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Die AC Milan hat zum zweiten Mal hintereinander die Qualifikation für die Champions League verpasst. Die "Rossoneri" unterlagen am Sonntag in der letzten Runde der italienischen Meisterschaft zuhause Nachzügler Cagliari trotz früher Führung 1:2. Als Tabellensechster muss das Team von Massimiliano Allegri mit der Europa League vorliebnehmen. Neben Milan muss auch Juventus im "Konzert der Großen" zuschauen.

Das Derby in Turin zwischen Torino und Juventus wurde nach Fanausschreitungen um eine Stunde verspätet angepfiffen. Laut übereinstimmenden Medienberichten wurde ein Juventus-Fan schwer verletzt. Hinter Meister Inter Mailand und Napoli zogen AS Roma mit einem 2:0 in Verona und erstmals auch Como in die "Königsklasse" ein. Der hochgerüstete Verein vom Comer See erfüllte mit dem 4:1 beim nunmehrigen Absteiger Cremonese seine Pflicht.

Conte ist der Favorit auf den Teamchef-Posten Italiens

Napoli-Trainer Antonio Conte erklärte nach dem 1:0-Sieg gegen Udinese seinen Rücktritt. Er holte mit den Süditalienern 2025 die Meisterschaft und 2026 den Cup. "Eines ist mir in Neapel nicht gelungen: Ich habe es nicht geschafft, alle zusammenzubringen. Ich habe zu viel Gift und Boshaftigkeit gesehen", sagte Conte. "Der Moment, in dem man die Dinge nicht mehr mit Leichtigkeit erledigen kann, ist für mich ein Rückschritt." Er gilt als Favorit auf den freien Teamchef-Posten Italiens.

Tottenham Hotspur hat am letzten Spieltag der Premier League den Klassenerhalt geschafft, West Ham United steigt hingegen in die 2. Liga ab. Die Spurs setzten sich mit 1:0 (1:0) gegen den FC Everton durch und kamen am Ende einer desaströsen Saison mit insgesamt drei Trainern noch zu einem glücklichen Ende. Die Hammers, die auf eine Niederlage des Konkurrenten hoffen mussten, gewannen ihr Heimspiel gegen Leeds United 3:0 (0:0). 

Tottenham war mit ÖFB-Teamverteidiger Kevin Danso im ausverkauften Stadion an der White Hart Lane von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft. Matchwinner war Joao Palhinha (43. Minute), der den Ball kurz vor der Pause erst an den Pfosten köpfte und dann den Abpraller verwertete. Sein Tor sorgte für emotionale Szenen im Stadion.

Meister Arsenal gewinnt bei Glasner

Champions-League-Finalist FC Arsenal stand schon vor dem Spieltag als englischer Meister fest. Die Londoner setzten sich mit 2:1 (1:0) bei Crystal Palace, dem Team von Oliver Glasner, durch. Sportlich ging es um nichts mehr.
 

Vor dem Spiel zogen Tausende Arsenal-Fans feiernd durch die Straßen um den Selhurst Park in Süd-London. Die Tore für die Gunners erzielten Gabriel Jesus (42. Minute) und Noni Madueke (48.) nach Vorlage des eingewechselten Havertz. Mit Blick auf das Champions-League-Finale gegen Paris Saint-Germain am Samstag rotierte Trainer Mikel Arteta auf neun Positionen.

Emotionale Szenen in Manchester

Starcoach Pep Guardiola verpasste in seinem letzten Spiel mit Manchester City einen Sieg. Beim Europa-League-Sieger Aston Villa unterlag sein Team mit 1:2 (0:1). Guardiola verabschiedet sich nach zehn Jahren, in denen er mit City sechs Meisterschaften, die Champions League und dreimal den englischen Pokal gewann. City und Villa sind für die Champions League qualifiziert.

Die Auswirkungen auf Sturm Graz und Salzburg

Weil Aston Villa Platz vier behauptete, hat dies Auswirkungen auf die Europacup-Setzliste 2026/27. Auch Sturm Graz profitierte, Österreichs Vizemeister bekommt es nun Ende Juli in der 2. Runde der Champions-League-Qualifikation mit Schottlands Zweitem Hearts oder Polens Zweitem Gornik Zabrze zu tun. Mit Bodö/Glimt oder Fenerbahce hätten ganz andere Kaliber gedroht. Salzburg hoffte vergeblich auf eine Verbesserung des fünftplatzierten Liverpool FC. Die „Bullen“ steigen nun fix in der 3. Runde der Europa-League-Qualifikation ein.

Der Norweger Fredrik Dversnes hat am Sonntag im Sprint einer überraschend durchgekommenen Vierer-Ausreißergruppe die flachste Etappe des Giro d'Italia von Voghera nach Mailand (157 km) gewonnen. Der 29-Jährige aus dem Uno-X-Team feierte vor den Italienern Mirco Maestri (Polti) und Martin Marcellusi (Bardiani) seinen bisher größten Erfolg. In der Gesamtwertung ist Felix Gall vor dem letzten Ruhetag hinter dem Topfavoriten Jonas Vingegaard und Afonso Eulalio weiterhin Dritter.

Die am Dienstag in der Schweiz beginnende Schlusswoche wartet mit vier Bergetappen auf. Den portugiesischen Außenseiter Eulalio sollte der dreimalige Etappenzweite Gall mit einer halben Minute Rückstand bei normalem Verlauf noch überholen können. Der zweimalige Tour-de-France-Sieger Vingegaard war bisher jedoch unantastbar und liegt bereits fast drei Minuten vor Gall.

Sie gilt als Österreichs größte French-Open-Hoffnung, auch wenn sie Rot-weiß-rot erst seit diesem Jahr vertritt. Doch Anastasia Potapowa hat sich mit starken Auftritten in der Sandplatzsaison zu einer echten Kraft entwickelt und damit auch eine Setzung in Paris erhalten. Die als Nummer 28 eingestufte Potapowa könnte bei programmgemäßem Verlauf in Runde drei Titelverteidigerin Coco Gauff fordern. Zunächst wartet aber am Montag einmal die erste Hürde Maya Joint aus Australien.

Manche Spielerinnen schauen sich die Auslosung nur von Runde zu Runde an - oder geben es zumindest vor. Potapowa kennt ihr Los genau. "Ich habe davor keine Angst, weil das ist unser Leben. Offensichtlich ist es keine einfache Auslosung", gestand sie am Sonntag bei einer Pressekonferenz mit ihrer Pudelhündin "Baby" auf dem Schoß. "Wenn wir auf die Turniere in Madrid und Rom zurückschauen, haben wir viele Überraschungen gesehen", sagte sie und meinte aber wohl auch sich selbst. Potapowa war in Madrid bis ins Halbfinale und in Rom ins Achtelfinale vorgedrungen.

Noch ein langer Weg bis in die dritte Runde

Auf ein mögliches Duell mit US-Star Gauff will sie freilich noch nicht eingehen. "Es gibt noch viel Arbeit vor der dritten Runde. Ich bin nicht mal sicher, ob ich dort sein werde." Denn auch ihr erstes Match gegen Joint, die im jüngsten Ranking zwar auf Platz 52 zurückgefallen ist, ist dennoch nicht das leichteste Auftaktlos. "Sie wurde knapp nicht gesetzt", weiß Potapowa.

Die Tirolerin Laura Stigger hat sich den Sieg im olympischen Cross-Country-Rennen beim Mountainbike-Weltcup in Nove Mesto (Tschechien) geholt. Die 25-Jährige setzte sich klar vor der Schwedin Jenny Rissveds und der Schweizerin Sina Frei durch. Im Short Track am Samstag war Stigger Zweite geworden. Mona Mitterwallner kam am Sonntag auf Platz 31. Beide sind als nächstes auf Weltcupebene von 12. bis 14. Juni in Saalfelden-Leogang zu sehen.

"Ich bin einfach mein Tempo gegangen, habe meinem Gefühl vertraut. Es fühlt sich so gut an, der erste Weltcupsieg in Europa für mich, das klingt verrückt", sagte Stigger, die erklärte, dass sie auf den letzten Metern vor der unglaublichen Kulisse Gänsehaut bekommen hatte. "Ich hatte so viel Spaß, ich liebe diesen Kurs."

Im Männer-Rennen gelang Maximilian Foidl beim Triumph von Olympiasieger Tom Pidcock mit Rang acht sein bestes Weltcup-Ergebnis. Bis dato war ein zehnter Platz beim Finale der vergangenen Saison das Topresultat des Tirolers gewesen.

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