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Für Pernille Harder ist es anders als für ihre österreichische Teamkollegin Sarah Zadrazil. Denn während die ÖFB-Spielerin, die sich gerade von einem Kreuzbandriss erholt, schon als Kind im Bayern-München-Dress zu sehen war, in dem sie seit 2020 spielt, war Pernille Harder, Jahrgang 1992, ein großer Fan von Manchester United

„Mein Vater war schon ein Fan und ich bin mit diesem Klub aufgewachsen“, sagt die dänische Teamkapitänin, Landsfrau der ManUnited-Torhüterlegende Peter Schmeichel.

Heute, Mittwoch (18.45 Uhr/live Disney+) geht es in der Allianz Arena im Rückspiel um den Aufstieg ins Halbfinale. 

Schlüsselspielerin

Dass Offensivspielerin Harder ein großer Fan von Manchester United ist, hat sie nicht davon abgehalten, vergangene Woche im altehrwürdigen Old Trafford die roten Teufelinnen für das Rückspiel in der Allianz Arena gehörig unter Druck zu bringen.

Schon in der zweiten Minute hatte die 33-Jährige die Bayern nach einem langen Pass von Arianna Caruso mit ihrem sechsten Saisontreffer in der Königsklasse in Führung gebracht. Das Spielgeschehen wechselte ständig, Manchester United glich aus, Harder sorgte erneut für die Führung, die Engländerinnen glichen erneut aus, bevor Momoko Tanikawa sehenswert für den 3:2 Siegestreffer für die deutschen Gäste sorgte. 

Die Straßen der bosnischen Hauptstadt Sarajevo waren gestern Abend blockiert – nichts ging mehr vorwärts, die Nation stand still. Fast still, denn Zehntausende Menschen tanzten, jubelten und feierten das Ticket für die Weltmeisterschaft 2026.

Nahezu im Chor sangen die Fans das Lied "U.S.A." der Band Dubioza Kolektiv: "I am from Bosnia, take me to America." Ein Video, das offenbar von einem Balkon aufgenommen wurde, verzeichnete auf Instagram mehr als 156.000 Likes.

Die Euphorie war auch heute spürbar: In zahlreichen Schulen Sarajevos läuteten nicht die Glocken, stattdessen erklangen Songs von Dino Merlin ("Bosnom behar probeharao") und Halid Bešlić ("Ljiljani"). Bešlić, der als eine Art Nationalheld galt, verstarb im vergangenen Herbst und löste eine Trauerwelle am Balkan aus.

"Empfinde Stolz und Liebe"

Der Sportdirektor der bosnisch-herzegowinischen Fußballnationalmannschaft, Emir Spahić, zeigte sich nach dem 4:1 im Elfmeterschießen gegen Italien sprachlos. "Ich empfinde Stolz und Liebe. Ich weiß nicht, was ich sagen soll, ich muss erst wieder zu mir kommen", sagte Spahić gegenüber bosnischen Medien.

Von Emotionen ergriffen war auch Sportkommentator Anel Džanković vom Sender BHT 1. Er rief die Bürger Bosnien und Herzegowinas dazu auf, auf die Straßen zu gehen, zu weinen und zu singen. Džanković stimmte am Ende der Sendung selbst ein bekanntes bosnisches Lied an – und wurde damit zum viralen Hit.

Gegen drei Uhr früh wurde das Nationalteam bei der "Ewigen Flamme", einem Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkriegs im Zentrum Sarajevos, von jubelnden Fans empfangen. Dort feierte die Mannschaft rund eine halbe Stunde gemeinsam mit den Anhängern. Anschließend zogen Bosniens "Diamant" Edin Džeko und seine Teamkollegen weiter in ein Lokal, wo Džeko den Kultsong "Grbavica" von Mladen Vojičić Tifa anstimmte.

Džeko begann seine Karriere beim Verein FK Željezničar Sarajevo, dessen Stadion im Sarajevoer Stadtteil Grbavica liegt.

Bosnien und Herzegowina hat bislang nur einmal an einer Fußball-Weltmeisterschaft teilgenommen – bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014.

Aufsteigerin Lilli Tagger erhält die erste Wildcard für das nächstwöchige Tennis-Turnier Upper Austria Ladies Linz. Mit ihrem Ranking knapp außerhalb der Top 100 schafft es die 18-Jährige nicht direkt ins Hauptfeld. Ihr Antreten beim größten heimischen Turnier war schon länger fix gewesen. Auch die Wienerin Sinja Kraus, Neo-Österreicherin Anastasia Potapowa und Julia Grabher sind genannt, die Vorarlbergerin ist aufgrund von Absagen ins Hauptfeld nachgerückt.

Die Erstrunden-Einsätze von Tagger (16.00 Uhr, live ORF 1) wie Grabher sind für nächsten Dienstag angesetzt. Tagger hatte schon zuletzt in Indian Wells und Miami Wildcards erhalten. "Auf Sand fühle ich mich ziemlich wohl und vor Heimpublikum zu spielen, ist immer etwas Besonderes. Es gibt eigentlich nichts Besseres. Als Vorbereitungsturnier für Roland Garros ist es genau richtig. Ich freue mich schon extrem und kann es kaum erwarten", sagte Tagger. Bei erfolgreicher Qualifikation besteht die Möglichkeit auf erstmals seit 2008 vier Österreicherinnen im Linzer Hauptfeld, aber vielleicht gibt es noch Wild Cards.

Fadi Merza brennt richtig. Brennt für den Sport, der ihn zum sechsfachen Weltmeister machte. Ruhestand ist sowieso kein Thema für ihn. Am 2. Mai feiert der 48-Jährige ein Comeback, kehrt in den Ring zurück. Oder doch nicht ganz. "Im Käfig diesmal. Also ein bisschen anders. Richtig, das ist diesmal sogar ein Unterschied. Aber wieder zurück zu den Wurzeln, zum Thaiboxen. Nach drei Boxkämpfen und dann Karriereende geht es doch wieder los", sagt Merza im Sport Talk auf kurier.at.

Das Alter ist für ihn nebensächlich. "Für mich ist das Alter jetzt mal wirklich nur eine Zahl, weil wir leben sehr gesund, wir leben sehr selbstbewusst und wir machen sehr viel Sport", sagt Merza vor dem XCC-Event in der Wiener Steffl Arena, wo bis zu 7.000 Fans kommen.  Viel hat er erlebt, erzählen braucht man ihm nichts. Besonders gerne erinnert er sich an einen Kampf in Thailand. "Als einziger Österreicher habe ich vor mehr als 100.000 Leuten gekämpft, da kriege ich bis heute noch Gänsehaut."

Aber Highlights gab es viele.  "Ich hatte mehr als 160 Kämpfe und da gibt es so viele Highlights in meiner Karriere. Eine schöne Erinnerungen ist auch, als ich meinen Juniorenwelttitel gewonnen habe, im Alter von 17 Jahren."

Österreichs WM-Gruppengegner Argentinien gewann sein fünftes Spiel in Folge. Der Fußball-Weltmeister um Altstar Lionel Messi, der ein Tor erzielte (43.), besiegte am Dienstag in Buenos Aires Sambia problemlos mit 5:0 (2:0). 

Julian Alvarez eröffnete Argentiniens Torreigen in „La Bombonera“, dem Stadion der Boca Juniors, nach Pass von Messi, den der starke Thiago Almada noch leicht mit der Ferse berührte (4.). Auch Messi zeigte sich spielfreudig und traf nach Doppelpass mit Alexis Mac Allister zum 2:0. Nach Foul an den von Messi eingesetzten Almada war Nicolas Otamendi per Elfmeter erfolgreich (50.). Die weiteren Treffer resultierten aus einem Eigentor von Dominic Chanda (68.) sowie einem von Nico Gonzalez sehenswert mit der Ferse vorbereiteten Premierentor von Valentin Barco (93.).

Messi dürfte bei der Weltmeisterschaft spielen

Bei Sambia gab Kingstone Mutandwa von der SV Ried bis zur 60. Minute den Mittelstürmer. Messi war in seinem aller Voraussicht nach letzten Länderspiel im eigenen Land über die volle Distanz im Einsatz. Der 38-Jährige hat laut Teamchef Lionel Scaloni zwar noch nicht offiziell über seine WM-Teilnahme entschieden. Sollte der achtfache Weltfußballer in Diensten von Inter Miami halbwegs fit sein, darf aber von einer Zusage ausgegangen werden. Österreich trifft am 22. Juni in Dallas auf die Argentinier.

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