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Riad in Saudi-Arabien hätte gutes Fußballwetter anzubieten gehabt, Ried im Innkreis brachte nur Nebulöses zustande. Weil in Oberösterreich der Nebel den Durchblick den Protagonisten verweigerte, konnte das Oberösterreich-Derby zwischen Ried und dem LASK nicht angepfiffen werden. 

Im zweiten Halbfinale des ÖFB-Cup konnte somit kein Sieger und Finalist ermittelt werden. Sensationsfinalist Altach muss daher noch warten, wer sich am 1. Mai in Klagenfurt den Vorarlbergern entgegenstellt.

Vorerst war nicht klar, wann das Spiel nachgetragen werden könnte. Ein möglicher Termin wäre Donnerstag, damit man einerseits zeitnah den zweiten Finalisten ermitteln kann, andererseits aber noch genügend zeitlichen Abstand zu den entscheidenden Spielen am Sonntag in der Bundesliga hätte.

Daniel Beichler ist von Liefering hochgezogen worden, um Titel nach Salzburg zu holen. Die erste Chance ist allerdings vertan. Altach schaffte im Halbfinale die große Überraschung, besiegte den großen Favoriten verdient mit 1:0 und steht erstmals überhaupt im Cup-Finale. Bei Beichler und den Salzburgern ist hingegen Ernüchterung eingekehrt.

Zum dritten Mal saß Beichler jetzt auf der Salzburger Trainerbank. Wobei „saß“ definitiv der falsche Ausdruck ist. Der 37-Jährige geht springt, läuft, manchmal steht er auch. Aber sitzen tut er kaum. Beichler lebt mit, gestikuliert, gibt Anweisungen. Sein System hat er mit dem 4-3-3 gefunden. Das funktioniert auch diesmal über weite Strecken ganz gut. Zunächst.

Auffällig: Unter Beichler ist das Spiel der Salzburger schneller. Oft wird probiert den Ball gleich mit dem ersten Kontakt weiterzuspielen, wenn möglich natürlich nach vorne. So ließ die erste gelungene Aktion auch nicht lange auf sich warten. Nach zehn Minuten probierte es Yeo mit dem Kopf, traf aber nur die Stange (10.). 

Die Hausherren machten wenig überraschend das Spiel, taten sich aber schwer, Gefahr zu erzeugen. Weil die Gäste mit einer Fünferkette die Räume eng machten und sich ausschließlich auf die Defensive konzentrierten. Vorerst. 

Mittwochmittag hatte er keine Kraft mehr. Torwart-Legende Georg Koch starb im Alter von nur 54 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Es war ein langer Kampf, ein langer Abschied für den Torhüter, der zwischen 1990 und 2009 insgesamt 213 Erst- und 165 Zweitligaspiele machte.

Koch hatte während seiner Karriere bei Fortuna Düsseldorf, Arminia Bielefeld, dem 1. FC Kaiserslautern, Energie Cottbus und dem MSV Duisburg sowie bei PSV Eindhoven, Dinamo Zagreb und Rapid Wien gespielt.

Für die Hütteldorfer war er 2008 siebenmal in der Bundesliga und zweimal in der Champions-League-Qualifikation im Einsatz. Sein letztes Spiel war am 24. August 2008 im Wiener Derby

Dabei war der Goalie in der 6. Minute zu Boden gegangen, nachdem ein aus dem dahinterliegenden Austria-Sektor geworfener Feuerwerkskörper in seiner Nähe explodiert war. 

Der Deutsche hatte dabei ein Gehörtrauma mit Vertäubung sowie einen Kreislaufzusammenbruch erlitten.

Während sich die Situation im Iran zuspitzt, richtet sich beim Asien-Cup der Frauen in Australien viel Aufmerksamkeit auf das iranische Team. Stürmerin Sara Didar rang am Mittwoch mit den Tränen. "Natürlich sind wir alle besorgt und traurig über das, was im Iran und unseren Familien dort passiert ist", erklärte die 21-Jährige. Sie hoffe sehr, "dass unser Land in Zukunft stark und lebendig sein wird."

Die Mannschaft war bereits lange vor Beginn des Konflikts mit Israel und den USA nach Australien gereist. Beim Auftaktspiel am Montag in Gold Coast gegen Südkorea (0:3) blieben die Spielerinnen während der Nationalhymne still. Beobachter werteten dies als stillen Protest gegen das Regime.

Trainerin Marziyeh Jafari wurde vor der Begegnung von einem in Australien lebenden iranischen Journalisten auf den Tod von Religionsführer Ayatollah Ali Khamenei angesprochen. "Ich denke nicht, dass wir über dieses Thema reden sollten", entgegnete Jafari.

Zwei Rücktritte

Bereits vor der Abreise hatten zwei Spielerinnen ihren Rücktritt aus dem Team angekündigt. Verteidigerin Kowsar Kamali schrieb in einem inzwischen gelöschten Instagram-Beitrag, sie könne "nicht mehr so tun, als wäre alles normal". Damit bezog sie sich auf die gewaltsam niedergeschlagenen regierungskritischen Proteste im Iran.

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