Vorfreude auf Kitzbühel: Topbesetzung beim Generali Open 2026

Kitzbühel-Turnierdirektor Alexander Antonitsch erklärt im Interview, dass die Generali Open kein Selbstläufer sind und dass sie heuer besonders gut besetzt sind. Welche Stars kommen?
Großes Staraufgebot für Antonitsch in Kitzbühel

Am 8. Februar ist Alexander Antonitsch 60 geworden. Der gebürtige Kärntner ist aber ähnlich jung geblieben wie das Turnier, dem er seit genau 15 Jahren vorsteht. Seit 1945 wird in Kitzbühel Turnier-Tennis gespielt. Große Namen prägten das Turnier, das seit 2015 wieder Generali Open heißt. Mit Thomas Muster (1993) und Dominic Thiem (2019) trugen sich auch zwei Österreicher in die Siegerliste ein, in der auch Namen wie Pete Sampras oder Guillermo Vilas (Rekordsieger mit vier Titeln) stehen. Im Doppel triumphierten der Tiroler Alexander Erler und Lucas Miedler drei Mal.

Antonitsch spricht über seine eigenen Erinnerungen, die Turniergeschichte und, wie wichtig es ist, die richtigen Partner zu haben. Und er verrät, welche Topstars heuer kommen. Denn ab 18.Juli ist das Aufgebot noch eine Spur attraktiver. Als Sie 2011 Turnierdirektor in Kitzbühel wurden, ging da ein Jugendtraum von Ihnen in Erfüllung? Ein Jugendtraum war es nicht, und 2011 war es auch alles andere als eine einfache Aufgabe! Das ATP-Turnier war ja nach der letzten Ausgabe 2009 schon 2010 nur mehr ein ATP Challenger! Es gab viele Leute, die eher abgeraten haben, die Position als Turnierdirektor anzunehmen. Ich war aber von der Begeisterung und Leidenschaft von Herbert Günther und Markus Bodner (Veranstalter) so begeistert, dass ich zugesagt habe. Es kann sich definitiv zeigen lassen, was wir in den letzten 15 Jahren mit dem gesamten Team und unseren Partnern auf die Beine gestellt haben! Tennis in Kitzbühel lebt …und wie es lebt!

Mit welchen Stars darf man heuer rechnen, im Vorjahr siegte ja der Kasache Alexander Bublik, der mittlerweile in den Top 10 ist?

Wir freuen uns total, dass Alex als Top-10-Mann wieder bei uns aufschlagen wird! Heuer gibt es aufgrund des sehr guten Termins von 18.–25. Juli sehr viele Anfragen von Spielern, die gerne nach Kitzbühel kommen wollen. Aber auch die fixen Zusagen können sich sehen lassen. So wird das Davis-Cup-Siegerteam des Vorjahres mit den Italienern Flavio Cobolli und Matteo Berrettini aufschlagen, mit dem Monegassen Valentin Vacherot kommt der Schanghai-Sieger und Shooting-Star des Vorjahres.

Ist das Turnier mittlerweile ein Selbstläufer? 

Nein, sicher nicht. So ein Event ist nie ein Selbstläufer, und wir müssen das Turnier auch jedes Jahr weiterentwickeln und verbessern für unsere Fans, Spieler und natürlich Partner! Auch wenn wir letztes Jahr den Excellence Award der ATP erhalten haben, sind wir noch nicht das beliebteste 250er auf der Tour (Platz 3).

Mit welchen Attraktionen im Side-Step-Bereich darf man bei der 82. Auflage rechnen? 

Es wird auch heuer wieder das Generali Race to Kitzbühel geben, das im April startet. Das Finale wird am 25. Juli wieder unmittelbar vor dem Endspiel auf dem Centercourt stattfinden. Dazu gibt es wieder einen Kids Day mit mehr als 1.000 Kindern, einen Ladies Day und einen Health Day.

Ist der Termin heuer besser? 

Definitiv hilft es uns 2026 und 2027, dass zwischen dem 1.000er in Kanada und Kitzbühel eine ganze Woche liegt.

Sie wurden im Vorjahr im Vorfeld von Tochter Mira interviewt, ist das auch heuer wieder möglich?

Mira macht gerade ihre Erfahrungen im Medien-Bereich, und es ist durchaus wieder möglich.

Was erwarten Sie sich vom Frauen-Turnier, das eine Woche zuvor stattfindet? 

Ich finde es einfach toll, dass die Veranstalter versuchen, ein WTA-Event in Kitzbühel zu etablieren und damit das Tennisfest zu verlängern. Ich hoffe auch stark, dass die Österreicherinnen geschlossen am Start sind und erfolgreich spielen.

Welche sind Ihre schönsten Erinnerungen an das Turnier? Als Spieler und als Turnierdirektor. 

Meine ersten Erfahrungen im Doppel mit Tom 1984 und natürlich mein Sieg über die Nummer sieben Juan Aguilera 1985! Als Turnierdirektor definitiv, als wir 2016 das erste Mal das Schild ausverkauft vor der Kassa anbringen durften und natürlich der Sieg von Dominic Thiem 2019. Auch sein letztes Finale 2023 und sein Abschied waren für mich sehr emotional. Nicht vergessen möchte ich aber auch die Doppelerfolge von Alexander Erler und Lucas Miedler, die wieder zusammenspielen. Bei uns wird auch das Doppel richtig gefeiert!

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