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Reiht man alle Spielminuten seiner bisher 125 Länderspiele aneinander, kann man sagen: Manuel Neuer ist bereits fast acht Tage lang im deutschen Tor gestanden. Vom WM-Titel bis zum Vorrunden-Aus – der 40-Jährige hat mit der Nationalmannschaft schon alles erlebt. Alles? Nicht ganz. Gelingt am Samstag im zweiten Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste (22 Uhr/live auf ORF 1) ein Sieg, dann würde auch der Routinier Neuland betreten.

Gelingt nach dem 7:1-Kantersieg gegen Curaçao nämlich der nächste Erfolg, hätte die DFB-Elf das Ticket für das Sechzehntelfinale bereits fix. Damit wäre die Angst vorm Hattrick des frühen Scheiterns nach 2018 und 2022, als jeweils in der Vorrunde das Aus kam, endgültig vom Tisch.

Man könnte bereits für die K.-o.-Phase planen – das gab es weder bei Neuers WM-Debüt 2010 noch 2014 in Brasilien, wo sich das DFB-Team am Ende den WM-Titel gesichert hat. Routinier Neuer kostet das nur ein müdes Lächeln: „Wir wollen einfach nur aufs nächste Spiel schauen und auf das Beste hoffen.“ Ein mögliches Achtelfinal-Duell mit Frankreich habe er noch nicht im Kopf.

Respekt vor den D-Zügen

Für Bundestrainer Julian Nagelsmann und die Deutschen geht mit der Partie gegen die Ivorer die WM so richtig los. Die Pflichtaufgabe gegen WM-Neuling Curaçao zum Auftakt wurde bravourös gemeistert. Jetzt zählt es.

US-Schwimmerin Kate Douglass stellte einen neuen Weltrekord über 50 m Kraul auf. Die 24-jährige schwamm die Distanz bei einem Meeting in Indianapolis in 23,59 Sekunden. Sie war damit zwei Hundertstelsekunden schneller als die Schwedin Sara Sjöström vor drei Jahren bei den Weltmeisterschaften in Fukuoka. Douglass hat bei Olympischen Spielen fünf Medaillen geholt und 2024 in Paris Gold über 200 m Brust. Über 50 m Kraul war sie damals nicht angetreten.

"Das ist ein Wahnsinn"

Von ihrem Weltrekord zeigte sie sich überrascht. "Das ist Wahnsinn, ich bin immer noch geschockt", sagte Douglass dem Sender NBC. "Das ist viel schneller, als ich jemals dachte, heute Abend zu sein oder überhaupt." Ihre bisherige Bestzeit stand bei 23,91 Sekunden.

Am heutigen Samstag übersiedelt das Nationalteam nach Dallas. Wo ein Österreicher beim sportlichen Fremdgehen einst Kultstatus genoss. So sehr, dass ihn ob seiner Schilderungen Ex-Rapid-Mitspieler für einen Münchhausen hielten. Das tat Toni Fritsch weh. Schließlich war er, der 1965 zwei Tore beim legendären 3:2 im Wembley gegen England erzielt hatte, vom Wembley- zum gefeierten Texas-Toni geworden. Indem er mit den Dallas Cowboys den Superbowl holte.

TV-Berichte über American Football waren in den 1970ern noch spärlich im ORF. Beim KURIER-Lokalaugenschein in Dallas aber stellte sich heraus, dass die Jubelmeldungen über den Toni aus Petronell sogar noch untertrieben waren. Doch wie kam es so weit?

600 Athleten, knapp 30 Bewerbe und eine Bahn direkt vor den Augen der Fans: Am Samstag feiert die Track Night Vienna ihr 10-jähriges Jubiläum und verwandelt das LAZ Wien ab 13 Uhr in eine Bühne für internationale Leichtathletik - zum vorerst letzten Mal.

"Fleckerlteppich": Anlage stößt an ihre Grenzen

Seit jeher ist das Markenzeichen der Veranstaltung die Nähe: Die Zuschauer stehen unmittelbar an der Bahn. Doch hinter dieser besonderen Atmosphäre steht eine Anlage, die an ihre Grenzen stößt.

Veranstalter Christoph Sander findet deutliche Worte: „Die Bahn wird hoffentlich noch diese Saison überleben.“ Die Oberfläche beschreibt er als „Fleckerlteppich“. Hinzu kommen „Wurzelwellen“ auf der Bahn. „Da kannst du nicht mehr laufen“, sagt Sander offen.

Track Night Vienna: Neuer Standort soll kommen

Denn es geht längst nicht nur um den Eindruck der Anlage, sondern auch um die Sicherheit und Gesundheit der Athleten. „Letztes Jahr riss ein Athlet durch die Bremsbewegung ein Stück Tartan auf.“ 

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