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USA mit zwei Angriffswellen an einem Tag: Schiff attackiert

US-Präsident Trump drohte dem Iran erst mit der Zerstörung ziviler Infrastruktur, schlug dann aber doch wieder versöhnliche Töne an. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Explosions at an unknown location, during what U.S. Central Command says are strikes on Iran
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Iran-Krieg

  • |Maximilian Fally

    Iran fordert Houthi zu Vorbereitung von Blockade am Roten Meer auf

    Der Iran hat die Houthi-Rebellen im Jemen laut Insidern aufgefordert, sich auf eine Sperrung des Seewegs für Öltransporte im Roten Meer vorzubereiten. Dies solle für den Fall geschehen, dass die USA die iranische Energieinfrastruktur angriffen, sagten drei eingeweihte Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag. Ein solcher Schritt würde die weltweite Energieversorgung massiv bedrohen, da die wichtigste Route durch die Straße von Hormuz bereits vom Iran blockiert wird.

  • |Maximilian Fally

    Ölpreise geben nach, Experten warnen vor Anstieg

    Die Ölpreise sind am Donnerstag leicht gesunken. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete am Vormittag 84,37 Dollar, um 0,68 Prozent weniger als am Vortag. Beide Kontrakte bleiben aber nahe ihrer Ein-Monats-Hochs. 

    „Der Markt reagiert noch immer mit einer überraschenden Gelassenheit", sagte SEB-Analyst Ole Hvalbye gegenüber Reuters. Wegen der wiederholten Störungen in der Straße von Hormuz hält er einen Anstieg auf 90 bis 95 Dollar für möglich, „vielleicht sogar wieder die 100-Dollar-Marke".

  • |Josef Siffert

    Indien verbietet Einsatz von Seeleuten in Straße von Hormus

    Indien untersagt wegen der eskalierenden Gewalt im Persischen Golf vorerst den Einsatz indischer Seeleute auf Schiffen in der Straße von Hormus. Die Anordnung sei an Reeder, Schiffsmanager und Personalvermittler gegangen, teilt die Generaldirektion für Schifffahrt mit. Bei Angriffen in der Region wurden innerhalb von drei Tagen zwei indische Seeleute getötet.

    Die Regierung in Neu-Delhi legte Protest beim Iran ein und bestellte dessen stellvertretenden Botschafter ein. Indien ist mit mehr als 300.000 Seeleuten der weltweit drittgrößte Anbieter von Arbeitskräften für die globale Schifffahrt.

  • |Josef Siffert

    Insider: US-Angriffe als Vorbereitung für größere Aktion

    Die jüngsten US-Angriffe auf den Iran sollen Insidern zufolge nicht nur die Straße von Hormus offenhalten, sondern zudem mögliche umfassendere Militäroperationen vorbereiten. Die Bombardements sollten die iranische Luftabwehr sowie Radaranlagen und Raketenstellungen schwächen, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute US-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Dies erweitere die militärischen Optionen von US-Präsident Donald Trump. 

    Einem der Insider zufolge handele es sich um vorbereitende Maßnahmen für den Fall, dass die US-Streitkräfte den Befehl für intensivere Einsätze erhielten. Das US-Verteidigungsministerium reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme. Trotz schwerer Verluste seit dem Beginn der US-israelischen Angriffe Ende Februar verfügt der Iran weiter über ein beträchtliches Drohnen- und Raketenarsenal. Damit greift das Land unter anderem Tanker in der Straße von Hormus an. Um die wichtige Wasserstraße besser abzusichern, hat das US-Militär einem Reuters-Bericht vom März zufolge Pläne für eine Entsendung von Truppen an die iranische Küste ausgearbeitet. Dabei sei auch der Einsatz von Bodentruppen auf der Insel Charg diskutiert worden, über die 90 Prozent der iranischen Ölexporte abgewickelt werden. Eine solche Operation gilt als riskant, da der Iran die Insel vom Festland aus mit Raketen und Drohnen unter Beschuss nehmen könnte. Trump hatte am Dienstag erklärt, er habe das Militär angewiesen, die Ölanlagen auf Charg bei bisherigen Angriffen zu verschonen.

  • |Josef Siffert

    Vergeltungsschläge: Iran greift Golfstaaten an

    Kurz nach Beginn der neuen Angriffswelle der USA auf Ziele im Iran waren in den mit den USA verbündeten Golfstaaten Kuwait und Bahrain wieder Sirenen und Explosionsgeräusche zu hören. Die Flugabwehr sei wegen Drohnenattacken aktiviert worden, teilte die Armee des Emirats Kuwait auf der Plattform X mit. In Bahrain wurde die Bevölkerung aufgerufen, Ruhe zu bewahren und sich in Sicherheit zu bringen. Wie schon in den Nächten zuvor wurde auch diesmal nichts Näheres bekannt, aber beide Länder sind im Krieg immer wieder Ziel iranischer Vergeltungsangriffe.

    In Kuwait fingen die Streitkräfte schon am Mittwoch nach eigenen Angaben vier Marschflugkörper und 21 Drohnen ab, die in den Luftraum des Landes eingedrungen waren. Das US-Militär unterhält dort wie auch in Bahrain und anderen arabischen Staaten der Region Militärstützpunkte.

  • |Josef Siffert

    USA mit zwei Angriffswellen an einem Tag: Schiff attackiert

    US-Präsident Trump drohte dem Iran erst mit der Zerstörung ziviler Infrastruktur, schlug dann aber doch wieder versöhnliche Töne an.

  • |Julia Deutsch

    US-Militär verkündet Start neuer Angriffswelle auf den Iran

    Das US-Militär hat nach eigenen Angaben die zweite Angriffswelle des Tages gegen den Iran gestartet. Diese habe um 15.00 US-Ostküstenzeit (21.00 Uhr MESZ) begonnen, teilte das für die Region zuständige Kommando des US-Militärs (CENTCOM) auf der Plattform X mit. Die Angriffe richten sich demnach gegen militärische Fähigkeiten des Irans, die dafür genutzt worden seien, Handelsschiffe in der Straße von Hormuz zu bedrohen.

  • |Julia Deutsch

    Irak weist Umsetzung von Sanktionen gegen Hisbollah und IS an

    Der Irak hat seine Banken und zuständigen Finanzinstitutionen angewiesen, neue US-Sanktionen gegen mutmaßliche Unterstützer-Netzwerke der libanesischen Hisbollah-Miliz und der Terrororganisation Islamischer Staat umzusetzen. Die Maßnahmen zielten darauf ab, den Zugang sanktionierter Personen und Organisationen zum irakischen Finanzsystem zu unterbinden, teilte ein irakischer Regierungsvertreter mit.

    US-Behörden werfen Hisbollah-nahen Netzwerken seit längerem vor, das irakische Finanzsystem und Handelswege zu nutzen, um Gelder in der Region zu bewegen und internationale Sanktionen zu umgehen.

  • |Julia Deutsch

    Fortschritte bei israelisch-libanesischen Gesprächen gemeldet

    Bei den Gesprächen zwischen israelischen und libanesischen Regierungsvertretern hat es unterdessen nach libanesischen Angaben Fortschritte gegeben. Aus Regierungskreisen hieß es am Mittwoch, es habe "sichtbare Fortschritte" bei der Festlegung von Gebieten für zwei sogenannte Pilotzonen gegeben. Das berichteten auch libanesische Medien. Am Freitag sollten weitere Gespräche auf militärischer Ebene zur genauen Umsetzung folgen. Sie könnten den Kreisen zufolge online stattfinden.

    In einem jüngsten Rahmenabkommen zwischen Israel und dem Libanon wurde vereinbart, dass der Rückzug in sogenannten Pilotzonen getestet werden soll. Das israelische Militär soll dort die Kontrolle an die libanesische Armee abgeben, sobald die Hisbollah dort nicht mehr vertreten ist.

    Das israelische Nachrichtenportal "ynet" meldete unter Berufung auf einen israelischen Regierungsbeamten, dass noch weitere Vorbereitungen und Vereinbarungen erforderlich seien, bevor mit der Umsetzung begonnen werden könne. Dies solle in den kommenden Tagen erreicht werden.

  • |Brigitte Quint

    Politiker im Iran fordert Bereitschaft für jahrelangen Krieg

    Ein bekannter iranischer Politiker hat sein Land zur Bereitschaft für einen jahrelangen Krieg mit den USA aufgefordert. "Was die Gefahr eines Krieges fernhält, ist unsere vollständige Bereitschaft zur Verteidigung", sagte Mohammed-Javad Larijani in einem Interview des Staatsfernsehens.

    "Wenn die USA spüren, dass der Iran sogar auf einen zwei- oder dreijährigen Krieg vorbereitet ist, werden sie begreifen, dass sie (...) den Krieg nicht fortsetzen sollten", fuhr er fort. "Wir müssen uns auf eine Kriegswirtschaft einstellen, damit die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung steigt", forderte der Politiker. Er ist der Bruder des Mitte März getöteten Ali Larijani, des ehemaligen Generalsekretärs des Nationalen Sicherheitsrats.

  • |Daniela Wahl

    Raketenabwehr-Videos an Iran übermittelt: Fünf Jahre Haft für israelischen Soldaten

    Ein israelischer Soldat ist nach Armeeangaben zu fünf Jahren Haft verurteilt worden, weil er Videos von der israelischen Raketenabwehr an den Iran übermittelt haben soll. Der im Dienst stehende Militärangehörige habe zwei derartige Aufnahmen während des zwölftägigen Kriegs zwischen Israel und dem Iran 2025 an einen Agenten der Islamischen Republik weitergegeben, erklärte die Armee am Mittwoch. Dafür habe er eine Bezahlung erhalten.

    Den Angaben zufolge gab der Soldat auch Videos weiter, die an zivilen Orten aufgenommen worden seien. Darunter sei die Aufnahme eines Raketeneinschlags gewesen, die der Mann im Internet gefunden habe. Schließlich habe der Soldat jemanden in seiner Einheit darüber informiert, dass er mit einem ausländischen Agenten in Kontakt gewesen sei. Daraufhin sei er vom Geheimdienst Shin Bet gefasst worden. Den genauen Zeitpunkt gab die Armee nicht an.

  • |Amina Beganovic

    Propagandaplakat in Teheran zeigt Trump im Sarg

    Ein großes Propagandaplakat in der iranischen Hauptstadt Teheran zeigt US-Präsident Donald Trump in einem Sarg. Auf Persisch und Englisch heißt es auf der Fassade "Wir werden Trump töten", wie Fotos der Nachrichtenagentur AP zeigen.

    Hintergrund sind Vergeltungsrufe der iranischen Staatsführung für den im Februar getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Khamenei. Er wurde in der Nacht auf Freitag mehr als vier Monate nach seinem Tod in der nordöstlichen Pilgermetropole Mashhad bestattet.

    US announces start of blockade of Strait of Hormuz as the confilict between Iran and US countinues
  • |Amina Beganovic

    Neue Angriffswelle auf iranische Ziele

     Dutzende militärische Ziele - darunter Raketenstellungen und Verteidigungssysteme - in der Nähe der Straße von Hormus sowie in iranischen Küstengebieten seien getroffen worden.

    Hier die aktuelle Entwicklung im Video-Überblick: 

  • |Daniela Wahl

    Bericht: Sieben iranische Soldaten bei US-Angriff getötet

    Bei einem US-Luftangriff sind iranischen Angaben zufolge sieben Soldaten ums Leben gekommen. Die Attacke erfolgte auf eine Kaserne in Iranschahr in der südöstlichen Provinz Sistan und Belutschistan, wie die Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf die Armee berichtete. Insgesamt sei der Stützpunkt mit 13 Raketen angegriffen worden. Mehrere weitere Soldaten seien verletzt worden. Eine genaue Zahl wurde nicht genannt. 

  • |Daniela Wahl

    Iran droht mit Schließung weiterer wichtiger Schifffahrtswege

    Die iranischen Revolutionsgarden haben mit der Schließung weiterer wichtiger Schifffahrtswege gedroht, um die USA und ihre Verbündeten unter Druck zu setzen. "Die regionalen Energieexporte werden entweder von allen geteilt oder allen verwehrt", erklärte die Eliteeinheit am Mittwoch. Der Iran hatte wieder die Straße von Hormuz gesperrt, woraufhin die USA erneut eine Seeblockade iranischer Häfen verhängten. Die US-Angriffe auf den Iran gingen unterdessen weiter.

  • |Daniela Wahl

    USA weiten Sanktionen gegen Irans Ölsektor aus

    Die USA haben ihre Sanktionen gegen den iranischen Ölsektor ausgeweitet. Sie zielten insbesondere auf das Netzwerk des iranischen Öl-Magnaten Mohammed Hossein Shamkhani ab, wie das Finanzministerium in Washington am Dienstag mitteilte. Finanzminister Scott Bessent erklärte auf X, sein Ressort habe Vermögenswerte in Höhe von 130 Millionen Dollar (rund 114 Millionen Euro) eingefroren, die "in mehreren digitalen Geldbörsen mit Verbindung zur iranischen Zentralbank" lagerten.

    Die US-Regierung wirft den iranischen Revolutionsgarden vor, Ölexporte unter anderem nach China über "Scheinfirmen" zu verschleiern und die Einnahmen an die Führung in Teheran umzuleiten. Experten zufolge werden Plattformen für digitale Vermögenswerte zudem genutzt, um Sanktionen gegen die iranischen Revolutionsgarden zu umgehen.

  • |Patrick Resch

    Trump: Angriffe "bis ich sage, dass es genug ist"

    Trump drohte dem Iran mit Angriffen auf die zivile Infrastruktur des Landes. Nächste Woche würden alle Kraftwerke und Brücken zerstört, "es sei denn, sie kommen an den Verhandlungstisch und verhandeln", sagte er in einem Interview des US-Senders Fox News. Trump kündigte heftige Angriffe für diese Nacht und die Folgenächte an. Die Kämpfe würden weitergehen, "bis ich sage, dass es genug ist".

    Der 80-Jährige hatte dem Iran bereits im April mit der Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke binnen weniger Stunden gedroht. Damals wollte der Präsident Teheran dazu bewegen, die für den globalen Handel mit Öl und Flüssiggas wichtige Straße von Hormuz zu öffnen.

  • |Patrick Resch

    Neue Angriffswelle nach sieben Stunden beendet

    Das US-Militär begann am Dienstagabend (Ortszeit) eine neue Angriffswelle auf iranische Ziele. Nach sieben Stunden sei die Angriffswelle dann am Mittwoch in der Früh (MESZ) beendet worden, teilte das für die Region zuständige US-Regionalkommando Centcom mit. Dutzende militärische Ziele - darunter Raketenstellungen und Verteidigungssysteme - in der Nähe der Straße von Hormus sowie in iranischen Küstengebieten seien getroffen worden. Schon in den vorherigen Nächten hatte es ähnliche Attacken gegeben.

    Iranische Medien berichteten in der Nacht auf Mittwoch von mehreren Explosionen in unterschiedlichen Orten des Landes. So sei etwa die Insel Hengam von US-Geschossen getroffen worden. Mit den neuen Angriffen sollen laut US-Angaben iranische Attacken auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus verhindert werden. Das US-Militär wirft dem Iran vor, in der zurückliegenden Woche sieben Handelsschiffe angegriffen zu haben. Demnach wurden knapp ein Dutzend Crewmitglieder getötet, verletzt oder vermisst gemeldet.

    Wie schon in den vergangenen Nächten gab es auch wieder Vergeltungsangriffe des Iran. So meldete der US-Verbündete Kuwait Drohnenattacken, die zu einer Aktivierung der Flugabwehr geführt hätten. Auch im ebenfalls mit den USA verbündeten Golfstaat Bahrain heulten wieder die Alarmsirenen. In beiden Ländern wurde die Bevölkerung aufgerufen, Schutz zu suchen. Nähere Details gab es zunächst nicht.

  • |Patrick Resch

    Seeblockade gegen iranische Häfen gestartet

    Das US-Militär blockiert erneut iranische Häfen und Küstengebiete. Die Seeblockade sei um 22.00 Uhr MESZ (16.00 Uhr US-Ostküstenzeit) aufgenommen worden, teilte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) auf der Plattform X mit. Schiffe werden so daran gehindert, dass sie iranische Häfen oder Küstengebiete ansteuern oder von dort wegfahren können. Wie lange die US-Blockade andauern wird, ist unklar.

    Trump hatte die Wiederaufnahme am Montag angekündigt und in Aussicht gestellt, dass anderen Ländern ein "fairer und offener" Zugang zur Straße von Hormuz möglich sein soll. Die USA hatten während des Iran-Kriegs bereits ab Mitte April eine solche Seeblockade durchgesetzt, diese im Zuge des Rahmenabkommens mit Teheran dann Mitte Juni aufgehoben.

  • |Amina Beganovic

    Kämpfe im Iran gehen weiter

    Ungeachtet der jüngsten Versuche Trumps, die Deutungshoheit in der Straße von Hormus zu gewinnen, setzte das US-Militär US-Kreisen zufolge seine Angriffe gegen den Iran fort. Das US-Militär habe um 15.00 US-Ostküstenzeit (21.00 Uhr MESZ) begonnen, teilte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (CENTCOM) auf der Plattform X mit. Ziel sei es, die Möglichkeiten des Iran weiter zu schwächen, Attacken auf die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus auszuüben, hieß es.

    "Die Angriffe finden statt, während sich die amerikanischen Streitkräfte darauf vorbereiten, die Seeblockade gegen iranische Häfen und Küstengebiete wieder aufzunehmen." Die Blockade trete um 16.00 Uhr US-Ostküstenzeit (22.00 Uhr MESZ) in Kraft, bekräftigte das US-Militär die schon am Vortag kommunizierte Startzeit.

  • |Amina Beganovic

    Gebühr sollte US-Kosten für Sicherheit decken

    Trump hatte die Gebühr am Montag ins Spiel gebracht, um nach eigener Darstellung die US-Kosten für die Sicherheit in der Meerenge zu decken. Er vollzog die Kehrtwende nur wenige Stunden vor dem angekündigten Inkrafttreten der Abgabe um 22.00 Uhr MESZ. Die UNO-Schifffahrtsorganisation hatte sich gegen verpflichtende Durchfahrtsgebühren in internationalen Meerengen ausgesprochen, da es dafür keine rechtliche Grundlage gebe. Vor Ausbruch des Konflikts passierte täglich etwa ein Fünftel der weltweiten Öl- und Erdgaslieferungen die Straße von Hormus. Die Gebühr hätte den USA Schätzungen zufolge rund 240 Millionen Dollar pro Tag eingebracht. Die Ölpreise gaben nach Trumps Äußerungen einen Teil ihrer Gewinne wieder ab.

    Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) drohten mit einer Blockade sämtlicher Energieexporte aus der Region. Solange die "bösartigen Handlungen" der USA andauerten, werde "kein einziger Tropfen Öl und Gas" aus der Region exportiert werden, meldeten iranische Staatsmedien. Die "Aggressionen" der USA würden die Wiedereröffnung der Straße von Hormus verzögern, hieß es weiter.

  • |Amina Beganovic

    "Ich mag das Konzept einer Gebühr nicht"

    Über den plötzlichen Sinneswandel sagte Trump bei einer Pressekonferenz mit dem irakischen Ministerpräsidenten Ali al-Saidi, dass er von Menschen aus verschiedenen Ländern angerufen worden sei. Diese hätten andere Ideen vorgeschlagen und dabei auch Milliardeninvestitionen in den USA ins Spiel gebracht. 

    Trump betonte dabei auch, dass er es gut fände, dass "niemand" eine Gebühr für die Nutzung im Kontext der Straße von Hormuz verlangen sollte. "Ich mag das Konzept einer Gebühr nicht", sagte er weiter.

  • |Amina Beganovic

    US-Militär zieht Ende September aus dem Irak ab

    Das US-Militär wird bis zum 30. September vollständig aus dem Irak abziehen. Das sagte der irakische Ministerpräsident Ali al-Saidi heute bei einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump in Washington. "Nun, wir glauben nicht, dass wir das Militär dort noch brauchen", sagte Trump im Weißen Haus. Man sei da, um zu helfen, wenn der Irak das brauche, glaube allerdings nicht, dass das nötig sei.

    Trump und al-Saidi bestätigten mit den Aussagen einen bereits bekannten Zeitrahmen für den seit Jahren diskutierten Schritt. Die Zahl der US-Truppen wurde in vergangenen Monaten bereits verringert. Im Jänner verließen die US-Soldaten den wichtigen Stützpunkt Ain al-Assad vollständig und übergaben dort die Kontrolle an die irakischen Sicherheitskräfte.

    Zuvor waren nach US-Angaben rund 2.500 ihrer Soldaten in dem Land im Einsatz. Nach dem Abzug von Ain al-Assad verblieben die US-Truppen noch in Erbil in der Kurdenregion, an einem Stützpunkt in Nähe des Flughafens von Bagdad und im Regierungsviertel der Hauptstadt, bekannt als Grüne Zone.

  • |Amina Beganovic

    Blockade gegen Iran bleibt

    US-Präsident Donald Trump rückt von der geplanten Gebühr für Schiffspassagen durch die Straße von Hormus ab und setzt stattdessen auf ein finanzielles Engagement der Golfstaaten. 

    Nach „sehr produktiven Gesprächen“ mit den Führungsspitzen im Nahen Osten habe er beschlossen, die Abgabe von 20 Prozent durch Handels- und Investitionsabkommen zu ersetzen, erklärte Trump am Dienstag.

    Mehr dazu hier:

  • |Diana Dauer

    Mehrheit der Abgeordneten fordert Rache

    Eine große Mehrheit des iranischen Parlaments hat "Blutrache" für den im Krieg getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Khamenei gefordert. Bei ihrer ersten Sitzung in Präsenz mehr als vier Monate nach Kriegsbeginn forderten mehr als 180 der 290 Abgeordneten Vergeltung, wie die Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf eine Stellungnahme der Politiker berichtete.

    Die Abgeordneten kritisierten auch die Verhandlungen mit den USA scharf. Die Lösung der Probleme zwischen dem Iran und den USA sei durch Verhandlungen nicht möglich. Beim Auftakt der Sitzung am Montagabend schwenkten die Abgeordneten rote Flaggen mit Vergeltungsaufrufen, wie auf Bildern iranischer Medien zu sehen ist.

    Irans Parlament hat begrenzten Einfluss. Die eigentliche Macht konzentriert sich auf die Staatsführung und die Revolutionsgarden, Irans mächtige Militärorganisation. Nach der Wahl im Jahr 2024 dominiert eine Mehrheit konservativer Hardliner das Parlament, die auch Einfluss auf die Stimmung in den radikalen Flügeln im Militär ausüben.

  • |Diana Dauer

    US-Militär stoppt Abzug von Tankflugzeugen aus Israel

    Angesichts der Eskalation im Iran-Konflikt setzen die USA laut Medienberichten ihren geplanten Abzug von Tankflugzeugen vom israelischen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv aus. Dies könnte laut Flughafenbehörde zur Stornierung von bis zu 50.000 Tickets während der Hauptreisezeit im Sommer führen, berichtete die Times of Israel.

    Nach Angaben des Nachrichtenportals ynet belegen derzeit 33 US-Tankflugzeuge Standplätze auf dem wichtigsten israelischen Flughafen. Diese würden sonst von zivilen Flugzeugen genutzt. Nach Angaben der Jerusalem Post kann der Flughafen daher nur noch ein Drittel seiner Kapazität für den zivilen Flugverkehr nutzen. Zusätzlichen US-Tankflugzeugen soll deshalb keine Landeerlaubnis mehr erteilt werden.

    18 Tankflugzeuge hätten den Berichten zufolge den Flughafen in der zweiten Julihälfte verlassen sollen. Sollte der Abzug der US-Tankflugzeuge nicht bald wieder fortgesetzt werden, müsse die Flughafenbehörde die Fluggesellschaften darüber informieren, dass der Flugbetrieb ab Anfang August eingeschränkt werden müsse, hieß es weiter.

  • |Diana Dauer

    Trumps „Schutzgeld“-Ankündigung lässt Ölpreise explodieren

    Neue Eskalation im Iran-Krieg: Der US-Präsident will bei jeder Passage durch die Meerenge 20 Prozent des Frachtwertes kassieren. Das würde die Transportkosten fast verdreifachen.

  • |Josef Siffert

    Israel und Libanon verhandeln über Truppenabzug

    Libanon und Israel haben in Rom Verhandlungen über einen Abzug der israelischen Truppen aus dem Südlibanon aufgenommen. Bei den zweitägigen Gesprächen in der US-Botschaft solle die Umsetzung eines von den USA vermittelten Rahmenabkommens erörtert werden, sagten libanesische Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Die Erwartungen auf rasche Fortschritte sind jedoch gering.

    Das am 26. Juni in Washington vereinbarte Abkommen sieht ein Ende des Konflikts, die Entwaffnung militanter Gruppen wie der mit dem Iran verbündeten Hisbollah sowie den Abzug der israelischen Armee und die Stationierung libanesischer Truppen im Süden des Landes vor.

    Die libanesische Delegation strebt einen schrittweisen Abzug der israelischen Soldaten aus sogenannten Pilotzonen an. In diesen Gebieten soll die Hisbollah entwaffnet werden, während sich die israelischen Streitkräfte zurückziehen und die libanesische Armee die Kontrolle übernimmt. Dem Abkommen zufolge wurden zunächst zwei solcher Zonen festgelegt. Das US-Militärkommando Centcom koordiniert das Vorhaben. Die israelische Regierung erklärte, sie werde ihre Truppen so lange im Südlibanon belassen, wie die Hisbollah bewaffnet bleibe. Die radikal-islamische Miliz ist an den Gesprächen allerdings nicht beteiligt.

  • |Josef Siffert

    Weitere Explosionen aus dem Iran gemeldet

    Iranische Medien haben erneut Explosionen an der Südküste gemeldet. Der staatliche Rundfunk berichtete über fünf Detonationen im Westen der Hafenstadt Bandar Abbas. Kurz darauf sei die Stadt Buschehr unter Beschuss geraten, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Vier Ortsteile seien Ziel von Angriffen gewesen, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf den Vizegouverneur der gleichnamigen Provinz. Über Schäden oder Opfer gab es zunächst keine Details.

  • |Diana Dauer

    Trump droht mit Angriff au Atomanlage "Pickaxe Mountain": Was weiß man darüber?

    US-Präsident Donald Trump hat mit einem Angriff auf eine bisher wenig bekannte iranische Atomeinrichtung gedroht. In einem Radiointerview bezeichnete er den als "Pickaxe Mountain" bekannten Standort als mögliches Ziel für einen "großen, fetten" Angriff. Dieser werde wahrscheinlich "relativ bald" erfolgen, sagte Trump. Der Komplex liegt im Berg Kuh-e Kolang südlich der Nuklearanlage Natanz im Zentraliran.

    "Pickaxe Mountain" (Spitzhackenberg) ist die englische Übersetzung des Namens. Natanz war bereits im vergangenen Jahr Ziel amerikanischer Luftangriffe. Über den genauen Zweck von "Pickaxe Mountain" ist nur wenig bekannt. Der Bau begann nach einem Brand und einer Explosion im Juli 2020, bei denen eine oberirdische Montagehalle für fortgeschrittene Zentrifugen in Natanz schwerbeschädigt wurde. Der Iran sprach von Sabotage.

    Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Rafael Grossi, bestätigte später, dass der Iran mit dem Bau einer unterirdischen Ersatzanlage begonnen habe. Inspekteure der IAEA haben die Hallen bisher nicht betreten. Die bekannte Anreicherungsanlage Natanz stand jedoch jahrelang unter internationaler Aufsicht.

  • |Josef Siffert

    Revolutionsgarden appellieren an jordanisches Volk

    Die iranischen Revolutionsgarden haben Jordanien aufgefordert, die Zusammenarbeit mit dem US-Militär einzustellen. In einer Mitteilung appellierte die im Iran mächtige Militärorganisation an das jordanische Volk. "Ihr wisst sehr gut, dass wir eurem Land nicht nur keinerlei Feindschaft entgegenbringen, sondern euch, das edle Volk Jordaniens, sehr schätzen", hieß es.

    Eine entschlossene Forderung nach der Auflösung der US-Stützpunkte "wäre eine große Hilfe" für die "Wiederherstellung der Sicherheit in der Region", teilten die Revolutionsgarden mit. "Jordaniens Würde und Erfolg sind unser Wunsch."

    Die Revolutionsgarden gaben weiters bekannt, am frühen Morgen einen Luftwaffenstützpunkt in Jordanien mit ballistischen Raketen angegriffen zu haben. Als Begründung schrieb die Organisation, dass von dort US-Angriffe auf den Iran geflogen worden seien.

  • |Josef Siffert

    Iran attackiert zwei Öltanker

    Der Iran beschoss zwei Öltanker der Vereinigten Arabischen Emirate in der Straße von Hormus, wie der Golfstaat auf X berichtete. Dabei sei ein indisches Besatzungsmitglied getötet worden.

    Die Schiffe seien bei der Durchquerung auf der südlichen Schifffahrtsroute innerhalb omanischer Hoheitsgewässer von zwei Marschflugkörpern getroffen worden, teilte das Verteidigungsministerium der VAE mit. Es seien acht Personen verletzt worden, sechs indische und zwei ukrainische Staatsangehörige. Zudem seien Brände auf beiden Tankern ausgebrochen, schließlich aber unter Kontrolle gebracht worden.

    Der Angriff stelle einen "schwerwiegenden Verstoß und klaren Bruch des Völkerrechts" dar, erklärte das Verteidigungsministerium. Die Emirate behielten sich vor, auf diese Eskalation zu reagieren. Auch im Golfstaat Bahrain heulten wieder die Alarmsirenen. Das Innenministerium des mit den USA verbündeten Landes rief die Einwohner in der Nacht über die Plattform X auf, ruhig zu bleiben und Schutz zu suchen. Weitere Einzelheiten gab es zunächst nicht.

  • |Patrick Resch

    USA griff erneut an

    Das US-Militär greift nach eigenen Angaben erneut iranische Ziele an. Um 16.45 US-Ortsküstenzeit (22.45 deutscher Zeit) hätten die Streitkräfte die dritte Nacht in Folge Angriffe gestartet, teilte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) auf der Plattform X mit. Diese Angriffe würden die Fähigkeit des Irans weiter einschränken, Attacken auf unschuldige Zivilisten und die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus auszuüben, hieß es. 

    Das iranische Staatsfernsehen berichtete in der Nacht auf Dienstag (Ortszeit) von Explosionen auf der Insel Kish sowie in der Hafenstadt Bandar Abbas.

  • |Patrick Resch

    Trump kündigt neue Angriffe auf Iran an

    US-Präsident Donald Trump hat weitere Angriffe seines Landes auf den Iran angekündigt. Man werde das Land heute Abend hart treffen - genau wie morgen, sagte er am Montagnachmittag (Ortszeit) in einem Radiointerview. Der Iran könne nichts dagegen tun, hob er hervor. 

    US-Streitkräfte hatten in den vergangenen Tagen wiederholt iranische Ziele angegriffen. Das Militär begründete dies mit Attacken des Irans auf Schiffe in der Straße von Hormus. Der Iran reagierte auf die US-Angriffe wiederum mit Vergeltungsangriffen - etwa auf Golfstaaten. All das befeuerte in der Region die Sorge vor einem vollständigen Wiederaufflammen des Kriegs - zumal Trump die Waffenruhe mit Teheran vor wenigen Tagen für beendet erklärt hatte.

  • |Patrick Resch

    Blockade iranischer Häfen beginnt am Dienstagabend

    Die US-Armee beginnt die erneute Blockade iranischer Häfen nach eigenen Angaben am Dienstagabend. Die US-Streitkräfte würden die Blockade ab dem 14. Juli um 22.00 Uhr wieder aufnahmen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom am Montag mit. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor diese Maßnahme sowie eine Abgabe von 20 Prozent auf alle durch die Straße von Hormuz transportierten Güter angekündigt.

    Der Ölpreis stieg nach Trumps Ankündigung um rund neun Prozent an. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent stieg um 9,1 Prozent auf 82,90 Dollar (72,83 Euro) an, während der Preis für ein Barrel der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) ebenfalls um 9,1 Prozent auf 77,87 Dollar zulegte.

    Auf seiner Plattform Truth Social hatte Trump zuvor erklärt, das US-Militär werde "die Schiffe des Iran oder dessen Kunden daran hindern, ein- oder auszulaufen". Alle anderen Frachtschiffe müssten eine Abgabe von "20 Prozent auf alle transportierten Güter" entrichten. Beides werde "umgehend" umgesetzt.

  • |Patrick Resch

    IMO pocht auf gebührenfreie Durchfahrt der Straße von Hormus

    Die Weltschifffahrtsorganisation IMO pocht auf eine gebührenfreie Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormuz. Gemäß internationalem Recht müsse die Passage weiterhin zoll- und gebührenfrei bleiben, teilte die UN-Sonderorganisation mit Sitz in London mit. Die IMO betonte, jede Vereinbarung zwischen den Anrainerstaaten der Region müsse das diskriminierungsfreie und ungehinderte Durchfahrtsrecht aller Schiffe sicherstellen.

  • |Patrick Resch

    Raketenangriff auf Saudi-Arabien abgewehrt

    Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition hat nach eigenen Angaben ballistische Raketen abgefangen, die von der Houthi-Miliz abgeschossen worden sein sollen. Sie wurden einem Sprecher der Koalition zufolge auf die südliche Region Saudi-Arabiens abgefeuert. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

  • |Diana Dauer

    Trump: Setzen Seeblockade gegen iranische Häfen wieder ein

    Kurz nach neuen US-Angriffen auf den Iran hat US-Präsident Donald Trump die Wiederaufnahme der Seeblockade gegen Schiffe angekündigt, die iranische Häfen ansteuern oder von diesen abfahren. Allen anderen Ländern soll ein "fairer und offener" Zugang zur Meerenge möglich sein, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit. Zudem würden die USA für die sichere Durchfahrt der Meerenge aus "Fairnessgründen" Einnahmen in Höhe von 20 Prozent des Frachtwertes für sich beanspruchen.

    Dies solle die Kosten, die im Zuge der Sicherstellung der Passage anfallen, kompensieren. Der Prozess und die Umsetzung würden umgehend beginnen, schrieb er weiter. Weitere Details blieben offen, etwa wer genau für den Beitrag aufkommen soll. 

  • |Diana Dauer

    USA will Kontrolle über Hormus übernehmen

    US-Präsident Donald Trump schließt eine Übernahme der Kontrolle über die strategisch wichtige Straße von Hormus durch die USA nicht aus. „Wir werden die Meerenge behalten und sie wahrscheinlich kontrollieren“, sagt Trump in einem Telefoninterview des US-Fernsehsenders Fox News. Die USA würden zum „Schutzengel der Meerenge“ werden. Für diesen Einsatz müsse das Land jedoch finanziell entschädigt werden, fordert er.

    "Wir werden dafür bezahlt werden, sie zu bewachen", sagte Trump. Der Präsident hatte bereits im Juni mit einer Art Maut für die Straße von Hormuz gedroht, sollten die Verhandlungen mit dem Iran scheitern.

    Ein Sprecher des iranischen Militärkommandos entgegnete in einer Videobotschaft, Teheran werde ein Eingreifen der USA in der strategisch wichtigen Meerenge "unter keinen Umständen zulassen". Jede Zusammenarbeit der Golf-Staaten mit Washington werde zudem als "Kriegshandlung" betrachtet.

  • |Diana Dauer

    Offenbar saudischer Luftangriff auf Houthi-Flughafen im Jemen

    Im Jemen ist es am Montag zu einem Luftangriff auf den Flughafen der Hauptstadt Sanaa gekommen. Die Houthi-Miliz machte dafür Saudi-Arabien verantwortlich. Bei saudischen Angriffen sei die Start- und Landebahn getroffen worden, meldete der Houthi-nahe TV-Sender Al-Masirah. Riad äußerte sich zunächst nicht dazu. Wenig später reklamierte das jemenitische Verteidigungsministerium die Angriffe für sich.

    Im Jemen läuft seit mehr als zehn Jahren ein Bürgerkrieg, das Land ist faktisch gespalten. Die vom Iran unterstützte Houthi-Miliz kontrolliert große Gebiete im Norden samt der Hauptstadt Sanaa, die von Saudi-Arabien unterstützte Regierung den Süden.

    Nach Angaben des jemenitischen Verteidigungsministeriums sollte mit den Luftangriffen die Landung eines iranischen Flugzeugs auf jemenitischem Boden verhindert werden. Die Houthi hätten ihrerseits einem Flugzeug der nationalen jemenitischen Fluggesellschaft die Landung auf dem Flughafen Sanaa untersagt und stattdessen auf der Landung eines iranischen Flugzeugs bestanden. Als Reaktion darauf sei die Start- und Landebahn des Flughafens angegriffen worden.

  • |Diana Dauer

    884 Millionen Euro für Gaza-Wiederaufbau in Aussicht

    Internationale Geber haben rund 884 Millionen Euro für die "frühe Wiederaufbauphase" im Gazastreifen in Aussicht gestellt. Damit die Mittel aus diesem "ersten Paket" bei den Menschen ankommen könnten, "brauchen wir jetzt die Voraussetzungen vor Ort", sagte die EU-Kommissarin für das Mittelmeer, Dubravka Suica, am Montag am Rande einer Geberkonferenz in Brüssel. Zwei wichtige frühe Wiederaufbauprojekte seien die Wasserversorgung und die Abfallwirtschaft.

    Die Finanzhilfe wird in der von Suica angekündigten Initiative "Team Gaza" gesammelt. Die Initiative solle dabei helfen, die Hilfe der EU-Länder und ihrer internationalen Partner im Gazastreifen zu koordinieren, sagte die Kommissarin. Teil der Initiative sind neben EU-Ländern wie Österreich etwa Großbritannien, Norwegen, Japan und die Schweiz. Der Kommission zufolge haben auch Australien und Kanada Interesse an einer Beteiligung bekundet.

  • |Josef Siffert

    Iran-Krieg: "Keine konkrete Gefährdung" für Anschläge in Österreich

    Nach der Veröffentlichung einer iranischen "Vergeltungsliste" sieht man in Österreich bisher keine konkrete Gefahr für Anschläge durch iranische Gruppen, teilte das Innenministerium am Montag auf APA-Anfrage mit. "In Bezug auf iranische und proiranische Akteure liegen zum aktuellen Zeitpunkt keine konkreten Gefährdungen vor."

    Damit würde "auch keine konkrete Gefahr für Anschläge entsprechender Gruppen" einhergehen. Die allgemeine Gefährdungslage sei allerdings hoch, im gesamten Bundesgebiet gelte seit Oktober 2023 die zweithöchste Terrorwarnstufe. Dem Innenministerium zufolge beobachten iranische Nachrichtendienste gezielt iranische Oppositionelle, Medien, Menschenrechtsorganisationen und Minderheiten, um diese gegebenenfalls zu unterdrücken oder für eigene Zwecke zu nutzen. Derartige Repressionsmaßnahmen gegen Oppositionelle im Ausland sowie gegen Teile der Diaspora seitens des Irans würden jedoch kein neues Phänomen darstellen. "Internationale, geopolitische Entwicklungen werden von den Sicherheitsbehörden in Österreich intensiv beobachtet und haben regelmäßig Einfluss in allen Bereichen des Extremismus."

    Die iranische Tageszeitung "Hamshahri" hatte am Samstagabend eine Liste mit 13 westlichen Politikern veröffentlicht, die für den Tod des früheren geistlichen Führers Ali Khamenei "bezahlen" sollen. Auf einem Schaubild auf der Website der Zeitung waren neben dem Merz auch US-Präsident Donald Trump, der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni und der scheidende britische Premierminister Keir Starmer zu sehen.

  • |Josef Siffert

    Bitcoin fällt: Nahost-Konflikt verunsichert Anleger

    Der Bitcoin rutscht deutlich ab, weil Anleger geopolitische Risiken, steigende Ölpreise und Zinssorgen stärker fürchten.


     

  • |Josef Siffert

    Neuerlicher Konflikt um Hormus treibt Ölpreise nach oben

    Die erneuten militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten treiben die Preise am Ölmarkt nach oben. Die Nordsee-Rohölsorte Brent und US-Leichtöl WTI verteuern sich um jeweils rund drei Prozent auf 78,25 und 74,42 Dollar je Fass (159 Liter). Die USA und der Iran griffen sich am Wochenende mit Raketen und Drohnen an. Zuvor hatte der Iran die erneute Schließung der für Energietransporte wichtigen Straße von Hormus angekündigt. US-Präsident Donald Trump betonte am Sonntag in einem NBC-Interview, dass die Straße von Hormus für den kommerziellen Schiffsverkehr geöffnet sei. Der Verkehr durch die Meerenge fiel dennoch am Sonntag auf den tiefsten Stand seit fünf Wochen.

  • |Josef Siffert

    EU-Außenminister beraten über Israel-Sanktionen

    Die EU-Außenministerinnen und Außenminister wollen heute in Brüssel über die Lage im Nahen und Mittleren Osten sowie in der Ukraine beraten. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob in Reaktion auf die Ausweitung illegaler israelischer Siedlungen im Westjordanland weitere Sanktionen verhängt werden sollten. Die EU-Kommission hat für die Beratungen Handlungsoptionen erarbeitet. Sie umfassen Beschränkungen und Verbote für die Einfuhr von Waren aus israelischen Siedlungen.

    Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (Neos) sagte, die zunehmende Radikalität israelischer Sieder sowie die illegalen Siedlungen seien „absolut inakzeptabel“, weil es de facto eine Zweistaatenlösung im Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern immer mehr unmöglich mache. Die EU habe bereits Sanktionen beschlossen. Österreich spreche sich dafür aus, „da weiter zu gehen“.

  • |Josef Siffert

    Iran greift in Jordanien, Kuwait und Bahrain an

    Die iranischen Revolutionsgarden haben nach Angaben von Staatsmedien US-Militärziele und -stützpunkte in Jordanien, Kuwait und Bahrain angegriffen. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna zitierte am Montag mehrere Erklärungen der Revolutionsgarden, wonach die Revolutionsgarden einen Luftwaffenstützpunkt in Jordanien, ein US-Drohnenkommandozentrum in Bahrain und Stützpunkte in Kuwait angegriffen hätten.

  • |Josef Siffert

    US-Militär greift weitere Ziele im Iran an

    Mit den Angriffen sollte der Iran in seiner Fähigkeit eingeschränkt werden, Handelsschiffe in der Straße von Hormus zu attackieren.
     

  • |Stefan Berndl

    Kuwait meldet Angriffe

    Das Verteidigungsministerium in Kuwait teilte unterdessen mit, dass drei Grenzposten und eine Offshore-Ölplattform angegriffen worden seien. "Drei Grenzposten an Land im Norden des Landes wurden Ziel eines feigen Angriffs, der zu Sachschäden führte", hieß es in der Erklärung. Zudem sei eine kuwaitische "Offshore-Bohrplattform" von einer "feindlichen Drohne" angegriffen worden. Ein Arbeiter sei verletzt worden, zudem habe es Sachschäden gegeben.

  • |Stefan Berndl

    Israel wählt Parlament am 27. Oktober

    In Israel findet die nächste Parlamentswahl nach Angaben der Regierungskoalition am 27. Oktober statt. Der Koalitionschef in der Knesset, Ofir Katz, bestätigte den Termin am Sonntag vor einem Parlamentsausschuss. Es ist die erste Parlamentswahl seit dem Angriff der Hamas auf Israel im Jahr 2023 und den darauffolgenden Kriegen im Gazastreifen, im Libanon und im Iran. Zuvor war auch ein früherer Termin für die Wahl im Gespräch.

    Die Knesset hatte im Mai ihre eigene Auflösung beschlossen. Das Gesetz schreibt eine Durchführung der Wahl bis zum 27. Oktober vor. Umfragen zufolge muss die aus nationalistischen und religiösen Parteien bestehende Koalition von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu damit rechnen, die Wahl zu verlieren. Viele Menschen in Israel sind mit dem Regierungschef wegen des Kriegsverlaufs mit dem Iran unzufrieden. Zudem hatte der Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 Netanyahus Ruf als Garant für die Sicherheit des Landes schwer beschädigt. Seine politischen Rivalen haben jedoch ebenfalls keine klaren Mehrheitsperspektiven. Netanyahu ist der am längsten amtierende Ministerpräsident in der Geschichte Israels. Es kommt selten vor, dass Regierungen in Israel eine volle vierjährige Amtszeit absolvieren.

  • |Stefan Berndl

    Neue Eskalation: Eine Zusammenfassung

    Der Waffenstillstand ist Geschichte, die USA und der Iran führen ihre Luftangriffe weiter fort. Im Visier: die Handelsschiffe, die seit Monaten im Persischen Golf festsitzen.

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