Die Saison war lang, die Ruhe danach umso wichtiger. Jakob Pöltl genießt sie in seiner Heimat.
Seit zwei Wochen ist der Center der Toronto Raptors in Wien, um abzuschalten und Kraft für die kommenden Aufgaben zu sammeln. „Freizeit genießen, runterkommen nach einer langen Saison“, beschreibt der 30-Jährige seine ersten Tage in Österreich bei einem Pressetermin am Donnerstag. Seit einer Woche steht er aber bereits wieder im Training.
Mit dem Saisonverlauf seiner Raptors zeigt sich Pöltl grundsätzlich zufrieden, auch wenn in der ersten Play-off-Runde gegen Cleveland noch mehr möglich gewesen wäre. „Wir haben uns gut präsentiert. Viele junge Spieler haben ihre erste Play-off-Erfahrung gemacht. Aber natürlich, wenn man ein Spiel sieben erreicht, war auf jeden Fall mehr drinnen“, sagt der Wiener.
Jetzt werde analysiert, welche Fehler gemacht wurden und wie man sich verbessern kann. Gerade die Entwicklung der jungen Mannschaft stimme ihn optimistisch. „Wir haben ein junges Team und einige Spieler werden sich weiterentwickeln. Auch wenn wir nichts ändern, werden wir uns durch die Erfahrung verbessern“, sagt Pöltl.
Deshalb verfolgt er auch die Diskussionen rund um mögliche Transfers gelassen. „Ich mache mir wenig Gedanken zu den Trades. Wir haben in den letzten Jahren gute Arbeit gemacht, um ein gutes Team zusammenzustellen.“ Der Fokus in den kommenden Monaten liegt ohnehin auf der eigenen körperlichen Verfassung. Besonders der Rücken, der ihn in der Vergangenheit immer wieder beschäftigt hat, steht jetzt im Mittelpunkt.
Der Plan für den Sommer
Gemeinsam mit den Trainern der Raptors wurde ein detaillierter Sommerplan ausgearbeitet. „Ich habe mir vorgenommen, bestimmte Sachen herauszunehmen und gezielt den Rücken zu stärken“, erklärt Pöltl. Ziel sei es, „körperlich so stark wie möglich in die Saison zu starten“. Positiv stimmt ihn, dass die Beschwerden gegen Ende der Saison besser wurden. „Ich bin gut zurechtgekommen. Es geht jetzt darum, dass es so bleibt.“
Ob er im Sommer für das Nationalteam auflaufen kann, ist allerdings noch offen. „Ich würde gerne spielen, aber ich muss schauen, wie es sich mit dem Rücken ausgeht.“