Emirate: Erneuter Beschuss + Drei iranische Fußballerinnen verlassen doch Australien
- Israel und die USA haben Ende Februar mit Militärschlägen gegen den Iran begonnen. Der Oberste Führer Ali Khamenei wurde dabei getötet - Nachfolger wird sein Sohn Mojtaba. US-Präsident Donald Trump ist "nicht glücklich" über die Wahl.
- Am Freitag teilte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth bei einer Pressekonferenz mit, dass Mojtaba Khamenei verwundet und vermutlich entstellt sei.
- Trump begrüßt das Steigen der Ölpreise, weil USA dadurch mehr verdiene.
- Die USA haben im Irak ein Tankflugzeug verloren, sechs Menschen wurden dabei getötet.
- Im Irak wurde ein französischer Soldat getötet.
- Die USA erlauben Verkauf von russischem Öl.
- Revolutionsgarden erklären, dass die Straße von Hormus geschlossen bleibt. Zuvor erklärte UN-Botschafter Amir Saeid Iravani, Teheran werde die Meerenge nicht schließen.
- Beim Ölpreis gibt es vorerst keine Entspannung. Iranische Revolutionsgarden drohen, bei weiteren Angriffen Ölvorkommen anzuzünden.
- Trump nannte die iranische Regierung "gestörte Dreckskerle" und bekräftigte "das terroristische Regime vollständig zu zerstören"
- Die USA haben eine hohe Belohnung zur Ergreifung des neuen iranischen obersten Führers Mojtaba Khamenei ausgesetzt.
- Der Iran ist nach den Worten von US-Präsident Donald Trump zwei Wochen nach Beginn der US-israelischen Luftangriffe "vollständig besiegt".
- Weltpolitische Gehversuche: Warum sich die EU in Nahost verstolpert.
- Angriff auf Golfstaaten: Die Mullahs wollen nicht alleine untergehen.
- Anatomie einer Entscheidung: Wieso sich Trump für den Krieg im Iran entschied.
- Angriff auf den Iran: Wem geht zuerst die Munition aus?
- Wie der Iran-Krieg Chinas Pläne durchkreuzt.
- Der Iran hält die Weltwirtschaft in Geiselhaft.
- Warum der Iran-Krieg zum großen Problem für die Ukraine wird.
- Werden die Kurden wieder zum Kanonenfutter der USA?
- 7 Tage Iran-Krieg: Eine Aufarbeitung
- Pulverfass Nahost: Das Erbe der Kolonialmächte und der Kampf ums Öl
- Die Geldquellen des Iran: Wie das Regime seinen Krieg finanziert
- USA greifen den Iran mit seinen eigenen Waffen an
- "Regime Change" im Iran? Die wahre Arbeit beginnt nach dem Umsturz
- Ölpreis-Sprung: Die wichtigsten Fragen und Antworten
- Iran-Krieg: Zwischen den Alliierten kracht es
- Kommt eine Flüchtlingswelle aus dem Iran auf uns zu?
- Die Straße von Hormus: Ein Minenfeld für die Weltwirtschaft
Das Wichtigste in Kürze: Der aktuelle Lagebericht von Tag 14 im Iran-Krieg.
Iran-Krieg
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Trump verteidigt Lockerung von Öl-Sanktionen gegen Russland
US-Präsident Donald Trump hat die Lockerung von Sanktionen seiner Regierung gegen Russland infolge des Iran-Kriegs gerechtfertigt. "Ich will Öl für die Welt haben", sagte Trump dem Sender NBC News auf die Frage zu seiner Entscheidung, angesichts der steigenden Energiepreise Kaufbeschränkungen zu lockern.
Dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij warf Trump erneut vor, ein größeres Hindernis für ein mögliches Ende des Krieges zu sein als Kremlchef Wladimir Putin. "Ich bin überrascht, dass Selenskij kein Abkommen schließen will. Sagen Sie Selenskij, er soll ein Abkommen schließen, denn Putin ist dazu bereit", sagte Trump in dem NBC-Interview. "Mit Selenskij ist es weitaus schwieriger, eine Einigung zu erzielen."
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Israelische Bodentruppen gehen weiter gegen Hisbollah vor
Israelische Bodentruppen gehen im Südlibanon weiter gegen die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz vor. Dutzende Milizionäre seien getötet worden, teilte die Armee mit. Zudem seien Waffenlager, ein Kommandozentrum und Beobachtungsposten der Hisbollah zerstört worden. Die Hisbollah liefert sich nach eigenen Angaben im Südlibanon "direkte" Kämpfe mit Israels Armee. Die Kämpfe in der südlibanesischen Stadt Chiam seien seit Samstagabend im Gange und dauerten an, so die Miliz.
Es seien "leichte und mittelschwere Waffen sowie Raketengeschosse" zum Einsatz gekommen. Zudem griff die Hisbollah nach eigenen Angaben israelische Streitkräfte in drei Grenzdörfern an.
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Trump drängt auf Hilfe bei Sicherung der Straße von Hormus
US-Präsident Donald Trump hat militärische Hilfe vieler Länder zur gemeinsamen Sicherung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus in Aussicht gestellt - ohne konkret zu werden. „Viele Länder - insbesondere diejenigen, die von Irans versuchter Blockade der Straße von Hormus betroffen sind - werden gemeinsam mit den Vereinigten Staaten Kriegsschiffe entsenden, um sie offen und sicher zu halten“, schrieb er auf der Plattform Truth Social. Die iranische Führung verspottete dies als Hilferuf.
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Emirate: Erneuter Beschuss aus dem Iran
Die Vereinigten Arabischen Emirate sind erneut unter iranischen Beschuss geraten. Die Luftabwehr sei dabei, Raketenangriffe und aus dem Iran kommende Drohnen abzufangen, teilte das Verteidigungsministerium am frühen Morgen auf der Plattform X mit. Zuvor war es bereits zu weiteren Angriffen auch auf andere Golfstaaten gekommen.
Am stärksten sind die Emirate unter Beschuss. Der Berater des Präsidenten, Anwar Gargasch, erklärte in der Nacht, sein Land habe zwar das Recht, sich gegen die „terroristische Aggression“ zu verteidigen. Zugleich fügte er jedoch hinzu, man wolle weiterhin Vernunft und Zurückhaltung walten lassen. Die Emirate übten Zurückhaltung und suchten gleichzeitig nach einem Ausweg aus der Krise für den Iran und die gesamte Region, fügte Gargasch hinzu.
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Drei iranische Fußballerinnen verlassen nun doch Australien
Drei Mitglieder des iranischen Frauenfußball-Nationalteams, die in Australien Asyl beantragt hatten, haben sich nun doch zur Rückkehr in den Iran entschieden. Die Spielerinnen hätten nach ihrer Entscheidung wiederholt die Möglichkeit erhalten, über ihre Optionen zu sprechen, erklärte der australische Innenminister Tony Burke am Sonntag. Die Regierung könne zwar sicherstellen, dass Möglichkeiten angeboten und kommuniziert würden. „Wir können jedoch nicht den Kontext ausblenden, in dem die Spielerinnen diese unglaublich schwierigen Entscheidungen treffen“, fügte er hinzu.
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Bericht: Israelische Siedler erschießen Palästinenser
Bei neuen Angriffen radikaler israelischer Siedler im besetzten Westjordanland sind nach einem Bericht der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa ein Palästinenser erschossen und mehrere verletzt worden. Bewaffnete Siedler hätten den palästinensischen Ort Kusra nördlich von Jerusalem angegriffen, einen jungen Palästinenser erschossen, zwei weitere angeschossen und den Vater des Getöteten verprügelt.
Zuvor hätten Siedler zwei Palästinenser bei dem Ort Kisan südlich von Bethlehem ebenfalls im Westjordanland angeschossen, andere geschlagen und etwa 100 Schafe gestohlen, meldete Wafa. Von israelischer Seite gab es zunächst keine Angaben zu den Überfällen.
Seit dem Beginn des Iran-Krieges haben sich die seit Jahren anhaltenden Angriffe israelischer Siedler weiter verschärft. Fast täglich kommt es zu Übergriffen. Auch ihr Gebrauch von Schusswaffen mit Tötungs- und Verletzungsabsicht hat zugenommen. Seit Jahresbeginn wurden sieben Palästinenser von Siedlern umgebracht.
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Türkei warnt vor "neuem Völkermord"
Die Türkei warnte indes vor einem "neuen Völkermord" Israels. "Wir sind offen besorgt, dass (der israelische Ministerpräsident Benjamin) Netanjahu unter dem Vorwand des Kampfes gegen die Hisbollah auf einen neuen Völkermord zusteuert", sagte der türkische Außenminister Hakan Fidan am Samstag. Die internationale Gemeinschaft müsse "so schnell wie möglich handeln" und Israel Einhalt gebieten.
Die Türkei hat Israel wiederholt vorgeworfen, im Kampf gegen die radikalislamische Hamas im Gazastreifen einen "Völkermord" an den Palästinensern zu begehen. Israel weist die Vorwürfe zurück.
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Israel und Libanon vor direkten Gesprächen in Paris oder in Zypern
Macron hatte nach eigenen Angaben am Freitag mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun sowie mit Regierungschef Nawaf Salam und Parlamentspräsident Nabih Berri telefoniert. "Es muss alles getan werden, um zu verhindern, dass der Libanon ins Chaos stürzt", erklärte der französische Präsident. Die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz müsse sofort ihren Kurs ändern; Israel wiederum müsse seine Pläne für eine großangelegte Offensive im Libanon aufgeben und seine massiven Luftangriffe einstellen. Die ersten Gespräche seit Beginn des Iran-Kriegs, der auch den Libanon immer tiefer in den Konflikt hineingezogen hat, könnten in Paris oder auf Zypern stattfinden.
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Laut Außenminister "kein Problem" bei neuem Obersten Führer
Der iranische Außenminister Abbas Araqchi trat indes Spekulationen über den gesundheitlichen Zustand des neuen Obersten Führers Mojtaba Khamenei entgegen. Araqchi sagte im Interview mit MS Now, es gebe "kein Problem" mit Khamenei. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte am Freitag gesagt, Khamenei sei verwundet und wahrscheinlich entstellt worden.
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Angriffe im Irak
Das Konsulat der Vereinigten Arabischen Emirate in der autonomen Kurdenregion wurde im Nordirak angegriffen. Zwei Sicherheitskräfte wurden dabei verletzt, hieß es.
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Israelische Armee und Tote in Isfahan
Die israelische Armee teilte am Samstag mit, dass sie in den ersten beiden Wochen des Krieges 400 Angriffswellen mit jeweils zahlreichen Kampfjets auf den Iran geflogen habe. Hauptziele im Zentrum und Westen des Irans seien Anlagen für Raketenstarts und Verteidigungsanlagen gewesen. Allein in den vergangenen 24 Stunden seien mehr als 200 Ziele bombardiert worden. Dabei seien Dutzende Abschussrampen für ballistische Raketen getroffen worden, von denen einige für Angriffe auf Israel vorbereitet gewesen sein sollen. Zudem seien Luftverteidigungssysteme und Waffenlager angegriffen worden. Der Iran berichtete, dass bei einem Angriff in der Stadt Isfahan 15 Menschen in einer Fabrik ums Leben gekommen seien.
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Israel und Libanon vor direkten Gesprächen
Israel und der Libanon werden einem israelischen Zeitungsbericht zufolge voraussichtlich in den kommenden Tagen direkte Gespräche führen. Ron Dermer, ein Vertrauter des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu, werde wohl die israelische Delegation anführen, berichtet die Zeitung Haaretz unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Dermer ist israelischer Minister für strategische Angelegenheiten und war früher Botschafter in den USA.
Die USA würden von Jared Kushner, dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, vertreten. Die ersten Gespräche seit Beginn des Iran-Kriegs, der auch den Libanon immer tiefer in den Konflikt hineingezogen hat, könnten in Paris oder auf Zypern stattfinden.
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Laut Trump senden viele Länder Schiffe zur Öffnung von Hormus
US-Präsident Donald Trump geht davon aus, dass viele Länder Kriegsschiffe entsenden würden, um die Straße von Hormuz offen zu halten. Er hoffe, dass China, Frankreich, Japan, Südkorea, Großbritannien und andere Länder sich beteiligten, teilte er am Samstag auf Truth Social mit. "So oder so wird die Straße von Hormuz bald offen sein." Zuvor hatte Trump gesagt, dass der Iran zwei Wochen nach Beginn der US-israelischen Luftangriffe "vollständig besiegt" sei.
Unterdessen machte der Iran eine Ausnahme von der Hormuz-Blockade und erlaubte zwei indischen Schiffen die Durchfahrt. 22 weitere Schiffe lägen noch westlich der Seestraße, teilte die indische Regierung mit. Durch die Meerenge vor der Küste des Iran werden rund 20 Prozent des weltweiten Öl- und Flüssigerdgastransports auf dem Seeweg abgewickelt.
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Flugabwehr bei US-Botschaft in Bagdad getroffen
Dem Nachrichtenkanal Al Jazeera zufolge wurde ein Flugabwehrsystem bei der US-Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad von einer Rakete getroffen. Von der US-Botschaft, dem US-Militär wie auch der irakischen Regierung gab es zunächst keine Bestätigung. Nach dem Angriff Samstagfrüh gab es irakischen Medienberichten zufolge einen Brand am Botschaftsgebäude.
Zunächst bekannte sich niemand zu der Attacke. Mit dem Iran verbündeten Milizen haben seit Beginn des Iran-Kriegs aber mehrere Angriffe auf US-Einrichtungen im Irak für sich beansprucht.
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Nach dem verheerenden Gazakrieg leben viele Menschen im Gazastreifen in Zelten oder beschädigten Gebäuden und sind somit dem Sandsturm kaum geschützt ausgesetzt.
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Mindestens 56 Museen und historische Stätten im Iran beschädigt
In den ersten zwei Wochen des Iran-Kriegs sind nach Angaben des iranischen Kulturministeriums bereits mindestens 56 Museen und historische Stätten beschädigt worden. Besonders betroffen sei die Hauptstadt Teheran mit 19 beschädigten Kulturstätten, erklärte das Ministerium am Samstag.
Gleich zu Beginn der israelischen und US-Angriffe auf Teheran war der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Golestanpalast beschädigt worden. Er ist eines der ältesten Monumente in der Hauptstadt und diente einst als Residenz der Kadjaren-Dynastie (1789 bis 1925).
In der zentraliranischen Stadt Isfahan wurden vor allem am weitläufigen Naqsh-e-Jahan-Platz Schäden registriert. Der Platz - ein architektonisches Juwel aus dem 17. Jahrhundert - ist umgeben von Moscheen, einem Palast und einem historischen Basar. In der Hafenstadt Bushehr wurden mehrere Gebäude im historischen Hafenviertel Siraf bei Angriffen getroffen.
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US-Regierung kritisiert CNN wegen Berichten über Iran-Krieg
Die US-Regierung hat den Nachrichtensender CNN wegen seiner Berichterstattung über den Iran-Krieg massiv kritisiert. Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte am Freitag (Ortszeit), er könne die Übernahme des Senders durch den Film- und Medienkonzern Paramount Skydance und damit durch Unterstützer von US-Präsident Donald Trump kaum erwarten. Er forderte zudem eine "wirklich patriotische Presse".
Hegseth attackierte bei einer Pressekonferenz zum Iran-Krieg die US-Medien und insbesondere CNN. Der frühere Fox-News-Moderator empörte sich vor allem über einen CNN-Bericht, demzufolge Washington bei der Planung der Luftangriffe auf den Iran das Risiko einer Blockade der Öltransporte durch die Straße von Hormuz unterschätzt habe. Der Bericht sei "offenkundig lächerlich", sagte Hegseth und fügte hinzu: "Je eher David Ellison diesen Sender übernimmt, desto besser."
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Teheran kündigte den verstärkten Einsatz schärferer Waffen an
Teheran kündigte den verstärkten Einsatz schärferer Waffen an. Die Streitkräfte würden ballistische Raketen und andere Raketentypen mit größerer Zerstörungskraft und höherer Präzision verwenden, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums staatlichen iranischen Medien zufolge. Man werde künftig mehr "modernisierte Waffen" einsetzen.
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Katz: Kampf gegen Iran geht in "entscheidende Phase"
Der Kampf gegen Teheran intensiviere sich und gehe in die "entscheidende Phase" über, sagte Israels Verteidigungsminister Katz nach Angaben seines Büros. Genaue Zeitangaben machte er nicht. Katz fügte lediglich hinzu, diese Phase werde so lange dauern, wie nötig. Katz erklärte demnach, die israelische Luftwaffe setze ihre intensive Angriffswelle in der iranischen Hauptstadt Teheran sowie im gesamten Iran fort.
Gleichzeitig rief er die Bevölkerung im Iran zum Widerstand gegen die Führung in Teheran auf. "Nur das iranische Volk kann dem ein Ende setzen - durch einen entschlossenen Kampf bis zum Sturz des Terrorregimes", sagte Katz. Bereits zuvor betonte er, die Angriffe auf Ziele im Iran zielten darauf, dem iranischen Volk zu ermöglichen, sich aufzulehnen und die Führung zu stürzen.
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Macron ruft Israel zu direkten Gesprächen mit Libanon auf
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat Israel zu direkten Gesprächen mit der libanesischen Regierung aufgerufen und sich als Gastgeber solcher Verhandlungen angeboten. Die libanesische Regierung habe "ihre Bereitschaft signalisiert, direkte Gespräche mit Israel aufzunehmen", schrieb Macron am Samstag im Onlinedienst X. Frankreich sei bereit, solche Gespräche zu unterstützen, "indem es sie in Paris ausrichtet".
Macron hatte nach eigenen Angaben am Freitag mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun sowie mit Regierungschef Nawaf Salam und Parlamentspräsident Nabih Berri telefoniert. "Es muss alles getan werden, um zu verhindern, dass der Libanon ins Chaos stürzt", erklärte der französische Präsident. Die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz müsse sofort ihren Kurs ändern; Israel wiederum müsse seine Pläne für eine großangelegte Offensive im Libanon aufgeben und seine massiven Luftangriffe einstellen.
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Teheran lässt indische Schiffe durch Straße von Hormuz
Der Iran hat eine Ausnahme von seiner Blockade der Straße von Hormuz gemacht und einigen indischen Schiffen die Durchfahrt erlaubt. Dies bestätigte der iranische Botschafter in Indien, Mohammad Fathali, bei einer Konferenz in Neu-Delhi. Die genaue Zahl der Schiffe nannte Fathali nicht. Seit Beginn der Luftangriffe seitens der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar hat die Regierung in Teheran den Verkehr durch die Straße von Hormuz weitgehend unterbunden.
Durch die Meerenge vor der Küste des Irans werden rund 20 Prozent des weltweiten Öl- und Flüssigerdgastransports auf dem Seeweg abgewickelt.
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Iran bleibt offline, privilegierte Gruppen surfen weiter
Die Internetblockade im Iran geht in die dritte Woche. Die auf Internetsperren spezialisierte Organisation Netblocks schrieb auf X, dass die Konnektivität weiterhin bei nur einem Prozent des normalen Niveaus liege. Die Bevölkerung könne nur ein eingeschränktes internes Intranet nutzen, während staatlich genehmigte Nutzer uneingeschränkten Zugang zum globalen Netz erhielten.
Netblocks kritisierte: "Während authentische Stimmen zum Schweigen gebracht werden und die Zivilbevölkerung ohne wichtige Informationen bleibt, füllt ein stetiger Strom von Inhalten, die das Regime genehmigt hat, die Lücke." Ein User schrieb auf X, die Abschaltung des Internets helfe dabei, die Berichterstattung zu kontrollieren, und verhindere, dass sich die Menschen organisierten oder frei äußern könnten.
Ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats im Iran nutzt das Internet weiter ohne Einschränkungen. Seit Jahren verfügt ein privilegierter Kreis über sogenannte "weiße SIM-Karten", die ermöglichen, ohne Sperren und Restriktionen online zu gehen. Auch iranische Medien publizieren ihre Nachrichten auf Telegram und X, die eigentlich gesperrt sind.
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US-Botschaft in Bagdad bei Angriff getroffen
Unterdessen wurde die US-Botschaft in Bagdad am Samstag bei einem Angriff getroffen. Das bestätigten zwei Sicherheitsvertreter. Einer von ihnen sagte, eine Drohne habe die Botschaft getroffen, der andere sprach von einem Projektil. Mutmaßlich sei eine Rakete auf den Botschaftskomplex gefallen. Die US-Botschaft in Bagdad wurde damit zum zweiten Mal seit dem Beginn des Iran-Krieges vor zwei Wochen zum Ziel.
Die Attacke erfolgte kurz nach Angriffen in Bagdad, bei denen zwei Kämpfer einer einflussreichen pro-iranischen Gruppe getötet wurden. Bei einem der Angriffe wurde ein von der pro-iranischen Kataeb Hisbollah genutztes Haus getroffen, wie AFP aus irakischen Sicherheitskreisen erfuhr. Eine "Schlüsselfigur" der vom Iran unterstützten paramilitärischen Gruppe wurde demnach getötet, zwei weitere Mitglieder der Gruppe wurden verletzt.
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Hamas: Iran soll Angriffe auf Nachbarstaaten einstellen
Die islamistische Hamas rief unterdessen den Iran auf, die Angriffe auf Nachbarstaaten einzustellen. Die Terrororganisation bekräftigte in einer Mitteilung, Teheran habe das Recht auf israelisch-amerikanische Attacken zu reagieren. Die "Brüder im Iran" sollten jedoch davon absehen, ihre Angriffe auf Nachbarländer fortzusetzen. Seit Beginn des Iran-Kriegs melden die umliegenden Golfstaaten zahlreiche iranische Raketen- und Drohnenangriffe.
Die Hamas rief die Staaten in der Region auf, "zusammenzuarbeiten, um diese Aggression zu stoppen und die brüderlichen Beziehungen untereinander zu bewahren". Der Iran unterstützte die Hamas jahrzehntelang finanziell und militärisch. Die Hamas unterhält zudem enge Beziehungen zum Golfstaat Katar.
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Iran laut Trump "vollständig besiegt"
Der Iran ist nach den Worten von US-Präsident Donald Trump zwei Wochen nach Beginn der US-israelischen Luftangriffe "vollständig besiegt". "Die Fake-News-Medien berichten nur ungern darüber, wie erfolgreich das US-Militär gegen den Iran vorgegangen ist, der vollständig besiegt ist und ein Abkommen wünscht", schrieb Trump am Freitag auf seiner Onlineplattform Truth Social. Die angeblich von Teheran gewünschte Vereinbarung sei aber "kein Abkommen, das ich akzeptieren würde".
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Tote im Libanon
Bei einem israelischen Angriff auf ein Gesundheitszentrum im Südlibanon sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums mindestens zwölf medizinische Mitarbeiter getötet worden. Dies meldet die staatliche libanesische Nachrichtenagentur unter Berufung auf das Ministerium. Die Zahl der Todesopfer in der Stadt Borj Qalaouiya könnte sich noch ändern. Rettungskräfte suchten nach Vermissten.
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Die iranischen Streitkräfte erklärten am Samstag nach dem Angriff der USA, dass jeder Angriff auf die iranische Öl- und Energieinfrastruktur zu Angriffen auf die Energieinfrastruktur von Ölkonzernen führen werde, die in der Region mit den Vereinigten Staaten zusammenarbeiten, wie iranische Medien berichteten.
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USA greifen Militärziele auf Irans Öl-Exportinsel Kharg an
Die USA haben nach Angaben von Präsident Donald Trump "jedes militärische Ziel" auf der iranischen Insel Kharg angegriffen. "Aus Gründen des Anstands habe ich darauf verzichtet, die Ölinfrastruktur auf der Insel auszulöschen", schrieb Trump am Freitag auf der Online-Plattform Truth Social. Sollte der Iran oder jemand anderes jedoch die freie und sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus behindern, werde er diese Entscheidung sofort überdenken.
Der Iran exportiert 90 Prozent seines Rohöls über die Insel. Irans Parlamentspräsident hatte schon vor zwei Tagen die USA und Israel vor einem Angriff auf Inseln im Persischen Golf gewarnt. "Jede Aggression gegen den Boden der iranischen Inseln wird alle Zurückhaltung zunichtemachen", schrieb Mohammed Bagher Ghalibaf auf X. "Wir werden den Persischen Golf mit dem Blut der Invasoren tränken", fügte der frühere General hinzu.
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"Vorübergehende" Evakuierungen in Katar
Angesichts der anhaltenden iranischen Angriffe auf die Golfstaaten sind in Katar mehrere Gebiete evakuiert worden. Als "vorübergehende Vorsichtsmaßnahme" würden "mehrere wichtige Gebiete evakuiert, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten, bis die Gefahr vorüber ist", erklärte Katars Innenministerium am Samstag.
Im zentralen Stadtteil Muscheireb in der Hauptstadt Doha erhielten einige Anrainer telefonische Warnungen mit der Aufforderung, "das Gebiet unverzüglich zu verlassen und sich vorsorglich an den nächstgelegenen sicheren Ort zu begeben". In der Hauptstadt Doha berichteten Augenzeugen von Explosionen.
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Neue Angriffswelle auf Israel
Der Iran hat in der Nacht auf Samstag eine weitere Angriffswelle mit ballistischen Raketen auf Israel gestartet. Das berichteten Iranische Staatsmedien am Samstag (Ortszeit) kurz nach Mitternacht. Nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom wurde nach ersten Erkenntnissen bei den Raketenangriffen niemand verletzt. Die Polizei erhielt nach eigenen Angaben Hinweise auf Trümmerteile, die im Süden Israels gelandet seien.
Die israelische Armee entdeckte nach eigenen Angaben mehrere aus dem Iran abgeschossene Raketen und aktivierte die Luftabwehr, in mehreren Gegenden des Landes ertönte Luftalarm. Knapp eine halbe Stunde später wurde der Alarm wieder aufgehoben, die Menschen konnten demnach die Schutzräume verlassen.
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Medien: USA senden weitere Soldaten und Schiffe nach Nahost
Das Pentagon schickt Medienberichten zufolge weitere Kriegsschiffe und Marine-Infanteristen nach Nahost. Das zuvor in Japan stationierte amphibische Angriffsschiff "USS Tripoli" sei samt Marine-Infanteristen auf dem Weg dorthin, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf US-Beamte.
Die bereits in der Region eingesetzten US-Streitkräfte erhielten dadurch Verstärkung durch Tausende Infanteristen, mehrere Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge des Typs F-35, schreibt das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf einen hochrangigen US-Beamten.
Demnach geht die Aufstockung auf eine Anfrage des für die Region zuständigen Regionalkommandos des US-Militärs (Centcom) zurück, die auf mehr militärische Optionen im Krieg mit dem Iran abzielt. Die Marine-Infanteristen wären in der Lage, falls gewollt Bodeneinsätze durchzuführen.
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Luftfrachtraten steigen um bis zu 70 Prozent
Der Krieg gegen den Iran treibt die Kosten für Luftfracht in die Höhe. Auf den Routen zwischen Südasien und Europa seien die Frachtraten um bis zu 70 Prozent gestiegen, teilte die Buchungsplattform Freightos mit. Grund seien Sperrungen des Luftraums und die Blockade wichtiger Seewege.
Der Schweizer Logistikkonzern Kühne+Nagel erklärte, dass internationale Logistikkonzerne bei Lieferungen in den Nahen Osten Medikamenten und verderblichen Waren wie Lebensmitteln Vorrang einräumen. Nach Angaben von Branchenexperten sitzen derzeit mehr als 100 Containerschiffe in der strategisch wichtigen Straße von Hormuz fest. Dies zwinge viele Unternehmen, auf den deutlich teureren Luftweg auszuweichen, um Lieferengpässe zu vermeiden.
Vor allem indische Hersteller von günstigen Generika stellten ihre Lieferungen nach Europa und Afrika derzeit von See- auf Luftfracht um, sagte der Lieferkettenexperte Prashant Yadav. Dies heizt den Preisanstieg weiter an, da gleichzeitig das Angebot an Frachtraum sinkt. Wichtige Drehkreuze wie Dubai und Doha sind durch den Konflikt nur eingeschränkt nutzbar.
Luftfracht ist im Schnitt fünf- bis zehnmal teurer als Seefracht. Zusätzlich belasten höhere Energiekosten die Branche. Der Preis für Kerosin hat sich seit Ausbruch der Kämpfe verdoppelt.
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Erneut heftige Explosionen in Teheran
Am 14. Tag des Iran-Kriegs ereigneten sich in der iranischen Hauptstadt Teheran am Freitagabend erneut heftige Explosionen. Dies berichteten am Freitag Reporter der Nachrichtenagentur AFP. Israel hatte zuvor eine erneute Angriffswelle auf Teheran bekanntgegeben.
Ein Nachrichtenportal der iranischen Revolutionsgarden erklärte unterdessen, seit Kriegsbeginn hätten die Streitkräfte im Land insgesamt 111 feindliche Drohnen zerstört. In dem Beitrag des Portals Sepah wurde nicht aufgeschlüsselt, um welche Arten von Drohnen es sich dabei handelte.
Unter anderem sei aber ein unbemanntes Flugzug vom Typ MQ-9 über der südiranischen Provinz Fars zerstört worden. Bei MQ-9-Maschinen handelt es sich um für einen langfristigen Einsatz entwickelte Mehrzweckdrohnen, die um ein Vielfaches teurer sind als die im Krieg vom Iran massenhaft eingesetzten Einweg-Kamikazedrohnen.
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Belohnung zur Ergreifung Khameneis ausgesetzt
Die USA haben eine hohe Belohnung zur Ergreifung des neuen iranischen obersten Führers Mojtaba Khamenei ausgesetzt. Das US-Außenministerium teilte am Freitag mit, es würden zehn Millionen Dollar (rund 8,7 Millionen Euro) für Hinweise über den Verbleib Khameneis oder anderer hochrangiger Verantwortlicher gezahlt. Der Sohn des bei einem israelischen Luftangriff getöteten Ayatollah Ali Khamenei war am Sonntag zu seinem Nachfolger ernannt worden.
Mojtaba Khamenei ist nach US-Angaben verwundet worden. "Wir wissen, dass der neue, sogenannte, nicht mehr ganz so Oberste Führer verletzt und vermutlich entstellt ist", erklärte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth am Freitag. Die von Khamenei veröffentlichte Erklärung sei "schwach". "Es gab keine Stimme und kein Video. Es war eine schriftliche Erklärung", sagte er. Auch US-Präsident Donald Trump sagte dem Sender Fox News in einem Radiointerview, Khamenei sei verwundet. "Aber er ist wahrscheinlich in irgendeiner Form am Leben."
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KI schuld am US-Angriff auf eine Mädchenschule?
Der Luftschlag, der in diesem Krieg bisher die meisten Leben auslöschte, traf nur wenige Stunden nach Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran eine Mädchenschule in Minab. Bei zwei Raketeneinschlägen in weniger als einer Minute wurden 175 Menschen getötet, die meisten davon Kinder. US-Medien spekulieren längst darüber, dass das US-Militär bei seinen Luftschlägen auch KI-Modelle nutzt.
Lesen Sie dazu die Analyse von Johannes Arends:
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Insider: Drei Beratergruppen ringen um Trumps Gehör
Hinter den wechselhaften Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zum Verlauf des Iran-Krieges verbirgt sich Insidern zufolge eine komplexe Auseinandersetzung im Weißen Haus. Während sich der Konflikt im Nahen Osten ausweitet und die Ölpreise schwanken, streiten demnach mehrere Beratergruppen darüber, ob, wann und wie ein Sieg erklärt werden sollte.
Zwar ist es ein bekanntes Merkmal von Trumps Führungsstil, dass verschiedene Lager um das Gehör des Präsidenten buhlen. Der Ausgang entscheidet diesmal jedoch über Krieg und Frieden in dem größten US-Militäreinsatz seit dem Irak-Krieg 2003.
Im Zentrum der Debatte stehen drei Gruppen, die in unterschiedliche Richtungen ziehen. Wirtschaftsberater und politische Strategen wie Stabschefin Susie Wiles warnen den Insidern zufolge davor, dass steigende Benzinpreise den Rückhalt für den Krieg in der Bevölkerung schnell untergraben könnten. Sie drängen Trump dazu, die Kriterien für einen Sieg eng zu fassen und ein baldiges Ende der Operation zu signalisieren. Demgegenüber stehen Falken wie die republikanischen Senatoren Lindsey Graham und Tom Cotton, die den militärischen Druck aufrechterhalten wollen, um den Iran an der Entwicklung von Atomwaffen zu hindern. Eine dritte Kraft bildet Trumps populistische Basis um Akteure wie Steve Bannon, die den Präsidenten öffentlich und privat drängen, sich nicht in einen weiteren langwierigen Konflikt im Nahen Osten hineinziehen zu lassen.
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Italien dementiert Bericht über Gespräche mit Iran über Hormuz
Die italienische Regierung hat einen Medienbericht dementiert, wonach Italien und Frankreich mit dem Iran über freies Geleit ihrer Schiffe durch die Straße von Hormuz verhandeln. Aus Rom hieß es, es habe keine "bilateralen Verhandlungen oder direkte Gespräche mit dem Iran gegeben, um die Durchfahrt italienischer Schiffe durch die Straße von Hormuz zu gewährleisten". Der Élysée-Palast reagierte auf Anfrage zu dem Bericht zunächst nicht.
Die etwa 55 Kilometer breite Meerenge liegt zwischen dem Iran und dem Oman und gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölexport. Kaum ein Schiff kann derzeit wegen der Gefahr durch iranische Raketen und Drohnen die Straße von Hormuz passieren. Die Handelsschifffahrt dort ist seit Beginn der jüngsten Kampfhandlungen beinahe zum Erliegen gekommen.
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Hegseth: Hochrangiger Militär untersucht Angriff auf Schule
Die USA haben nach Angaben ihres Verteidigungsministers Pete Hegseth einen hochrangigen Militär außerhalb des für den Iran zuständigen US-Kommandos (Centcom) mit der Untersuchung des Angriffs auf eine Mädchenschule im Iran beauftragt. Diese werde so lange dauern, wie nötig, betonte Hegseth bei einer Pressekonferenz am Freitag.
Medienberichten zufolge sind US-Streitkräfte für den Angriff verantwortlich. Das geht aus vorläufigen Ergebnissen einer eingeleiteten Untersuchung hervor, wie die New York Times und der Sender CNN jüngst unter Berufung auf vertrauliche Quellen berichten. Die USA hätten einen Stützpunkt der Revolutionsgarden im Visier gehabt, zu dem das Schulgebäude früher gehörte. Veraltete Ortungsdaten führten demnach zu dem folgenschweren Fehler der US-Streitkräfte.
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Merz gegen internationalen Militäreinsatz für Handelsschiffe
Im Ringen um eine Öffnung der Straße von Hormuz für den Öl-Transport sieht Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz derzeit keinen Anlass für einen internationalen Militäreinsatz zum Schutz von Handelsschiffen. Angesichts der ungeklärten Fragen zum Ende des Konflikts sehe er keine Veranlassung, über eine militärische Absicherung der Seewege nachzudenken, sagte der CDU-Politiker bei einem Besuch in Norwegen. Die Idee einer internationalen Operation wird vor allem von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verfolgt.
Zugleich machte Merz erneut klar: "Deutschland ist nicht Teil dieses Krieges und wir wollen es auch nicht werden." "Und insofern sind alle unsere Bemühungen darauf gerichtet, den Krieg zu beenden. Und genau darüber sprechen wir sowohl mit der amerikanischen Regierung als auch mit der israelischen Regierung."
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Sechs Tote bei Absturz von US-Tankflugzeug im Irak
Beim Absturz eines Tankflugzeugs der US-Streitkräfte im Westen des Iraks sind sechs Menschen ums Leben gekommen. Alle Besatzungsmitglieder seien für tot erklärt worden, teilte das für die Region zuständige US-Kommando (Centcom) in einem Update auf X mit. Zuvor war bereits der Tod von vier der sechs Besatzungsmitglieder verkündet worden.
Das US-amerikanische Tankflugzeug vom Typ KC-135 war nach Angaben des US-Militärs am Donnerstag gegen 14.00 Uhr Ortszeit abgestürzt. Die Umstände des Vorfalls würden noch untersucht. Der Verlust sei jedoch weder auf feindlichen Beschuss noch auf Beschuss von Verbündeten zurückzuführen, hieß es in den Posts auf X. Die Identität der verstorbenen Soldaten werde erst bis zu 24 Stunden nach der Benachrichtigung der Angehörigen bekanntgegeben.
Zuvor hatte Centcom mitgeteilt, dass zwei Flugzeuge an dem Vorfall beteiligt gewesen seien. Eine Maschine sei sicher gelandet, die andere abgestürzt.
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Macron: Frankreich bleibt defensiv nach Angriff auf Soldaten
Nach dem Drohnenangriff auf französische Soldaten im Irak mit einem Toten und sechs Verletzten will Frankreich sich nicht in den Iran-Krieg hereinziehen lassen. "Angesichts des andauernden Krieges nimmt Frankreich eine rein defensive Haltung ein", sagte Präsident Emmanuel Macron in Paris. Frankreich befinde sich nicht im Krieg mit dem Iran und werde weiterhin "Besonnenheit, Gelassenheit und Entschlossenheit an den Tag legen".
Nach dem Angriff auf die Soldaten bei Erbil im Nordirak am Donnerstagabend analysiere die französische Armee die Fakten und Umstände, sagte Macron. Er werde sich am Nachmittag mit dem irakischen Premierminister Mohammed Shia al-Sudani beraten. "Unsere Soldaten wurden angegriffen, während sie - wie wir es seit mehreren Jahren tun - im Rahmen einer internationalen Koalition gegen das Wiederaufleben des Terrorismus in der Region und im Dienste der irakischen Souveränität kämpften. Das ist natürlich inakzeptabel", sagte der französische Präsident.
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"Zum Schutz Bahrains": Briten patrouillieren über Golfstaat
Flugzeuge der britischen Luftwaffe Royal Air Force (RAF) haben nach Angaben der Downing Street in der Nacht auf Freitag erstmals seit Beginn des Iran-Kriegs über Bahrain patrouilliert. "Über Nacht flogen britische Jets erstmals Luftverteidigungsmissionen speziell zum Schutz Bahrains", sagte ein Sprecher von Premierminister Keir Starmer laut der Nachrichtenagentur PA.
Angaben aus der Downing Street zufolge haben die Kampfjets den Luftraum über dem Inselstaat nach iranischen Drohnen abgesucht, "die in Richtung Bahrain unterwegs waren". Die RAF fliege "nun zum Schutz der britischen Bevölkerung, von Stützpunkten und unserer Partner in Katar, Zypern, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Jordanien und Bahrain", heißt es laut PA in dem Statement weiter.
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Papst legt kriegsführenden Christen Beichte nahe
Papst Leo XIV. legt christlichen Spitzenpolitikern, die Kriege beginnen, einen Gang zur Beichte nahe. "Haben jene Christen, die in bewaffneten Konflikten schwere Verantwortung tragen, die Demut und den Mut, ernsthaft ihr Gewissen zu erkunden und zur Beichte zu gehen?", fragt das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche in einer Rede vor Priestern.
Leo nennt keine konkreten Namen oder Konflikte. Er hat jedoch in den vergangenen Tagen verstärkt auf ein Ende des Iran-Kriegs gedrungen, der am 28. Februar mit gemeinsamen Luftangriffen der USA und Israels begann. Einige ranghohe US-Regierungsmitglieder wie Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio sind Katholiken.
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Hegseth: Heute erneut höchste Anzahl an Angriffen
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat im Krieg gegen den Iran die bislang umfangreichsten Angriffe seines Landes angekündigt. „Tatsächlich wird es heute erneut die höchste Anzahl an Angriffen geben“, die die USA jemals im Iran durchgeführt hätten. Auch US-Generalstabschef Dan Caine sprach von den heftigsten Angriffen seit Beginn des Kriegs mit dem Iran vor fast zwei Wochen. US-Vertreter haben in dem Krieg bereits mehrfach von den bislang härtesten Angriffen gesprochen.
Hegseth betonte nun, dass sich die USA neben der Zerstörung der Luftwaffe, Marine und des Raketenarsenals des Irans vor allem darauf fokussiert hätten, dass der Iran künftig keine Raketen mehr fertigen könne. So habe man etwa die Möglichkeiten des Irans, ballistische Raketen herzustellen, ausgeschaltet, indem man Unternehmen, die Komponenten dafür produzierten, zerstört habe.
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Israel wirft Flugblätter über Libanon ab
Israelische Flugzeuge haben über Teilen der libanesischen Hauptstadt Beirut Flugblätter abgeworfen, in denen die Bevölkerung aufgefordert wird, sich für eine Entwaffnung der proiranischen Hisbollah einzusetzen. Reporterinnen der Deutschen Presse-Agentur und Anwohnern zufolge flogen israelische Kampfflugzeuge zuvor in niedriger Höhe über der Stadt. Dabei durchbrachen sie die Schallmauer und lösten zwei laute Explosionen aus. Aus mehreren Stadtvierteln wurde berichtet, dass Flugblätter abgeworfen wurden.
In den an „Liebe libanesische Bürger“ gerichteten Schreiben wird dazu aufgerufen, die Hisbollah zu entwaffnen. Sie seien der „Schild des Irans“. Die Zukunft des Libanon solle von seinen eigenen Bürgern bestimmt werden und nicht von externen Akteuren. „Der Libanon ist eure Entscheidung, nicht die von jemand anderem“, heißt es in dem Text. Stabilität sei „nicht nur ein Wort, sondern ein Recht für jeden Libanesen“. Das israelische Militär hatte bereits zuvor immer mal wieder ähnliche Flugblätter im Libanon abgeworfen.
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Israel: Katz droht dem Libanon
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz drohte dem Nachbarland Libanon "Schäden an der nationalen Infrastruktur" an. Die libanesische Regierung sei ihrer Verpflichtung zur Entwaffnung der Hisbollah nicht nachgekommen und müsse deshalb einen immer höheren Preis zahlen, darunter Schäden an von der Hisbollah genutzten Infrastruktur im Land sowie auch Gebietsverluste, sagte Katz nach Angaben seines Büros bei einer Lagebesprechung. Beides drohe, solange die "zentrale Verpflichtung, die Hisbollah zu entwaffnen" nicht erfüllt sei. Der Angriff auf die Brücke sei "erst der Anfang", sagte Katz dazu.
Im Libanon gibt es die Sorge, dass Israel auch den Flughafen in Beirut angreifen könnte. Er stand lange Zeit unter der Kontrolle der Hisbollah. Die Regierung versucht, das zu ändern. Beobachtern zufolge gibt es dabei auch gewisse Fortschritte. Im Libanon-Krieg 2006 bombardierte Israels Armee den Flughafen.
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Hegseth: Irans neuer Oberster Führer verwundet
US-Kriegsminister Pete Hegseth teilte in einer Pressekonferenz im Pentagon mit, dass Irans neuer Oberster Führer, Mojtaba Khamenei, verwundet und vermutlich entstellt sei.
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Unterstützung von Trump: Zieht dieser Skandal-Influencer ins Weiße Haus?
Donald Trump holte nicht nur Influencer und Sportler Jake Paul während einer Kundgebung auf die Bühne, sondern prophezeite auch Pauls politische Karriere.
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Pressekonferenz im Pentagon angekündigt
Nachdem vier US-Bürger bei dem Absturz des US-Tankflugzeuges im Irak starben, ist eine Pressekonferenz mit dem US-Verteidigungsminister Pete Hegseth angekündigt worden. US-Angaben zu Folge soll der Tanker nicht durch "feindliches Feuer oder eigenes Feuer" abgestürzt sein, es soll aber ein weiterer US-Tanker involviert gewesen sein.
Mehr Infos in Kürze.
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