RTL in Kranjska Gora: Brennsteiner fährt aufs Stockerl

Stefan Brennsteiner kam im RTL von Kranjska Goara auf Platz drei. Den Sieg holte sich Lucas Pinheiro Braathen.
Stefan Brennsteiner beim RTL in Kranjska Gora

Der Salzburger Stefan Brennsteiner hat am Samstag in Kranjska Gora als Dritter seinen dritten Riesentorlauf-Podestrang in dieser Saison des alpinen Ski-Weltcups geholt. Der Sieger von Copper Mountain wies im vorletzten Saisonbewerb dieser Disziplin 0,80 Sek. Rückstand auf den brasilianischen Halbzeitleader Lucas Pinheiro Braathen auf. Der Olympiasieger gewann 0,54 Sek. vor dem Schweizer Slalom-Olympiasieger Loic Meillard. Dessen Landsmann Marco Odermatt wurde Fünfter (+1,33). Damit fällt die Entscheidung im Disziplin-Weltcup erst in der finalen Woche am 24. März in Hafjell. Odermatt ist aber weiter klar in der Pole Position, freilich ist sein Vorsprung auf Braathen von 103 auf 48 Punkte geschrumpft. 

Mit Raphael Haaser (+1,98) und dem Halbzeit-Vierten Marco Schwarz (+2,03) als Neuntem und Zehntem kamen in der Tageswertung weitere ÖSV-Läufer in die Top Ten. Joshua Sturm wurde 23. (+3,14). Der Halbzeit-Siebente Patrick Feurstein fiel im zweiten Lauf, Noel Zwischenbrugger im ersten Lauf aus. Lukas Feurstein (47.) hatte sich nicht qualifiziert. 

Brennsteiner: "Cool, dass es fürs Podium gereicht hat"

Brennsteiner war zur Halbzeit auf Rang zwei gelegen, der zweite Lauf gelang ihm aber nicht so gut wie der erste. „Ich habe das eine oder andere Mal den Druck zu spät genommen, da war ich zu weit weg vom Tor“, erklärte der 34-Jährige im ORF-Interview. Außerdem würden ihm die Speed-Kilometer ein bisschen fehlen. Der zweite Lauf war bei einer rund neun Sekunden kürzeren Fahrzeit klar schneller als der erste gesteckt. Etliche wie auch Brennsteiner griffen daher in der Entscheidung zu längeren Skiern. „Es ist cool, dass es für das Podium gereicht hat.“ 

Der zwei Weltcup-Riesentorläufe vor dem Slowenien-Stopp in Adelboden im Roten Trikot angetretene ÖSV-Routinier hat bei 114 Zählern Rückstand nun keine Chance auf die kleine Kugel mehr, sehr wohl aber der 89 Punkte zurückliegende Meillard. Der Ausfall in Adelboden ärgere ihn auch noch, mehr zumindest wie seine Olympia-Leistung mit Rang acht, so Brennsteiner. „In Bormio bin ich einfach nicht gut genug skigefahren.“ 

Aufholjagd von Haaser

Haaser verbesserte sich mit der hinter dem Norweger Atle Lie McGrath (4./+1,12) zweitbesten Zeit in Lauf zwei um zehn Plätze. „Das ist in die richtige Richtung gegangen.“ Das Setzen der Tore eines norwegischen Coaches kam dem starken Super-G-Fahrer entgegen. „Der Riesenslalom sollte auch hin und wieder so sein. Es ist auch zum Zuschauen ein bisschen lässiger, wenn Tempo drinnen ist“, meinte der Weltmeister. Kritik des hinter dem Franzosen Leo Anguenot (+1,49) auf Rang sieben gekommenen Norwegers Henrik Kristoffersen (+1,72) konnte er nicht nachvollziehen.

Für Schwarz wiederum wurde es statt einem Angriff auf die Podestränge ein Rückfall um sechs Plätze. „Es ist irrsinnig frustrierend“, erklärte der Kärntner. „Über die Übergänge habe ich vielleicht ein bisschen zu viel riskiert. Ich war von oben bis unten zu wenig am Limit, da bist du einfach nicht dabei.“ Sturm büßte im zweiten Lauf neun Plätze ein: „Ich weiß, dass ich in solch schnellen Läufen meine Schwierigkeiten habe. Ich werde meine Lehren daraus ziehen und muss das sicher noch trainieren.“ Der 24-Jährige löste aber über den Disziplin-Weltcup das Ticket für den Start in Hafjell. 

Braathen lebt seinen Traum

Für Braathen ist es der erste Sieg im Riesentorlauf-Weltcup überhaupt bzw. disziplinenübergreifend sein insgesamt siebenter: „Es war Zeit, dass Brasilien auch im Weltcup einen Riesentorlauf-Sieg hat. Ich bin wirklich stolz. Ich lebe in diesen Tagen meinen Traum.“ Die Kugelchance sieht er gut intakt. „Ich werde alles dafür machen, ich werde kämpfen. Es wird ein Showdown.“ Odermatt klagte über „immer wieder so kleine Fehler.“ Sein Vorsprung werde immer weniger. „Aber ich war auch mal hinten diese Saison, also alles okay.“ Rang drei würde ihm zur Kugel jedenfalls reichen. 

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