Saudi-Arabien und Emirate greifen Iran an + Trump droht Iran: "Nicht mehr lange geduldig"
- Israel und die USA haben am 28. Februar mit Militärschlägen gegen den Iran begonnen.
- Seit 8. April gilt eine Waffenruhe. Gespräche zwischen den Konfliktparteien haben bisher keine Ergebnisse gebracht.
- Trotz Waffenruhe haben sich die USA und der Iran gegenseitig in der Straße von Hormus beschossen. Laut US-Präsident Donald Trump hängt die Waffenruhe an einem seidenen Faden.
- Einer DER Knackpunkte neben dem Atomprogramm: die Öffnung der Straße von Hormus. Das US-Militär will die iranische Blockade der Straße von Hormus brechen und hat am vergangenen Montag begonnen, Handelsschiffe zu eskortieren. Am Mittwoch dann die Kehrtwende: Die US-Navy würden sich aus der Straße von Hormus zurückziehen, kündigte Trump an.
- Der Iran hat nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump einen Verzicht auf Atomwaffen zugesichert.
- US-Präsident Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping sind sich einig, dass die Straße von Hormus "offen bleiben" muss.
- Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sollen unterdessen erstmals den Iran angegriffen haben.
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Iran-Krieg
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Emirate wollen Pipeline-Ausbau beschleunigen
Die Vereinigte Arabische Emirate wollen den Ausbau ihrer bestehenden Ölpipeline nach Fudschaira im Osten des Landes beschleunigen. Wie das Medienbüro von Abu Dhabi mitteilte, soll die Leitung von 2027 an Öl von Abu Dhabi an den Golf von Oman transportieren und damit die durch den Iran-Krieg zum Erliegen gekommene Straße von Hormuz umgehen. Die Pipeline werde die Exportkapazität der Emirate über Fujairah verdoppeln, hieß es am Freitag.
Der Ort am Golf von Oman spielt für die Emirate eine zentrale Rolle. Von dort aus können Öllieferungen die Weltmärkte erreichen, ohne die Straße von Hormuz passieren zu müssen. Die für den Welthandel wichtige Meerenge ist seit Beginn des Iran-Kriegs nicht mehr frei passierbar, was den Ölexport stark behindert.
Der staatliche Energiekonzern ADNOC betreibt schon seit Jahren eine Pipeline-Verbindung von Abu Dhabi nach Fudschaira. Bei dem neuen Pipeline-Projekt handelt es sich um eine Erweiterung, um bestehende Exportwege zu verstärken und um die Exportinfrastruktur flexibler zu machen.
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Ölpreise ziehen wieder an
Die Ölpreise sind nach der jüngsten Beruhigung am Freitagvormittag wieder gestiegen. Die Notierungen haben sich auf Wochensicht deutlich verteuert, da die für den Ölhandel entscheidende Straße von Hormuz faktisch geschlossen bleibt.
Ein Barrel (etwa 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kostete zuletzt 108,03 US-Dollar. Das waren 2,19 Prozent mehr als am Vortag. Im Wochenverlauf liegt die Notierung etwa sieben Prozent im Plus. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juni stieg um 1,05 Prozent auf 103,02 Dollar. Am Markt standen die Ergebnisse des mittlerweile beendeten Gipfeltreffens zwischen den USA und China im Fokus.
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Libanon: Israels Armee ruft Bewohner zur Evakuierung auf
Die israelische Armee (IDF) hat die Bewohner von fünf Ortschaften im Libanon zur sofortigen Evakuierung aufgerufen. Angesichts der "Verletzung des Waffenruheabkommens durch die terroristische Hisbollah" sähen sich die Streitkräfte "gezwungen, mit aller Härte gegen sie vorzugehen", erklärte der arabischsprachige Sprecher der IDF, Avichay Adraee, am Freitag im Onlinedienst X. Adraee nannte dabei fünf Dörfer in der Nähe der Stadt Tyros an der Küste im Südlibanon.
Die Bewohner sollten unverzüglich ihre Häuser verlassen und sich mindestens einen Kilometer entfernt von den Dörfern und Städten aufhalten. Die israelische Armee erklärte am Freitag zudem, dass einer ihrer Soldaten im Südlibanon getötet worden sei. Der 20-Jährige starb demnach im Süden des Landes, teilte die Armee mit. Nähere Angaben machte sie nicht.
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Trump will mit Iran "nicht mehr lange geduldig sein"
Trump drohte dem Iran mit dem Ende seiner Geduld. "Ich werde nicht mehr lange geduldig sein", sagte er in einem Interview mit dem Sender Fox News. Der Iran solle ein Abkommen schließen. Das angereicherte Uran des Iran könne sicher verschlossen gelagert werden. Er hätte es lieber in den USA, aber dies sei mehr für Public Relations als alles andere. Die iranischen Führer, mit denen die US-Regierung verhandle, seien vernünftig.
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Erste Angriffe von Saudi-Arabien und der Emirate
Als Vergeltung für iranische Angriffe auf das eigene Staatsgebiet sollen Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) während des jüngsten Konflikts im Nahen und Mittleren Osten ihrerseits Ziele im Iran attackiert haben. Es sei das erste Mal gewesen, dass die beiden arabischen Länder den Iran direkt angriffen, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf aktuelle und ehemalige ranghohe US-Beamte.
Über Zeitpunkt und Ziele der unabhängig voneinander durchgeführten Attacken machten sie keine Angaben. Weder Saudi-Arabien noch die Emirate bestätigten die Angriffe. Der Iran hatte im jüngsten Krieg mit den USA und Israel immer wieder Ziele in den beiden Ländern angegriffen und erhebliche Schäden angerichtet. Das US-Militär unterhält sowohl in Saudi-Arabien als auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten Stützpunkte.
Saudi-Arabien und Iran ringen seit langem um die Vorherrschaft in der Region. Die Rivalität wird auch vom konfessionellen Konflikt zwischen dem sunnitischen Islam in Saudi-Arabien und dem schiitischen Islam im Iran geprägt. Auch die Beziehungen zwischen den Emiraten und dem Iran sind angespannt. Das arabische Land ist ein wichtiger Verbündeter der USA und hatte zuletzt auch seine Beziehungen zu Irans Erzfeind Israel normalisiert.
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Iranische Ölproduktion liegt brach
Die iranische Ölproduktion ist nach Darstellung von US-Finanzminister Scott Bessent zum Stillstand gekommen. Seit drei Tagen sei kein Öl mehr auf der für den Export wichtigen Insel Kharg verladen worden. "Wir gehen davon aus, dass ihre Lagerkapazitäten erschöpft sind", sagte er am Donnerstag im Interview des US-Senders CNBC und führte fort: "Es fahren keine Schiffe aus, es kommen keine Schiffe an, sie können also kein Öl auf See lagern".
Wenn der Iran sein Öl nicht mehr verkaufen kann, drohen Speicher vollzulaufen. Wenn deswegen Erdölbohrlöcher geschlossen werden müssten, können diese langfristig beschädigt werden. Darauf spielte Bessent bereits in der Vergangenheit an: Die Blockade werde zu einem sogenannten "shut in" der iranischen Ölanlagen führen und die Seeblockade die Einnahmen Teherans ins Visier nehmen.
Bessent kam im Gespräch mit CNBC anhand von Satellitenbildern zu dem Schluss, dass der Iran mit dem Herunterfahren der Produktion begonnen habe. Der Minister wertete dies als Erfolg der US-Blockade von Schiffen, die iranische Schiffe ansteuern oder verlassen wollen – das US-Militär fängt diese seit Wochen ab und will damit Teheran wirtschaftlich in die Knie zwingen, weil dann kein Öl mehr exportiert werden kann. US-Präsident Donald Trump hatte diese als Reaktion auf die iranische Blockade der Straße von Hormuz verhängt.
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Straße von Hormus muss laut Trump und Xi "offen bleiben"
US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping sind sich nach Angaben des Weißen Hauses einig, dass die Straße von Hormus "offen bleiben" muss. Beide Staatschefs seien bei ihrem Treffen in Peking übereingekommen, dass dadurch der "freie Energiefluss" unterstützt werden solle, erklärte das Weiße Haus.
Teheran hat die für den weltweiten Öl- und Gashandel bedeutende Straße von Hormus infolge des Iran-Krieges weitgehend gesperrt.
Chinas Staatschef und der US-Präsident haben am Donnerstag ihre Gespräche in Peking begonnen. Mehr dazu hier:
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Iran fordert BRICS-Staaten zur Verurteilung von USA und Israel auf
Der Iran wirft den USA und Israel Verstöße gegen das Völkerrecht vor und fordert die BRICS-Staaten dazu auf, die beiden Länder deswegen zu verurteilen. Außerdem ruft Außenminister Abbas Araqchi dazu auf, eine Politisierung internationaler Institutionen zu verhindern. Das "falsche Gefühl des Westens", überlegen zu sein und Immunität zu haben, müsse "von uns allen zerschmettert werden", heißt es in einer auf Araqchis Telegram-Kanal veröffentlichten Erklärung.
Zu den BRICS-Mitgliedern gehören neben dem Iran auch Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika, Ägypten, Äthiopien, die Vereinigten Arabischen Emirate sowie Indonesien.
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Vance: Fortschritte bei Verhandlungen mit Teheran
Bei den Verhandlungen mit dem Iran über ein Ende des Krieges geht es nach Darstellung von US-Vizepräsident JD Vance voran. "Die grundlegende Frage ist, ob wir genug Fortschritte machen, um die rote Linie des Präsidenten einzuhalten", sagte Vance am Mittwoch vor Journalisten im Weißen Haus. US-Präsident Donald Trump müsse darauf vertrauen können, dass Sicherheitsvorkehrungen ergriffen werden, damit der Iran niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelangt.
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Netanjahu besuchte während Iran-Kriegs heimlich Emirate
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach Angaben seines Büros während des Iran-Kriegs heimlich die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) besucht. Netanjahu habe sich dort mit dem Präsidenten Mohammed bin Sajid getroffen, hieß es in der Mitteilung. Der Besuch habe zu "einem historischen Durchbruch in den Beziehungen zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten" geführt.
Weitere Details wurden zunächst nicht genannt. Es gab bereits Berichte über frühere geheime Besuche Netanjahus in dem Golfstaat und offizielle Telefonate zwischen den beiden.
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Israel verstärkt Angriffe im Gazastreifen nach Feuerpause im Iran
Israel hat seine Angriffe im Gazastreifen in den vergangenen fünf Wochen deutlich ausgeweitet. Seit dem Ende der gemeinsamen Bombardements mit den USA auf den Iran am 8. April seien in dem Palästinensergebiet 120 Menschen getötet worden, teilte das dortige Gesundheitsministerium mit. Dies seien 20 Prozent mehr als in den fünf Wochen zuvor. Der Konfliktbeobachter ACLED verzeichnete im April zudem 35 Prozent mehr israelische Angriffe als im März.
Die Zunahme der Luftschläge ist ein weiteres Zeichen für den ins Stocken geratenen Plan von US-Präsident Donald Trump, der ein Ende des Krieges und den Wiederaufbau vorsieht. Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht zu den Gründen für die Eskalation.
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Helfer: Täglich vier Kinder getötet oder verletzt
Das Inkrafttreten einer Waffenruhe im Libanon vor rund einem Monat hat das Land für Kinder nach Einschätzung einer Hilfsorganisation nicht sicherer gemacht. Jeden Tag seien im Durchschnitt mehr als vier Kinder getötet oder verletzt worden, teilte die Kinderhilfsorganisation "Save the Children" mit. Die libanesische und die israelische Regierung hatten sich Mitte April auf die Waffenruhe geeinigt. Es kommt jedoch weiterhin zu Angriffen zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz.
Insbesondere im Libanon werden dabei weiter täglich Menschen getötet. Allein seit Inkrafttreten der Feuerpause wurden nach Behördenangaben insgesamt fast 400 Menschen getötet.
"Die Angriffe auf die Zivilbevölkerung haben nicht aufgehört - sie wurden einfach unter einem anderen Namen fortgesetzt", sagte Nora Ingdal, Länderdirektorin von "Save the Children" im Libanon. Mitarbeiter berichteten demnach, dass sich die Luftangriffe in einigen Gebieten intensiver anfühlten als je zuvor.
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Israels Armee beginnt neue Angriffe im Südlibanon
Israels Militär hat eigenen Angaben zufolge trotz aktuell herrschender Waffenruhe neue Angriffe auf Ziele der Hisbollah in mehreren Gegenden im Südlibanon begonnen. Die israelische Armee nehme dabei "Terrorinfrastruktur der Hisbollah" ins Visier, teilte sie Mittwochvormittag mit. Details wurden zunächst nicht genannt. Zuvor hatte Israels Armee die Bewohner mehrerer Orte im Süden des Nachbarlandes aufgerufen, diese zu verlassen, um dort gegen die Hisbollah vorzugehen.
Solche Fluchtaufforderungen gibt Israels Militär immer wieder vor anstehenden Angriffen heraus. Im Libanon wurden unterdessen mehrere israelische Angriffe im Süden des Landes gemeldet. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete von zahlreichen Angriffen in mehreren Gebieten im Süden und auch nahe der Küstenstadt Tyrus.
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Globale Ölvorräte sinken stärker als befürchtet
Das weltweite Ölangebot dürfte aufgrund des Iran-Krieges stärker sinken als bisher angenommen. Die US-Energieinformationsbehörde (EIA) geht davon aus, dass die Straße von Hormuz bis Ende Mai faktisch geschlossen bleibt. Zudem schätzt die Behörde, dass im April im gesamten Nahen Osten rund 10,5 Millionen Barrel Rohöl pro Tag (bpd) ausgefallen sind. Daher erwartet die EIA für dieses Jahr einen Rückgang des globalen Ölangebots um 2,6 Millionen Barrel pro Tag.
Zuvor war die Behörde von einem Minus von rund 300.000 Barrel pro Tag ausgegangen, zeigt ein aktueller Bericht. Für die Sorte Brent erwartet die EIA im Mai und Juni einen Durchschnittspreis von etwa 106 Dollar (90,31 Euro) pro Barrel. Im vierten Quartal soll der Preis auf durchschnittlich 89 Dollar sinken, sobald sich die Produktion im Nahen Osten zu erholen beginnt.
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Weitere Hinrichtung im Iran nach Spionagevorwürfen
Inmitten einer Serie täglicher Hinrichtungen hat die iranische Justiz abermals ein Todesurteil nach Spionagevorwürfen vollstreckt. Ehsan Afrashteh, ein IT-Experte, sei am Mittwoch in der Früh durch Erhängen hingerichtet worden, berichtete die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Mizan. Irans Justiz hatte ihm Zusammenarbeit mit dem israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad zur Last gelegt.
Afrashteh wurde nach Informationen des Menschenrechtsnetzwerks HRANA mit Sitz in den USA 2024 festgenommen, als er aus der Türkei zurück in seine Heimat reiste. Demnach verbrachte er die ersten Monate danach im berüchtigten Evin-Gefängnis in der Hauptstadt Teheran zunächst in Isolationshaft.
Der studierte Bauingenieur habe als IT-Experte unter anderem im Bereich Cybersicherheit gearbeitet, berichtete die Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHRNGO) mit Sitz in Norwegen. In der Türkei sei ihm bewusst geworden, dass ausländische Geheimdienste ihn ausnutzten, berichtete die Organisation unter Berufung auf Aussagen eines Mithäftlings.
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Erdbeben erschüttert Irans Hauptstadt Teheran
Ein Erdbeben der Stärke 4,3 bis 4,6 erschütterte Dienstagnacht die iranische Hauptstadt Teheran. Bisher wurden keine Schäden oder Verletzte gemeldet.
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China ruft Pakistan zu mehr Vermittlungsbemühungen auf
Kurz vor dem Besuch von US-Präsident Donald Trump in China und dort geplanten Gesprächen über den Iran-Krieg hat die Führung in Peking Pakistan zu stärkeren Vermittlungsbemühungen aufgerufen. Islamabad solle Fragen im Zusammenhang mit einer möglichen Öffnung der Straße von Hormuz "angemessen" behandeln, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua Außenminister Wang Yi am Mittwoch. Wang telefonierte laut Xinhua mit seinem pakistanischen Kollegen Ishaq Dar.
Dabei forderte er Pakistan demnach auf, die Vermittlungsbemühungen zwischen Washington und Teheran im Iran-Krieg zu "intensivieren". China werde Pakistan weiterhin dabei "unterstützen" und "einen Beitrag zu diesem Ziel leisten", sagte Wang laut Xinhua.
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Straße von Hormuz: Australien will sich an Militärmission beteiligen
Australien will sich an einer möglichen "multinationalen Militärmission" unter Führung Frankreichs und Großbritanniens zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormuz beteiligen. Eine solche Militärmission könne die diplomatischen Bemühungen und deeskalierende Maßnahmen "ergänzen", sagte Verteidigungsminister Richard Marles am Mittwoch nach Beratungen von rund 40 Ländern. Es handle sich zugleich um ein Bekenntnis zur Sicherheit des weltweiten Handels.
Zur Unterstützung einer "unabhängigen und strikt defensiven" Mission werde Australien ein Aufklärungsflugzeug vom Typ Wedgetail E-7A beisteuern, das bereits in der Region stationiert ist, um die Vereinigten Arabischen Emirate vor Drohnenangriffen des Iran zu schützen, fügte Marles hinzu.
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Medien: Teheran besitzt noch Großteil seines Raketenarsenals
Der Iran verfügt US-Medienberichten zufolge immer noch über den Großteil seiner Bestände an mobilen Abschussrampen und Raketen. Die "New York Times" berichtet über Erkenntnisse von US-Geheimdiensten, wonach der Iran noch jeweils etwa 70 Prozent seiner mobilen Abschussrampen sowie des Raketenarsenals habe, das er vor dem Krieg hatte. Die Zeitung beruft sich dabei auf Personen, die mit den Geheimdiensterkenntnissen von Anfang dieses Monats vertraut sind.
Demnach habe der Iran auch wieder Zugang zum Großteil seiner unterirdischen Raketenlager, heißt es. Die "Washington Post" hatte bereits vergangene Woche über eine US-Geheimdienstanalyse berichtet und ähnliche Zahlen genannt. Der Iran verfüge noch über etwa 75 Prozent seiner Vorkriegsbestände an mobilen Abschussrampen sowie etwa 70 Prozent seiner Raketen, zitierte die Zeitung einen US-Beamten. Dieser verwies demnach auch auf Hinweise, dass die iranische Führung in der Lage gewesen sei, fast alle ihrer unterirdischen Lagerstätten wieder in Betrieb zu nehmen, einige beschädigte Raketen zu reparieren sowie einige neue Raketen fertigzustellen.
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13 Tote bei neuen israelischen Angriffen im Südlibanon
Bei neuen israelischen Angriffen auf Ziele im Süden des Libanon sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Beirut 13 Menschen getötet und 16 weitere verletzt worden. Allein bei einem Angriff auf Nabatijeh seien fünf Menschen getötet worden, teilte das Ministerium am Dienstag mit. Mittwochfrüh wurde eine stark befahrene Autobahn zwischen Beirut und dem Südlibanon von einem israelischen Luftangriff getroffen, wie die staatliche Nachrichtenagentur NNA mitteilte.
Der Angriff auf die Autobahn habe sich nahe der Ortschaft Jiyeh ereignet, rund 20 Kilometer südlich von Beirut. Am Samstag waren bereits zwei Autos bei Angriffen in der Region getroffen worden.
Bei den Angriffen am Vortag wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Shebshit vier Menschen getötet, darunter ein Soldat und ein syrischer Staatsangehöriger. In Bint Jbeil seien vier Zivilisten getötet worden, darunter ein Kind.
Die libanesische Armee hatte zuvor den Tod eines Soldaten bekannt gegeben, der bei einem israelischen Angriff in Shebshit getötet worden sei. Israels Streitkräfte hatten zuletzt ihre Angriffe auf Ziele der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz im Libanon verstärkt.
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Grüne kritisieren fehlende Maßnahmen für Energieunabhängigkeit
Grünen-Chefin Leonore Gewessler hat die Budgetpläne der Bundesregierung scharf kritisiert. Bei einer Pressekonferenz am Dienstag sprach sie von einem "Raub an der Zukunft" und bemängelte fehlende Maßnahmen im Energie- und Klimabereich. "Monatelang haben wir gehört, wie gefährlich unsere Abhängigkeit von Öl und Gas ist", sagt sie mit Bezug auf die Iran-Krise. Die Regierung aber fördere Diesel und verteuere E-Autos. Zugleich würden Förderungen für den Heizungstausch auslaufen
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US-Botschafter bestätigt Schutz der Emirate durch Iron Dome
Der US-Botschafter in Israel hat den Einsatz des israelischen Raketenabwehrsystems Iron Dome in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) während des jüngsten Iran-Kriegs bestätigt. Israel habe dem Golfstaat Batterien von Iron Dome (Eisenkuppel) geschickt sowie Soldaten, die bei der Bedienung geholfen hätten, sagte Botschafter Mike Huckabee bei einer Konferenz der Universität Tel Aviv.
Die Vereinigten Arabischen Emirate waren nach Angaben der israelischen Denkfabrik INSS während des Kriegs neben Israel am meisten von iranischen Raketen- und Drohnenangriffen betroffen. Das Portal Axios hatte zuerst über den Einsatz der israelischen Raketenabwehr in den Emiraten zum Schutz vor iranischen Geschossen berichtet. Die Zusammenarbeit zwischen Israel und den Emiraten in den Bereichen Militär, Sicherheit und Nachrichtendienste habe während des Kriegs einen neuen Höhepunkt erreicht.
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Trump nennt iranische Forderungen "Müll"
US-Präsident Donald Trump wies die jüngsten Forderungen aus Teheran als "Müll" zurück und warnte, die seit Anfang April geltende Waffenruhe werde nur noch künstlich am Leben gehalten. Der Iran drohte unterdessen mit einer Anreicherung seines Urans auf einen waffentauglichen Reinheitsgrad.
Die Regierung in Teheran dringt unter anderem auf ein Ende der Kämpfe an allen Fronten - einschließlich des Libanons, wo der US-Verbündete Israel gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz vorgeht. Zudem pocht der Iran auf die Souveränität über die Straße von Hormus, verlangt Reparationen für Kriegsschäden und ein Ende der US-Seeblockade.
Trump reagierte harsch auf den Forderungskatalog aus Teheran: "Ich würde sie (die Waffenruhe) im Moment als äußerst brüchig bezeichnen, nachdem ich diesen Müll gelesen habe, den sie uns geschickt haben", sagte er vor Journalisten. "Ich habe es nicht einmal zu Ende gelesen."
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Teheran droht mit Urananreicherung auf 90 Prozent
Der Iran droht damit, bei einem erneuten Angriff sein Uran auf einen atomwaffentauglichen Reinheitsgrad anzureichern. "Eine der Optionen des Irans im Falle eines weiteren Angriffs könnte die Anreicherung von Uran auf 90 Prozent sein", schrieb der Abgeordnete Ebrahim Resaei, der Sprecher des parlamentarischen Ausschusses für nationale Sicherheit und Außenpolitik ist, auf der Online-Plattform X. "Wir werden dies im Parlament prüfen."
Die USA und Israel haben den Iran am 28. Februar mit dem erklärten Ziel angegriffen, die Islamische Republik daran zu hindern, Atomwaffen zu entwickeln. Derzeit besteht eine Waffenruhe.
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Iran: Mann hingerichtet
Im Iran ist ein Mann wegen bewaffneten Aufruhrs hingerichtet worden. Abdoljalil Shahbakhsh habe der militanten sunnitischen Organisation Ansar al-Furqan angehört, die in der südöstlichen Provinz Sistan und Baluchestan aktiv sei, meldete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim am Dienstag. Der Mann sei wegen bewaffneten Aufruhrs gegen die Sicherheitskräfte und Mitgliedschaft in einer Terrorvereinigung verurteilt worden. Das Oberste Gericht habe das Todesurteil bestätigt.
Die Baluchen sind eine ethnische und religiöse Minderheit im Iran, der überwiegend vom schiitischen Islam geprägt ist. Sie leben im Südosten des Iran und in Teilen der Nachbarländer Afghanistan und Pakistan. Sistan und Baluchestan ist eine der ärmsten Provinzen im Iran.
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US gibt 53 Millionen Barrel Öl aus Strategischer Erdölreserve frei
Das US-Energieministerium gab am Montag die Freigabe von 53,3 Millionen Barrel Öl aus der Strategischen Erdölreserve bekannt. Die Mengen sollen als Darlehen an Energieunternehmen vergeben werden, um die Ölpreise nach dem US-israelischen Krieg mit dem Iran zu stabilisieren.
Die Freigabe ist Teil einer größeren US-Zusage, insgesamt 172 Millionen Barrel auf den Weltmarkt zu bringen. Diese Zusage wurde im März im Rahmen einer Initiative der Internationalen Energieagentur mit mehr als 30 Ländern angekündigt und sollte etwa 400 Millionen Barrel Öl zusätzlich auf den Weltmarkt bringen.
Die Schließung der Straße von Hormus durch den Iran, über die vor dem Konflikt 20 Prozent der weltweiten Öl- und Gaslieferungen transportiert wurden, hat die Ölpreise steigen lassen und den Inflationsdruck erhöht. Die Rohölpreise stiegen seit Kriegsbeginn um rund 45 Prozent beziehungsweise etwa 30 Dollar pro Barrel.
Bisher wurden laut Energieministerium etwa 35 Millionen Barrel aus der Reserve auf den Markt gebracht.
Die strategische Erdölreserve der USA ist die weltweit größte Notfallreserve für Rohöl und wird seit 1975 von der US-Regierung unterhalten, um die Wirtschaft vor schweren Lieferstörungen zu schützen.
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Israelischer Angriff im Südlibanon: Sechs Tote, sieben Verletzte
Bei einem israelischen Luftangriff auf ein Haus im Süden des Libanon wurden laut der libanesischen Nachrichtenagentur am Dienstag sechs Menschen getötet und sieben verletzt.Der Angriff ereignete sich am Montagabend in der Stadt Kfardounine. Die Verletzten wurden in Krankenhäuser in der Stadt Tyros gebracht.
Israel und die vom Iran unterstützte Hisbollah tauschen trotz eines Waffenstillstandsabkommens weiterhin Feuer aus. Beide Seiten werfen sich wiederholt Verstöße gegen die Vereinbarung vor.Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden seit dem 2. März durch israelische Angriffe insgesamt 2.869 Menschen getötet und 8.730 verletzt.
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USA erhöhen Druck auf Iran mit weiteren Sanktionen
Die US-Regierung verschärft den ökonomischen Druck auf den Iran weiter. Sie verhängte Sanktionen gegen mehrere Personen und Unternehmen, darunter Firmen mit Sitz in Hongkong und den Vereinigten Arabischen Emiraten, wie das US-Finanzministerium mitteilte. Die USA werfen ihnen vor, den Verkauf und den Transport iranischen Öls durch die iranischen Revolutionsgarden nach China unterstützt zu haben.
Die Revolutionsgarden nutzten Tarnfirmen, "um ihre Rolle bei den Ölverkäufen zu verschleiern und die Einnahmen an das iranische Regime weiterzuleiten", hieß es. Die USA arbeiten demnach weiter daran, der Führung der Islamischen Republik die Mittel für ihre Waffenprogramme, terroristischen Stellvertreter und nuklearen Ambitionen zu entziehen, betonte US-Finanzminister Scott Bessent.
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US-Bürger vermissen klare Ziele im Iran-Krieg
Zwei Drittel der US-Bürger werfen Trump einer Umfrage zufolge vor, die Ziele des Iran-Krieges nicht klar dargelegt zu haben. Dies geht aus einer am Montag abgeschlossenen Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters und des Instituts Ipsos hervor. Rund 63 Prozent der Befragten gaben zudem an, dass die gestiegenen Energiekosten ihre Haushaltskasse belasten. Bei einer Umfrage Mitte März lag der Anteil noch bei 55 Prozent. Der Ende Februar mit US-israelischen Luftangriffen begonnene Konflikt hat die Benzinpreise in den USA um rund 50 Prozent in die Höhe getrieben.
Die Unzufriedenheit über die hohen Benzinpreise könnte für Trumps Republikaner bei den Kongresswahlen im November zum Problem werden. Der Erhebung zufolge machen 65 Prozent der Wähler sie für die Preissteigerungen verantwortlich, 27 Prozent geben den Demokraten die Schuld. Trumps Zustimmungswerte erholten sich laut der Umfrage zwar leicht auf 36 Prozent, nachdem sie Ende April mit 34 Prozent den tiefsten Stand seiner aktuellen Amtsperiode erreicht hatten. Sie liegen damit jedoch weiter unter den 47 Prozent, mit denen er im Jänner 2025 in seine zweite Amtszeit gestartet war.
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Treffen der Verteidigungsminister zu Hormuz-Einsatz
Großbritannien und Frankreich veranstalten am Dienstag eine Videokonferenz zur Absicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormuz. Über 40 Staaten sollen an dem Treffen teilnehmen. Dabei werden militärische Beiträge zur Wiedereröffnung und Sicherung der Straße von Hormuz besprochen, sobald die Umstände dies zulassen. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) ist nicht unter den Teilnehmenden.
Der britische Verteidigungsminister John Healey wird gemeinsam mit seiner französischen Amtskollegin Catherine Vautrin den Vorsitz bei dem Treffen führen. Mitte April hatte ein zweitägiges Treffen von Militärvertretern in London stattgefunden. Großbritannien und Frankreich hatten sich bei dem Treffen zu einer militärischen Sicherung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormuz bereit erklärt. Zahlreiche weitere Länder hatten den Briten und Franzosen dabei ihre Unterstützung zugesichert.
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Diplomatische Bemühungen stocken
In dem seit über zwei Monaten dauernden Krieg mit dem Iran waren die diplomatischen Bemühungen um ein Friedensabkommen zuletzt ins Stocken geraten. Eine zweite Runde direkter Verhandlungen in Pakistan ist trotz mehrerer Versuche bisher nicht zustande gekommen.
Wie das Portal "Axios" unter Berufung auf US-Beamte berichtet, will Trump noch heute das weitere Vorgehen besprechen. Neben Vizepräsident JD Vance sollen demnach auch der Sondergesandte Steve Witkoff, CIA-Chef John Ratcliffe, Verteidigungsminister Pete Hegseth, Außenminister Marco Rubio und Generalstabschef Dan Caine an dem Treffen teilnehmen.
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Trump: Waffenruhe hängt am seidenen Faden
Die Waffenruhe im Krieg mit dem Iran hängt laut US-Präsident Donald Trump nur noch am seidenen Faden. Grund dafür sei der "dämliche Vorschlag" Teherans zur Beendigung des Krieges, sagte er in Washington. Aufgrund dessen sei die Waffenruhe "so schwach wie nie". Trump sagte, der Iran habe sich zunächst bereit erklärt, dass die USA das angereicherte Uran außer Landes schafften. "Aber sie haben ihre Meinung geändert". Dennoch sei eine diplomatische Lösung weiterhin möglich.
Der Iran wies einem Bericht zufolge Trumps Aussagen zurück. Das Verhandlungsteam habe nicht zugestimmt, das hoch angereicherte Uran außer Landes zu schaffen. Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Auch Berichte darüber, dass Iran einem Stopp der Urananreicherung für 15 Jahre zugestimmt hätte, seien laut Tasnim gelogen. Derartige Informationen seien "psychologische Kriegsführung", schrieb die Agentur, die Irans mächtigen Revolutionsgarden nahesteht. Der Iran hatte nach eigenen Angaben in seiner Antwort auf einen Vorschlag der USA für eine Beendigung des Krieges ein Ende der Kämpfe in der gesamten Region und eine Freigabe seiner im Ausland eingefrorenen Vermögenswerte gefordert.
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US-Militärflugzeuge blockieren Flugbetrieb
Der Leiter der zivilen Luftfahrtbehörde in Israel ist laut einem Medienbericht der Meinung, dass die starke Präsenz von US-Militärflugzeugen am Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv den Flugbetrieb beeinträchtigt. Schmuel Sakai erklärte laut der israelischen Wirtschaftszeitung "Calcalist", Ben Gurion habe sich de facto in einen US-Militärflughafen verwandelt. Die vielen US-Militärflugzeuge behinderten die israelischen Fluggesellschaften.
Sie verzögerten auch die Rückkehr von internationalen Fluggesellschaften, die wegen des Iran-Kriegs ihre Israel-Flüge gestoppt hatten. Dieser Zustand könne die Flugpreise vor den Sommerferien erheblich in die Höhe treiben, warnte er dem Bericht zufolge in einem Brief an Transportministerin Miri Regev.
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Video: Trump nennt Forderungen Irans "völlig inakzeptabel"
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Ölpreise zieht wieder an
Öl hat sich zum Start in die Woche wegen der wieder zunehmenden Spannungen bei den Verhandlungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten weiter verteuert. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kostete zuletzt 103,8 US-Dollar (88,26 Euro) und damit um 2,5 Prozent mehr. Im frühen Handel ging es zeitweise bis auf fast 106 Dollar nach oben.
Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg ebenfalls um rund 2,5 Prozent auf 97,80 Dollar. Bereits am Freitag hatte der Ölpreis angezogen, nachdem er am Donnerstag wegen der Hoffnung auf eine Lösung des Nahost-Krieges bis auf 96 Dollar gefallen war.
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Iran findet eigene Forderungen "legitim" und "großzügig"
Der Iran bezeichnet seinen Vorschlag zur Beendigung des Krieges mit den USA und zur Öffnung der Straße von Hormus als legitim und großzügig. Die USA hielten dagegen an unvernünftigen und einseitigen Forderungen fest, sagt der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei. Zu den Forderungen Teherans gehörten ein Ende des Krieges, die Aufhebung der US-Blockade und die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte. Die sichere Durchfahrt durch die Meerenge sowie die Herstellung der Sicherheit in der Region und im Libanon seien Teil dieses Angebots.
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Trump: Iran-Antwort gefällt mir nicht
Teheran hatte seine Antwort auf den US-Vorschlag für ein Abkommen über eine Beendigung des Krieges nach Berichten iranischer Staatsmedien über den Vermittler Pakistan an Washington übermittelt. US-Präsident Trump wies die Antwort aber bereits "vollkommen inakzeptabel" zurück. "Sie gefällt mir nicht", schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. Angaben zum Inhalt des Schreibens machte er nicht.
Trump sagte dem Nachrichtenportal Axios, er werde Irans unangemessene Replik zurückweisen. Er ließ offen, ob er die Verhandlungen fortsetzen will.
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Iran richtet angeblichen US-Spion hin
Der Iran hat einen Mann wegen angeblicher Spionage für die USA und Israel hingerichtet. Das Justizportal Misan meldet, er habe in einer wissenschaftlichen Einrichtung für Satellitentechnik gearbeitet und geheime Informationen an ausländische Geheimdienste weitergegeben. Der Organisation Iran Human Rights Society zufolge ist der 29-jährige Raumfahrt-Ingenieur 2025 festgenommen und zu einem Geständnis gezwungen worden
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Ölpreis wieder höher
Öl hat sich zum Start in die Woche wegen der wieder zunehmenden Spannungen bei den Verhandlungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten weiter verteuert. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli stieg im frühen Handel um etwas mehr als vier Prozent auf 105,76 Dollar (89,92 Euro).
Bereits Ende vergangener Woche hatte der Ölpreis angezogen, nachdem er am Donnerstag wegen der Hoffnung auf eine diplomatische Lösung des Nahost-Kriegs bis auf 96 Dollar gefallen war.
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Iran lehnt US-Vorschlag ab
Der US-Vorschlag für ein Ende des Kriegs in Nahost ist von der Führung in Teheran zurückgewiesen worden. Der Plan wurde von iranischen Staatsmedien wie eine Aufforderung zur Kapitulation Teherans aufgenommen. Dagegen betone der vom Iran vorgelegte Plan ein Ende des Kriegs an allen Fronten sowie die Notwendigkeit, dass die USA Kriegsreparationen zahlen müssten, kommentierte unter anderem der regierungstreue Sender Press TV.
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Teheran droht Paris und London mit "entschiedener Antwort"
Die iranische Regierung hat Großbritannien und Frankreich mit einer "entschiedenen und sofortigen Antwort" gedroht, falls deren Kriegsschiffe in der Straße von Hormuz aktiv werden. "Wir erinnern sie daran, dass sowohl in Kriegs- als auch in Friedenszeiten allein die Islamische Republik Iran in der Straße für Sicherheit sorgen kann und sie keinem Land erlauben wird, sich in diese Dinge einzumischen", erklärte Vize-Außenminister Kazem Gharibabadi am Sonntag im Onlinedienst X.
Der französische Präsident Emmanuel Macron betonte unterdessen, seine Regierung habe "nie" einen Einsatz von Kriegsschiffen in der Straße von Hormuz geplant, sondern eine "mit dem Iran abgestimmte" Mission zur Sicherung der Schifffahrt in der Meerenge.
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Netanyahu: Krieg ist noch nicht beendet
Der Iran-Krieg ist nach Ansicht des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu noch nicht beendet. "Er ist noch nicht vorbei, denn es gibt immer noch Nuklearmaterial, angereichertes Uran, das aus dem Iran entfernt werden muss", sagte er in der CBS-Sendung "60 Minutes" laut einer veröffentlichten Vorschau. Netanyahu erklärte weiter, dass auch noch Uran-Anreicherungsanlagen demontiert werden müssten.
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Israel errichtete Stützpunkt in irakischer Wüste
Israel hat zu Beginn des Krieges gegen den Iran einen provisorischen Stützpunkt in der irakischen Wüste errichtet. Dafür sei eine unter dem früheren Machthaber Saddam Hussein erbaute und seit Langem aufgegebene Start- und Landebahn in der Najaf-Wüste genutzt worden, bestätigten irakische Sicherheitsvertreter der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag einen Bericht des "Wall Street Journal". Der israelische Einsatz erfolgte demnach "in Koordination mit den USA".
Inzwischen seien keine israelischen Soldaten mehr vor Ort. Wie lange die israelischen Streitkräfte auf dem Stützpunkt waren oder welchen Auftrag sie hatten, blieb unklar.
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Trump: Bekommen iranisches Uran "irgendwann"
US-Präsident Donald Trump hat sich zuversichtlich gezeigt, dass die Vereinigten Staaten "irgendwann" das angereicherte Uran des Iran sichern würden. "Nun, wir werden das irgendwann bekommen, zusammen mit allem, was wir wollen", sagte er in einem Interview der Sendung "Full Measure". Das Material stehe "unter Beobachtung" der USA, behauptete Trump weiter. "Wenn sich jemand dem Ort nähert, werden wir davon erfahren, und wir werden ihn in die Luft jagen."
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Teheran übermittelt Antwort auf US-Vorschlag
Der Iran hat eine Antwort auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges an den Vermittler Pakistan weitergegeben. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur IRNA am Sonntag. Zum genauen Inhalt wurde nichts mitgeteilt. Gemäß dem vorgeschlagenen Plan würden sich die Verhandlungen in dieser Phase auf die Beendigung des Krieges in der Region konzentrieren, hieß es lediglich.
Irans Regierung hatte vor wenigen Tagen mitgeteilt, man prüfe einen Vorschlag aus den USA. Dabei handelt es sich um eine 14 Punkte umfassende Absichtserklärung. Deren Ziel ist es unter anderem, einen Rahmen für zunächst 30 Tage dauernde Verhandlungen zu schaffen, um den Krieg zu beenden.
Diskutiert werden Medienberichten zufolge auch eine Lockerung von US-Sanktionen sowie Vereinbarungen zur Zukunft der Straße von Hormuz. Zudem soll eine Grundlage für Verhandlungen über Irans umstrittenes Atomprogramm geschaffen werden.
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Auch wenn der Krieg im Iran endet, wird der Hunger bleiben
Selbst wenn die Straße von Hormus sofort geöffnet würde, dauert es Monate, bis Hilfslieferungen normal laufen. Zeit, die Millionen Notleidende nicht haben, warnt der Chef des UN-Welternährungsprogramms.
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Kuwait meldet Beschuss mit "feindlichen Drohnen"
Trotz geltender Waffenruhe ist der kleine Golfstaat Kuwait von mutmaßlich iranischen Drohnen angegriffen worden. Die Streitkräfte hätten dort am Sonntag früh "mehrere feindliche Drohnen" im eigenen Luftraum entdeckt und darauf reagiert, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mit. Mehr Details wurden nicht genannt. Außenministerin Beate-Meinl Reisinger (NEOS) betonte unterdessen, Wien stehe erneut als Ort für Verhandlungen zum iranischen Atomprogramm bereit.
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