Neue Luftangriffe Israels im Libanon + Schah-Sohn: "Für uns war das kein Regimewechsel"
- Israel und die USA haben am 28. Februar mit Militärschlägen gegen den Iran begonnen.
- Kurz vor Ablauf des Ultimatums haben sich die USA und der Iran auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt. Trotz Waffenruhe hielt der Iran weiter an der Kontrolle des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus fest - laut Insider-Informationen sei eine Öffnung von Hormus am Donnerstag oder Freitag möglich.
- Die israelische Armee hat ihre Angriffe im Libanon verstärkt. Bei den massiven Angriffen wurden mindestens 182 Menschen getötet.
- Der Sohn des letzten Schahs, Reza Pahlavi, widerspricht dem US-Präsidenten Donald Trump.
- Am Vormittag meldete der Iran neue Explosionen am Persischen Golf. Auch die Golfstaaten Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten Beschuss, dieser soll aus dem Iran gekommen sein.
- Ab Samstag wollen die USA und der Iran über ein dauerhaftes Ende des Krieges verhandeln. Dafür übermittelte der Iran der US-Regierung einen Zehn-Punkte-Plan.
- Nach der Ankündigung der Waffenruhe ist der zuletzt stark gestiegene Ölpreis deutlich eingebrochen, auch der Erdgaspreis sackte ab.
- Außenministerin Beate Meinl-Reisinger sprach nach Bekanntwerden der Waffenruhe von einer "Verschnaufpause" und brachte Wien als Verhandlungsort ins Spiel.
- Am Dienstag hatte US-Präsident Donald Trump noch damit gedroht, "eine ganze Zivilisation sterben zu lassen", sollte es kein Abkommen mit dem Iran geben.
- Werden die Kurden wieder zum Kanonenfutter der USA?
- Pulverfass Nahost: Das Erbe der Kolonialmächte und der Kampf ums Öl
- Die Geldquellen des Iran: Wie das Regime seinen Krieg finanziert
- USA greifen den Iran mit seinen eigenen Waffen an
- "Regime Change" im Iran? Die wahre Arbeit beginnt nach dem Umsturz
- Kommt eine Flüchtlingswelle aus dem Iran auf uns zu?
- Die Straße von Hormus: Ein Minenfeld für die Weltwirtschaft
- Warum die Hormus-Sperre eine Eskalation des Krieges wahrscheinlicher macht
- Indien bis Japan: Der Iran-Krieg stürzt Asien in die Energiekrise
- Warum Israel die neue Bodenoffensive im Libanon begonnen hat
- Wasser als Waffe: Die Golfstaaten haben einen verwundbaren Punkt
- Uran im Iran: US-Spezialeinheiten stehen vor höchst gefährlicher Mission
- Hormus-Ultimatum: Trumps Spiel mit dem Feuer
- Energieagentur warnt vor schwerster Energiekrise seit Jahrzehnten.
- Doch kein sicherer Hafen: Warum der Goldpreis ausgerechnet in der Krise schwächelt
- Mohammad Bagher Ghalibaf: Die neue Schlüsselfigur im Iran
- Die Straße von Hormus ist dicht: Teure Folgen für Österreichs Esstische
- Erstmals seit Beginn des Iran-Krieges hat die Houthi-Miliz im Jemen eine Rakete auf Israel abgefeuert und damit den Konflikt ausgeweitet.
- "Agiert kopflos im Iran": USA-Expertin Ashbrook sprach im ZiB2-Interview über die Ziele von Trump.
Iran-Krieg
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Iranische Delegation trifft Donnerstag in Islamabad ein
Die iranische Delegation für Gespräche zur Beendigung des Krieges mit den USA und Israel wird dem Botschafter in Pakistan zufolge noch am Donnerstagabend in der Hauptstadt Islamabad eintreffen. "Trotz der Skepsis in der iranischen Öffentlichkeit aufgrund wiederholter Verstöße gegen die Waffenruhe durch das israelische Regime ... trifft die iranische Delegation heute Abend in Islamabad ein, um ernsthafte Gespräche auf der Grundlage der vom Iran vorgeschlagenen zehn Punkte zu führen", teilt Botschafter Resa Amiri Moghadam auf X.
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Trump: US-Militär bleibt rund um den Iran stationiert
US-Präsident Donald Trump plant derzeit noch keinen Abzug von US-Militär im Nahen Osten. Es würde in der Region stationiert bleiben, bis der Iran das Abkommen vollständig einhalte. "Alle US-Schiffe, Flugzeuge und Militärangehörigen, zusammen mit zusätzlicher Munition, Waffen und allem anderen, was für die tödliche Verfolgung und Vernichtung eines bereits erheblich geschwächten Feindes angemessen und notwendig ist, werden in und um den Iran stationiert bleiben, bis das WIRKLICHE ABKOMMEN vollständig eingehalten wird", erklärt Trump in einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social. Trump droht zugleich mit erneuten Angriffen, sollte der Iran die Vereinbarung nicht einhalten.
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Schah-Sohn widerspricht Trump
Nach Äußerungen von US-Präsident Donald Trump über einen angeblich bereits erfolgten "Regimewechsel" im Iran hat der Sohn des letzten Schahs erklärt, dass sich die Iraner "immer noch von ihren religiösen Herrschern befreien müssen". "In unserem Kampf als Iraner bleibt die Konstante, dieses Regime stürzen zu müssen", sagte Reza Pahlavi am Mittwoch dem französischen Sender LCI. "Für uns war das kein Regimewechsel", fügte er hinzu.
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Luftangriffe Israels im Libanon
Am ersten Tag nach der Vereinbarung einer Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran hat die israelische Armee ihre Angriffe im Libanon verstärkt. Bei den massiven Angriffen wurden mindestens 182 Menschen getötet und 890 weitere verletzt, wie das libanesische Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte. Israel erklärte, die Waffenruhe gelte nicht für den Libanon. US-Präsident Donald Trump bestätigte dies.
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Leibwächter von Hisbollah-Chef getötet
Bei einem der Angriffe im Südlibanon ist ein Leibwächter von Hisbollah-Chef Naim Kassim getötet worden. Die Organisation verurteilte die Angriffe als "barbarische Aggression" und "Verbrechen gegen die Menschlichkeit".
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"Im Libanon stoppen wir nicht und haben nicht für einen Moment gestoppt"
Militärsprecher Effie Defrin betonte, dass Israel weiter mit aller Macht gegen die Hisbollah kämpfen werde. "Im Libanon stoppen wir nicht und haben nicht für einen Moment gestoppt", sagte der Sprecher in einer Videobotschaft. Es seien Geheimdienst- und Kontrollzentren der Hisbollah sowie Ziele der Marine und der Hisbollah-Eliteinheit Radwan getroffen worden, sagte Defrin. Er warf der Hisbollah erneut vor, sich hinter Zivilisten zu verschanzen. Auch der Bodeneinsatz im Libanon dauere an. Die israelischen Bodentruppen hätten im Südlibanon eine "Verteidigungslinie" gebildet.
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Iran: Bereits drei zentrale Punkte des Zehn-Punkte-Plans verletzt
Nach den heftigen israelischen Angriffen auf den Libanon hat der Iran die Straße von Hormus einem Fernsehbericht zufolge vollständig geschlossen. Parlamentspräsident Mohammad Bagher Qalibaf warf den USA am Mittwochabend vor, bereits drei zentrale Punkte des Zehn-Punkte-Plans verletzt zu haben. Ein bilateraler Waffenstillstand oder Verhandlungen seien unter diesen Umständen "nicht sinnvoll".
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Weißes Haus fordert "unverzügliche" Öffnung von Hormus
Das Weiße Haus forderte am Mittwochnachmittag (Ortszeit) eine sofortige Öffnung der Schifffahrtsroute. Präsident Donald Trump erwarte, dass die Meerenge "unverzüglich, schnell und sicher wieder geöffnet" werde, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, am Mittwoch in Washington. Jede Schließung sei "völlig inakzeptabel".
Trump will nach Leavitts Worten mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanyahu über die Lage im Libanon reden. Die Frage werde mit Netanjahu und allen beteiligten Seiten weiter diskutiert, sagte sie.
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"Die USA müssen sich entscheiden"
Der iranische Außenminister Abbas Araqchi forderte die USA auf, Israel zur Einstellung seiner Angriffe auf den Libanon zu bewegen. "Die Bedingungen für die Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA sind klar und eindeutig: Die USA müssen sich entscheiden - entweder Waffenruhe oder Fortsetzung des Krieges via Israel. Sie können nicht beides haben", schrieb Araqchi am Mittwoch auf der Plattform X.
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Netanjahu zur Waffenruhe: Finger bleibt am Abzug
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat betont, die Waffenruhe im Iran-Krieg sei "nicht das Ende des Kampfes". Es sei vielmehr eine "Station auf dem Weg zum Erreichen aller unserer Ziele", sagte Netanjahu am Mittwoch in einer Ansprache. "Wir sind bereit, jederzeit die Kämpfe wieder aufzunehmen", sagte der Regierungschef. Man habe weiter den "Finger am Abzug". Israel habe "noch Ziele zu erreichen, und wir werden das tun".
Im Krieg mit dem Iran habe der Staat Israel "enorme Erfolge erzielt - Erfolge, die bis vor kurzem völlig unrealistisch schienen", sagte Netanjahu. "Der Iran ist schwächer als je zuvor, Israel ist stärker als je zuvor."
Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran sei in Abstimmung mit Israel erzielt worden. "Nein, sie haben uns nicht im letzten Moment überrascht", sagte Netanjahu, offenbar als Reaktion auf Kritik an seinem Vorgehen im Krieg. Kritiker hatten ihm vorgeworfen, keines der Ziele Israels in dem fast sechswöchigen Krieg erreicht zu haben.
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Trump kündigt rasche direkte Gespräche an
Trump kündigte baldige direkte Gespräche mit dem Iran an. "Es wird schon sehr bald dazu kommen", zitierte die "New York Post" aus einem Telefoninterview. Auf US-Seite seien Trumps Schwiegersohn Jared Kushner sowie der Sondergesandte Steve Witkoff dabei sowie möglicherweise Vizepräsident JD Vance. Der pakistanische Premier Sharif hatte die Delegationen beider Länder für Freitag zu Gesprächen nach Islamabad eingeladen. Ein hochrangiger US-Regierungsvertreter sagte, dass der Zehn-Punkte-Plan des Iran keine Grundlage für die Gespräche sei. Der Plan enthält mehrere von den USA strikt abgelehnte Punkte, etwa die Erlaubnis der Uran-Anreicherung, die Aufhebung aller US-Sanktionen sowie die iranische Kontrolle der Straße von Hormus.
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Israelische Kritik am Libanon
Das israelische Außenministerium stellte die Angriffe im Libanon als Notwendigkeit dar und übte diesbezüglich scharfe Kritik an der politischen Führung des Nachbarlandes. ese schäme sich nicht, "Israel dafür anzugreifen, dass es genau das tut, was sie selbst hätten tun sollen: gegen die Hisbollah vorzugehen", hieß es in einem Post des Außenministeriums auf der Plattform X. Die libanesische Führung habe die Vereinbarungen der Waffenruhe im Gaza-Krieg nicht eingehalten. "Sie haben die Hisbollah nicht entwaffnet. Sie haben es nicht getan und verhindern es auch nicht, dass sie auf Israel schießt."
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Opferzahl nach Großangriff im Libanon
Das libanesische Gesundheitsministerium meldete mindestens 89 Tote und mehr als 700 Verletzte. Demnach sind noch Menschen unter Trümmern nach Angriffen verschüttet. Auch aus einem Krankenhaus hieß es, die Klinik behandle eine große Zahl von Opfern.
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Auch Katar beschossen
Das Verteidigungsministerium von Katar berichtete von sieben ballistischen Raketen und mehreren Drohnen aus dem Iran, die aber alle abgefangen worden seien.
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Hormus doch wieder gesperrt?
Öltankern werde die Fahrt durch die Straße von Hormus verweigert, hieß es von einem iranischen Militärvertreter bezüglich der Angriffe im Libanon. Das widerspricht der Vereinbarung mit den USA. Nach Einschätzung der iranischen Führung verstößt Israel mit seinen andauernden Angriffen auf die Hisbollah gegen die mit den USA abgestimmte Waffenruhe. Der pakistanische Premier, Shehbaz Sharif, schrieb auf X, die Feuerpause gelte ausdrücklich auch für den Libanon. Pakistan hatte die Waffenruhe zwischen Washington und Teheran vermittelt. Der israelische Premier Benjamin Netanyahu widersprach und betonte, der Waffenstillstand beziehe sich nur auf den Konflikt zwischen den USA und dem Iran – nicht aber auf Israels Einsatz gegen die Hisbollah. Zudem wirft Israel dem Iran vor, nach Inkrafttreten der Feuerpause seine Angriffe auf das Land fortgesetzt zu haben. Der zitierte Militärvertreter deutet die Lage so, dass Teheran sich in seiner Vermutung bestätigt sieht: Entweder habe Washington keinen Einfluss auf Israels Regierung – oder das US-Zentralkommando Centcom dulde die israelischen Angriffe stillschweigend. -
Israelische Angriffe im Libanon: Iran droht mit Ende der Waffenruhe
Der Iran droht einem Medienbericht zufolge mit einem Ende der Waffenruhe, sollten die israelischen Angriffe im Libanon weitergehen. Das iranische Militär erfasse Ziele für eine Vergeltung wegen der jüngsten Attacken, meldet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf einen Insider. Die mit den USA vereinbarte Feuerpause schließe ein Ende der Kämpfe an allen Fronten ein.
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Merz telefonierte mit Trump
Nach der Vereinbarung einer Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA hat Bundeskanzler Friedrich Merz mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Das verlautete aus Regierungskreisen. Zuvor hatte die Bild-Zeitung darüber berichtet. Über Inhalte wurde nichts bekannt. Merz hatte die Einigung zwischen den USA und dem Iran auf eine zweiwöchige Waffenruhe und die Öffnung der Straße von Hormus begrüßt. „Ziel muss nun sein, in den nächsten Tagen ein dauerhaftes Ende des Krieges auszuhandeln. Dies wird sich nur auf diplomatischem Weg erreichen lassen“, hatte Merz erklärt. Deutschland werde in geeigneter Weise dazu beitragen, die freie Schifffahrt in der Straße von Hormus zu gewährleisten. Was das genau bedeutet, ist unklar.
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Israel dementiert Beteiligung an Angriffen im Golf
Nach den Explosionen in einer Raffinerie auf der Insel Lawan, dementierte Israel eine Beteiligung an dem Angriff. Der israelische Militärsprecher Nadav Shoshani sagte am Nachmittag, Israels Armee habe keine Beteiligung an den Vorfällen.
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Dutzende Tote nach israelischem Großangriff im Libanon
Ungeachtet der Waffenruhe im Iran-Krieg greift Israel den Libanon weiterhin massiv an. Die Armee berichtete am Nachmittag vom "größten koordinierten Angriff" seit dem Wiederaufflammen des Konflikts mit der Hisbollah Anfang März. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete Dutzende Tote und Hunderte Verletzte. Demnach sind noch Menschen unter Trümmern nach Angriffen verschüttet. Auch aus einem Krankenhaus hieß es, die Klinik behandle eine große Zahl von Opfern.
Israels Armee berichtete am Nachmittag, sie habe innerhalb von zehn Minuten in der libanesischen Hauptstadt Beirut, im Osten sowie im Süden des Nachbarlandes mehr als 100 Kommandozentralen und Militärstützpunkte der Hisbollah ins Visier genommen worden. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz sprach von einem "Überraschungsangriff", der Hunderte Hisbollah-Mitglieder getroffen habe. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, es habe mehr als 150 Angriffe gegeben, viele in Beirut. Auf Aufnahmen waren mehrere Rauchschwaden über der Stadt zu sehen.
Augenzeugen berichteten von Chaos, Menschen rannten auf den Straßen, Kinder schrien.
© EPA/WAEL HAMZEH -
Insider: Saudiarabische Pipeline bei Angriff getroffen
Die saudiarabische Ölleitung zur Umgehung der Straße von Hormus ist einem Insider zufolge bei einem iranischen Angriff getroffen worden. Das Ausmaß des Schadens an der Ost-West-Pipeline werde geprüft, sagt der Branchenvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Auch andere Anlagen seien angegriffen worden. Die Pipeline verläuft quer über die Arabische Halbinsel zum Roten Meer. Nur über sie kann das Königreich bei einer Sperrung der Straße von Hormus Rohöl exportieren.
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Papst begrüßt Waffenruhe
Papst Leo XIV. hat die Ankündigung einer sofortigen zweiwöchigen Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran mit Zufriedenheit aufgenommen. Bei der Generalaudienz am Mittwoch bezeichnete er die Vereinbarung als "Zeichen lebendiger Hoffnung" nach den jüngsten Spannungen im Nahen Osten und weltweit.
"Nur durch die Rückkehr zu Verhandlungen kann das Ende des Krieges erreicht werden", sagte der Papst. Er rief dazu auf, die Zeit der sensiblen diplomatischen Arbeit durch Gebet zu begleiten und hoffe, dass die Bereitschaft zum Dialog als Instrument zur Lösung anderer Konfliktsituationen weltweit dienen könne.
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Iran: Erstes Schiff passiert seit Feuerpause die Straße von Hormus
Dem iranischen Staatsfernsehen zufolge passiert in diesen Minuten das erste Schiff seit dem Beginn der Feuerpause die Straße von Hormus.
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Europäer und Kanada fordern rasches Ende des Iran-Kriegs
Deutschland fordert in einer gemeinsamen Erklärung mit europäischen Partnern und Kanada, in den nächsten Tagen ein rasches und dauerhaftes Ende des Iran-Kriegs auszuhandeln. „Dies kann nur auf diplomatischem Wege erreicht werden“, heißt es in dem Papier, das der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz mit mehreren Partnern veröffentlichte. „Wir drängen nachdrücklich auf rasche Fortschritte hin zu einer substanziellen Verhandlungslösung.“ Dies werde entscheidend sein, um die Zivilbevölkerung im Iran zu schützen und die Sicherheit in der Region zu gewährleisten, heißt es weiter. „Eine Verhandlungslösung kann auch eine schwere globale Energiekrise abwenden.“ Man unterstütze die Bemühungen und stehe in engem Kontakt mit den USA und anderen Partnern. „Unsere Regierungen werden dazu beitragen, die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu gewährleisten.“
Angesichts der Erklärung Israels, die vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe mit dem Iran gelte nicht für den Konflikt mit der Hisbollah im Libanon, heißt es im gemeinsamen Papier: „Wir rufen alle Seiten dazu auf, den Waffenstillstand umzusetzen, auch im Libanon.“ Dem Vermittler Pakistan wird für sein Engagement gedankt. Hinter der Erklärung stehen neben Merz der französische Präsident Emmanuel Macron, die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, der britische Premierminister Keir Starmer, der kanadische Regierungschef Mark Carney, die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen, der niederländische Ministerpräsident Rob Jetten, der spanische Regierungschef Pedro Sanchez sowie die EU-Spitzen Ursula von der Leyen und António Costa.
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US-General: 90 Prozent von Irans Waffenfabriken zerstört
Die USA haben auch nach den Worten von Generalstabschef Dan Caine ihre militärischen Ziele im Iran erreicht. Die derzeitige Waffenruhe sei jedoch nur eine Pause, sagt Caine bei einer Pressekonferenz mit Verteidigungsminister Pete Hegseth. Die Streitkräfte der USA stünden bereit, die Kämpfe wieder aufzunehmen. Caine zieht eine Bilanz der Angriffe auf die nach seinen Angaben mehr als 13.000 Ziele im Iran: 80 Prozent der iranischen Luftabwehrsysteme, mehr als 90 Prozent der Marine sowie 90 Prozent der Waffenfabriken seien zerstört worden. Es werde Jahre dauern, bis der Iran seine Flotte größerer Überwasserkriegsschiffe wieder aufbauen könne.
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Hegseth: Jedes militärische Ziel erreicht
Laut dem US-Verteidigungsminister hat das US-Militär gemeinsam mit den israelischen Partnern "jedes militärische Ziel exakt so erreicht, wie es am ersten Tag festgelegt worden war". Die iranische Marine sei versenkt, die Luftwaffe, das Abwehrsystem sowie das Raketenprogramm seien funktionell zerstört und die Fabriken des Landes seien dem Erdboden gleichgemacht worden.
"Was sie noch haben, ist in Bunkern vergraben (...) Sie könnten hier und da noch schießen, aber das wäre sehr, sehr unklug. Sie können keine Raketen, etc. mehr bauen."
Hätte Iran die Bedingungen der USA abgelehnt, wären die nächsten Ziele Infrastruktur, etwa Öl- und Gasanlagen, Brücken etc., gewesen. "Wir waren startklar", so Hegseth, der danach fortfuhr, die Köpfe die getötete iranische Führungsspitze aufzuzählen. ("Ich habe einige übersprungen.")Das neue Regime im Iran habe keine Optionen und keine Zeit mehr gehabt, also schloss es einen Deal. "Sie wissen, dass dieses Abkommen bedeutet, dass sie niemals eine Atomwaffe besitzen werden. Gemäß den Bedingungen wird jedes nukleare Material, das sie nicht besitzen dürfen, entfernt. Derzeit liegt alles tief vergraben und wird rund um die Uhr überwacht. Der Präsident war eindeutig: Es wird keine iranische Atomwaffe geben."
Und niemand mache bessere Deals als Präsident Trump.Die US-Streitkräfte bleiben nach den Worten des Verteidigungsministers weiterhin bereit für schnelle militärische Schläge. „Wir gehen nirgendwo hin. Wir stellen sicher, dass Iran sich an die Waffenruhe hält.“ Zum Abschluss spricht Hegseth den Israelis seinen Dank für die Unterstützung in diesem Krieg aus – der Rest der Verbündeten sollte sich daran ein Beispiel nehmen.
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Trotz Waffenruhe: Passage durch Hormus bleibt eingeschränkt
Der Iran hält weiterhin an einer Kontrolle des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus fest. Der staatliche Sender Irib verwies auf X auf eine Erklärung von Außenminister Abbas Araghtschi. Demnach unterliegt der Schiffsverkehr nach wie vor „technischen Beschränkungen und der Abstimmung mit den iranischen Streitkräften“. Schiffe dürfen erst nach Erhalt einer offiziellen Genehmigung zwischen zwei iranischen Inseln hindurchfahren und iranische Hoheitsgewässer durchqueren.
Die US-Zeitung Wall Street Journal zitierte ein Besatzungsmitglied eines Schiffes. Demnach sei per Funk mitgeteilt worden, dass eine Genehmigung der Sepah-Marine für eine Passage eingeholt werden müsse. „Jedes Schiff, das versucht, ohne Genehmigung durchzufahren, wird zerstört.“ Die Sepah-Marine ist der maritime Arm der Iranischen Revolutionsgarden. US-Präsident Trump hatte zuvor erklärt, Bedingung für die „beidseitige Waffenruhe“ sei die „vollständige, unverzügliche und sichere“ Öffnung der Straße von Hormus.
Einem hochrangigen iranischen Regierungsvertreter zufolge könnte die Straße von Hormus am Donnerstag oder Freitag freigegeben werden. Voraussetzung sei, dass eine Einigung auf ein Rahmenabkommen erzielt werde, sagt der an den Gesprächen beteiligte Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Die Öffnung würde dann begrenzt und unter iranischer Kontrolle erfolgen. „Für alle Schiffe wird eine Abstimmung mit dem iranischen Militär zwingend erforderlich sein“, heißt es weiter.
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Pete Hegseth: "Der Iran erlitt eine verheerende militärische Niederlage"
Der US-Verteidigungsminister ist um kurz nach 14 Uhr MESZ vor die Kameras getreten. Der Iran sei 47 Jahre lang eine Bedrohung für die USA und die freie Welt gewesen, so Pete Hegseth zu Beginn seines Pressestatements. Damit sei nun Schluss, Präsident Donald Trump habe Geschichte geschrieben, es sei ein großer Tag für den Weltfrieden.
"Der Iran hat um diesen Waffenstillstand gebettelt. Und wir alle wissen das", fährt Hegseth fort. Die am 28. Februar gestartete Militäroperation "Epic Fury" nennt er einen "historischen, überwältigenden Sieg auf dem Schlachtfeld". Irans Militär sei in weniger als 40 Tagen demontiert und für Jahre zurückgeworfen worden - bei einem Einsatz von weniger als 10 Prozent der gesamten amerikanischen Kampfkraft. ("Wir haben nur einen Bruchteil unserer Kraft entfaltet")
Der Iran habe bewiesen, dass er sich, sein Volk und sein Territorium nicht verteidigen könne. "Der Iran erlitt eine verheerende militärische Niederlage."
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Rüstungswerte legen kräftig zu
Die Erholungswelle an den Aktienmärkten treibt auch die Rüstungswerte an. Der europäische Sektorindex steigt um 6,7 Prozent und damit so stark wie seit rund einem Jahr nicht mehr.
Im vergangenen Monat hatte er rund 8,5 Prozent eingebüßt, da europäische Staaten eine Teilnahme an dem Krieg der USA und Israels gegen Iran verweigert hatten. Grundsätzlich sei aber mit steigenden Verteidigungsausgaben zu rechnen, was der Branche zugute komme, sagte ein Händler.
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Kuwait und Emirate melden Beschuss
Trotz einer Waffenruhe haben die Golfstaaten Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) Beschuss aus dem Iran gemeldet. Man sei seit dem Morgen mit einer Welle iranischer Angriffe konfrontiert, teilte die kuwaitische Armee mit, und habe 28 iranische Drohnen abgefangen. Einige der Drohnen hätten auf Ölanlagen und Kraftwerke im Süden des Landes gezielt und Sachschaden an der Infrastruktur und Entsalzungsanlagen verursacht. Das Verteidigungsministerium der Emirate teilte auf X mit, die Luftverteidigung sei gegen Raketen- und Drohnenangriffe aus dem Iran im Einsatz. Ballistische Raketen und Drohnen seien abgefangen worden.
Im iranischen Staatsfernsehen wurden die Angriffe mit Raketen und Drohnen bestätigt. Sie erfolgten in Reaktion auf Bombardierungen iranischer Ölanlagen am Persischen Golf kurz zuvor, hieß es in einer Nachrichtensendung.
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Militärexperte erwartet europäische "Koalition der Willigen"
Nach Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit einem Austritt aus der NATO erachten Militärexperten einen solchen als unwahrscheinlich. Die USA könnten aber auch ohne einen Austritt der Glaubwürdigkeit der NATO „massiv“ schaden, warnte Oberstleutnant Christoph Göd vom Bundesheer. Eine europäische „Koalition der Willigen“ zur Sicherung der Straße von Hormus könnte den drohenden Schaden abwenden, sagte Geostratege und Militäranalyst Walter Feichtinger am Mittwoch der APA. Eine solche Koalition könnte die Straße von Hormus sichern und damit die USA „entlasten“ und „besänftigen“, ergänzte Feichtinger kurz vor einem Treffen von NATO-Generalsekretär Mark Rutte mit US-Präsident Donald Trump am Mittwoch.
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Trump kündigt Strafzölle für Waffenlieferungen an den Iran an
Donald Trump kündigt Strafzölle für Staaten an, die den Iran mit Waffen versorgen. Der Aufschlag gelte ab sofort und werde 50 Prozent für alle in die USA eingeführten Güter dieser Länder betragen, schreibt Trump auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social.
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Trump: Iran wird kein Uran mehr anreichern
US-Präsident Donald Trump zufolge wird der Iran in Zukunft kein Uran mehr anreichern. Zudem würden die USA und der Iran das verschüttete Uran ausgraben und entfernen, schreibt Trump auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social. Bei vielen der 15 Punkte des US-Plans für den Iran gebe es bereits eine Übereinkunft. Man werde sehr eng mit der Regierung in Teheran zusammenarbeiten, heißt es weiter. Der Iran habe einen sehr produktiven Regimewechsel durchlaufen. Eine Stellungnahme der Islamischen Republik liegt zunächst nicht vor.
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Sánchez: Erleichterung über Waffenruhe darf nicht trügen
Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat die vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe im Iran-Krieg zurückhaltend begrüßt. „Waffenruhen sind immer eine gute Nachricht - besonders, wenn sie den Weg zu einem gerechten und dauerhaften Frieden ebnen“, schrieb der sozialistische Politiker auf der Nachrichtenplattform X. Zugleich betonte Sánchez, die „momentane Erleichterung“ dürfe „nicht über Chaos, Zerstörung und verlorene Menschenleben hinwegtäuschen“. Seine Regierung werde „nicht diejenigen feiern, die die Welt in Brand setzen, nur weil sie danach mit einem Eimer auftauchen“. Entscheidend seien nun „Diplomatie, internationales Recht und Frieden“.
Madrid zählt in Europa zu den schärfsten Kritikern der Angriffe von den USA und Israel auf den Iran. Bereits kurz nach dem Beginn des Iran-Krieges hatte Sánchez den USA die Nutzung der Militärbasen Rota und Morón für die Einsätze gegen den Iran untersagt. Jüngst wurde auch der Luftraum des Landes für alle Flugzeuge gesperrt, die mit dem Krieg in Verbindung stehen.
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EU: Durch Iran-Krieg ausgelöste Energiekrise von längerer Dauer
Die durch den Iran-Konflikt ausgelöste Energiekrise ist der EU-Kommission zufolge nicht von kurzer Dauer. Rund 8,5 Prozent des Flüssigerdgases, sieben Prozent des Erdöls sowie 40 Prozent des Flug- und Dieselkraftstoffs der EU würden durch die Straße von Hormus transportiert, sagt Sprecherin Anna-Kaisa Itkonen. „Was wir bereits absehen können, ist, dass diese Krise nicht von kurzer Dauer sein wird“, sagte sie. Es handele sich offensichtlich um einen sehr, sehr wichtigen Engpass.
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Um 14 Uhr spricht Pete Hegseth
Das Pentagon hat kurzfristig eine Pressekonferenz mit US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine am Nachmittag angekündigt. Die beiden wollen um 14 Uhr MESZ vor die Presse treten. Der KURIER berichtet live.
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Waffenruhe stützt US-Finanzinvestoren
Die Aufbruchstimmung an den Börsen nach der Ankündigung einer Waffenruhe im Iran-Krieg beflügelt die Aktien großer US-Finanzinvestoren. Die Papiere von Blue Owl, Apollo Global, Blackstone und KKR legen im vorbörslichen Handel an der Wall Street um knapp drei bis vier Prozent zu. Vermögensverwalter profitieren in der Regel von erhöhter Risikobereitschaft der Anleger, da steigende Aktienkurse den Wert ihrer Portfolios erhöhen. Dennoch liegen die Titel von Blue Owl und seinen Rivalen zwischen rund 30 und 45 Prozent unter dem Niveau vom Jahresbeginn. Seit einer Welle von Mittelabzügen aus sogenannten Private-Credit-Fonds stehen die Unternehmen stark unter Druck. Dabei handelt es sich um Darlehen, die von Finanzinvestoren an Unternehmen vergeben werden, die für traditionelle Banken als zu riskant gelten. Als Hauptrisiko gilt laut Analysten die hohe Konzentration auf Softwarefirmen in den Portfolios der Fonds. Viele Marktteilnehmer fürchten, dass KI-Tools bisherige Geschäftsmodelle in der Branche untergraben könnten.
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Wifo-Ökonom sieht weiter Trend zu abnehmender Inflation
Wifo-Ökonom Marcus Scheiblecker sieht weiter einen intakten Trend zu einer abnehmenden Inflation und auch für einen Aufschwung - auch wenn dieser durch die Nahost-Krise gedämpft wird. Die für 14 Tage avisierte Feuerpause verlasse zwar nicht zum Aufatmen, nehme aber doch Nervosität und Hektik bei den Preisen und gebe die Chance auf eine Normalisierung, so der Wirtschaftswissenschafter am Mittwoch im Ö1-Mittagsjournal.
Im Gegensatz zum Kriegsbeginn in der Ukraine treffe die Lage Österreich und Europa nicht an einem Zeitpunkt, in dem sich ein Abschwung anbahne. Diesmal komme die Krise in einer Phase des Aufschwungs. Dieser werde nicht abgewürgt, jedoch gedämpft. Aktuell sei der Ölpreis zwar gesunken, liege aber immer noch 30 Prozent über dem Wert des Kriegsbeginns vor sechs Wochen. Ausschläge beim Gaspreis sollten bei längerfristigen Verträgen erst später zu moderateren Preisanstiegen führen.
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Vance: Trump pocht auf rasche Fortschritte bei Verhandlungen
US-Präsident Donald Trump drängt nach Angaben seines Vize JD Vance auf rasche Fortschritte bei der Beendigung des Krieges mit dem Iran. Trump sei "ungeduldig", sagte Vance am Mittwoch in Budapest. Die derzeitige Waffenruhe bezeichnete er als "zerbrechlich". Ein Abkommen sei möglich, wenn der Iran aufrichtig verhandle, erklärte Vance.
Trump habe sein Verhandlungsteam angewiesen, mit dem Iran in gutem Glauben zu sprechen. Zu der Delegation gehören neben Vance auch US-Außenminister Marco Rubio und der Sondergesandte Steve Witkoff. Einige Vertreter des iranischen Systems gingen konstruktiv an die Gespräche, andere täten dies nicht. Letztlich liege es an den Iranern, die richtige Entscheidung zu treffen, so Vance.
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Erdbeben erschüttert den Iran
Vor den Küsten Irans und Aserbaidschans hat es am Mittwoch ein Erdbeben gegeben. Laut der Erdbebenwarte USGS hatte das Beben eine Stärke von 5,6 und ereignete sich in zehn Kilometern Tiefe. In mehreren ländlichen Regionen im Grenzgebiet sei das Erdbeben zu spüren gewesen, berichtete die iranische Staatsagentur Irna. Demnach wurden Rettungsteams der Rothalbmond-Gesellschaft zur Hilfe in die betroffenen Gebiete entsandt.
Berichte über Opfer oder Schäden gab es zunächst weder im Iran noch im benachbarten Aserbaidschan.
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Kuwait und Emirate melden Beschuss
Trotz einer Waffenruhe haben die Golfstaaten Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) Beschuss aus dem Iran gemeldet. Man sei seit dem Morgen mit einer Welle iranischer Angriffe konfrontiert, teilte die kuwaitische Armee mit, und habe 28 iranische Drohnen abgefangen.
Einige der Drohnen hätten auf Ölanlagen und Kraftwerke im Süden des Landes gezielt und Sachschaden an der Infrastruktur und Entsalzungsanlagen verursacht.
Das Verteidigungsministerium der Emirate teilte auf X mit, die Luftverteidigung sei gegen Raketen- und Drohnenangriffe aus dem Iran im Einsatz. Ballistische Raketen und Drohnen seien abgefangen worden.
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Irans Präsident nimmt an Verhandlungen teil
Für den iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkian sind bei der Vereinbarung die vom Iran geforderten "allgemeinen Grundsätze" akzeptiert worden. Dies schrieb er in einem Beitrag auf X. Pezeshkian habe zudem die Teilnahme an Verhandlungen mit den USA am Freitag zugesagt, hieß es aus Pakistan.
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Öl- und Gaspreise gefallen
Nach Ankündigung einer zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg haben die zuletzt stark gestiegenen Ölpreise deutlich nachgegeben. Der Preis für ein Fass (159 Liter) Öl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni sackte zunächst rasant um rund 16 Prozent auf circa 92 US-Dollar (rund 79 Euro). Der Preis für europäisches Erdgas fiel indes um bis zu 20 Prozent ab, das bedeutet den größten Tagesverlust seit über zwei Jahren.
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Neue Explosionen am Persischen Golf gemeldet
Nach Beginn der Waffenruhe mit den USA und Israel hat der Iran neue Explosionen am Persischen Golf gemeldet. Sie ereigneten sich an einer Raffinerie auf der Insel Lawan, wie die Nachrichtenagentur Mehr berichtete. Die Ursache war zunächst unbekannt.
Auch auf der Insel Sirri kam es zu Explosionen, wie Mehr weiter berichtete. Auf jede Aggression werde der Iran mit einer "Reue bringenden Antwort" reagieren, hieß es in dem Bericht.
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Schiffe sitzen weiter fest
Unterdessen sitzen sechs Schiffe von Deutschlands größter Containerreederei Hapag-Lloyd nach Angaben des Unternehmens weiterhin im Persischen Golf fest. Die Schifffahrt sei derzeit noch stark beeinträchtigt und für das Unternehmen entstünden vor allem durch Umleitungen hohe Kosten, die auch an die Kunden weitergegeben werden müssten. Die jüngste Entwicklung sei aber positiv. Die dänische Reederei Maersk will trotz der vereinbarten Waffenruhe den Normalbetrieb in der Straße von Hormuz vorerst nicht wieder aufnehmen. Man verfolge einen vorsichtigen Ansatz und nehme zunächst keine Änderungen an bestimmten Diensten vor, teilte der Schifffahrtskonzern mit.
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USA und Iran einigen sich auf Waffenruhe
In der Nacht auf Mittwoch einigten sich die USA und der Iran auf eine zweiwöchige Waffenruhe. Zudem öffnet der Iran die Straße von Hormus.
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Pressestimmen zur Waffenruhe
Zwar wird die Waffenruhe international begrüßt, doch die Presse verurteilt das Vorgehen von Donald Trump. So titelt die The Irish Times: "Unter Trump sind die USA ein gefährlicher Partner."
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Wifo-Chef Felbermayr sieht Golfstaaten als Verlierer
Der Chef des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo), Gabriel Felbermayr, sieht die Golfstaaten als Verlierer der Einigung zwischen den USA und dem Iran. "Ihr Geschäftsmodell ist beschädigt. Und sie zahlen mögliche Gebühren für die Hormus-Passage. Diese wirken wie eine Exportsteuer", analysierte der Ökonom am Mittwoch in einem Social-Media-Post auf der Online-Plattform Bluesky. Die USA und der Iran hatten sich in der Nacht auf eine sofortige, zweiwöchige Waffenruhe geeinigt.
Auf die Ölpreise werden die möglichen Gebühren aber nicht durchschlagen, so Felbermayr. Denn der Weltmarktpreis werde nicht nur durch die günstigen Förderanlagen am Golf, sondern durch die teureren Fördermethoden in den USA und Norwegen bestimmt.
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