Wie die Fans bei der Wiener Austria instrumentalisiert werden
Sportlich konnte sich die Austria für die Meistergruppe qualifizieren.
Der Hintergrund macht bei der Wiener Austria seit geraumer Zeit die Musik. Während die Veilchen sportlich durchaus erblühen, erlebte das Hickhack am Rande des LASK-Spiels einen neuen Akt. Die Fans auf der Osttribüne stellten sich transparent gegen Josko Rokov, der einen Deal mit US-Investoren vermitteln will, gegen Jürgen Werner, gegen Sebastian Prödl, der trotz ÖFB-Engagement noch immer als Investor bei der Austria fungiert, und gegen den neuen Aufsichtsrat Peter Vogl.
Es ist nicht davon auszugehen, dass die Fanszene sich selbst dermaßen viel Insiderwissen angeeignet hat, vielmehr entsteht der Verdacht einer Instrumentalisierung. Bei der Austria schiebt man sich die Bälle nicht per Doppelpass zu, sondern spielt sie viel lieber über die Bande. Das gilt für beide Lager, die einander gerne über Dritte einiges ausrichten. Was alle Protagonisten dabei falsch einschätzen: Ihr Handeln ist viel zu durchschaubar.
Ein Handy wurde ausgelesen
Dass sich Violette nicht grün sind, liegt in der Natur der Farbenlehre des Fußballs. Es mutet aber abartig an, wenn eigene Interessen dermaßen im Vordergrund stehen, dass ein Unternehmen wie Ernst & Young beauftragt wird, eidesstattliche Erklärungen zu hinterfragen und zu überprüfen und das Handy eines AG-Vorstands auszulesen. Für alle Unschuldslämmer gilt die Unschuldsvermutung.
Kommentare