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Die Formel 1 kommt nach dem turbulenten Grand Prix von Monaco nicht zur Ruhe.

Pierre Gasly erhielt nach dem stattgegebenen "Right of Review" (dt. "Antrag auf Überprüfung") den dritten Platz im Fürstentum, der ihm aufgrund zweier Zeitstrafen abhanden gekommen war, vor dem Barcelona-GP wieder.

Das löste am vergangenen Wochenende in Katalonien reichlich Diskussionen aus. Red Bull, McLaren und Racing Bulls (dazu mehr weiter unten) meldeten Interesse an, die Rückgabe des Podestplatzes anzufechten.

Nägel mit Köpfen macht nun Mercedes-Teamchef Toto Wolff. Rund zwei Wochen vor dem Österreich-GP auf dem Red Bull Ring macht der Wiener gegenüber Sky Sports deutlich, von dem Recht des "Right of Review" Gebrauch machen zu wollen.

"Wir haben uns ebenfalls an die FIA gewandt und um ein 'Right of Review' gebeten. Ehrlich gesagt bin ich mir nicht sicher, ob das realistisch ist, denn damit öffnet man die Büchse der Pandora", sagt Wolff.

Sie liest sich wie die Gästeliste bei der Ballon-d’Or-Wahl. Die französische Offensive weist klingende Namen wie Kylian Mbappe (Real Madrid), Ousmane Dembele (PSG) und Michael Olise (Bayern München) auf. Dazu kommen etwa Desire Doue, Bradley Barcola (beide PSG), Marcus Thuram (Inter Mailand) und so weiter. Nicht weniger als neun Offensivkräfte hat Didier Deschamps in die USA mitgenommen. Einer talentierter als der andere.

Jeder portugiesische WM-Fahrer trägt während des Turniers ein Armband, auf dem die Namen aller Spieler und der von Diogo Jota zu lesen sind. Am 3. Juli, am Tag des möglichen ersten K.o.-Spiels der Portugiesen, jährt sich der Unfalltod ihres Stürmers zum ersten Mal. Die Armbänder in den Landesfarben Grün und Rot sind ein Geschenk des Ministerpräsidenten Luís Montenegro.
„Diogo ist unser Licht“, sagte Nationaltrainer Roberto Martínez dem Sportmagazin „The Athletic“ vor dem Abflug in die USA. „Er wollte die Weltmeisterschaft gewinnen. Und das ist nun gewissermaßen zu einer Verpflichtung und zu einem Vorbild für uns geworden. Denn Diogo war das pure Beispiel dafür, an alles zu glauben, was möglich sein könnte. Wir müssen uns bis zum Schluss von ihm inspirieren lassen. Er gehört zu uns!“.

Rúben Neves trug Jotas Sarg

Diogo Jota war erst 28 Jahre alt, als er vor einem Jahr zusammen mit seinem jüngeren Bruder bei einem Autounfall ums Leben kam. Bis auf ihren Superstar Cristiano Ronaldo kam die gesamte Nationalmannschaft zu der Beerdigung. Der Mittelfeldspieler Rúben Neves trug Jotas Sarg.
Neves stand dem Stürmer des FC Liverpool besonders nah. Sie teilten bei der Nationalmannschaft das Zimmer. Sie saßen nebeneinander im Bus. Sie wechselten 2017 sogar zusammen nach England. Im Gedenken an seinen toten Freund übernahm Neves sogar dessen Rückennummer 21.
„Wir haben schon so oft darüber gesprochen und sagen immer dasselbe“, meinte der 29-Jährige vor dieser WM: „Diogo wird uns in entscheidenden Momenten eine zusätzliche Kraft geben.“

Vor der versammelten Weltpresse wollten Irans Kapitän Mehdi Taremi und Torschütze Mohammad Mohebi nicht so schnell wieder verschwinden. Minutenlang beantworteten die beiden Nationalspieler nach dem hochpolitischen 2:2 gegen Neuseeland bei der WM Fragen, obwohl ein FIFA-Mitarbeiter schon früh ein Ende der Runde verlangt hatte.

„Wisst ihr, das ist alles ein Desaster für uns.“ Was Taremi damit meinte, sind die schwierigen Rahmenbedingungen, unter denen das Team diese Fußball-Weltmeisterschaft spielen muss. Noch am Spieltag musste die Mannschaft zurück nach Mexiko reisen, die Anreise am Vortag war erst kurzfristig möglich geworden - womöglich wegen des geplanten Abkommens zum Ende des Iran-Krieges, das Stunden zuvor publik wurde.

„Ich denke die FIFA muss uns mehr helfen“, sagte Taremi und berichtete von einem Kabinen-Besuch von FIFA-Präsident Gianni Infantino. Der habe seine Hilfe versprochen.

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