Sport-News

Die Tennis-Weltranglistenerste Aryna Sabalenka muss weiter auf ihren ersten Titel auf Rasen warten. Bei den mit 1,2 Millionen Euro dotierten Berlin Tennis Open unterlag die 28-Jährige aus Belarus der an Nummer drei gesetzten Jessica Pegula aus den USA mit 4:6, 7:6 (7:4) und 0:6.

Drei Breaks im letzten Satz

Wie am Vortag gegen die ungesetzte Tschechin Nikola Bartunkova rannte die sechsmalige Grand-Slam-Siegerin einem frühen Break hinterher. Dafür fand Sabalenka im zweiten Durchgang zu ihrem Spiel. Doch beim Stand von 5:2 vergab die topgesetzte Spielerin zwei Satzbälle und kassierte gleich darauf ein Break zum 4:5, sodass der Tiebreak entscheiden musste.

Dieser musste aufgrund vom einsetzenden Regen beim Stand von 3:1 für Pegula unterbrochen werden. Die knapp zweistündige Pause tat Sabalenka besser, die den Tiebreak mit 7:4 für sich entschied. Doch im entscheidenden Durchgang übernahm Pegula wieder die Kontrolle und sorgte mit drei Breaks für den Einzug in das Finale.

Anpfiff, hoch anlaufende Marokkaner, Ballgewinn, kontrolliertes Aufbauspiel und nach 72 Sekunden steht es 1:0 für Marokko. So einfach und schön kann Fußball sein.

Das Tor vom PSV Eindhoven-Mittelfeldmann Ismael Saibari ist damit das bisher schnellst erzielte in dieser WM-Endrunde.

Marokko versuchte zwar die Führung weiter auszubauen, am Ergebnis änderte das schlussendlich aber nichts mehr. Schottland zeigte sich in weiterer Folge bemüht, Großchancen blieben aber aus.

Die Bayern-Frage

Dass sich Marokkos Goldtorschütze mit seinem bereits zweiten Treffer bei der Weltmeisterschaft in das internationale Transfer-Schaufenster geschossen hat, ist auch den Reportern nach dem Spiel nicht entgangen. Bereits vergangene Woche kamen vermehrt Meldungen zu einem baldigen Wechsel von Saibari zum Deutschen Rekordmeister Bayern München auf.

Reiht man alle Spielminuten seiner bisher 125 Länderspiele aneinander, kann man sagen: Manuel Neuer ist bereits fast acht Tage lang im deutschen Tor gestanden. Vom WM-Titel bis zum Vorrunden-Aus – der 40-Jährige hat mit der Nationalmannschaft schon alles erlebt. Alles? Nicht ganz. Gelingt am Samstag im zweiten Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste (22 Uhr/live auf ORF 1) ein Sieg, dann würde auch der Routinier Neuland betreten.

Gelingt nach dem 7:1-Kantersieg gegen Curaçao nämlich der nächste Erfolg, hätte die DFB-Elf das Ticket für das Sechzehntelfinale bereits fix. Damit wäre die Angst vorm Hattrick des frühen Scheiterns nach 2018 und 2022, als jeweils in der Vorrunde das Aus kam, endgültig vom Tisch.

Man könnte bereits für die K.-o.-Phase planen – das gab es weder bei Neuers WM-Debüt 2010 noch 2014 in Brasilien, wo sich das DFB-Team am Ende den WM-Titel gesichert hat. Routinier Neuer kostet das nur ein müdes Lächeln: „Wir wollen einfach nur aufs nächste Spiel schauen und auf das Beste hoffen.“ Ein mögliches Achtelfinal-Duell mit Frankreich habe er noch nicht im Kopf.

Respekt vor den D-Zügen

Für Bundestrainer Julian Nagelsmann und die Deutschen geht mit der Partie gegen die Ivorer die WM so richtig los. Die Pflichtaufgabe gegen WM-Neuling Curaçao zum Auftakt wurde bravourös gemeistert. Jetzt zählt es.

Der KURIER-Sport empfiehlt

Merkliste

Hier können Sie interessante Artikel speichern, um sie später zu lesen und wiederzufinden.