IWF-Chefin: Krieg wird Preise hochtreiben + Israel wehrt iranische Raketen ab
- Israel und die USA haben Ende Februar mit Militärschlägen gegen den Iran begonnen. Dabei wurden prominente Köpfe des Regimes getötet: etwa der Oberste Führer Ali Khamenei, Sicherheitschef Larijani, der iranische Geheimdienstminister Ismail Chatib und der Sprecher der Revolutionsgarden. Am Ostermontag wurde auch der Geheimdienstchef der Revolutionsgarden getötet.
- US-Präsident Donald Trump erwägt nach eigenen Worten ernsthaft einen Austritt der USA aus der NATO - Grund sei die mangelnde Unterstützung der Verbündeten für den US-Militäreinsatz gegen den Iran.
- In der syrischen Hauptstadt Damaskus und dem Umland sind Explosionen zu hören. Sie werden durch das israelische Abfangen iranischer Raketen verursacht.
- Trump gab dem Iran ein Ultimatum bis Dienstag, die Durchfahrt durch die Meerenge Hormus wieder zu gewähren. Sonst werde die "Hölle losbrechen". Der Iran antwortete am Montag und wies den Waffenruhe-Vorschlag zurück.
- Der Iran kündigte an, die Straße von Hormus erst nach Reparationszahlungen der USA für die verursachten Kriegsschäden öffnen zu wollen.
- Der UN-Sicherheitsrat soll am heutigen Dienstag (17 Uhr) voraussichtlich über einen Resolutionsentwurf von Bahrain zum Schutz der Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus abstimmen. Betroffene Staaten werden aufgefordert, ihre defensiven Maßnahmen zu koordinieren, um zur Sicherheit der Schifffahrt beizutragen.
- Der Iran-Krieg verursacht hohe Giftstoffmengen. Das Grund- und Trinkwasser sind langfristig gefährdet.
- Am Freitag konnte der Iran ein US-Kampfflugzeug des Typ F-15 abschießen. Der Co-Pilot konnte erst 24 Stunden später in einer spektakulären Aktion des US-Militärs hinter feindlichen Linien gerettet werden. Seitdem versuchen beide Seiten die Aktion als ihren Erfolg zu verkaufen.
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Iran-Krieg
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Trump: Fehlende NATO-Hilfe wird ewiger Makel sein
Wenige Tage vor einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte hat US-Präsident Donald Trump seine Kritik am Bündnis bekräftigt. "Ich glaube, das ist ein Makel für die NATO, der niemals verschwinden wird", sagte er bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus mit Blick auf die Haltung der Partner zum Iran-Krieg. Er warf Verbündeten vor, zu spät Unterstützung in Aussicht gestellt zu haben. "Ich brauche keine Hilfe, nachdem wir gewonnen haben", sagte er weiter.
Der Republikaner hatte die NATO-Alliierten kurz nach Beginn des Krieges mit dem Iran gedrängt, den USA bei der Sicherung der Straße von Hormuz zu Hilfe zu kommen. Damit sollte der freie Warenhandel auf der für den globalen Öltransport wichtigen Schiffsroute gewährleistet werden. Wegen des Krieges ist die Straße faktisch fast vollständig blockiert, das hat dramatische Folgen für die Ölpreise.
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Ölpreise am Dienstag weiter gestiegen
Die Ölpreise sind am Dienstag vor dem Ablauf eines weiteren Ultimatums von US-Präsident Donald Trump im Iran-Krieg weiter gestiegen. Der Preis für ein Fass (159 Liter) Öl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni stieg im frühen Handel um 1,2 Prozent auf 111,11 US-Dollar (96,41 Euro). Damit näherte sich der Juni-Terminkontrakt wieder dem Hoch aus dem März von etwas mehr als 112 Dollar.
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Israel warnt Menschen im Iran vor Zugfahrten
Das israelische Militär fordert die Menschen im Iran unterdessen auf, keine Züge zu benutzen und sich nicht in der Nähe von Bahnstrecken aufzuhalten. "Zu Ihrer eigenen Sicherheit bitten wir Sie höflich, ab sofort bis 21.00 Uhr iranischer Zeit auf die Nutzung von Zügen und Zugfahrten im gesamten Iran zu verzichten", teilte das Militär in persisch auf X mit. "Ihre Anwesenheit in Zügen und in der Nähe von Bahnstrecken gefährdet Ihr Leben."
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UN-Sicherheitsrat stimmt über Resolution zur Hormus-Straße ab
Der UN-Sicherheitsrat soll heute (17.00 Uhr MESZ) voraussichtlich über einen Resolutionsentwurf von Bahrain zum Schutz der Handelsschifffahrt in der Straße von Hormuz abstimmen. In dem Entwurf werden betroffene Staaten dazu aufgefordert, ihre defensiven Maßnahmen zu koordinieren, um zur Sicherheit der Schifffahrt beizutragen, wie es von Diplomaten hieß. Dafür soll der Iran seine Angriffe auf Handels- und Frachtschiffe einstellen.
Um den Resolutionstext war tagelang im Hintergrund gerungen worden. In einer vorangegangenen Version des Dokuments wurde etwa explizit auf Kapitel 7 der Charta der Vereinten Nationen verwiesen, das dem Sicherheitsrat die Befugnis einräumt, Maßnahmen von Sanktionen bis zu militärischer Gewalt zu ergreifen. Dagegen hätten sich etwa die Vertreter Russlands und Chinas gewehrt, hieß es.
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Russland gewinnt Milliarden durch Hormus-Blockade
Russland erzielt nach Berechnungen der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer durch die faktische Sperrung der Straße von Hormus mit seinen Rohstoffexporten hohe zusätzliche Milliardeneinnahmen. Die Gewinne Russlands beim Export von Öl, Gas und Dünger beliefen sich auf monatlich mehr als zehn Milliarden Euro, teilte die Kammer mit. "Russland ist damit der große Gewinner des neuen Krieges im Nahen Osten", sagt Matthias Schepp, der Vorstandsvorsitzende der Kammer, der dpa.
Russland profitiert von den gestiegenen Preisen für Rohstoffe auf dem Weltmarkt, weil es andere Exportrouten nutzt. Das alles könnte "Russland einen unverhofften Geldsegen in historischem Ausmaß bescheren", wie Schepp in Moskau sagt. Allein bei einem anhaltenden Ölpreis von etwa 100 US-Dollar kann Russland demnach mit einem Plus gegenüber dem Haushaltsplan von 71,8 Milliarden US-Dollar (62,1 Milliarden Euro) jährlich rechnen.
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Explosionen über Damaskus - Israel wehrt iranische Raketen ab
In der syrischen Hauptstadt Damaskus und dem Umland sind Explosionen zu hören. Sie werden durch das israelische Abfangen iranischer Raketen verursacht, meldet das syrische Staatsfernsehen. Weitere Details liegen zunächst nicht vor.
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Pentagon sagt kurzfristig Pressekonferenz ab
Das Pentagon hat kurzfristig eine für Dienstag anberaumte Pressekonferenz mit US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine abgesagt. Aus einer Mitteilung an Pressevertreter ging nicht hervor, warum die Einladung für die um 8.00 Uhr (Ortszeit, 14.00 Uhr MESZ) angekündigte Veranstaltung zurückgezogen wurde.
Nach mitteleuropäischer Zeit läuft in der Nacht zum Mittwoch um 2.00 Uhr die Frist von US-Präsident Donald Trump für den Iran zur Öffnung der Straße von Hormus ab.
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Kampfjet-Rettungsmission: Mehr als 150 Flugzeuge beteiligt
An der Rettung des Waffenoffiziers eines abgeschossenen US-Kampfjets im Iran waren nach Angaben von Präsident Donald Trump mehr als 150 Flugzeuge beteiligt. Ein großer Teil davon sei für ein Täuschungsmanöver an verschiedenen Orten im Einsatz gewesen, sagte der Republikaner im Weißen Haus. Der verletzte Offizier selbst sei unterdessen stark blutend steile Felswände hinaufgeklettert. Während er seine Wunden versorgt habe, habe er Kontakt zu den US-Streitkräften aufgenommen.
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IWF-Chefin: "Alle Wege führen zu höheren Preisen"
Der Krieg im Nahen Osten wird nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu höherer Inflation und einem langsameren globalen Wachstum führen.
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Trump droht mit schneller Zerstörung der Infrastruktur
Trump rief das iranische Volk nach einem möglichen Waffenstillstand zu Protesten gegen das Regime in Teheran auf.
"Wir haben einen Plan, wegen der Macht unserer Streitkräfte, in dem jede Brücke im Iran bis morgen um Mitternacht (Nacht von Dienstag auf Mittwoch) zerstört wird, wo jedes Kraftwerk ausgeschaltet wird, brennt, explodiert, und nie wieder verwendet wird", sagte Trump. "Ich meine, komplette Zerstörung bis Mitternacht. Und es wird in einem Zeitraum von vier Stunden geschehen - wenn wir es wollten."
Gleichwohl betonte Trump: "Wir wollen nicht, dass das passiert." Die USA könnten dem Iran sogar künftig bei einem Wiederaufbau helfen.
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Trump: USA könnten "ganzen" Iran "in einer Nacht" auslöschen
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran erneut mit massiven und verheerenden Luftangriffen gedroht. "Das ganze Land könnte in einer Nacht ausgelöscht werden, und diese Nacht könnte morgen sein", sagte Trump am Montag bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Der US-Präsident hat wiederholt mit der massiven Zerstörung von Kraftwerken und Brücken im Iran gedroht, sollte die Straße von Hormuz nicht geöffnet werden.
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Erdogan wirft Israel Untergrabung aller Friedensbemühungen vor
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat Israel vorgeworfen, sämtliche Bemühungen um eine Beilegung des Krieges im Nahen Osten zu untergraben. "Die israelische Regierung hat weiterhin alle Initiativen unterminiert, die eine Beendigung des Krieges zum Ziel haben", sagte Erdogan am Montag nach einer Kabinettssitzung in der türkischen Hauptstadt Ankara. Seine Regierung werde weiterhin jede Gelegenheit ergreifen, um einer Waffenruhe näherzukommen.
"Wenn es die geringste Chance gibt, die Waffen zum Schweigen zu bringen und Raum für Verhandlungen zu schaffen, werden wir uns aufrichtig bemühen, diese zu ergreifen", fügte Erdogan hinzu. Die Hoffnung der Türkei sei, "dass dieser rechtswidrige, sinnlose, unrechtmäßige und für die ganze Menschheit extrem kostspielige Krieg so bald wie möglich zu Ende geht".
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Netanjahu entlässt Kabinettschef nach rassistischen Äußerungen
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu entlässt nach rassistischen und weiteren umstrittenen Äußerungen seinen Kabinettschef. "Ziv Agmon wird seinen Posten in den kommenden Tagen mit dem Amtsantritt seines Nachfolgers Ido Norden verlassen", erklärte Netanjahu am Sonntagabend im Kurzbotschaftendienst X. Agmon, der Netanjahu auch als Sprecher diente, hatte Medienberichten zufolge Juden marokkanischer Herkunft als "Paviane" bezeichnet. Agmon hatte außerdem Abgeordnete von Netanyahus Likud-Partei wie auch Netanyahus Ehefrau und Sohn scharf kritisiert. Der Ministerpräsident hatte zunächst Agmons Entschuldigung angenommen. Auf dem offiziellen Kanal der Likud-Partei im Onlinedienst Telegram wurde Netanjahu am Sonntag mit den Worten zitiert, Agmon solle im Amt bleiben, um "Stabilität und Kontinuität" zu gewährleisten. Weniger als zwei Stunden später gab Netanjahu dann aber Agmons Entlassung bekannt. -
Todeszahl im Libanon steigt auf fast 1.500
Im Libanon sind durch israelische Angriffe seit Ausbruch der jüngsten Eskalation vor fünf Wochen fast 1.500 Menschen getötet worden. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete, dass seit dem 2. März 1.497 Menschen durch israelische Angriffe getötet worden seien. 4.639 Personen seien verletzt worden.
Die proiranische Hisbollah im Libanon und das israelische Militär beschießen sich gegenseitig. Israelische Truppen sind auch in den Südlibanon vorgerückt. Die UNO-Beobachtermission UNIFIL zeigte sich jüngst besorgt über die Entwicklungen im Grenzgebiet. Sowohl Kämpfer der Hisbollah als auch israelische Soldaten hätten Geschosse und Schüsse in der Nähe von UN-Positionen abgefeuert. Mehrere Blauhelmsoldaten wurden getötet und verletzt.
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Iran lehnt Waffenstillstand ab
Iran hat Pakistan seine Antwort auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges übermittelt. Darin lehnt der Iran einen Waffenstillstand ab und betont die Notwendigkeit eines dauerhaften Kriegsendes, wie die staatliche Nachrichtenagentur IRNA am Montag mitteilte. Die iranische Antwort umfasst zehn Punkte, darunter die Beendigung der Konflikte in der Region, ein Protokoll für die sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus, die Aufhebung der Sanktionen und den Wiederaufbau, so die Agentur weiter.
Im Gegenzug pochte US-Präsident Donald Trump auf die von ihm bis Dienstagabend gesetzte Frist.
Diese sei endgültig, so Trump. Der iranische Vorschlag zur Beendigung der Kämpfe sei zwar bedeutsam, aber nicht gut genug, fügte er hinzu.
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Angriffe von drei Seiten auf Israel
Israel wurde am Montag gleichzeitig aus dem Iran, dem Libanon und dem Jemen angegriffen. Im Großraum Tel Aviv heulten bei Raketenangriffen aus dem Iran erneut die Warnsirenen, Menschen hielten sich in Schutzräumen auf. Die Küstenstadt Eilat im Süden des Landes wurde indes nach Medienberichten von Drohnen angegriffen, die aus dem Jemen geschickt worden waren. Dabei sei niemand verletzt worden. Zudem habe es auch im Norden des Landes Angriffe durch die libanesische Hisbollah-Miliz gegeben.
Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar ist es bereits mehrmals zu gleichzeitigen, offenbar koordinierten Angriffen der Verbündeten Iran, Hisbollah und der Houthi-Miliz auf Israel gekommen.
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Iran meldet Angriffe auf Industrie im Landeszentrum
Der Iran meldete zudem weitere Bombardierungen im Landeszentrum. Ziel sei ein petrochemischer Komplex in der Stadt Marvdasht rund 45 Kilometer nordöstlich der Metropole Shiraz gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim. Ein Feuer sei ausgebrochen, aber bereits unter Kontrolle, hieß es.
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EU-Ratspräsident: Angriffe auf zivile Ziele sind "illegal"
EU-Ratspräsident António Costa verurteilte angesichts der jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump im Iran-Krieg jegliche Angriffe auf zivile Ziele. "Jeder Angriff auf zivile Infrastruktur, insbesondere auf Energieanlagen, ist illegal und inakzeptabel", erklärte Costa am Montag in Onlinediensten. "Das gilt für den Krieg Russlands in der Ukraine und das gilt überall."
Die iranische Zivilbevölkerung sei "das Hauptopfer des iranischen Regimes", fuhr Costa fort. Sie wäre auch "das Hauptopfer einer Ausweitung des Militäreinsatzes".
Die Europäische Union fordere Teheran dazu auf, Angriffe auf Länder in der Region "unverzüglich einzustellen" und die uneingeschränkte Durchfahrt durch die de facto gesperrte Straße von Hormuz zu ermöglichen, erklärte Costa weiter. "Nach fünf Wochen Krieg im Nahen Osten ist klar, dass nur eine diplomatische Lösung die Ursachen beseitigen
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Kommandant einer Al-Quds-Einheit der Revolutionsgarden getötet
Die israelische Armee teilte mit, es sei am Sonntag in Teheran auch der Kommandant einer Spezialeinheit der Al-Quds-Brigaden der iranischen Revolutionsgarden getötet worden. Die Al-Quds-Brigaden sind die Auslandseinheit der iranischen Elitestreitmacht, deren offizielle Aufgabe es ist, im Ausland verdeckte Operationen auszuführen. Der Kommandant Asghar Bagheri sei an Angriffen beteiligt gewesen, die auf israelische und amerikanische Personen weltweit abzielten, hieß es in der Mitteilung der Armee. Er habe unter anderem auch Terroranschläge auf israelische Ziele geplant. Die Vorwürfe lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
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Vom Krieg betroffene Unternehmen erwägen Umzug nach Istanbul
Dutzende in den Golf-Staaten tätige Unternehmen erwägen wegen des Iran-Krieges eine Verlegung von Geschäftsbereichen in das neue Finanzzentrum Istanbuls (IFC). Das sagte IFC-Chef Ahmet Ihsan Erdem in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters. Aufgrund der wachsenden regionalen Spannungen habe es im vergangenen Monat Treffen mit mehr als 40 Firmen gegeben, die zumeist in Ostasien und den Golfstaaten ansässig seien.
Etwa 15 dieser Gespräche seien bereits vor Ausbruch des Krieges geplant gewesen. "Die regionalen Entwicklungen haben diese Kontakte intensiviert", erklärte Erdem mit Blick auf den Krieg der USA und Israels gegen den Iran. Einige Finanzunternehmen in der Region wiesen ihre Mitarbeiter nach Kriegsbeginn an, von zu Hause aus zu arbeiten. Die Großbank HSBC schloss vorerst alle Filialen in Katar.
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OMV-Beteiligung Borouge: Produktion in Ruwais eingestellt
Der Petrochemiekonzern Borouge, ein Gemeinschaftsunternehmen von OMV und ADNOC mit Sitz in Wien, hat zum Angriff des Iran auf sein Werk in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) am Montag ein Update veröffentlicht. Es habe einen "Vorfall" in den Produktionsanlagen im Industriegebiet Ruwais am 5. April gegeben. "Die Produktion in den betroffenen Bereichen wurde nach dem Vorfall bis zur Schadensbewertung und den Reparaturen eingestellt", so das Unternehmen.
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Weiterer Raketenangriff auf Großraum Tel Aviv
Bei einem weiteren Raketenangriff des Iran auf den Großraum Tel Aviv kam es nach Angaben von Sanitätern zu mehreren Einschlägen. Der israelische TV-Sender N12 berichtete von insgesamt 30 Einschlagsorten. Mindestens zwei Menschen seien verletzt worden. Der Sender zeigte Bilder von zerstörten Hausfassaden.
Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, in der Stadt Ramat Gan habe es in einem zweistöckigen Gebäude erhebliche Zerstörungen gegeben. Bei einem Unfall sei eine etwa 50 Jahre alte Frau mittelschwer verletzt worden. Sie wurde auf einer zentralen Schnellstraße vom Raketenalarm überrascht. Auf der Suche nach einem Schutzraum sei sie in einen etwa vier Meter tiefen Graben gefallen.
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Abgestürzter US-Pilot gerettet: Propaganda-Schlacht um Spezialoperation
Nach der spektakulären Rettung eines abgestürzten US-Piloten im Iran versuchen beide Seiten, die Operation für ihre Zwecke zu deuten. Lesen Sie hier eine kurze Rekonstruktion des Absturzes - und der Rettungsaktion:
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Mindestens 15 Tote bei israelischen Angriffen im Libanon
Bei israelischen Angriffen im Libanon sind libanesischen Angaben zufolge am Wochenende bisher mindestens 15 Menschen getötet worden. Ein Luftangriff habe das südliche Beiruter Viertel Jnah getroffen, dabei seien fünf Menschen getötet und 52 weitere verletzt worden, so das Gesundheitsministerium am Sonntag. Zehn weitere Menschen starben östlich von Beirut sowie im Südlibanon. Israels Armeechef Ejal Samir sprach von Angriffen auf die vom Iran unterstützte Hisbollah.
Diese würden "an mehreren Fronten" ausgetragen. Ein Luftangriff erfolgte laut Libanons Gesundheitsministerium rund hundert Meter vom Rafik-Hariri-Krankenhaus entfernt - einem der größten öffentlichen Krankenhäuser des Landes. Viele Fenster des Krankenhauses seien während des Beschusses zerstört worden, "einige unserer Patienten erlitten Panikattacken", sagte der stellvertretende Krankenhausleiter Sakaria Taubeh.
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Iran lehnt US-Forderungen ab und übermittelt eigene Vorschläge
Der Iran hat eine Antwort auf die US-Forderungen für ein Kriegsende übermittelt. Teheran habe seine "Forderungen und Ansprüche" ausgearbeitet und diese den Vermittlern mitgeteilt, sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai laut staatlicher Nachrichtenagentur Irna. Die US-Forderungen bezeichnete Baghai demnach als "überzogen und inakzeptabel". Verhandlungen seien mit Ultimaten und Drohungen unvereinbar. Der Sprecher bezog sich auf einen 15-Punkte-Plan der USA für ein Kriegsende.
Bereits zuvor hatte der Iran darauf geantwortet. Unter anderem Pakistan vermittelt zwischen Teheran und Washington.
US-Präsident Donald Trump hatte der Führung in Teheran am Sonntag erneut gedroht, sollte diese bis Dienstagabend 20.00 Uhr US-Ostküstenzeit (2.00 Uhr MESZ am Mittwoch) nicht einlenken. "Öffnet die verdammte Straße (von Hormuz), ihr verrückten Mistkerle, oder ihr werdet in der Hölle landen", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.
Aus pakistanischen Geheimdienstkreisen hieß es am Montag, man habe den USA und dem Iran einen Plan für eine 45-tägige Waffenruhe vorgelegt, in deren Rahmen Friedensgespräche geführt und ein endgültiges Abkommen vorgeschlagen werden solle. In den Kontakten über Nacht hätten die USA darauf bestanden, dass der Iran vor der Verkündung einer Waffenruhe die Straße von HormuZ öffne.
Diese Bedingung wiederum habe Teheran zurückgewiesen. Es gebe einen ständigen Austausch von Nachrichten über den pakistanischen Armeechef und Außenminister Ishaq Dar. Auch andere Vermittler wie Riad, Kairo und Ankara seien einbezogen. Der Iran wolle die Straße von HormuZ nicht vor einem dauerhaften Abkommen öffnen.
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Revolutionsgarden melden Tod ihres Geheimdienstchefs
Irans Revolutionsgarden haben den Tod ihres Geheimdienstchefs bei einem US-israelischen Angriff gemeldet. Majid Khademi sei "im Morgengrauen" bei getötet worden, teilten die Revolutionsgarden am Montag mit.
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Weitere Hinrichtung nach Protesten im Iran
Der Iran hat ein weiteres Todesurteil im Zusammenhang mit den jüngsten Massenprotesten vollstreckt. Dem Mann wurde zur Last gelegt, bei den Aufständen im Jänner in eine Militäranlage vorgedrungen zu sein, wie die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan am Montag berichtete. Drei weitere in dem Prozess verurteilte Männer wurden bereits hingerichtet.
Die Justiz wirft ihnen vor, in einen "militärisch klassifizierten Standort" der paramilitärischen Basij-Miliz in Teheran eingedrungen und dort Feuer gelegt zu haben. Ein versuchter Diebstahl von Waffen soll gescheitert sein.
Menschenrechtler sprachen von einem grob unfairen Prozess. "Diese Hinrichtungen sind Teil der Überlebensstrategie der Islamischen Republik, ein Krieg gegen die eigene Bevölkerung im Schatten äußerer Konflikte", schrieb Mahmood Amiry-Moghaddam, Direktor der Organisation Iran Human Rights (IHRNGO), auf X.
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Erneut zahlreiche Todesopfer im Iran und in Israel
Die USA und Israel haben ihre Luftangriffe im Iran in der Nacht auf Montag fortgesetzt. Dabei wurden laut staatlichen Medien auch Wohngebiete massiv getroffen. In der Hauptstadt Teheran kamen demnach mindestens sechs Kinder ums Leben. Zuvor war von vier Toten die Rede gewesen. Bei einem Bombardement südwestlich von Teheran starben mindestens 13 Menschen, in der Stadt Qom im Zentrum des Landes fünf. Auch aus Israel wurden nach iranischen Attacken Todesopfer gemeldet.
Die staatlich kontrollierten Medien im Iran - wie die Nachrichtenagenturen Fars oder Mehr - beriefen sich auf Rettungsdienste. Die Bergungsarbeiten dauerten ihnen zufolge in den frühen Morgenstunden noch an. Unterdessen teilte die israelische Armee in den frühen Morgenstunden mit, eine weitere Welle an Angriffen in Teheran beendet zu haben.
Bei einem neuen Raketenangriff auf den Großraum Tel Aviv am Montag früh (Ortszeit) setzte der Iran nach israelischen Medienberichten erneut Streumunition ein. Das israelische Nachrichtenportal "ynet" berichtete von rund 20 Einschlagsorten im Umkreis von Tel Aviv. Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom wurden mehrere Menschen verletzt, darunter eine Frau schwer. In der Stadt Tel Aviv sei eine Schule getroffen worden. Auch ein Armeesprecher sagte, es handle sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um Streumunition.
Auch im Norden habe es im Umkreis der Hafenstadt Haifa nach einem iranischen Angriff mit Streumunition rund zehn Einschlagsorte gegeben, berichtete "ynet". Mehrere Autos seien in Brand geraten. In der Nacht waren in Haifa zwei Menschen tot aus einem Gebäude geborgen worden. Dieses war bei einem früheren Angriff von einer iranischen Rakete getroffen worden.
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"Ihr verrückten Mistkerle": Schlagabtausch um Straße von Hormus spitzt sich zu
Der Iran zeigte sich davon am Montag einmal mehr wenig beeindruckt von den Drohungen Trumps. Die für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtige Meerenge werde jedenfalls erst dann wieder geöffnet, "wenn im Rahmen einer neuen Rechtsordnung die Schäden des aufgezwungenen Krieges vollständig aus einem Teil der Transitgebühren kompensiert werden", hieß es aus dem Büro des iranischen Präsidenten auf X in der Nacht auf Montag.
Mehdi Tabatabaei, für Kommunikation zuständiger Beamter im Büro des iranischen Präsidenten, legte noch nach: Trump habe aus "purer Verzweiflung und Wut" zu ordinären Beschimpfungen gegriffen, schrieb er. "Dieser Bastard-Narr hat in seinem Wahnsinn einen totalen Krieg in der Region entfacht" und prahle damit.
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Umfrage zeigt große Sorgen in Österreich und Deutschland
Fast 90 Prozent der Bevölkerung in Österreich und Deutschland sind besorgt über die Entwicklungen im Iran und der Region.
Das zeigt eine Umfrage von TQA Research & Consulting. Die militärischen Angriffe gegen den Iran finden die Befragten tendenziell nicht gerechtfertigt, ebenso glaubt die Mehrheit nicht an eine langfristige Lösung durch Militärschläge. Besorgt zeigen sich die Befragten über die steigenden Energiepreise.
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Ölpreise klettern weiter
Die Ölpreise sind nach den jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit weiteren Aufschlägen in die Woche gestartet. Der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni stieg auf über 111 US-Dollar (96,31 Euro) je Barrel (159 Liter). Das sind fast 40 Dollar mehr als vor Beginn des Krieges. Auch die US-Sorte West Texas Intermediate legte zu.
Trump hatte der iranischen Führung zuvor erneut mit heftigen Angriffen gedroht, sollte sie bis Dienstagabend 20.00 Uhr US-Ostküstenzeit (2.00 Uhr MESZ am Mittwoch) nicht einlenken. Damit scheint die US-Regierung ihr Ultimatum an Teheran zur Öffnung der Straße von Hormuz zwar zum dritten Mal zu verschieben. Doch die Drohungen werden schärfer.
"Wenn sie bis Dienstagabend nichts unternehmen, bleibt kein Kraftwerk und keine Brücke stehen", sagte Trump dem "Wall Street Journal". Auf seiner Plattform Truth Social hatte der Präsident seiner Forderung an den Iran auch mit Beleidigungen Nachdruck verliehen. "Öffnet die verdammte Straße (von Hormuz), ihr verrückten Mistkerle, oder ihr werdet in der Hölle landen", schrieb er in einem Post am Ostersonntag.
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Bericht: Tote bei Angriff auf Wohngebäude im Iran
Bei einem Luftangriff auf ein Wohngebäude im Iran sind amtlichen Angaben zufolge mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Der amerikanisch-israelische Angriff sei in der Nacht auf Montag in der Stadt Qom im Zentrum des Landes erfolgt, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf lokale Behörden. Die Bergungsarbeiten dauerten am frühen Morgen an. Die Zahl der Todesopfer könne daher noch weiter ansteigen, berichtete die Agentur weiter.
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US-Präsident Donald Trump hat sein dem Iran gesetztes Ultimatum zur Öffnung der Straße von Hormus mutmaßlich um einen Tag verlängert. In seinem Onlinedienst Truth Social veröffentlichte Trump am Sonntag den schlichten Hinweis "Dienstag, 20.00 Uhr" (Ortszeit, Mittwoch 2.00 Uhr MESZ). Zuvor hatte Trump Teheran Montag als Frist genannt, bis zu der eine Einigung erzielt werden müsse. Andernfalls drohe eine massive Zerstörungswelle von Kraftwerken und Brücken im Iran.
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Hamas: Lehnen Forderung nach Entwaffnung derzeit ab
Der bewaffnete Flügel der Hamas lehnt eine Entwaffnung der Gruppe derzeit ab. Eine solche Forderung sei "nichts anderes als der offene Versuch, den Völkermord an unserem Volk fortzusetzen - etwas, das wir unter keinen Umständen akzeptieren werden", sagte ein Sprecher. Die Frage der Waffenabgabe ist ein großes Hindernis bei der Umsetzung des von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagenen Plans für den Gazastreifen.
Das Vorhaben soll einen Waffenstillstand festigen, der im Oktober zwei Jahre andauernde, umfassende Kämpfe beendet hat. Insider hatten jüngst Reuters gesagt, die Hamas habe Vermittlern mitgeteilt, sie werde keine Entwaffnung diskutieren, wenn es keine Garantien dafür gebe, dass Israel sich vollständig aus dem Gazastreifen zurückziehe.
Es war zunächst unklar, ob die Äußerungen vom Sonntag eine formelle Ablehnung des US-Plans bedeuten. Seit Inkrafttreten des Waffenstillstands haben sich die Hamas und Israel wiederholt gegenseitig vorgeworfen, gegen dessen Bedingungen zu verstoßen.
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Verletzte nach Einschlag von iranischer Rakete in Haifa
Bei einem iranischen Raketenangriff in Israel sind am Sonntag mindestens vier Menschen verletzt worden. Ein Wohnhaus in der Stadt Haifa wurde getroffen, so die Armee. Der Einschlag sei kurz nach einer Warnung vor einer neuen iranischen Angriffswelle erfolgt. Laut dem israelischen Rettungsdienst Magen David Adom wurden in dem siebenstöckigen Wohngebäude vier Menschen verletzt, darunter ein 82-jähriger Mann. Er erlitt schwere Verletzungen, zwei Frauen und ein Baby leichte.
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Trump: Ohne Deal "jage ich dort drüben alles in die Luft"
In einem Telefoninterview mit dem Portal Axios versicherte Trump, sich nicht vorschnell aus dem Kriegsgeschehen zurückzuziehen. Die Iranerinnen und Iraner hätten Angst, dass sich die USA mitten im Krieg zurückzögen, wurde der Republikaner von Axios zitiert, aber das werde nicht passieren. Es gebe eine große Chance, ein Abkommen zu erzielen, sagte Trump. "Aber wenn sie keinem Deal zustimmen, jage ich dort drüben alles in die Luft."
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OPEC-Staaten beschlossen erhöhte Ölproduktion ab Mai
Angesichts der Auswirkungen des Iran-Krieges auf die weltweiten Ölpreise haben Mitglieder der Organisation erdölexportierender Länder und ihrer Partner (OPEC+) zum zweiten Mal in Folge eine Erhöhung ihrer Produktionsquoten für das kommende Monat beschlossen. OPEC+, zu der die führenden Ölproduzenten Saudi-Arabien, Russland und mehrere Golfstaaten zählen, habe "eine Förderanpassung ab Mai" in Höhe von 206.000 Barrel pro Tag beschlossen, so die Organisation am Sonntag.
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China: Kooperation mit Russland im UN-Sicherheitsrat zu Hormus
China will im UNO-Sicherheitsrat mit Russland kooperieren, um die Lage in Nahost zu beruhigen. Dies sagte Außenminister Wang Yi laut Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag in einem Telefonat mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow. Die Lösung der Schifffahrtsprobleme in der Straße von Hormus sei ein schnellstmöglicher Waffenstillstand. In der kommenden Woche stimmt der UN-Sicherheitsrat über eine Resolution Bahrains zum Schutz der Handelsschifffahrt in der Meerenge ab.
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Trump geht von Einigung bis Montag aus
Dem Sender Fox-News sagte Trump, er rechne bis Montag mit einem Abkommen mit dem Iran. Die Regierung in Teheran verhandle derzeit. Den aktuellen Unterhändlern auf iranischer Seite sei eine eingeschränkte Amnestie gewährt worden. Sollte der Iran nicht zu einer Einigung bereit sein, wolle er sich das iranische Öl aneignen, fügt Trump hinzu. Zudem erklärt er, die USA hätten Anfang des Jahres über die Kurden Waffen an iranische Demonstranten geliefert. Er gehe jedoch davon aus, dass die Kurden diese behalten haben.
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Iran: "Drohungen verstoßen gegen das Völkerrecht"
Die iranische UNO-Vertretung in Genf erklärte auf X als Reaktion auf Trumps Aussagen, die Androhung der vorsätzlichen Zerstörung ziviler Infrastruktur - Kraftwerke und Brücken - stelle einen Verstoß gegen das Völkerrecht dar. "Diese Rhetorik ist nicht nur eines Präsidenten unwürdig, sondern zeugt auch von einer gefährlichen Missachtung der Genfer Konventionen und des Schutzes von Nichtkombattanten." Diplomatie erfordere ein Mindestmaß an Rechtmäßigkeit und keine Drohungen mit der "Hölle".
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OMV-Beteiligung Borouge in Emiraten in Brand geschossen
In den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) sind nach einem iranischen Angriff auf eine petrochemischen Anlage des Kunststoffherstellers Borouge mehrere Brände ausgebrochen. Das teilte das Medienbüro der Hauptstadt Abu Dhabi am Sonntag mit. Dies hat auch einen Österreich-Aspekt: Am 31. März hatten die heimische, teilstaatliche OMV und der Energiekonzern ADNOC aus Abu Dhabi die Fusion ihrer Chemiesparten zur neuen Borouge International mit Sitz in Wien abgeschlossen.
Der Zusammenschluss von Borealis, Borouge und Nova Chemicals schafft einen globalen Kunststoff-Riesen im Wert von rund 60 Mrd. US-Dollar (52,1 Mrd. Euro). Borouge International ist damit der viertgrößte Produzent von Polyolefin-Kunststoffen. OMV und ADNOC halten als gleichberechtigte Partner je 50 Prozent. Bei Borouge handelt es sich um einen 1998 gegründeten, in Abu Dhabi ansässigen Petrochemie-Konzern und führenden Hersteller von Polyolefinen (Kunststoffen), der in der Al Ruwais Industrial City einen der weltgrößten Anlagenkomplexe betreibt.
Die Brände im Boroge-Komplex seien durch herabfallende Trümmer nach erfolgreichen Abfangaktionen durch die Flugabwehr verursacht worden, hieß es Der Betrieb der Anlage sei umgehend eingestellt worden, der Schaden werde begutachtet. Verletzte seien keine gemeldet worden, hieß es.
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Geretteter US-Pilot "schwer verletzt"
Der gerettete US-Soldat sei schwer verletzt, befinde sich aber in Sicherheit. Trump lobte den Soldaten und alle an dem Spezialeinsatz Beteiligten für ihren Mut.
Er bezeichnete den Einsatz in einer Bergregion als eine der kühnsten Such- und Rettungsaktionen in der Geschichte der USA. Der Pilot der zweisitzigen F-15 war US-Angaben zufolge bereits am Freitag gerettet worden. Der Offizier sei in einer Felsspalte geortet und gerettet worden, hieß es. An dem Einsatz seien Dutzende Militärflugzeuge beteiligt gewesen, sagte ein Vertreter der US-Regierung. Die Truppen seien auf heftigen Widerstand der iranischen Streitkräfte gestoßen. Die Rettung sei auch dank einer List gelungen. Demnach streute der Geheimdienst CIA das Gerücht, US-Truppen hätten den vermissten Offizier gefunden und brächten ihn auf dem Landweg außer Landes. Dies habe die iranischen Kräfte verwirrt.
Die US-Streitkräfte mussten einem Insider zufolge mindestens ein eigenes Flugzeug wegen eines technischen Defekts zerstören. Einem Bericht der Zeitung Wall Street Journal zufolge sprengten US-Truppen zwei speziell ausgerüstete MC-130J-Maschinen nach einer Fehlfunktion. Das iranische Militär erklärte, es seien mehrere US-Flugzeuge zerstört worden, darunter zwei Transportmaschinen und zwei Black-Hawk-Hubschrauber. Aufnahmen in den sozialen Medien zeigten ausgebrannte Wrackteile, die die Nachrichtenagentur Reuters der Region zuordnen konnte.
Die Abschüsse seien im Süden von Isfahan erfolgt, teilte das zentrale Einsatzkommando Khatam al-Anbiya am Sonntag mit. "Untersuchungen von Experten vor Ort haben ergeben, dass zwei militärische Transportflugzeuge vom Typ C-130 und zwei Black-Hawk-Hubschrauber der US-Armee von unseren Streitkräften zerstört wurden", hieß es. Diese stünden "nun in Flammen".
© via REUTERS/SOCIAL MEDIA -
Weiterer iranischer Öl-Kommandant getötet
Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge kürzlich einen hochrangigen Kommandanten des für die Revolutionsgarden wichtigen "Öl-Hauptquartiers" bei einem Luftangriff getötet. Der Chef des Öl-Hauptquartiers, Mohammad Reza Ashrafi Kahi, sei bereits am Freitag bei einem Bombardement der Luftwaffe in der Gegend der iranischen Hauptstadt Teheran ums Leben gekommen, hieß es am Sonntag. Er sei innerhalb des Öl-Hauptquartiers der Revolutionsgarden der Leiter des Handels gewesen.
Diese Abteilung ermögliche den Revolutionsgarden die Fortsetzung ihrer Aktivitäten und ihres militärischen Aufbaus durch Gewinne aus Ölverkäufen, teilte das israelische Militär am Nachmittag zudem mit. Gleiches gelte für Irans Verbündeten in der Region, darunter die libanesische Hisbollah und die Houthi-Miliz im Jemen, die ebenfalls Geld aus den Ölverkäufen erhielten.
Vor einigen Tagen hatte Israels Armee laut eigenen Angaben bereits den Kommandanten des Öl-Hauptquartiers der iranischen Streitkräfte getötet. Dieses hat einen ähnlichen Zweck wie die gleichnamige Abteilung der Revolutionsgarden. Die Armee sprach deshalb nun von "einem weiteren schweren Schlag gegen die wirtschaftlichen Grundlagen des iranischen Sicherheitsapparats".
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Iran beschoss Israel erneut mit Raketen
Nach neuen iranischen Raketenangriffen auf Südisrael hat es am frühen Sonntagnachmittag dort auch Einschläge gegeben. Sicherheitskräfte seien deshalb im Einsatz, teilten Israels Polizei und Armee mit. Israelische Medien meldeten, bei einem Angriff sei ein Industriegebiet in der Wüste Negev getroffen worden. Es ist den Angaben zufolge bereits das dritte Mal, dass das Gebiet seit Kriegsbeginn vor fünf Wochen unter Beschuss geraten ist.
Den Berichten zufolge gab es lediglich geringe Schäden durch Splitter und eine Druckwelle. Im israelischen Fernsehen verbreitete Aufnahmen zeigten dicke Rauchschwaden über dem Gebiet.
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Ostergrüße von Netanjahu an "christliche Freunde in Israel und USA"
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat Christen in aller Welt am Sonntag ein frohes Osterfest gewünscht. In seiner am Sonntag auf Sozialen Medien veröffentlichten Botschaft grüßte er ausdrücklich die "christlichen Freunde in Israel und den Vereinigten Staaten". Netanyahu erinnerte daran, dass weltweit Christen verfolgt würden, auch im Mittleren Osten, im Libanon und in Syrien.
"Aber in unserer Region verteidigt Israel allein unsere christliche Gemeinschaft, die wächst und gedeiht", so der Ministerpräsident. Auf die Attacken und Anschläge israelischer Siedler auf Dörfer im Westjordanland, worunter auch die Christen vor Ort massiv zu leiden haben, ging Netanjahu nicht ein.
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Pressekonferenz am Montag
Trump kündigte für Montag eine Pressekonferenz an. Diese werde mit Vertretern der US-Armee im Oval Office in Washington am Montag um 13.00 Uhr (Ortszeit, 19 Uhr MESZ) stattfinden. Bereits am Samstag hatte er einen inhaltlich ähnlichen, aber bei weitem nicht so beleidigend formulierten Post abgesetzt, um mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken zu drohen. "Die Zeit läuft davon - 48 Stunden, bevor die Hölle über sie hereinbricht", schrieb er am Samstag auf Truth Social. -
Trump: "Öffnet die Meerenge, ihr verrückten Bastarde"
US-Präsident droht dem Iran in scharfem Ton mit verstärkten Angriffen auf Kraftwerke und Brücken. "Öffnet die verdammte Meerenge, ihr verrückten Bastarde, oder ihre werdet in der Hölle landen", erklärte Trump auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social mit Blick auf die Straße von Hormus und unter Verweis auf ein von ihm gestelltes Ultimatum an den Iran. "Dienstag wird der Tag der Kraftwerke und der Tag der Brücken, alles in einem. Das wird ein unvergessliches Erlebnis!"
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Revolutionsgarden wollen weitere Petrochemieanlagen angreifen
Die iranischen Revolutionsgarden bekennen sich zu Angriffen auf petrochemische Anlagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwait und Bahrain. Sollten sich die Angriffe auf zivile Ziele im Iran wiederholen, würden die Einsätze gegen wirtschaftliche Interessen der USA intensiviert, warnten sie am Sonntag in einer Mitteilung.
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