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Erstes Saisonrennen, erster Sieg für Tadej Pogacar. Der Weltmeister aus Slowenien gewann in eindrucksvoller Manier zum vierten Mal den Schotterpisten-Klassiker Strade Bianche rund um Siena in der Toskana. 79 Kilometer vor dem Ziel in Siena setzte Pogacar die entscheidende Attacke. 

Der unter anderem von Felix Großschartner unterstützte Pogacar triumphierte nach 203 km und 3.600 Höhenmetern in Siena. 2022 hatte er das Rennen erstmals für sich entschieden. Insgesamt war es für den viermaligen Tour-de-France-Champion der 109. Erfolg seiner Karriere.

Pogacars große Ziele 

Der Siegeshunger des erst 27-Jährigen bleibt groß. Bis zum Ende seiner Karriere will er alle großen Rennen gewonnen haben. Zwei davon stehen unmittelbar bevor. Mailand–Sanremo (21. März) hat Pogacar bisher ebenso wenig gewonnen wie den Klassiker Paris-Roubaix (12. April).

Österreich und viele andere Länder hatten am Freitagabend die paralympische Eröffnungsfeier in Verona boykottiert, um gegen die Teilnahme Russlands unter eigener Flagge zu protestieren und ein „deutliches Signal“ für die Solidarität mit der Ukraine zu senden.

Ein sportliches Signal setzten dann tags darauf allerdings auch die russischen Athleten. Varvara Voronchikhina und Alexej Bugaew fuhren im Stehend-Bewerb der Frauen und Männer jeweils zu Bronze. Es waren die ersten paralympischen Medaillen seit 12 Jahren, damals fungierte Sotschi als Gastgeber der Winterspiele 2014.

Das WM-Qualifikationsspiel des österreichischen Frauen-Fußball-Nationalteams in Slowenien am Samstag ist kurzfristig um zwei Stunden vorverlegt worden. Wie der ÖFB mitteilte, wird das zweite Spiel der Gruppe A4 in Koper wegen des zu erwartenden sehr starken Nebels am Abend nun bereits um 17.00 Uhr (live ORF Sport +) statt wie geplant um 19.00 Uhr stattfinden. Das erste Gruppenspiel hatte die ÖFB-Auswahl gegen Norwegen mit 0:1 verloren.

Mit dem knappsten aller möglichen Vorsprünge sicherte sich Laura Pirovano nach ihrem Sieg am Freitag auch in der Abfahrt am Samstag den Siegespokal. Die Italienerin gewann die Weltcup-Abfahrt in Val di Fassa mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung auf Cornelia Hütter.

Die ersten Drei trennten nur fünf Hundertstel

Der 33-jährigen Steirerin gelang mit Startnummer 11 eine hervorragende Fahrt. Mit großem Vorsprung kam sie im Ziel an. Doch Pirovano war mit Startnummer 15 noch einen Wimpernschlag schneller. "Die Saison war ein Auf und Ab", sagte Hütter. "Diesmal habe ich richtig Spaß gehabt, das war cool. Und als ich mit sechs Zehntel Vorsprung im Ziel war, habe ich schon gedacht, dass sich das ausgehen wird. Und dann ist noch die Laura gekommen. Sie hat sich danach eh hundertmal bei mir entschuldigt."

Rang drei ging an die Schweizer Speed-Spezialistin Corinne Suter, der auch nur fünf Hundertstel auf den Sieg fehlten. 

Eine starke Leistung zeigte wieder Ariane Rädler, die mit 0,86 Rückstand Rang sechs belegte. Die Deutsche Emma Aicher musste sich nach einer fehlerhaften Fahrt mit Rang 12 begnügen. In der Weltcup-Gesamtwertung rückte sie dennoch näher an die Führende Mikaela Shiffrin heran.

Schrecksekunde für Nina Ortlieb

Mitfavoritin Nina Ortlieb kam bereits im oberen Streckenteil in einer Linkskurve zu Sturz. Die Vorarlbergerin, die bereits 25 Operationen hinter sich hat, blieb dabei unverletzt. "Ich habe Glück gehabt. Das hätte auch anders ausgehen können", sagte die 29-Jährige und fügte an: "Da ich schon so oft gestürzt bin, weiß ich zumindest, wie ich mich im Sturz verhalten muss."

Am Sonntag (10.45 Uhr) steht in Val di Fassa der Super-G auf dem Programm.

Es waren turbulente Tage für Veronika Aigner, die sich aber bezahlt machten. Kurz vor den Paralympics musste Schwester und Guide Elisabeth (27) verletzungsbedingt absagen, es begann die mühsame Suche nach einem Ersatz. “Ich habe sehr viel herumtelefoniert”, erzählt die 23-Jährige. Schließlich fiel die Wahl auf Lilly Sammer. 16 Jahre jung und eigentlich Guide für Michael Scharnagl.

Das jüngste Mitglied des österreichischen Teams meisterte die Aufgabe aber mit Bravour, das zusammengewürfelte Duo sicherte sich in der Abfahrt die Goldmedaille. Silber ging an die Italienerin Chiara Mazzel (+0,48 Sekunden), Bronze an Alexandra Rexova (SVK). Für Aigner ist es die bereits dritte Paralympics-Goldene ihrer Karriere, die erste in der Abfahrt.

Beiden fiel danach eine riesige Last von den Schultern. "Wir können heute beruhigt schlafen gehen, weil die letzte Nacht war es nicht der Fall", erzählt Veronika Aigner, "Da sind wir mit 130 Puls im Bett gelegen." Man habe allerdings "von Anfang an im Gespür gehabt, dass das ein Lauf für uns ist." Sie widmete den Erfolg dann auch ihrer Schwester Elisabeth: "Damit ich ihr zeige, wo sie mich hingebracht hat."

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