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Kultur
07/03/2019

Sommertheater: Was Sie heuer sehen müssen (und was nicht)

Hier finden Sie, laufend ergänzt, alle KURIER-Sommertheaterkritiken 2019 versammelt - als Wegweiser durch den Theaterüberfluss.

von Georg Leyrer

Es ist Sommer, und das heißt auch: Wer mit dem Auto einmal falsch abbiegt, landet zwischen Litschau und Kobersdorf mit guter Wahrscheinlichkeit bei einer Theater- oder Musiktheateraufführung. Um nicht die Orientierung zu verlieren, finden Sie hier die gesammelten KURIER-Kritiken der heurigen Sommertheater-Saison - mit regelmäßigen Updates nach den kommenden Premieren.

Paris in Bad Ischl

Zu Jacques Offenbachs 200. Geburtstag erklingt die frühe Operette „Pariser Leben“ - schrill, überzogen, temporeich, schreibt unser Kritiker. Ein Interview mit dem Leiter des Lehar-Festivals gibt es hier.

Ist der "Jedermann" eigentlich Sommertheater?

Auch auf die Gefahr eines kulturtheoretischen Begriffsstreits - der "Jedermann" ist ein Inbegriff von Theater im Sommer. Heuer gab es noch dazu eine neue Buhlschaft. Hier die Kritik von den Salzburger Festspielen. (Falls Sie sich überhaupt für die Festspiele interessieren: Hier gibt es die gesammelten Konzertkritiken).

Höchstwertung für die "Rocky Horror Show" in Amstetten

Unser Kritiker - Falco-Entdecker und Muscial-Experte Markus Spiegel - zückte für die neue Produktion des Musicalsommers fünf Punkte. Die Kritik gibt es hier.

Auch in Bregenz hat die Festspielsaison begonnen

So ein Bühnenbild wie beim "Rigoletto", der heurigen Produktion auf dem See, gab es auch im Ausstattungsverliebten Bregenz noch nie: Hier ist die Kritik zum sehenswerten Verdi (für den es leider heuer keine Karten mehr gibt). Und hier ist die Kritik zum "Don Quichotte", der heurigen Hausoper.

Johannes Krisch brilliert in Gutenstein

Die Kritik zu "Brüderlein fein" fängt wunderschön an: "Gutenstein dürfte aus den Ereignissen im August 1836 gelernt haben, als ein Hund, wie auf der Website der Marktgemeinde zu lesen ist, mehrere Personen, darunter Ferdinand Raimund, angefallen hatte und daher getötet wurde."

Es gibt wieder Operette (und Harald Serafin!) in Mörbisch

Großes Wurstelprater-Spektakel und ein Schuss Rührseligkeit: So ist "Land des Lächelns" in Mörbisch.

Es gibt wieder Oper in St. Margarethen

Und zwar gleich die Zauberflöte, prominent besetzt - mit Schauspieler Max Simonischek als Papageno. Ob diese Besetzung (und auch der Rest des Konzepts) aufging? "Ach, St. Margarethen", heißt es gegen Ende der KURIER-Kritik.

Keine klassischen Sommerspiele, aber tolles Theater in Perchtoldsdorf

Sommer? Schönes Wetter? In Perchtoldsdorf gibt es das ideale Wetter für Depressionen aller Art. Dort inszenierte Michael Sturminger, Regisseur auch des Salzburger "Jedermann", mahnend Anton TschechowsOnkel Wanja“. Sommerspiele im klassisch-heiteren Sinn sind das nicht, schreibt unser Kritiker.

In Klosterneuburg gibt es wagemutige Oper

An diesem Werk haben sich auch schon berühmte Opernhäuser die sprichwörtlichen Zähne ausgebissen. Doch die Oper Klosterneuburg bewältigt "Hoffmanns Erzählungen" überzeugend.

Großes Kino für einen Klassiker

"Die Lustige Witwe" auf Schloss Weitra zeigt, wie Sommertheater unterhalten, berühren und durch Professionalität bestechen kann.

Das war der Premierenreigen bei den Festspielen Reichenau

In den ersten Julitagen gab es den heurigen Premierenreigen in Reichenau. Zum Auftakt mit Werfels "Eine blassblaue Frauenschrift" gab es Gedenken an Peter Matic. Und so sehenswert ist die Aufführung.

Am Dienstagabend ging es mit Iwan Turgenjews „Ein Monat auf dem Lande“ weiter. "So eine Sommerfrische kann ziemlich langweilig sein", lautet der erste Satz der Kritik (die aber anders weitergeht).

"Der Ruf des Lebens" ereilte unseren Kritiker nicht, dieser Schnitzler wird eine Rarität bleiben, schrieb er.

Und zum Abschluss: „Die Schönen und Verdammten“, ein Finale, das sich sehen lassen kann.

Eine heiter-spritzige Komödie in Haag

"Maß für Maß" ist ein Lehrstück über die Verführungskraft der Macht  - und in Haag liegt Shakespeare im Wilden Westen.

Perfektes Sommertheater in Schwechat

Nicht immer treffen sich auch im Sommer der Publikumsgeschmack, die Vorstellungen der Intendanten und das Urteil der Kritiker. In Schwechat aber hat es heuer geklappt. Dort gab es mit Nestroys eher unbekanntem Stück "Wohnung zu vermieten" heuer die perfekte Sommertheaterpremiere.

Nestroy auch bei den Schlossspielen Kobersdorf

Wolfgang Böck kann das Jahr 2018 nicht toppen: Imvorigen Sommer gab es bei den von ihm geleiteten Schlossspielen 100 Prozent Auslastung. Heuer bringt Böck Nestroys "Mädl aus dxer Vorstadt" auf die Bühne. Das Ergebnis wurde bejubelt.

Anna Netrebko erstmals in Verona

Sommerkultur gibt es auch anderswo, etwa: Große Opernhits in der Arena die Verona. Dort war heuer erstmals Starsopranistin Anna Netrebko zu Gast - und die letzte Regiearbeit des großen Franco Zeffirelli zu sehen. Lohnt sich die Reise?

Und: Der Sommer ist noch lang! Es folgen viele weitere Kritiken.