Mit einem sensationellen Gesamtscore von 6:0 war Sturm gegen Heart of Midlothian in die 3. Qualifikationsrunde zur Champions League eingezogen. Der Gegner dort erwies sich am Mittwoch aber schnell als wesentlich stärker: Beim Hinspiel in Istanbul setzte es am Bosporus gegen Fenerbahce eine 0:2-Niederlage.
Mit einer breiten Brust wollte man antreten. Zunächst war es jedenfalls eine leere ohne Sponsor, weil Werbung für ein Bier in der Türkei nicht erlaubt ist.
Schnelles Gegentor
Werbung für guten Fußball wäre ohnehin wichtiger. Doch auch damit wurde es zu Beginn nichts. Nach nicht einmal zehn Minuten stand es 1:0 für die Türken. Sturm-Verteidiger Mitchell ließ Topstürmer Talisca aus den Augen. Der Brasilianer traf aus der Drehung wuchtig ins lange Eck. Etwas später sollte Mitchell Talisca wieder näher kommen. Aber alles der Reihe nach.
Die Grazer taten sich schwer, überhaupt in die Zweikämpfe zu kommen gegen das technisch und spielerisch starke Starensemble des türkischen Vizemeisters, dessen Marktwert sechs Mal so hoch ist wie jener von Sturm.
Es dauerte eine halbe Stunde, bis sich Österreichs Vizemeister annähern konnte. Mit harten Zweikämpfen und direktem Spiel nach vorne näherte man sich das eine oder andere Mal dem Strafraum der Gastgeber, ohne aber noch einen gefährlichen Abschluss zu verzeichnen.