Sport-News

Fünf iranische Fußballerinnen sind nach der Zusage humanitärer Visa in Australien vor Freude in Jubel ausgebrochen. 

Australiens Innenminister Tony Burke berichtete, die Spielerinnen hätten in den frühen Morgenstunden an einem geheim gehaltenen Ort in Brisbane mit dem beliebten australischen Schlachtruf "Aussie, Aussie, Aussie" gefeiert, nachdem ihnen die Entscheidung der Regierung mitgeteilt worden war. Auf einem symbolträchtigen Foto waren die Frauen ohne Kopftuch an Burkes Seite zu sehen.

Die Athletinnen hatten während des Asien Cup an der Gold Coast Schutz gesucht und unter Polizeischutz das Teamhotel verlassen, nachdem sie im Iran wegen ihres stillen Protests in die Kritik geraten waren. 

Beim ersten Gruppenspiel des Turniers hatten die Spielerinnen beim Abspielen ihrer Nationalhymne geschwiegen. Dies wurde in ihrer Heimat als Zeichen gegen die iranischen Machthaber gewertet - befürchtet wurde, dass ihnen nach der Rückkehr schlimme Konsequenzen drohen könnten.

Das österreichische Sportministerium hat einen Förder- und Abrechnungsstopp gegen den Tischtennis-Verband verhängt. Hintergrund sind mögliche Versäumnisse im Umgang mit Vorwürfen innerhalb des Verbands. Im Raum steht unter anderem eine Verletzung von Förderverträgen, zu denen auch Maßnahmen in den Bereichen Prävention und Integrität zählen.

Der Förderstopp bleibt so lange aufrecht, bis der Verband zur umfassenden Klärung der Vorwürfe beiträgt und ein funktionierendes Präventions- und Integritätsmanagement einführt. Dieses müsse gewährleisten, dass möglichen Fällen von Fehlverhalten im gesamten Verband sowie in den Vereinen konsequent, unabhängig und professionell nachgegangen werde, teilte das Ministerium mit. Der Standard hatte vor einigen Wochen über den Vorwurf berichtet, wonach sich "ein Nachwuchstrainer zu Minderjährigen ins Bett gelegt" haben soll.

Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt bezeichnete die im Raum stehenden Vorwürfe als alarmierend. „Ich will, dass Mädchen und Frauen im österreichischen Tischtennis sicher sind. Die im Raum stehenden Vorwürfe sind erschreckend und dürften im Verband schon länger bekannt sein“, erklärte Schmidt. „Anzügliche Nachrichten oder Nachbesprechungen im Bett haben zwischen Jugendlichen und Trainer:innen keinen Platz.“

"Angstfreies Umfeld verdient"

Unter den aktuellen Umständen könne sie nicht verantworten, dass solche Zustände mit Steuergeld unterstützt würden. „Athlet:innen, insbesondere Mädchen und Frauen im österreichischen Sport haben sich ein angstfreies Umfeld verdient“, so Schmidt.

Ski-Ass Lindsey Vonn hat nach ihrer schweren Beinverletzung keine Lust mehr auf den Rollstuhl - und sich ein anderes Fortbewegungsmittel zugelegt. In einem Instagram-Video zeigte die 41-Jährige, wie sie mit einem Elektroroller durch ihr Haus fährt. „Habe ein paar neue Räder“, schrieb sie dazu. „Schneller werde ich erstmal nicht werden, aber es ist besser als der Rollstuhl.“ Zu dem Gefährt ergänzte die Amerikanerin: „Ich nenne es Speedy.“ 

In dem Clip ist zu sehen, wie Vonn mit dem Roller von der Küche am Rollstuhl vorbei in einen anderen Teil des Hauses kurvt. Das linke Knie und Bein ist dabei ebenso mit einer Schiene gestützt wie das rechte Sprunggelenk. 

Massenschlägerei im Fußball-Finale: Das Stadtderby in Belo Horizonte zwischen Cruzeiro und Atletico Mineiro ist am Sonntag in der Nachspielzeit außer Kontrolle geraten. Es kam auf den Rängen und auf dem Rasen zu Tumulten. Im Spielbericht im Endspiel des Cupwettbewerbs "Campeonato Mineiro" standen am Ende 23 Rote Karten - der prominenteste Sünder war Atletico-Kapitän Hulk. Auslöser für die Tumulte war ein Foul am Ende der sechsminütigen Nachspielzeit.

Als nur noch wenige Sekunden zu spielen waren, rauschte Cruzeiros Angreifer Christian nach einem Schussversuch in Atletico-Torwart Everson hinein. Der reagierte, drückte seinen Gegenspieler mit den Knien zu Boden. Innerhalb weniger Sekunden kam es zu einer Rudelbildung, fast alle Spieler mischten sich ein - mit Faustschlägen und Tritten. Rund zehn Minuten benötigten Sicherheitskräfte und Militärpolizei, um für Ordnung zu sorgen. Danach wurde die Partie beim Stand von 1:0 für Cruzeiro beendet. Vor der Massenschlägerei hatte Schiedsrichter Matheus Delgado Candancan keine einzige Karte gezeigt.

Warwara Worontschichina hat als erste Sportlerin aus Russland bei den Winter-Paralympics in Italien eine Goldmedaille gewonnen. Zwei Tage nach Rang drei in der Abfahrt siegte die 23-Jährige in Cortina d'Ampezzo im Super-G in der stehenden Klasse.

Damit wurde bei der Siegerehrung erstmals seit den Paralympics 2014 in Sotschi bei einem sportlichen Großereignis nicht nur die russische Fahne gehisst, sondern auch die Hymne gespielt. Der Applaus fiel verhalten aus, Protest gab es keinen. "Es ist so speziell für mich, weil es meine ersten Paralympischen Spiele sind. Mein Traum als Kind ist wahr geworden. Wenn ich meine Flagge sehe, dann ist das sehr speziell", sagte Worontschichina nach der Medaillenverleihung vor internationalen Journalisten.

Der KURIER-Sport empfiehlt

Merkliste

Hier können Sie interessante Artikel speichern, um sie später zu lesen und wiederzufinden.