ÖFB-Team: Beim Thema Rangnick war Schöttel sprachlos
Es ist ein Thema, dass der ÖFB gerne schon vor dem Abflug in die USA abgehakt hätte, doch man nahm es doch mit ins Gepäck. Teamchef Ralf Rangnick wird seit knapp zwei Wochen mit AC Milan in Verbindung gebracht, hat ein kolportiertes Treffen nicht dementiert.
Der ÖFB hätte gerne vor dem ersten WM-Spiel gegen Jordanien Klarheit, ob der 65-Jährige über die WM hinaus und bis zur EM 2028 Teamchef bleibt oder nicht.
Sportdirektor Peter Schöttel stand vor dem ersten Training der Österreicher in Santa Barbara am Rande des Feldes des Harder Stadium und wusste nicht so recht, wie er das Thema kommentieren soll. "Es ist bei uns gar kein Thema", versuchte er ebendieses vom Tisch zu wischen.
"Josef Pröll hat in letzter Zeit ohnehin immer dazu Stellung genommen und gesagt, was Sache ist. Ich freue mich, dass unser Frauen-Nationalteam gewonnen hat", versuchte Schöttel das Thema, das ja gar keines ist angeblich, zu wechseln.
Im Rahmen des besagten Frauen-Länderspiels meinte ÖFB-Boss Pröll: "Wir haben viele Gespräche geführt und wollen an ihm bis zur EM 2028 festhalten. Jetzt liegt die Entscheidung bei ihm."
Währenddessen wollte Schöttel dem leidigen Thema in Kalifornien davonlaufen. "Die Sachlage ist klar. Es bringt nichts, wenn wir hier weiterreden."
Könnte es aber sein, dass die Gerüchte Spuren bei den Kickern noch vor Beginn der WM hinterlassen, sie gar ablenken könnten? "Sie wissen ganz genau, dass Handys und das Internet nicht automatisch die Wahrheit kommunizieren. Wir haben erfahrene Spieler."
Laut einem Bericht der Gazzetta dello Sport wurden jedenfalls die Verhandlungen zwischen Rangnick und Milan konkreter. Zuletzt soll der Teamchef dem Mailänder Traditionsverein laut Gazzetta ein Ultimatum gesetzt haben:
Wenn die Geschäftsführung seinen formulierten Bedingungen zustimme, solle sie ihm die Entscheidung bis Anfang nächster Woche bekannt geben. Der ÖFB und Sportdirektor Peter Schöttel müssen abwarten.
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