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Am Ende gab es viele fröhliche Gesichter in Graz. Sturm, weil man sich mit einem 1:0-Sieg von der Europa League verabschiedete, Brann Bergen, weil man in letzter Sekunde dank der Niederlage von YB Bern doch noch den Sprung in die K.o.-Phase schaffte. 

Für das Goldtor sorgte einmal mehr Otar Kiteishvili. Von den fünf Treffern, die  in der beendeten Liga-Phase auf das Konto der Steirer gingen, erzielte der Georgier drei, zweimal traf Tomi Horvat. Kiteishvili war einmal mehr das Um und Auf. Ob Sturm zu sehr von ihm abhängig ist? "Ich bin glücklich, dass ich so einen Spieler habe. Auch ein Messi oder Kane sind können Spiele alleine entscheiden, wir haben eben Otar", sagt Trainer Fabio Ingolitsch nach seiner geglückten Heimpremiere. 

Wichtig war dem 33-jährigen Sazburger aber das Auftreten. "Unser großes Ziel war, dass wir uns nicht auf das Ergebnis fokussieren, sondern auf eine ordentliche Leistung. Wir haben gemeinsam kompakt und gut verteidigt - bis auf die Schlussminuten."

Die Osttirolerin Lilli Tagger steht bei einem gut dotierten WTA-Challenger  in den Vereinigten Arabischen Emiraten im Finale

Die 17-Jährige kam im Halbfinale bei einer 6:3,3:0-Führung durch Aufgabe der topgesetzten Mexikanerin Renata Zarazua weiter. Die als Nummer drei gesetzte Tagger ist in Fudschaira ohne Satzverlust, sie wird im Ranking rund um Rang 130 so hoch wie noch nie stehen. Um den Titel geht es gegen die siebentgereihte Britin Harriet Dart.

Olympique Lyon hat die Ligaphase der Fußball-Europa-League auf Platz eins beendet. Die Franzosen holten durch das Heim-4:2 am Donnerstag über PAOK Saloniki 21 Zähler aus acht Partien, dahinter folgt das nach dem 3:2 gegen Salzburg punktegleiche Aston Villa. Roter Stern Belgrad steht nach einem Heim-1:1 gegen Celta Vigo als 15. im Play-off. Dass es für die Serben nicht zum Sieg reichte, lag auch an zwei aberkannten Toren von Marko Arnautovic.

In der neunten Minute traf der ÖFB-Rekordspieler mit einem überlegten Abschluss aus zwölf Metern. Allerdings wurde der Treffer nach VAR-Intervention wegen eines angeblichen Foulspiels von Assistgeber Aleksandar Katai zurückgenommen. Zehn Minuten später versenkte Arnautovic den Ball neuerlich sehenswert im Netz, diesmal zählte das Tor aufgrund einer hauchdünnen Abseitsstellung des 36-Jährigen nicht. Arnautovic wurde in der 79. Minute ausgetauscht, sein Ersatzmann Bruno Duarte sorgte in der 89. Minute für den Endstand.

Ein geglückter Abschluss, ein geglückter Anfang. Beim Heimdebüt von Trainer Fabio Ingolitsch gab es einen 1:0-Sieg Sturms gegen Brann Bergen  zum  Ausklang der Europa-League-Saison

Schon der  Beginn hat Ingolitsch, der sehr emotional die Seitenlinie beackerte,  sicher ebenso gut gefallen wie den rund 10.700  Fans. Sturm begann enorm engagiert, kombinierte gut wie lange nicht und kam in der 10. Minute  durch Horvat durch  zu einem Stangenschuss. Zudem störten die Steirer früh die Aktionen des Vierten der abgelaufenen Saison in Norwegen. 

Dafür zeichnete sich Goalie Chudjakow aus, als Holm nach einem Missverständnis zwischen Aiwu und Stankovic alleine auf ihn zulief. Das Spiel war reich an Feuer, aber arm an Chancen. 

Das ist bitter. Salzburg führte bei Aston Villa schon 2:0, schnupperte an der ganz großen Sensation. Sogar mit einem Platz im Play-off durfte zwischenzeitlich geliebäugelt werden. Am Ende musste man sich den Engländern doch beugen, verlor mit 2:3 und schied aus der Europa League aus.

Los ging es im Villa Park wie erwartet – mit druckvollen Hausherren. Watkins gab nach nur wenigen Sekunden den ersten Schuss ab. Keeper Schlager musste prallen lassen, den Nachschuss von Elliott wehrte er per Skorpion-Kick spektakulär ab. Ob das gewollt war? Egal, Salzburg überstand die erste Druckphase der Engländer – und wurden von Minute zu Minute stärker. Auch wenn die Engländer längst fix fürs Achtelfinale qualifiziert waren und nicht in Bestbesetzung antraten. Von einer B-Elf konnte nicht die Rede sein, standen doch noch immer Stars wie Onana oder Weltmeister-Keeper Martinez auf dem Platz.

Letzterer sollte auch bald etwas zu tun bekommen. Zuerst Diabate und danach Konate vergaben die erste Chance für die Gäste (20.). Salzburg blieb mutig, hatte immer wieder gute Momente. So auch nach gut einer halben Stunde, als ein starker Pressing-Moment belohnt wurde. Baidoo setzte Mings unter Druck, bediente Konate – und der traf mit Hilfe von Lindelöf zum 1:0 (33.). Da staunte auch Aston Villas Edelfan Prinz William auf der Tribüne. Ausgerechnet Konate, der  zum ersten Mal nach 429 Tagen wieder in der Startelf stand. Ein Blick auf die Livetabelle zeigte: Salzburg war  auf Rang 24 und damit im Play-off. Und die Gäste präsentierten sich weiter stark, waren vor der Pause die gefährlichere Mannschaft. Dennoch rutschte man  wieder raus aus den Top 24.

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