Iran schoss weiteren US-Jet ab + UN-Abstimmung über Schutz von Hormus-Straße vertagt
- Israel und die USA haben Ende Februar mit Militärschlägen gegen den Iran begonnen. Dabei wurden prominente Köpfe des Regimes getötet: etwa der Oberste Führer Ali Khamenei, Sicherheitschef Larijani, der iranische Geheimdienstminister Ismail Chatib und der Sprecher der Revolutionsgarden.
- US-Präsident Donald Trump erwägt nach eigenen Worten von Mittwoch ernsthaft einen Austritt der USA aus der NATO - Grund sei die mangelnde Unterstützung der Verbündeten für den US-Militäreinsatz gegen den Iran.
- Das US-Militär hat nach eigenen Angaben bereits mehr als 12.300 Ziele im Iran angegriffen.
- Wegen des gestörten Öltransports durch die Straße von Hormus verteuert sich das verfügbare Kerosin, sodass sich Passagiere auf weiter steigende Ticketpreise für Flüge einstellen müssen. Aufgrund der gestörten Lieferketten wird auch mit Anstieg der Preise für Make-up und Cremes gerechnet.
- Trump forderte europäische Verbündete dazu auf, sich einer "Koalition der Willigen" zur Wiederöffnung der Straße von Hormus anzuschließen. Ansonsten gebe es Konsequenzen für die Ukraine. Eine UN-Abstimmung über Schutz der Hormus-Straße wurde laut Insidern auf nächste Woche vertagt.
- "Nicht mit Neutralität vereinbar": Österreich hat dem US-Militär Überflüge direkt in das Kriegsgebiet verweigert.
- US-Kriegsminister Pete Hegseth hat am Freitag den obersten Armee-Chef, General George, entlassen.
- Der Iran meldete am Freitag, zwei US-Jets abgeschossen zu haben, darunter einen F-35 Kampfjet.
- Der Iran-Krieg verursacht hohe Giftstoffmengen. Das Grund- und Trinkwasser sind langfristig gefährdet.
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Iran-Krieg
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Iran: Laut Medien erneut zwei Oppositionelle hingerichtet
Im Iran sind einem Medienbericht zufolge erneut zwei Oppositionelle hingerichtet worden. Die beiden Männer hätten Verbindungen zur Organisation der Volksmujaheddin gehabt und seien wegen bewaffneter Angriffe verurteilt worden, melden iranische Medien. Details werden zunächst nicht bekannt. In den vergangenen Tagen hat es immer wieder Exekutionen von Gegnern der iranischen Führung mit diesem Hintergrund gegeben.
Die ursprünglich islamistisch-sozialistische Bewegung der Volksmujaheddin stand in der EU und den USA zeitweise auf der Terrorliste. Kritiker halten ihre Strukturen für undemokratisch und totalitär. Seit Kriegsbeginn geht Irans Justiz mit äußerster Härte gegen Kritiker vor. Mehrere Männer wurden seitdem bereits wegen mutmaßlicher Spionage für Israel hingerichtet.
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Syrien: Mann durch israelischen Panzerbeschuss getötet
Bei israelischem Panzerbeschuss ist im Süden Syriens nach Angaben syrischer Staatsmedien ein Mann getötet worden. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete am Freitag, ein "junger Syrer" sei in der Provinz Quneitra nahe den von Israel besetzten Golanhöhen durch den Beschuss eines Fahrzeugs getötet worden. Auch das Staatsfernsehen meldete, ein ziviles Auto sei getroffen worden.
Das syrische Außenministerium schrieb in einer Stellungnahme von einem "Verbrechen", bei dem "die Besatzungstruppen" eine Panzergranate auf ein "ziviles Fahrzeug abgefeuert" hätten. Der Vorfall stelle eine "flagrante Verletzung des humanitären Völkerrechts" dar, hieß es weiter.
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Explosionen in Beirut und Damaskus
In der Nacht auf Samstag erschütterten zudem mehrere laute Explosionen die libanesische Hauptstadt Beirut. Binnen einer halben Stunde ereigneten sich mindestens zwei Explosionen, berichtete ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP. Die israelische Armee erklärte im Onlinedienst Telegram, sie habe "Einrichtungen" der vom Iran finanzierten Hisbollah-Miliz in Beirut angegriffen. Libanesische Medien berichteten von Attacken auf südliche Vororte der Hauptstadt.
Auch in der syrischen Hauptstadt Damaskus und Umgebung waren Explosionen zu hören. Dem syrischen Staatsfernsehen zufolge löse das Abfangen iranischer Raketen durch die israelische Luftabwehr die Detonationen aus. Unterdessen heulten in Bahrain dem dortigen Innenministerium zufolge die Warnsirenen.
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Insider: UN-Abstimmung über Schutz von Hormus-Straße vertagt
Der UN-Sicherheitsrat stimmt Insidern zufolge voraussichtlich erst in der kommenden Woche über die von Bahrain eingebrachte Resolution zum Schutz der Handelsschifffahrt in und um die Straße von Hormuz ab. Ein ursprünglich für Freitag angesetztes und dann auf Samstag verschobenes Treffen der 15 Mitgliedstaaten sei erneut vertagt worden, sagen mehrere Diplomaten. Ein genauer Termin stehe noch nicht fest.
Der Entwurf stößt auf Widerstand von Ländern wie China und Russland und ist bereits abgeschwächt worden. Die Veto-Macht China lehnt eine Ermächtigung zur Gewaltanwendung strikt ab. Die UN-Vertretung Bahrains äußert sich zunächst nicht zu den Gründen für die Verschiebung.
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Neue Raketenangriffe auf Israel und Iran
Das israelische Militär hat in der Nacht auf Samstag mehrfach Raketenangriffe aus dem Iran gemeldet. Die Abwehrsysteme seien im Einsatz, um die Bedrohung abzufangen, teilte die Armee auf Telegram mit. Die Bewohner der betroffenen Gebiete seien per Handy-Mitteilung angewiesen worden, Schutzräume aufzusuchen und diese erst auf ausdrückliche Anweisung wieder zu verlassen. Zuvor war es in der iranischen Hauptstadt Teheran zu neuen schweren Angriffen gekommen.
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Erneut schwere Angriffe auf Teheran
Am späten Freitagabend kam es zudem erneut zu schweren Angriffen in Teheran. Anwohner im Norden der Stadt berichteten von massiven Explosionen, die ganze Gebäude zum Zittern gebracht hätten. Menschen seien in Panik auf die Straße gelaufen. Einem lokalen Medienbericht zufolge wurden Ziele im wohlhabenden Stadtteil Niawaran angegriffen.
Am Abend riefen auch Bewohner im Westen Teherans nach den Angriffen einander an, um sich zu versichern, dass sie noch am Leben seien, wie es weiter hieß. Laut Augenzeugen sei "überall Rauch", mehrere Einsatzwagen seien auf den Straßen. Details von offiziellen Stellen gab es zunächst nicht
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Iran lehnt US-Vorschlag für Feuerpause ab
Die Regierung in Teheran habe Vermittlern offiziell mitgeteilt, dass die Forderungen der USA inakzeptabel seien, berichtet das Wall Street Journal. Die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur FARS meldete unter Berufung auf einen Insider, es sei ein Vorschlag der USA für eine 48-stündige Feuerpause abgelehnt worden. Eine Stellungnahme aus Washington lag zunächst nicht vor. Doch stecken die aktuellen Bemühungen regionaler Staaten unter Führung Pakistans um einen Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran laut den Medienberichten in einer Sackgasse.
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Iran schoss nach eigenen Angaben weiteren US-Kampfjet ab
Der Iran hat nach eigenen Angaben einen weiteren US-Kampfjet abgeschossen. Das Staats-TV berichtete am Freitag unter Berufung auf die Streitkräfte der Islamischen Republik, ein Kampfjet vom Typ A-10 sei von der iranischen Luftabwehr getroffen worden. Die Maschine sei in den Persischen Golf gestürzt. Die "New York Times" hatte zuvor unter Verweis auf zwei US-Regierungsvertreter gemeldet, ein A-10-Kampfjet sei in den Persischen Golf gestürzt, der Pilot sei gerettet worden.
Die Maschine vom Typ A-10 Warthog sei nahe der Straße von Hormuz etwa zur selben Zeit verunglückt, zu der ein Kampfjet vom Typ F-15E über dem Iran abgeschossen worden sei, so die "New York Times". Nähere Details wurden zunächst nicht genannt. Eine Stellungnahme der US-Regierung liegt zunächst auch nicht vor.
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Teheran kritisiert Internationale Atomenergiebehörde scharf
Angesichts der Angriffe der USA und Israels auf Nuklearanlagen im Iran kritisiert die dortige Atomenergieorganisation (AEOI) die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA/IAEO) als parteiisch. Das Schweigen der IAEA zu den Angriffen der USA und Israels auf friedlich genutzte Nuklearanlagen sei "nicht bloß Untätigkeit, sondern eine klare Komplizenschaft mit den Tätern", so die AEOI am Freitag auf der Plattform X.
Der Iran habe dem IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi mehrere Protestschreiben zugeschickt und ihn darauf hingewiesen, dass die Vernachlässigung seiner Pflichten das "noch verbliebene Ansehen" der IAEA diskreditieren könnte. Der Iran hat wiederholt das Streben nach Atomwaffen bestritten und erklärt, sein Nuklearprogramm diene rein friedlichen Zwecken.
Die AEOI hatte bereits nach den US-israelischen Angriffen auf Irans Atomanlagen im Juni vergangenen Jahres die IAEA und Grossi wegen deren Passivität scharf verurteilt.
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Putin und Erdoğan fordern Waffenruhe
Russlands Präsident Wladimir Putin und Türkeis Staatschef Recep Tayyip Erdoğan haben bei einem Telefonat eine sofortige Waffenruhe im Iran-Krieg gefordert. Zudem müssten Friedensvereinbarungen geschlossen werden, "welche die legitimen Interessen aller Staaten in der Region berücksichtigen", erklärten Putin und Erdoğan am Freitag nach Kreml-Angaben. Putin und Erdoğan sprachen demnach weiters über "koordinierte Maßnahmen" für die Sicherheit in der Region des Schwarzen Meeres.
"Intensive militärische Handlungen führen zu schwerwiegenden negativen Konsequenzen in der Region und weltweit, unter anderem in den Bereichen Energie, Handel und Logistik", erklärten die beiden Präsidenten zum Iran-Konflikt.
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Renommierte Universität in Teheran getroffen
Bei den jüngsten Luftangriffen der USA und Israels auf den Iran ist erneut eine Universität in der Hauptstadt Teheran getroffen worden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur TASNIM wurden bei der Attacke am Nachmittag (Ortszeit) das medizinische Forschungsinstitut sowie das Laborgebäude der Shahid-Beheshti-Universität fast vollständig zerstört. Zudem sei auch das Studentenwohnheim auf dem Uni-Gelände stark beschädigt worden.
Zu möglichen Opfern gebe es vorerst keine Angaben. In den vergangenen Wochen hatte es Medienberichten zufolge bereits Angriffe auf Universitäten in Teheran und anderen Städten gegeben. Nach iranischen Angaben waren etwa die Technische Universität Isfahan und die Universität für Wissenschaft und Technologie in Teheran Ziel israelisch-amerikanischer Angriffe.
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Libanon: Drei Blauhelm-Soldaten bei Explosion verletzt
"Heute Nachmittag hat eine Explosion in einer UN-Stellung drei Friedenssoldaten verletzt, zwei davon schwer", erklärte UNIFIL-Sprecherin Kandice Ardiel am Freitag. Die Explosionsursache ist bisher unklar. In der Vorwoche waren drei UNIFIL-Soldaten getötet worden. An der Libanon-Mission der UNO sind auch rund 170 Bundesheersoldaten beteiligt.
Die UN-Mission erinnere "alle Akteure an ihre Verpflichtung, die Sicherheit der Friedenstruppen zu gewährleisten, unter anderem durch die Vermeidung von Kampfhandlungen in der Nähe, die sie in Gefahr bringen könnten", fügte Ardiel hinzu.
Der Libanon war Anfang März in den Iran-Krieg hineingezogen worden. Damals feuerte die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei Raketen auf Israel ab. In der Folge griff Israel zahlreiche Ziele im Libanon an und schickte Bodentruppen über die Grenze.
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Überflug von US-Militärjets über Österreich
Obwohl Österreich den USA die Nutzung des Luftraums für Iran-Kriegseinsätze verweigert, gibt es dennoch Überflüge von US-Militärjets über Österreich. Das bestätigte das Bundesheer am Freitag nach entsprechenden Medienberichten. Für zwei US-Flugzeuge, die aus Großbritannien nach Kreta flogen, wurde in Abstimmung mit dem Außenministerium der Überflug genehmigt.
Das Luftfahrmagazin Austrian Wings berichtete online, dass am Donnerstag eine Maschine für "elektronische Kriegsführung" der US-Streitkräfte Österreich überflogen hatte. Das zweistrahlige Flugzeug Gulfstream EA-37B Compass Call II hob demnach vom britischen Luftwaffenstützpunkt Mildenhall ab. Es überquerte die Alpen und verließ den österreichischen Luftraum rund sechs bis sieben Minuten später wieder. Ziel war Chania auf Kreta, das Teil der Souda Air Base, eines großen NATO-Stützpunktes auf der griechischen Insel, ist. Militärspotter verwiesen noch auf ein weiteres Flugzeug.
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Französisches Frachtschiff passiert Straße von Hormus
Ein Containerschiff der französischen Reederei CMA CGM passiert einem Medienbericht zufolge die Straße von Hormus. Wieso das Schiff die eigentlich durch den Iran gesperrte Meerenge durchfahren konnte, bleibe zunächst offen, berichtet der Sender BFM TV.
CMA CGM ist für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Das französische Außenministerium lehnt einen Kommentar ab. Der Sender BFM TV gehört zum Unternehmen RMC BMF, das von der Mediensparte der Reederei CMA CGM kontrolliert wird. Zuletzt gab es Berichte, wonach potenzielle Angreifer Geld für eine sichere Passage von Frachtern durch die Straße von Hormus verlangten. Derzeit sitzen sechs Schiffe der Hamburger Containerreederei Hapag-Lloyd im Persischen Golf fest.
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Lebensmittelpreise steigen weltweit infolge des Krieges
Die weltweiten Lebensmittelpreise sind im März auf den höchsten Stand seit vergangenem September geklettert. Grund dafür seien die durch den Iran-Krieg gestiegenen Energiekosten, teilte die UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO am Freitag mit. Sollten die Kämpfe andauern, könnten die Preise weiter anziehen. Bisher seien die Preiserhöhungen durch ein reichliches Getreideangebot abgefedert worden, erklärte FAO-Chefökonom Maximo Torero.
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Abstimmung im Sicherheitsrat über Straße von Hormus am Samstag
Der UNO-Sicherheitsrat will nach Angaben von Diplomaten am Samstag über eine von Bahrain eingebrachte Resolution zum Schutz der Handelsschifffahrt in und um die Straße von Hormuz abstimmen. Zunächst war ein Votum am Freitag geplant, wurde dann aber wegen des Feiertags auf Samstagmorgen (New Yorker Zeit) verschoben. Der Resolutionsentwurf würde "alle notwendigen defensiven Mittel" zum Schutz der Handelsschifffahrt für einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten genehmigen.
Die Vetomächte Russland, China und Frankreich äußerten starke Bedenken gegen eine Ermächtigung zur Gewaltanwendung. "Der Einsatz von Gewalt kann keinen Frieden bringen", sagte der chinesische UNO-Botschafter Fu Cong vor dem Sicherheitsrat. "Die Mitgliedstaaten zum Einsatz von Gewalt zu ermächtigen, käme einer Legitimierung des rechtswidrigen und wahllosen Einsatzes von Gewalt gleich, was unweigerlich zu einer weiteren Eskalation der Lage und zu schwerwiegenden Folgen führen würde", fügte er hinzu.
Moskau, ein langjähriger Verbündeter Teherans, erklärte, es werde keine Maßnahmen unterstützen, die es als einseitig betrachtet. Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte zuvor erklärt, ein Militäreinsatz zur Befreiung der Meerenge sei "unrealistisch".
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Gasanlage in Abu Dhabi nach Angriff Betrieb eingestellt
In Abu Dhabi stellt nach offiziellen Angaben eine Gasanlage den Betrieb ein. Trümmerteile seien nach einer Luftverteidigungsaktion auf das Gelände der Habshan Gasanlage gefallen, teilte das staatliche Medium Abu Dhabi Media Office auf X mit. Es gebe keine Berichte über Opfer. Der Betrieb sei eingestellt worden, während die Behörden einen Brand bekämpften, hieß es weiter.
Auch in der Region Ajban reagierten Behörden des Emirats auf herabfallende Trümmerteile, hieß es in einer weiteren Stellungnahme.
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Bild zeigt zerstörte rücke nach US-Angriff
Bei einem US-Angriff wurde die B1 Brücke in Karaj, im Iran, zerstört. US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit der weiteren Zerstörung von wichtiger Infrastruktur. „Unsere Streitkräfte, die größten und stärksten der Welt, haben noch nicht einmal damit begonnen, das zu zerstören, was im Iran noch übrig ist. Als nächstes kommen Brücken, dann Kraftwerke“, schreibt der US-Präsident in den sozialen Medien. „Die neue iranische Führung weiß, was getan werden muss, und zwar schnell!“, fügt er hinzu.
© via REUTERS/Majid Asgaripour -
Raffinerie in Kuwait getroffen
Am Freitag gerieten auch mit den USA verbündete Länder erneut unter Beschuss: In Kuwait trafen Drohnen eine Raffinerie und lösten Brände aus, meldete die staatliche Nachrichtenagentur des Emirats. Wie die staatliche Kuwait Petroleum Company (KPC) auf X mitteilte, seien in mehreren Betriebseinheiten Feuer ausgebrochen. Rettungskräfte seien im Einsatz, um die Brände zu löschen. Es gebe keine Berichte zu Opfern. KPC berichtete nicht, die Raffinerie abgeschaltet zu haben. Die Anlage gehört zu den wichtigsten Ölraffinerien des Landes und auch der Golfregion.
Bei einem iranischen Angriff in Kuwait wurden außerdem nach Angaben der dortigen Regierung ein Kraftwerk und eine Wasserentsalzungsanlage getroffen. Dabei entstanden Sachschäden an Teilen der Anlage, teilte das Ministerium für Elektrizität, Wasser und erneuerbare Energien mit. Notfall- und Technik-Teams seien im Einsatz, um den Betrieb gemäß den Notfallplänen aufrechtzuerhalten und das Gelände zu sichern.
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Hyundai: Lieferungen nach Europa gestört
Der Iran-Krieg stört die Exporte des südkoreanischen Autobauers Hyundai nach Europa und Nordafrika. Selbst bei einem baldigen Ende des Konflikts werde es längere Zeit dauern, die Lieferketten wiederherzustellen, sagte Hyundai-Manager Kim Dong-jo am Freitag. Er sprach bei einem Treffen von Regierungs-und Wirtschaftsvertretern im Hafen von Pyeongtaek-Dangjin, wo die Folgen des Krieges erörtert wurden.
Die Logistikeinheit des Konzerns, Hyundai Glovis, betonte, dass sie derzeit einige Routen im Nahen Osten nicht befahren könne. Fracht müsse daher vorübergehend an alternativen Standorten gelagert werden. Hyundai, zu dem auch das Schwesterunternehmen Kia gehört, ist der drittgrößte Autobauer der Welt.
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Wieder US-Kampfjet abgeschossen
Die iranischen Revolutionsgarden haben nach Militärangaben zum zweiten Mal seit Beginn des Krieges vor fast fünf Wochen ein US-Kampfflugzeug abgeschossen. Der F-35-Jet sei in der Mitte des Landes zu Boden gegangen, teilte das Hauptquartier der iranischen Streitkräfte mit. Unterdessen ist Israel am Freitagmorgen und in der Nacht erneut mit Raketen beschossen worden. In Kuwait wurde eine Raffinerie von Drohnen getroffen.
Die Überlebenschancen des Piloten seien gering, teilten die Revolutionsgarden am Freitag mit. Eine Stellungnahme aus den USA lag zunächst nicht vor. Iranische Meldungen über erfolgreiche Zerstörungen US-amerikanischer Kampfjets hatte das Regionalkommando für den Nahen Osten (CENTCOM) zuletzt zurückgewiesen. Am Donnerstag etwa widersprach CENTCOM einem vermeintlichen Abschuss über der iranischen Insel Qeshm im Süden des Landes. Im März hatte das US-Militär die Notlandung eines F-35-Flugzeugs nach einem Einsatz über dem Iran gemeldet.
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Ex-Außenminister Irans wirbt für nachhaltigen Frieden mit den USA
Der frühere iranische Außenminister Mohammed-Jawad Sarif hat angesichts des verheerenden Kriegs für einen "echten" Frieden mit den USA geworben. In einem Gastbeitrag für das Magazin "Foreign Affairs" argumentierte Sarif, dass der Grundkonflikt gelöst werden müsse. Anstelle eines möglicherweise fragilen Waffenstillstands sei ein echtes Friedensabkommen nötig. Beide Staaten sollten "diese Katastrophe als Gelegenheit nutzen, um 47 Jahre der Kriegslust zu beenden".
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Mitten im Iran-Krieg: US-Verteidigungsminister Hegseth entlässt Heereschef George
Der Stabschef der Teilstreitkraft, General Randy George, trete mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurück, schrieb ein Pentagon-Sprecher auf der Plattform X. Der US-Sender CBS News berichtete, Hegseth habe den General zum Rücktritt aufgefordert. Andere US-Medien berichteten, Hegseth habe George gefeuert.
Der Führungswechsel beim Heer passiert, während die USA Krieg gegen den Iran führen. Einen Zusammenhang dazu oder einen anderen spezifischen Grund für den Schritt nannte CBS News nicht. Hegseth wolle jemanden in dem Amt haben, der die Vision umsetze, die Präsident Donald Trump und er für das Heer hätten, berichtete der Sender unter Berufung auf eine mit der Entscheidung vertraute Person.
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UN-Sicherheitsrat stimmt über Straße von Hormuz ab
Der UN-Sicherheitsrat soll am Freitag über den vom Golfkooperationsrat geforderten Schutz der Handelsschifffahrt in der Straße von Hormuz mit Waffengewalt abstimmen. Das verlautete am Donnerstag aus Diplomatenkreisen. Bahrain hat einen Resolutionsentwurf vorgelegt, demzufolge "alle notwendigen Mittel" eingesetzt werden können sollen. Die Vetomächte Russland, China und Frankreich äußerten starke Bedenken gegenüber dem von den USA unterstützten Vorschlag.
"Der Einsatz von Gewalt kann keinen Frieden bringen", sagte der chinesische UN-Botschafter Fu Cong vor dem Sicherheitsrat. "Die Mitgliedstaaten zum Einsatz von Gewalt zu ermächtigen, käme einer Legitimierung des rechtswidrigen und wahllosen Einsatzes von Gewalt gleich, was unweigerlich zu einer weiteren Eskalation der Lage und zu schwerwiegenden Folgen führen würde", fügte er hinzu.
Moskau, ein langjähriger Verbündeter Teherans, erklärte, es werde keine Maßnahmen unterstützen, die es als einseitig betrachtet. Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte zuvor erklärt, ein Militäreinsatz zur Befreiung der Meerenge sei "unrealistisch".
Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Walz, sagte indes, der Vorschlag des Golfkooperationsrates habe die Unterstützung Washingtons: "Kein Land sollte in der Lage sein, die Volkswirtschaften der Welt als Geisel zu nehmen, um in einem Konflikt einen Vorteil zu erzwingen."
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Trump: Brücken als nächste Ziele, dann Kraftwerke
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran erneut mit härteren Angriffen auf die Infrastruktur des Landes gedroht. Das US-Militär habe noch nicht einmal damit begonnen, das zu zerstören, was im Iran noch übrig sei, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. "Brücken als Nächstes, dann Kraftwerke!" Er ergänzte: "Die neue Führung des Regimes weiß, was getan werden muss." Und das müsse schnell geschehen.
Es blieb zunächst unklar, was genau er damit meinte. Wahrscheinlich bezog er sich auf seine früheren Äußerungen, wonach sich die Führung in Teheran zur Beendigung des Kriegs auf einen Deal einlassen müsse, bevor es zu spät sei und nichts mehr vom Land übrig bleibe. Für den Fall, dass der Iran eine Übereinkunft mit den USA ablehnen sollte, hat Trump dem Teheran schon mehrfach mit Angriffen auf Kraftwerke und Strominfrastruktur gedroht.
Zuvor hatte das Militär am Donnerstag eine wichtige Autobahnbrücke bei Teheran bombardiert. Das iranische Staatsfernsehen und die Nachrichtenagentur FARS berichteten - unter Berufung auf den stellvertretenden Gouverneur der Provinz - von acht Toten und 95 Verletzten. Die amerikanisch-israelischen Angriffe im Iran dauern inzwischen seit fast fünf Wochen an.
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Ergebnisse der Hormus-Gespräche
Rund 40 Länder haben am Donnerstag auf britische Initiative darüber diskutiert, wie wieder eine sichere Schifffahrt durch die Straße von Hormus möglich wird. Dabei hätten die teilnehmenden Länder unter anderem über mögliche weitere Sanktionen gegen Teheran gesprochen, teilte das britische Außenministerium nach dem Online-Treffen mit. Konkrete Schritte blieben jedoch vorerst aus.
Eine weitere Maßnahme könnte der Mitteilung zufolge die Zusammenarbeit mit der Weltschifffahrtsorganisation (IMO) sein, "um sicherzustellen, dass die ersten gestrandeten Schiffe wieder in Fahrt kommen können". Die IMO gab zuletzt bekannt, bereits an Evakuierungsplänen für die zahlreichen festsitzenden Schiffe und Seefahrer zu arbeiten.
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Stahlwerk bei Isfahan nach Angriffen außer Betrieb
Nach neuen Luftangriffen auf die Stahlindustrie im Iran stellte indes ein Werk bei Isfahan seinen Betrieb ein. Das Ausmaß der Schäden und die Zerstörungen an den Einrichtungen haben zum vollständigen Stillstand der Produktionslinien geführt, wie die Zeitungen Shargh und Hammihan unter Berufung auf eine Mitteilung des Stahlkonzerns Mobarakeh berichteten. Die Mitarbeiter wurden demnach angewiesen, ihre Arbeit niederzulegen.
Die Stahlindustrie zählt zu den Schlüsselbranchen im Iran und spielt eine zentrale Rolle etwa in der Automobilproduktion oder dem Rüstungsbereich. Das Werk Mobarakeh bei Isfahan ist dabei der größte Stahlproduzent des Landes und ein wichtiger Pfeiler der inländischen Versorgung. Vor dem Hintergrund internationaler Sanktionen hat Iran seine Stahlproduktion gezielt ausgebaut, um unabhängiger von Importen zu werden. In dem Werk bei Isfahan sind mehr als 10.000 Menschen beschäftigt.
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USA zerstören wichtige Brücke im Iran
Nach der Bombardierung einer wichtigen Autobahnbrücke bei Teheran hat US-Präsident Donald Trump dem Iran mit weiteren Angriffen gedroht. „Die größte Brücke im Iran stürzt ein und wird nie wieder genutzt werden - es wird noch viel mehr folgen!“, schrieb er auf der Online-Plattform Truth Social und postete ein kurzes Video dazu, das die zerstörte Brücke vor einem Bergmassiv und dichte Rauchschwaden zeigt.
Der Iran sollte sich auf einen Deal einlassen, bevor es zu spät sei und nichts mehr übrig bleibe von dem Land, so Trump. Es handelt sich um eine wichtige Autobahnbrücke in der Großstadt Karadsch, einem Vorort westlich von Teheran. Iranische Medien hatten zuvor von dem Luftangriff berichtet. Über Opfer wurde zunächst nichts bekannt. Mit einer Höhe von 132 Metern war sie die höchste Brücke im Iran und eine wichtige Verbindungsroute für Pendler aus Karadsch in die Hauptstadt und Millionenmetropole Teheran.
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18 Staaten rufen Israel und Hisbollah zur Einstellung der Kämpfe auf
18 europäische Staaten haben Israel und die Hisbollah-Miliz aufgerufen, die Kämpfe zu beenden. "Der israelische Militäreinsatz im Libanon und die Angriffe der Hisbollah müssen eingestellt werden", forderten die Außenminister von 18 Ländern, darunter Österreich, Italien, Spanien und Polen in einer gemeinsamen Erklärung. Auch die Angriffe auf die UNO-Friedenstruppe im Libanon (UNIFIL) werden verurteilt. Die Sicherheit der UNIFIL-Soldaten müsse jederzeit gewährleistet sein.
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Neue Raketenangriffe auf Israel und Iran
Der Iran hat Israel erneut mit Raketen angegriffen. Irans staatlicher Rundfunk berichtete von einer weiteren Angriffswelle auf die Küstenstadt Tel Aviv. In der Metropole sowie in Jerusalem gab es am Donnerstag erneut Raketenalarm, Menschen eilten in Schutzräume. Im Iran ist unterdessen eine wichtige Autobahnbrücke zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit bombardiert worden.
Nach ersten Angaben des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom wurde in Israel niemand verletzt. Bei einem Raketenangriff der mit dem Iran verbündeten libanesischen Hisbollah-Miliz wurde nach Medienberichten in der Stadt Nahariya im Norden Israels ein Kindergarten getroffen. Dabei gab es den Angaben zufolge ebenfalls keine Verletzten.
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UNO-Generalsekretär: "Wir stehen am Rande von größerem Krieg"
UNO-Generalsekretär António Guterres hat vor dem Hintergrund der jüngsten Eskalationsdrohungen zwischen den USA und dem Iran vor einer gefährlichen Ausweitung des Konflikts im Nahen Osten gewarnt. "Wir stehen am Rande eines größeren Krieges, der den Nahen Osten erfassen und weltweit dramatische Auswirkungen haben würde", sagte Guterres vor Journalisten in New York. "Die Spirale aus Tod und Zerstörung muss enden."
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Putin und saudischer Kronprinz beraten über Nahost und OPEC+
Der russische Präsident Wladimir Putin und der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman haben nach russischen Angaben vom Donnerstag in einem Telefonat den Nahost-Krieg und ihre Zusammenarbeit in der Ölförderländer-Gruppe OPEC+ erörtert. Beide Seiten äußerten sich dem Kreml zufolge besorgt über die militärische Eskalation und forderten ein Ende der Feindseligkeiten.
Man habe auch die Bedeutung gemeinsamer Bemühungen unter Mitwirkung von Russland und Saudi-Arabien im Rahmen der OPEC+ betont, um den globalen Ölmarkt zu stabilisieren. Russland unterliegt wegen des Kriegs gegen die Ukraine internationalen Sanktionen unter anderem in Bezug auf seine Ölexporte.
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Institut Pasteur in Teheran bei Angriff beschädigt
Das Institut Pasteur in Teheran ist bei einem Beschuss der iranischen Hauptstadt nach Behördenangaben schwer beschädigt worden. "Der Angriff gegen das Institut Pasteur des Iran, ein hundertjähriger Pfeiler der Weltgesundheit und Mitglied des internationalen Pasteur-Netzwerks, ist eine direkte Attacke gegen die internationale Gesundheitsversorgung", teilte der Sprecher des iranischen Gesundheitsministeriums, Hossein Kermanpur, am Donnerstag über die Plattform X mit.
Kermanpur veröffentlichte Bilder des stark beschädigten Gebäudes, von dem einige Teilen in Trümmern lagen.
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Iran: Keine Urananreicherung für Atomwaffen
Der Iran strebt nach den Worten seines Vertreters bei der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) keine Urananreicherung in einem für den Bau einer Atombombe erforderlichen Ausmaß an. Die Vorwürfe, denen zufolge Teheran Uran auf den für den Bau einer Atomwaffe nötigen Grad anreichern wolle, seien eine "Lüge", sagte der iranische IAEA-Botschafter Reza Najafi der AFP.
Er bestritt zudem, dass die Islamische Republik nach den US-israelischen Angriffen auf ihre Atomanlagen im Juni 2025 die Urananreicherung "wieder aufgenommen" habe. "Wir haben die Anreicherung nicht wieder aufgenommen, und es war eine Lüge, eine sehr große Lüge, wie die anderen Lügen auch", sagte Najafi.
Die USA und Israel hätten den Iran beschuldigt, er wolle sein Atomwaffenprogramm wieder aufnehmen, sagte Najafi. Dabei habe es im Iran "nie ein Atomprogramm gegeben". Dies sei "wiederholt von der IAEA und sogar von den amerikanischen Geheimdiensten selbst bestätigt" worden. Nach Einschätzung der IAEA ist der Iran das einzige Land ohne eigene Atomwaffen, das Uran auf 60 Prozent anreichert. Zur Herstellung von Atomsprengköpfen ist auf 90 Prozent angereichertes Uran nötig, zur Stromerzeugung mit Atomkraft ist eine Anreicherung auf 3,67 Prozent ausreichend.
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Bekannte iranische Anwältin Sotudeh festgenommen
Anwältin und Menschenrechtsaktivistin Nasrin Sotudeh ist nach Angaben ihrer Tochter erneut festgenommen worden. Ihre Mutter sei am Mittwochabend festgenommen worden, als sie allein zu Hause gewesen sei, schrieb Mehraweh Khandan via Instagram. Sotudeh ist unter anderem Sacharow-Preisträgerin des Europaparlaments.
Aktivisten werfen den Behörden der Islamischen Republik vor, im laufenden Iran-Krieg die Zivilgesellschaft verstärkt zu unterdrücken. Sotudeh wurde in den vergangenen Jahren wiederholt festgenommen und inhaftiert. Seit Jahren setzt sie sich für die Abschaffung der Todesstrafe im Iran und für die Menschenrechte ein. Sotudeh verteidigte zahlreiche politische Häftlinge als Anwältin. In mehreren Fällen verteidigte sie Frauen, die sich nicht an die strengen Verschleierungspflichten hielten.
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Beratungen über sichere Schifffahrt durch Straße von Hormuz
Rund 40 Länder haben am Donnerstag auf britische Initiative darüber diskutiert, wie wieder eine sichere Schifffahrt durch die Straße von Hormuz möglich wird. "Wir haben erlebt, wie der Iran eine internationale Schifffahrtsroute gekapert hat, um die Weltwirtschaft als Geisel zu nehmen", sagte der britische Außenministerin Yvette Cooper zu Beginn des Online-Treffens. Es bestehe eine "dringende Notwendigkeit", die freie Schifffahrt wiederherzustellen.
"Wir konzentrieren uns auf die diplomatischen und internationalen Planungsmaßnahmen, einschließlich der gemeinsamen Mobilisierung unseres gesamten Spektrums an diplomatischen und wirtschaftlichen Instrumenten und Druckmitteln", sagte Cooper weiter. Dabei geht es aber nicht um eine von den USA ins Gespräch gebrachte gewaltsame Öffnung der Meerenge, die vom Iran kontrolliert wird. US-Präsident Donald Trump hatte mehrfach erklärt, die Sicherung der Wasserstraße sei ein Problem, das andere Nationen lösen müssten.
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Insider: OPEC-Länder wollen Produktion hinauffahren
Die Öl-Allianz OPEC+ will Insidern zufolge bei einem Treffen am Sonntag eine Erhöhung ihrer Förderquoten beschließen und sich so für eine mögliche Wiedereröffnung der Straße von Hormuz wappnen. Acht Mitglieder des Kartells würden über eine solche Anhebung beraten, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters.
Die Maßnahme hätte zunächst kaum Auswirkungen auf das Angebot, da die wichtige Straße von Hormuz durch den Iran-Krieg gesperrt ist. Sie würde aber die Bereitschaft signalisieren, die Förderung hinaufzufahren, sobald die wichtigste Ölroute der Welt wieder passierbar ist. "Wir müssen reagieren, zumindest auf dem Papier", sagte einer der Insider.
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Israel tötete mehr als 40 Hisbollah-Mitglieder
Israels Armee hat bei Angriffen am Boden, aus der Luft und vom Meer aus etliche Mitglieder der libanesischen Hisbollah getötet. In den vergangenen 24 Stunden seien mehr als 40 Mitglieder der vom Iran unterstützen Miliz im Nachbarland getötet worden, teilte das israelische Militär in einer Erklärung am Mittag mit. Aus Kreisen der Hisbollah hieß es ebenfalls, Dutzende Kämpfer seien bei Nahkämpfen mit israelischen Soldaten im Südlibanon ums Leben gekommen.
Aus libanesischen Sicherheitskreisen verlautete, Israels Armee dringe weiter im Südlibanon vor. Israels Armee erklärte, Bodentruppen hätten dort Dutzende Ziele der Schiitenorganisation Hisbollah zerstört, darunter Beobachtungsposten und Raketenabschussrampen. Die israelische Luftwaffe griff den Angaben zufolge ebenfalls Dutzende Stellungen wie etwa Waffenlager im Nachbarland an.
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Österreich verweigerte USA Luftraum für Militärflüge
Österreich hat den USA die Nutzung des Luftraums für Iran-Kriegseinsätze verweigert, wie das Verteidigungsministerium am Donnerstag bekannt gab. Grund dafür sei das heimische Neutralitätsgesetz. Zur Anzahl der Anfragen machte die Ministeriumssprecherin keine Angaben - nur dass es "einige" gewesen seien. Einzelfälle würden in Absprache mit dem österreichischen Außenministerium geprüft.
Die SPÖ forderte indes von der Regierung, den Kurs beizubehalten. "Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP, Anm.) sollte keinen einzigen Flug des US-Militärs Richtung Golf mehr genehmigen. Auch keine Transportflüge und sonstigen logistischen Unterstützungen. Ganz so wie es auch Spanien, Frankreich, Italien und die Schweiz tun. Dieser Krieg schadet den österreichischen Wirtschaftsinteressen, Europa als Ganzem und dem Weltfrieden", sagte Niederösterreichs SPÖ-Landesparteivorsitzender Sven Hergovich.
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Mann wegen Angriffs auf Militäranlage hingerichtet
Im Iran ist nach amtlichen Angaben ein Mann hingerichtet worden, dem vorgeworfen wurde, an einem Angriff auf eine geheime Militäreinrichtung beteiligt gewesen zu sein. Er sei für schuldig befunden worden, in die Sperranlage in Teheran eingedrungen zu sein, meldet die Justiz-Nachrichtenagentur Mizan am Donnerstag. Er habe die Einrichtung beschädigt, einen Brand gelegt und versucht, Waffen und Munition zu entwenden. Der Mann habe die Taten während eines Verhörs zugegeben.
Sein Einspruch sei zurückgewiesen und das Urteil vom Obersten Gerichtshof bestätigt worden. Ein Justizvertreter hatte im März erklärt, Fälle im Zusammenhang mit den landesweiten Protesten vom Jänner seien abgeschlossen und die Urteile würden nun vollstreckt.
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Iran: Wiederaufbau des Stahlwerks Chusestan wird bis zu einem Jahr dauern
Der Wiederaufbau des iranischen Stahlwerks Chusestan wird nach einem Luftangriff in der vergangenen Woche bis zu einem Jahr dauern. Frühestens könne die Anlage in sechs Monaten den Betrieb wieder aufnehmen, erklärt ein Vertreter der Werksführung laut einem Nachrichtenorgan der iranischen Justiz. Alle Module und Stahlöfen seien beschädigt worden. Der Wiederaufbau solle mit heimischen Mitteln erfolgen. Das Werk war nach iranischen Angaben im Zuge der israelischen und amerikanischen Luftangriffe getroffen worden.
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Iranischer Armeechef Amir Hatami: "Feindliche Truppen dürfen nicht überleben"
Iranische Staatsmedien verbreiten eine Nachricht von Armeechef Amir Hatami. Er fordert demnach die militärische Einsatzführung auf, Bewegungen des Feindes genau zu überwachen. Die Truppen müssten bereit sein, jede Art von Angriff abzuwehren, wird der Kommandeur zitiert. "Es dürfen keine feindlichen Truppen überleben, falls der Gegner versuchen sollte, eine Bodenoffensive zu starten." Die staatlichen Medien veröffentlichen dazu ein Video ohne Ton, das Hatami in einem Raum mit drei weiteren Armeekommandeuren zeigt. Per Video sind in dem Raum zudem etwa ein Dutzend weitere Personen hinzugeschaltet. Es lässt sich zunächst nicht überprüfen, wann die Aufnahme entstanden ist.
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Iran reagiert auf Trump: Kämpfen weiter, bis USA und Israel aufgeben
Der Iran hat angekündigt, den Krieg im Nahen Osten so lange fortzusetzen, bis die USA und Israel aufgeben. Die Islamische Republik werde den Kampf weiterführen, bis ihre Gegner ihre „Reue und Kapitulation“ erklärten, sagt Militär-Sprecher Ebrahim Solfakari laut der halbamtlichen Nachrichtenagentur Tasnim.
Er droht zudem mit „einschneidenderen, umfassenderen und zerstörerischeren“ Angriffen. Damit reagierte er auf Äußerungen von US-Präsident Donald Trump. Dieser hatte erklärt, die Fähigkeiten des Iran seien „im Wesentlichen dezimiert“. Die USA hätten ihre Ziele bald vollständig erreicht und würden den Iran in den nächsten zwei bis drei Wochen „extrem hart“ treffen. Die Einschätzungen der USA und Israels zu den militärischen Fähigkeiten des Iran seien „unvollständig“, sagt Solfakari dazu.
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Preise für Gold und Silber nach Trump-Aussagen deutlich gefallen
Die Preise für Edelmetalle sind am Donnerstag nach einer Rede des US-Präsidenten Donald Trump deutlich gefallen. Nachdem eine Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) in der vergangenen Nacht zeitweise noch 4.800 Dollar (4.136 Euro) gekostet hatte, rutschte die Notierung an der Metallbörse in London in der Früh bis auf 4.586 Dollar ab.
Der Goldpreis fiel damit um mehr als vier Prozent, nachdem Trump in einer Rede an die Nation gesagt hatte, dass die Hauptziele im Iran-Krieg nahezu erreicht seien. Am Markt wurde dies als Hinweis gedeutet, dass sich der Konflikt im Nahen Osten seinem Ende nähere. Allerdings sei in den kommenden zwei bis drei Wochen noch mit harten Militärschlägen gegen den Iran zu rechnen, sagte Trump.
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Iranischer Insider: Garantierter Waffenstillstand als Bedingung für Kriegsende
Ein ranghoher iranischer Vertreter sagt der Nachrichtenagentur Reuters, der Iran fordere einen garantierten Waffenstillstand, um den Krieg dauerhaft zu beenden. Vermittler hätten am Dienstag Kontakt zum Iran aufgenommen, wobei sich die Gespräche auf die Fortsetzung der diplomatischen Bemühungen konzentriert hätten. Über die Vermittler habe es keine Gespräche über einen vorübergehenden Waffenstillstand gegeben.
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Ölpreise nach Trump-Rede deutlich gestiegen
Die Ölpreise sind am Donnerstag nach der Rede von US-Präsident Donald Trump an die Nation stark gestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Juni zog im frühen Handel um mehr als sechs Prozent auf 107,48 Dollar (92,62 Euro) an. Am Vortag war der Preis wegen der Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs zeitweise noch unter die Marke von 100 Dollar gefallen.
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Trump kündigt Endphase des Kriegs mit schweren Angriffen an
US-Präsident Donald Trump hat ein baldiges Ende des seit fünf Wochen dauernden Kriegs gegen den Iran angekündigt. Die strategischen Ziele der USA seien fast erreicht. "Wir werden die Aufgabe beenden, und wir werden sie sehr schnell beenden. Wir kommen dem sehr nahe", erklärte der Präsident in einer Rede an die Nation im Weißen Haus. Gleichzeitig kündigte er für die kommenden zwei bis drei Wochen "extrem harte" Angriffe an.
Der KURIER-Korrespondent Dirk Haupt liefert eine Analyse von Trumps Rede an die Nation:
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Israels Armee meldet drei Angriffswellen aus dem Iran
Die israelische Armee hat in der Nacht zum Donnerstag drei Angriffswellen mit Raketen aus dem Iran gemeldet. Die dritte Angriffswelle erfolgte kurz nachdem US-Präsident Donald Trump in Washington eine Ansprache an die Nation zum Iran-Krieg gehalten hatte. Israelische Medien berichteten von mehreren leicht verletzten Menschen.
Nach dem ersten Angriff teilte die israelische Polizei mit, Einsatzkräfte seien zu "mehreren" Einschlagsorten im Zentrum Israels gerufen worden. Israelische Medien bezifferten die Zahl der Einschläge auf neun. Vier Menschen seien dabei leicht verletzt worden, berichteten Medien unter Berufung auf Sanitäter. In Medienberichten wurden die Schäden in einem relativ weiten Gebiet auf den Einsatz von Streumunition zurückgeführt.
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US-Militär hat bereits mehr als 12.300 Ziele angegriffen
Das US-Militär hat in dem seit mehr als einem Monat andauernden Krieg gegen den Iran nach eigenen Angaben bereits mehr als 12.300 Ziele in dem Land angegriffen. Darunter befänden sich auch 155 iranische Schiffe, die beschädigt oder zerstört worden seien, teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) auf der Plattform X mit.
Washingtons Verbündeter Israel flog nach eigenen Angaben bisher mehr als 800 Angriffe im Iran, wie die Armee am Mittwoch mitgeteilt hatte.
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Iran: Tausende nehmen Abschied von getötetem Marinekommandanten
Tausende Menschen haben in der iranischen Hauptstadt Teheran Abschied von dem bei einem israelischen Luftangriff getöteten Marinekommandeur der Revolutionsgarden genommen. Die Menschen versammelten sich am Mittwoch mit iranischen Flaggen und Porträts des getöteten Alireza Tangsiri auf dem Enghelab-Platz im Zentrum Teherans, wo der Sarg des Kommandanten langsam durch die Menschenmenge gefahren wurde, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten.
© EPA/ABEDIN TAHERKENAREH
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