Rangnick beruft ersten ÖFB-Kader im WM-Jahr mit vier Debütanten
Ralf Rangnick
In einer Woche trifft das ÖFB-Team erstmals im WM-Jahr 2026 zusammen. In Marbella wird man sich vier Tage lang vorbereiten, ehe in Wien gegen Ghana (27. März) und Südkorea (31. März) zwei Testspiele anstehen.
Am Montag hat Ralf Rangnick seinen 28-Mann-Kader für den bevorstehenden Lehrgang nominiert. Mit dabei sind neben den beiden "Neo-Österreichern" Paul Wanner und Carney Chukwuemeka noch ein paar Überraschungen.
Wanner, Sohn einer Vorarlbergerin und eines Deutschen, spielte bisher für diverse deutsche Nachwuchs-Auswahlen und wechselt nun ebenfalls zum ÖFB wie der in Wien geborene Chukwuemeka, der in England aufgewachsen ist und bisher für die Three Lions spielte.
Dabei gibt es mit David Affengruber und Tormann Florian Wiegele auch noch zwei Debütanten. Affengruber, Spanien-Legionär von Elche, war bisher nur auf Abruf dabei. Diesmal darf er tatsächlich im ÖFB-Team vorspielen und sich noch für die bevorstehende WM empfehlen.
Wiegele hat sich bei Viktoria Pilsen als Nummer eins im Tor durchgesetzt. Der 24-jährige Steirer überragt dort aktuell nicht nur mit seiner Körpergröße von 2,05 Metern.
Eine weitere Überraschung ist auch die Nominierung von Michael Svoboda. Der 27-Jährige vom italienischen Serie-B-Klub Venezia hat bereits zwei Länderspiele unter Rangnick absolviert, fiel im Jahr 2025 aber aufgrund eines Kreuzbandrisses lange aus.
Überraschend nicht dabei
Überraschend ist, dass mit Leopold Querfeld diesmal ein Innenverteidiger nur auf der Abrufliste steht, der zuletzt immer dabei war und auch bei der EM 2024 zum Einsatz kam. Die Nichtberücksichtigung des Union-Berlin-Legionärs begründet Rangnick damit, dass er ihn schon kenne und sich nun aber ein Bild von anderen Spielern machen wolle. "Affengruber kennen wir überhaupt noch nicht. Wir haben jetzt entschieden, ihn uns anzusehen, was aber kein Indiz auf eine WM-Nominierung ist", so der Teamchef.
Auch Rapids Nikolaus Wurmbrand fehlt im Aufgebot. Der Dribbler steht diesmal nicht einmal auf der Abrufliste. Der Hintergrund: Der Aufsteiger des vergangenen Jahres soll die U21 bei den anstehenden Quali-Spielen verstärken.
Weniger überraschend kommt die Rückkehr von Sasa Kalajdzic in den Kader. Der Stürmer des LASK hat das letzte seiner bisherigen 19 Länderspiele im November 2023 bestritten. Zwei Kreuzbandrisse warfen den Wiener dann lange Zeit zurück. Beim LASK präsentiert er sich aktuell fit und in Form.
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