Altach im Finale: Die größten Sensationen im ÖFB-Cup
Altach jubelt
Ognjen Zaric und Altach - das passt. Der 37-Jährige bleibt auch nach dem sechsten Spiel als Trainer der Vorarlberger ungeschlagen und schreibt gleichzeitig Geschichte. "Der Finaleinzug ist historisch. Die Freude ist riesig, ich bin so stolz", strahlte er nach dem verdienten 1:0-Erfolg in Salzburg.
Ognjen Zaric
Altach steht erstmals in der Vereinsgeschichte im Cup-Finale, spielt am 1. Mai um seinen allerersten Titel. Das wäre eine faustdicke Überraschung, aber nicht die größte Sensation in der Historie des Bewerbs. Ein Blick in die Geschichtsbücher.
Seit 1919 gibt es den ÖFB-Cup, die erste große Sensation erlebten die Fans 1938. Mit Schwarz-Rot Wien holte sich erstmals ein Zweitligist den Titel. Im Finale setzte sich die im Prater beheimatete Fußballabteilung des Wiener AC im Wiener Praterstadion überraschend mit 1:0 gegen den Wiener Sport-Club durch. Schon damals sollen die Leute gesagt haben: "Der Cup hat seine eigenen Gesetze."
Ein Sprung ins Jahr 1988: Der Kremser SC, ein Zweitligist unter dem Kommando von Trainer Ernst Weber, kämpfte sich bis ins Finale. Dort stand der Underdog dem scheinbar übermächtigen FC Tirol gegenüber. Doch die Startruppe von Trainerlegende Ernst Happel mit Bruno Pezzey, Hansi Müller und Peter Pacult erlebte ihr blaues Wunder. Krems siegte daheim 2:0, verlor auswärts 1:3 - und jubelte aufgrund der Auswärtstorregel.
Bis zur nächsten Cup-Sensation sollte es nicht lange dauern. 1991 jubelte mit dem SV Stockerau schon wieder ein Zweitligist. Im Finale setzte sich die Mannschaft von Coach Willy Kreuz gegen das von Hans Krankl betreute Rapid mit 2:1 durch. "Unsere Niederlage war gerecht" gab Krankl nach Schlusspfiff zu.
2001 führte Walter Schachner mit dem FC Kärnten den nächsten Zweitligisten zum Titel. Gegen den FC Tirol gab es im Finale einen 2:1-Sieg nach Verlängerung.
Baumgartner führte Pasching zum Titel
Die bis dato größte Überraschung lieferte 2013 der FC Pasching. Der Drittligist eliminierte auf dem Weg ins Finale einen Favoriten (Rapid, Salzburg) nach dem anderen - und setzte sich im Endspiel mit 1:0 gegen die Austria (den frischgebackenen Meister) durch.
Im Vorjahr standen sich mit dem WAC und Hartberg zwei Underdogs im Finale gegenüber. Am Ende jubelten die Kärntner über ihren ersten Titel, sie besiegten die Steirer 1:0.
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