Formel 1: Piastri fährt in Australien die erste Bestzeit

Lokalmatador Oscar Piastri war im Training zum GP von Australien voran.
Oscar Piastri

McLaren-Pilot Oscar Piastri hat am ersten Trainingstag der neuen Formel-1-Ära die Bestzeit aufgestellt. Der australische Lokalmatador fuhr beim Saisonstart in Melbourne in der zweiten Session am Freitag in 1:19,729 Min. die schnellste Runde. Dahinter reihte sich das Mercedes-Duo Kimi Antonelli (+0,214 Sek.) und George Russell (+0,320) ein. Vor dem Qualifying am Samstag (6.00 Uhr/ServusTV, Sky) lagen die Topteams McLaren, Mercedes, Ferrari und Red Bull nicht weit auseinander.

Die Ferraris von Rekordweltmeister Lewis Hamilton (+0,321) und Charles Leclerc (+0,562), der in der ersten Einheit das Ranking vor Hamilton angeführt hatte, kamen auf die Ränge vier und fünf. Vierfach-Champion Max Verstappen hatte mit leichten Problemen im zweiten Training zu kämpfen und landete im Red Bull auf dem sechsten Platz (+0,637). Weltmeister Lando Norris, der seinen McLaren in der ersten Session wegen eines Getriebeproblems nach nur sieben Runden wieder hatte abstellen müssen, wurde Siebenter (+1,065).

Aston Martin und Cadillac mit Rückstand

Aston-Martin-Pilot Fernando Alonso drehte nach Motorenproblemen erst im zweiten Training auf dem Albert Park Circuit seine ersten Runden. Der zweimalige Weltmeister fuhr als 20. mit einem Respektabstand von 4,933 Sek. unmittelbar vor Teamkollege Lance Stroll (+6,087 Sek.) hinterher. Ebenfalls noch Rückstand hatte Formel-1-Neuling Cadillac. Valtteri Bottas (+3,931) wurde 19., Sergio Perez musste seinen Boliden kurz vor Ende der zweiten Trainingseinheit am Streckenrand abstellen und lag am Ende des Klassements.

Für Verstappen hatte das zweite Training mit einem längeren Aufenthalt am Ende der Boxengasse begonnen, der Bolide des Niederländers musste wieder in die Garage zurückgeschoben werden. Wenig später beschädigte der 28-Jährige bei einem Ausritt den Unterboden seines Autos. Vor dem ersten Grand Prix der Saison am Sonntag (5.00 Uhr MEZ/ServusTV, Sky) hatten aber noch viele Teams mit diversen Problemen zu kämpfen.

Batterie-Engpass bei Aston Martin

Besonders Aston Martin sei derzeit "machtlos" und in einer "beängstigenden Lage", sagte Teamchef Adrian Newey. Denn der Rennstall hatte vier Batterien für die Boliden von Alonso und Stroll nach Australien gebracht, zwei davon sind aber bereits ausgefallen. "Angesichts der Häufigkeit, mit der unsere Batterien beschädigt werden, ist das eine ziemlich beängstigende Situation", betonte Newey, der sich in seiner Karriere den Ruf als Design-Genie erarbeitet hat.

Beim ersten Saisonrennen werden die absolvierten Runden des Aston-Martin-Duos limitiert, um dem Risiko dauerhafter Nervenschäden durch die starken Vibrationen am Lenkrad des neuen Autos zu entgehen. Diese würden von der neuen Antriebseinheit des Lieferanten Honda auf das Chassis übergehen, hatte Newey erklärt.

Energie-Management im Fokus

Die Formel 1 fährt ab dieser Saison dank einer Regelrevolution in eine neue Ära. Die Autos sind kürzer, schmaler und leichter. Die Motoren werden zu gut 50 Prozent vom Verbrenner angetrieben, der von komplett nachhaltigem Kraftstoff befeuert wird. Die restliche Power kommt von der Batterie. Da die elektrische Energie nicht ausreicht, um die gesamte Runde über Vollgas zu geben, sind Verstappen & Co. zu permanentem Energie-Management aufgerufen.

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