Salzburg gewann das erste Pflichtspiel der Saison in der Europa League gegen Basel 3:1 und darf sogar noch vom Aufstieg träumen. Die Leistung war vor allem in der ersten Halbzeit stark.
Der Jänner ist in Österreich doch ein Monat, der mehr zu Wintersport-Ereignissen einlädt, als zu Fußballspielen. Nicht nur Salzburgs Platzsprecher zog die Hahnenkammrennen in Kitzbühel vor, auch die meisten Fans sind aktuell wohl noch eher im Ski-Fieber. Am Donnerstag verirrten sich bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt 6.741 Zuschauer ins Stadion.
Die Daheimgebliebenen verpassten einen Traumstart der Hausherren. Youngster Alajbegovic fing einen katastrophalen Pass von Basels ÖFB-Verteidiger Daniliuc ab. Einen Haken und einen abgefälschten Schuss später führte Salzburg 1:0 (4.). Die auffälligsten Schweizer im Stadion waren die rund 1.500 mitgereisten Fans. Ihre Gesänge konnten Shaqiri und Co. aber auch kein Feuer unter ihren Hintern machen.
Auf Betriebstemperatur war vor allem Alajbegovic. Der 18-Jährige machte noch einmal das, was er mit am besten kann – schießen. Unwiderstehlich zog er von der linken Seite in die Mitte, zog aus 18 Metern ab. Der Ball passte genau unter die Latte – 2:0 (12.). So hat sich Trainer Letsch den Start ins erste Pflichtspiel vorgestellt, Kitano hätte beinahe noch erhöht (17.).
Salzburg war in Spielfreude, lieferte schöne Aktionen, hatte gegen inferiore Basler alles im Griff. Und das mit der drittjüngsten Startelf, die es in der Europa League je gegeben hat (Altersschnitt 21,6 Jahre).