Als am 3. Juli die Wiener Austria vermeldete, dass die 131-fache ÖFB-Nationalspielerin Verena Hanshaw in Favoriten unterschrieben hat, stand Österreichs Frauenfußball Kopf.
Der amtierende Double-Sieger lotste die 32-jährige Außenverteidigerin von West Ham United in die Bundeshauptstadt. „Es ist ein sehr besonderer Transfer“, kommentierte Cheftrainer Stefan Kenesei im KURIER-Gespräch. Ein Wechsel direkt aus der Premier League in die österreichische Bundesliga sei eine Größenordnung, die es laut dem Meistermacher auf absehbare Zeit nicht mehr geben werde.
„Der finanzielle Faktor wird immer größer und relevanter“, betonte Kenesei. „Derzeit ist es noch nicht so, dass die Welten bei den Frauen so weit auseinanderliegen wie bei den Männern. Aber ich glaube, dass es zukünftig nicht mehr so oft vorkommen wird, dass Spielerinnen von den besten Vereinen aus den besten Ligen nach Österreich wechseln.“ Die Finanzen, die Rahmenbedingungen und die Ligastärke seien laut dem 41-Jährigen die ausschlaggebenden Faktoren.