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Inmitten der Debatte um das neue Formel-1-Regelwerk haben die Macher der Rennserie eine Reihe von schnellen Änderungen auf den Weg gebracht. Die Mehrzahl der Anpassungen soll schon beim Grand Prix in Miami Anfang Mai greifen. Unter anderem sollen die Piloten künftig weniger stark während einer Runde gezwungen sein, auf das Laden der Batterie für den Elektro-Anteil des Motors zu achten. Dieses Energie-Management war von Superstar Max Verstappen und Co. hart kritisiert worden.

Formel-1-Regelwerk wird angepasst: Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen

Zudem sollen zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen bei Starts und während der Rennen eingeführt werden, um Auffahrunfälle zu verhindern. Zuletzt war es zu gefährlichen Situationen gekommen, weil Fahrer mit einer voll geladenen Batterie und Zusatzschub mit hoher Geschwindigkeit an Piloten heranrasten, deren Elektro-Motor gerade über weniger Energie verfügte. Seit Saisonbeginn fährt die Formel 1 mit einer neuen Motorenformel. Viel kommt jetzt auf den Elektro-Anteil an, die Piloten können nicht mehr so oft im Vollgas-Bereich ihre Kunst zeigen. Fahrer wie Verstappen und Weltmeister Lando Norris hatten beklagt, dass dies der Rennserie ihren Charakter rauben würde.

Ben Sulayem dankte Fahrern für Beitrag

In den vergangenen Wochen berieten Vertreter der Teams, der Motorenbauer, des Weltverbands und der Rechte-Inhaber über Nachjustierungen, um der Kritik zu begegnen. Die ungeplant lange Rennpause wegen der Absage der beiden April-Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien gab dazu die Gelegenheit. "Mehr denn je standen die Fahrer im Mittelpunkt dieser Diskussionen, und ich möchte ihnen für ihren wertvollen Beitrag während des gesamten Prozesses danken", sagte Weltverbandschef Mohammed Ben Sulayem nach einem Treffen in London. Bevor die Regeländerungen in Kraft treten können, muss noch der Motorsport-Weltrat zustimmen.

Tommaso Dati vom Team Ukyo hat am Montag die erste Etappe der Tour of the Alps über 144 km mit Start und Ziel in Innsbruck gewonnen. Der Italiener setzte sich nach 3:21:35 Stunden im Zielsprint vor dem britischen Mountainbike-Olympiasieger Thomas Pidcock (Pinarello) und dem Deutschen Florian Stork (Tudor) durch. Bester Österreicher wurde Rainer Kepplinger vom Team Bahrain als zeitgleicher 44.

Dabei hatten zwei Österreicher zuvor lange Zeit in einem Spitzentrio das Rennen geprägt. Team Vorarlberg-Fahrer Emanuel Zangerle und Josef Dirnbauer aus dem Nationalteam waren gemeinsam mit dem Deutschen Tobias Nolde ausgerissen. Das Trio hatte sich nach etwa acht Kilometern gebildet. Nolde fiel 28 km vor dem Ziel zurück, Dirnbauer fünf Kilometer später. Zangerle hielt sich bis 5,2 km vor dem Ende noch in Front, wurde dann aber auch eingeholt. Beide Österreicher fielen auf einen Platz jenseits der Top 80 zurück.

"Es war ein harter Tag, aber ..."

Dirnbauer erklärte später, dass ihm auf dem zweiten Anstieg Richtung Götzens etwas die Kräfte ausgingen. "Leider hab ich da ein bisserl den Anschluss verloren. Es war ein harter Tag, aber ich bin super-happy, dass es so ausgegangen ist", sagte er im ORF. Es sei Ziel gewesen, das Nationalteam in der Spitzengruppe zu haben. "Aber heute war die Aufwärmübung, ab morgen geht es richtig los." Die zweite Etappe führt von Telfs über 147,5 km nach Martell in Südtirol.

Am Samstag holte der Wiener Neil Oberleitner an der Seite des Inders Sriram Balaji im portugiesischen Oeiras noch seinen 15. Doppel-Titel, aber schon länger war klar, dass das Duo getrennte Wege geht. 

Der 26-Jährige hat aber schon einen neuen Arbeitskollegen. "Mich hat der Petr Nouza gefragt, gegen den ich letztes Jahr im Doppel-Finale in Kitzbühel verloren habe. Und ich kenne ihn auch schon länger, habe auch schon im Einzel gegen ihn gespielt", erzählt der Schützling von Alexander Peya. "Ich war überrascht, dass er sich von Patrik Rikl getrennt hat."

Dreieinhalb Wochen vor der am 15. Mai in Zürich und Fribourg beginnenden Eishockey-Weltmeisterschaft gibt es schlechte Nachrichten für Teamchef Roger Bader und seine Mannschaft. Die wichtigsten Stützen des Teams müssen (teilweise verletzungsbedingt) absagen.

  • Marco Rossi hatte während der NHL-Saison einen Bruch im Fuß erlitten. Die Verletzung ist noch nicht vollständig verheilt, der Vorarlberger bekam von den Vancouver Canucks keine Freigabe.
  • Marco Kasper hat ebenfalls Verletzungsprobleme. Seine Detroit Red Wings gaben dem Kärntner kein OK für die WM. Der 22-Jährige war 2025 einer der Leistungsträger bei der WM, als Österreich bis ins Viertelfinale kam.
  • Abgesagt hat zuvor auch Thomas Raffl, der zum zweiten Mal Vater wurde. Auch der 39-Jährige ist ein echter Führungsspieler.
  • Vinzenz Rohrer wurde nach dem Play-off-Aus von Zürich von Montreal ins Farmteam der AHL geschickt. Rohrer verlor mit Laval Rocket gegen Toronto Marlies 2:4, war dabei aber an beiden Toren der Rockets beteiligt.
  • David Reinbacher ist noch in der NHL im Einsatz. Seine Montreal Canadiens starteten mit einem 4:3-Sieg nach Verlängerung gegen die Tampa Bay Lightning in die Play-offs. Reinbacher kam diesmal nicht zum Einsatz.
  • Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Bern-Legionär Benjamin Baumgartner. Der 25-Jährige ist nach einer Operation noch rekonvaleszent.

Am Donnerstag steigt in Wien der nächste Testspielschlager gegen Tschechien.

Österreich spielt bei der Weltmeisterschaft in Gruppe A in Zürich. Gegner sind die USA (Nr. 2 der Weltrangliste), Schweiz (3), Finnland (7), Deutschland (8), Lettland (11), Ungarn (18) und Großbritannien (19). Die besten vier Teams steigen ins Viertelfinale auf. Der Letzte steigt ab.

Linz-Viertelfinalistin Lilli Tagger hat sich trotz des Erstrunden-Ausscheidens in Rouen in der neuesten Tennis-Weltrangliste um weitere sechs Ränge verbessert. Die 18-jährige Osttirolerin liegt nun als 91. so gut wie nie zuvor im WTA-Ranking.

Tagger, die diese Woche pausiert, spielt nun kommende Woche beim WTA125-Challenger im französischen Saint-Malo und danach startet sie beim WTA-1000-Turnier in Rom in der Qualifikation. Ihr Ticket für den French-Open-Hauptbewerb hat sie ja fix.

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