Bald neues Treffen von Iran und USA + Waffenruhe soll um 2 Wochen verlängert werden
- Israel und die USA haben am 28. Februar mit Militärschlägen gegen den Iran begonnen.
- Am 8. April einigten sich die Konfliktparteien auf einen zweiwöchigen Waffenstillstand. Die Friedensverhandlungen in Islamabad sind jedoch gescheitert. Wie es ab dem 22. April weiter geht, ist offen.
- In Washington fanden am Dienstag Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon statt. Dort war es auch nach der vereinbarten Waffenruhe zu weiteren Angriffen gekommen.
- Am Mittwoch berichteten Medien, dass der Iran und die USA über ein neues Treffen einig sind.
- Der Krieg verlagert sich indes an die Wirtschaftsfront. Am Montagnachmittag hat die USA mit der Blockade der Straße von Hormus begonnen. Irans Streitkräfte bezeichnen die Seeblockade als "Akt der Piraterie".
- Die USA haben den Iran aufgefordert, 20 Jahre lang auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. Eine Forderung, auf die der Iran in den vergangenen Jahren noch nie eingegangen ist.
- Wegen der gestiegenen Kerosin-Preise fordern Europäische Airlines Nothilfen von der EU.
- Am Dienstagabend begannen die ersten direkten Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon seit Jahrzehnten.
- Werden die Kurden wieder zum Kanonenfutter der USA?
- Pulverfass Nahost: Das Erbe der Kolonialmächte und der Kampf ums Öl
- Die Geldquellen des Iran: Wie das Regime seinen Krieg finanziert
- USA greifen den Iran mit seinen eigenen Waffen an
- "Regime Change" im Iran? Die wahre Arbeit beginnt nach dem Umsturz
- Kommt eine Flüchtlingswelle aus dem Iran auf uns zu?
- Die Straße von Hormus: Ein Minenfeld für die Weltwirtschaft
- Warum die Hormus-Sperre eine Eskalation des Krieges wahrscheinlicher macht
- Indien bis Japan: Der Iran-Krieg stürzt Asien in die Energiekrise
- Warum Israel die neue Bodenoffensive im Libanon begonnen hat
- Wasser als Waffe: Die Golfstaaten haben einen verwundbaren Punkt
- Uran im Iran: US-Spezialeinheiten stehen vor höchst gefährlicher Mission
- Hormus-Ultimatum: Trumps Spiel mit dem Feuer
- Energieagentur warnt vor schwerster Energiekrise seit Jahrzehnten.
- Doch kein sicherer Hafen: Warum der Goldpreis ausgerechnet in der Krise schwächelt
- Mohammad Bagher Ghalibaf: Die neue Schlüsselfigur im Iran
- Die Straße von Hormus ist dicht: Teure Folgen für Österreichs Esstische
- Erstmals seit Beginn des Iran-Krieges hat die Houthi-Miliz im Jemen eine Rakete auf Israel abgefeuert und damit den Konflikt ausgeweitet.
Iran-Krieg
-
US-Behörde prüft verdächtige Öl-Wetten vor Trumps Iran-Entscheidungen
Die US-Derivateaufsicht CFTC untersucht Insidern zufolge eine Reihe von Öl-Termingeschäften, die kurz vor wichtigen Kurswechseln in der Iran-Politik von US-Präsident Donald Trump getätigt wurden. Im Zentrum der Ermittlungen stünden Transaktionen auf den Plattformen der CME Group und der Intercontinental Exchange (ICE) vom 23. März und 7. April, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person am Mittwoch.
CFTC-Chef Michael Selig betonte in einem vorab veröffentlichten Redetext für eine Anhörung im Kongress am Donnerstag, die Behörde werde gegen Fehlverhalten vorgehen. "Ich möchte unmissverständlich klarstellen: Wer auf unseren Märkten betrügt, manipuliert oder Insiderhandel betreibt, den werden wir finden und mit der vollen Härte des Gesetzes bestrafen." Zu konkreten Ermittlungen äußerte er sich in dem Text jedoch nicht.
Die zeitlich gut abgepassten Geschäfte dürften Gewinne in Millionenhöhe abgeworfen haben. So platzierten Investoren in der vergangenen Woche wenige Stunden vor der Bekanntgabe einer Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran Wetten auf den Ölpreis im Volumen von rund 950 Millionen Dollar. Ähnlich auffällige Transaktionen gab es am 23. März.
-
Nobelpreisträgerin Mohammadi in kritischem Gesundheitszustand
Die inhaftierte iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi befindet sich nach Angaben ihres Bruders in einem kritischen Gesundheitszustand. Hamid-Reza Mohammadi schrieb auf X, seine Schwester sei nach einem Herzinfarkt Ende März stark geschwächt und habe erheblich an Gewicht verloren. Die Familie sei sehr besorgt. Zudem soll die medizinische Versorgung im Gefängnis unzureichend sein, was Unterstützer bereits in der Vergangenheit beklagten.
-
USA drohen Iran mit neuen Sanktionen
Angesichts der festgefahrenen Situation drohte die US-Regierung der Führung in Teheran mit weiteren Sanktionen. So könnten beispielsweise Strafmaßnahmen gegen Unternehmen und Länder verhängt werden, die weiterhin iranisches Öl kaufen oder iranische Vermögenswerte verwalten, sagte US-Finanzminister Scott Bessent. "Die Iraner sollten wissen, dass dies das finanzielle Äquivalent zu den Bombenangriffen ist."
-
26 Millionen Menschen melden sich für Kriegsdienst
Trotz einer Waffenruhe melden sich nach Angaben des staatlichen Senders Irib immer mehr Iraner freiwillig für den Kriegsdienst. Demnach sollen sich mehr als 26 Millionen Menschen für die Kampagne "Leben opfern" registriert haben. Eine unabhängige Überprüfung dieser Angaben ist derzeit nicht möglich. Im Iran leben rund 90 Millionen Menschen.
Beobachter weisen darauf hin, dass die Führung in Teheran den im Land entstandenen Nationalismus seit Beginn des Konflikts mit den USA und Israel zunehmend für Propaganda nutzt. Laut Staatsfunk sollen die Freiwilligen zusätzlich zu den Truppen der Revolutionsgarden und der Armee eingesetzt werden. Zudem sind Menschenketten zum Schutz möglicher Angriffsziele geplant.
Zu den Registrierten sollen Irib zufolge auch Präsident Massoud Pezeshkian, die meisten seiner Minister sowie zahlreiche Amtsträger, Sportler und Künstler gehören. Auch der derzeit einflussreiche Parlamentspräsident Mohammad Baqer Qalibaf hat sich registrieren lassen.
-
Die USA werden Ausnahmegenehmigungen für US-Sanktionen auf iranisches und russisches Öl nicht verlängern.
-
Experten uneins, wie lange Iran Blockade durchhalten kann
Experten sind sich uneins, wie lange der Iran den Stopp seiner Ölexporte infolge der US-Blockade ohne Folgen für die Förderung durchhalten kann. Das Beratungsunternehmen FGE NextantECA geht davon aus, dass die Islamische Republik über eine Tanklagerkapazität von etwa 90 Millionen Barrel verfügt. Damit könne der Iran die derzeitige Produktion von rund 3,5 Millionen Barrel pro Tag für etwa zwei Monate aufrechterhalten, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens.
Die Fachleute von Energy Aspects gehen dagegen von einer deutlich geringeren Kapazität von etwa 30 Millionen Barrel aus. In diesem Szenario wären die Lager bei einem Exportausfall von 1,8 Millionen Barrel pro Tag bereits nach etwa 16 Tagen voll. Der Iran dürfte jedoch auch Öltanker als schwimmende Lager nutzen und so Produktionskürzungen hinauszögern, erklärte Richard Bronze, Mitbegründer von Energy Aspects.
-
Trump-Sprecherin zu möglicher Waffenruhe
Die USA und der Iran haben laut einem Reporter des Nachrichtenportals Axios Fortschritte bei Verhandlungen zur Beendigung des Krieges gemacht. Beide Seiten hatten sich bei der Gestaltung von Rahmenbedingungen angenähert, schrieb der Reporter am Mittwoch auf X.
Berichte, wonach das Weiße Haus eine Waffenruhe im Iran-Krieg gefordert habe, sind laut der Sprecherin des US-Präsidialamts, Karoline Leavitt, falsch. Die Gespräche über eine zweite Verhandlungsrunde mit den Iranern seien produktiv. Diese Verhandlungen dürften wahrscheinlich wieder in Pakistan stattfinden.
-
UN geben zehn Millionen Euro für Notfallhilfe frei
Die Vereinten Nationen (UN) stellen Notfallhilfe für die vom Krieg betroffene Bevölkerung im Iran bereit. Er habe umgerechnet gut zehn Millionen Euro aus dem Globalen Notfallfonds der UN zugeteilt, erklärte Nothilfekoordinator Tom Fletcher. Tausende Zivilisten seien getötet, Infrastruktur zerstört und lebenswichtige Dienste unterbrochen worden. "Diese Finanzierung wird unseren Partnern helfen, lebensrettende Hilfe im großen Maßstab zu leisten", meinte er.
Schon vor Wochen hatte Fletcher vor den Folgen des Iran-Kriegs für dringend hilfsbedürftige Menschen gewarnt. Millionen Menschen seien in Gefahr. Humanitäre Hilfsgüter erreichten das Land wegen der Zerstörung und Behinderung von Verkehrswegen nur verzögert. Lebensmittel, Medikamente, Düngemittel und andere Hilfsgüter ließen sich schwerer transportieren und ihre Lieferung werde teurer.
-
Befehl zur Tötung von Hisbollah-Kämpfern
Die im Süden des Libanon stationierten israelischen Soldaten haben den Befehl zur Tötung jedes Hisbollah-Kämpfers im Gebiet südlich des Litani-Flusses erhalten. Nach den ersten direkten Gesprächen zwischen Vertretern Israels und des Libanon seit Jahrzehnten sind unterdessen die gegenseitigen Angriffe zwischen der israelischen Armee und der libanesischen Hisbollah-Miliz unvermindert weitergegangen. Das israelische Sicherheitskabinett berät über eine Waffenruhe.
"Ich habe angeordnet, dass das ganze Gebiet im Südlibanon bis zur Litani-Linie zu einer Tötungszone für Hisbollah-Terroristen wird", sagte der israelische Generalstabschef Eyal Zamir am Mittwoch bei einem Truppenbesuch in dem Gebiet. "Wir rücken vor und treffen die Hisbollah und sie ziehen sich zurück", fügte Zamir hinzu. Die israelische Armee habe seit dem Beginn des Einsatzes am 2. März "mehr als 1700" Kämpfer getötet, die Hisbollah sei "geschwächt und im Libanon isoliert". Der Litani ist rund 30 Kilometer von der israelisch-libanesischen Grenze entfernt.
Bei mehreren israelischen Angriffen im Süden des Libanon wurden indes nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens drei Rettungskräfte getötet. Israel habe "dreimal hintereinander Rettungsteams angegriffen", teilte das Ministerium am Mittwoch mit. Ein vierter Rettungshelfer werde nach den Angriffen in der Ortschaft Maifadun vermisst. Zudem seien sechs Menschen verletzt worden.
-
Österreich plant Teilnahme an Konferenz
Auch Österreich plant eine Teilnahme an der Hormus-Konferenz in Paris. "Österreich plant, daran teilzunehmen. Da der Bundeskanzler bis inklusive Freitag in Indien ist, sind Details zum jetzigen Zeitpunkt noch offen", hieß es am Mittwoch auf APA-Anfrage aus dem Bundeskanzleramt in Wien.
-
USA und Iran erwägen Verlängerung der Waffenruhe
Die USA und der Iran erwägen einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge, ihre Waffenruhe um zwei Wochen zu verlängern. Wie ein US-Insider zuvor mitteilte, hat Washington einer Verlängerung der Waffenruhe noch nicht offiziell zugestimmt.
-
Merz fliegt zur Hormus-Konferenz nach Paris
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) fliegt an diesem Freitag zu den Beratungen über eine mögliche Militärmission zur Absicherung der Straße von Hormuz nach einem Ende des Iran-Kriegs nach Paris. Die physische Teilnahme des CDU-Chefs an der teilweise als Videoschaltung geplanten Konferenz wurde der Deutschen Presse-Agentur aus deutschen Regierungskreisen in Berlin bestätigt. Die Konferenz wurde von Frankreich und Großbritannien initiiert. Auch der britische Premierminister Keir Starmer wird in der französischen Hauptstadt erwartet. Wer sonst noch alles teilnimmt, ist noch unklar. Ziel der Konferenz am Freitagnachmittag ist es, die Arbeiten an einem "koordinierten, unabhängigen und multinationalem Plan" zur Sicherung der internationalen Schifffahrt nach dem Iran-Krieg voranzutreiben, wie ein Sprecher Starmers sagte. Die kriegführenden Länder USA, Israel und der Iran sind nicht dazu eingeladen. -
Insider: Merz reist am Freitag nach Paris
Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz reist am Freitag nach Paris. Das verlautete aus Regierungskreisen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron organisiert dort Beratungen über eine europäische Absicherung der Straße von Hormus. Zuerst hatte die Süddeutsche Zeitung darüber berichtet. Auch andere europäische Staats- und Regierungschefs werden in Paris erwartet.
-
Pakistan soll noch am Mittwoch Botschaft aus den USA an den Iran überbringen
Pakistan betätigt sich weiter als Vermittler im Iran-Krieg. Das iranische Außenministerium teilt staatlichen Medien zufolge mit, man erwarte am Mittwoch eine pakistanische Delegation, die Botschaften aus den USA überbringen solle. Ein Datum für eine Fortsetzung der Gespräche zwischen Teheran und Washington stehe jedoch noch nicht fest, berichtet die Nachrichtenagentur Mehr. Seit der Rückkehr der iranischen Delegation aus Pakistan am Samstag laufe der Nachrichtenaustausch weiter. Bei den Gesprächen gehe es um ein vollständiges Ende des Krieges, die Aufhebung von Sanktionen sowie um Entschädigungen für US-israelische Angriffe auf den Iran. Berichte über eine Verlängerung der Waffenruhe bestätigt das Ministerium nicht.
-
US-Insider: USA haben Waffenruhe mit Iran noch nicht verlängert
Die USA haben einem Insider zufolge einer Verlängerung der Waffenruhe mit dem Iran noch nicht offiziell zugestimmt. „Es gibt weiterhin Gespräche zwischen den USA und dem Iran, um eine Einigung zu erzielen“, sagt ein hochrangiger US-Vertreter zu Reuters.
-
Israel und Hisbollah greifen sich weiter gegenseitig an
Nach den ersten direkten Gesprächen zwischen Vertretern Israels und des Libanon seit Jahrzehnten sind die gegenseitigen Angriffe zwischen der israelischen Armee und der libanesischen Hisbollah-Miliz unvermindert weitergegangen. Israel beschoss am Mittwoch eine Reihe von Zielen im Südlibanon. Die pro-iranische Hisbollah feuerte ihrerseits zahlreiche Raketen auf den Norden Israels ab.
Am Dienstag hatten Vertreter Israels und des Libanon in Washington direkte Gespräche geführt. Die israelische Armee teilte am Mittwoch mit, sie habe innerhalb von 24 Stunden mehr als 200 Hisbollah-Ziele im südlichen Libanon angegriffen.
-
Iran droht wegen Seeblockade mit Angriffen
Irans Militärführung hat angesichts der US-Seeblockade mit einer Wiederaufnahme von Angriffen gedroht. Sollte die Blockade die Sicherheit von iranischen Handelsschiffen und Öltankern bedrohen, werde sie einen Bruch der Waffenruhe einleiten, hieß es in einer Mitteilung der Militärführung, wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete. Als mögliche Konsequenzen auf einen Bruch der Waffenruhe nannte die Militärführung laut Nachrichtenagentur Irna auch eine Blockade im Roten Meer. Konkret könnte die mit Teheran verbündete Huthi-Miliz im Jemen den Schiffverkehr in der Meerenge Bab al-Mandab mit Drohungen und Angriffen blockieren. Sie verbindet über den Suezkanal Europa mit Asien und gehört zu den wichtigsten Routen für den Handel auf See.
Die Seeblockade durch das US-Militär begann am Montag. Vorgesehen ist, Schiffe zu blockieren, die einen iranischen Hafen anlaufen oder von dort kommen. Dies schließe iranische Häfen am Persischen Golf und am Golf von Oman ein, teilte das US-Militär mit. Die Durchfahrt durch die Straße von Hormus ohne iranischen Start- oder Zielhafen bleibe davon unberührt. Nach vorerst gescheiterten diplomatischen Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad hatte US-Präsident Donald Trump am Sonntag die Seeblockade angekündigt. Trump will verhindern, dass Teheran Gebühren von Reedereien für die Passage durch die Meerenge erhebt, und zugleich die Öleinnahmen des Landes treffen.
-
Trump: Habe China gebeten, Iran keine weiteren Waffen zu liefern
US-Präsident Donald Trump hat den chinesischen Präsidenten Xi Jinping nach eigenen Angaben in einem Brief gebeten, dem Iran keine Waffen zu liefern. Xi habe daraufhin geantwortet, dass China die Regierung in Teheran nicht beliefere, sagte Trump in einem am Dienstag aufgezeichneten Interview mit dem US-Sender Fox Business Network. Wann der Briefwechsel stattfand, ließ er offen. Trump hatte in der vergangenen Woche Ländern mit sofortigen Zöllen von 50 Prozent gedroht, sollten sie Waffen an den Iran liefern. Die Entwicklungen auf dem globalen Ölmarkt wegen des Krieges im Iran und der Veränderungen in Venezuela dürften sich Trump zufolge nicht auf sein geplantes Treffen mit Xi im kommenden Monat auswirken. „Er ist jemand, der Öl braucht. Wir nicht“, sagte Trump.
-
Türkei bemüht sich um Verlängerung der US-iranischen Waffenruhe
Die Türkei setzt sich nach den Worten von Präsident Tayyip Erdoğan für eine Verlängerung der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran ein. Ankara arbeite daran, die Spannungen abzubauen und die Fortsetzung von Gesprächen zu sichern, sagt Erdogan vor Abgeordneten in Ankara. Die Angriffe Israels auf den Libanon schadeten den Friedenshoffnungen. Das durch die Waffenruhe geschaffene Zeitfenster müsse genutzt werden.
-
Hisbollah-Abgeordneter: Spaltung im Libanon könnte sich vertiefen
Die Spaltung im Libanon könnte sich laut der Hisbollah wegen der Gespräche zwischen Israel und der libanesischen Regierung vertiefen. Der Hisbollah-Abgeordnete Hassan Fadlallah fordert die Regierung auf, diesen Schritt zu überdenken. Die mit dem Iran verbündete Gruppe strebe einen umfassenden Waffenstillstand an und keine Rückkehr zu den fast täglichen israelischen Angriffen und Attentaten, wie es sie nach dem Abkommen auf eine Waffenruhe vom November 2024 gegeben habe, fügt er hinzu.
-
Stimmung in der Wirtschaft wegen des Iran-Krieges eingetrübt
Die Stimmung in der Wirtschaft hat sich wegen des Iran-Krieges deutlich eingetrübt. Im März fiel der Konjunkturindikator der UniCredit Bank Austria auf minus 1,3 Punkte - den niedrigsten Wert seit vier Monaten. "Wir haben für 2026 unsere Wachstumsprognose erneut um ein Zehntelprozentpunkt auf 0,8 Prozent zurückgenommen und gehen für 2027 nur noch von einem BIP-Anstieg von 1,2 Prozent aus", sagte UniCredit-Bank-Austria-Ökonom Walter Pudschedl am Mittwoch in einer Aussendung.
Im ersten Quartal erreichte der Indikator durchschnittlich minus 0,8 Punkte. "Das beste Ergebnis seit fast drei Jahren signalisiert eine Fortsetzung der Erholung der österreichischen Wirtschaft mit einem geringfügigen Anstieg des BIPs zu Jahresbeginn 2026. Allerdings spricht die Stimmungsverschlechterung im März für eine einsetzende Verlangsamung des Aufwärtstrends", so UniCredit-Bank-Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer.
-
Bericht: USA wollen Tausende weitere Truppen nach Nahost verlegen
Die USA bereiten einem Medienbericht zufolge die Verlegung Tausender weiterer Soldaten in den Nahen Osten vor. Dies solle in den kommenden Tagen geschehen, berichtet die Washington Post unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute US-Regierungsvertreter. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump wolle so den Druck auf den Iran erhöhen, einem Abkommen zuzustimmen. Der Bericht ließ sich zunächst nicht bestätigen.
-
Ölpreise am Mittwoch stabil unter 100-Dollar-Marke
Die Ölpreise haben sich am Mittwoch wenig bewegt. Nach einem deutlichen Preisrückgang am Vortag stabilisierten sich die Notierungen am Vormittag vorerst klar unter der Marke von 100 US-Dollar. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im Juni kostete 95,43 Dollar und damit etwa so viel wie am Vortag. Der Preis für Öl der US-Sorte WTI tendierte kaum verändert bei 91,03 Dollar je Fass.
An den Finanzmärkten besteht die Hoffnung auf ein Ende des Iran-Kriegs. US-Präsident Donald Trump sieht den Konflikt kurz vor dem Ende. „Ich glaube, er ist fast vorbei“, sagte er dem US-Fernsehsender Fox News. Zuvor hatte Trump vage Andeutungen über eine mögliche weitere Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran gemacht.
-
Trump legt bei Kritik an Papst Leo über Iran-Politik nach
US-Präsident Donald Trump legt im Streit mit Papst Leo über seine Iran-Politik nach. „Könnte bitte jemand Papst Leo sagen, dass der Iran in den letzten zwei Monaten mindestens 42.000 unschuldige, völlig unbewaffnete Demonstranten getötet hat, und es absolut inakzeptabel ist, dass der Iran über eine Atombombe verfügt?“, schrieb Trump in der Nacht auf Mittwoch in seinem Online-Netzwerk Truth Social. Er bekräftigte damit seine Kritik an dem aus den USA stammenden Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche.
Leo hatte sich zuletzt deutlich gegen den von den USA und Israel Ende Februar begonnenen Iran-Krieg ausgesprochen. Am Dienstag warnte er davor, dass Demokratien ohne moralisches Wertefundament Gefahr liefen, in eine Tyrannei der Mehrheit abzugleiten. Trump hat die Kritik des Papstes massiv verärgert. Wiederholt überzog er Leo deshalb mit rhetorischen Attacken und forderte ihn auf, sich zusammenzureißen und aus der Politik herauszuhalten.
-
Nach Gesprächen: Pakistans Premier reist zu Vermittlern
Inmitten von Spekulationen über weitere Verhandlungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten in Islamabad bricht Pakistans Premier zu einer mehrtägigen Reise in andere Vermittlerstaaten auf. Premierminister Shehbaz Sharif reise nach Saudi-Arabien, Katar und in die Türkei, hieß es in einer Mitteilung des Außenministeriums. Die viertägige Reise beginne am Mittwoch in Saudi-Arabien mit bilateralen Gesprächen. Auch in Katar seien Gespräche geplant.
In der Türkei will Sharif am fünften Diplomatieforum von Antalya teilnehmen und sich mit Präsident Recep Tayyip Erdogan sowie anderen Staatschefs treffen. Saudi-Arabien, Katar und die Türkei sind in den Vermittlungen zwischen den Kriegsparteien eingebunden.
-
Israel und Hisbollah greifen sich weiter gegenseitig an
Kurz nach den ersten direkten Gesprächen zwischen Israel und dem Libanon seit Jahrzehnten gehen die Angriffe zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz weiter. Die Nachrichtenagentur NNA meldete Tote bei israelischen Luftangriffen in der Nacht und Mittwochfrüh im Süden des Landes.
-
Teheran nutzte chinesischen Spionagesatelliten für Angriffe
Der Iran hat einem Zeitungsbericht zufolge heimlich einen chinesischen Spionagesatelliten erworben und damit während des Krieges im Nahen Osten US-Militärstützpunkte in der Region ins Visier genommen. Die Zeitung "Financial Times" berichtete am Mittwoch unter Berufung auf durchgestochene iranische Militärdokumente, die Luft- und Raumfahrtkräfte der Iranischen Revolutionsgarde hätten den Satelliten TEE-01B Ende 2024 übernommen.
Dieser sei von dem chinesischen Unternehmen Earth Eye gebaut und ins All gebracht worden. Die iranischen Kommandeure hätten mit dem Satelliten US-Militäranlagen beobachtet. Die Zeitung berief sich dabei auf mit Zeitangaben versehene Koordinatenlisten, Satellitenbilder und Orbitalanalysen.
-
Laut Medien Bombenanschlag in Teheran
In der iranischen Hauptstadt Teheran ist erstmals seit Kriegsbeginn ein Bombenanschlag verübt worden. Bei zwei Explosionen im Stadtzentrum seien drei Menschen verletzt worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars. Es handelte sich um improvisierte Sprengsätze. Häuser in der Umgebung seien beschädigt worden. Die Lage sei unter Kontrolle, sagte ein lokaler Kommandant der Revolutionsgarden in einer Videoansprache, die das Onlineportal "Rouydad24" verbreitete.
Für den Anschlag machte er "Vaterlandsverräter" verantwortlich. Die genauen Umstände der Explosionen waren zunächst unklar. Iranischen Medien zufolge soll es sich um Sprengsätze auf Gasbasis gehandelt haben. Bisher hat keine Gruppe den Anschlag für sich reklamiert.
-
Iran-Krieg erhöht Unsicherheit in der deutschen Wirtschaft
Die Unsicherheit unter den Firmen in Deutschland hat in den vergangenen Wochen deutlich zugenommen und ist so groß wie seit über zwei Jahren nicht mehr. Im März fiel es 78,6 Prozent der Firmen schwer oder eher schwer, ihre zukünftige Geschäftsentwicklung einzuschätzen, wie aus der aktuellen Konjunkturumfrage des Münchner Ifo-Instituts vom Mittwoch hervorgeht. Im Februar waren es noch 75,4 Prozent.
Damit erreicht der Indikator für wirtschaftliche Unsicherheit den höchsten Wert seit Februar 2024. "Der Krieg im Iran hat die Unsicherheit in der deutschen Wirtschaft spürbar erhöht", sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. "Für viele Unternehmen sind die Folgen für das eigene Geschäft derzeit schwer kalkulierbar."
-
Blockade iranischer Häfen vollständig ausgeführt
"Die Blockade iranischer Häfen ist vollständig ausgeführt worden", teilte der Kommandeur des US-Regionalkommandos Centcom, Admiral Brad Cooper, auf der Online-Plattform X mit. Die US-Streitkräfte hätten ihre Überlegenheit auf dem Meer im Nahen Osten behauptet. In weniger als 36 Stunden seit Beginn der Blockade hätte man den Handel in den Iran und aus dem Iran über das Meer vollständig zum Erliegen gebracht, hieß es weiter.
Parallel erklärte Centcom in einem weiteren X-Beitrag, dass Zerstörer mit Lenkflugkörpern der Marine an der Blockade-Mission beteiligt seien. "Die Blockade wird unvoreingenommen gegen Schiffe aller Nationen durchgesetzt, die in die Küstengebiete oder Häfen des Irans einlaufen oder diese verlassen", hieß es darin.
China kritisierte unterdessen die Blockade als "gefährlich und unverantwortlich".
-
Trump sieht den Krieg kurz vor dem Ende
US-Präsident Donald Trump sieht den Krieg im Iran kurz vor dem Ende. "Ich glaube, er ist fast vorbei", sagte er dem US-Fernsehsender Fox News. Er ergänzte: "Ich meine, ich sehe es so, dass er fast vorbei ist." Auszüge aus dem Interview wurden am Dienstag bereits im Vorfeld von Fox-Moderatorin Maria Bartiromo auf der Plattform X verbreitet.
Sollten die USA sich nun zurückziehen, würde der Iran 20 Jahre brauchen, um das Land wiederaufzubauen, sagte Trump. "Und wir sind noch nicht fertig. Wir werden sehen, was passiert", sagte er. Er glaube, der Iran wolle unbedingt einen Deal eingehen, betonte der US-Präsident.
Auch UNO-Generalsekretär Antonio Guterres zufolge ist eine Wiederaufnahme der Gespräche zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Krieges sehr wahrscheinlich. Es gebe entsprechende Anzeichen, sagte er vor Journalisten.
-
Vance: Waffenruhe hält
US-Vizepräsident JD Vance hält die Feuerpause im Krieg der USA und Israels gegen den Iran eigenen Angaben zufolge für stabil. "Derzeit hält die Waffenruhe", sagte der Republikaner bei einer Veranstaltung in Athens im US-Bundesstaat Georgia. Präsident Donald Trump wolle nicht nur keinen kleinen Deal, er wolle ein großes Abkommen, erklärte er.
Laut Vance wurden bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Pakistan am vergangenen Wochenende enorme Fortschritte erzielt. "Aber der Grund, warum noch kein Deal zustande gekommen ist, ist, dass der Präsident wirklich einen Deal will, bei dem der Iran keine Atomwaffen besitzt", sagte der US-Vize. Der Iran dürfe Terrorismus nicht staatlich fördern. Zudem müsse laut Trump auch "das iranische Volk gedeihen und wachsen und an der Weltwirtschaft teilnehmen" können.
-
Libanon und Israel wollen Gespräche fortsetzen
Israel und Libanon haben unter US-Vermittlung erstmals seit Jahrzehnten direkte Gespräche aufgenommen, um eine Grenze und den Einfluss der Hisbollah zu klären. Bei dem ersten Treffen gab es nach US-Angaben "konstruktive Gespräche über Schritte zur Aufnahme direkter Verhandlungen". Das US-Außenministerium sprach von einem "historischen Meilenstein".
-
USA beenden Ausnahmeregelung für Export iranischen Öls
Die US-Regierung lässt eine Ausnahmeregelung für Sanktionen auf iranisches Öl im Laufe dieser Woche auslaufen. Dies sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. Die Ausnahme gilt für Öl, das in Tankern geladen ist, die sich auf hoher See befinden.
Die 140 Millionen Barrel Öl sollten nach dem ursprünglichen Willen der USA noch an die Weltmärkte geliefert werden und Druck von den globalen Ölpreisen nehmen. Die Sanktionen, also das Verbot des Verkaufs iranischen Öls, treten nun am 19. April wieder in Kraft.
Zuvor hatten Abgeordnete von Regierung und Opposition dem Weißen Haus vorgeworfen, die Öl-Sanktionen gegen Teheran und Moskau gelockert zu haben, während sich die USA und Israel im Krieg mit dem Iran befinden und Russland den Konflikt in der Ukraine vorantreibe.
-
Wiederaufnahme der Gespräche " sehr wahrscheinlich"
UNO-Generalsekretär Antonio Guterres zufolge ist eine Wiederaufnahme der Gespräche zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Krieges sehr wahrscheinlich. Es gebe entsprechende Anzeichen, sagte er vor Journalisten.
Pakistan stehe mit beiden Seiten in Kontakt, sagten zwei Insider. "Wir haben uns an den Iran gewandt und eine positive Antwort erhalten, dass sie für eine zweite Gesprächsrunde offen sind", erklärte ein ranghoher Vertreter der pakistanischen Regierung.
-
Cheftrainer Ghalenoei: "Iran fährt so Gott will zur WM"
Die iranische Fußball-Nationalmannschaft zeigt sich trotz des Kriegs des Landes mit den USA zuversichtlich für die Teilnahme bei der dortigen Weltmeisterschaft in diesem Sommer. "Es gibt derzeit keinen Grund, nicht teilzunehmen, und das werden wir so Gott will dann auch tun", sagte Teamchef Amir Ghalenoei. Der Verband arbeite bereits an den weiteren Vorbereitungen, darunter auch Testspiele, sagte der Teamchef laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.
Auch Sportminister Ahmed Donjamali äußerte sich optimistisch über eine Teilnahme, solange die zwischen den Kriegsparteien vereinbarte Waffenruhe halte: "Je normaler die Lage, desto wahrscheinlicher die Teilnahme." Eine weitere Bedingung ist dem Minister zufolge die Sicherheit von Spielern und Trainerstab, diese müsse von den USA gewährleistet werden.
-
Neue Friedensgespräche noch im Lauf dieser Woche geplant
Die Verhandlungsteams der USA und des Iran könnten nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters Ende dieser Woche für weitere Friedensgespräche nach Islamabad zurückkehren. Wie fünf mit den Vorgängen vertraute Personen am Dienstag sagten, stehe ein genaues Datum noch nicht fest. Einem ranghohen iranischen Insider zufolge halten sich die Delegationen den Zeitraum von Freitag bis Sonntag offen.
US-Präsident Donald Trump zufolge könnten Gespräche mit dem Iran in den kommenden zwei Tagen in Pakistan stattfinden, berichtete die Zeitung "New York Post". Pakistan stehe mit beiden Seiten in Kontakt, sagten zwei Insider. "Wir haben uns an den Iran gewandt und eine positive Antwort erhalten, dass sie für eine zweite Gesprächsrunde offen sind", erklärte ein ranghoher Vertreter der pakistanischen Regierung.
-
Israel strebt "Frieden und Normalisierung" mit Libanon an
Kurz vor Beginn der ersten direkten Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon seit Jahrzehnten hat die israelische Regierung für Frieden und eine Normalisierung der Beziehungen geworben. Das "Problem" sei nicht die libanesische Regierung, sondern die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz, sagte Israels Außenminister Gideon Saar am Dienstag. Unterdessen gingen die Kämpfe im Südlibanon weiter.
In Washington waren am Dienstag Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon geplant - die ersten direkten Gespräche seit 1993. Der israelische Botschafter in den USA, Yechiel Leiter, sollte im US-Außenministerium mit der libanesischen Botschafterin Nada Hamadeh Moawad und dem US-Botschafter im Libanon, Michel Issa, zusammenkommen. Als Vermittler sollte US-Außenminister Marco Rubio fungieren.
-
Bloomberg: Iran soll Aussetzen der Lieferungen durch Straße von Hormus erwägen
Der Iran erwägt einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge, keine eigenen Handelsschiffe mehr die Straße von Hormus passieren zu lassen. So sollten mögliche Gespräche mit den USA über eine Beendigung des Krieges nicht gefährdet werden, meldet Bloomberg. Das US-Militär hat als Gegenmaßnahme zur Sperrung der Straße von Hormus durch den Iran seinerseits begonnen, den Schiffsverkehr von und nach iranische Häfen zu blockieren. Die Verhandlungsteams der USA und des Irans könnten Insidern zufolge noch in dieser Woche für Gespräche zur Beendigung des Krieges nach Pakistan zurückkehren.
-
Krisenkoordinator kalmiert: Keine Versorgungsprobleme bei Treibstoffen
Österreichs Nationaler Sicherheitsberater Peter Vorhofer sieht weder bei Kerosin noch bei Benzin und Diesel Versorgungsschwierigkeiten.
-
Macron ruft Iran und USA zu Beendigung des Krieges auf
Der französische Präsident Emmanuel Macron ruft die USA und den Iran auf, ihre Gespräche zur Beendigung des Krieges fortzusetzen und jede Eskalation zu vermeiden. Er habe am Montag mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian und US-Präsident Donald Trump gesprochen, schreibt Macron auf der Social-Media-Plattform X. Die Straße von Hormus müsse ohne Bedingungen und so schnell wie möglich wieder geöffnet werden. „Unter diesen Umständen sollten die Verhandlungen mit Unterstützung der wichtigsten Akteure schnell wieder aufgenommen werden können“, fügt Macron hinzu.
-
Fokus der Hormus-Konferenz: Sanktionen und Sicherheit
Frankreich und Großbritannien wollen bei diplomatischen Treffen in dieser Woche über eine mögliche multinationale Mission zur Straße von Hormus beraten. Die Gespräche sollten in mehreren Arbeitsgruppen stattfinden, sagt eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Demnach sollen vor einem für Freitag geplanten Treffen unter britischem und französischem Vorsitz mehrere Themen erörtert werden. Dazu zählten mögliche Sanktionen gegen den Iran und die Zusammenarbeit mit der Industrie zur Sicherung des Seeverkehrs. Weitere Themen seien die Wahrung der Freiheit der Schifffahrt, Wirtschaftsmaßnahmen gegen den Iran für den Fall einer anhaltenden Schließung der Straße von Hormus sowie die Freilassung von Seeleuten und festsitzenden Schiffen. -
Iran: Fehlender US-Wille verhinderte Einigung in Islamabad
Der iranische Präsident Massud Peseschkian macht mangelnden guten Willen und Maximalforderungen der USA für das Scheitern eines Abkommens in Islamabad am vergangenen Wochenende verantwortlich. Dies äußert er in einem Gespräch mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, wie die amtliche iranische Nachrichtenagentur Irna meldet. Europa könne eine konstruktive Rolle spielen, um die USA zur Einhaltung des Völkerrechts zu bewegen. Drohungen, Druck und militärische Maßnahmen würden die "selbstgemachten Probleme" der USA in der Region nur verschärfen. Diplomatie sei der bevorzugte Weg zur Beilegung von Streitigkeiten, erklärt Peseschkian demnach weiter.
-
Welthungerhilfe: Iran-Krieg verschlechtert Versorgungslage im Sudan
Durch den Iran-Krieg hat sich die Versorgungslage der Menschen im Bürgerkriegsland Sudan weiter verschlechtert. Darauf wies der Generalsekretär der Welthungerhilfe, Matthias Mogge, vor der dritten internationalen Sudan-Konferenz in Berlin hin. Lieferketten seien unterbrochen, die Transportkosten gestiegen: "Unsere Teams im Sudan berichten von massiven Preissprüngen: Treibstoff ist lokal um bis zu 80 Prozent teurer geworden, Grundnahrungsmittel wie Weizen um rund 70 Prozent."
"Für viele Familien sind selbst einfachste Grundnahrungsmittel unbezahlbar geworden", sagte Mogge. Gleichzeitig seien auch die Kosten für Hilfslieferungen stark angestiegen, sodass deutlich weniger Menschen erreicht werden können.
-
Europäische Airlines fordern wegen Iran-Krieg Nothilfen von der EU
Europäische Fluggesellschaften fordern von der Europäischen Union aus Sorge über Kerosinmangel in der nahenden Hauptsaison infolge des Iran-Kriegs Notfallmaßnahmen. Die Luftfahrt ist seit Ausbruch des Konflikts Ende Februar von Luftraumsperrungen betroffen, wie der Verband Airlines for Europe (A4E) in einem Dokument schreibt, das der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag vorlag.
Zudem verknappt die Blockade der Straße von Hormus die weltweite Versorgung mit Kerosin, sodass der europäische Flughafenverband ACI eine Versorgungskrise binnen drei Wochen erwartet. A4E schlägt daher vor, dass die EU die Kerosinvorräte europaweit überwachen und einen gemeinsamen Treibstoffeinkauf prüfen soll.
Der Verband, dem alle großen Airlines wie Lufthansa oder Ryanair angehören, fordert zudem finanzielle Entlastung wegen steigender Treibstoffkosten.
-
Macron und Starmer: Konferenz für Hormus-Mission am Freitag
Der französische Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer leiten am kommenden Freitag von Paris aus eine Videokonferenz zur Lage in der Straße von Hormus. Daran sollen Länder teilnehmen, die sich an einer defensiven multilateralen Mission zur Wiederherstellung der Schifffahrtsfreiheit beteiligen wollen, sobald die Sicherheitsbedingungen dies zulassen, teilt das französische Präsidialamt mit. Zuvor halten hochrangige Regierungsvertreter am Mittwoch eine Videoschalte ab, sagen zwei europäische Diplomaten.
-
Iran schätzt Kriegsschäden auf rund 230 Milliarden Euro
Die iranische Regierung schätzt die Kriegsschäden nach mehr als fünf Wochen der Bombardierungen auf umgerechnet gut 229 Milliarden Euro. Es handele sich dabei um eine vorläufige Schätzung, sagte Irans Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Ria Nowosti in einem Interview. Um das gesamte Ausmaß bewerten zu können, sollen der Sprecherin zufolge in einem ersten Schritt die Schäden an Gebäuden begutachtet werden. Danach würden wirtschaftliche Verluste und ausgefallene Steuereinnahmen analysiert. Irans Regierung werde Entschädigungen einfordern. Dies sei auch ein Thema in den Verhandlungen am vergangenen Wochenende mit den USA gewesen.
-
China: US-Blockade "gefährlich und unverantwortlich"
China hat eine Blockade iranischer Häfen durch die USA als „gefährlich und unverantwortlich“ kritisiert. Die USA hätten trotz einer vereinbarten Waffenruhe ihre Militärpräsenz verstärkt und eine gezielte Blockade verhängt, sagt der Sprecher des Außenministeriums, Guo Jiakun. Dieses Vorgehen verschärfe den Konflikt, untergrabe die brüchige Waffenruhe und gefährde zudem die Sicherheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus. China fordere alle Parteien auf, die Waffenruhe zu achten, auf Dialog zu setzen und praktische Schritte zur Deeskalation der Spannungen in der Region zu unternehmen.
-
Öl: Angebot und Nachfragen sinken 2026
Die Internationale Energieagentur (IEA) kassiert ihre Prognosen für ein Wachstum von Angebot und Nachfrage auf dem globalen Ölmarkt im laufenden Jahr. Sie geht nun davon aus, dass beides gegenüber dem Niveau von 2025 sinken wird, da der Krieg im Nahen Osten die Öllieferungen beeinträchtigt und die Weltwirtschaft belastet. Die IEA rechnet nunmehr mit einem Rückgang der globalen Ölnachfrage um 80.000 Barrel pro Tag im Jahr 2026. Bislang war sie von einem Anstieg von 640.000 Barrel pro Tag ausgegangen. Die in Paris ansässige Organisation prognostiziert für dieses Jahr einen Rückgang des globalen Ölangebots um 1,5 Millionen Barrel pro Tag. Zuvor hatte sie mit einem Anstieg von 1,1 Millionen Barrel pro Tag gerechnet.
Kommentare