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Alle wollten sie in die Top 8 und damit direkt ins bevorstehende Achtelfinale einziehen. Denn die Teams auf den Plätzen 9 bis 24 drehen eine Ehrenrunde in den Play-offs, wo die Sieger aus den Paarungen die Runde der letzten 16 komplettieren.

Inter Mailand benötigte beim Gastspiel in Dortmund einen Erfolg für eine Chance auf besagte Top 8. Zu Beginn sorgte man für Druck, doch die Dortmunder kamen aus einem Eckball zur ersten richtig guten Chance, als Guirassy den Ball aus drei Metern nicht im Tor unterbringen konnte. Die Italiener hatten einen Schuss von Dimarco anzubieten und eine gute Möglichkeit durch Bisseck, der mit dem Schuss allerdings viel zu lange wartete. Highlight der ersten Hälfte war, als die Inter-Medizinmänner den ausgerenkten Finger von Verteidiger Acerbi wieder zurechtbogen.

Nach der Pause drückten die Italiener aufs Tempo, hatten die eine oder andere Möglichkeit. Für Dortmund wiederum hätte der eingewechselte Adeyemi treffen müssen. Inter blieb geduldig und die aktivere Mannschaft und belohnte sich. Die Mailänder durften durch einen schön versenkten Freistoß von Dimarco und das erlösende 1:0 jubeln (80.). Das 2:0 in der Nachspielzeit durch Diouf war nur noch die Draufgabe. Und dennoch reichte es nicht für Rang acht, Inter muss als Zehnter in die Play-offs.

Das Warten auf den ersten Sieg beim Nachtslalom von Schladming seit 2021 geht weiter. Mehr noch: Am Mittwoch setzte es für die ÖSV-Stars auf der Planai wieder einen Rückschlag und für zwei Herren sogar eine ordentliche Watschn, nachdem Manuel Feller zuletzt mit seinem Kitzbühel-Sieg für einen hellen Moment gesorgt hatte.

Der Tiroler landete diesmal auf Platz 10, bester Österreicher war auf der Planai Fabio Gstrein als Fünfter. Der 28-Jährige hatte schon zuletzt in Kitzbühel aufgezeigt, als er sich mit Laufbestzeit im zweiten Durchgang von Platz 22 auf Rang elf katapultierte.

In Schladming fuhr Gstrein sein bestes Saisonergebnis ein. Zuvor war dies ein 10. Platz in Levi im November gewesen.

Den größtmöglichen Rückschlag setzte es aber für zwei der vier Olympia-Starter im ÖSV-Lager. Marco Schwarz, der als letzter Österreicher vor fünf Jahren auf der Planai gewonnen hatte, verpasste mit 2,95 Sekunden Rückstand als 32. ebenso den zweiten Durchgang wie Michael Matt als 33. (+2,97). Und das nur zwei Wochen vor dem Olympia-Slalom in Bormio.

Norwegischer Doppelsieg

Der Sieg ging an den Norweger Henrik Kristoffersen, der nach seinem Erfolg zu Tränen gerührt war, weil er mit seinem fünften Sieg zum Rekordsieger auf der Planai wurde. Auf Platz zwei folgte sein Landsmann Atle Lie McGrath, der nach dem ersten Durchgang geführt hatte. Der Franzose Clement Noel wurde Dritter.

Bereits am Freitag hebt  das „KURIER Austria Davis Cup Team“ ab, um den Höhenflug des Vorjahres fortzusetzen.  Nach Japan geht die Reise, nach Tokio. Und sollte im guten Fall in die 2. Qualifikationsrunde der Weltgruppe  führen.  Am 6. und 7. Februar wird das Team von Kapitän Jürgen Melzer nicht zwingend als Außenseiter, aber auch nicht als Favorit in die Partien gehen. 

„Ich freue mich darauf, dass wir alle wieder zusammenkommen und eine Aufgabe vor der Brust haben, die zwar schwer, aber definitiv lösbar ist. Ich sehe es als  50:50-Partie“, sagt Melzer, der nicht mit Altstar Kei Nishikori rechnet. „Er hat 2026 bisher bei allen Turnieren rausgezogen. 

 Aber klar, wenn er vielleicht im entscheidenden Einzel eingesetzt wird,  ist es für die Japaner sicher nicht negativ.“ Eher  anzunehmen aber, dass   Shintaro Mochizuki (Nummer 112), der in der ersten Runde der Australian Open  Stefanos Tsitsipas einen Satz abgenommen hat, und  Yoshihito Nishioka (Nr. 115)  sich das Racket schnappen.

Das zweitgrößte österreichische Team für Olympische Winterspiele ist am Mittwoch feierlich verabschiedet worden. Bundespräsident Alexander Van der Bellen empfing in der Hofburg das ÖOC-Team, das für die am Freitag nächster Woche beginnenden Spiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo 115 Sportlerinnen und Sportler umfasst. Langläuferin Theresa Stadlober und Snowboard-Olympiasieger Alessandro Hämmerle legten stellvertretend den Olympischen Eid ab.

"Die ganze Welt wird zuschauen. Wir werden mitfiebern. Ich wünsche euch viel Glück", sagte Van der Bellen. "Hinter Ihnen liegen, ich kann es nur ahnen, Jahre, teilweise Jahrzehnte, in denen Sie dieses Ziel verfolgt haben. Mir ringt das höchsten Respekt ab", erklärte der Bundespräsident, der hervorhob, dass alleine die Qualifikation schon ein großer Erfolg sei. "Die harte Arbeit hat sich schon ausgezahlt, Sie nehmen an einer Olympiade teil."

"Olympische Idee gewinnt an Relevanz"

Van der Bellen betonte den sportlichen und Fairness-Gedanken, der Olympischen Spielen zugrunde liegt. "Die Olympische Idee verliert nicht an Reiz, vielmehr gewinnt sie an Relevanz. Dieses Messen im Miteinander, ein respektvoller Wettbewerb und ein echtes Fair-Play - dieser Gedanke ist alt, sehr alt, gleichzeitig könnte er kaum aktueller sein. Die Menschen auf der Welt friedlich zusammenzubringen, unabhängig davon, woher sie kommen, welche Sprache sie sprechen, woran sie glauben. Was für ein großer und wichtiger Gedanke", sagte der Bundespräsident.

Sport und seine Spitzenathletinnen und Athleten können als Vorbild dienen. "Wenn wir beim sportlichen Kräftemessen, selbst im direkten Gegeneinander ein Miteinander finden können, dann können wir es überall. Sie verkörpern diesen Olympischen Gedanken, wie man gemeinsame Regeln beachtet, wie man respektvoll miteinander umgeht, egal welche Flagge man selbst oder das Gegenüber auf dem Sportanzug trägt. Da sind Sie Vorbilder, Vorbilder im Sport, als Menschen, als Gemeinschaft", sagte Van der Bellen, der ebenso wie Bundeskanzler Christian Stocker per Handschlag jeden anwesenden Sportler verabschiedete. "Ich wünsche Ihnen eine unvergessliche Zeit. Lassen Sie den Stolz zu, solche Momente sind flüchtig."

Nach dem kleinen Ausraster von Coco Gauff im Anschluss an ihr Viertelfinal-Aus bei den Australian Open ist in der Tennis-Szene eine Diskussion über die Omnipräsenz von Kameras bei den Turnieren entbrannt. "Die Frage ist: Sind wir Tennisspieler? Oder sind wir Tiere im Zoo?", fragte die Polin Iga Swiatek, als sie auf die Szene mit Gauff angesprochen wurde.

Die US-Amerikanerin hatte nach ihrer klaren Niederlage gegen Elina Switolina aus der Ukraine in den Katakomben der Rod Laver Arena aus Frust ihren Schläger zertrümmert. Die Weltranglisten-Dritte wähnte sich dabei unbeobachtet, wurde aber von Kameras gefilmt, sodass jeder ihren Wutausbruch sehen konnte.

Im Tennis ist es vor allem bei den Grand-Slam-Turnieren üblich, dass die Profis auf Schritt und Tritt von Kameras begleitet werden. "Ich denke nicht, dass das nötig ist", sagte Gauff. Sie habe extra nach einem Ort gesucht, wo sie dachte, unbeobachtet zu sein, da sie kein schlechtes Vorbild vor allem für Kinder habe sein wollen. "Vielleicht sollten wir mal darüber reden. Ich habe das Gefühl, dass bei diesem Turnier der einzige private Ort die Umkleidekabine ist."

"Es gehört nicht zum Job, zur Schau gestellt zu werden"

Auch Swiatek hatte die Dauerüberwachung während des Turniers zu spüren bekommen, als über die Kameras zu sehen gewesen war, dass sie fast ihre Akkreditierung vergessen hätte. "Ich denke nicht, dass das so sein sollte. Wir sind gewohnt, auf dem Platz und in der Pressekonferenz beobachtet zu sein. Das ist unser Job", sagte die sechsfache Grand-Slam-Turnier-Siegerin. Aber es gehöre nicht zum Job, zur Schau gestellt zu werden, wenn man die Akkreditierung vergesse.

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