Sport-News

Am letzten Tag des Trainingslagers in der Türkei stand für Salzburg noch einmal ein hochkarätiger Test auf dem Programm. Gegen Roter Stern Belgrad gab es für die Mannschaft von Trainer Thomas Letsch einen 2:0-Erfolg. Damit können die Salzburger voller Selbstvertrauen die Koffer packen und am Freitag die Heimreise antreten. Nächsten Donnerstag steht schon das erste Pflichtspiel des Jahres auf dem Programm - in der Europa League geht es daheim gegen den FC Basel.

Den Ankick bei den Serben machte ÖFB-Star Marko Arnautovic, der in Folge aber kaum Akzente setzen konnte. Er wurde nach 54 Minuten ausgewechselt. Den ersten Treffer erzielte Roter Stern - Rade Krunic traf ins eigene Tor (11.). Sehenswert war dann das 2:0. Edmund Baidoo wurde schön freigespielt, behielt vor dem gegnerischen Tormann die Nerven und schob den Ball cool ins Netz (29.). 

Der Neustart für Real Madrid nach dem Rauswurf von Trainer Xabi Alonso hat in einem sportlichen Debakel geendet. Beim Debüt von Alvaro Arbeloa blamierten sich die Königlichen mit einer 2:3-Niederlage bei Zweitligist Albacete im spanischen Cup-Achtelfinale. „Ein Real, das wirklich beschämend ist. Ein Madrid im freien Fall“, schrieb die Sportzeitung Marca. „Ein Desaster dieser Art, das in die Geschichte eingehen wird, ist wahrlich kein guter Start in eine neue Ära“, meinte AS.

Ohne den geschonten Superstar Kylian Mbappe enttäuschte der 20-fache Cupsieger und scheiterte gegen den Tabellen-17. der zweiten Liga. Innerhalb weniger Tage musste Real zwei Titelhoffnungen begraben. Erst am Sonntag war der Supercup mit 2:3 gegen den Erzrivalen FC Barcelona verloren gegangen. Nun droht dem erfolgsverwöhnten Verein eine Zäsur: Erstmals seit 20 Jahren könnte man wieder zwei Jahre ohne relevanten Titel bleiben. In der Meisterschaft liegt Barca, gegen das Real fünf der jüngsten sechs „Clasicos“ verloren hat, vier Punkte voran.

Im Lager von Österreichs alpinen Ski-Männern stößt die Quotenregelung für die Olympiabewerbe auf Unverständnis. Gemäß FIS-Vorgaben können in Italien nach aktuellem Stand lediglich zehn ÖSV-Athleten an den fünf Männer-Bewerben teilnehmen. Frankreich darf sechs Männer entsenden, Deutschland gar nur vier - dafür Brasilien drei. Möglich macht dies ein kompliziertes Berechnungssystem, das im Endeffekt darauf abzielt, Sportler aus möglichst vielen Nationen an den Start zu bekommen.

Dadurch würden allerdings viele hochkarätige Rennläufer zum Zuschauen verurteilt, kritisierte ÖSV-Männer-Cheftrainer Marko Pfeifer. "In einer Trainersitzung wurde diese Thematik angesprochen, da haben einige wortwörtlich gesagt, dass diese Vergabe ein 'Riesen-Bullshit' ist", erzählte der Kärntner. Zwar sei es wünschenswert, dass mehr Länder bei olympischen Alpin-Bewerben an den Start gehen. "Trotzdem gehört das überdacht", forderte Pfeifer und wünschte sich außerdem, dass sich die FIS in diesem Zusammenhang stärker gegenüber dem IOC positionieren würde. "Doch zumindest kurzfristig wird sich nichts ändern."

Das Finale des Afrika-Cups am Sonntag lautet Senegal gegen Gastgeber Marokko. Zunächst besiegten die Senegalesen im ersten Halbfinale in Tanger Ägypten durch ein Tor des Ex-Salzburgers Sadio Mane mit 1:0. Im Anschluss setzten sich in Rabat die Marokkaner vor begeisterten Heimfans gegen Nigeria nach torlosen 120 Minuten mit 4:2 im Elfmeterschießen durch. Für die Elf von Kapitän Achraf Hakimi geht damit der Traum vom ersten Kontinentaltriumph seit 50 Jahren weiter. Marokko stand zuletzt vor 22 Jahren im Afrika-Cup-Endspiel, damals verlor man in Tunesien gegen die Gastgeber. Diesmal soll der Heimvorteil zum zweiten Titel verhelfen.

Im Semifinale gegen die Nigerianer gelang dies, wenn auch erst im Shootout. Schon in den zwei Stunden davor waren die Marokkaner die aktivere Mannschaft, Tore fielen freilich keine. Im Elferschießen versagten zunächst Hamza Igmame vom Heimteam die Nerven. Doch Marokkos Keeper Yassine Bounou parierte danach zwei Elfmeter der Nigerianer, während Youssef En-Nesyri den entscheidenden Penalty verwandelte.

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