Eishockey: Titelverteidiger Salzburg nach Krimi frühzeitig out

Nach vier Meistertiteln in Folge schied Salzburg in der ICEHL diesmal frühzeitig aus. Graz zeigte sich hingegen in Titelform.
Salzburgs Peter Schneider

Mit einer Gala gegen den VSV sind die Graz99ers ins Halbfinale der ICE-Eishockey-Liga marschiert. Am Dienstag rupften die Steirer die Adler bis auf die letzte Feder und vollendeten mit einem 6:2-Auswärtssieg den 4:0-Sweep in der "best of seven"-Serie. Der KAC musste beim 1:2 in Szekesfehervar den Serienausgleich zum 1:1 hinnehmen, Ljubljana steht nach einem 4:0 über Bozen vor dem Aufstieg. Titelverteidiger Salzburg ist nach einem 1:2 in der dritten Overtime bei Pustertal out.

In der mit 4.100 Zuschauern ausverkauften Halle in Villach schrieben die Gäste erstmals so richtig in der fünften Minute an. Lukas Haudum nutzte nach Scheibenverlust die Gelegenheit zum 1:0 und brachte damit eine Lawine ins Rollen. Chris Collins, Nick Swaney und Kevin Conley erhöhten in der 7. und 8. Minute innerhalb von 87 Sekunden auf 4:0 und hatten damit eigentlich schon die Vorentscheidung herbeigeführt.

Der VSV fiel förmlich auseinander, Kasper Kotkansalo (13.) und wieder Conley (16.) beseitigten noch vor der ersten Pause die letzten Zweifel. Im Mittelabschnitt ließen es die 99ers erwartungsgemäß etwas ruhiger angehen, der VSV zeigte Moral und kam durch Adam Helewka (29.) und Brett Budgell (40.) zu zwei Ehrentreffern. Am Score sollte sich nichts mehr ändern. Graz fixierte ungefährdet die dritte Halbfinalteilnahme überhaupt und die erste seit 2019.

Salzburg fliegt schon im Viertelfinale raus

Salzburg lag dank Peter Schneider (18.) lange zwar nur 1:0 in Front, aber doch auf Kurs Spiel fünf. Zumindest bis zur 37. Minute. Dann kam das 1:1 durch Tommy Purdeller und ein offener Schlagabtausch im Schlussabschnitt, die Overtime war die logische Folge. Auch dort hielten sich die beiden Teams lange in Schach, erst in der dritten Verlängerung konnte Pustertal die Entscheidung zu seinen Gunsten herbeiführen. Es ist eine herbe Enttäuschung für Salzburg, das zuletzt viermal den Titel holte und erst zum zweiten Mal nach 2012 im Viertelfinale scheiterte.

Alles offen ist indes nach der zweiten Partie zwischen Fehervar und dem KAC. Die wegen Zusammenbruchs von Rotjacken-Akteur Jordan Murray in Spiel eins verschobene Serie steht nach dem 2:1-Heimerfolg der Ungarn quasi wieder auf Null. Die frühe Führung durch Marcel Witting (5.) war zu wenig, im Mitteldrittel kassierten die Kärntner zwei Gegentreffer und kamen in einer Partie auf Augenhöhe nicht mehr zurück. Spiel drei steigt am Donnerstag (19.15) in Klagenfurt.

Olimpija Ljubljana steht indes nach einem 4:0-Heimerfolg über Bozen knapp vor dem Halbfinaleinzug. Am Donnerstag (19.45) können die Slowenen beim HCB Südtirol den Aufstieg perfekt machen.

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