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Hunderte Menschen stehen jede Woche vor einem ungewöhnlichen Ort Schlange, um sich Essen in Plastikbehälter zu füllen. Das Haus in Villa Fiorito, einem Armenviertel am Stadtrand von Buenos Aires, ist der Geburtsort der im Jahr 2020 verstorbenen argentinischen Fußball-Legende Diego Maradona. Das Haus gehört nicht mehr der Familie Maradona und wird vom neuen Besitzer seit einem Monat als provisorische Suppenküche zur Verfügung gestellt.

Ein Wandgemälde an der Hausfassade zeigt Maradona neben den Worten "Das Haus Gottes". Nächstenhilfe praktiziert dort eine Gruppe von Freiwilligen, die für die Nachbarn kochen. Geleitet wird die Einrichtung von Pfarrer Leonardo Fabian Alvarez, der von einem gestiegenen Bedarf an Lebensmitteln in Villa Fiorito berichtet, seitdem die Wirtschaftspolitik von Präsident Javier Milei zur Schließung kleiner Fabriken geführt hat. "Die Menschen haben offensichtlich ihre Arbeit verloren. Sie stellen sich an, bekommen Essen und nehmen, was wir ihnen geben", erklärte der Geistliche.

Nach dem 1:5 am Freitag gegen Österreich in Wien sowie nur wenige Stunden nach dem 1:2 gegen die deutsche Nationalmannschaft in Stuttgart trennte sich WM-Teilnehmer Ghana "mit sofortiger Wirkung" von seinem Trainer Otto Addo. Das teilte der ghanaische Fußball-Verband (GFA) in der Nacht auf Dienstag mit. Man danke Addo für seinen Beitrag und wünsche ihm alles Gute für die Zukunft, hieß es. Ein Nachfolger werde zu gegebener Zeit bekanntgegeben.

Addo war seit zwei Jahren Cheftrainer der "Black Stars". 2022 hatte er das Team schon einmal als Interimscoach betreut und war auch bei der WM in Katar zuständig, als Ghana in der Gruppenphase ausschied. Bei der in den USA, Kanada und Mexiko stattfindenden WM trifft Ghana in der Gruppenphase auf England, Kroatien und Panama.

Addo ist der Sohn ghanaischer Eltern und in Deutschland aufgewachsen. Der 50-Jährige spielte in der deutschen Bundesliga unter anderem für den Hamburger SV und Borussia Dortmund. Er lebt inzwischen in Düsseldorf.

Addo sprach nach dem Abpfiff noch über die WM

Nach der späten Niederlage hatte er am Montagabend eine Steigerung im Vergleich zum Debakel in Österreich festgestellt. "Wir haben ein anderes Gesicht gezeigt. Es war besser von der Einstellung, von der Mentalität. Die Jungs haben sich reingehauen. Die zweite Halbzeit fand ich richtig gut von uns gegen eine sehr, sehr starke deutsche Mannschaft", erklärte Addo im ARD-Interview.

Ex-ÖFB-Teamchef Franco Foda ist mit dem Kosovo nur einen Sieg von der WM entfernt. Fürs Play-off-Finale gegen die Türkei hätte man weit mehr als 100.000 Karten verkaufen können. Die Euphorie im 1,8-Millionen-Einwohner-Staat ist riesig, man könnte das drittkleinste europäische Land sein, dass sich je für eine WM qualifiziert hat (nach Island und Nordirland).

Das würde auch für rot-weiß-roten Jubel sorgen. Ex-Sturm-Trainer Foda hat mit Thomas Kristl, Robert Ibertsberger und Altach-Co-Trainer Atdhe Nuhiu drei Österreicher in seinem Betreuerstab. Teuerster Spieler im Kader ist der Ex-Austrianer Fisnik Asllani, der mittlerweile für Hoffenheim stürmt.

„Wir sind gerade in Euphorie, aber wir müssen das letzte Spiel gelassen angehen“, betonte Foda, der mit dem Kosovo bei einem Punkteschnitt von 2,05 hält. Als ÖFB-Teamchef waren es einst nur 1,81.

Vier Tage nach dem 5:1 gegen Ghana geht es für Österreichs Team auch schon weiter im WM-Countdown. Gegen Südkorea steht im Ernst Happel Stadion Test Nummer zwei von vier auf dem Programm. Dabei werden die Österreicher erstmals im neuen roten WM-Dress mit schwarzen Ärmeln und schwarzen Hosen auftreten. Was es rund um das allererste Aufeinandertreffen der beiden Nationen zu wissen gilt.

  • Wer wird bei den Österreichern einlaufen?

Ausfälle gibt es nicht wirklich. Sogar Kapitän David Alaba wird in den letzten 20 bis 25 Minuten zu sehen sein, wie Ralf Rangnick ankündigte. Die zuletzt geschonten Xaver Schlager und Konrad Laimer werden laut Teamchef ebenso in der Startelf stehen wie Patrick Wimmer und Tormann Patrick Pentz. Für Nicolas Seiwald reißt eine Serie: Der 24-Jährige wird erstmals seit 36 Länderspielen auf der Bank Platz nehmen. Gutes Omen: Auch ohne Seiwald von Beginn gab es damals beim Rangnick-Debüt in der Nations League im Juni 2022 einen 3:0-Sieg in Kroatien. Im Sturm ist Marko Arnautovic zu erwarten, wenngleich sich Rangnick dazu nicht äußerte. Indes kündigte der Deutsche an, das Wechselkontingent von elf Spielern wieder annähernd ausschöpfen zu wollen.

Die Vorzeichen vor dem Testspiel zwischen Deutschland und Ghana hätten unterschiedlicher nicht sein können. Während es für die Afrikaner eine 1:5-Niederlage gegen Österreich gab, rang die DFB-Elf die Schweiz mit 4:3 nieder. 
Und die Mannschaft von Julian Nagelsmann machte offensiv von Beginn an dort weiter, wo sie aufgehört hatte: Woltemade vergab nach nur vier Minuten die erste Großchance. Nur eine Minute später hätte Ghanas Adjetey nach einem Foul als letzter Mann eigentlich mit Rot vom Platz gestellt werden müssen, doch Schiedsrichter Attwell beließ es bei Gelb. Den folgenden Freistoß setzte Wirtz an die Stange.

Führung für Deutschland: Erneut Adjetey im Mittelpunkt

In der 33. Minute durften die deutschen Fans erstmals jubeln. Doch der Treffer von Wirtz wurde wegen Abseits richtigerweise aberkannt. Als vieles auf ein torloses Remis zur Pause hindeutete, griff der VAR ein: Referre Attwell entschied nach Ansicht der Bilder auf Handelfmeter. Wie schon im Test gegen Österreich verursachte erneut Adjetey den Strafstoß. Kai Havertz verwandelte sicher (45.+3).

Auch nach der Pause blieb Deutschland zunächst tonangebend. Ein Woltemade-Kopfball  landete an der Latte (53.). In der Folge verlor das deutsche Offensivspiel an Durchschlagskraft. Ghana kam besser in die Partie und traf durch Ayew die Stange (64.).

Undav erlöst DFB-Elf nach Ausgleich

Wenig später fiel der Ausgleich: Fatawu vollendete einen Konter zum 1:1 (70.). Deutschland bemühte sich um eine Antwort. Youngster Karl vergab (85.). Zwei Minuten später machte es Undav besser und traf nach Vorarbeit von Sané zur erneuten Führung (87.) - 2:1.
Von Ghana kam offensiv nichts mehr.

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