israels in dem Land. Nach Darstellung des Nachrichtenportals Axios will Israel das gesamte Gebiet südlich des Litani-Flusses einnehmen, um die militärische Infrastruktur der Hisbollah zu zerschlagen.
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Trump warnt NATO vor "schlechter Zukunft"
US-Präsident Donald Trump warnt die NATO vor einer "sehr schlechten Zukunft", sollten die Verbündeten den USA im Konflikt mit dem Iran nicht beistehen. Auf die Frage, welche Hilfe er benötige, um die Straße von Hormuz zu öffnen, sagte Trump in einem Interview mit der "Financial Times": "Was auch immer nötig ist."
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