Waffenruhe zwischen Israel und Libanon verlängert

Die Waffenruhe wird laut US-Präsident Donald Trump um drei Wochen verlängert. Die Hisbollah lässt noch offen, ob sie sich daran halten wird. Alle aktuellen Entwicklungen im Iran-Krieg live.
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Iran-Krieg

  • |Josef Siffert

    Goldman Sachs: Ölproduktion wird nach Hormus-Öffnung rasch anziehen

    Nach einer vollständigen Öffnung der Straße von Hormus dürfte sich die Ölproduktion am Golf laut der US-Großbank Goldman Sachs innerhalb weniger Monate größtenteils erholen. Im April seien wegen des Iran-Konflikts rund 14,5 Millionen Barrel pro Tag oder 57 Prozent der Vorkriegsmenge vom Netz genommen worden, heißt es in einer Analyse der US-Investmentbank. Dabei handle es sich vor allem um Vorsichtsmaßnahmen und nicht um physische Schäden an den Ölfeldern.

    Eine Erholung könnte jedoch durch logistische Engpässe gebremst werden, da die verfügbare Tankerkapazität in der Region um die Hälfte gesunken sei. Zudem könnten Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate ihre Förderung schneller wieder hochfahren als der Iran und der Irak.

  • |Josef Siffert

    Rubio: Iranische Nationalmannschaft willkommen

    Die US-Regierung hat sich von einem aus den USA kommenden Vorschlag distanziert, wonach das Nationalteam Italiens anstelle des Iran an der im Sommer unter anderem in den USA stattfindenden Fußball-Weltmeisterschaft teilnehmen soll. Niemand "aus den USA hat ihnen gesagt, dass sie nicht kommen können", sagte US-Außenminister Marco Rubio mit Blick auf die iranische Nationalmannschaft am Donnerstag vor Journalisten im Oval Office.

    Rubio warnte jedoch, die USA könnten Mitgliedern der iranischen Delegation die Einreise verweigern, sollten sie Verbindungen zu den iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben, die von Washington und mehreren anderen Regierungen als Terrororganisation eingestuft werden. "Das Problem mit dem Iran wären nicht die Athleten, sondern einige der anderen Personen, die sie mitbringen wollten, von denen manche Verbindungen zu den IRGC haben", sagte der US-Außenminister. "Wir könnten sie möglicherweise nicht ins Land lassen, aber nicht die Athleten selbst", fügte er hinzu. US-Präsident Donald Trump äußerte sich ähnlich. "Wir wollen die Spieler nicht bestrafen", erklärte er.

  • |Josef Siffert

    Trump schließt Atomwaffen-Einsatz gegen Iran aus

    US-Präsident Donald Trump hat den Einsatz einer Atomwaffe gegen den Iran ausgeschlossen. "Nein, ich würde sie nicht einsetzen", sagte Trump am Donnerstag vor Journalisten im Weißen Haus. "Warum sollte ich eine Atomwaffe einsetzen, wenn wir sie auf ganz konventionelle Weise auch ohne dezimiert haben?", fügte Trump hinzu. "Eine Atombombe sollte niemals von irgendjemandem eingesetzt werden dürfen", stellte der US-Präsident klar.

    Trump hatte am 7. April mit einer drastischen Drohung gegen den Iran für große Empörung gesorgt: "Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht sterben und niemals wieder zum Leben erweckt werden", warnte Trump. Vizepräsident JD Vance wiederum sagte, die USA hätten im Konflikt mit dem Iran "Werkzeuge im Kasten, deren Einsatz wir bisher noch nicht beschlossen haben." Das Weiße Haus bestritt daraufhin, dass Vance dem Iran mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht habe. Kurz darauf stimmten Washington und Teheran einer zweiwöchigen Waffenruhe zu, die Trump am Dienstag auf unbestimmte Zeit verlängerte.

  • |Josef Siffert

    Waffenruhe zwischen Israel und Libanon verlängert

    Die Waffenruhe wird laut US-Präsident Donald Trump um drei Wochen verlängert. Die Hisbollah lässt noch offen, ob sie sich daran halten wird.

  • |Julia Deutsch

    Drohnen über Teheran

    Die iranische Agentur Fars zitierte einen ihrer Reporter mit den Worten, die Aktivierung der Luftabwehr sei darauf zurückzuführen gewesen, dass an verschiedenen Orten im Iran kleine Drohnen am Himmel entdeckt worden seien. Zuvor war von mehreren Explosionen die Rede gewesen.

  • |Julia Deutsch

    Dritter US-Flugzeugträger in Nahost-Region eingetroffen

    Fast zwei Monate nach Beginn des Iran-Kriegs haben die USA einen dritten Flugzeugträger in die Region verlegt. Die "USS George H.W. Bush" habe im Indischen Ozean den Verantwortungsbereich des für den Nahen Osten zuständigen US-Zentralkommandos Centcom erreicht, teilte Centcom am Donnerstag im Onlinedienst X mit und veröffentlichte ein Foto des Flugzeugträgers mit zahlreichen Kampfflugzeugen an Deck.

    Zuvor hatten die USA bereits die Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford" und "USS Abraham Lincoln" in die Region verlegt.

  • |Julia Deutsch

    Israel bereit für Wiederaufnahme des Iran-Kriegs

    Israel ist laut Verteidigungsminister Israel Katz „bereit, den Krieg gegen den Iran wieder aufzunehmen“. Israel warte auf grünes Licht aus den USA, sagte er nach Angaben seines Büros vom Abend bei einer Lagebeurteilung. Die Ziele seien bereits festgelegt. Es gehe vor allem darum, „die Chamenei-Dynastie“ endgültig zu zerschlagen, wichtige Energie- und Stromanlagen sowie die nationale wirtschaftliche Infrastruktur zu zerstören.
  • |Julia Deutsch

    Israel greift den Iran im Moment nicht an

    Laut Sicherheitskreisen
  • |Julia Deutsch

    Bericht über Explosionen in Teheran - Luftabwehrsystem aktiviert

    Die iranische Nachrichtenagentur Mehr berichtet, in Teilen der Hauptstadt Teheran seien Luftabwehrsysteme zu hören. Diese gingen gegen „feindliche Ziele“ vor. Zuvor hatte die Agentur Nour News berichtet, in Teheran seien Luftabwehr-Systeme aktiviert worden. Details dazu wurden nicht genannt. Am Ölmarkt zogen die Preise in Folge der Nachricht an. Zuletzt hatten manche Beobachter spekuliert, die USA könnten ungeachtet der Feuerpause einen Überraschungsangriff auf den Iran starten. 

  • |Julia Deutsch

    Libanesen ersetzen von Israel bereitgestellte Jesus-Figur

    Einwohner eines Dorfes im Südlibanon sind nicht zufrieden gewesen mit einer von Israels Armee bereitgestellten Jesus-Figur, die eine von einem israelischen Soldaten beschädigte Statue ersetzen sollte. Die von der Armee gebrachte Figur habe anders ausgesehen als die beschädigte, sagten Einwohner von Debel der Deutschen Presse-Agentur. Sie sei deshalb durch eine neue ersetzt worden.

    Auf einem von der israelischen Zeitung "Jerusalem Post" veröffentlichten Bild ist zu sehen, dass die neue Statue der beschädigten ähnlich sieht. Sie zeigt Jesus Christus am Kreuz und ist farblich einem echten Menschen nachempfunden. Die von Israels Armee besorgte wiederum zeigte Jesus als goldene Figur am Kreuz.

  • |Julia Deutsch

    NYT: Khamenei schwer verletzt - aber "klar im Kopf"

    Der neue oberste iranische Führer Mojtaba Khamenei ist laut einem US-Medienbericht schwer verletzt, geistig aber klar. Die "New York Times" (NYT) berichtete am Donnerstag unter Berufung auf ungenannte iranische Regierungsvertreter, Khamenei habe aufgrund der Verletzungen, die er bei einem US-israelischen Angriff Ende Februar erlitten habe, die Entscheidungsgewalt "zumindest für den Augenblick" in die Hände von Generälen der Revolutionsgarden gelegt.

  • |Julia Deutsch

    Libanon möchte auch künftig Präsenz von UN-Blauhelmen

    Der UNO-Sicherheitsrat hat im Vorjahr das Aus für die Friedensmission mit Ende 2026 beschlossen. Der Libanon möchte auch nach dem Ende des Mandats der Friedensmission eine weitere Präsenz von UNO-Blauhelmen. Das sagte der Leiter der UNO-Hauptabteilung für Friedenssicherungseinsätze, Jean-Pierre Lacroix, in Genf. Der Weltsicherheitsrat in New York habe eine Prüfung der Optionen in Auftrag gegeben. Das Ergebnis werde bis 1. Juni vorgelegt.

    Das Gastland, Libanon, "hat sehr klargemacht, dass sie eine UNO-Präsenz behalten wollen, nicht unbedingt identisch zu UNIFIL", sagte Lacroix. "Wir sind gerade dabei, die Optionen auszuloten." Wie groß eine neue Truppe sein könnte und was genau ihr Mandat sein könnte, sei Teil dieser Arbeit. Die Entscheidung über eine neue Blauhelm-Mission müsste der Weltsicherheitsrat fällen.

    Lacroix betont, dass die Entwaffnung der Hisbollah Aufgabe der libanesischen Behörden sei und UNIFIL dabei nur unterstützen könne. Die Zwangsentwaffnung einer Gruppe, die nicht entwaffnet werden wolle, sei per Definition Krieg. Das sei nicht Aufgabe von UNO-Blauhelmen.

  • |Julia Deutsch

    Kinder unter den Opfern

    Drei weitere Personen, darunter ein Rettungshelfer, wurden den örtlichen Gesundheitsbehörden zufolge bei einem separaten Angriff in Maghazi im Zentrum des Gazastreifens getötet. Vom israelischen Militär lag zu diesem Angriff zunächst keine Stellungnahme vor. Erst am Mittwoch waren nach palästinensischen Angaben bei einem israelischen Luftangriff nahe einer Moschee in Beit Lahiya im nördlichen Gazastreifen fünf Palästinenser getötet worden, darunter drei Kinder.

  • |Julia Deutsch

    4 Tote bei israelischem Angriff

    Bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen trotz geltender Waffenruhe sind nach palästinensischen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Eine Person sei bei einem Angriff in Khan Younis im Süden des Küstengebiets ums Leben gekommen, sagten örtliche Sanitäter. Weitere Menschen seien verletzt worden. Das israelische Militär teilte mit, es habe auf Kämpfer gezielt, die Munition transportiert hätten. Diese hätten eine Bedrohung für israelische Soldaten dargestellt.

  • |Julia Deutsch

    Trotz der geltenden Waffenruhe nahm Israels Militär die Libanesin Ama Khalil bei einem Luftschlag ins Visier. Das Rote Kreuz und die libanesische Regierung erheben schwere Vorwürfe.

  • |Julia Deutsch

    Suche nach Seeminen

    Im Kampf gegen Seeminen in der Straße von Hormus verschärfte Trump am Donnerstag sein Vorgehen. Er wies die Marine seines Landes an, alle Schiffe zu beschießen und zu versenken, die Minen in der Meerenge ausbringen würden, wie er in den sozialen Medien mitteilte. Minensuchboote würden nun noch intensiver die Seestraße von Sprengkörpern säubern. Vor einer Woche hatte Trump noch erklärt, dass die angeblich in der Straße von Hormus verteilten iranischen Seeminen bereits allesamt geborgen seien - oder noch entfernt werden würden.

    Experten gehen von mehreren Dutzend Minen aus, die der Iran vor etwa einem Monat südlich der iranischen Hoheitsgewässer verteilt haben soll - auch wenn Teheran einen solchen Einsatz nie bestätigt hat. "Weder die Iraner noch die USA - und auch sonst niemand - weiß derzeit genau, wo sich diese Minen befinden", sagte Sicherheitsforscher Andreas Krieg vom Londoner King's College dem Sender Al Jazeera.

    Rund 30 Länder bereiten sich auf einen möglichen Militäreinsatz zur Sicherung der Straße von Hormus nach Ende der Kampfhandlungen vor. London und Paris wollen einen neutralen Marineeinsatz organisieren, der sich klar von den Kriegsparteien abgrenzt, um Handelsschiffe zu begleiten und zu sichern. Deutschland erwägt einen Beitrag zur Minenräumung und Seeaufklärung.

  • |Julia Deutsch

    Trump: Meerenge "dichtgemacht"

    US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben am Donnerstag im Indischen Ozean ein Schiff mit iranischem Öl an Bord aufgebracht. Das Schiff "M/T Majestic X" sei sanktioniert und staatenlos gewesen. Am Mittwoch hatte der Iran nach eigenen Angaben zwei Frachtschiffe gekapert. Trotz der US-Seeblockade sollen 34 sanktionierte Tanker oder Tanker mit Verbindungen zum Iran die Straße von Hormus durchquert haben. US-Präsident Trump sagte hingegen, die Meerenge sei "dichtgemacht".

  • |Diana Dauer

    Schah-Sohn in Berlin mit roter Flüssigkeit attackiert

    Der iranische Oppositionspolitiker Reza Pahlavi, Sohn des 1979 gestürzten Schahs, sei bei einem Auftritt in Berlin mit Tomatensoße bespritzt worden, gab sein Team bekannt. Die Polizei berichtete, der festgenommene Mann sei der Polizei bisher nicht bekannt. Gegen ihn werde wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und Beleidigung von Personen des politischen Lebens ermittelt. "Unsere Einsatzkräfte wurden sensibilisiert und die Sicherheitsmaßnahmen für den Gast nochmal angepasst", erklärte die Polizei.

    Rund 1.000 Unterstützerinnen und Unterstützer demonstrierten am Donnerstag vor dem Berliner Reichstagsgebäude für einen Machtwechsel. Viele schwenkten Fahnen mit dem Emblem der 1979 gestürzten Monarchie, dem Löwen und der Sonne. Insgesamt waren 800 Beamte im Einsatz. Auch Gegner Pahlavis wollten auf die Straße gehen.

    Pahlavi sagte bei einer Pressekonferenz, die Menschen im Iran wollten, dass "die Monster" an der Staatsspitze nicht an der Macht blieben. Sie hätten Blut an den Händen. Zudem seien keine Pragmatiker oder Reformer Teil des Regimes.

  • |Amina Beganovic

    Straße von Hormus: Tauziehen um Frachtschiffe geht weiter

    US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben am Donnerstag im Indischen Ozean ein Schiff mit iranischem Öl an Bord aufgebracht. Das Pentagon beschrieb das Schiff "M/T Majestic X" als sanktioniert und staatenlos. Am Mittwoch hatten iranische Streitkräfte nach eigenen Angaben zwei Frachtschiffe gekapert. Trotz der US-Seeblockade sollen im April 34 sanktionierte Tanker oder Tanker mit Verbindungen zum Iran die Straße von Hormus durchquert haben.

    Das iranische Staatsfernsehen veröffentlichte am Donnerstag ein Video, das die Erstürmung von zwei Frachtschiffen durch iranische Streitkräfte zeigt. Darin sind maskierte Soldaten zu sehen, die in einem grauen Schnellboot an das Frachtschiff "MSC Francesca" heranfahren. Anschließend klettern sie über eine Strickleiter auf das Schiff hoch und springen mit gezückten Gewehren an Bord. Das mit dramatischer Musik unterlegte Video zeigt zudem ein weiteres Schiff, die "Epaminondas". Der Iran erklärte, beide Schiffe am Mittwoch gekapert zu haben. Der Iran warf den Schiffen vor, die Meerenge ohne Genehmigung durchquert haben zu wollen.

  • |Amina Beganovic

    UNO: Krieg stürzt über 30 Millionen Menschen in Armut

    Der Krieg Israels und der USA gegen den Iran wird nach Einschätzung der Vereinten Nationen weltweit über 30 Millionen Menschen in die Armut treiben. Grund dafür seien vor allem Engpässe bei Kraftstoff und Düngemitteln, sagte der Chef des UNO-Entwicklungsprogramms (UNDP), Alexander De Croo. Die Blockade von Frachtschiffen in der Straße von Hormus im Zuge des Kriegs habe die landwirtschaftliche Produktivität bereits verringert.

    Dies dürfte laut De Croo die Ernteerträge belasten. "Die Ernährungsunsicherheit wird in einigen Monaten ihren Höhepunkt erreichen - und man kann nicht viel dagegen tun", sagte er. Selbst bei einem sofortigen Ende der Kämpfe seien die Auswirkungen spürbar und würden die Menschen in die Armut zurückdrängen.

    Ein Großteil der weltweit eingesetzten Düngemittel wird im Nahen Osten produziert. Ein Drittel des globalen Angebots wird durch die Straße von Hormus verschifft, über deren Kontrolle der Iran und die USA streiten. Bereits Anfang des Monats hatten die Weltbank, der Internationale Währungsfonds (IWF) und das Welternährungsprogramm (WFP) der UNO davor gewarnt, dass der Krieg die Lebensmittelpreise in die Höhe treiben werde. Die Krise habe zudem etwa 0,5 bis 0,8 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung vernichtet, sagte De Croo.

  • |Diana Dauer

    Teheran meldet erste Einnahmen aus Maut für Straße von Hormus

    Teheran hat laut einem hochrangigen Vertreter erstmals Einnahmen aus seinen für die Durchfahrt der blockierten Seestraße von Hormus erhobenen Gebühren erhalten. 

    "Die ersten Einnahmen aus den Mautgebühren für die Straße von Hormus wurden auf das Konto der Zentralbank eingezahlt", erklärte Vize-Parlamentspräsident Hamid-Reza Haji Babaee laut der Nachrichtenagentur Tasnim am Donnerstag. Weitere iranische Medien meldeten dieselbe Erklärung, ohne jedoch weitere Details zu nennen.

  • |Diana Dauer

    Iran-Krieg befeuert den Solarboom in Europa

    Der Krieg im Iran hat eine globale Energiekrise mit rasant gestiegenen Preisen für Öl, Gas und Strom ausgelöst. Für Hausbesitzer in ganz Europa ist dies zu einem Weckruf geworden. Um den explodierenden Kosten zu entkommen, setzen immer mehr von ihnen auf eine eigene Energiequelle auf dem Dach: die Solaranlage. In Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden hat sich die Nachfrage nach solchen Anlagen seit Kriegsbeginn teils mehr als verdoppelt.
  • |Diana Dauer

    Sohn des Schahs Pahlavi ist sich Unterstützung im Iran sicher

    Der im Exil in den USA lebende Sohn des früheren Schahs, Mohammad Reza Pahlavi, sagt in Berlin, dass er sich der Unterstützung der Menschen im Iran sicher sei. Millionen von Menschen auf den Straßen Irans hätten seinen Namen gerufen. „Sie vertrauen mir“, sagt er. Man müsse nur mit Iranern sprechen, um das zu verstehen.

    Bei einer Pressekonferenz in Berlin kritisiert er zudem die deutsche Bundesregierung dafür, dass sie nicht mit ihm sprechen möchte. Dies sei „eine Schande“, sagt Pahlavi. Demokratische Regierungen sollten „mit den Menschen sprechen, die die Stimme der Stimmenlosen“ seien, betont er. Stattdessen lasse sich die Bundesregierung vom Regime in Teheran erpressen und spreche nicht mit ihm. Pahlavi ruft in der Pressekonferenz mehrfach dazu auf, das klerikale System der Islamischen Republik zu stürzen. „Das Regime war nie so brüchig wie jetzt“, sagt er. „Es ist eine verwundete Bestie.“ 

  • |Josef Siffert

    Französische Blauhelme im Libanon getötet: Paris spricht von Kriegsverbrechen

    Nach dem tödlichen Angriff auf Soldaten der UNO-Friedensmission UNIFIL im Libanon spricht Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot von einem Kriegsverbrechen. Blauhelme, die im Gelände bestens identifizierbar seien, so anzugreifen, stelle nicht nur ein Kriegsverbrechen dar, sondern sei auch ein Übergriff auf die gesamte internationale Gemeinschaft, sagte Barrot am Donnerstag im Sender France Info. Denn die internationale Gemeinschaft gebe den UNO-Soldaten ihr Mandat.

    Infolge des Angriffs am Samstag waren zwei französische Soldaten gestorben. Zwei weitere wurden verletzt. Die Soldaten waren nach Angaben von UNIFIL unter Beschuss geraten, als sie Sprengsätze an einer Straße im Süden beseitigten. Einer ersten Einschätzung von UNIFIL zufolge waren Kämpfer der Israel bekämpfenden, vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz für den Angriff verantwortlich.

     Israels Armee teilte ebenfalls mit, nach israelischen Geheimdienstinformationen hätten Hisbollah-Kämpfer das Feuer eröffnet. Damit sollte offenbar auch ein möglicher Verdacht gegen Israel bei dem tödlichen Angriff ausgeräumt werden. Die Hisbollah wies am Wochenende hingegen jegliche Verantwortung für den Vorfall von sich. Das libanesische Außenministerium versprach eine gründliche Untersuchung des Vorfalls durch die libanesischen Behörden.

  • |Josef Siffert

    Erneut Hinrichtung im Iran

    Eine Serie an Hinrichtungen im Iran dauert an. Wie das Justizportal Misan berichtete, wurde heute Morgen ein Mann exekutiert. Die iranische Justiz hatte ihm Zusammenarbeit mit dem israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad und Mitgliedschaft in einer Oppositionsgruppe zur Last gelegt. Davor waren seit Montag bereits vier Exekutionen durchgeführt worden. Ein Todesurteil wurde im Zusammenhang mit den Massenprotesten im Januar vollstreckt. Drei weitere Männer wurden nach Spionagevorwürfen hingerichtet. Menschenrechtler sprachen bei zwei von ihnen hingegen von politischen Gefangenen, die den oppositionellen Volksmudschaheddin angehört haben sollen. Die Exil-Gruppe ist im Iran verboten; sie hat sich zum Ziel gesetzt, das Herrschaftssystem im Iran zu stürzen.

  • |Josef Siffert

    Unklar, ob Gespräche weitergehen

    Ob der Iran zu weiteren Friedensgesprächen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad bereit ist, ist weiter unklar. US-Vizepräsident JD Vance, dessen Anwesenheit von iranischer Seite gefordert worden war, hätte eigentlich am Dienstag nach Pakistan fliegen wollen. Einem Vertreter des Weißen Hauses zufolge blieb er jedoch für weitere politische Beratungen in Washington. Ein hochrangiger iranischer Insider sagte der Nachrichtenagentur Reuters die Unterhändler Teherans seien zu einer weiteren Gesprächsrunde bereit, falls die USA ihre Politik des Drucks und der Drohungen aufgäben.

    In der Straße von Hormus griff der Iran am Mittwoch drei Containerschiffe an. Zwei davon wurden beschlagnahmt, ein Schiff schwer beschädigt. Die Besatzung soll in Sicherheit sein. Aus dem Iran hieß es, die Revolutionsgarden hätten die "regelwidrige" Durchfahrt der Schiffe gestoppt. Einem der Kapitäne zufolge soll die Durchfahrt zuvor aber genehmigt worden sein.

  • |Josef Siffert

    Meinl-Reisinger: Iran muss in Gespräche eintreten

    Außenministerin Beate Meinl-Reisinger zeigte sich am Mittwoch im Pressefoyer nach dem Ministerrat über die unbefristete Waffenruhe im Iran-Krieg erfreut. Jetzt müsse sich auch der Iran bereit erklären, in Gespräche einzutreten. Die Außenministerin unterstrich, dass neben dem wirtschaftlichen Schaden auch eine Hungerkatastrophe drohen könnte, die wiederum Migrationsbewegungen Richtung Europa auslösen könnte. Alleine daher brauche es eine Lösung des Konflikts.

  • |Josef Siffert

    Arabische Länder wollen Entschädigung vom Iran

    Die arabischen Länder forderten vom Iran Reparationen für die im Krieg entstandenen Schäden und Verluste. Teheran sei zu solchen Zahlungen dem Völkerrecht nach verpflichtet, heißt es in einer Erklärung der Arabischen Liga nach einem virtuellen Treffen. "Der Iran trägt international die volle Verantwortung für seine unrechtmäßigen und nicht gerechtfertigten Angriffe gegen arabische Staaten", heißt es in der Erklärung der Außenminister.

    Der iranische Außenminister Abbas Araqchi wies die Forderungen zurück. Bei einem Treffen mit dem südkoreanischen Sondergesandten Chang Bjung-han machte er die "Aggressoren" USA und Israel für die Kriegsfolgen verantwortlich. Dies teilte das iranische Außenministerium am Donnerstag auf X mit.

    Als Vergeltung für die Militärschläge der USA und Israels im Iran griff das Land seit Kriegsbeginn Ende Februar mit Tausenden Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern die Golfstaaten an. Dabei kamen US-Einrichtungen, wie etwa Botschaften und Militärstützpunkte, aber auch zivile Ziele wie Flughäfen und Wohngegenden unter Beschuss. Die meisten der Angriffe wurden in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Kuwait gemeldet.

  • |Josef Siffert

    Experten sehen keine Anzeichen für Einlenken Teherans

    Experten gehen davon aus, dass der Iran weiter hart bleiben wird. Danny Citrinowicz, einer der führenden Iran-Experten, schrieb dazu auf X: "Es ist verlockend zu glauben, dass Zeit und Druck den Iran zum Einlenken zwingen werden. Doch das werden sie nicht." Anstatt Zugeständnisse zu machen, positioniere sich der Iran für eine Eskalation, "insbesondere auf eine Weise, die die globalen wirtschaftlichen Kosten einer Konfrontation erhöht", hieß es.

    Richard Fontaine von der Denkfabrik Center for a New American Security (CNAS), schrieb auf X: "Der Kampf hat sich von der Luft und dem Land aufs Meer verlagert". Es gehe um "Blockade gegen Blockade. Ein Wirtschaftskrieg, konzentriert auf die Straße von Hormus." Das Problem sei, dass der Iran mit der Blockade der Straße von Hormus die Weltwirtschaft belaste. "Teheran setzt darauf, die Folgen einer Blockade länger aushalten zu können als der Rest der Welt", schrieb Fontaine. Irans Kontrolle über die Meerenge sei für Teheran "nützlicher als sein Atomprogramm". Citrinowicz schrieb, die US-Regierung werde irgendwann vor der "unausweichlichen Wahl stehen: Eskalation oder Zugeständnisse."

    Der regierungstreue iranische Sender Press TV betonte in einer eigenen Einschätzung der Lage, dass der Iran in den vergangenen Jahrzehnten gelernt habe, unter maximalem Sanktionsdruck zu überleben. "Selbst wenn die Blockade morgen aufgehoben würde, würde der Iran sich weiterhin weigern, an Gesprächen teilzunehmen, solange der Feind darauf besteht, die Atomfrage anzusprechen", hieß es. "Das Atomthema ist effektiv vom Tisch".

  • |Josef Siffert

    Iran: Seeblockade verstößt gegen Feuerpause

    US-Präsident Trump hat Teheran mehr Zeit für eine Verhandlungslösung gegeben und die Feuerpause einseitig verlängert. Die Waffen sollen schweigen, bis die iranische Führung mit einem geeinten Vorschlag an den Tisch kommt. Eine neue Frist setzte er nicht.

    Der Iran bekräftigte, die US-Seeblockade sei ein Verstoß gegen die Feuerpause. Die Öffnung der Straße von Hormus sei nicht möglich, wenn es zu solchen "schweren Verstößen gegen die Waffenruhe" komme, schrieb Irans Verhandlungsführer und Parlamentspräsident, Mohammed Bagher Ghalibaf, auf der Plattform X. Der Iran hat laut iranischer Nachrichtenagentur Tasnim weiter keine Pläne, an Friedensgesprächen mit den USA teilzunehmen.

    Trump hatte zuvor erklärt, die USA hätten mit der Verlängerung der Feuerpause einer Bitte pakistanischer Vermittler entsprochen. Die iranischen Revolutionsgarden forderten danach allerdings erhöhte Wachsamkeit. Man sei auf dem "Höhepunkt der Bereitschaft" zur Fortsetzung der Kämpfe. Sie drohten am Mittwoch mit "vernichtenden und für den Feind unvorstellbaren Schlägen". Die politische Führung des Iran äußerte sich bisher nicht zur Feuerpause. In Teheran herrscht großes Misstrauen gegenüber der Regierung in Washington. Ein Berater des iranischen Parlamentspräsidenten Qalibaf bezeichnete Trumps Vorstoß als möglichen Trick.

  • |Josef Siffert

    Trump-Gesandter will Italien statt Iran bei der Fußball-WM

    Paolo Zampolli soll sowohl US-Präsident Trump als auch FIFA-Präsident Infantino vorgeschlagen haben, Italien statt dem Iran zur WM zuzulassen.
  • |Josef Siffert

    Iranischer Außenminister: USA und Israel für Kriegsfolgen verantwortlich

    Der iranische Außenminister Abbas Aragtschi macht die „Aggressoren“ USA und Israel für die Folgen des Krieges verantwortlich. Dies erklärte er bei einem Treffen mit dem südkoreanischen Sondergesandten Chang Byung-ha in Teheran, wie das iranische Außenministerium auf der Plattform X mitteilt. Der Gesandte habe Aragtschi seinerseits gesagt, Südkorea begrüße die Waffenruhe und hoffe auf eine rasche Rückkehr zum Frieden in der Region, meldet die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. 

  • |Julia Deutsch

    US-Botschaft rät Amerikanern, den Libanon zu verlassen

    Die US-Botschaft in Beirut legt Amerikanerinnen und Amerikanern dringend nahe, den Libanon zu verlassen. "Die Sicherheitslage ist weiterhin komplex und kann sich schnell ändern", teilte die Botschaft in einer Sicherheitswarnung mit. US-Bürgerinnen und Bürgern sollten ausreisen, solange es noch kommerzielle Flugverbindungen gebe. Wer im Libanon bleibe, sollte Pläne für Notfallsituationen erstellen und die aktuellen Entwicklungen verfolgen, hieß es.

    Es gibt derzeit Hinweise darauf, dass die Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon wackelt. Ein Abgeordneter der libanesischen Hisbollah-Miliz, Hussein Hajj Hassan, sagte einem libanesischen TV-Sender, die Organisation sei der Waffenruhe nicht mehr verpflichtet. Zuvor hatten Israel und die proiranische Hisbollah sich mehrfach Verstöße gegen die zehntägige Waffenruhe vorgeworfen, die in der Nacht auf Freitag in Kraft getreten war.

  • |Julia Deutsch

    Über 50.000 Häuser und Wohnungen im Libanon zerstört oder beschädigt

    Bei israelischen Angriffen auf den Libanon sind offiziellen Regierungsangaben zufolge seit Anfang März mehr als 50.000 Häuser und Wohnungen zerstört oder beschädigt worden. "Innerhalb von knapp 45 Tagen gab es 17.756 zerstörte und 32.668 beschädigte Häuser und Wohnungen", sagte der Leiter des Nationalen Forschungszentrums (CNRS), Chadi Abdallah, auf einer Pressekonferenz am Mittwoch in Beirut.

    Seinen Angaben zufolge wurden auch in den ersten drei Tagen der seit Freitag geltenden Waffenruhe noch "428 Häuser und Wohnungen zerstört und 50 beschädigt".

  • |Julia Deutsch

    Journalistinnen im Libanon nach israelischem Angriff verletzt

    Bei einem israelischen Angriff im Südlibanon ist nach libanesischen Angaben eine Journalistin verletzt und eine weitere unter Trümmern verschüttet worden. Rettungskräfte seien durch anhaltenden israelischen Beschuss zeitweise daran gehindert worden, zu der Eingeschlossenen vorzudringen, teilten am Mittwoch das libanesische Gesundheitsministerium, ein hochrangiger Militärvertreter und Journalistenverbände mit.

    Israels Militär wies den Vorwurf zurück, Rettungsteams blockiert zu haben, und erklärte, es habe Berichte über zwei verletzte Journalistinnen erhalten. Bei einem Angriff auf ein Auto seien zudem zwei Menschen getötet worden, berichteten libanesische Medien.

  • |Julia Deutsch

    Keine Frist für Iran

    US-Präsident Donald Trump hat nach Angaben des Weißen Hauses für einen iranischen Vorschlag zur Beendigung des Krieges keine Frist gesetzt. Anders als in einigen Medien berichtet worden sei, habe der US-Präsident "keine feste Frist für die Vorlage eines iranischen Vorschlags gesetzt", sagte seine Sprecherin Karoline Leavitt am Mittwoch Journalisten. "Letztlich wird der Zeitplan vom Oberbefehlshaber festgelegt."

    Auf die Beschlagnahmung zweier Schiffe durch den Iran angesprochen, sagte Leavitt zudem dem Sender Fox News, Trump werte dies nicht als Verstoß gegen die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran. "Nein, denn es handelte sich weder um amerikanische noch um israelische Schiffe. Es handelte sich um zwei internationale Schiffe", sagte Leavitt.

  • |Julia Deutsch

    Israel und Libanon setzen Gespräche in Washington fort

    Die beiden verfeindeten Nachbarländer Israel und der Libanon wollen am Donnerstag in Washington erneut zu Gesprächen zusammenkommen. Das Treffen auf Botschafterebene soll erneut im US-Außenministerium stattfinden. Teilnehmen sollen die libanesische Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad, sowie der israelische Vertreter in Washington, Yechiel Leiter.

    Beide hatten sich bereits in der vergangenen Woche miteinander in Washington getroffen. Es waren die ersten direkten Gespräch von Repräsentanten beider Länder seit Jahrzehnten. US-Angaben zufolge gab es "konstruktive Gespräche über Schritte zur Aufnahme direkter Verhandlungen".

    Israel strebt mit den direkten Verhandlungen nach Angaben von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu ein dauerhaftes Friedensabkommen mit dem Libanon sowie eine Entwaffnung der proiranischen Hisbollah-Miliz an. Die libanesische Regierung will eine dauerhafte Waffenruhe und einen Abzug der israelischen Soldaten aus dem Süden des Libanons erreichen. In der Nacht auf Freitag trat im Libanon eine zehntägige Waffenruhe in Kraft.

  • |Julia Deutsch

    Der Iran hat nach den Worten von US-Präsident Donald Trump auf seine Bitte hin die geplante Hinrichtung von acht zum Tode verurteilten Frauen gestoppt. "Ich weiß sehr zu schätzen, dass der Iran und seine Führung meine Forderung als Präsident der USA respektiert und die geplanten Hinrichtungen ausgesetzt haben", schrieb Trump am Mittwoch in seinem Onlinedienst Truth Social. Teheran dementierte.

  • |Julia Deutsch

    Iran will nicht an Friedensgesprächen teilnehmen

    Angesichts der einseitig von Trump verlängerten Waffenruhe bekräftigt der Iran, die US-Seeblockade sei ein Verstoß gegen die Feuerpause. Die Öffnung der Straße von Hormus sei nicht möglich, wenn es zu solchen "schweren Verstößen gegen die Waffenruhe" komme, schrieb Irans Verhandlungsführer und Parlamentspräsident, Mohammed Bagher Qalibaf, auf der Plattform X.

    Der Iran hat laut iranischer Nachrichtenagentur Tasnim weiter keine Pläne, an Friedensgesprächen mit den USA teilzunehmen. US-Medien hatten zuvor berichtet, es könnte am Freitag eine neue Verhandlungsrunde geben.

  • |Julia Deutsch

    Trump will nur wenige Tage für Antwort geben

    US-Präsident Donald Trump will der iranischen Führung Medienberichten zufolge nur wenige Tage geben, um sich auf einen geeinten Vorschlag zur Beilegung des Krieges zu verständigen. Er sei bereit, die Waffenruhe um drei bis fünf Tage zu verlängern, berichten das Nachrichtenportal Axios und der Sender Fox News. Trumps am Dienstag angekündigte Verlängerung der Waffenruhe ist demnach nur für einen kurzen Zeitraum angedacht.

    Auch der Sender CNN berichtet unter Berufung auf zwei mit den internen Gesprächen vertraute Quellen, dass Trump plane, den Iranern ein begrenztes Zeitfenster zu geben, um einen geeinten Vorschlag für neue Verhandlungen zu erarbeiten und den diplomatischen Prozess so wieder in Gang zu bringen. Ob dies auch an die Iraner übermittelt worden ist, ist demnach unklar.

  • |Julia Deutsch

    Zweiter französischer Blauhelmsoldat gestorben

    Nach dem Angriff auf französische Blauhelmsoldaten im Süden des Libanon ist nach Angaben von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ein zweiter französischer Soldat gestorben. Der Mann sei in der Früh seinen schweren Verletzungen erlegen, erklärte Macron am Mittwoch im Onlinedienst X. Ein französischer Soldat war bereits am Samstag bei dem Angriff getötet worden.

    Macron machte am Mittwoch erneut die pro-iranische Hisbollah-Miliz für den Angriff verantwortlich, die eine Verantwortung für die Attacke von sich gewiesen hatte.

  • |Diana Dauer

    Medizinisches Personal schlief 46 Tage lang in libanesischen Spitälern

    Zwischen Israel und dem Libanon gilt seit Freitag eine Waffenruhe. Zuvor gab es in den Wochen seit dem 2. März täglich gegenseitige Angriffe. Das Personal im Gesundheitswesen war entsprechend unter Dauerbelastung. "Das medizinische Personal in den Krankenhäusern von Nabatiyeh hat insgesamt 46 Tage lang in den Krankenhäusern geschlafen", berichtet Tania Hachem von Ärzte ohne Grenzen am Mittwoch.

    Die Mitarbeitenden im Gesundheitswesen blieben an ihren Arbeitsplätzen, um rund um die Uhr die lebensrettenden Dienste aufrechtzuerhalten. Im staatlichen Krankenhaus von Nabatiyeh wohnten vorübergehend etwa 42 Familien, medizinisches Personal und ihre Kinder, so die Hilfsorganisation. Auch in anderen Krankenhäusern blieb das Personal rund um die Uhr. Sich in der Stadt zu bewegen, wäre wegen der anhaltenden israelischen Angriffe auch extrem gefährlich gewesen, hieß es. Selbst für die Beschaffung grundlegender Versorgungsgüter mussten Krankenwagen in andere Städte fahren, berichtete Ärzte ohne Grenzen.

    Doch auch das medizinische Personal selbst wurde zum Ziel der Angriffe. Bis zur Waffenruhe gab es laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) 147 Angriffe auf das Gesundheitswesen. Dabei wurden über 100 Menschen getötet und 233 Mitarbeitende verletzt. Mehrere Krankenhäuser wurden beschädigt, sechs mussten schließen.

  • |Patrick Resch

    Mehrere Frachter in der Straße von Hormus beschossen

    Iranische Streitkräfte haben nach eigenen Angaben drei Frachtschiffe vor ihrer Küste angegriffen und manövrierunfähig gemacht. In einer von der Nachrichtenagentur FARS verbreiteten Nachricht hieß es zur Begründung, die Revolutionsgarden hätten ihre "regelwidrige" Durchfahrt durch die Straße von Hormuz gestoppt. Laut der Nachrichtenagentur Reuters beschlagnahmte die Marine der iranischen Revolutionsgarden zwei der Schiffe und bringt sie an die Küste des Landes.

    Die Nachrichtenagentur FARS veröffentlichte die Namen der drei Frachtschiffe. Laut dem Trackingdienst Vesselfinder handelte es sich bei der "Epaminondas" um ein Containerschiff unter Flagge Liberias, das von den Vereinigten Arabischen Emiraten in Richtung Indien unterwegs war. Der Frachter "MSC Francesca" lag zuletzt vor der Küste Saudi-Arabiens und fährt unter der Flagge Panamas. Die "MSC Francesca" und die "Epaminondas" wurden demnach festgesetzt.

  • |Patrick Resch

    Schiff in Hormus-Straße beschossen

    Das iranische Nachrichtenportal Nur-News, das dem Nationalen Sicherheitsrat nahesteht, bestätigte einen Vorfall. Ein Containerschiff, das Warnungen der iranischen Streitkräfte ignoriert hatte, sei beschossen worden und habe erheblichen Schaden erlitten, hieß es.

    Wenig später meldete die UKMTO erneut einen Vorfall. Ein auslaufender Frachter wurde nach Angaben des Kapitäns acht Seemeilen westlich des Iran beschossen und liegt demnach gestoppt im Wasser. Die Besatzung sei in Sicherheit, Berichte über Schäden liegen demnach nicht vor. Die Behörde sei sich der erhöhten Aktivität im Gebiet der Straße von Hormuz bewusst und fordere Schiffe auf, jede verdächtige Aktivität zu melden, hieß es.

  • |Adisa Beganović

    Iran: Revolutionsgarden mahnen zu Wachsamkeit trotz Feuerpause

    Die iranischen Revolutionsgarden haben nach einer von US-Präsident Donald Trump angekündigten Verlängerung der Waffenruhe erhöhte Wachsamkeit gefordert. Die Streitkräfte seien auf dem "Höhepunkt der Bereitschaft" zur Fortsetzung der Kampfhandlungen, erklärte die Elitestreitmacht am Mittwoch. In einer neuen Phase der Eskalation könnten die Streitkräfte "vernichtende und für den Feind unvorstellbare Schläge gegen die verbleibenden Vermögenswerte" in der Region ausführen.

  • |Adisa Beganović

    Bericht über Beschuss von Containerschiff vor Oman

    Die britische Seefahrtsbehörde UKMTO hat nach eigenen Angaben einen Bericht über einen Zwischenfall mit einem Containerschiff 15 Seemeilen nordöstlich vor der Küste des Oman erhalten. Demnach meldet der Schiffsführer, dass sich dem Schiff ein Kanonenboot der iranischen Revolutionsgarden genähert habe. Anschließend sei sein Schiff wiederholt beschossen worden. Dadurch seien schwere Schäden an der Brücke entstanden. Die gesamte Besatzung sei jedoch in Sicherheit. Es seien keine Brände oder Umweltschäden gemeldet worden.

  • |Adisa Beganović

    Libanon: Ein Toter bei israelischem Drohnenangriff

    Bei einem israelischen Drohnenangriff im Osten des Libanon sind am Mittwoch nach libanesischen Angaben ein Mensch getötet und zwei weitere verletzt worden. Der Angriff ereignete sich "im Morgengrauen am Stadtrand von Jabbour in West-Bekaa", berichtete die staatliche Nachrichtenagentur NNA am Mittwoch. NNA meldete darüber hinaus israelischen Artilleriebeschuss und Zerstörungen in Gebieten im Süden des Landes, die Israel derzeit besetzt hält.

  • |Adisa Beganović

    US-Regierung schafft Pflichtimpfung für Soldaten ab

    Das US-Verteidigungsministerium schafft die verpflichtende Grippeschutzimpfung für Soldaten ab und beruft sich dabei unter anderem auf religiöse Gründe.

  • |Adisa Beganović

    Iran meldet Hinrichtung von Mann wegen Spionage für Israel

    Im Iran ist nach staatlichen Angaben ein Mann hingerichtet worden, der wegen Spionage für Israel verurteilt worden war. Der Mann habe in einer Zivilschutzeinheit gearbeitet und geheime Informationen an den israelischen Geheimdienst Mossad weitergegeben, meldete das Justizportal Mizan am Mittwoch. Das Todesurteil sei vom Obersten Gerichtshof bestätigt und nach Abschluss des Rechtswegs vollstreckt worden.

  • |Adisa Beganović

    Bericht: USA stoppen Dollar-Lieferungen an den Irak

    Die US-Regierung stoppt einem Zeitungsbericht zufolge Dollar-Lieferungen an den Irak und friert die Sicherheitszusammenarbeit ein. Damit wolle Washington die Regierung in Bagdad zwingen, vom Iran unterstützte Milizen im Land zu zerschlagen, berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf irakische und US-Regierungsvertreter. Das US-Finanzministerium blockiere eine Bargeldsendung von fast 500 Millionen Dollar aus irakischen Ölverkäufen.

    Außerdem setze Washington die Finanzierung von Programmen zur Terrorbekämpfung und zur militärischen Ausbildung aus, bis die Milizen ihre Angriffe einstellen. Der Bericht konnte zunächst nicht überprüft werden.

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