Im Lager von Österreichs alpinen Ski-Männern stößt die Quotenregelung für die Olympiabewerbe auf Unverständnis. Gemäß FIS-Vorgaben können in Italien nach aktuellem Stand lediglich zehn ÖSV-Athleten an den fünf Männer-Bewerben teilnehmen. Frankreich darf sechs Männer entsenden, Deutschland gar nur vier - dafür Brasilien drei. Möglich macht dies ein kompliziertes Berechnungssystem, das im Endeffekt darauf abzielt, Sportler aus möglichst vielen Nationen an den Start zu bekommen.
Dadurch würden allerdings viele hochkarätige Rennläufer zum Zuschauen verurteilt, kritisierte ÖSV-Männer-Cheftrainer Marko Pfeifer. "In einer Trainersitzung wurde diese Thematik angesprochen, da haben einige wortwörtlich gesagt, dass diese Vergabe ein 'Riesen-Bullshit' ist", erzählte der Kärntner. Zwar sei es wünschenswert, dass mehr Länder bei olympischen Alpin-Bewerben an den Start gehen. "Trotzdem gehört das überdacht", forderte Pfeifer und wünschte sich außerdem, dass sich die FIS in diesem Zusammenhang stärker gegenüber dem IOC positionieren würde. "Doch zumindest kurzfristig wird sich nichts ändern."