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Der stark in der Kritik stehende FIFA-Präsident Gianni Infantino erhält trotz seines umstrittenen Investorenplans Rückendeckung aus dem Weißen Haus. US-Präsident Donald Trump schrieb in einer kurzen Stellungnahme auf seiner Plattform Truth Social, der Fußball-Weltverband würde einen schrecklichen Fehler begehen, wenn er aus irgendeinem Grund auch nur erwägen sollte, Infantino abzulösen.

Trump schwärmte in höchsten Tönen von dem Mann, der ihm 2025 den FIFA-Friedenspreis verliehen hatte: „Er ist fantastisch und hat gerade die erfolgreichste Weltmeisterschaft aller Zeiten geleitet“, schrieb er weiter. Wenn Infantino nicht mehr da wäre, würde es „nie wieder solch eine erfolgreiche oder profitable WM geben“.

Zuletzt hatte es Berichte gegeben, Infantino habe wegen seines gescheiterten Investorenplans Unterstützung im Weißen Haus gesucht. Die FIFA wies Berichte über Anrufe bei Trump oder anderen Regierungsmitgliedern jedoch als „frei erfunden“ zurück. Auch Trump selbst sagte, er habe mit Infantino darüber nicht gesprochen.

Infantino musste Vorhaben begraben

Der FIFA-Boss steht wegen seiner bisherigen Amtsführung und umstrittenen Zukunftsplänen in der Kritik - es gibt einige Rücktrittsforderungen. Infantino wollte Rechte an den Turnieren des Weltverbandes an private Investoren verkaufen und damit Milliarden erlösen. Technologieinvestor Joshua Kushner, dessen Bruder Jared mit Trumps Tochter Ivanka, verheiratet ist, hätte über seine Investmentfirma eine Schlüsselrolle übernehmen sollen.

Heimsieg für Amy Hunt: Die Britin sprintete bei der Leichtathletik-EM im englischen Birmingham über 100 Meter zu Gold. Die 24-Jährige setzte sich mit 11,00 Sekunden knapp vor Ewa Swoboda aus Polen (11,02) und der Belgierin Delphine Nkansa (11,06) durch. 

Für Hunt ist es die vierte Medaille bei einem Großereignis. Bei der EM in Rom 2024 holte sie mit Großbritannien über 4x100 m Gold, zwei Monate später gab es im gleichen Bewerb bei den Olympischen Spielen Silber. Hinzu kommt noch die Silbermedaille über 200 m bei der WM in Tokio 2025.

Williams erreichte nicht das Finale

Weniger gut lief es für die Österreicherinnen. Christania Williams hat den erhofften Finaleinzug über 100 m verpasst. Die 31-Jährige musste sich im Halbfinale in 11,21 Sekunden mit Platz elf begnügen. „Mein Körper hat sich angefühlt, als ob ich eine Zehnerzeit laufen könnte, aber leider habe ich das nicht geschafft. Ich bin wirklich enttäuscht“, sagte die gebürtige Jamaikanerin Williams, die heuer mit 11,06 ÖLV-Rekord aufstellte und deren persönliche Bestleistung bei 10,96 steht. „Ich weiß nicht, was heute passiert ist. Aber das ist ein Teil des Sports.“ Für Williams ist es das zweite Sport-Großereignis heuer, im Februar wurde sie als Anschieberin von Katrin Beierl in Cortina d'Ampezzo Olympia-Neunte im Zweierbob.

Magdalena Lindner verpasste das Semifinale als 14. in den Vorläufen in 11,32 um eine Hundertstel bzw. um zwei Plätze. Isabel Posch kam nicht über eine Zeit von 11,48 hinaus und belegte den 19. Rang. Mit ihrer Leistung war Lindner aber zufrieden. „Ich bin in meinem Leben erst zweimal schneller gelaufen. Schade, dass es um eine Hundertstel zu wenig war. Der Lauf war trotzdem gut, ich muss zufrieden sein“, sagte die Niederösterreicherin. Die Vorarlbergerin Posch bezeichnete ihren Auftritt als „recht enttäuschend“.

Die österreichischen Schwimmer haben heute Abend frei. Vorgesehen war das nicht. Zum Auftakt der Beckenbewerbe in Paris gelang keinem OSV-Athleten der Aufstieg aus den Vorläufen. 

Am knappsten verfehlte Luka Mladenovic den Platz in der Finalsession. Der dreifache U23-Europameister belegte über 100 Meter Brust in 1:00,28 Minuten Rang 21, lediglich 15 Hundertstelsekunden fehlten auf das Semifinale. Bei der vergangenen EM hätte diese Zeit noch gereicht. „Ich bin überrascht“, sagte der 22-Jährige. Er sei „volle Kanne“ geschwommen, über diese Distanz am Vormittag allerdings meist langsamer. Den Kopf wollte Mladenovic deshalb nicht „in den Sand stecken“. Am Mittwoch folgen die 200 Meter Brust, am Freitag die 50.

Bei Simon Bucher war der Rückstand größer, die Selbstkritik noch deutlicher. Der EM-Zweite von Belgrad kam über 50 Meter Schmetterling in 23,72 Sekunden nicht über Rang 34 hinaus. „Das war zu hektisch und nichts Gescheites“, sagte der Tiroler im Anschluss. 

Lukas Edl war in 23,56 Sekunden als 28. bester Österreicher, schied jedoch ebenfalls im Vorlauf aus.

Es ist nur eine kleine Chance, aber diese will Vizemeister Sturm gegen Fenerbahce unbedingt nutzen. Mit einer 0:2-Hypothek aus dem Hinspiel in Istanbul gehen die Steirer am Dienstag (20.30 Uhr/live ORF 1) in Graz-Liebenau ins Retourmatch der 3. Qualifikationsrunde gegen die Millionentruppe aus der Türkei. 

Der Heimvorteil soll die Schwarz-Weißen zu einer Überraschung und damit ins Play-off zur Champions League tragen, die Europa-League-Ligaphase ist jedenfalls schon fix.

„Wenn wir ein Tor machen, egal ob in der 1. oder 85. Minute, ist alles möglich, dann brennt die Hütte“, sagte der 21-jährige Mainz-Leihstürmer Nelson Weiper, nachdem er sein Team am Samstag in der Liga in Hartberg als „Joker“ per Doppelpack zum 2:0-Erfolg geschossen hatte. „Wir müssen dafür sorgen, dass der Funke auch von uns rüberspringt. Wenn wir ein Tor machen, brennt das Stadion“, sagt auch Mittelfeld-Ass JP Hödl. 

Mit dem Kugelstoßen der Frauen begann am Montagvormittag die 27. Europameisterschaft der Leichtathleten. 1.645 Sportlerinnen und Sportler aus 49 Nationen sind dabei. Der älteste Teilnehmer ist Halbmarathon-Geher Joao Vieira aus Portugal mit 50 Jahren, die jüngste Athletin ist Apostolia Antonatou, kommt aus Griechenland und startet in der Staffel über 4x100m.

Die Höhepunkte der ersten beiden Tage:

  • 100 Meter Frauen: Die Österreicherinnen Magdalena Lindner und Isabel Posch scheiterten beide in ihren Vorläufen, wobei Lindner nur eine Hundertstelsekunde auf den Aufstieg fehlte. „Ich bin erst zweimal in meiner Karriere schneller gelaufen“, war Lindner dennoch zufrieden. „Schade, dass es so knapp nicht gereicht hat.“ Neo-Österreicherin Christania Williams war aufgrund ihrer Vorleistungen gesetzt und stieg erst im Semifinale am Abend ein.
  • 400 Meter Hürden: Lena Pressler und Anja Dlauhy lieferten über 400 Meter Hürden voll ab, beide gewannen ihre Vorläufe und werden am Dienstag im Semifinale antreten. Pressler („Mir ist alles sehr gut aufgegangen“) war in 54,97 überhaupt die Schnellste von allen Nicht-Vorqualifizierten, Dlauhy gewann ihren Vorlauf in 55,42.

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