Sport-News

Der nordische Kombinierer Mario Seidl hat sein nahendes Karriereende angekündigt. Die Weltcup-Wettkämpfe in Seefeld (30. Jänner bis 1. Februar) werden seine letzten als professioneller Athlet sein, schrieb der 33-Jährige am Montag auf Instagram. Er verlasse "selbstbestimmt und mit erhobenem Haupt" die große Bühne des Spitzensports, so der Salzburger. Seidl hatte im November in Ruka sein Comeback im Weltcup gegeben, nachdem er davor wegen Blutdopings rückwirkend gesperrt war.

Für Seidl war es der erste Weltcup-Einsatz seit Anfang März 2024. Davor wurde er für den Zeitraum von 28. November 2019 bis 27. November 2023 gesperrt. Die auffälligen Blutwerte führt er auf eine Immunerkrankung zurück, das vom Internationalen Sportgerichtshof CAS gefällte Urteil nach jahrelangen Ermittlungen bezeichnet er als Fehlurteil.

Titelverteidigerin Madison Keys ist bei den Australian Open bereits im Achtelfinale ausgeschieden. Die 30-Jährige aus den USA verlor in Melbourne gegen ihre Landsfrau und Freundin Jessica Pegula mit 3:6,4:6. Im vergangenen Jahr hatte Keys im Endspiel überraschend gegen Aryna Sabalenka aus Belarus gewonnen und ihren ersten Grand-Slam-Titel gefeiert. Gegen Pegula leistete sich Keys aber zu viele Fehler und fand nie ihren Rhythmus.

Pegula reichte eine solide Leistung, um beim ersten Grand-Slam-Turnier der Tennis-Saison zum vierten Mal das Viertelfinale zu erreichen. Gegen Keys verwandelte die 31-Jährige nach 78 Minuten ihren ersten Matchball.

Musetti gegen Djokovic um das Halbfinale

Bei den Herren gewann Titelverteidiger Jannik Sinner sein Achtelfinale gegen den italienischen Landsmann Luciano Darderi 6:1, 6:3, 7:6 (2) und trifft im Viertelfinale auf Brian Shelton, der Casper Ruud 3:6, 6:3, 6:3, 6:4 besiegte. "Wir sind gute Freunde, was auf dem Platz nicht immer leicht ist", sagte Sinner, der im dritten Satz nicht ganz so zu überzeugen vermochte. "Ich bin dann sehr nervös geworden und bin froh, dass ich es in drei gewonnen habe", zeigte er sich durchaus erleichtert. Der Südtiroler ist in der Open Era erst der dritte Mann nach Pete Sampras und Novak Djokovic, der neun Major-Viertelfinali en suite erreicht hat.

Italiens Nummer zwei Lorenzo Musetti hat ihre Aufgabe bereits gelöst: Nach dem 6:2, 7:5, 6:4 gegen US-Hoffnung Taylor Fritz steht Musetti im Viertelfinale und trifft dort auf Novak Djokovic, der wegen des w.o. von Jakub Mensik kampflos aufgestiegen ist. Musetti gesteht: "Ich habe schon sehr oft gegen Novak gespielt. Es ist immer eine Lehrstunde. Aber ich lerne jedes Mal dazu und das wird mir helfen, dass ich mal gegen ihn gewinne." Im Head-to-head steht es 1:10 aus der Sicht des Italieners.

Die Veranstalter des alpinen Ski-Weltcups der Männer in Schladming können auf lange Sicht planen. Der Ski- und Snowboard-Weltverband (FIS) sieht das "Nightrace" als einen unverrückbaren Eckpunkt des Jänner-Geschehens, wie Schladmings OK-Chef Andreas Schwab der APA mitteilte. "Es ist ein langfristiger Plan der FIS bis 2030,", wusste er aus einem Gespräch mit FIS-Geschäftsführer Urs Lehmann, "dass dieses Doppelrennen mit Dienstag Riesentorlauf und Mittwoch Slalom fixiert ist."

Schladming werde demnach in der Wertigkeit wie die Events davor in Adelboden, Wengen und Kitzbühel gesehen. "Im Männer-Weltcup sind diese vier Events im Jänner die Highlights. Von diesen Veranstaltungen im Jänner möchten sie eigentlich mehr haben." In diesem Zusammenhang wird für die vier erwähnten Klassiker auch schon bis 2034 gedacht. Der Schladminger Nachtslalom wird seit 1997 und an diesem Mittwoch zum 29. Mal gefahren, der Riesentorlauf (Dienstag) ist seit 2023 im Programm.

Das bei der Austria seit Jahren lieb gewonnene Tauziehen im Hintergrund, bei dem es nur um Eitelkeiten und Macht geht, aber nicht um den Fußball und schon gar nicht um den Verein, ist um eine Facette reicher. 

Auf dem Schachbrett ist Jürgen Werner wieder der König, der die Fäden zieht und die Figuren hin und her schiebt. Mit der Installierung von Tomas Zorn als Sportvorstand behält er Einfluss im sportlichen Bereich und fügt so manchen Protagonisten eine herbe Niederlage zu. Nicht vergessen hat er den Schachzug von Finanzvorstand Harald Zagiczek, Manuel Ortlechner durch Michael Wagner als Sportdirektor zu ersetzen.

Jede Seite will seit geraumer Zeit die andere vom Brett verscheuchen, aktuell dürfte Werner wieder die Macht bei der Austria haben. Vielleicht so viel wie nie zuvor. 

Das war nur möglich, weil Verantwortliche, die in der Vergangenheit wie die Rohrspatzen über Werner schimpften, plötzlich in sein Lager wechseln, weil sie um ihre Position bangen.

Mögen sich die Investitionen lohnen und Eitelkeiten befriedigt werden. Es geht ja nicht um den Fußball bei den Violetten.

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