"Keine Wildcards vergeben": Rangnick verrät ÖFB-Kader-Hintergründe
Rangnick und Kapitän Alaba
Österreichs Team startet mit Testspielen in Wien am 27. März gegen Ghana (35.000 Tickets verkauft) und vier Tage später gegen Südkorea (25.000) ins WM-Jahr. Zuvor können sich die Spieler vier Tage lang in Marbella empfehlen. Vier Neue hat Ralf Rangnick am Montag einberufen. Der Teamchef über ...
... die Einberufung der verletzten David Alaba und Maximilian Wöber David ist unser Kapitän. Maxi hat, wenn er fit war, fast immer gespielt bei uns und die Gruppe bereichert. Bei beiden ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie gegen Ghana oder Südkorea zum Einsatz kommen werden, hochgradig unwahrscheinlich. Trotzdem möchte ich sie dabei haben. Wir werden sicherstellen, dass sie den Rehaprozess weiter vorantreiben in diesen zehn Tagen. Bei der WM werden wir aber sicher keine Wildcards verteilen und sagen: „Irgendwann wird er schon wieder gesund.“ Ich nehme trotzdem David Alaba aus, von dem ich inständig hoffe, dass er uns als Spieler zur Verfügung stehen wird bei der WM.
... die Entscheidung von Paul Wanner und Carney Chukwuemeka, für Österreich zu spielen Wir haben zu keinem Zeitpunkt Druck auf sie ausgeübt, sie aber zu jedem Zeitpunkt spüren lassen, dass wir sie gerne bei uns hätten. Diese Strategie hat sich ausgezahlt. Wenn man bedenkt, wie alt die beiden sind und welchen Marktwert sie haben, dann könnte man schon sagen, wenn wir kein Verband, sondern ein Verein wären, dass das zwei nicht ganz so schlechte Transfers sind. Auf die nächsten zehn, zwölf Jahre gesehen, bin ich überzeugt davon, dass beide Österreich extrem weiterhelfen werden.
... die Positionen der beiden Sie kommen am ehesten für die Zehner-Position, von denen wir in unserem 4-2-3-1 ja drei haben, infrage. Wanner hat bei Eindhoven zuletzt auch auf der Doppelsechs gespielt. Ob er das auf dem Level kann, wie wir es brauchen, werden wir sehen. Der Konkurrenzkampf wird nicht kleiner, aber das belebt das Geschäft. Auch für die WM gilt: Natürlich treffe ich subjektiv die Entscheidungen, aber am Ende nominieren sich ja die Spieler selber durch ihre Leistungen.
... die Integration von Chukwuemeka, der nicht Deutsch spricht Meine Englisch-Kenntnisse sind auch ganz okay, nachdem ich Englisch studiert habe. Dadurch, dass die Spieler alle Englisch sprechen und bei den Vereinen, etwa bei den Bayern, die Kabinensprache oft auch Englisch ist, ist das kein Problem. Ich habe Carney aber gesagt, dass es nicht ganz verkehrt wäre, wenn er in den nächsten Wochen zumindest die Fußballfachbegriffe auf Deutsch lernt. Da hätte auch bei Dortmund niemand etwas dagegen.
... die Rückkehr von Sasa Kalajdzic Ich war immer mit ihm im Austausch, gefühlt haben wir einmal im Monat telefoniert, und er hat mich auch vor seinem Wechsel zum LASK nach meiner Meinung gefragt. Bei ihm gings in erster Linie darum, dass er ganz fit wird und regelmäßig spielt. Wir wollen ihn jetzt auch auf unserem Level sehen, was von der Spielweise her noch ein paar Anforderungen mehr an ihn stellt. Und dann liegt es an ihm.
... die Rückkehr von Michael Svoboda und die erstmalige Einberufung von David Affengruber Svoboda hat uns schon vor seiner schweren Verletzung überzeugt. Jetzt ist er Kapitän von Venezia, sie sind Tabellenführer, haben einen Lauf, und mit seiner Spielweise überzeugt er uns wieder sehr. Bei Affengruber ist es so, dass wir uns seine Spiele bei Elche sehr gut angesehen haben. Jetzt wollen wir ihn bei uns sehen, was noch kein Indiz dafür ist, dass er bei der WM dabei ist.
... die erstmalige Einberufung des 2,05 Meter großen Tormannes Florian Wiegele von Viktoria Pilsen Neben Schlager und Pentz geht es darum, wer der dritte WM-Torwart wird. Wiegele, der erst in den letzten Monaten auf sich aufmerksam gemacht hat, hat ein ganz anderes Profil, schon allein vom Körperbau. Da hat er Voraussetzungen, die kein anderer hat bei uns. Ich find’ den spannend.
... das WM-Quartier in Santa Barbara Ich bin sehr froh. Das ist in jederlei Hinsicht das Beste, das wir kriegen konnten. Da geht es mir gar nicht so sehr um Luxus, aber es ist ein Traum, wenn du am Pazifik bist und direkten Meerzugang hast. Für amerikanische Verhältnisse hast du extrem kurze Wege und schnelle Abwicklungsmöglichkeiten. Es sind zehn bis 15 Minuten vom Hotel zum Trainingsstadion oder zum Flughafen, der klein und schnuckelig ist, so ähnlich wie der in Innsbruck oder Klagenfurt.
... seine mögliche Vertragsverlängerung Ich habe mit Sepp Pröll und Bernhard Neuhold vereinbart, dass wir keine Wasserstandsmeldungen abgeben. Ich sehe auch keinen übermäßigen Zeitdruck.
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