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Die New England Patriots stehen erstmals seit dem letzten Super-Bowl-Sieg mit Tom Brady als Quarterback wieder in einem Conference-Finale der National Football League (NFL). Das Team aus dem Großraum Boston bezwang am Sonntag die Houston Texans 28:16 und hat erstmals seit sieben Jahren wieder die Chance auf die NFL-Final-Teilnahme. Deutlich härter mussten die Los Angeles Rams um den Aufstieg kämpfen, sie setzten sich bei den Chicago Bears erst nach Verlängerung 20:17 durch.

Beide Partien gingen aufgrund von Regen und Schneefall bei widrigen Bedingungen über die Bühne. Halbfinal-Gegner der Rams, die zuletzt 2021 beim Super-Bowl-Triumph im eigenen Stadion im wichtigsten NFL-Spiel des Jahres dabei waren, sind die Seattle Seahawks. Die Patriots bekommen es ebenfalls am kommenden Sonntag auswärts mit den Denver Broncos zu tun. Das Endspiel folgt am 8. Februar (Ortszeit) im Stadion der San Francisco 49ers.

Erinnerungen an Brady-Zeiten werden wach

"Ich bin stolz auf die Jungs. Wir haben uns gegen die Witterung gestemmt", sagte Quarterback Drake Maye, der als ein Nachfolger Bradys die so lange von Erfolgen verwöhnten Patriots in seiner zweiten NFL-Saison wieder zu einem Titelkandidaten gemacht hat. Unter Brady war das Team von 2002 bis 2019 neunmal in der Super Bowl gestanden und hatte diese sechsmal gewonnen. Seit dem Sieg gegen die Rams in Super Bowl LIII aber waren die Patriots unter den Quarterbacks Cam Newton und Mac Jones maximal bis in die erste Runde der Play-offs gekommen oder hatten sie komplett verpasst.

Filip Misolic hat bei den Tennis-Australian-Open für keine Überraschung sorgen können. Der 24-jährige Steirer war am Montag in der 1. Runde des Grand-Slam-Turniers gegen den als Nummer 14 gesetzten Spanier Alejandro Davidovich Fokina chancenlos, unterlag in 1:42 Stunden 2:6,3:6,3:6. Damit muss der Ranglisten-84. auf seinen Premierensieg in Melbourne weiter warten, 2023 und 2024 war er in der 1. Quali-Runde gescheitert. Österreich ist im Männer-Einzel nicht mehr vertreten.

Misolic verlor gleich sein erstes Aufschlagsspiel und kassierte zum 1:4 noch ein Break. Auch im zweiten Satz brachte er zweimal seinen Aufschlag nicht durch. In Satz Nummer drei war das Break des Spaniers zum 2:0 entscheidend. Misolic konnte beim Stand von 2:5 noch drei Matchbälle abwehren und bei 3:5 zwei weitere, ehe die Gegenwehr zu Ende war. "Es war ein schwieriges Match, ich habe vom Ergebnis und gefühlt keine Chancen gehabt", sagte Misolic.

"Ein Level über mir"

Mit dem Spiel des Ranglisten-15. habe er sich schwer getan. "Ich habe nicht gewusst, wie ich ihm wehtun soll. Er spielt von der Klasse ein Level über mir, ich bin immer ein bisschen langsamer beim Schlag." Damit war sein erstes Antreten in einem Major-Hauptbewerb als durch das Ranking fix qualifizierter Spieler nicht von Erfolg gekrönt. Zuvor hatte er sich jeweils durch die Qualifikation kämpfen müssen. 2024 (2. Runde) und 2025 (3. Runde) konnte er dabei bei den French Open überraschen. In Wimbledon scheiterte er vergangenes Jahr in der 1. Runde. Bei den US Open war er noch nie im Hauptfeld vertreten.

Zumindest aus finanzieller Sicht hat sich Melbourne für Misolic richtig gelohnt. 150.000 Australische Dollar (85.959 Euro) gibt es für Verlierer der Auftaktrunde. Österreichs Nummer eins nimmt aber auch sonst Positives mit. "Es war wunderschön erstmals direkt im Hauptbewerb zu sein, die Atmosphäre in einem vollen Stadion war unglaublich gut. Ich habe es wirklich genossen, schade, dass es schon zu Ende ist", meinte der ÖTV-Akteur.

"Deutschland droht historisches EM-Debakel!“, titelte die Bild-Zeitung über das Vorrunden-Finale der Gruppe A bei der Europameisterschaft in Herning.

Deutschland, der Vierte der EM 2024 und Olympia-Zweite, verlor am Samstagabend gegen Serbien 27:30 und eröffnet mit dem unerwarteten Punkteverlust auch Österreich noch die Möglichkeit auf die Hauptrunde. Diese schien nach der 25:30-Pleite gegen Spanien unerreichbar geworden zu sein. Sogar der ÖHB schrieb selbst: „Österreich unterliegt Spanien 25:30 und verpasst die Hauptrunde“. Doch das war vor der Niederlage der Deutschen.

Am Montag kommt es in Herning also zum Finale in der Gruppe A. Erst trifft um 18 Uhr Österreich auf Serbien (ORF 1). Danach kommt es ab 20.30 Uhr zum vermeintlichen Spitzenspiel der Gruppe A zwischen Spanien und Deutschland.

Österreichs Möglichkeit

Österreich braucht für den Aufstieg in die Hauptrunde einen Sieg gegen Serbien mit mindestens vier Toren Differenz. Und dann muss Spanien Deutschland besiegen. Das alles ist nicht ausgeschlossen, aber nach der enttäuschenden Leistung des ÖHB-Teams gegen Spanien auch eher unwahrscheinlich.

„Unser Ziel muss jetzt sein, gegen Serbien noch einmal voll anzugreifen“, betonte ÖHB-Sportdirektor Patrick Fölser. „Und dann werden wir sehen, zu was es reicht.“ Teamchef Iker Romero hatte am Sonntag alle Hände voll zu tun: „Unsere Enttäuschung ist groß. Aber wir haben keine Zeit. Am Montag haben wir ein ganz wichtiges Spiel. Ich muss mein Bestes geben, damit die Jungs wieder Kraft haben.“ Schließlich geht es für sein Team nicht nur um den Aufstieg in die Hauptrunde, sondern auch um den dritten Gruppenplatz, der die Vorqualifikation für die WM 2027 gegen Litauen ersparen würde.

Österreichs Kreisläufer Tobias Wagner wusste, woran es bislang lag, dass keine Punkte geholt wurde: „In beiden Spielen waren einige dabei, die nicht ihre Topleistung gebracht haben. Gegen Deutschland war ich es. Wir brauchen jeden Spieler auf Topniveau.“ Lukas Hutecek betonte: „Wir haben alle das Gefühl, dass es langsam Zeit ist. Wir wollen unbedingt den Sieg gegen Serbien, wir haben keine Rechnerei im Kopf.“ 

Viel war erwartet worden vom Finale zwischen Gastgeber Marokko und dem Senegal. Der Showdown in Rabat entwickelte sich aber etwas zur Farce. 

97. Minuten war das Finale zwischen Gastgeber Marokko und dem Senegal vor allem in den ersten 45 Minuten eine bestenfalls mittelprächtige Partie, danach absolut gar keine Werbung mehr für den Fußball. Da gab es nach VAR-Check Elfer, nachdem Marokkos Real-Stürmerstar Brahim Diaz von Diouf im Strafraum an der Schulter zurückgehalten wurde. 

Die Senegalesen protestierten heftig und traten kurzfristig sogar ab.  Fast eine Viertelstunde später wurde der Elfer ausgeführt, Diaz scheiterte leichtsinnig an Goalie Mendy. Das rächte sich: Senegal siegte letztlich durch ein Tor von Pape Gueye in der vierten Minute der Nachspielzeit. Marokkos El Aynaoui traf noch die Latte. 

Nach dem EM-Titel der Männer fahren nun auch die Frauen mit Medaillen im Gepäck nach Hause. Nach einem 3:2-Erfolg über Spanien sicherte sich das Team von Trainer Christian Hoffmann Bronze bei der Hallenhockey-Europameisterschaft in Prag.

Dabei war es im Spiel um Bronze bis zur letzten Minute, fast Sekunde, spannend. 2:2 war es gestanden, ehe Laura Kern vom AHTC noch den Sieg sicherte (40.). Nur kurz herrschte Unsicherheit, als man vermutet hatte, dass die Schiedsrichterin statt Tor Siebenmeter gibt – als Ersteres der Fall war, konnte gejubelt werden. Die weiteren beiden Treffer erzielte WAC-Spielerin Johanna Buchleitner (3. und 18. Minute).

"Unglaublich cool"

"Wir sind richtig, richtig stolz und erleichtert, dass wir jetzt da die Bronzemedaille holen konnten. Wir sind am Ende geduldig geblieben. Es ist einfach unglaublich cool", sagt Kapitänin Johanna Czech.

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