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Michael Wagner stand auf der Bühne und referierte über die Austria und den Weg, den die Violetten in Zukunft gehen wollen. Von seinen Kollegen der Sportdirektoren-Zunft wurde er im Rahmen der Pressekonferenz zum Frühjahrsstart der Liga erfreut willkommen geheißen, er selbst kann vielleicht nicht wirklich Antwort geben auf die Frage, wie lange er die Position noch ausüben wird. 

Denn mit der Bestellung von Tomas Zorn als neuer Sportvorstand, die Dienstagfrüh über die Bühne gehen soll, erhält er einen neuen Vorgesetzten, der eigentlich in Zukunft die Richtung vorgeben soll.

Wagner referierte von der Philosophie, wieder vermehrt auf violette Eigengewächse zu setzen und äußerte die Hoffnung, dass im Klub nach Jahren der Turbulenzen Ruhe einkehre. Das wird aber wahrscheinlich nur dann geschehen, wenn sich eine Seite in dem lange schwelenden Machtkampf final durchsetzt und das alleinige Sagen hat.

Noch kann niemand konkret sagen, wie es bei der Austria weitergehen wird, vorstellbare Szenarien gibt es ein paar. Hier folgende Gedankenspiele ...

Paul Wanner ist der Sohn einer Österreicherin und eines Deutschen und wurde 2005 in Dornbirn geboren. Der 20-Jährige gilt im Fußball als Ausnahmetalent und kann sich entscheiden: Will er künftig für Deutschland spielen, oder für Österreich. Beide Verbände werben um den 1,85 Meter großen Offensivspieler.

Glaubt man einem Medienbericht aus Deutschland, soll sich der Doppelstaatsbürger nun entschieden haben. Und zwar laut der Münchner TZ für Österreich. Das käme doch einigermaßen überraschend. Wanner spielt seit einigen Jahren für sämtliche DFB-Nachwuchsnationalteams und ist in der Unter-21 der Deutschen aktuell gesetzt.

Doch auch der ÖFB bemüht sich in Person von Ralf Rangnick seit Jahren. 2022 nahm der ÖFB-Teamchef den damals 17-Jährigen zu einem Trainingslager nach Spanien mit. Eine Woche lang trainierte Wanner damals in Marbella an der Seite von David Alaba und Marko Arnautovic.

2018 wechselte Wanner aus dem Nachwuchs von Ravensburg zu den Bayern. Nach Leihstationen in Elversberg und Heidenheim kehrte er im vergangenen Sommer zurück nach München, ehe er mit einem Transfer für Aufsehen sorgte. Wanner wollte sich nicht bei den Bayern erst hinter größeren Stars anstellen, sondern wechselte zu PSV Eindhoven in die Niederlande, wo er aktuell Stammspieler ist. Auch in der Champions League kam er bereits zu fünf Einsätzen in dieser Saison.

Wenn man auf die Zahlen blickt, könnte man meinen, es würde eine unschlagbare Tennis-Macht geben. Denn die USA holten seit 1877, seit es in Wimbledon das erste Major gab, 147 Grand-Slam-Titel und führen damit die Wertung klar vor Australien (100) an.

Ganz solange muss man freilich nicht zurückblättern, um den bisher letzten Titel für Amerikas Helden zu finden, aber gemäß der Schnelllebigkeit im Tennissport sind 23 Jahre auch keine kurze Zeit. 2003 war es Andy Roddick, der damals bei den US Open die Amerikaner das bisher letzte Mal jubeln ließ. Acht Monate zuvor holte Andre Agassi den Australian-Open-Titel.

Am 6. Februar beginnen die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina. Am Montag Vormittag präsentierte das ÖOC seinen Kader für das Großereignis. 52 Frauen und 63 Männer werden als Teilnehmer nach Italien reisen. Das 115-köpfige Aufgebot ist das größte seit Sotschi 2014 (130). Damals war allerdings auch die Eishockey-Mannschaft der Männer dabei.

"Etwas ganz Besonderes"

"Wir waren in den letzten Wochen und Monaten sehr gespannt, wer die Qualifikation schaffen wird", sagte ÖOC-Präsident Horst Nussbaumer. "Diese Olympischen Winterspiele werden etwas ganz Besonderes sein. Wir gehen mit einer super vorbereiteten Mannschaft an den Start. Wir haben ein breit diversifiziertes Team am Start, arrivierte Sportler, Newcomer, und das aufgeteilt auf alle Regionen und alle Sportarten. Mein Zielsetzung sind die Spiele in Peking, diese Anzahl an Medaillen sollte wieder erreichbar sein." 

Vor vier Jahren in Peking waren es 18 Medaillen, 7 Gold, 7 Silber und 4 Bronze.

Das gesamte Team des ÖOC rotiert seit Monaten rund um die Uhr" ergänzte ÖOC-Generalsekretär Florian Gosch. "Diese sechs Cluster sind eine riesige Herausforderung. Wir sind aber sehr gut vorbereitet, wir haben alles im Griff. Ich möchte mich beim Team bedanken für den unendlichen Einsatz. Der Athlet soll bei uns immer mit Mittelpunkt stehen."

Freestyle-Snowboarderin Hanna Karrer ist die jüngste Athletin, sie wird am 6. Februar 18. Claudia Riegler (Snowboard) ist mit 52 Jahren die älteste, sie ist zum vierten Mal bei Olympia. Andreas Prommegger wird zum sechsten Mal bei Olympia sein und damit zu den österreichischen Rekord-Teilnehmern aufschließen. Sechs Mal dabei waren bisher nur Alfred Eder (Biathlon), Markus Prock (Rodeln), Mario Stecher (Nordische Kombination) und Emese Hunyady (Eisschnelllauf).

Gold-Hoffnung Julia Scheib

Eine der großen Gold-Hoffnungen ist Julia Scheib, die zum ersten Mal bei Olympia an den Start gehen wird. "Für mich war das bisher fast eine perfekte Saison", sagte Scheib, die den Riesentorlauf-Weltcup anführt. "Ich habe bei der Jugend-Olympiade schon gemerkt, dass es etwas Besonderes ist. Jetzt freue ich mich sehr auf meine ersten echten Spiele."

Es war ein sehr emotionaler Nachmittag für Manuel Feller. Der 33-jährige Tiroler holte nach einer überragenden Fahrt im zweiten Lauf auf dem Ganslernhang seinen ersten Sieg in Kitzbühel und durfte danach so richtig feiern.

"Eigentlich wollte ich bis Mittwoch nichts trinken", sagte Feller, der nach privaten Problemen einen harten Winter durchlebt. "Ich danke meiner Frau" hatte er dazu nur gesagt.

Die alkoholfreie Pause bis nach dem Nachtslalom von Schladming musste unterbrochen werden. Die Gams-Trophäe hielt den Feierlichkeiten nicht stand. In der Nacht postete Feller ein Bild aus seinem Bett, das ihn beim Träumen mit der Trophäe zeigt. Der Sockel steht jedoch am Nachtkästchen. "Still dreaming", schrieb Feller dazu und viele seiner Konkurrenten gratulierten ihm nochmal zu dem Sieg.

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