"Ermutigende Fortschritte" bei USA-Iran-Gesprächen
- Seit Ende Februar dauert die Iran-Krise nun bereits an. Nach mehr als einem Monat Bombardement gilt seit dem 8. April eine Waffenruhe.
- Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich die USA und der Iran auf ein Rahmenabkommen geeinigt. Am 18. Juni haben beide Parteien das Abkommen unterzeichnet.
- Die endgültige Vereinbarung soll in den nächsten 60 Tagen in der Schweiz ausverhandelt werden. Die Verhandlungen hätten am Freitag starten sollen. Doch US-Vizepräsident JD Vance sagte seine Reise in die Schweiz ab.
- Am Wochenende war es dann soweit: Gespräche wurden aufgenommen, aber nach neuen Drohungen von US-Präsident Trump gegen den Iran, hat die iranische Delegation das Hotel in der Schweiz zwischenzeitlich verlassen.
- Zum Scheitern der Beratungen führte das nicht. Gespräche hätten in einer "positiven und konstruktiven Atmosphäre" stattgefunden, "ermutigende Fortschritte" seien erzielt worden. Hier finden Sie die wichtigsten Punkte der ersten Verhandlungsrunde.
- Der Iran signalisierte, einen Verzicht auf Atomwaffen auch schriftlich garantieren zu können.
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Iran-Krieg
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USA erlauben Verkauf von iranischem Öl bis 21. August
Das US-Finanzministerium erteilt eine vorübergehende Generallizenz für iranische Ölprodukte. Diese beinhalte die Produktion, die Lieferung und den Verkauf von Rohöl sowie petrochemischen Produkten und Erdölprodukten iranischen Ursprungs bis zum 21. August, teilt das Ministerium mit. Die Genehmigung umfasse auch den Import dieser Produkte in die USA. Grundlage ist eine in der vergangenen Woche von den beiden Regierungen unterzeichnete Absichtserklärung.
Darin stimmten die USA Ausnahmeregelungen für den Export von iranischem Rohöl sowie für damit verbundene Dienstleistungen wie Bankgeschäfte, Versicherungen und Transporte zu. Transaktionen mit Nordkorea oder Kuba sind von der Lizenz ausgeschlossen.
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Libanons Präsident berät mit US-Vizepräsident Vance über Waffenruhe
Libanons Präsident Joseph Aoun hat nach offiziellen Angaben mit US-Vizepräsident JD Vance über die Aufrechterhaltung der brüchigen Waffenruhe beraten. An dem Telefonat hätten auch der US-Gesandte Jared Kushner und der katarische Ministerpräsident Scheich Mohammed bin Abdulrahman Al Thani teilgenommen. Eine Feuerpause zwischen der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz im Libanon und dem US-Verbündeten Israel ist zentral für einen Friedensschluss zwischen dem Iran und den USA.
Am Wochenende kam es aber trotz der offiziellen Waffenruhe wieder zu Gefechten. Katar vermittelt in dem Konflikt.
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Was in der ersten Runde ausverhandelt wurde
Die Verhandlungen zwischen den USA nehmen Fahrt auf. Nach dem Auftakt der Gespräche auf Ebene der Verhandlungsführer in der Schweiz soll es nun unmittelbar im Anschluss die ganze Woche weitere Beratungen auf Arbeitsebene geben. Ziel sei es, bei den Gesprächen im Luxusresort Bürgenstock bei Luzern innerhalb von 60 Tagen ein "finales Abkommen" zu erreichen, teilten die Vermittler Katar und Pakistan mit.
Das sind die wichtigsten Punkte der ersten Verhandlungsrunde.
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Irans Top-Verhandler unterwegs nach Hause - Gespräche gehen weiter
Irans Verhandlungsführer Mohammed Baqer Qalibaf und Außenminister Abbas Araqchi sind von den Verhandlungen mit den USA in der Schweiz auf dem Weg zurück nach Teheran. Nach 18 Stunden intensiver Gespräche seien die beiden nun unterwegs, hieß es in einem Bericht der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim. Am Sonntag hatten sich Vertreter der USA, Irans und der Vermittlerstaaten Pakistan und Katar zu Gesprächen in einem Luxusresort in der Nähe von Luzern getroffen.
Pakistan sprach zuletzt davon, dass im weiteren Wochenverlauf in kleineren Arbeitsgruppen weiterverhandelt werde. In einem Bericht zur Abreise von Irans Top-Verhandlern hieß es nun ebenfalls, ein weiteres Vorgehen für die kommenden 60 Tage sei vereinbart worden und die Gespräche würden in dieser Woche weitergehen.
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Israel hebt alle kriegsbedingten Einschränkungen im Norden auf
Israel hat angekündigt, alle wegen des Krieges mit der Hisbollah im Libanon erlassenen Einschränkungen in seinen nördlichen Grenzregionen aufzuheben. Ab Montag um 06.00 Uhr (05.00 Uhr MESZ) würden "alle Beschränkungen im Gebiet der Konfrontationslinie aufgehoben", erklärte Israels Armee am Sonntag. Es gelte wieder "uneingeschränkte Aktivität ohne jegliche Einschränkungen". Die Anpassung der Vorschriften für die Bevölkerung sei nach einer Lagebeurteilung beschlossen worden.
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Syriens Präsident al-Sharaa wies Trump-Vorschlag zurück
Syriens Staatschef Ahmed al-Sharaa hat einen Vorschlag von US-Präsident Donald Trump zurückgewiesen, wonach das syrische Militär im Nachbarland Libanon gegen die pro-iranische Hisbollah vorgehen könnte. "Wir suchen nach wirtschaftlichen Verbindungen zwischen dem Libanon und Syrien, nicht nach militärischen", sagte Sharaa in einem am Sonntag vom Sender al-Mashhad ausgestrahlten Interview.
Damaskus habe gegenüber Washington bekräftigt, "dass der Krieg beendet werden muss", sagte der islamistische Übergangspräsident, wobei er sich auf die Gefechte zwischen Israel und der Hisbollah bezog. Dabei müsse es "verschiedene Lösungen geben, darunter wirtschaftliche, politische und soziale, sowie die Wiederaufnahme der Beziehungen und der lebenswichtigen wirtschaftlichen Verbindung zwischen Syrien und dem Libanon".
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"Ermutigende Fortschritte" bei USA-Iran-Gesprächen
Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran wurden kurz nach Beginn der Tagung in der Schweiz unterbrochen, dann aber wieder fortgesetzt. Die Gespräche hätten in einer "positiven und konstruktiven Atmosphäre" stattgefunden, hieß es in den frühen Morgenstunden. Ziel sei es weiterhin, bei den Gesprächen im Luxusresort Bürgenstock bei Luzern innerhalb von 60 Tagen ein "finales Abkommen" zu erreichen, teilten die Vermittler Katar und Pakistan mit.
Es werde unter anderem Arbeitsgruppen zu Irans Atomprogramm und den westlichen Sanktionen geben. Es sei auch ein Gesprächskanal zwischen den Kriegsparteien eingerichtet worden, um Zwischenfälle in der Straße von Hormus zu vermeiden, hieß es weiter. Ziel sei eine sichere Passage für Schiffe durch die für den Welthandel wichtige Meerenge. Zudem sei ein Forum geschaffen worden, um für die Einhaltung der Waffenruhe auch im Libanon zu sorgen, wo es immer wieder zu gegenseitigen Attacken der israelischen Armee und der proiranischen Hisbollah-Miliz kommt.
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Nach Trumps Drohung verlässt Irans Delegation Verhandlungsort
Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran stocken. Nach neuen Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit Militärangriffen hat die iranische Delegation laut der Nachrichtenagentur IRNA am Sonntag das Hotel in der Schweiz verlassen, wo die Gespräche mit der US-Seite stattfanden.
Kurz nach Beginn der Verhandlungen in der Schweiz hatte Trump via Truth Social gewarnt: "Der Iran muss unverzüglich verhindern, dass seine hochbezahlten, an ihn angeschlossenen Gruppen im Libanon Probleme verursachen. Wenn sie das nicht tun, werden wir den Iran erneut sehr hart angreifen, so wie wir es letzte Woche getan haben, wenn nicht noch härter," drohte der US-Präsident. Die vom Iran finanzierte Hisbollah-Miliz hatte sich in den vergangenen Tagen heftige Gefechte mit der israelischen Armee geliefert.
Die Drohung Trumps wurde als "beleidigend" aufgefasst. Die unter Vermittlung Pakistans und Katars geführten Gespräche seien "nach 80 Minuten Gespräch und einer Unterbrechung infolge der Veröffentlichung einer beleidigenden Nachricht des US-Präsidenten in eine schwierige Phase eingetreten".
Am Mittwoch hatten der Iran und die USA ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges geschlossen. Dieses sieht eine sofortige Waffenruhe für die gesamte Region einschließlich des Libanon vor. Allerdings waren Israel und die Hisbollah an dem Abkommen nicht beteiligt.
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"Wir beabsichtigen nicht, eine Atombombe zu bauen"
Der iranische Präsident Massud Pezeshkian signalisierte den USA am Sonntag, dass der Iran seinen Verzicht auf Atomwaffen auch schriftlich garantieren könnte. "Falls notwendig, können wir schriftlich festhalten, dass wir nicht beabsichtigen, eine Atombombe zu bauen", sagte er laut Nachrichtenagentur IRNA. Ob eine solche Zusicherung Teil der laufenden Gespräche mit den USA in der Schweiz sein wird, ließ er offen.
Pezeshkian verwies erneut darauf, dass bereits der frühere oberste Führer Ali Khamenei aus religiösen Gründen die Entwicklung von Massenvernichtungswaffen abgelehnt habe. Die politische Führung der Islamischen Republik beteuert stets, sie strebe nicht nach Atomwaffen.
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Katar hofft auf "umfassende und dauerhafte Einigung"
Man habe die Hoffnung, dass die Treffen zu einer "umfassenden und dauerhaften Einigung führen zu allen Punkten im Rahmenabkommen", auf das Washington und Teheran sich geeinigt haben, hieß es vom Vermittlerstaat Katar.
Vance war in der Früh in der Schweiz angekommen. Mit seiner Frau sei er in der Früh auf dem Militärflugplatz Emmen bei Luzern eingetroffen, teilte ein Sprecher des Vizepräsidenten am Sonntag mit. Vance hatte zuvor erklärt, dass er voraussichtlich einige Tage für Friedensverhandlungen in der Schweiz sei. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, sagte jedoch dem Staatsfernsehen IRIB, dass nur am Sonntag verhandelt werde. Es sei nicht geplant, die Gespräche über den heutigen Termin hinaus fortzusetzen.
Die Verhandlungen im Luxusresort Bürgenstock in der Nähe von Luzern finden ungeachtet anhaltender Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon und neuer Spannungen um die für die Handelsschifffahrt wichtige Straße von Hormus statt. Der Iran verkündete aufgrund der Kämpfe im Libanon am Samstag eine Schließung der Straße von Hormus. Die Meerenge war infolge des Rahmenabkommens gerade erst wieder nach und nach geöffnet worden.
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Gespräche zwischen dem Iran und den USA in der Schweiz begonnen
Der Gipfel zwischen den USA und dem Iran hat offiziell begonnen. An den Gesprächen im Schweizer Luxusressort Bürgenstock bei Luzern waren US-Vizepräsident JD Vance und der iranische Außenminister Abb s Araqchi sowie als Vermittler die Premierminister von Katar und Pakistan. Vance sprach in seiner Eröffnungsrede von einem "historischen Treffen". Er rief dazu auf, im Nahen Osten "eine neue Seite aufzuschlagen". "Wir haben in den vergangenen Stunden große Fortschritte erzielt", erklärt Vance. "Wir sehen jetzt eine gemeinsame Zukunft, in der alle zusammenarbeiten können, um Frieden und Wohlstand zu fördern."
Die Verhandlungen begannen vier Tage, nachdem die Präsidenten Donald Trump und Massud Pezeshkian am Mittwoch in Versailles eine Grundsatzvereinbarung zur Beendigung des Krieges im Nahen Osten unterzeichnet hatten. Ziel ist es, eine endgültige Vereinbarung zu erzielen, insbesondere über das iranische Atomprogramm, aber auch über die Aufhebung der Sanktionen und die Freigabe der iranischen Vermögenswerte durch die USA.
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Angriffe trotz Waffenruhe: Israel rechtfertig Vorgehen
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz betonte, dass sein Land keine Einschränkungen beim Vorgehen im Südlibanon akzeptiere. "Israel wird sich nicht aus der Sicherheitszone im Libanon zurückziehen", teilte er am Sonntag mit. Man könne dort weiterhin "Maßnahmen zur Beseitigung von Bedrohungen ergreifen". Nach tödlichen Angriffen auf israelische Truppen habe die Armee zuletzt "mit großer Härte reagiert" und "eine sehr große Zahl von Hisbollah-Kämpfern ausgeschaltet", hieß es weiter. "Der Schutz des Lebens unserer Soldaten und Bürger hat oberste und uneingeschränkte Priorität."
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Was Trump-Vize Vance in der Schweiz plant
Die Gespräche in der Schweiz sollen nach Angaben des Vermittlers Pakistan noch am Sonntag beginnen.
Der genaue Ablauf war unklar. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, sagte am Sonntag staatlichen Medien, ein Vierertreffen zwischen dem Iran, den USA, Katar und Pakistan werde am Sonntagnachmittag stattfinden. Der Iran werde bereits früher am Tag Gespräche mit den Vermittlern Katar und Pakistan führen. Baghaei sagte dem Staatsfernsehen IRIB zudem, dass nur am Sonntag verhandelt werde. Es sei nicht geplant, die Gespräche über den heutigen Termin hinaus fortzusetzen.
Das Schweizer Außenministerium erklärte, die Gespräche der Delegationen von Vance und dem iranischen Chefunterhändler, Parlamentspräsident Mohammed Baqer Qalibaf, sollten unter Beteiligung von Vermittlern "im Laufe des Vormittags" beginnen.
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Über 100 Tote bei neuen Angriffen Israels
Trotz einer seit Freitag geltenden Waffenruhe gingen die Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz am Wochenende weiter. Bei israelischen Luftangriffen in der Bekaa-Ebene im Osten und in der südlichen Stadt Tyros starben laut Behörden mindestens sieben Menschen, darunter ein Kind. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur NNA am Sonntag. Zuvor hatten libanesische Behörden über israelische Angriffe mit 35 Toten am Samstag und 83 Toten am Freitag berichtet.
Israels Armee äußerte sich zunächst nicht zu den Berichten. Vor den israelischen Angriffen hatte die Armee der proiranischen Hisbollah-Miliz Verstöße gegen die Feuerpause vorgeworfen. Als Reaktion seien Raketenstellungen, Waffenlager und Kommandozentralen der Hisbollah angegriffen worden. Dagegen erklärte die Miliz, sie habe auf einen Vormarsch der israelischen Truppen reagiert. Die Angaben der Konfliktparteien ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
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Vance in der Schweiz angekommen
US-Vizepräsident JD Vance ist in der Schweiz angekommen. Vance und seine Frau seien am frühen Morgen auf dem Militärflugplatz Emmen bei Luzern eingetroffen, teilt ein Sprecher des Vizepräsidenten am Sonntag mit. Der Stellvertreter von US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, dass er voraussichtlich einige Tage für Friedensverhandlungen mit dem Iran in der Schweiz sei. Die Gespräche sollen nach Angaben von Pakistan, das im Konflikt vermittelt, noch am Sonntag beginnen.
Die Verhandlungen im Luxusresort Bürgenstock in der Nähe von Luzern finden ungeachtet anhaltender Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon und neuer Spannungen um die für die Handelsschifffahrt wichtige Straße von Hormus statt. Bereits am Samstagabend war die iranische Delegation in der Schweiz angekommen, wie das Schweizer Außenministerium mitgeteilt hatte.
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Israels Armee schränkt Libanon-Einsätze ein
Die israelische Armee stellt Berichten zufolge ihre Angriffe im Libanon außerhalb einer von ihr einseitig ausgerufenen "Sicherheitszone" ein. Israelische Medien berichteten unter Berufung auf das Militär, dass die Streitkräfte damit einer Anweisung der politischen Führung folgten.
Innerhalb dieser Zone, die sich im Süden an der Grenze Israels befindet, setze das Militär die Einsätze jedoch fort, um unter anderem ein großes Hisbollah-Tunnelsystem zu bekämpfen. Nach Angaben der Armeeführung verbleibt zudem die Option, akute Bedrohungen auch außerhalb des Gebiets anzugreifen.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hatte die von der Armee errichtete "Sicherheitszone" als Barriere zwischen der Hisbollah-Miliz im Libanon und den Bürgern und Gemeinden in Nordisrael bezeichnet. Israel werde sich nicht zurückziehen, solange es seine Sicherheitsbedürfnisse erforderten. Die libanesische Regierung stuft das von Israel kontrollierte Areal hingegen als völkerrechtswidrig besetztes Staatsgebiet ein.
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Der Friede wackelt (schon) wieder
Die Schließung der für den weltweiten Ölhandel so wichtigen Meerenge sei ein "erster Schritt“, hieß es von den iranischen Revolutionsgarden in Teheran. Im Falle "einer Fortsetzung der Aggression" würden weitere Schritte unternommen, "um den Feind zur Einhaltung seiner Verpflichtungen zu zwingen".
Die Entwicklungen des heutigen Tages lesen Sie hier zusammengefasst:
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Teheran gibt erneute Schließung der Straße von Hormus bekannt
Nach den israelischen Angriffen mit zahlreichen Toten im Libanon gab der Iran am Samstagnachmittag die erneute Schließung der Straße von Hormuz bekannt.
"Hiermit wird bekannt gegeben, dass die Straße von Hormuz für den Schiffsverkehr geschlossen wird", hieß es in einer Mitteilung des Militärkommandos am Samstag. Dies geschehe in Reaktion auf die fortgesetzten Angriffe Israels im Südlibanon, die eine Verletzung des mit den USA getroffenen Rahmenabkommens zur Beendigung des Iran-Krieges bedeuteten.
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Trump greift Meloni erneut wegen Iran-Kurs an
US-Präsident Donald Trump hat die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni am Samstag erneut scharf kritisiert und ihr mangelnde Unterstützung der Vereinigten Staaten im Konflikt mit dem Iran vorgeworfen. Auf seiner Plattform Truth Social erklärte Trump, Meloni wolle nach dem militärischen Sieg der USA über den Iran wieder die Nähe zu Washington suchen, um ihre sinkenden Umfragewerte zu verbessern. "Nein, danke", schrieb der Präsident.
Darüber hinaus beteuerte Trump, Meloni habe ihn beim G7-Gipfel wiederholt um ein gemeinsames Foto gebeten. Trump warf der italienischen Regierung außerdem vor, den USA während des Konflikts mit dem Iran die Nutzung italienischer Start- und Landebahnen verweigert zu haben. Dies habe erhebliche logistische Probleme verursacht, obwohl die USA einen großen Beitrag zur Verteidigung Italiens und anderer NATO-Verbündeter leisteten.
Herablassende Bemerkungen Trumps über Meloni hatten in Italien zuletzt für Empörung gesorgt. Trump sagte in einem am Freitag veröffentlichten Telefoninterview mit dem italienischen Fernsehsender La7, Meloni habe ihn beim G7-Gipfel im französischen Evian um ein gemeinsames Foto "angefleht". Die italienische Regierungschefin bezeichnete dies als "frei erfunden". Der italienische Außenminister Antonio Tajani sagte aus Protest einen geplanten Besuch in den USA ab.
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Libanon: Trotz Waffenruhe fünf Tote bei israelischem Luftangriff
Ungeachtet einer Waffenruhe im Kampf gegen die pro-iranische Hisbollah sind bei einem israelischen Luftangriff im Südlibanon mindestens fünf Menschen getötet worden. Israelische Kampfflugzeuge und Drohnen hätten in der Nacht auf Samstag und in der Früh das Gebiet um die Stadt Nabatieh ins Visier genommen und dabei Wohngebäude zerstört, meldete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Zudem habe die israelische Artillerie die Stadt und ihre Außenbezirke beschossen.
Die Menschen seien einem Angriff auf die nahe gelegene Ortschaft Arabsalim zum Opfer gefallen, so NNA. Nabatieh gilt als Hisbollah-Hochburg. Israel und die vom Iran unterstützte Miliz hatten sich am Freitag nach Angaben von Vertretern der USA, Israels und der Hisbollah auf eine Feuerpause geeinigt. Sie sollte am Freitag 16.00 Uhr (Ortszeit) in Kraft treten.
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US-Gesandter Witkoff für Atomgespräche auf Weg in die Schweiz
Der Sondergesandte des US-Präsidenten Donald Trump, Steve Witkoff, reist einem Medienbericht zufolge zu ersten Gesprächen über ein mögliches Atomabkommen mit dem Iran in die Schweiz. Das berichtet das Nachrichtenportal Axios und CNN am Freitag (Ortszeit) unter Berufung auf einen US-Regierungsbeamten. Trumps Schwiegersohn Jared Kushner befindet sich demnach bereits in der Schweiz. Die Gespräche sollten am Freitag bei Luzern starten, wurden aber auf unbestimmte Zeit verschoben
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Iran veröffentlicht Verfahren für Hormuz-Passage
Nachdem sich der Iran und die USA auf eine zeitweise freie Schifffahrt in der Straße von Hormuz geeinigt hatten, signalisierte die Islamische Republik neue Regeln für die Zukunft. Gebühren für Sicherheit, Umweltdienstleistungen und Versicherungen würden in einem 60-tägigen Zeitraum nicht erhoben, teilte die kürzlich gegründete Persian Gulf Strait Authority in englischer Sprache auf X mit.
Dass der Iran sich im Zuge des Abkommens mit den USA für die Erhebung von Gebühren in der wichtigen Meerenge einsetzen würde, zeichnet sich seit einer Weile ab. Neu scheint in der aktuellen Veröffentlichung der Verweis auf mögliche Kosten für Versicherungen. Auch die britische "Financial Times" berichtet unter Berufung auf Schifffahrtskreise, dass sich in der Straße von Hormuz neue Versicherungsbedingungen abzeichneten.
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UN-Menschenrechtsexperten kritisieren US-iranisches Rahmenabkommen
Eine Gruppe von Menschenrechtsexperten der Vereinten Nationen hat das Rahmenabkommen zwischen der USA und dem Iran zur Beendigung des Krieges scharf kritisiert, weil es nicht die Situation der seit langem leidenden Zivilbevölkerung im Iran berücksichtigt. In einer am Freitag veröffentlichten Erklärung schrieben 18 unabhängige UN-Fachleute, dass "jede Vereinbarung, die nicht die Menschenrechtssituation im Iran berücksichtigt, grundlegend unvollständig" sei.
"Eine Vereinbarung, die geopolitische Interessen bedient, aber das iranische Volk dabei zurücklässt, ist kein Friedensabkommen, das den Namen verdient", hieß es weiter. Der Iran und die USA hatten am Mittwoch das Rahmenabkommen mit 14 Punkten unterschrieben, das vorsieht, innerhalb von 60 Tagen ein endgültiges Abkommen für einen Frieden und ein Ende des iranischen militärischen Atomprogramms zu schließen.
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Israel und Hisbollah einigen sich auf Waffenruhe
Israel und die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz im Libanon einigen sich auf eine Waffenruhe ab 16 Uhr Ortszeit. Das teilte ein hochrangiger US-Regierungsvertreter Freitagnachmittag mit.
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Irans Chefunterhändler verweist auf "rote Linien" im Abkommen mit USA
Der iranische Chefunterhändler für das Friedensabkommen mit den USA, Parlamentspräsident Mohammed Baqer Qalibaf, hat auf die "roten Linien" Teherans bei den Gesprächen mit Washington verwiesen. "Wie wir im bisherigen Verlauf der Verhandlungen gezeigt haben, sind wir standhaft darin, die vorgegebenen Bedingungen und roten Linien einzuhalten, und darin, die Interessen der iranischen Nation zu verteidigen", erklärte Qalibaf am Freitag laut staatlicher Nachrichtenagentur IRNA.
Wenn "der Feind" sich exzessiv in seinen Forderungen zeige, "haben wir bewiesen, dass unsere Finger am Abzug sind und dass wir nicht zögern, dem Feind eine vernichtende Antwort zu geben." Der Iran und die USA hatten am Mittwoch ein Rahmenabkommen mit 14 Punkten unterschrieben, das vorsieht, innerhalb von 60 Tagen ein endgültiges Abkommen für einen Frieden und ein Ende des iranischen militärischen Atomprogramms zu schließen. Der oberste Führer des Iran, Mojtaba Khamenei, billigte die Vereinbarung trotz einiger Bedenken am Donnerstag.
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Schweiz weiter bereit, "Gespräche zu moderieren"
Der für Freitag geplante Auftakt vertiefter Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA in der Schweiz ist kurzfristig abgesagt worden. Die Schweiz sei aber weiterhin bereit, "die Gespräche zu moderieren", erklärte das Berner Außenministerium am Freitag. Zuvor hatte das Weiße Haus mitgeteilt, US-Vizepräsident JD Vance werde nicht wie vorgesehen zu den Verhandlungen in die Schweiz reisen. "Die geplanten Gespräche zwischen den USA, Iran, Katar und Pakistan wurden verschoben", hieß es in einer Erklärung des Schweizer Außenministeriums an AFP. Dennoch setze die Regierung "die Vorbereitungsarbeiten fort", um die Gespräche zu einem späteren Zeitpunkt "moderieren" zu können.
Auch ein geplanter Besuch des pakistanischen Premierministers Shehbaz Sharif in der Schweiz wurde verschoben. Pakistan hatte in den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran vermittelt.
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Hochrangiges Treffen in Ägypten
Nach der Absage der Verhandlungen in der Schweiz kündigte Ägypten ein ranghohes Treffen am Sonntag in der Mittelmeerstadt el-Alamein an. Daran sollten neben dem ägyptischen Außenminister Badr Abdelatty auch dessen Kollegen aus Pakistan, Saudi-Arabien und der Türkei teilnehmen. Im Anschluss an die Gespräche sei eine gemeinsame Pressekonferenz geplant, erklärte das ägyptische Außenministerium Donnerstagabend.
Zum Thema des Treffens wurden zunächst keine Angaben gemacht. Die vier Länder waren allerdings an den Vermittlungsbemühungen beteiligt, die zur Aushandlung des Rahmenabkommens geführt hatten. Zuletzt hatten sich die vier Außenminister im April im türkischen Antalya getroffen.
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Tote nach neuen Angriffen Israels
Bei neuen israelischen Angriffen im Süden des Libanon sind nach libanesischen Angaben mindestens 18 Menschen getötet worden. Außerdem wurden 33 weitere Menschen verletzt, teilte das Gesundheitsministerium in Beirut am Freitag mit. Israel meldete seinerseits den Tod von vier seiner Soldaten. Die Zahl der Toten auf beiden Seiten ist die höchste an einem Tag seit Unterzeichnung der US-iranischen Rahmenvereinbarung über ein Ende des Iran-Krieges, die auch den Libanon umfasst.
Die israelischen Angriffe erfolgten libanesischen Staatsmedien zufolge in mindestens zehn Ortschaften in der Nähe der Stadt Nabatieh. Acht der Getöteten wurden demnach aus der Stadt Harouf gemeldet. Die nächtlichen israelischen Luftangriffe hätten den Abtransport der Getöteten und Verletzten verhindert, erklärte das libanesische Gesundheitsministerium weiter.
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Frankreichs Außenminister: "Brauchen einen radikalen Kurswechsel seitens des Irans"
Frankreich knüpft eine Aufhebung der UN-Sanktionen gegen den Iran an Bedingungen. Sein Land werde einer Lockerung nur zustimmen, wenn die Gespräche über das iranische Atomprogramm die französischen Erwartungen erfüllten, sagt Außenminister Jean-Noel Barrot. Es werde keine Stabilität in der Region geben, solange die Gespräche zwischen den USA und dem Iran die Fragen rund um das iranische Raketenprogramm und die Unterstützung von Stellvertretern nicht klärten, unterstreicht er. "Wir brauchen einen radikalen Kurswechsel seitens des Irans." Frankreich ist als ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrats eine der fünf Vetomächte.
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Israel weitet militärische Kontrollzone im Libanon aus
Israel weitet seine militärische Kontrolle im Libanon ungeachtet internationaler Kritik weiter aus. Wie eine am Donnerstag veröffentlichte Karte des israelischen Militärs zeigt, sind die Truppen mehrere Kilometer tiefer in den Libanon vorgedrungen. Im April hatte das Militär noch eine Karte mit einer kleineren sogenannten Pufferzone veröffentlicht.
Die Regierung unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu schloss zudem Angriffe jenseits dieses Gebiets nicht aus. Dies steht im Widerspruch zu den Bedingungen eines am Mittwoch geschlossenen Abkommens zwischen den USA und dem Iran, das die Achtung der Souveränität des Libanon fordert. US-Präsident Donald Trump hatte sich unzufrieden mit dem Vorgehen Netanjahus gezeigt und die israelischen Militäraktionen im Libanon kritisiert.
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Vance: 60-Tage-Frist hat begonnen
US-Vizepräsident JD Vance den offiziellen Beginn der nächsten Verhandlungsphase verkündet. Die im Abkommen vorgesehene Frist von 60 Tagen habe "heute offiziell begonnen", sagte Vance am Donnerstag vor Journalisten im Weißen Haus.
In diesem Zeitraum sollen besonders strittige und bisher ungelöste Fragen ausgehandelt werden, die zunächst offengelassen wurden. Dazu gehören zentrale Fragen zum iranischen Atomprogramm und der Umgang mit den Beständen hoch angereicherten Urans. Die 60-Tage-Frist ist, wenn beide Seiten zustimmen, verlängerbar.
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Trump: "Dummköpfe"
US-Präsident Donald Trump sprach in Hinblick auf das Rahmenabkommen von einem "Sieg" und wütete gegen Kritiker, auch aus seiner Partei. Die Vereinbarung sei ein "Erfolg" und sichere den Vereinigten Staaten "niedrigere Ölpreise und den Sieg", schrieb Trump am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Alles andere sei "Propaganda" der oppositionellen Demokraten. Zum Beleg verwies der Präsident auf steigende Aktienkurse. Bereits am Donnerstag hatte er Kritiker des Iran-Deals als "Dummköpfe" bezeichnet.
Insbesondere bei außenpolitischen Hardlinern - sogenannten Falken - unter Trumps Republikanern stößt die Vereinbarung auf Widerspruch. Der Senator Bill Cassidy schrieb im Onlinedienst X, der frühere Präsident Ronald Reagan würde sich "im Grab umdrehen". Trump habe "den schlimmsten außenpolitischen Fehltritt seit Jahrzehnten" begangen.
Der republikanische Vorsitzende des Streitkräfteausschusses im Senat, Roger Wicker, nannte das Iran-Abkommen "völlig im Widerspruch" zu Trumps Zielen. Scharfe Kritik übte er an der zugesagten Lockerung der Wirtschaftssanktionen, während der Iran lediglich zusage, "weitere 60 Tage zu verhandeln".
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Teheran erlässt vorübergehend Gebühren für Straße von Hormus
Nach einer Vereinbarung mit den USA verzichtet Teheran für 60 Tage auf Gebühren für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus. Dies teilt der Oberste Nationale Sicherheitsrat des Landes staatlichen Medien zufolge mit. Eine neu geschaffene Behörde solle die Genehmigungen erteilen. Aus Sicherheitsgründen müssten sich Schiffe an die zugewiesenen Routen und Zeiten halten. Außerdem sei im Rahmen der Vereinbarung die Räumung von Minen vorgesehen.
Vor einer Passage von Handelsschiffen durch Hormus verlangt Teheran die Einreichung eines entsprechenden Antrags. Die Behörde für die Meerenge des Persischen Golfs sei angewiesen worden, alle Anträge zügig und vorrangig zu prüfen und zu bearbeiten, um den Zielen des bilateralen Rahmenabkommens mit den USA Rechnung zu tragen.
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Vance reist vorerst nicht zu Verhandlungen in die Schweiz
Die USA und der Iran wollten sich am Freitag auf dem Bürgenstock treffen, um die Verhandlungen für eine endgültige Einigung aufzunehmen. Doch nun hat US-Vizepräsident JD Vance mitteilen lassen, vorerst nicht für Verhandlungen mit dem Iran in die Schweiz zu reisen. Wie ein US-Regierungsbeamter gegenüber der Deutschen Presse-Agentur am späten Donnerstagabend erklärte, wird Vance in der Nacht auf Freitag nicht wie ursprünglich vorgesehen in die Schweiz fliegen.
"Die Logistik für diese Verhandlungen war noch nie einfach oder vorhersehbar", sagte der Sprecher. Ob oder wann die Reise stattfinden soll, blieb zunächst unklar. Eigentlich war vorgesehen, dass sich Delegationen aus dem Iran und den USA bereits heute Freitag nahe Luzern treffen, um über ein dauerhaftes Ende des Krieges zu verhandeln. Vance sagte später, die Verhandlungen würden stattfinden, ließ aber den Zeitpunkt offen. "Unser Plan ist es, in die Schweiz zu fahren. Ich weiß nicht genau wann." Er gehe davon aus, dass die technischen Verhandlungen irgendwann an diesem Wochenende starten könnten.
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Laut Vance gibt es schriftliche Nebenabreden mit Teheran
US-Vizepräsident JD Vance hat angedeutet, dass die Vereinbarungen zwischen den USA und dem Iran über das bisher bekannte Abkommen hinausgehen könnten. Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus sprach Vance von sogenannten "informellen Absprachen" (Gentlemen's Agreements) zu einzelnen Aspekten der Verhandlungen. Auf die Frage nach solchen Nebenabsprachen sagte Vance, einige davon seien sogar schriftlich festgehalten worden.
Es sei aber zweitrangig, ob es sich bei einzelnen Zusagen um ein Memorandum, informelle Vereinbarungen oder ein späteres endgültiges Abkommen handle. "Es geht um Überprüfung", sagte der Vizepräsident. Die USA vertrauten nicht auf Worte, sondern auf Taten.
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Vance: Iran-Gespräche nicht so hart wie Talkshow-Auftritt
US-Vizepräsident JD Vance hat die vereinbarten Friedensgespräche mit dem Iran mit einem Talkshow-Auftritt verglichen. Vance scherzte am Donnerstag vor Journalisten im Weißen Haus, er habe "großartige Erfahrungen mit sehr feindlichen Verhandlungen" gemacht. Er sei zu Gast in der Talkshow der US-Moderatorin und Satirikerin Joy Behar gewesen, die "deutlich härter als die Iraner" sei. "Sie und ich sind jetzt beste Freunde", fügte er hinzu. Behar steht den oppositionellen Demokraten nahe und hatte Vance in ihrer Talkshow "The View" rund eine Stunde zu Streitthemen wie der Abschiebepolitik und dem Epstein-Skandal befragt. Während einer Werbepause fragte die 83-Jährige den Vizepräsidenten zudem, warum er Trump noch 2016 als "Amerikas Hitler" beschimpft habe, heute aber loyal hinter ihm stehe, wie sie danach in einem Podcast erzählte. Vance habe aber leider keine Zeit gehabt zu antworten. Kritiker werfen Vance vor, so gut wie keine Erfahrung mit internationalen Verhandlungen zu haben. Er hatte im April in Pakistan erstmals rund 21-stündige Gespräche mit iranischen Vertretern geleitet, erklärte diese danach jedoch für gescheitert. -
US-Seeblockade aufgehoben
Donnerstagabend wurde die wochenlange US-Seeblockade iranischer Häfen nach Angaben des US-Militärs aufgehoben. Die Durchfahrt von Schiffen mit Start oder Ziel im Iran werde auf Anweisung von Präsident Trump nicht mehr verhindert, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (CENTCOM) auf X mit. "Sämtliche militärischen Maßnahmen der USA zur Durchsetzung der Blockade wurden eingestellt", hieß es weiter.
Hintergrund ist das mit dem Iran geschlossene Rahmenabkommen, das unter anderem eine freie Durchfahrt durch die Straße von Hormuz vorsieht, einer für den Handel zentralen Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman. Zugleich betonte CENTCOM, dass die US-Streitkräfte weiterhin in der Region stationiert bleiben. Damit solle sichergestellt werden, "dass alle Aspekte des Abkommens eingehalten werden und uneingeschränkt gelten."
Vor knapp einer Woche hatte das US-Regionalkommando bekanntgegeben, dass seit dem 13. April - dem Beginn der US-Blockade - 139 Schiffe umgeleitet wurden. Neun weitere Schiffe wollten demnach nicht kooperieren und wurden daher "untauglich" gemacht. Schwerpunktmäßig galt die Blockade rund um die Straße von Hormuz. Doch auch weit von der Meerenge entfernt ging das US-Militär vereinzelt gegen Öltanker vor.
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Khamenei billigt Absichtserklärung mit den USA
Irans geistliches Oberhaupt Mojtaba Khamenei billigt die von den Präsidenten des Iran und der USA unterzeichnete Absichtserklärung trotz eigener Vorbehalte. Er habe Zusicherungen von Präsident Massoud Pezeshkian und anderen hochrangigen Vertretern erhalten, dass die Rechte des Iran und die Interessen der "Widerstandsfront" gewahrt blieben, erklärte Khamenei. US-Präsident Donald Trump sprach unterdessen von einem "Sieg" und wütete gegen Kritiker auch aus seiner Partei.
Die Vereinbarung sei ein "Erfolg" und sichere den Vereinigten Staaten "niedrigere Ölpreise und den Sieg", schrieb Trump am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Alles andere sei "Propaganda" der oppositionellen Demokraten. Zum Beleg verwies der Präsident auf steigende Aktienkurse. Bereits am Donnerstag hatte er Kritiker des Iran-Deals als "Dummköpfe" bezeichnet.
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Offene Fragen zum Atomprogramm
Nach Unterzeichnung des Rahmenabkommens, sind im Bezug auf das iranische Atomprogramms sind nach wie vor zentrale Fragen offen. Diese sollen bei den Gesprächen in der Schweiz geklärt werden. Als Mindestmaßnahme festgehalten ist laut einem US-Beamten in dem Rahmenabkommen bereits, dass das hochangereicherte Uran an Ort und Stelle und unter Aufsicht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) verdünnt werden soll.
Die IAEA sieht noch großen Klärungsbedarf, etwa zu den konkreten Anlagen, die von den Experten der UNO-Behörde inspiziert werden sollen. "Es ist noch ein Stück Arbeit", sagte IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi in einer Pressekonferenz. Nun sei die Zeit gekommen, um mit Vertretern der Vereinigten Staaten und des Irans konkrete weitere Schritte zu formulieren. Über Details wollte er sich vor Beginn dieser technischen Verhandlungen nicht äußern.
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Saudi-Arabien: Atomprogramm-Überwachung "wichtigste Frage"
Das wichtigste Thema bei den bevorstehenden Atomverhandlungen zwischen dem Iran und den USA ist nach Ansicht Saudi-Arabiens, wie das iranische Atomprogramm überwacht werden soll. Das sagte der saudische Außenminister, Prinz Faisal Bin Farhan Bin Abdullah Al Saud, am Mittwochabend in Wien. "Entscheidend wird sein, wie wir ein langfristiges, nachhaltiges Überprüfungssystem schaffen können. Denn genau das wird der internationalen Gemeinschaft, aber auch den Ländern der Region das größte Vertrauen und die Möglichkeit geben, in eine bessere Zukunft zu blicken."
Da er die endgültige Fassung noch nicht gesehen habe, wollte sich Prinz Faisal nicht weiter zu dem Rahmenabkommen äußern.
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Israel verhandelt mit USA über Verbleib im Südlibanon
Wenige Stunden nach der Einigung auf eine Absichtserklärung zur Beendigung des Iran-Kriegs verhandelt Israel nach Aussagen von Insidern mit den USA über einen Verbleib seiner Truppen im Südlibanon. Das sagten zwei israelische Regierungsvertreter, darunter ein enger Vertrauter von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag. Israel führe "hartnäckige Verhandlungen" mit der Regierung in Washington, sagte der hochrangige Insider.
Das Land werde von seiner Position nicht abrücken und wolle seine Soldaten in dem Gebiet südlich des Flusses Litani belassen, hieß es. Von Netanjahus Büro war zunächst keine Stellungnahme erhältlich.
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Israel: Kein Kontakt mehr mit EU-Außenbeauftragter
Der israelische Außenminister Gideon Saar bricht jeglichen Kontakt zur EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas ab. Grund dafür seien jüngste Äußerungen, in denen Kallas Israel mit dem südafrikanischen Apartheid-Regime verglichen haben soll, sagt Saar.
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Frieden zwischen USA und Iran: Österreicher sind skeptisch
Die Österreicherinnen und Österreicher sind skeptisch, was das Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran betrifft. Lediglich 22 Prozent glauben, dass dies das Ende des Krieges zwischen den beiden Staaten bedeutet. 58 Prozent sehen in den weiteren Angriffen Israels auf den Libanon eine Gefahr für den Frieden, zeigt eine Market-Umfrage.
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Ab Freitag: Gespräche in Bürgenstock-Resort in der Schweiz
Nach der Unterzeichnung des Rahmenabkommens sollen Vertreter der USA und des Iran am Freitag in der Schweiz zu ersten Gesprächen über noch offene Fragen zusammenkommen. Die Verhandlungen sollen im Bürgenstock-Resort oberhalb des Vierwaldstättersees stattfinden, wie das Schweizer Außenministerium am Donnerstag mitteilt.
Neben Vertretern aus Washington und Teheran werden zudem Gesandte der Vermittlerstaaten Pakistan und Katar sowie weiterer beteiligter Länder zu dem Treffen über die Umsetzung der Vereinbarung erwartet. Einzelheiten zum Zeitplan oder zum Ablauf der Gespräche lagen dem Ministerium zufolge zunächst nicht vor.
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Ölpreis gibt weiter nach
Die Ölpreise bewegen sich nach der Unterzeichnung des vorläufigen Abkommens zur Beendigung des Krieges zwischen den USA und Iran weiter nach unten. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich um 2,1 Prozent auf 77,86 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 2,5 Prozent schwächer bei 74,90 Dollar. Analysten sind vorsichtig hinsichtlich der Frage, wie stark die Ölpreise kurzfristig noch sinken könnten. Das Angebot auf dem Ölmarkt dürfte nach Meinung von Experten auch nach der Wiederöffnung der Straße von Hormus knapp bleiben.
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Iran wird Gebühren für Durchfahrt durch Straße von Hormus verlangen
Der Iran hat seinen Willen bekräftigt, in einem endgültigen Friedensabkommen mit den USA Gebühren für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus festzuschreiben. Nach der 60-tägigen Phase zur Aushandlung des endgültigen Friedensabkommens werde sein Land bei der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge "nicht zu den Vorkriegsbedingungen zurückkehren", sagte der iranische Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf in einem Interview im iranischen Staatsfernsehen.
"Der Iran hat das Recht auf Souveränität über die Straße von Hormus und natürlich werden wir eine Servicegebühr erhalten", sagte Ghalibaf. Zugleich betonte er, dass sein Land das Rahmenabkommen für einen Friedensschluss mit den USA als Erfolg für sich verbuche. "Die Vereinbarung ist ein Beleg für das Scheitern der USA", sagte er.
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