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In Italien sorgt der geplante Auftritt des Rappers Ghali bei der Eröffnungsfeier der bevorstehenden Olympischen Winterspiele für Wirbel. Die rechtspopulistische Regierungspartei Lega kritisierte den Auftritt des italienischen Künstlers mit tunesischen Wurzeln. „Es ist wirklich unglaublich, bei der Eröffnungszeremonie einen Israel-Hasser und Feind des Mitte-Rechts-Lagers zu haben“, zitierte die Nachrichtenagentur Ansa aus Parteikreisen.

Ghali ist für seine propalästinensischen Positionen bekannt. Bei einem Auftritt beim Sanremo-Musikfestival vor zwei Jahren sagte er nach seiner Gesangseinlage „Stoppt den Genozid!“ und sorgte damit für heftige Kontroversen. Israels Botschafter in Rom warf dem Rapper damals vor, „Hass und Provokationen“ zu verbreiten. Der öffentlich-rechtliche Sender Rai, in dem das Festival übertragen wird, distanzierte sich später von Ghalis Ausspruch.

Scharfe Kritik von Regierungspartei

Die Regierungspartei Lega befürchtet, die Eröffnungsfeier mit weiteren Stars könne politisiert werden. „Die Winterspiele werden eine außergewöhnliche Visitenkarte für Italien vor den Augen der Welt sein, ein Ereignis, das durch jahrelange harte Arbeit Wirklichkeit wurde“, hieß es. „Italien und die Spiele verdienen einen Künstler, keinen propalästinensischen Fanatiker.“

Ein bemerkenswerter Transfer wurde Montag Abend offiziell. Ifeanyi Ndukwe wechselt – wie vom KURIER bereits am 2. Jänner exklusiv vermeldet – zu Liverpool.

Da der 17-Jährige noch nicht volljährig ist, verlangte der englische Verband seither einige Extras, bevor all die Unterschriften auch Gültigkeit erlangten. So wurde etwa „More than Sport“, die Agentur des Austrianers, von der FA begutachtet.

Abflug im Sommer 

Am Wechsel selbst hat sich in der Zwischenzeit nichts geändert: Der Innenverteidiger wird noch bis Saisonende für die Austria trainieren, vermutlich für die Young Violets in der 2. Liga spielen und im Sommer zum englischen Meister übersiedeln.

Laut KURIER-Informationen hat Liverpool Ndukwe zugesichert, dass der ÖFB-Hoffnungsträger im Sommer mit den Profis des Weltklubs trainieren darf und auch ins Trainingslager mitfliegen wird.

Michael Wagner stand auf der Bühne und referierte über die Austria und den Weg, den die Violetten in Zukunft gehen wollen. Von seinen Kollegen der Sportdirektoren-Zunft wurde er im Rahmen der Pressekonferenz zum Frühjahrsstart der Liga erfreut willkommen geheißen, er selbst kann vielleicht nicht wirklich Antwort geben auf die Frage, wie lange er die Position noch ausüben wird. 

Denn mit der Bestellung von Tomas Zorn als neuer Sportvorstand, die Dienstagfrüh über die Bühne gehen soll, erhält er einen neuen Vorgesetzten, der eigentlich in Zukunft die Richtung vorgeben soll.

Wagner referierte von der Philosophie, wieder vermehrt auf violette Eigengewächse zu setzen und äußerte die Hoffnung, dass im Klub nach Jahren der Turbulenzen Ruhe einkehre. Das wird aber wahrscheinlich nur dann geschehen, wenn sich eine Seite in dem lange schwelenden Machtkampf final durchsetzt und das alleinige Sagen hat.

Noch kann niemand konkret sagen, wie es bei der Austria weitergehen wird, vorstellbare Szenarien gibt es ein paar. Hier folgende Gedankenspiele ...

Paul Wanner ist der Sohn einer Österreicherin und eines Deutschen und wurde 2005 in Dornbirn geboren. Der 20-Jährige gilt im Fußball als Ausnahmetalent und kann sich entscheiden: Will er künftig für Deutschland spielen, oder für Österreich. Beide Verbände werben um den 1,85 Meter großen Offensivspieler.

Glaubt man einem Medienbericht aus Deutschland, soll sich der Doppelstaatsbürger nun entschieden haben. Und zwar laut der Münchner TZ für Österreich. Das käme doch einigermaßen überraschend. Wanner spielt seit einigen Jahren für sämtliche DFB-Nachwuchsnationalteams und ist in der Unter-21 der Deutschen aktuell gesetzt.

Doch auch der ÖFB bemüht sich in Person von Ralf Rangnick seit Jahren. 2022 nahm der ÖFB-Teamchef den damals 17-Jährigen zu einem Trainingslager nach Spanien mit. Eine Woche lang trainierte Wanner damals in Marbella an der Seite von David Alaba und Marko Arnautovic.

2018 wechselte Wanner aus dem Nachwuchs von Ravensburg zu den Bayern. Nach Leihstationen in Elversberg und Heidenheim kehrte er im vergangenen Sommer zurück nach München, ehe er mit einem Transfer für Aufsehen sorgte. Wanner wollte sich nicht bei den Bayern erst hinter größeren Stars anstellen, sondern wechselte zu PSV Eindhoven in die Niederlande, wo er aktuell Stammspieler ist. Auch in der Champions League kam er bereits zu fünf Einsätzen in dieser Saison.

Wenn man auf die Zahlen blickt, könnte man meinen, es würde eine unschlagbare Tennis-Macht geben. Denn die USA holten seit 1877, seit es in Wimbledon das erste Major gab, 147 Grand-Slam-Titel und führen damit die Wertung klar vor Australien (100) an.

Ganz solange muss man freilich nicht zurückblättern, um den bisher letzten Titel für Amerikas Helden zu finden, aber gemäß der Schnelllebigkeit im Tennissport sind 23 Jahre auch keine kurze Zeit. 2003 war es Andy Roddick, der damals bei den US Open die Amerikaner das bisher letzte Mal jubeln ließ. Acht Monate zuvor holte Andre Agassi den Australian-Open-Titel.

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