Bitte um Waffenruhe? Trump: "Bis dahin bomben wir Iran in die Steinzeit"
US-Präsident Donald Trump
- Israel und die USA haben Ende Februar mit Militärschlägen gegen den Iran begonnen. Dabei wurden prominente Köpfe des Regimes getötet: etwa der Oberste Führer Ali Khamenei, Sicherheitschef Larijani, der iranische Geheimdienstminister Ismail Chatib und der Sprecher der Revolutionsgarden.
- US-Präsident Donald Trump erwägt nach eigenen Worten von Mittwoch ernsthaft einen Austritt der USA aus der NATO - Grund sei die mangelnde Unterstützung der Verbündeten für den US-Militäreinsatz gegen den Iran.
- Laut Trump hat der Iran die USA um eine Waffenruhe gebeten.
- In Katar wurde Mittwochvormittag ein Öltanker von einer Rakete getroffen, gleichzeitig wurde Teheran erneut von schweren Bombardierungen erschüttert.
- Wegen des gestörten Öltransports durch die Straße von Hormus verteuert sich das verfügbare Kerosin, sodass sich Passagiere auf weiter steigende Ticketpreise für Flüge einstellen müssen. Aufgrund der gestörten Lieferketten wird auch mit Anstieg der Preise für Make-up und Cremes gerechnet.
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- Warum die Hormus-Sperre eine Eskalation des Krieges wahrscheinlicher macht
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- Erstmals seit Beginn des Iran-Krieges hat die Houthi-Miliz im Jemen eine Rakete auf Israel abgefeuert und damit den Konflikt ausgeweitet.
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Iran-Krieg
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Trump: USA ziehen "ziemlich rasch" aus dem Iran-Konflikt ab
Die USA würden "ziemlich schnell aus dem Iran abziehen", sagt Trump in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters. Man könne aber für "gezielte Schläge" zurückkehren, falls dies nötig sei. Trump kündigt zudem an, er werde in einer für den Abend (Ortszeit) geplanten Rede an die Nation erklären, dass er einen Austritt der USA aus dem Verteidigungsbündnis NATO erwäge.
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Trump: Iran hat USA um Waffenruhe gebeten
Der Iran hat nach den Worten von US-Präsident Donald Trump die USA gerade um eine Waffenruhe gebeten. Man werde darüber nachdenken, wenn die Straße von Hormuz wieder offen, frei und sicher für den Verkehr sei, erklärte Trump am Mittwoch auf seiner Plattform Truth Social. "Bis dahin bomben wir den Iran in die Steinzeit."
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Khamenei will antiisraelische Kräfte weiter stützen
Der Oberste Führer des Irans, Ayatollah Mojtaba Khamenei, will antiisraelische Kräfte im Nahen Osten weiter unterstützen. In einem Schreiben Khameneis an die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah, das im iranischen Staatsfernsehen verlesen wurde, hieß es: "Ich erkläre hiermit entschlossen, dass die konsequente Politik der Islamischen Republik Iran, die den Weg des verstorbenen Imams und Märtyrerführers fortsetzt, darauf beruht, den Widerstand gegen den zionistisch-amerikanischen Feind weiter zu unterstützen."
Seit dem Beginn des Krieges der USA und Israels gegen Iran ist Mojtaba Khamenei, Sohn und Nachfolger des am 28. Februar getöteten Obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei, nicht mehr öffentlich gesehen worden.
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Hoffnung auf Ende des Iran-Kriegs beschert Börsen Kurssprung
Die Hoffnungen auf ein nahendes Ende des Iran-Kriegs haben den Börsen zum Monatsbeginn einen Kurssprung beschert, die Öl- und Gaspreise kamen gleichzeitig von ihrem Höhenflug etwas zurück. Bereits in der Früh legten einige asiatische Aktienmärkte merklich zu. Der japanische Nikkei-Index stieg um 5,2 Prozent. Auch in Europa ging es in Folge stark nach oben. Der Euro-Stoxx-50 der wichtigsten Unternehmen der Eurozone stieg am Nachmittag um 2,8 Prozent auf 5.726,48 Punkte.
Die Börsenindizes in Frankfurt, Paris und London legten zwischen 2 und 3 Prozent zu. Der österreichische Aktienindex ATX gewann zuletzt 2,69 Prozent auf 5.487,24 Punkte. Gleichwohl notieren die Börsenbarometer noch deutlich unter den Kursniveaus von vor dem Krieg.
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Hilfsorganisationen warnen vor Hungerkrise
Die Welthungerhilfe sowie die Vereinten Nationen haben angesichts der aktuellen Lage im Iran vor einer weltweiten Hungerkrise gewarnt. "Das Risiko, dass sich die global bereits angespannte Ernährungslage verschärft und regionale Hungerkrisen entstehen, ist sehr real", erklärte die Welthungerhilfe auf Anfrage der Frankfurter Rundschau. "Die Eskalation im Nahen Osten blockiert humanitäre Lieferketten, verteuert unsere Hilfslieferungen und lässt die Kosten für Nahrungsmittel und alles, was für deren Produktion benötigt wird, massiv steigen", teilte das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen dem Bericht zufolge mit.
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Israel: Haben hochrangigen Hisbollah-Kommandeur getötet
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben einen hochrangigen Kommandeur der Hisbollah in der libanesischen Hauptstadt Beirut getötet. Es soll sich dabei um den Kommandeur der „südlichen Front“, Jusuf Ismail Haschem, gehandelt haben. Er habe eine zentrale Rolle in der Hisbollah gespielt. Die Schiitenorganisation äußerte sich zunächst nicht selbst. Libanesische Medien berichteten jedoch, die Hisbollah habe seinen Tod bestätigt.
Bei dem Angriff in der Nacht in einem Viertel am südlichen Stadtrand wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums insgesamt sieben Menschen getötet. 26 weitere Personen seien verletzt worden. Nach Angaben der Hisbollah war unter den Toten auch Mohammad Baqir Al-Nabulsi, ein bekanntes Hisbollah-Mitglied. Der Angriff ereignete sich kurz nach Mitternacht. Eine dpa-Reporterin berichtete von mindestens drei Explosionen, die über der Hauptstadt zu hören gewesen seien.
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Iran-Krieg trifft auch Kosmetikbranche
Der Krieg im Iran und seine Folgen für die globalen Lieferketten machen sich bis ins Badezimmer bemerkbar: Kundinnen und Kunden werden für Cremes und Kosmetika wie Mascara, Lippenstifte & Co. wohl tiefer in die Taschen greifen müssen. "Wir beobachten steigende Kosten aufgrund der Energiepreisinflation, die durch Lieferverzögerungen noch verschärft wird", sagt Simone Dominici, Chef des italienischen Kosmetikkonzerns Kiko.
"Da so viele Container im Nahen Osten festsitzen, ist die Verfügbarkeit von Containern knapper und die Waren werden nicht effizient bewegt." Höhere Kosten für einige chemische Komponenten und Verpackungen, die oft aus Fernost stammen, würden den Druck weiter erhöhen.
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IEA bringt weitere Freigabe von Ölreserven ins Spiel
Die Internationale Energieagentur (IEA) bringt angesichts von Engpässen eine weitere Freigabe von Ölreserven ins Spiel. "Wenn wir der Meinung sind, dass ein Bedarf an Rohöl oder Produkten besteht, können wir eingreifen", sagte IEA-Chef Fatih Birol am Mittwoch in einem Podcast mit dem Chef des norwegischen Staatsfonds, Nicolai Tangen. Die IEA berät die Industriestaaten in Energiefragen.
Ihre Mitglieder hatten wegen der Folgen des Iran-Krieges bereits am 11. März die Freigabe von 400 Millionen Barrel Öl beschlossen. Auch Deutschland beteiligte sich daran.
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Australien: Menschen zum Spritsparen aufgerufen
Angesichts der stark gestiegenen Ölpreise hat Australiens Ministerpräsident Anthony Albanese die Bevölkerung auf länger andauernde wirtschaftliche Folgen des Iran-Krieges eingestimmt und zum Sparen von Kraftstoff aufgerufen. In einer Ansprache an die Nation forderte er die Bürger am Mittwoch auf, angesichts der bevorstehenden Osterfeiertage nicht mehr Benzin und Diesel als nötig zu tanken und keinen Kraftstoff zu horten.
Wer könne, solle in den kommenden Wochen für den Weg zur Arbeit auf Zug, Bus oder Straßenbahn umsteigen. "Die wirtschaftlichen Erschütterungen durch diesen Krieg werden uns monatelang begleiten", sagte Albanese. Die kommenden Monate dürften nicht einfach werden. Die Ansprache wurde zeitgleich von den großen Fernseh- und Radiosendern des Landes übertragen. Ähnliche Ansprachen an die Nation gab es zuletzt während der Corona-Pandemie und der globalen Finanzkrise 2008.
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Knappes Kerosin: Fliegen wird wegen Iran-Kriegs immer teurer
Der Iran-Krieg hat den internationalen Luftverkehr bereits nach einem Monat deutlich in Mitleidenschaft gezogen. Verdoppelte Kerosinpreise, kaum noch nutzbare Drehkreuze am arabischen Golf und ein deutlich verringertes Flugangebot in Richtung Asien sind die unmittelbaren Folgen.
Wegen des gestörten Öl-Transports durch die Straße von Hormus verknappt und verteuert sich das verfügbare Kerosin, so dass sich die Passagiere auf weiter steigende Ticketpreise einstellen müssen.
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Trump droht mit Nato-Austritt
US-Präsident Donald Trump erwägt nach eigenen Worten ernsthaft einen Austritt der USA aus der Nato. Grund sei die mangelnde Unterstützung der Verbündeten für den US-Militäreinsatz gegen den Iran, zitierte die britische Zeitung Daily Telegraph am Mittwoch den US-Präsidenten. Auf die Frage, ob er die US-Mitgliedschaft überdenke, sagte Trump dem Blatt: „Oh ja, ich würde sagen, das geht über eine reine Überlegung hinaus.“ Er habe schon lange Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Bündnisses. „Ich wusste schon immer, dass sie ein Papiertiger ist, und Putin weiß das übrigens auch“, sagte Trump mit Blick auf Russlands Präsidenten Wladimir Putin.
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Katar: Öltanker von Rakete getroffen
Ein Öltanker ist in katarischen Hoheitsgewässern von einer Rakete getroffen worden. Es gebe keine Verletzten, teilte das Verteidigungsministerium von Katar auf X mit. Drei Marschflugkörper seien aus dem Iran abgefeuert worden. Zwei davon konnten abgefangen werden, hieß es in der Mitteilung weiter.
Das getroffene Schiff sei vom staatlichen Energiekonzern QatarEnergy gechartert gewesen. Maßnahmen, um die Crew des Schiffs zu evakuieren, seien eingeleitet. Über das Ausmaß der Schäden am Schiff oder austretendes Öl wurde zunächst nichts bekannt.
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BIP-Prognose für Deutschland wegen Iran-Kriegs halbiert
Deutlich weniger Wachstum, dafür mehr Inflation: Wegen der Folgen des Iran-Kriegs senken die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Prognosen für 2026 für die deutsche Konjunktur spürbar - und zwar von 1,3 auf 0,6 Prozent. 2027 soll es nur noch zu einem Plus von 0,9 Prozent reichen.
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Iran-Krieg trübt Stimmung in Chinas Industrie
Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs hat sich die Stimmung in Chinas Industrie im März laut einer Umfrage leicht eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex des Anbieters RatingDog fiel gegenüber dem Vormonat von 52,1 Punkten auf 50,8 Zähler. Damit lag der Wert zwar weiter über der Marke von 50 Punkten, ab der Wachstum signalisiert wird. Der Kostendruck habe sich jedoch deutlich verschärft, zugleich seien die Lieferketten spürbar gestört gewesen, hieß es von RatingDog-Gründer Yao Yu.
Als Belastungsfaktor gilt der Iran-Krieg. Er treibt die Energiepreise nach oben und erhöht die Unsicherheit für Unternehmen. China ist der größte Warenexporteur der Welt. Höhere Energiepreise belasten daher auch die chinesische Wirtschaft und besonders exportorientierte Firmen. Zugleich verweisen einige Beobachter darauf, dass China von dem Konflikt auch profitieren könnte. Das Land ist stark bei Solaranlagen, Batterien und Elektroautos. Wenn viele Staaten wegen des Krieges noch stärker auf alternative Energien setzen, könnte das die Nachfrage nach chinesischen Produkten erhöhen.
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Wieder Angriffe der Huthi-Miliz auf Israel
Die proiranische Huthi-Miliz im Jemen hat Israel wieder angegriffen. Israelische Streitkräfte hätten nach eigenen Angaben den Start einer Rakete vom Jemen aus in Richtung des Landes ausgemacht, hieß es in der Früh. Luftverteidigungssysteme seien aktiv. Ein Sprecher der Miliz sagte im Huthi-nahen TV-Sender Al-Masirah, dass die Huthi einen Raketenangriff auf Israel gestartet hätten.
Zu Beginn des Iran-Kriegs hatte sich die Huthi-Miliz noch zurückgehalten. Seit dem Wochenende griffen die vom Iran unterstützten militanten Islamisten Israel mehrfach an. Die Miliz kündigte „volle und unerschütterliche Solidarität“ mit Teheran an.
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Hoffnung auf Kriegsende: Dax springt hoch - Ölpreis sinkt
Der deutsche Aktienmarkt ist dank Hoffnungen auf ein Ende des Iran-Kriegs mit kräftigen Gewinnen in den April gestartet. Der Dax stieg in den ersten Handelsminuten um 2,8 Prozent auf 23.324 Punkte, nachdem der deutsche Leitindex im März wegen des Nahost-Konflikts rund zehn Prozent eingebüßt hatte. Der MDax mit den mittelgroßen deutschen Werten stieg am Mittwochmorgen um 3,0 Prozent auf 28.990 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx ging es um 2,7 Prozent nach oben.
Der Optimismus im Iran-Krieg machte sich auch bei den weiter gesunkenen Ölpreisen bemerkbar, die derzeit wichtigster Gradmesser für die Konjunktur- und Inflationssorgen der Anleger sind. Rohöl der Sorte Brent zur Lieferung im Juni fiel in der Früh unter die viel beachtete Marke von 100 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump und des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian hatten schon am Vorabend an den US-Aktienmärkten für Zuversicht und etwas Entlastung bei den Ölpreisen gesorgt.
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Schwere Bombardierungen in Teheran
Am Mittwoch ist die iranische Hauptstadt Teheran wieder im Morgengrauen von schweren Bombardierungen erschüttert worden. Nutzer in den sozialen Medien teilten Fotos, auf denen dichte Rauchwolken zu sehen waren, die über den Dächern im Nordosten der Millionenmetropole aufstiegen.
Ein Luftangriff soll sich im Viertel Nobonjad ereignet haben, wo ein Komplex der Verteidigungsindustrie angesiedelt ist. Auch in anderen Stadtteilen Teherans, wo rund 15 Millionen Menschen leben, gab es Bombardierungen.
Im Stadtzentrum nahe dem Haft-e-Tir-Platz etwa meldeten Bewohner kurz vor 6.00 Uhr Teheraner Zeit eine neue Angriffswelle. "Ich bin wie eine erschrockene Katze hochgesprungen. Ich schreibe dir, weil es mir ein Gefühl gibt, am Leben zu sein", zitierte der bekannte Netzaktivist Vahid eine Nachricht, die er aus Teheran erhielt.
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Israels Armee: Bisher mehr als 800 Luftangriffe im Iran
Die israelische Luftwaffe hat seit Beginn des gemeinsam mit den USA geführten Krieges mehr als 800 Angriffe im Iran geflogen. Dabei seien rund 16.000 verschiedene Munitionstypen eingesetzt worden, teilte die Armee am frühen Morgen mit. Gemeinsam mit den Geheimdiensten würden die "gezielten Angriffe" gegen das iranische "Terrorregime" fortgesetzt, hieß es.
In der Zwischenzeit habe man weitere großangelegte Angriffe gegen Infrastruktur des iranischen Machtapparats beendet. Der von Israel und den USA begonnene Krieg befindet sich bereits in der fünften Woche.
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Kuwaits Flughafen von Drohnen angegriffen
Kuwait ist erneut unter Beschuss durch Drohnen geraten. Treibstofftanks am internationalen Flughafen seien getroffen worden, teilte die Zivilluftfahrtbehörde des Landes in der Nacht auf der Plattform X mit. Einsatzkräfte seien im Einsatz. Nach ersten Erkenntnissen sei durch den Beschuss nur Sachschaden entstanden. Berichte über Verletzte gebe es nicht.
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Tanker vor Katar beschossen
Vor der Küste des Golfstaats Katar ist ein Tanker unter Beschuss geraten. Das Schiff sei rund 31 Kilometer nördlich der Hauptstadt Doha von einem nicht näher beschriebenen Projektil getroffen worden, teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) mit. Es sei ein Schaden im Rumpf oberhalb Wasseroberfläche entstanden. Die Besatzung sei in Sicherheit. Wer für den Angriff verantwortlich war, blieb zunächst unklar.
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Israels Armee bombardiert erneut Ziele in Beirut
Die israelische Luftwaffe hat in der Nacht erneut schwere Luftangriffe auf Ziele in der libanesischen Hauptstadt Beirut ausgeführt. Es seien ein ranghoher Kommandant der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz sowie ein weiterer "Terrorist" getroffen worden, teilte die israelische Armee auf Telegram mit. Nach vorläufigen Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden bei den Angriffen mindestens fünf Menschen getötet und 21 weitere verletzt.
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Israel berichtet von Attacke auf Chemiewaffen-Fabrik
Israels Armee hat nach eigenen Angaben im Iran einen Hauptlieferanten für die mutmaßliche Entwicklung von Chemiewaffen bombardiert. Das Werk, das sich als ziviles Unternehmen ausgegeben habe, habe dem Machtapparat chemische Substanzen, darunter Fentanyl, für die Forschung und Entwicklung chemischer Waffen geliefert, behauptete die Armee in der Nacht auf Mittwoch. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Es ist nicht bekannt, ob der Iran zuletzt tatsächlich an der Entwicklung von Chemiewaffen für den militärischen Einsatz arbeitete.
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Trump kündigt "wichtiges Update" an
US-Präsident Donald Trump hat ein baldiges Ende der Angriffe der US-Armee im Iran in Aussicht gestellt. Er denke, sein Land werde noch "vielleicht zwei Wochen, vielleicht ein paar Tage länger" brauchen, sagte er am Dienstag im Weißen Haus. Für Mittwoch (Ortszeit) kündigte der US-Präsident eine "wichtige" Rede zum Stand des Iran-Krieges an.
Trump werde am Mittwoch um 21.00 Uhr Ortszeit (3.00 Uhr MESZ am Donnerstag) in einer Rede an die Nation ein "wichtiges Update" zum Iran geben, teilte seine Sprecherin Karoline Leavitt mit.
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Trump: Krieg im Iran "geht zu Ende"
Der militärische Einsatz der USA gegen den Iran nähert sich nach den Worten von US-Präsident Donald Trump dem Ende. „Wir machen das großartig“, sagt Trump in einem Interview mit dem Sender NBC News. „Und es geht zu Ende.“
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Iran droht US-techkonzernen mit Angriffen
Eine Erklärung der Revolutionsgarden listet 18 Firmen auf, die an der "gezielten Ermordung" der iranischen Führungspersönlichkeiten beteiligt gewesen sein sollen.
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Revolutionsgarden drohen mit Angriffen auf US-Tech-Konzerne
Die Revolutionsgarden im Iran haben damit gedroht, Niederlassungen von US-Tech-Konzernen wie Apple, Google und Meta in der Region anzugreifen, falls weitere Vertreter der iranischen Führung in Teheran getötet werden. "Diese Firmen müssen ab Mittwoch, den 1. April um 20.00 Uhr Ortszeit Teheran (18.30 Uhr MESZ) mit der Zerstörung ihrer Niederlassungen als Vergeltung für jeden Mord im Iran rechnen", hieß es in einer Erklärung der Revolutionsgarden am Dienstag.
Die Erklärung listet zudem 18 Firmen auf, die den Revolutionsgarden zufolge an der "gezielten Ermordung" der iranischen Führungspersönlichkeiten beteiligt gewesen sein sollen. Darunter sind auch Cisco, HP, Intel, Nvidia sowie der Autobauer Tesla und der Flugzeughersteller Boeing.
"Wir empfehlen den Mitarbeitern dieser Firmen, umgehend ihren Arbeitsplatz zu verlassen, um ihr Leben zu retten", hieß es weiter. Zudem sollten Bewohner in einem Umkreis von einem Kilometer rund um die "terroristischen Unternehmen im gesamten Land und in der Region" ihre Häuser verlassen.
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USA warnt US-Bürger in Saudi-Arabien vor Angriffen
Das US-Außenministerium warnt amerikanische Staatsbürger in Saudi-Arabien vor möglichen Angriffen und ruft sie auf, Schutz zu suchen. Die US-Botschaft teilt in einem Sicherheitshinweis mit, dass Hotels, US-Unternehmen und Bildungseinrichtungen potenzielle Ziele seien. Amerikaner sollen bis auf Weiteres in Gebäuden bleiben und sich von Fenstern fernhalten. Iranischen staatlichen Medien zufolge wollen die Revolutionsgarden ab Mittwoch als Vergeltung für Attacken auf den Iran US-Firmen im Nahen Osten ins Visier nehmen.
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UNICEF: Mehr als 340 getötete Kinder seit Beginn des Kriegs
Gut einen Monat nach Beginn des Iran-Kriegs sind nach Angaben des UNO-Kinderhilfswerks UNICEF in der Nahost-Region bereits mehr als 340 Kinder getötet und Tausende verletzt worden. Demnach starben im Iran 216 Kinder, im Libanon 124, in Israel vier Kinder, in Kuwait kam ein Kind ums Leben, wie die Organisation mitteilte. Verletzt wurden im Iran demnach mehr als 1.700 Kinder, im Libanon mehr als 400, in Israel mehr als 850. Auch in Bahrain und Jordanien wurden Kinder verletzt.
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Streit um Luftraum-Nutzung: Trump wettert gegen Frankreich
Im Streit um die Nutzung von Luftraum für den Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump Frankreich attackiert. "Frankreich hat Flugzeugen, die mit Militärgütern beladen nach Israel fliegen wollten, den Überflug über französisches Hoheitsgebiet verweigert", teilte er am Dienstag auf seiner Plattform Truth Social mit. Frankreich habe sich in Bezug auf den Iran-Krieg sehr unkooperativ verhalten, fügte er hinzu. "Die USA werden sich daran ERINNERN."
Eine Sperrung des Luftraums für Flugzeuge, die mit dem Iran-Krieg in Verbindung stehen, gibt es in Frankreich aber nicht, wie aus einer Reaktion des Élysée-Palasts und Recherchen der Zeitung Le Monde hervorgeht.
"US-Flugzeuge dürfen unter Einhaltung der internationalen Vorschriften für den Überflug von Staatsluftfahrzeugen französisches Hoheitsgebiet überfliegen", sagte eine diplomatische Quelle der Zeitung.Wie Le Monde unter Verweis auf drei offizielle Quellen berichtete, die namentlich nicht genannt werden wollten, müsse für Kampfflugzeuge und Transportflugzeuge mit Militärgütern gegenwärtig jeweils für jeden Flug eine Erlaubnis in Frankreich eingeholt werden, eine sogenannte "diplomatic overflight clearance". Möglich ist also, dass einzelne Flüge nicht sofort die Erlaubnis erhielten und dies zu Trumps Reaktion führte.
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Russischer Iran-Botschafter: Chamenei ist im Iran
Das neue geistliche und politische Oberhaupt des Irans, Modschtaba Chamenei, hält sich nach russischen Angaben im Land auf, tritt aber nicht öffentlich in Erscheinung. Er verzichte „aus verständlichen Gründen“ auf Auftritte, zitiert der Sender RTVI den russischen Botschafter in Teheran. Die US-Regierung geht davon aus, dass Modschtaba Chamenei verletzt und möglicherweise entstellt ist. Er hatte die Nachfolge seines Vaters, Ajatollah Ali Chamenei, angetreten. Dieser war am 28. Februar zu Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran getötet worden. Russland unterhält enge Beziehungen zum Iran und hat im vergangenen Jahr einen Vertrag über eine strategische Partnerschaft mit dem Land unterzeichnet.
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Revolutionsgarden drohen mit Attacken auf US-Unternehmen
Die Revolutionsgarden drohen mit Attacken auf US-Unternehmen in der Region. Dies melden staatliche Medien. Auf der Liste der 18 anvisierten Konzerne stehen unter anderem Microsoft, Google, Apple, Intel, IBM, Tesla und Boeing. „Diese Unternehmen müssen ab dem 1. April um 20.00 Uhr Teheraner Zeit als Vergeltung für jeden Terrorakt im Iran mit der Zerstörung ihrer jeweiligen Zweigstellen rechnen“, heißt es in einer Erklärung der Garden.
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China und Pakistan fordern sofortige Waffenruhe
China und Pakistan fordern eine sofortige Waffenruhe am Persischen Golf und im Nahen Osten. Zudem dringen sie auf rasche Friedensgespräche und die Wiederherstellung der normalen Schifffahrt in der Straße von Hormus, wie die Außenminister beider Länder bei einem Treffen in Peking mitteilen. Sie haben bereits zu Gesprächen aufgerufen, um den seit dem 28. Februar andauernden Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran zu beenden. Pakistan, das eine mehr als 900 Kilometer lange Grenze mit dem Iran teilt, hat sich als Vermittler positioniert und angeboten, Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran zu ermöglichen. „Dialog und Diplomatie sind die einzig gangbaren Wege, um Konflikte zu lösen“, heißt es in einer bei dem Treffen vorgelegten Fünf-Punkte-Initiative. Demnach müssen die Souveränität, territoriale Integrität, nationale Unabhängigkeit und Sicherheit des Irans und der Golfstaaten gewahrt werden. Zudem wird der Schutz der Zivilbevölkerung, der zivilen Infrastruktur und der zivil genutzten Atomanlagen gefordert.
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Teheran verschärft Todesstrafe: "Keine Gnade" der Justiz
Die iranische Justiz will die Todesstrafe künftig für mehr Delikte als bisher "ohne Gnade und Nachsicht" vollstrecken. Das sagte Justizsprecher Asghar Jahangir am Dienstag dem staatlichen Sender IRIB. Zudem sollen die Behörden das gesamte Vermögen der Betroffenen im Land einziehen.
Laut Jahangir betreffen die Maßnahmen nicht mehr nur Spionage für die USA, Israel oder andere "feindliche Staaten". Auch Terrorhandlungen, die Zerstörung staatlicher Einrichtungen sowie Taten, die "Angst und Schrecken" in der Bevölkerung auslösten, sollen mit der Todesstrafe geahndet werden. Personen, die durch Fotos oder Videos dem Feind Zielhinweise gäben, würden auch mit der Todesstrafe und der Einziehung ihres gesamten Vermögens bestraft.
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Hegseth: Wissen genau, was Russland und China für den Iran tun
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sagt, die Vereinigten Staaten seien sich sehr wohl bewusst, was China und Russland unternehmen würden, um dem Iran zu helfen. „Was Russland und China angeht, wissen wir genau, was sie tun oder nicht tun“, sagt Hegseth auf einer Pressekonferenz. Er werde nicht öffentlich sagen, worum es dabei genau gehe. „Aber wo es notwendig ist, gehen wir darauf ein, mildern die Auswirkungen oder stellen uns dem Problem direkt.“ Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hatte gesagt, Russland habe den Iran mit Drohnen und Geheimdienstinformationen versorgt.
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Katar warnt vor weiterer Destabilisierung
Katar warnt vor einer weiteren Destabilisierung der Region, sollte es zu einer Bodeninvasion im Iran durch US-Truppen kommen. "Wir sind gegen jede Eskalation, die die Stabilität der Region weiter gefährden könnte", sagte der Sprecher des katarischen Außenministeriums, Majid al-Ansari, in Bezug auf entsprechende Berichte.
Vor Journalisten sagte er weiter: "Wir müssen einen Ausweg für diese Krise finden, denn die verschärfende Eskalation wird von Tag zu Tag schlimmer." Eigene Gegenschläge Katars auf den Iran wollte al-Ansari nicht besprechen, der Golfstaat behalte sich Vergeltung dennoch vor.
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Hacker zielen auf bekanntes Exilportal
Hacker haben nach Angaben der iranischen Justiz mutmaßlich Zugriff auf Daten eines bekannten Exilportals erlangt. Dabei seien große Menge an Daten erbeutet worden, darunter Schriftwechsel, Listen von Angestellten, Informanten sowie streng vertrauliche Daten, berichtete das Sprachrohr der iranischen Justiz, die Nachrichtenagentur Misan. Bei dem Portal handelte es sich um die gut informierte Website "Iranwire". Sie war am Dienstag zunächst nicht wie gewöhnlich erreichbar.
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Israel will Pufferzone im Südlibanon einrichten
Israel wird nach Worten von Verteidigungsminister Israel Katz eine Pufferzone im Libanon einrichten. Die Zone solle zwischen der israelischen Grenze und dem Fluss Litani im Süden des Libanon liegen. Israel werde die komplette Kontrolle über den Bereich übernehmen, sobald der Kampf gegen die Hisbollah-Kämpfer beendet sei, sagte Katz. Der Fluss liegt etwa 30 Kilometer von der Grenze entfernt auf libanesischer Seite.
Katz sagte weiter, den mehr als 600.000 libanesischen Einwohnern, die nach Norden evakuiert wurden, werde die Rückkehr südlich des Litani untersagt, bis die Sicherheit der Bewohner im Norden Israels gewährleistet sei. Zu diesem Zweck würden alle Häuser in Dörfern nahe der Grenze im Libanon nach dem Vorbild des Gazastreifens zerstört, um Bedrohungen nahe der Grenze für die Bewohner im Norden Israels dauerhaft zu beseitigen..
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Iran: Wo ein geteiltes Foto den Tod bedeuten kann
Wer ein Foto oder Video teilt, das Feinden des Iran bei der Zielerfassung helfen könnte, dem droht die Todesstrafe.
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Iranische Entsalzungsanlage außer Betrieb
Eine Entsalzungsanlage im Süden des Iran ist nach Raketenbeschuss außer Betrieb. Eine Reparatur der Anlage auf der Insel Qeshm sei nicht möglich, berichtete die Zeitung Shargh unter Berufung auf das Zentrum für Umweltschutz. Die konkreten Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung auf der landschaftlich spektakulären Insel, die auch ein beliebter Touristenort ist, war zunächst unklar.
Unterdessen meldete die Nachrichtenagentur Mehr einen weiteren Angriff auf Qeshm. Bei der Bombardierung eines Hafenabschnitts habe es keine Opfer gegeben, hieß es unter Berufung auf die Verwaltung der zuständigen Provinz Hormusgan.
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Israels Militär auf "weitere Wochen" von Kämpfen vorbereitet
Israel ist nach Angaben eines Militärsprechers auf "weitere Wochen" der Kämpfe im Iran vorbereitet. Die Entscheidung darüber liege allerdings bei den Politikern, sagt Militärsprecher Nadav Shoshani vor Reportern. "Aber wir sind bereit, noch wochenlang weiterzumachen. Wir haben die Ziele dafür, die Munition dafür, die personellen Ressourcen dafür."
Laut Israels Regierungschefs Benjamin Netanjahu hat das Land bereits mehr als die Hälfte seiner Ziele erreicht. "Wir haben definitiv die Hälfte hinter uns", sagte Netanjahu am Montag in einem Interview. Zugleich betonte er, der Krieg sei mehr als zur Hälfte erledigt "im Hinblick auf die Missionen, nicht unbedingt im Hinblick auf die Zeit". Er wolle keinen Zeitplan für den restlichen Verlauf des Krieges aufstellen, sagte Netanjahu.
US-Präsident Donald Trump hatte nach dem Beginn des Krieges erklärt, dieser werde vier bis sechs Wochen dauern. US-Außenminister Marco Rubio erklärte am Montag, der Krieg werde sich noch über Wochen hinziehen, nicht aber über Monate.
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Iran-Krieg trifft 90 Prozent der deutschen Industrie
Der Iran-Krieg trifft nach Einschätzung des Ifo-Instituts die deutsche Industrie im großen Stil. Rund 90 Prozent der Industrieunternehmen erwarten, dass der Iran-Krieg ihre Geschäfte beeinträchtigt, wie aus einer Umfrage des Münchner Forschungsinstituts hervorgeht. Nur 9 Prozent sehen sich derzeit nicht betroffen.
"Der Konflikt trifft die Industrie unmittelbar, sorgt aber vor allem für große Unsicherheit", sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. "Viele Firmen stellen sich auf zusätzliche Belastungen in den kommenden Monaten ein."
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Chinesische Schiffe passieren Straße von Hormus
Peking hat die Fahrt von drei chinesischen Schiffen durch die Straße von Hormus bestätigt. Die Schiffe hätten die Route „kürzlich“ und nach Abstimmung mit allen Seiten passiert, sagte Außenamtssprecherin Mao Ning in Peking. Weiter erklärte Mao, die Straße von Hormus und ihre angrenzenden Gewässer seien wichtige Handelswege für Güter und Energie.
China rufe dazu auf, schnellstmöglich einen Waffenstillstand zu erreichen und die Stabilität im Persischen Golf wiederherzustellen. Nähere Angaben zu den Schiffen und ihrer Fracht machte Mao nicht.
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Italien verweigert US-Fliegern Landung auf Militärstützpunkt
Italien hat mehreren US-Flugzeugen die Landung auf einem Stützpunkt auf der Mittelmeerinsel Sizilien für den Krieg gegen den Iran verweigert. Nach Informationen der Tageszeitung Corriere della Sera gab Verteidigungsminister Guido Crosetto dem US-Militär vor einigen Tagen keine Erlaubnis, den Militärflughafen Sigonella zu nutzen, um dann in den Nahen Osten weiterzufliegen. Aus dem Umfeld des Ministeriums in Rom wurde die Darstellung bestätigt.
Demnach wurde Italien von dem Vorhaben des US-Militärs erst informiert, als die Flugzeuge längst in der Luft waren. Zuvor habe niemand eine Genehmigung beantragt oder den Nato-Partner auch nur informiert, hieß es. Zudem sei unklar geblieben, um welche Art von Flügen es sich handle. Der Flugplatz Sigonella liegt in der Nähe von Catania im Osten von Sizilien. Dort befindet sich sowohl ein Stützpunkt der italienischen Luftwaffe als auch der US Navy. Das Gelände wird auch von der Nato genutzt, dem westlichen Verteidigungsbündnis.
Gestern hat die spanische Regierung den Luftraum des Landes für alle Flugzeuge gesperrt, die mit dem Krieg der USA und Israels gegen den Iran in Verbindung stehen. US-Militärmaschinen müssen auf ihrem Weg in den Nahen Osten Spanien umfliegen. Notfälle sind davon ausgenommen.
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Israel: "Dutzende Terroristen" im Südlibanon getötet
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben bei ihrem Einsatz im Süden des Libanon binnen 24 Stunden "Dutzende Terroristen" getötet. Diese seien bei Versuchen identifiziert worden, Soldaten von Verstecken aus anzugreifen. Einer sei etwa dabei gewesen, einen Angriff von Truppen mit einer Panzerabwehrrakete vorzubereiten.
Es sei auch ein Kämpfer der libanesischen Hisbollah-Miliz festgenommen worden, der die israelischen Truppen beobachtet habe, hieß es weiter in der Mitteilung. Die Soldaten hätten im Südlibanon unter anderem Waffenlager, Kommandoposten und unterirdische Schächte zerstört.
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz sagte kürzlich, Israel wolle bis auf den Libanon bis zum Litani-Fluss im Süden des Landes kontrollieren.
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Tote im Iran nach Angriff auf religiöse Anlage
Bei einem Luftangriff auf eine religiöse Anlage im Nordwesten des Iran sind drei Menschen ums Leben gekommen. Infolge der Attacke in der Stadt Zanjan seien zwölf weitere Menschen verletzt und in Kliniken gebracht worden, meldete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna.
Bei der Bombardierung des Komplexes sollen dem Irna-Bericht zufolge ein Verwaltungsgebäude, ein Gästehaus, die Bibliothek sowie umliegende Gebäude beschädigt worden sein. Ein Video der Nachrichtenagentur zeigte ein völlig zerstörtes Gebäude, Trümmer und Rauch. Die Moschee selbst wurde den Aufnahmen zufolge nicht beschädigt.
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Iran hängt erneut zwei Anhänger der Volksmujaheddin
Den zweiten Tag in Folge hat Irans Justiz zwei Dissidenten hinrichten lassen. Die beiden Männer Babak Alipur und Puja Ghobadi seien am frühen Morgen durch Erhängen exekutiert worden, teilte am Dienstag das Sprachrohr der iranischen Justiz, die Nachrichtenagentur Misan mit. Ihnen wurden Angriffe auf sensible Einrichtungen des Landes zur Last gelegt und sollen der im Iran verbotenen Oppositionsgruppe der Volksmujaheddin angehört haben.
Die Exil-Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, das Herrschaftssystem im Iran zu stürzen. Im Ausland gründeten ihre Anhänger im Jahr 1981 den Nationalen Widerstandsrat (NWRI). Die Organisation ist jedoch äußerst umstritten und wird innerhalb und außerhalb des Iran auch von Oppositionellen größtenteils abgelehnt. Bereits am Montag waren zwei ihrer Anhänger im Iran hingerichtet worden.
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Trump könnte arabische Länder um Kriegskosten-Anteil bitten
Das Weiße Haus signalisiert, dass US-Präsident Donald Trump den Ländern am Persischen Golf eine Beteiligung an den Kosten des Iran-Krieges nahelegen will. Sie wolle Trump nicht vorgreifen, aber sie wisse, dass er diese Idee habe und gehe davon aus, dass er sich dazu noch äußern werde, sagte Sprecherin Karoline Leavitt.
Ein Journalist sprach in Leavitts Pressekonferenz in Washington an, dass im Golfkrieg 1990 nach der Besetzung Kuwaits durch Iraks Diktator Saddam Hussein arabische Nachbarländer wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate einen Großteil der Kosten getragen hätten. Sie denke, Trump sei ziemlich interessiert daran, sie auch jetzt dazu aufzurufen, sagte Leavitt dazu.
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Menschenrechtsorganisation verurteilt Rekrutierung von Kindern
Die Menschenrechtsorganisation HRW hat die Rekrutierung von Kindern durch die iranischen Revolutionsgarden scharf verurteilt. "Die Rekrutierung und der Einsatz von Kindern im Militär stellen eine schwerwiegende Verletzung der Kinderrechte dar und gelten als Kriegsverbrechen, wenn die Kinder jünger als 15 Jahre sind", hieß es in einer Erklärung der Organisation. "Im Grunde läuft es darauf hinaus, dass die iranischen Behörden offenbar bereit sind, das Leben von Kindern für etwas zusätzliche Arbeitskraft zu riskieren", sagte Bill Van Esveld, Vizedirektor in der HRW-Abteilung für Kinderrechte, laut der Mitteilung.
Hintergrund sind Aufrufe einer den mächtigen Revolutionsgarden unterstellten Organisation, die in der Hauptstadt Teheran Freiwillige mobilisieren will. Interessierte ab 12 Jahren könnten sich in Moscheen und an Stützpunkten registrieren.
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Rubio: Straße von Hormus wird wieder für Schifffahrt öffnen
US-Außenminister Marco Rubio zeigte sich unterdessen überzeugt, dass die Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr geöffnet wird - "so oder anders". Entweder werde sich der Iran bereit erklären, "sich an internationales Recht zu halten" und die Meerenge nicht zu blockieren, sagte Rubio dem Sender Al Jazeera. "Oder eine Koalition von Nationen aus der ganzen Welt und der Region wird mit Beteiligung der Vereinigten Staaten dafür sorgen, dass sie offen ist".
Rubio äußerte sich nicht weiter dazu, was genau er mit "dafür sorgen" meinte. Falls der Iran die Meerenge weiter blockieren sollte, drohten Teheran "wirkliche Konsequenzen, nicht nur seitens der Vereinigten Staaten, sondern von Ländern in der Region und der Welt", sagte Rubio.
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