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Ein bärenstarker Biber ist bereit für das Nordamerika-Abenteuer

Bei der Eishockey-WM liefert Verteidiger Gregor Biber starke Leistungen ab, heute ist er gegen Finnland gefordert. Im Herbst übersiedelt er nach Utah.
Biber rettete hier in höchster Not

Er wollte eigentlich gar nicht mitgehen, erzählte Gregor Biber über seinen ersten Kontakt mit Eishockey. „Ein Nachbar wollte einmal nach Krems zum Eishockeyklub und hat mich mitgenommen. Ich habe es recht schnell gelernt“, erinnert sich der 19-jährige Niederösterreicher an seine Anfänge mit einem Schmunzeln. Davor hatte er nur Fußball gespielt.

In diesen Tagen ist er fixer Bestandteil der österreichischen Nationalmannschaft bei der WM in der Schweiz. Nach dem 2:6 am Samstag gegen Deutschland muss Österreich gegen Finnland (Sonntag, 20.20) oder USA (Dienstag, 16.20) punkten, um den Traum vom Viertelfinale noch zu erreichen.

Ab Sommer wird er intensiv an seinem Traum von der National Hockey League arbeiten. Biber ist vom NHL-Team Utah gedraftet und wird das Sommer-Camp des Klubs besuchen.

Der Verteidiger rechnet damit, dass er sich in der Farmteamliga AHL bei den Tucson Roadrunners an die nordamerikanische Spielweise gewöhnen wird müssen. „Sie haben gesagt, dass sie mich gerne drüben hätten, und ich fühle mich bereit“, sagt Biber.

Biber wurde schwedischer Vizemeister

In den vergangenen zwei Jahren spielte Biber in Ängelholm bei Rögle BK in der höchsten schwedischen Liga, heuer kam er ins Finale und hatte dennoch eine schwierige Saison: „Solche Phasen gehören dazu, wenn man jung ist, dass man nicht immer fix spielt. Wenn ich die Chance hatte, habe ich sie ganz gut genutzt“, glaubt Biber. Gebremst wurde er auch durch eine Gehirnerschütterung, nach der er zu früh wieder einstieg und sechs Wochen pausieren musste. „Für die Zukunft weiß ich, dass man sich mehr Zeit lassen sollte.“

Auch mit dem Nordamerika-Abenteuer macht er sich keinen Stress. „Ich glaube, mein Spiel passt ganz gut dorthin. Auf engem Raum am Körper spielen und einen schnellen Pass spielen“, sagte Biber, der sich als defensiven Verteidiger sieht. „Meine erste Aufgabe ist, hinten alles sauber zu halten.“

Teenager Biber arbeitet sich in Richtung 100 Kilo 

Dafür hat er körperlich viel investiert. Mit seinen erst 19 Jahren hat er heuer auf circa 95 Kilogramm Gewicht zugelegt. „Für das Camp in Utah sollen noch einmal drei, vier Kilo dazukommen.“

Wie lange er sich Zeit gibt mit dem Sprung in die Millionen-Liga NHL? „Ich hoffe natürlich, dass es so schnell wie möglich geht. Aber wenn es im ersten Jahr nicht klappt, dann im zweiten oder dritten“, erklärte er. Sicher ist, dass er heuer seinen Drei-Jahres-Einstiegsvertrag unterzeichnen wird.

Vielleicht werden dann bald fünf Österreicher in der NHL spielen. Zuletzt waren es mit Marco Kasper (Detroit), Marco Rossi (Vancouver) und David Reinbacher (Montreal) drei.

Auch Rohrer wird es im Sommer wieder probieren

Neben Biber arbeitet auch Stürmer Vinzenz Rohrer am großen Traum von der NHL. Der Vorarlberger, 2022 von den Montreal Canadiens gedraftet, gewann 2025 mit den ZSC Lions die Schweizer Meisterschaft und die Champions Hockey League und unterschrieb bei den Canadiens einen Dreijahresvertrag.

Im April spielte er für das Canadiens-Farmteam Laval Rocket in der AHL. Nach dem Play-off-Aus saß er sofort im Flieger zurück nach Zürich und wartete beim ersten Training der Österreicher bereits auf seine Kollegen vom Nationalteam.

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