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Fünf Spielzeiten in Folge stand Sturm Graz bereits auf der internationalen Bühne. Im altehrwürdigen Tynecastle Park von Heart of Midlothian ging es am Dienstag darum, eine Sechste anzuhängen.

Trainer Fabio Ingolitsch schickte exakt jene Startelf ins Rennen, die eine Woche zuvor in Graz beim 4:0 über die Hearts brillierte. Doch den besseren Start erwischten bei strömendem Regen die Gastgeber, die sich in den ersten 15 Minuten mehrfach gefährlich durchkombinierten. Danach übernahm Sturm zunehmend das Kommando.

Die beste Grazer Chance hätte in der 28. Minute fast zur Führung gereicht: Nach starker Vorarbeit von Simon Seidl schob Stürmer Jatta scheinbar zur Führung ein, ehe der VAR wegen eines vorangegangenen Wegblockens eingriff. Wenig später vergab Jatta eine weitere Großchance, ebenso wie in Minute 16 bereits der Pole Wlodarczyk. Zur Pause stand es 0:0

Entscheidung als Doppelschlag

Die Hearts kamen zunächst noch einmal ambitioniert aus der Kabine, richtig gefährlich wurde es aber nicht mehr vor dem Grazer Tor.

Sowohl die Frauen als auch die Herren haben es bis zum Schluss spannend gemacht. Die großen Ziele beim SKN St. Pölten – Titelverteidigung bzw. Aufstieg aus der 2. Liga – wurden aber hauchdünn verpasst.

Jetzt folgt der nächste Angriff. „Wir wollen um die Meisterschaft und den Cup mitspielen“, kündigt Frauen-Trainer Fassotte an. Im Europacup kommen die Young Boys Bern nächste Woche nach St. Pölten.

„Als Vizemeister brauchen wir nicht tiefzustapeln“, weiß Herren-Coach Sekerlioglu.

Ein Mittelstürmer wird noch gesucht.

Neue Führungsebene mit Familie Wieser 

Abgeschlossen ist der Umbau in der Führung.

Neue Superlative aus dem Hause Infantino ist man mittlerweile gewohnt: erst die WM auf 48 Teams aufgeblasen, dann eine Klub-WM mit Milliarden-Preisgeld aus dem Boden gestampft, dazwischen Pläne für eine globale Nations League, die einst schon Vorgänger Sepp Blatter als „Ausverkauf des Fußballs“ bezeichnete. 

Jetzt setzt der FIFA-Präsident offenbar noch einen drauf. Wie die britische Zeitung Times berichtet, soll Infantino die Gründung einer eigenen Firma vorbereiten, die künftig sowohl die Weltmeisterschaft als auch die Klub-WM kontrollieren würde. An der Spitze des Unternehmens: er selbst, sobald seine letzte reguläre Amtszeit als FIFA-Boss ausläuft. Eine Wiederwahl bis 2031 gilt im kommenden Jahr als so gut wie sicher.

Ungewöhnlich ist vor allem der zweite Teil des Plans. Anteile an der neuen Firma sollen an private Investoren verkauft werden, laut Times wurden bereits Personen aus dem Umfeld der US-Regierung von Donald Trump kontaktiert, mit dem Infantino seit Jahren freundschaftlich verbunden ist. Als möglicher Hauptinvestor gehandelt wird neben der Bank JP Morgan ausgerechnet Joshua Kushner, der Bruder von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, ein Name, der dem gesamten Vorhaben eine handfeste politische Note verleiht.

Die Aufteilung der Anteile soll laut dem Bericht so aussehen: Die FIFA behält die Mehrheit, private Investoren könnten anfangs 20 bis 30 Prozent erwerben, weitere rund 20 Prozent wären für die 211 Mitgliedsverbände reserviert. Jeder einzelne Verband würde damit Anteile im Wert von rund 20 Millionen Dollar erhalten, umgerechnet etwa 17,6 Millionen Euro, die er theoretisch ebenfalls weiterverkaufen könnte. Gerade für finanzschwache, kleinere Verbände wäre das ein verlockendes Angebot.

Doppel-Spezialist Lucas Miedler, zuletzt Turniersieger in Gstaad und Kitzbühel, hat Beziehungsstress. Aber im positiven Sinn.  

Der Niederösterreicher gewann in den vergangenen Wochen nicht mit seinem Standardpartner Alexander Erler, sondern mit dem Australier Marc Polmans. Dieser  ersetzte den verletzten Tiroler. Offensichtlich passen die beiden richtig gut zusammen.

Die Zweckpartnerschaft könnte sich verlängern, obwohl sich in Washington auch Alexander Erler wieder fit meldete. Die im Juni eingerissene Ellbogensehne ist verheilt. Erler ging in Washington mit dem US-Amerikaner Robert Cash auf den Platz und verlor gegen die Italiener Bolelli/Vavassori 4:6, 4:6.

Lucas Miedler reiste mit Ersatzpartner Marc Polmans nach Washington und plant bis zu den US Open Ende August mit ihm.  Bevor sie am Dienstag gegen Andreozzo/Guinard (ARG/FRA) knapp mit 6:7, 6:7 verloren, begründete Miedler: „Nach der Verletzung von Alex habe ich leider reagieren müssen. Ich bin froh, mit Marc eine gute Lösung gefunden zu haben. Wir kennen uns schon von den Junior-Turnieren. Seine positive Einstellung und sein Ehrgeiz haben mich damals schon beeindruckt.“ 

Auch spielerisch passen die beiden zusammen. „Wir haben ähnliche Stärken. Wir returnieren sehr aggressiv und bauen damit viel Druck im Match auf. Der Start mit zwei Titeln war natürlich ein Traum. Darauf wollen wir jetzt im US-Swing aufbauen“, sagt Miedler.

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