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Waffenruhe zwischen Israel und Libanon + US-Repräsentantenhaus will Trumps Macht einschränken

Alle aktuellen Entwicklungen im Live-Blog.
US-Präsident Donald Trump
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Iran-Krieg

  • |Amina Beganovic

    Vier Tanker mit iranischem Öl passieren Straße von Hormuz

    Vier unter iranischer Flagge fahrende Öltanker haben am Montag nach Angaben eines Schifffahrts-Monitors trotz einer US-Blockade iranischer Häfen die Straße von Hormuz passiert. Das erklärte am Donnerstag das Unternehmen Kpler, das sich auf die Überwachung des weltweiten Rohstoff- und Schiffsverkehrs spezialisiert hat und dafür Satellitenbilder auswertet. Zuletzt hatten drei weitere, mit dem Iran in Verbindung stehende Öltanker die Meerenge am 15. April durchquert.

    Bei den vier Schiffen handelte es sich den Angaben zufolge um die "Hilda I", "Amber", "Silvia 1" und "Happiness I" mit insgesamt sieben Millionen Barrel Öl an Bord. Alle Schiffe hätten ihre Ladung auf der Insel Kharg aufgenommen, die das wichtigste Ölterminal des Landes beherbergt. Über die Insel wird normalerweise 90 Prozent des iranischen Rohöls verladen. Danach seien die Tanker mit abgeschalteten Transpondern weitergefahren, erklärte Kpler.

    In vielen Fällen schlagen die Schiffe eine Route in Gebiete vor den Küsten Malaysias und Singapurs ein, wo das Öl dann auf andere Tanker verladen wird, die es zu den Endkunden bringt. Mit Hilfe dieser Praxis kann Teheran die internationalen Sanktionen umgehen.

  • |Amina Beganovic

    Trump nennt Votum für Kriegsbefugnis-Resolution "unpatriotisch"

    US-Präsident Donald Trump hat die Abstimmung im Repräsentantenhaus für eine sogenannte Kriegsbefugnis-Resolution als "unpatriotisch" bezeichnet und kritisiert, das Votum behindere die Verhandlungen mit Teheran. Die Abstimmung habe "mitten in meinen abschließenden Verhandlungen zur Beendigung des Krieges mit der Islamischen Republik Iran" stattgefunden, erklärte Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. "Wer tut so etwas Unpatriotisches? Sie wissen doch, wie der Stand der Verhandlungen ist", fügte der US-Präsident hinzu. Mit der sogenannten Kriegsbefugnis-Resolution (War Powers Resolution) wollen die oppositionellen Demokraten Trump Grenzen ziehen. Im US-Repräsentantenhaus stimmten am Mittwoch auch vier Abgeordnete aus Trumps republikanischer Partei mit den Demokraten.

    Die Resolution ist ein klarer Ausdruck für den Unmut im Kongress darüber, dass Trump den Militäreinsatz gegen den Iran Ende Februar ohne parlamentarische Zustimmung begonnen hatte. Laut US-Verfassung hat allein der Kongress "die Befugnis (...), Krieg zu erklären". Damit die Resolution in Kraft tritt, müsste allerdings auch noch der Senat zustimmen. Unabhängig von dessen Votum gilt die Entschließung als symbolisch, da Trump sie mit einem Veto stoppen könnte.

  • |Julia Deutsch

    Zeitlich begrenzte Waffenruhe?

    Es wurden zunächst keine Angaben gemacht, ob es sich bei dem neuen Bekenntnis zur Waffenruhe um eine zeitlich begrenzte Verlängerung handelte. Zuvor war die Waffenruhe jeweils befristet verlängert worden. Der libanesische Präsidenten Joseph Aoun betonte gegenüber lokalen Medien die neue Waffenruhe könnte innerhalb von 24 Stunden in Kraft treten. Voraussetzung sei, dass alle Parteien dem zugestimmt haben, ergänzte er mit Blick auf die Hisbollah.

  • |Julia Deutsch

    Khamenei warnt vor Spaltung durch den Feind

    Der oberste Führer des Iran, Mojtaba Khamenei, hat in einer Botschaft vor Versuchen von Feinden gewarnt, das Land nach deren Niederlage gegen die USA und Israel auf dem Schlachtfeld zu spalten. Er rief am Donnerstag zur nationalen Einheit auf. Jede Handlung, die Pessimismus oder Frustration in der Öffentlichkeit schaffe, helfe dem Feind, erklärte Khamenei. Seine Botschaft wurde anlässlich des Todestages des Gründers der Islamischen Republik, Ruhollah Khomeini, verlesen.

  • |Julia Deutsch

    UNIFIL-Soldat nach Angriff mit Mörsergranaten gestorben

    Ein Soldat der UNO-Friedensmission UNIFIL im Libanon ist nach UNO-Angaben einem Mörserangriff im Südlibanon gestorben. Der Soldat sei in den frühen Morgenstunden des Donnerstag seinen Verletzungen erlegen, nachdem er zunächst in ein Krankenhaus in der libanesischen Hauptstadt Beirut geflogen worden war. Der Angriff ereignete sich den Angaben am späten Mittwochabend in der Nähe des Orts Marjayoun im Südlibanon. Zwei weitere Blauhelme seien ebenfalls verletzt worden, hieß es.

    UNIFIL machte zunächst keine Angaben dazu, von welcher Seite aus der Angriff kam. Man habe eine Untersuchung zur Klärung des genauen Hergangs eingeleitet. Nach Angaben der Beobachtermission sei in Südlibanon zuletzt eine "zunehmend hohe Zahl" an Flugbahnen und Einschlägen registriert worden. Die Gewalt müsse beendet werden, forderte UNIFIL.

  • |Julia Deutsch

    Israel wird Bodentruppen im Libanon nicht abziehen

    Israel werde seine Truppen trotz der vereinbarten Waffenruhe vorerst nicht abziehen. Dies teilte der Verteidigungsminister Israel Katz am Donnerstag mit. Die israelische Armee werde in den besetzten Gebieten im Südlibanon bleiben, die als Pufferzone zum Schutz nordisraelischer Gemeinden dienen sollen.

  • |Julia Deutsch

    Netanjahu verliert im Norden Israels massiv an Rückhalt

    Israels Premier Benjamin Netanjahu verliert im Norden des Landes vor Parlamentswahlen massiv an Rückhalt. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Instituts Agam Labs an der Hebräischen Universität hervor. Viele Menschen dort fordern ein härteres Vorgehen gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz, die vom Libanon aus immer wieder Raketen auf Nordisrael abfeuert. In der Region würden derzeit nur 23 Prozent der Wähler für Netanjahus Likud-Partei stimmen.

    Bei der Wahl im Jahr 2022 waren es noch 35 Prozent.

  • |Julia Deutsch

    Mindestens neun Tote bei israelischen Angriffen in Gaza

    Bei neuen israelischen Luftangriffen in der Stadt Gaza sind am Donnerstag nach palästinensischen Angaben mindestens neun Menschen getötet worden. 15 weitere Palästinenser hätten dabei Verletzungen erlitten, berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA. Es seien insgesamt vier Wohnungen angegriffen worden. Unter den Verletzten sei ein neunjähriges Mädchen. Ein israelischer Armeesprecher sagte auf Anfrage, man prüfe die Berichte.

  • |Julia Deutsch

    Einigkeit über Waffenruhe - Dennoch Angriffe Israels

    Die staatliche, libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete am Donnerstag in der Früh von mindestens zwei Drohnenangriffen auf verschiedene Fahrzeuge im Süden des Landes. Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht. Im aktuellen Konflikt stehen einander Israel und die Schiiten-Miliz Hisbollah gegenüber. Die libanesische Regierung ist selbst keine Kriegspartei - und hat auch nur begrenzt Einfluss auf die Hisbollah, die im Libanon auch ein maßgeblicher politischer Faktor ist. Israel setzt auch seinen Bodeneinsatz im Südlibanon vorerst fort.

  • |Julia Deutsch

    Trump: USA sollen hochangereichertes Uran übernehmen

    Die USA werden nach den Worten von US-Präsident Donald Trump im Rahmen eines derzeit diskutierten Abkommens die iranischen Bestände an hochangereichertem Uran übernehmen. "Wir werden es uns in nicht allzu ferner Zukunft holen", sagte Trump. Die Uran-Vorräte Teherans sind ein Hauptstreitpunkt in den Verhandlungen über ein Kriegsende. Trump hatte sich zuvor erneut optimistisch über eine bevorstehende Einigung mit dem Iran geäußert.

  • |Julia Deutsch

    Im Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump eine Niederlage erlitten: Das US-Repräsentantenhaus beschloss am Mittwoch mehrheitlich eine sogenannte Kriegsbefugnis-Resolution, die Trumps Macht einschränken und den Krieg beenden soll. 

  • |Julia Deutsch

    Acht Tote bei neuen israelischen Angriffen

    Bei neuen israelischen Angriffen auf den Gazastreifen sind nach Zivilschutz-Angaben am Donnerstag mindestens acht Menschen getötet worden. Die israelische Luftwaffe habe im Morgengrauen mehrmals Gaza-Stadt angegriffen, sagte Zivilschutzsprecher Mahmud Bassal der Nachrichtenagentur AFP. Es habe mindestens acht Todesopfer gegeben. Nach Krankenhausangaben wurden zudem mindestens 15 Menschen verletzt.

  • |Julia Deutsch

    USA: Israel und Libanon über Waffenruhe einig

    Der Libanon und Israel haben sich auf die Umsetzung der Waffenruhe geeinigt. Voraussetzung dafür sei, dass die pro-iranische Hisbollah-Miliz das Feuer auf Israel vollständig einstelle und sich aus dem Gebiet südlich des Litani-Flusses zurückziehe, geht aus einer gemeinsamen Erklärung hervor, die das US-Außenministerium nach Verhandlungen in Washington veröffentlichte.

    Beide Seiten einigten sich unter der US-Leitung außerdem darauf, die Einrichtung sogenannter Pilotzonen zügig voranzutreiben, in denen die libanesische Armee die ausschließliche Kontrolle über das Gebiet übernimmt und nicht-staatliche Akteure ausgeschlossen werden, hieß es weiter. Diese Schritte würden Fortschritte auf dem Weg zu einem umfassenden Friedens- und Sicherheitsabkommen ermöglichen. In der Woche vom 22. Juni wollen beide Seiten die direkten Gespräche fortsetzen, um ein solches Abkommen zu erzielen. Alle beteiligten Parteien verurteilen der Erklärung zufolge zudem die iranischen Angriffe in der Region.

  • |Stefan Berndl

    Trump: Gespräche könnten am Wochenende erfolgreich enden

    US-Präsident Donald Trump hat sich erneut optimistisch über eine bevorstehende Einigung mit dem Iran geäußert. Er sagte am Mittwoch in Washington, die Verhandlungen liefen "sehr gut" und womöglich gebe es eine Einigung am Wochenende. Trump widersprach damit Äußerungen des iranischen Außenministers Abbas Araqchi. Dieser hatte erklärt, es gebe "keine greifbaren Fortschritte", die Gesprächskanäle nach Washington seien aber weiterhin offen.

    Zur Bedingung für weitere Gespräche machte der Iran erneut, dass Israel seine Angriffe auf die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon einstelle. Trump sagte dazu, er würde das Thema Libanon gerne "getrennt" behandeln.

  • |Stefan Berndl

    Iran: Kontakte zu USA nicht abgerissen, aber keine Fortschritte

    Der iranische Außenminister Abbas Araqchi sagte am Mittwoch in einem Interview mit dem libanesischen Sender Al Mayadeen, dass die Kontakte zwischen Teheran und Washington zwar nicht abgerissen seien, es jedoch keine Fortschritte bei den Verhandlungen gebe. Beide Seiten prüften derzeit ausgetauschte Entwürfe. Zudem warnte der Minister: Sollte Israel die libanesische Hauptstadt Beirut angreifen, werde der Iran entschlossen reagieren.

  • |Stefan Berndl

    Trump: Hitziger Wortwechsel mit Netanjahu

    US-Präsident Donald Trump hat Berichte über einen hitzigen Wortwechsel mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu angesichts dessen Libanon-Strategie bestätigt. Gegenüber der "New York Post" räumte Trump am Mittwoch ein, dass er seinen engen Verbündeten in einem am Montag geführten Telefonat massiv beschimpft habe. Unter anderem soll er Netanyahu an den Kopf geworfen haben: "Du bist völlig verrückt. Du wärst im Gefängnis, wenn es mich nicht gäbe."

    Auf die Frage, ob er in diesem Ton mit Netanjahu gesprochen habe, antwortete der US-Präsident in dem "New York Post"-Interview: "Ja, das habe ich." Er sei "ein wenig verärgert" darüber gewesen, dass sich Netanjahu "ständig mit dem Libanon anlegt", führte Trump aus. "Ich habe ihm gesagt: 'Bibi, wir müssen damit aufhören.'"

  • |Diana Dauer

    Kuwait weist iranische Diplomaten nach jüngsten Angriffen aus

    Kuwait hat als Reaktion auf die jüngsten iranischen Angriffe auf sein Staatsgebiet zwei iranische Diplomaten zu unerwünschten Personen erklärt und deren Ausreise binnen 24 Stunden angeordnet. Zudem werde die Zahl der Mitarbeiter der iranischen Botschaft im Emirat reduziert, teilte das kuwaitische Außenministerium am Mittwoch auf der Plattform X mit.

    Demnach wurde der kommissarische Geschäftsträger der iranischen Botschaft in Kuwait ins Außenministerium einbestellt. Dort übergab ihm die Regierung eine formelle Protestnote gegen die nach kuwaitischer Darstellung anhaltenden iranischen Angriffe.

  • |Diana Dauer

    Trump stellt Treffen mit Irans obersten Führer Khamenei in Aussicht

    US-Präsident Donald Trump zufolge hat der Iran einem Verzicht auf Atomwaffen zugestimmt. Zudem stellte Trump ein Treffen mit dem geistlichen Oberhaupt der Islamischen Republik, Mojtaba Khamenei, in Aussicht, sollten die Verhandlungen erfolgreich verlaufen. "Sie haben bereits zugestimmt, dass sie keine Atomwaffen besitzen werden", sagte Trump in einem am Mittwoch ausgestrahlten Interview im Podcast "Pod Force One".

    Die Führung in Teheran hat allerdings stets betont, dass ihr umstrittenes Nuklearprogramm ausschließlich zivilen Zielen diene. Khamenei sei absolut in die Gespräche über ein Ende der Feindseligkeiten eingebunden, sagte Trump weiter. Er habe gehört, dass es dem iranischen Revolutionsführer gesundheitlich nicht gut gehe, dieser die Verhandlungen jedoch unterstütze. Er selbst habe Khamenei noch nicht getroffen, würde dies jedoch gerne tun. Ein Treffen werde wahrscheinlich später stattfinden, wenn sich die Lage entsprechend entwickle.

    Trump bezeichnete den Iran-Krieg als Erfolg, da die Streitkräfte des Golfstaates besiegt worden seien. Der Konflikt hatte am 28. Februar mit US-israelischen Angriffen begonnen. Er hat die weltweiten Energiemärkte durcheinandergebracht und gilt in den USA wenige Monate vor den Kongresswahlen im November als unpopulär. "Wir arbeiten an einem Abkommen", sagte Trump. Sollte dies nicht gelingen, werde man einen anderen Weg einschlagen. In der Vergangenheit hatte der US-Präsident für diesen Fall mit neuen Angriffen gedroht.

  • |Manuel Simbürger

    Mindestens 1 Toter bei Angriff auf Kuwaiter Flughafen

    Beim iranischen Drohnenangriff wurde auch der Flughafen in Kuwait beschädigt. Mindestens eine Person kam dabei ums Leben, mehrere wurden verletzt.

  • |Manuel Simbürger

    USA & Iran: Eines der schwersten Feuergefechte seit Beginn der Waffenruhe

    Die USA und der Iran haben sich eines der schwersten Feuergefechte seit Beginn der Waffenruhe geliefert. Irans Revolutionsgarden feuerten in der Nacht ballistische Raketen und Drohnen auf die benachbarten Golfstaaten Kuwait und Bahrain, das US-Militär wiederum griff eine iranische Militäreinrichtung auf der Insel Qeshm in der Straße von Hormus an.

  • |Manuel Simbürger

    Netanyahu: Werden Irans Führung beim Verschwinden helfen

    Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hält an dem Ziel fest, die iranische Regierung stürzen zu wollen. Die Führung in Teheran sei "dazu bestimmt, aus der Welt zu verschwinden", sagte er bei einer Zeremonie zum Amtsantritt des neuen Leiters des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad, Roman Gofman. "Und wir werden ihr dabei helfen, dieses Ziel zu erreichen." Einzelheiten dazu, wie genau dies gelingen soll, ließ er offen.

    Zu Beginn des Kriegs hatte US-Präsident Donald Trump die iranische Bevölkerung ermutigt, ihre Führung zu stürzen. Später äußerte er sich zu dem Thema nicht mehr. Auch Netanyahu forderte die Menschen im Iran mehrfach dazu auf, sich gegen ihre Regierung aufzulehnen. Beobachter in Israel mutmaßten, Israel sei der Sturz der Führung in Teheran wichtiger als den USA. Seit einiger Zeit, vor allem seit Beginn der Waffenruhe am 8. April, erwähnte Netanyahu einen Machtwechsel im Iran dann auch nicht mehr.

    Iran-Experten sind skeptisch, ob die iranische Führung während des Kriegs gestürzt werden kann. Als Gründe führen sie an, dass die iranische Opposition nicht geeint sei. Es sei auch nicht zu erkennen, dass die Elite oder die Revolutionsgarden gespalten seien.

  • |Manuel Simbürger

    Irak sucht neue Öl-Exportwege

    Angesichts der Sperrung der Straße von Hormus will der Irak seine Rohölexporte per Pipeline und Lastwagen massiv ausweiten. Die Ausfuhren durch Pipelines sollen in den kommenden zweieinhalb Monaten von 220.000 auf 770.000 Barrel pro Tag steigen, teilte die Regierung mit. Zudem seien Lieferungen per Lkw in Nachbarländer im Umfang von 420.000 Barrel pro Tag geplant.

    Das Kabinett billigt dafür ein Abkommen mit Syrien, um Rohöl über die Mittelmeerhäfen Banijas und Tartus zu verschiffen.

  • |Anna Perazzolo

    Gespräche mit Teheran laufen laut Trump weiter

     US-Präsident Donald Trump bekräftigt ungeachtet gegenteiliger Aussagen aus dem Iran, dass die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran weiter andauern. "Fake-News-Berichte, wonach die Islamische Republik Iran und die USA vor einigen Tagen die Gespräche eingestellt hätten, sind falsch und irreführend", schrieb er auf Truth Social. "Die Gespräche zwischen uns laufen ununterbrochen weiter, auch vor vier Tagen, vor drei Tagen, vor zwei Tagen, vor einem Tag und heute." 

    "Wohin sie führen, weiß man nie", schrieb Trump weiter.

    Vor Trumps Post hatte die iranische Nachrichtenagentur Fars, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, berichtet, seit mehreren Tagen fänden keine Gespräche mehr zwischen Teheran und Washington statt. Bereits am Montag hatte die iranische Agentur Tasnim ähnlich berichtet.

  • |Michael Pekovics

    Teheran bereitet Beisetzung von Khamenei vor

    Mehr als drei Monate nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ayatollah Ali Khamenei gibt es erstmals Äußerungen zu seinem geplanten Begräbnis. Die Beerdigung sei für den Beginn des islamischen Trauermonats Muharram geplant, sagte der stellvertretende Teheraner Bürgermeister Mohammad Amin Tavakolizadeh, wie iranische Medien berichteten. Ein Datum wäre somit ab Mitte Juni möglich.

    Die Trauerfeiern sollen offiziell in der iranischen Hauptstadt Teheran, der Pilgerstadt Qom sowie Khameneis Heimatort Mashhad abgehalten werden. In dem zentralen religiösen Zentrum Mashhads, dem Imam-Reza-Mausoleum, soll der frühere Religionsführer beigesetzt werden. In Teheran bereiten sich die Behörden auf Versammlungen von bis zu 20 Millionen Menschen vor.

    Khamenei war am 28. Februar, dem ersten Tag des Kriegs, bei einem israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Teheran getötet worden. Lange blieb unklar, wann der oberste Führer, der den Iran jahrzehntelang mit harter Hand regiert hatte, beigesetzt werden soll. Auch aus Sicherheitsgründen waren zunächst keine großen Trauerfeierlichkeiten geplant, bei denen hochrangige Vertreter aus Politik und Militär erwartet werden.

  • |Michael Pekovics

    Iranischer Armeevertreter: Wiederaufnahme des Krieges mit USA „unvermeidlich“

    Der ranghohe iranische Armeevertreter Mohammad Jafar Asadi bezeichnete am Dienstag eine Wiederaufnahme des Krieges mit den USA als „unvermeidlich“. „Die USA verlangen unsere vollständige Kapitulation, und die iranische Nation wird niemals kapitulieren“, zitierte der Staatssender IRIB den stellvertretenden Chef des zentralen iranischen Militärkommandos Chamat al-Anbija am Dienstag. „Ohne Kapitulation ist der Krieg unvermeidlich“, fügte Asadi laut IRIB hinzu.

  • |Karoline Krause-Sandner

    Zusätzliches Sicherheitspersonal bei Irans WM-Spielen

    Die Sicherheitsbehörden in Los Angeles bereiten sich auf erhöhte Sicherheitsrisiken bei den Spielen der iranischen Nationalmannschaft während der Fußball-WM 2026 vor. 

    Hintergrund ist der Krieg zwischen Iran und den USA, der die Austragung der Spiele auf amerikanischem Boden besonders sensibel macht. Der Sheriff von Los Angeles County, Robert Luna, bestätigte, dass für die Iran‑Spiele im SoFi Stadium in Inglewood sowie weitere Partien zusätzliches Sicherheitspersonal, verstärkte Überwachung und umfassende Notfallpläne eingeplant werden. Behörden rechnen mit möglichen Protesten, politischen Demonstrationen oder anderen sicherheitsrelevanten Vorfällen rund um Stadien und Fan‑Zonen.

  • |Karl Peternel-Oberascher

    Israel meldet Beschuss trotz von Trump verkündeter Einigung

    Trotz einer von US-Präsident Donald Trump verkündeten Einigung ist Israel laut der Armee vom Libanon aus beschossen worden. Es seien Dienstag früh zwei auf den Norden Israels gerichtete Geschosse abgefangen worden, erklärten Israels Streitkräfte. Libanesische Medien hatten kurz zuvor von neuen israelischen Angriffen im Südlibanon berichtet. Die pro-iranische Hisbollah-Miliz erklärte ihrerseits, sie habe am späten Montagabend im Südlibanon israelische Soldaten angegriffen.

    Nur wenige Stunden zuvor hatte Trump erklärt, er habe den israelischen Regierungschef Benjamin Netanyahu und die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon zu einer Deeskalation bewegt. Es würden "keine (israelischen) Truppen nach Beirut entsandt, und alle Truppen, die bereits unterwegs sind, wurden bereits zurückbeordert", schrieb Trump nach einem seinen Angaben zufolge "sehr produktiven" Telefonat mit Netanyahu.
     

  • |Karl Peternel-Oberascher

    Trump will Libanon-Konflikt entschärfen - Iran droht mit Gesprächsende

    US-Präsident Donald Trump war am Montag deutlich um Deeskalation bemüht, nachdem der Iran angesichts der Angriffe Israels auf den Libanon mit einem Abbruch der Verhandlungen mit den USA über ein Ende des Iran-Kriegs gedroht hatte. 

    Trump sagte dem US-Sender ABC nach dessen Angaben in einem Telefon-Interview, er denke, dass er "nächste Woche" eine Einigung mit dem Iran über eine Verlängerung der Waffenruhe und die Wiedereröffnung der Straße von Hormuz erzielen werde. 

    Wegen Israels Eskalation im Libanon soll Trump Netanyahu am Montag in einem mit Schimpfwörtern gespickten Telefonat scharf angegangen haben, berichtete das US-Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf zwei US-Beamte und eine dritte mit dem Gespräch vertraute Quelle. 

  • |Patrick Resch

    Libanon und Israel setzen Gespräche in Washington fort

    Inmitten der sich zuspitzenden Lage zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah im Libanon kommen israelische und libanesische Regierungsvertreter am Dienstag und Mittwoch zu weiteren direkten politischen Gesprächen zusammen. Es ist die vierte derartige Gesprächsrunde. Sie sollen früheren Angaben zufolge wie die vorigen Verhandlungen auch in der US-Hauptstadt Washington abgehalten werden. Die Lage zwischen Israel und der Hisbollah hatte sich zuletzt deutlich zugespitzt.

  • |Patrick Resch

    Trump widerspricht iranischen Angaben

    US-Präsident Donald Trump hat Angaben aus dem Iran widersprochen, die Verhandlungen über ein Ende des Krieges in der Golfregion seien ausgesetzt. "Die Gespräche mit der Islamischen Republik Iran gehen in raschem Tempo weiter", so Trump am Montag auf Truth Social. Israel und die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon hätten ihm auch ein Ende der gegenseitigen Angriffe zugesagt. 

  • |Patrick Resch

    Iran fordert Menschen in Nordisrael zur Flucht auf

    Der Iran warnt Israel vor Angriffen auf Vororte von Libanons Hauptstadt Beirut. Das iranische Militärhauptquartier Khatam al-Anbiya forderte die Bewohner von Israels Norden im Staatssender IRIB zur Flucht auf, "um keinen Schaden zu nehmen", falls Israel tatsächlich Beirut angreifen sollte. Zuvor hatte ein Sprecher der iranischen Streitkräfte im Staatssender gesagt, für den Iran sei Israels Krieg im Libanon gegen die proiranische Hisbollah-Miliz nicht länger hinnehmbar.

    Er sprach eine Warnung für Israel und "seine westlichen Unterstützer" aus. Das israelische Militär hatte die Bewohner der südlichen Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut zur Flucht aufgerufen. Eine Waffenruhe im Libanon gilt als Teil der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Zuletzt hatte der iranische Außenminister Abbas Araqchi auf X bekräftigt, dass aus iranischer Sicht die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran den Libanon einschließe.

  • |Patrick Resch

    Iranische Revolutionsgarden drohen mit "neuen Fronten"

    Die iranischen Revolutionsgarden drohten iranischen Staatsmedien zufolge mit der Eröffnung "neuer Fronten" im Iran-Krieg. "Der Iran betrachtet das Überschreiten der roten Linien im Libanon und im Gazastreifen als direkten Krieg", zitierte das iranische Staatsfernsehen am Montag den Geheimdienst der Revolutionsgarden. Die Revolutionsgarden seien "entschlossen, defensive Einsätze auszuführen" und "neue Fronten" zu eröffnen.

    Mohsen Resaee, ein militärischer Berater des Obersten Führers des Iran, Ayatollah Mojaba Khamenei, erklärte im Onlinedienst X: "Die Geduld der iranischen Streitkräfte hat ihre Grenzen." Er fügte hinzu, dass "die Eskalation der Spannungen im Libanon nicht toleriert" werde.

    Tasnim zufolge haben der Iran und die mit ihm verbündete sogenannte Widerstandsfront - zu der schiitische Gruppen im Jemen, im Libanon und im Irak gehören - zudem Pläne ausgearbeitet, um die für den Welthandel wichtige Straße von Hormuz vollständig zu blockieren und eine weitere Front an der Meerenge Bab al-Mandab vor der Küste des Jemen zu eröffnen. Damit sollten Israel und dessen Unterstützer bestraft werden. Über die Meerenge läuft ein Großteil des Schiffsverkehrs in Richtung Suezkanal.

  • |Patrick Resch

    Tote und Schäden nach Angriff nahe einem Krankenhaus

    Am Montag wurden bei einem israelischen Luftangriff nahe einem Krankenhaus in der Küstenstadt Tyrus nach libanesischen Angaben mindestens zwei Menschen getötet. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete, dass nach einer ersten Zählung 23 Personen verletzt worden seien. Der Strom auf der Intensivstation sei infolge des Angriffs ausgefallen.

    Auf Bildern in sozialen Medien war zu sehen, wie die Räume des Krankenhauses zum Teil komplett verwüstet wurden. Lokale Medien berichteten, es seien massive Schäden entstanden. Die Kühlräume der Halle, in denen sich Leichen der im Konflikt Getöteten befanden, seien zertrümmert. Das gegenüber dem Krankenhaus gelegene Gebäude wurde Berichten zufolge von drei Raketen getroffen und dadurch nahezu komplett zerstört. Die israelische Armee äußerte sich zunächst nicht.

  • |Patrick Resch

    Explosion auf Frachtschiff nahe Irak

    Ein Frachtschiff ist im Persischen Golf südöstlich des irakischen Hafens Umm Kasr von einem unbekannten Geschoss getroffen worden. Wie die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt UKMTO mitteilte, wurde das Schiff während der Durchfahrt durch den Golf von einem bisher nicht identifizierten Projektil getroffen. Dadurch kam es zu einer größeren Explosion an Bord.

    Hinweise auf Umweltschäden lägen bisher nicht vor. Die zuständigen Behörden hätten Ermittlungen zur Ursache und den Hintergründen des Vorfalls aufgenommen. Die irakischen Behörden äußerten sich zunächst nicht. Genauere Angaben zum Ursprung des Projektils lagen zunächst nicht vor.

  • |Adisa Beganović

    Iranische Agentur: Teheran setzt Verhandlungen mit USA aus

    Teheran hat nach iranischen Agenturangaben die indirekten Verhandlungen mit den USA über ein Ende des Krieges in der Golfregion ausgesetzt. Die Entscheidung sei wegen der "anhaltenden Verbrechen" Israels im Libanon getroffen worden, meldete die Agentur Tasnim am Montag. "Das iranische Verhandlungsteam setzt daher den Dialog und den Austausch von Mitteilungen über Vermittler aus."

  • |Adisa Beganović

    Netanjahu ordnet Angriffe auf Hisbollah-Hochburg bei Beirut an

    Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu weist das Militär an, Ziele in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut anzugreifen. Dies teilt Netanjahu in einer Erklärung mit. Bei dem Gebiet handelt es sich um die Hisbollah-Hochburg Dahija. 

  • |Adisa Beganović

    Iran macht USA und Israel für stockende Verhandlungen verantwortlich

    Der Iran macht tiefes Misstrauen, widersprüchliche Positionen der USA und die israelischen Angriffe im Libanon für die Verzögerungen bei den Friedensgesprächen verantwortlich. Die Verhandlungen hätten in einer Atmosphäre des großen Misstrauens begonnen, sagt der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei. Die US-Seite ändere ständig ihre Ansichten und stelle neue Forderungen. Zudem betrachte Teheran das Vorgehen Israels in der Region als untrennbar mit den USA verbunden. 

  • |Josef Siffert

    Ölpreise wieder höher

    Die Ölpreise haben zum Wochenstart wieder zugelegt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der globalen Referenzsorte Brent zur Lieferung im August legte zuletzt 2,51 Prozent auf 93,38 US-Dollar (80,20 Euro) zu. Am Freitag hatten die Notierungen noch deutlich nachgegeben, als Berichte über Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran die Runde gemacht hatten.

    Der Optimismus hat sich nun wieder etwas gelegt. Die USA und der Iran sollen am Wochenende Nachrichten über Änderungswünsche an einem Entwurf ausgetauscht haben, der eine Verlängerung der Waffenruhe und die Öffnung der Straße von Hormus vorsieht. Ob es dabei Fortschritte gibt, ist unklar.

  • |Josef Siffert

    Trump: "Lehnen Sie sich zurück"

    US-Präsident Donald Trump beschwert sich über eine nach seiner Ansicht übermäßige Kommentierung seiner Verhandlungen mit dem Iran. "Es ist VIEL schwieriger für mich, meine Arbeit richtig zu machen und zu verhandeln, wenn politische Wichtigtuer in einem noch nie dagewesenen Ausmaß immer wieder negativ 'dazwischenreden', dass ich schneller oder langsamer vorgehen, in den Krieg ziehen oder nicht in den Krieg ziehen sollte, oder was auch immer", schreibt Trump auf der Plattform Truth Social. 

    "Lehnen Sie sich einfach zurück und entspannen Sie sich, am Ende wird alles gut." Z

  • |Josef Siffert

    Trump: Iran will Abkommen

    US-Präsident Donald Trump sagte am Montag, dass der Iran wirklich ein Abkommen mit den USA schließen wolle und dass es ein gutes für Washington und seine Verbündeten wäre. "Der Iran möchte wirklich ein Abkommen schließen, und es wird ein gutes für die USA und alle, die an unserer Seite stehen, sein", schrieb Trump auf Truth Social.

  • |Josef Siffert

    Israel-Libanon: Neuer Anlauf für Waffenruhe

    Die USA unternehmen einem Insider aus US-Regierungskreisen zufolge einen neuen Anlauf für eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Libanon. Die Hisbollah-Miliz solle alle Angriffe auf Israel einstellen und im Gegenzug müsse Israel auf eine Eskalation in Beirut verzichten, sagte ein US-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. US-Außenminister Marco Rubio spreche über diesen Plan bereits mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Während Aoun versuche, den Vorschlag voranzutreiben, fordert der libanesische Parlamentspräsident Nabih Berri dem Insider zufolge, dass Israel zuerst das Feuer einstellt.

  • |Josef Siffert

    Kuwait: Raketen- und Drohnenangriffe abgefangen

    Wie die staatliche Nachrichtenagentur Kuna meldete, hat die kuwaitische Luftabwehr Raketen- und Drohnenangriffe abgefangen. Im ganzen Land heulten demnach die Sirenen. Weitere Details nannte die Agentur zunächst nicht.

  • |Josef Siffert

    USA und Iran melden erneut gegenseitige Angriffe

    Das US-Militär hat nach eigenen Angaben am Wochenende iranische Radar- und Drohnen-Kommandozentralen in Goruk und auf der Insel Keschm angegriffen. Die Angriffe seien eine Reaktion auf aggressive Handlungen des Iran gewesen, darunter der Abschuss einer US-Drohne vom Typ MQ-1 über internationalen Gewässern, teilt das US-Zentralkommando (Centcom) mit. US-Kampfflugzeuge hätten demnach die Luftabwehr, eine Bodenkontrollstation und zwei Drohnen zerstört. US-Soldaten seien nicht zu Schaden gekommen.

    Unterdessen erklären die iranischen Revolutionsgarden iranischen Medien zufolge, sie hätten einen Luftwaffenstützpunkt ins Visier genommen. Dieser sei von den USA für einen Angriff auf einen Telekommunikationsturm auf der Insel Sirik im Süden des Iran genutzt worden.

  • |Julia Deutsch

    Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats

    Im Hinblick auf die Ausweitung der israelischen Militäreinsätze forderte Frankreich eine Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats. "Nichts kann die Fortsetzung der israelischen Militäroperationen im Libanon und eine immer tiefere Besetzung libanesischen Territoriums rechtfertigen", sagte Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot dem Sender BFMTV. Die Sitzung könnte laut AFP-Informationen am Montag stattfinden.

  • |Julia Deutsch

    Angreifer raste im Westjordanland in israelische Zivilisten

    An einer Kreuzung im Westjordanland ist ein Angreifer mit einem Auto in eine Gruppe israelischer Zivilisten gerast und hat dabei zwei Mädchen im Alter von 15 und 17 Jahren verletzt. Das erklärte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom am Sonntag. Eines der Mädchen habe schwere Verletzungen erlitten. Die beiden Jugendlichen wurden demnach in ein Krankenhaus nach Jerusalem gebracht. Der mutmaßliche Angreifer wurde laut israelischer Armee von einem Soldaten getötet.

    Zur Identität des Angreifers machte die Armee zunächst keine Angaben.

  • |Julia Deutsch

    Netanjahu ordnet Ausweitung der Bodenoffensive an

    Netanjahu erklärte, er habe das Militär angewiesen, das Bodenmanöver auszuweiten, um den Druck auf die ehemals von der pro-iranischen Hisbollah-Miliz beherrschten Gebiete zu erhöhen. Im Hinblick auf die Ausweitung der israelischen Militäreinsätze forderte Frankreich eine Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats. "Nichts kann die Fortsetzung der israelischen Militäroperationen im Libanon und eine immer tiefere Besetzung libanesischen Territoriums rechtfertigen", sagte Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot dem Sender BFMTV am Sonntag.
  • |Julia Deutsch

    Behörden schließen Café in Teheran wegen "Satanismus"

    Iranische Behörden haben laut Medienberichten ein Café im Zentrum Teherans wegen der Förderung "satanistischer" Aktivitäten geschlossen. Das Lokal an der bekannten Valiasr-Straße habe Veranstaltungen mit Musik westlichen Stils organisiert, die einen Rahmen für "abnormes Verhalten" geboten hätten. Darüber berichtete die Nachrichtenagentur Fars am Sonntag. Im Iran kann Tanzen als "unanständige" Handlung bestraft werden, Musik unterliegt strengen Zensurregeln.

    Die Polizei habe Gästen des Cafés "satanistische Bewegungen" vorgeworfen, wie die Nachrichtenagentur Mehr berichtete. Ein von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreitetes Video ohne Ton zeigte einen voll besetzten Raum, in dem Musiker Gitarre spielen, während einige Gäste offenbar im Takt der Musik mit dem Kopf nicken.

  • |Manuel Simbürger

    Israel weitet Militäroffensive im Südlibanon aus und ruft erneut zur Evakuierung auf

    Verteidigungsminister Katz sagte, die israelische Armee habe unter Führung von Regierungschef Benjamin Netanyahu "ihren Einsatz im Libanon ausgeweitet, den Fluss Litani überquert und die Beaufort-Höhe eingenommen". Dies diene der Verteidigung der Ortschaften in Galiläa im Norden Israels und der Sicherheit israelischer Soldaten.

    Zugleich rief die israelische Armee die Bewohner aller libanesischen Gebiete südlich des Flusses Sahrani dazu auf, sich in Sicherheit zu bringen.

  • |Manuel Simbürger

    Israel meldet Einnahme der Burg Beaufort im Südlibanon

    Israel hat nach eigenen Angaben im Zuge seiner Bodenoffensive gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Süden des Libanon die Burg Beaufort eingenommen. Israelische Soldaten seien "auf den Gipfel von Beaufort zurückgekehrt und haben dort erneut die israelische Flagge gehisst", erklärte Verteidigungsminister Israel Katz am Sonntag. Zugleich riefen die israelischen Streitkräfte zur Evakuierung sämtlicher libanesischer Gebiete südlich des Flusses Sahrani auf.

    Bei der Einnahme von Beaufort handle es sich trotz einer vor mehr als sechs Wochen vereinbarten Waffenruhe um einen bedeutenden Vorstoß gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz. Allerdings sei bei den Kämpfen ein israelischer Soldat getötet worden, wie das Militär am Sonntag mitteilte. Ziel der Offensive sei es, die Kontrolle über die Beaufort-Hügelkette und das Gebiet Wadi al-Saluki zu sichern, sowie die dortige Infrastruktur der Hisbollah zu zerstören. Die Stellung sei den Streitkräften zufolge unter iranischer Anleitung aufgebaut worden. Von dort aus hätte die Hisbollah Hunderte Geschosse gegen Israel abgefeuert. Zudem erfolgte laut dem Militär ein Einsatz israelischer Truppen nahe der Hisbollah-Hochburg Nabatieh.

    Israeli soldiers operate at Beaufort Ridge in southern Lebanon
  • |Manuel Simbürger

    Iran pocht auf Freigabe eingefrorener Auslandsvermögen

    Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete am Freitag, der Iran habe wiederholt betont, dass vor jeder Einigung zunächst der Status der eingefrorenen iranischen Vermögenswerte geklärt werden müsse. Auch die Nachrichtenagentur Fars schrieb, Trump habe ignoriert, dass unmittelbar nach Unterzeichnung einer vorläufigen Einigung zwölf Milliarden US-Dollar (10,31 Mrd. Euro) auf eingefrorenen iranischen Auslandskonten freigegeben werden müssten. Damit widersprach sie Aussagen des US-Präsidenten zum Rahmenabkommen.

    Ohne diese Freigabe werde der Iran nicht in die nächste Verhandlungsphase eintreten, hieß es bei Fars. Von US-Seite gab es bisher keine Details diesbezüglich. Ob die USA hier mitgehen, ist also offen. Dem Iran Zugang zu diesem Geld zu gewähren, insbesondere bevor ein umfangreiches Abkommen abgeschlossen sei, wäre für Trump eine bittere Pille, schrieb die "New York Times" jüngst. Auch weil Trump wiederholt den früheren US-Präsidenten Barack Obama für Sanktionslockerungen und die Freigabe von Zahlungen an den Iran im Rahmen des unter ihm verhandelten Wiener Atomabkommens von 2015 kritisiert hatte.

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