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US-Star Ilia Malinin hat sich bei den Weltmeisterschaften im Eiskunstlaufen zumindest einmal im Kurzprogramm für die Olympia-Enttäuschung rehabilitiert. War er bei den Spielen in Mailand nach einer verpatzten Kür nur Achter geworden, ist er nun in Prag auf dem besten Weg zur erfolgreichen Titelverteidigung. Der 21-Jährige kam am Donnerstag auf 111,29 Punkte und distanzierte damit den Franzosen Adam Siao Him Fa um 9,44 Zähler.

Malinin stellte sein Programm im Vergleich zur Olympia-Darbietung um und fuhr gut damit. Der vierfache Axel kam erst später, auch die Kombination aus Vierfach-Lutz/Triple-Toeloop setzte der Titelträger der vergangenen beiden Jahre sicher. Seine bisherige Kurzprogramm-Topmarke von der Vorjahres-WM überbot Malinin um 0,88 Punkte. 

Auch Siao Him Fa lief ausgezeichnet, hat seinerseits mehr als fünf Zähler Vorsprung auf den drittplatzierten Esten Aleksandr Selevko. Der kasachische Olympiasieger Mikhail Shaidorov war nicht nach Tschechien gereist.

Es ist eine verrückte Meisterschaft mit zwei Siegern, bevor sie überhaupt vorbei ist. Der eine kommt aus Fehervar. Noch nie schaffte es ein Zehntplatzierter des Grunddurchgangs ins Halbfinale der ICEHL. Nach einem 3:0-Sieg beim KAC wurde mit einem Gesamtscore das Ticket gelöst. Nach den Vienna Capitals marschierten die Ungarn also auch über die Kärntner hinweg – eine richtige Sensation.

Während das letzte Spiel dieser Serie am Mittwochabend ins Finish ging, werden schon in Graz die ersten Sektkorken geknallt haben. Denn nachdem im anderen Halbfinale Ljubljana (Slowenien) und Pustertal (Italien) aufeinandertreffen, steht schon vor den ersten Halbfinalspielen ab Sonntag mit den Graz 99ers der österreichische Meister fest. Es ist der erste Coup seit dem Jahr 1978, zuvor hatte man schon 1975 die Meisterprämie kassiert – damals triumphierte man noch unter dem Namen ATSE Graz (Arbeiter- Turn- und Sportverein Eggenberg).

Die meisten Zuschauer waren schon weg. Den meisten Tennis-Fans war es im Hard Rock Stadium in Miami schon zu spät geworden, als Arthur Fils für eine große Tennis-Sensation sorgte. Der 21-jährige Franzose, der auch schon in Wien bei den Erste Bank Open servierte, lag im Tie-Break des entscheidenden dritten Satzes gegen Lokalmatador Tommy Paul 2:6 zurück. 

Doch Fils ließ seinem Gegner danach keinen Punkt mehr, siegte nach 2:47-Stunden Spielzeit 6:7 (3), 7:6 (4), 7:6 (6) und zog in sein erstes Masters-Semifinale ein, in dem am Freitag der Tscheche Jiri Lehecka wartet. Nach dem Matchball ließ sich Fils, der zuvor vier Mal in einem 1.000er-Viertelfinale gescheitert war, von seiner Box feiern. 

Fils ist ein weiterer Youngster, der so richtig aufzeigt. Im Vorjahr holte der Tscheche Jakub Mensik mit gerade einmal 19 Jahren den Titel. Dieses Mal flog er gegen US-Mann Frances Tiafoe, der am Donnerstag im Viertelfinale auf Jannik Sinner trifft, in der 3. Runde raus (11:13 im entscheidenden Tie-Break). Dafür kam der 20-jährige spanische Qualifikant Martin Landaluce bis ins Viertelfinale, wo er Lehecka unterlag. 

Für die Toronto Raptors ist am Mittwoch eine Serie von fünf Auswärtsspielen in der National Basketball Association (NBA) mit einer deutlichen Niederlage bei den LA Clippers und einer Verletzung von Jakob Pöltl über die Bühne gegangen. Die Kanadier verloren 94:119, Pöltl erlitt ein Cut. Er bilanzierte mit zehn Punkten, sechs Rebounds und je einem Assist sowie Steal. Toronto fiel auf Platz sechs im NBA-Osten zurück, der noch die direkte Play-off-Qualifikation bedeutet.

Toronto-Niederlage: Pöltl musste blutend vom Feld

Die Raptors gerieten in Inglewood im Los Angeles County schon früh auf die Verliererstraße. Ab dem Stand von 22:33 kurz vor Ende des ersten Viertels liefen sie bis zum Schluss stets einem zweistelligen Rückstand hinterher. Brandon Ingram war mit 18 Punkten der beste Werfer der Kanadier, die am Freitag die New Orleans Pelicans empfangen.

Für Pöltl war die Niederlage im wahren Sinn des Wortes schmerzhaft. Der Wiener wurde im zweiten Viertel beim Kampf um einen Rebound vom Ellbogen seines Gegenspielers Bennedict Mathurin am Kopf getroffen und musste blutend vom Feld. Er kehrte jedoch nach der Pause aufs Parkett zurück und kam auf 21:32 Einsatzminuten. "Ein Cut oberhalb meines rechten Auges musste genäht werden", ließ der Center wissen. "Wir hatten einen schlechten Wurftag", merkte er zum Verlauf der Partie an.

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